Foul oder nicht Foul?

Briger am Montag, den 21. Januar 2019 um 13:00 Uhr

In unserer beliebten Serie schauen wir heute nach Südostlondon.

Am Samstag traf in der League One das sich im Aufstiegskampf befindliche Charlton Athletic auf das relegationsgefährdete Accrington Stanley. Das Heimteam musste bis in die 93. Minute zittern, ehe es durch einen Penalty-Treffer mit 1:0 gewinnen konnte.

Die Szene, welche sich auf die Eingangsfrage bezieht, sehen Sie ab 00:35 im Video.

Und hier noch in der Nahaufnahme:

Foto via whoateallthepies.tv

Wir hoffen, bei Krystian Bielik ist alles in Ordnung.

An dieser Stelle noch ein Programmhinweis für morgen Dienstagabend.

Eine schöne Arbeitswoche.

Im Dilemma

Rrr am Montag, den 21. Januar 2019 um 5:55 Uhr

Das historische Bild zum Wochenstart.

Hoogmade (Südholland), 1996.

(Klick für gross)

Wanderausstellung im Wankdorf

Rrr am Sonntag, den 20. Januar 2019 um 12:00 Uhr

Bald in Bern: 80 fan.tastische Frauen.

Die Wanderausstellung der Fan.Tastic Females ist vom 28. Februar bis 8. März im Wankdorfstadion zu sehen (Eröffnung mit Podiumsdiskussion am 28. Februar).

“Schon immer gabs Frauen in den Fussballstadien”, berichten die Ausstellungsmacherinnen auf ihrer Website: “Oft nicht offiziell, manchmal nicht erwünscht und auch nicht überall sichtbar, aber sie waren schon immer da. Nur dort, wo es Bücher und Interviews über den Fussball oder seine Fans gibt, sind es bis heute selten Frauen, die die Geschichten erzählen. Ebenso stehen weibliche Fans kaum je im Mittelpunkt existierender Fan- oder Fussballlegenden.”

Das ändert diese Ausstellung gründlich. Über 80 Frauen erzählen über ihre Liebe und Leidenschaft für den Sport, über ihren Weg auf die Tribünen, ihre grossartigsten, eindrucksvollsten, lustigsten aber auch ihre weniger schönen Momente im Fussball. Frauen aus ganz Europa.

Ob es da einen YB-Bezug gibt, fragen Sie? Aber sicher. Trailer ab!

PS: Kaum je Frauen als Fanlegenden? Da ging wohl Walli Hamrath vergessen…

Sign O‘ the Times

Herr Shearer am Sonntag, den 20. Januar 2019 um 6:00 Uhr

Die Siegerin der 728. Caption Competition steht fest.

Bild: Claudio Villa / Getty

Frau ManU97 holt sich die begehrte Auszeichnung mit ihrem Untertitel zum Bild da oben, welches übrigens vor dem Finale der italienischen Suppercoppa im saudischen Jeddah entstand. Wir gratulieren herzlichst und bitten die Siegerin, sich einen Preis der Wahl aus unserer Schatztruhe auszusuchen und sich bei uns zu melden.

Wir spüren es ganz deutlich – Sie möchten jetzt unbedingt grad sofort noch passende Musik hören. Bitteschön!

Kicker auf der Ka-We-De

Rrr am Samstag, den 19. Januar 2019 um 12:00 Uhr

Heute vor 68 Jahren.

Die Trouvaille haben wir von unseren Zürcher Freunden zugespielt erhalten. Die Young Boys bestätigten auf Anfrage, dass die erste Mannschaft vor Jahrzehnten wiederholt aufs Glatteis geführt wurde. Wie das Spiel vom 19. Januar 1951 endete, entzieht sich leider unserer Kenntnis. Nichtsdestotrotz zeigen wir dem BSC YB nachträglich eine klare gelbe Karte wegen übelst Randsport.

Ein Einzelfall? Leider nicht. Der FCZ spielte früher gerne gegen den EHC Arosa, und auch am Rheinknie grassierte in den 1950er-Jahren der Unfug: “EHC Basel – FC Basel fand jeweils vor ausverkauftem Haus statt”, schreibt unser Lieblings-Baslerjourni, der olle Herr Razinger. Im Gundeli habe es kaum mehr Parkplätze gegeben. “NationalZeitung und Basler Nachrichten mit je 2/3-Seite Matchbericht.”

