Fuselli? Das sind doch so Teigwaren?

Roland Fischer am Freitag, den 30. Januar 2015 um 8:08 Uhr

Kleine Vertrautheiten und Irritationen unterwegs: Ein klassischer Schweizer Maler hat gerade Hochkonjunktur, in London, wo er fast schon zum Leitmotiv einer Ausstellung über Terror and Wonder: The Gothic Imagination wird, wie in Paris, wo er prominent in einer opulenten Schau zu den künstlerischen Folgen des philosophischen Berserkers de Sade auftaucht. Der Name des Künstlers? Henry Fuseli. So jedenfalls schreiben ihn die Engländer, die sich natürlich schwer tun müssen mit «Füssli» (die Franzosen dagegen schaffen das). Aber es ist nicht ihre Schuld, Johann Heinrich Füssli hatte seinen Namen selbst angepasst, und zwar während seines Aufenthalts in Italien. Ob die Fuselli also vielleicht sogar was mit kleinen Füssen zu tun haben?

Nachtmahr von J. H. Füssli um 1781

Nachtmahr von J. H. Füssli um 1781

Im Polarlicht

Milena Krstic am Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 12:00 Uhr

I'VE GOT YOUR BODY
BUT I WANT YOUR SOUL
THAT'S TRUE

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Die in Bern stationierten True, gestern Abend in der Turnhalle des Progr.

 

Zottelmonster und Zugverpasser

Roland Fischer am Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 5:00 Uhr

Es ist wieder mal Zeit für ein wenig Imagekorrektur in Sachen Ballett. Kann ja eigentlich nie schaden, mit den alten Klischees von der sklavischen Tanzmaschine aufzuräumen. Zumal Bern eine Balletttruppe mit einigen wirklich besonderen Charakteren hat. Die werden neu in kurzen, vom Ensemblemitglied Marion Zurbach gedrehten Youtube-Clips vorgestellt.

Zum Beispiel Maria Demandt, die offenbar lieber den trommelnden Waldschrat als den sterbenden Schwan gibt:

Oder Franklyn Lee, der seine Gelenkigkeit gut auch im Bahnhofsgewühl einsetzen kann - den Zug aber trotzdem verpasst:

Vier weitere Filme gibt's auf dem Youtube-Kanal von Konzert Theater Bern zu sehen.

Die Raum-Transformer 2015 (3)

Christian Zellweger am Mittwoch, den 28. Januar 2015 um 17:24 Uhr

Das «interdisziplinäre, konsequent experimentelle Kunstprojekt» Transform (www.transform.bz) hat sich mit der Versuchsanordnung 4 am Bollwerk 12 eingenistet, mitten in der Stadt also. Hier eine Programmübersicht der laufenden Woche:

transform1

Schon ist Halbzeit bei Transform am Bollwerk - hier, wo sie alle vorbei hetzen oder schlendern, die Gewerbeschülerinnen mit ihren Energy-Drinks, die Business-Leute mit Handy am Ohr oder die Familien mit ihren grossen Einkaufstaschen. Einige bleiben stehen, schauen irritiert oder belustigt durch die Scheiben, einzelne klingeln bei der roten Tür und treten ein. Diese Woche seid Ihr alle aufgefordert, in die von General Performances/Martin Schick und FRADS & Flück eingerichteten Räume der Arbeit und Stille einzutreten:
transform2
Work after Work – hier gibt’s Arbeit nach Feierabend, bei der Kunstschaffen zur Arbeitsbeschaffungsmassnahme wird und der Künstler zum Arbeitgeber. Martin Schick verteilt jeden Tag neue Aufträge und Sie entscheiden, ob die Arbeit sinnvoll ist und werden dabei erst noch entlöhnt!

Heute Mittwoch 19-22h: Konsumieren ist eine Form von Arbeit – Unterhaltung mit Popcorn
Donnerstag von 19-22h: Tanzen im Stundenlohn (natürlich zum Mindestansatz!)
Freitag ab 19h bis Samstag 19h: Wochenend-work in gegen Freibier. Sie entscheiden selber, was Arbeit ist!

Direkt daneben können Sie sich beim Institut für produktive Langeweile Ihre private Viertelstunde im Einsiedelei sichern. Termine werden vom Dienstag bis am Freitag von 16-20h unter http://doodle.com/3pqksnscp68fqv4z oder spontan vor Ort vergeben.

