“Meister werden ist total langweilig”

Rrr am Dienstag, den 24. April 2018 um 13:00 Uhr

Noch viermal schlafen bis YB-Luzern! Höchste Zeit für ein Expertengespräch.

Wie ist das eigentlich, wenn man nach Jahrzehnten endlich wieder Meister werden kann? Unser langjähriger Basler Korrespondent Herr Baresi hat das 2002 erlebt. Wir haben ihn ausgehorcht und müssen feststellen: Es ist ziemlich ernüchternd.

“Meister werden ist total langweilig”, sagt Herr Baresi. “Von Ekstase keine Spur. Warum sollte der Pfiff eines Schiedsrichters Ekstase auslösen? Eben. Bei mir war es vielmehr so, dass fast sofort eine grosse Leere eintrat.”

22 Jahre hatte der FC Basel damals auf einen Titel gewartet – und dann holte das Team gleich das Double. “Ja, es gibt viele Parallelen zu YB 2018”, sagt Herr Baresi. “Die ganze Saison über hat man nicht so recht daran geglaubt, dass es klappen könnte, und plötzlich war der Meistertitel da.”

Wie das war, lesen Sie im grossen Interview nach dem Klick.

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No-Go an der ersehnten Show

Dr. Rüdisühli am Dienstag, den 24. April 2018 um 5:32 Uhr

Die Eingefleischten unter Ihnen wissen: Es besteht die Eventualität, dass die Young Boys am Wochenende Meister werden.

Sie sind Fan, Spieler oder sonst irgendwie involviert? Das Runde Leder erklärt Ihnen heute, was Sie am Samstag nach dem Abpfiff getrost unterlassen können, sollte YB vorzeitig den Titel gewinnen. Die Liste ist problemlos auf jedes beliebige spätere Datum anwendbar.

Autokorso: Lassen Sie es sein. In Bern wurde jüngst die Veloroute Bahnhof-Wankdorf geschaffen. Wir machen Velokorso!

Sie möchten unbedingt den Pokal küssen? Das muss nicht sein. Und ist etwas unhygienisch, sofern Sie nicht an erster Stelle dran sind.

Zünden Sie keinen Schal des [hier Club einfügen] an und singen Sie auch nicht “Hurensöhne [hier Club einfügen]”. Das überlassen wir anderen.

Keine Kinder weit und breit. Foto: Keystone

We are the Champions? Simply the Best? Nicht nötig, schlecht tönend und langsam aber sicher etwas ausgelutscht. Wir haben Christopher S. Oder noch besser: Mani Porno. I liebe di so wi du bisch.

Sie sind Spieler? Dann müssen Sie Ihre Kinder nicht zwingend auf den Platz stellen nach Spielschluss. Herr der Ama nimmt seine Töchter auch nicht nach jedem gelungenen Beitrag mit auf die Redaktion.

Bierdusche gefällig? Bitte von innen. Alles andere ist Verschwendung. Ausser, Sie verwenden [Biermarke hier einfügen]. Aber das werden Sie nicht, oder?

Für Selfies mit Spielern sind wir zu alt. Ausser, Sie haben beim vorangehenden Absatz brav Folge geleistet. Dann sind sie freigesprochen.

Scharlachrot ist ein schönes Lied und wir singen mit. Ansonsten haben wir mit Büne Huber eigentlich nichts gemeinsam. Freundlich Grüssen ist aber okay.

Zum Schluss noch ein Internum: Herr Harvest, Redaktionsmitglied und Luzerner, findet Meisterfeiern überschätzt.

Doppelhattrick

Briger am Montag, den 23. April 2018 um 13:00 Uhr

Wir unterbrechen die Berichterstattung zu YB.

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, Am Wochenende haben Kenan Kodro und Carlinhos beim Spiel GC-Lugano je einen Hattrick erzielt. Ja, einen Hattrick, Sie brauchen mir jetzt gar nicht mit diesem deutschen Geschwafel vom lupenrein kommen. Gab es das in der Geschichte des Schweizer Fussballs schon einmal, dass zwei Spieler im selben Spiel einen Hattrick erzielt haben? U.a.w..g., S. W., B.