Im Fall des FCZ war der Grund der Eishockeyspiele ein einfacher, wie das FCZ Museum schreibt. “In den 1950er- und 1960er-Jahren verbrachte der FC Zürich sein Winter-Trainingslager meist in Davos oder Arosa. Gespielt wurde dann halt Eishockey oder Schneefussball. Dann und wann gab es sogar Testspiele des FCZ gegen den EHC Arosa.” In diesem Sinn: Film ab!

Trainingslager FCZ 1961 from FCZ Museum on Vimeo.

728. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 18. Januar 2019 um 13:00 Uhr

Hinwiederum sind Sie gefragt.

Bild: Claudio Villa / Getty

Um einen Untertitel zum Bild da oben nämlich. Den originellsten Vorschlag belohnt unsere unbestechliche Jury erneut mit einem Preis nach Wahl aus unserer Schatztruhe. Also, lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und hauen Sie in die Tasten. Wir erwarten Ihren Beitrag bis morgen Samstag um 20:00 Uhr, die Siegerin oder der Sieger wird wie gewohnt am Sonntagmorgen bekanntgegeben. Viel Vergngügen!

Ten Years After

Rrr am Freitag, den 18. Januar 2019 um 5:55 Uhr

#10YearChallenge!

Da machen wir natürlich gerne mit.

Startaufstellung im ersten Spiel 2009 (2:2 gegen Hertha) und 2019 (1:2 gegen Osnabrück).

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Bemerkenswerte Balance

Rrr am Donnerstag, den 17. Januar 2019 um 13:00 Uhr

Der PSV Eindhoven hat jetzt auch ein Amputierten-Team.

Zwölf Beinamputierte treffen sich seit 2017 regelmässig zum Training. Neu sind sie Teil der PSV Foundation Academy und können so ab kommender Saison an der Europaliga des Amputiertenfussballs teilnehmen.

Die Sportart ist zum Beispiel in England (unser Bild), Deutschland, Frankreich und Italien gut verankert. In der Schweiz blieben die Bemühungen zur Gründung eines Vereins bislang erfolglos.

Amputiertenfussball verlangt viel Kraft und eine gute Balance. Die Spieler rennen mit ihren Krücken über den Platz, der Ball darf aber nur mit dem Fuss gespielt werden. Ein Spiel dauert zweimal 25 Minuten. Der Goalie darf zwei Beine, aber nur einen Arm haben. Prothesen sind nicht zugelassen.

Erfunden wurde der Amputiertenfussball 1980 in den USA. Weltmeisterschaften gibt es alle zwei Jahre. 2018 sicherte sich Angola den Titel dank dem Sieg im Final gegen die Türkei. Nach der Verlängerung stand es 0:0, erst das Penaltyschiessen brachte die Entscheidung. Hier sind die Höhepunkte des WM-Finals:

Scharfe Selektion

Herr Shearer am Donnerstag, den 17. Januar 2019 um 5:57 Uhr

Das Runde Leder überprüft den Wahrheitsgehalt von Gesprächen im Kafiräumli.

Foto: fcsolothurn.ch

Den heutigen Tag beginnen wir mit einer Statistik, die niemandem etwas nützt und die Sie auch schnell wieder vergessen können. Neulich hatte der Verfasser dieses Artikels in seinem 100%-Nebenjob ein interessantes Gespräch mit einem Kollegen, welcher in seiner Freizeit Junioren bei einem mittelgrossen Fussballklub trainiert. Er stellte fest, dass im ersten Semester geborene Kinder bei den regelmässigen Selektionen, bei denen die Nachwuchsschütteler für die nächsthöhere Stufe ausgewählt werden, die besseren Karten haben. Ein Grund dafür könnte sein, dass diese Kinder und Jugendlichen tendenziell körperlich gegenüber denjenigen, die später im Jahr Geburtstag feiern, etwas fortgeschritten sind.

Folglich müsste sich das irgendwann auch in den Profimannschaften niederschlagen – dort müsste man mehrheitlich ergo ebenfalls zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni geborene Spieler finden. Das haben wir überprüft und können Sie beruhigen: eine Tendenz ist festzustellen, aber nicht gravierend. Hier nun die Auswertung aller Super League-Vereine. Der grüne Teil des Balkens repräsentiert den Anteil der vor dem 1. Juli geborenen Spieler, der rote folglich den Rest. Über alle Vereine gesehen sind übrigens 56,74% in den ersten sechs Monaten zur Welt gekommen.