Nach intensivem Arbeiten und produktivem Langeweilen wird am Sonntag der Tatort nicht zu Hause über den Bildschirm flimmern, sondern exklusiv bei TRANSFORM zu besichtigen sein: Kommen Sie vorbei - am 1. Februar um 20h veranstaltet Haus am Gern eine Blaulicht-Party inklusive Fotoshooting. Und hinter den Scheiben wird sich dann schon Julian Sartorius für die kommende Woche einrichten.

Fixe Punkte in den Transformwochen bleiben weiterhin:
Montag und Donnerstag 18-21h Teebar vor dem Schaufenster
Jeweils montags 19h Teetratsch - das Gefäss für den direkten Austausch zu den laufenden Experimenten.
Jeweils donnerstags bespielt Grauton/Karen Geyer das Bollwerk visuell und akustisch.

TRANSFORM
Am Bollwerk 12 Bern
9.1. – 13.2.2015
www.transform.bz

Der grosse Jeans-Reigen

Christian Zellweger am Mittwoch, den 28. Januar 2015 um 14:44 Uhr

jeans

Die grossartige Nie meh-Version von Baze kennt man schon länger und schon zuvor sind die Jeans auf den Geschmack des Remixes gekommen. Jetzt richten sie aber das ganz grosse Buffet an und veröffentlichen ein Album mit 42 Remixen.

Und ganz Bern stand dafür in der Küche: Die nicht vollständige Liste beinhaltet Baze natürlich wieder, mit einer epischen Version von «Zyt», True, Labrador City, MC Bösi Ouge (!), Greis, King Pepe, Goodbye Fairbanks, Pamela Mendez, Iwan Petrowitsch, Gert Stäuble, Jimi Jules, Trinidad, Mercury, die Round Table Knights...dazu nationale Grössen wie Saalschutz, Bit Tuner, Kalabrese und: Stephan Eicher.

Dieses Cover wird auch als Single veröffentlicht, das Video dazu gibt es gleich hier. Auch wenn man es Monsieur Eicher nicht so recht abnimmt, wenn er vom YB-Mätsch, Cubase und dem Bonsi singt. Es zeigt sich auch: Diese feine Linie zwischen Singen und Sprechgesang – eleganter als Michael Egger bewegt sich darauf zumindest im Berndeutschen nur noch Kuno Lauener.

Veröffentlicht wird das Album «Jeans for Jesus – Remix» dann am 6. Februar und am 9. April spielen die Jeans wieder mal in Bern. Angedacht ist das Rössli.

musikalische Wundertüte

Miko Hucko am Mittwoch, den 28. Januar 2015 um 5:12 Uhr

Der Chop mistet aus, so scheint's: Für CHF 1.- stehen da lauter CD's draussen rum, von denen ich noch nie gehört habe. Wer also grad Zeit hat und Lust auf ein musikalisches Abenteuer, das ist ja quasi eine Einladung! - vielleicht zum selber Rumziehen und Musikhören?

 

Hier bitte nicht!

Miko Hucko am Dienstag, den 27. Januar 2015 um 15:07 Uhr

Zwischen Bären- und Bundesplatz, gleich neben dem Altherrenriesenschachspiel, an einem Ort, wo es ganz bestimmt keinen Lift hat also, habe ich heute Mittag dieses Schild entdeckt:

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Auf der Rückseite steht etwas von Hunde an die Leine - die Urheberin / der Urheber dieses Plakats bleibt im dunklen bzw. im Weissen, denn Hinweis habe ich keinen gefunden...

Schön sagt mal jemensch was über unsere Verbotskultur, gäu.

Gewinnen mit KSB: Heidi Happy

Christian Zellweger am Dienstag, den 27. Januar 2015 um 5:00 Uhr

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Das 50ies-Blumenkleidchen hat sie gegen eine hübsche Kunststudentinnenblouse eingetauscht und der Rock macht sich auch in der Disco gut: Wem diese Heidi Happy bisher zwar kunstfertig aber immer etwas zu manierlich vorkam, der soll es doch mal mit der elektrotrunkenen Nonchalance ihres aktuellen Albums «Golden Heart» versuchen. Die zweite Variante wäre, die Luzernerin live zu sehen.