Lieber Stefan, vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir haben uns schlau gemacht und sind in unserem Archiv auf den 4. Juli 2001 gestossen. Ja, damals fing die Super League noch sehr früh im Sommer an. Nun an diesem besagten 4. Juli 2001 spielten im Sittener Tourbillon der FC Sion und der FC Basel gegeneinander. Im Tor der Basler stand ein gewisser Pascal Zuberbühler. Dieser Herr Zuberbühler wurde von der 55. bis 62. Minute vom Franzosen Julien Pouyes mit einem lupenreinen Hattrick drei Mal bezwungen. Er erhöhte so von 2:1 auf 5:1. Sion-Trainer Laurent Roussey hatte wohl Mitleid mit dem Gast vom Rheinknie und so wechselte er direkt nach dem dritten Tor den Kameruner Samuel Ojong ein. Dieser erzielte zwischen der 79. und 86. Minute mit einem lupenreinen Hattrick die Tore vom 6:1 bis zum 8:1.

Am Ende der Saison wurde Basel mit 10 Punkten Vorsprung erstmals nach 22 Jahren Meister, dem FC Sion wurde die Lizenz entzogen. Weiter Einträge haben wir nicht gefunden, aber es kann natürlich sein dass irgendwann im 20. Jahrhundert mal drei Tore von zwei Spielern im selben Spiel erzielt wurden. Zumindest für die Super League haben Kodro und Carlinhos aber Geschichte geschrieben. Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

Tage des Wartens

Dr. Rüdisühli am Montag, den 23. April 2018 um 6:01 Uhr

Noch fünfmal schlafen bis YB-Luzern.

Die Redaktion des Runden Leders verkürzt sich die Zeit mit verschiedenen Beschäftigungen.

Herr Maldini zum Beispiel malt Mandalas. “Da kann ich aufkommende Ungeduld im Keim ersticken”, sagt er. Exklusiv zeigt er uns hier das Werk, das er letzte Nacht, als er irgendwie nicht schlafen konnte, von 2 bis 4 Uhr geschaffen hat.

Herr Briger versucht das Unfassbare in Statistiken zu fassen. “YB hat nun 72 Punkte auf dem Konto – und noch fünf Spiele ausstehend. Mehr als 70 Punkte schaffte YB im neuen Wankdorf nur in drei Saisons, neben 2007/08 mit Andermatt (70) sowie 2008/09 mit Petkovic (73) und natürlich 2009/10 ebenfalls mit Petkovic (77) – Meisterträume, Sie erinnern sich. Diese Saison reichen schon 75 Punkte zum Titel.”

“Schweigen Sie”, sagt Herr der Ama. “Wenn ich mein inwendig deeaskalierendes Büroyoga mache, brauche ich absolute Ruhe.”

“Das Wichtigste ist, dass man fokussiert bleibt”, weiss Herr Shearer. “Ich bin 100-pro fokussiert! Und bis Ende Monat krankgeschrieben, what a happy coincidence. Andererseits, die Tage dauern ewig, wenn man sie allein im Pub absitzen muss.”

Herr Rrr faltet zweimal täglich den Quotenluzerner der Redaktion zusammen und macht um 14.30 Uhr Feierabend, angeblich wegen externer Sitzungen.

“Herr Maldini, ich möchte auch Mandalas malen”, ruft Herr Harvest.

Mehrere Matchbälle

Herr Shearer am Sonntag, den 22. April 2018 um 17:47 Uhr

Schon wieder ein Finger mehr am Pokal.

Noch ein Sieg für die Young Boys bis zum Becher – dank dem 4:1-Sieg gegen Lausanne Sport heute, aber auch dank dem Umstand, dass der FC Basel in Sion nicht über ein Unentschieden hinaus kommt.

YB begann stark und führte deshalb nach 18 Minuten durch Tore von Hoarau und Fassnacht bereits mit 2:0, beide Male dank geschicktem Einsatz des Absatzes. Danach überliessen die Berner das Spiel zu grossen Teilen den Gästen aus der Romandie, welche aber nicht profitieren konnten. In der 38. Minute schliesslich köpfte Guillaume Hoarau zu seinem zweiten Treffer ein (Foto: Thomas Hodel), womit er auch gleich die Führung in der Torschützenliste der Liga übernahm.

In Durchgang zwei dann mehrheitlich Langeweile, weil YB nicht mehr musste, Lausanne auch nicht mehr viel konnte ausser dem Anschlusstreffer durch Rapp nach einer guten Stunde. Den Schlusspunkt setze dann wiederum Fassnacht, welcher per Kopf in der Nachspielzeit zum Endstand traf.

YB kann damit mit einem Sieg nächsten Samstag gegen den FC Luzern daheim Meister werden. Wir drücken die Daumen!

Rundes Leder Tippspiel (16)

Rrr am Sonntag, den 22. April 2018 um 11:12 Uhr

Erster gegen Letzter: YB empfängt Lausanne.