Klick aufs Bild für grössere Ansicht

Voilà! Sollte Ihr Nachwuchstalent also zum roten Teil gehören, müssen Sie die Hoffnung nicht völlig aufgeben. Sie müssen Ihr Kind einfach noch viel mehr fördern und fordern und gegebenfalls das individuelle Training noch verstärken, dann klappt es vielleicht doch mit der Weltkarriere. Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg!

Das Viererbett im Lazarett

Rrr am Mittwoch, den 16. Januar 2019 um 13:00 Uhr

Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Musculus iliacus.

“Sie haben es sicher auch gelesen: Real Madrid muss zwei Wochen auf seinen Goalie Thibaut Courtois verzichten, der an einer Verletzung des Darmbeinmuskels im linken Beinbereich laboriert.

Das medizinische Bulletin ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Einerseits ist vielen Menschen gar nicht bewusst, dass sie einen Darmbeinmuskel haben, andererseits wissen sie nicht, wo sich dieser genau befindet. Ein befreundeter Viszeralchirurge hat mir beiliegende Skizze zu Ihrer Information übermittelt.

Als Allgemeinpraktiker möchte ich anfügen, dass bei Real Madrid noch mehr Spieler an Verletzungen laborieren, namentlich Mariano Díaz (Ischiasreizung), Marcos Llorente (Adduktoren) und Gareth Bale (Wade). Zusammen mit Thibaut Courtois sind das genau vier Spieler, die zur Untätigkeit verdammt sind.

Mit anderen Worten: Ein Schieber ist jederzeit möglich! Weil die Heilung in allen Fällen einige Zeit in Anspruch nimmt, dürfte es sogar für einen Coiffeur reichen mit 2×10 Runden mit oder ohne die Trumpfvarianten Slalom und Guschti. Nicht mitspielen kann leider Karim Benzema, der hat sich am Sonntag in Sevilla einen Finger gebrochen.

Sollte einer der anderen Spieler zeitnah fit werden, können die übrigen im Lazarett immer noch einen Bieter spielen. In diesem Sinn allen Jassern ein herzliches Stöck Wyss Stich und hopp de Bäse, Ihr Almen Lafti”

Stulp Fiction

Rrr am Mittwoch, den 16. Januar 2019 um 5:55 Uhr

Das historische Bild zur Wochenmitte.

Neulich in der siebten englischen Amateurliga (evtl der achten).

Der Maurer von Manchester

Rrr am Dienstag, den 15. Januar 2019 um 13:00 Uhr

Ein Teufelskerl, dieser David De Gea.

Er hexte Manchester United zum Sieg bei den Spurs, wie man so sagt. Elf Schüsse kamen am Sonntag auf sein Tor, die meisten waren sichere Tore – doch De Gea hielt alles. Nacheinander hielt er mit beiden Händen (gegen Son), mit dem rechten Fuss (Kane), mit der linken Hand (Alli), mit beiden Händen (Kane und Eriksen), mit dem rechten Oberschenkel (Alli), mit dem linken Fuss (Alderweireld), mit beiden Händen (Kane und Alli), mit dem rechten Fuss (Kane) und nochmals mit beiden Händen (Llorente).

Der Spanier wollte 2015 zu Real Madrid wechseln, alle Parteien waren sich einig. Doch der Transfer platzte, weil Real die Unterlagen einige Minuten zu spät beim spanischen Verband einreichte. Nun macht er die Red Devils glücklich. Natürlich nicht nur mit Paraden. Gegen die Spurs nahm er auch reichlich Zeit von der Uhr: Für seine insgesamt zehn Abstösse liess er sich durchschnittlich 26 Sekunden Zeit. 4,81 Prozent der Spielzeit konnte er so ausfüllen, wie ein Statistiker auf Twitter ausrechnete.

So. Und die Torhüterexperten unter Ihnen dürfen sich nun gerne noch die Fachanalyse unserer Kollegen von “Match Of The Day” anschauen. Was ist der Unterschied zwischen Tottenhams Weltmeister Hugo Lloris und David De Gea? Film ab!