Entweder oder können Sie mit KSB: Am Donnerstag, 29. Januar macht Heidi Happy Halt im Gaskessel. Wir haben 2 x 2 Tickets. Wenn Sie lieber zu Hause selbst an der Spiegelkugel drehen: Wir haben auch zwei Alben.

Gewinnen geht einfach: In den Kommentaren Ticket- oder CD-Wunsche verlautbaren, die schnellsten Kommentier/innen gewinnen.

Müder Montagshund 2

Gisela Feuz am Montag, den 26. Januar 2015 um 11:58 Uhr

In dieser Serie präsentiert ihnen KSB den müden Hund der Woche.
Das Hundemagazin WUFF weiss, dass Canidae gut und gerne 12 Stunden am Tag verpennen. Nehmen Sie sich ein Vorbild und machen Sie doch auch ein kurzes Montags-Nickerchen. Einfach ein paar Mal im Kreis drehen und sich dann fallen lassen, egal wo Sie sich gerade befinden. Körper und Geist werden es Ihnen danken. Amen.

2

Die Bilder dieser Reihe entstanden im Rahmen einer Reise durch Argentinien, Chile und Patagonien um die Jahreswende 14/15. Die Hunde sind «wild», werden von der Bevölkerung aber freundlich behandelt und gefüttert, weswegen sie ein äusserst entspanntes und gutmütiges Wesen an den Tag legen.

Kulturbeutel 5/15

Milena Krstic am Montag, den 26. Januar 2015 um 5:09 Uhr

Die Krstic empfiehlt:
Da darf ich Sie getrost hinschicken, das wird nämlich ganz sicher gut: Müslüms «Apochalüpt»-Plattentaufe am Samstag in der Mühle Hunziken.

Frau Feuz empfiehlt:
Am Sonntag gibt sich das Who-is-Who der Berner Literaturszene ein Stelldichein im Schlachthaus Theater: Matto Kämpf, Beat Sterchi, Stefanie Grob, Guy Krneta, Pedro Lenz, Michael Fehr & Raphael Urweider, Gabriel Vetter, Fitzgerald & Rimini, Sandra Künzi & Reg Fry und wie sie alle heissen, wollen mit dieser Benefiz-Veranstaltung ihre Sympathie und Unterstützung für den kleinen aber feinen Verlag Der Gesunde Menschenversand kund tun. Gestartet wird um 16 Uhr und Buffet gibts auch.

O. Roth empfiehlt:
Ab Mittwoch zeigt die Volksbühne Basel im Schlachthaus ihr Theaterstück Söhne. Die Volksbühne macht interkulturelles Theater. Das Stück Söhne ist ein sympathisches, bisweilen sehr lustiges Stück über fünf Männer, die sich zufällig in einem Imbiss treffen und merken, dass sie mehr verbindet als zunächst gedacht.

Miko Hucko empfiehlt:
Aufwärmübungen für die Ohren. An der sonOhr Hörtour wird schon mal auf das nahende Festival vorbereitet - im Reitschulikino sind da am Mittwoch mehrere Hörstücke der Vorjahre zu hören. Hear hear. Was auf die Ohren aber auch aufs Gemüt gibt's ab Freitag im Brückenpfeiler, wo mit Formular.ch ein Stück über Integrationsvereinbarungen und Aufenthaltszwecke gezeigt wird.

Herr Zellweger empfiehlt:
Auf nach Fribourg! Im FriSon frönen am Dienstag Lambchop der schönen Praxis, ein besonders liebes Album in seiner Gänze aufzuführen. Für Kurt Wagner und seine Mitstreiter ist das «Nixon» aus dem Jahr 2000. Weniger Nostalgie, sondern eher eine (retro-) futuristische Stimmung verbreiten am Donnerstag Comfortnoise Ploy im Rössli und versprechen dabei, den kleinen Raum mit allerlei Gerätschaften in eine unendlich grosse Echokammer auszuweiten..

Fischer empfiehlt:
Den Berner Reden gut zuhören, heute abend im Stadttheater. Da fühlt nämlich Max Moor unserem Datenschützer Hanspeter Thür auf den Zahn und fragt ihn (im Übertitel der Gesprächsreihe), wie wir leben wollen. Das heisst also: Ob wir wirklich ganz ohne Privatsphäre leben wollen - oder ob wir das überhaupt können.

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