Die Young Boys wollen nach dem Punktverlust in Thun zum Siegen zurückzufinden. Gegner Lausanne hat am Freitag den Trainer gewechselt und befindet sich in akuter Abstiegsnot. Aber Obacht: Die Vaudois sind eines von nur zwei Teams in der Super League, die in dieser Saison die Young Boys bezwingen konnten.

Am Kids Day beantworten Sie bitte folgende bubi-einfache Fragen:

Wer trifft vor wievielen Zuschauern?

Ihre Antwort übermitteln Sie uns via das Ihnen zur Verfügung stehende Kontaktformular. Einsendeschluss ist um 15.59 Uhr. Der Sieger erhält eine YB-Wurst, die er wahlweise gegen eine Waadtländer Saucisson umtauschen darf, dann aber ohne Senf. Toi toi toi!

Komm rüber, Loris. Ich hab ihn gleich, diesen verdammten Marder!

Herr Shearer am Sonntag, den 22. April 2018 um 6:10 Uhr

Herzliche Gratulation, Herr Kudi!

Foto: Thomas Hodel

Sie gewinnen mit Ihrem Beitrag die 691. Caption Competition und dürfen sich ergo einen Preis Ihrer Wahl aus unserer Schatztruhe auswählen. Bitte melden Sie sich anschliessend per Mail bei uns.

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre diversen luziden Beiträge und möchten Sie nun bitten, Ihren Fokus auf den heutigen Nachmittag zu legen. Um 16:00 Uhr treten die Berner Young Boys im Wankdorf an, um gegen Lausanne Sports einen weiteren Schritt in Richtung Titel zu machen. Bei uns im Programm geht es etwas später mit dem traditionellen YB-Tippspiel weiter. Die Zeit bis dahin überbrücken wir nun mit einem lustigen Film. In den Hauptrollen: Loris Benito und ein beissfreudiger Marder. Viel Spass!

Dreiste Diebe

Rrr am Samstag, den 21. April 2018 um 15:00 Uhr

Und plötzlich war er weg, der schöne Europa League Pokal.

Gestohlen, als er auf Promo-Tour durch Mittelamerika war. Fragen Sie jetzt nicht, warum die UEFA einen Pokal auf Promo-Tour durch Mittelamerika schickt, es ist einfach so. Irgendwie gings um Sponsor FedEx, aber egal. In Leon (Bundesstaat Guanajuato) befand sich der Pokal in einem Auto, als er vom Erdboden verschwand.

Die Polizei wurde eingeschaltet, es herrschte grosse Aufregung. Also in Mittelamerika. Bis Europa drang die Geschichte nicht. Aber item, der Fall endete so mysteriös wie er begonnen hatte: In der Hauptstadt tauchte der Pokal wieder auf, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte.

Die Hintergründe liegen im Dunkeln. Es gibt Vermutungen, dass es um einen ganz gewöhnlichen Autodiebstahl handelte. Nebenbei entdeckten die Diebe den 15 Kilogramm Pokal, der sie aber nicht gross zu interessieren schien. Den meisten europäischen Fussballklubs geht es ja auch so. Warfen die Diebe den schönen Europa League Pokal schnöd in eine Mülltonne, oder deponierten sie ihn des Nachts reuevoll am Sitz der Generalstaatsanwaltschaft, als ihnen durch die Medienberichte bewusst geworden war, was für ein Schatz der Fussballgeschichte sie da ungewollt behändigt hatten? Wir wissen es nicht.

Klar ist nur eins: Wenn Sie am 16. Mai den Captain von Marseille, Red Bull, Arsenal oder Atlético den Europa League Pokal in die Höhe stemmen sehen, freuen Sie sich oder ärgern Sie sich – aber seien Sie einfach gewahr, was dieser Pokal in letzter Zeit alles durchgemacht hat.

Lange Schlange

Rrr am Samstag, den 21. April 2018 um 10:54 Uhr

Cupfinal-Vorfreude im Wankdorf!

Besitzer von YB-Jahresabos können heute ein Ticket für den 27. Mai erwerben. Wie haben erste Reaktionen.

Fan 1 ist frustriert: “Um 7 Uhr dort gewesen, zwei Stunden angestanden bis zur Kassenöffnung. Fazit: Wir werden für 100 Franken pro Ticket knapp die Cornerfahne sehen. Das Problem ist, dass sie nur einen Sektor pro Kasse hatten. Die Reihe konnte man nicht wählen – und dann haben sie beim Parkett unten angefangen.”

Fan 2 lief es besser: “Wir waren um 7.30 Uhr da. Um 9.40 Uhr hatten wir 28 Tickets D Balkon.”

Fan 3 zieht auch eine positive Bilanz. “Wir haben unser Billets seit halb zehn. Die jetzt noch Anstehenden scheinen ihr Schicksal alle sehr gleichmütig zu ertragen. Es gibt Bier, Musik und viel Sonne.”

Wie ist es Ihnen ergangen? Schildern Sie Ihre Eindrücke in den Kommentaren, wenn Sie das möchten.

Fotos: bscyb (1), Nüfüpress (2)

Antworten für Ahnungslose

Dr. Rüdisühli am Samstag, den 21. April 2018 um 9:04 Uhr

Guten Morgen, liebe Modefans

Sie haben das Quiz im Bund heute nicht lösen können? Nicht weiter schlimm, Sie finden die Antworten inkl. Erklärungen dazu in diesem Beitrag hier.

Den Lösungssatz “Häbet nech am Bänkli” wollen Sie bitte bis am Dienstag 24. April an wettbewerb@derbund.ch senden und so gewinnen Sie dann vielleicht Tickets für einen Fussimatch.

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691. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 20. April 2018 um 13:00 Uhr

Tun Sie was, und tun Sie’s hier!

Foto: Thomas Hodel

Es ist Freitagdreizehnuhr und deshalb Zeit für unseren Mitmachwettbewerb. Sie sehen da oben ein Bild, welches dringend eines Untertitels bedarf oder mit dem Sie sonst etwas anstellen können, solange es in unsere Kommentarspalte passt. Zeit dafür haben Sie bis morgen Samstag um 20:00 Uhr, die Jury fällt ihr Verdikt am Sonntagmorgen in aller Herrgottsfrühe. Der Siegerin oder dem Sieger winkt ein Preis nach Wahl aus unserer Schatztruhe. Viel Vergnügen!

Was macht eigentlich…

Herr Shearer am Freitag, den 20. April 2018 um 6:00 Uhr

…Joey Barton?

Der sympathische und talentierte Barton war in diesem Fussballfachblog über all die Jahre immer wieder mal für eine Geschichte gut; denn neben seiner eigentlichen Beschäftigung fand er auch immer wieder Zeit für allerlei Eskapaden ausserhalb des grünen Rasens. 2008 hatte er länger spielfrei, weil nach einer Schlägerei in Liverpool für ein halbes Jahr hinter Gitter musste. Auch Arbeitskollegen bekamen sein Temparament des öftern zu spüren, was mehrmals zu Sperren durch den Verband führte. 2012 überlief das Fass vollends, als Barton im letzten Saisonspiel gegen Manchester City gegen Agüero, Kompany und Tevez austeilte. Die FA verhängte eine einjährige Sperre über ihn, zum Glück konnte sein Arbeitgeber Queens Park Rangers ein Leihgeschäft mit Olympique Marseille einfädeln, denn im Ausland durfte der impulsive Engländer weiterhin kicken.

Foto: The Chronicle

Barton, ein grobschlächtiger Prügler? Mitnichten nur. Legendär gemacht hat er sich auch mit dem intensiven Gebrauch des Kurznachrichtendiensts Twitter, wo er eine Zeit lang seine Follower vornehmlich mit Zitaten und Gedanken grosser Philosophen zu unterhalten pflegte. Kaum erwähnenswert, dass er auch damit zwischendurch aneckte und seine Arbeitgeber auf etwas mehr Zurückhaltung pochten.

Mit 36 Jahren nun ist es Zeit, sich auf das Leben nach der Profikarriere vorzubereiten und seinen reichen Erfahrungsschatz weiterzugeben. Kurz, Joey Barton wird Trainer! Diese Woche unterschrieb er einen Dreijahres-Vertrag bei Fleeetwood Town in der dritthöchsten Spielklasse. Er freue sich auf diese Herausforderung, teilte Barton auf der Website des Klubs mit. Anfangen wird er übrigens nicht per sofort, sondern erst am 2. Juni: erst dann wird seine aktuelle Sperre abgelaufen sein. Die dauerte satte anderthalb Jahre und bekommen hat er sie wegen 1’260 Verstössen gegen die Bestimmung, als Fussballprofi nicht an Sportwetten teilnehmen zu dürfen. Das Runde Leder wünscht Joey Barton aber bereits jetzt alles Gute für seine Trainerkarriere!