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Abpfiff beim Aufwärmen

Rrr am Montag, den 21. April 2014 um 10:00 Uhr

Obacht: Aufwärmen kann Ihre Gesundheit gefährden.

11Diese Erfahrung machten am Wochenende Fabian Lustenberger und Johan Djourou. Dazu später mehr. Zuerst aber die drei Spieler, die unserem Schweizerkadersichtungsdeputierten Herr Briger diese Woche besonders aufgefallen sind.

20140420-225409.jpgGranit Xhaka (Borussia Mönchengladbach): Beklagte sich unter der Woche über sein Reservistendasein. In Freiburg durfte er dann von Beginn weg ran und nutzte seine Chance nicht. Zwar stand er in der 9. Spielminute am Ursprung der Gladbacher-Führung durch Hermann. Vor dem 1:1 der Freiburger joggte er dem Vorlagengeber aber nur locker hinterher und nach seinem ersten Bundesligaplatzverweis brachen seine Teamkollegen komplett ein und verloren mit 2:4. Sein höhnisches Applaudieren Richtung Schiedsrichter Peter Gagelmann war ebenso unnötig wie die wohl im Frust geäusserte Kritik am Spielleiter nach dem Spiel. Seine Worte könnten ihm nun eine Sperre bis Saisonende einbringen.

Admir Mehmedi (SC Freiburg): Aus fünf Torschüssen resultierten gegen Mönchengladbach die Saisontore 10 und 11. Zuerst in der 51. Minute nach schöner Vorarbeit von Schmid zum 1:1 und dann in der 87. Minute mit Glück gegen ter Stegen zum 4:1. Freiburg kann langsam aber sicher für die nächste Erstligasaison planen.

Steven Zuber (ZSKA Moskau): Im Pokalhalbfinalspiel gegen den FK Krasnodar kam er in der 68. Minute. Er konnte die 0:1-Niederlage ebenso wenig verhindern wie Seydou Doumbia. Im Ligaspiel gegen Kuban Krasnodar gelingt Zuber dann in der 39. Minute sein erstes Tor für die Russen. Er spielt 90 Minuten durch beim 4:0-Sieg.

Und nun die Leistungsdaten aller anderen WM-Kandidaten:

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¡REMONTADA!

Herr Shearer am Montag, den 21. April 2014 um 4:44 Uhr

Herr Newfield kann perfekt spanisch und holt sich den Sieg in der 480. Caption Competition!

fabregasramos

Herzliche Gratulation, Herr Newfield. Sie wissen ja, was Sie jetzt zu tun haben: sich etwas schönes aus der Schatztruhe aus und Ihren Wunsch per Mail mitteilen.

Falls Sie Berner sind: heute ist kein Fussball. Falls Sie Baseler oder Züricher sind: bitte halten Sie sich bei Ihren Saubannerzügen an die von unserer hiesigen Polizei sorgsam ausgedachten Besichtigungsrouten durch die schönste Stadt der Welt und entsorgen Sie Ihre Getränkebehälter umweltgerecht getrennt. Besten Dank und weiterhin frohe Ostern.

Thurks Murks

Rrr am Sonntag, den 20. April 2014 um 17:03 Uhr

Der 1. FC Heidenheim stieg am Wochenende zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die 2. Bundesliga auf.

Und mitten in den Feierlichkeiten ein Mann, dem Aufstiege bislang kein Glück gebracht haben - unser Sonderkorrespondent Herr Briger berichtet.

20140419-220403.jpgDer bald 38-jährige Michael Thurk steigt zum dritten Mal in seiner Profikarriere auf. Nachdem er in der Saison 2001/02 mit seinem Verein Mainz 05 am allerletzten Spieltag mit einer Niederlage bei Union Berlin noch vom zweiten auf den vierten Platz zurückfiel und den Aufstieg verpasste, fehlte den Mainzern und Michael Thurk am Ende der folgenden Spielzeit ein einziges Tor, um aufzusteigen. Ein 4:1-Erfolg in Braunschweig war wertlos, da Erzrivale Eintracht Frankfurt gegen Reutlingen mit 6:3 gewann (wobei die Eintracht die zwei letzten Tore erst in der Nachspielzeit schoss und Mainz so in der Tordifferenz überholte).

In der Saison 2003/04 spielte Thurk eine schwache Rückrunde, und sein Vertrag in Mainz wurde nicht verlängert. Doch am letzten Spieltag erzielte er zwei Tore für die Mainzer und sicherte seinem alten Verein den Aufstieg vor seinem neuen Arbeitgeber Energie Cottbus.

Nach einem halben Jahr in Cottbus wechselte er zurück nach Mainz. So kam er zu seiner Zeit in der 1. Bundesliga, welche er auch noch in Frankfurt fortsetzte. Von Frankfurt wechselte er zur Saison 2007/08 zu Augsburg. Ende der Saison 2010/11 stieg er mit den Augsburgern zum zweiten Mal in seiner Karriere auf.

Am 1. August 2011 wurde er von den Augsburgern aus disziplinarischen Gründen freigestellt. Auch sein zweiter Aufstieg brachte ihm also kein Glück.

Nun, im Herbst seiner Karriere, steigt er also mit dem 1. FC Heidenheim noch ein drittes Mal auf. Passend zu seiner bisherigen Karriere: Sein Vertrag läuft Ende Saison aus.

Rogers Rendezvous

Rrr am Sonntag, den 20. April 2014 um 15:00 Uhr

Tennis-Profi ist ein toller Beruf: Da lernt man berühmte Leute kennen!

20140420-100605.jpgRoger Federer zum Beispiel traf in Monte Carlo den kolumbianischen Superstar Radamel Falcao, der bei Monaco unter Vertrag steht, zurzeit aber verletzt ist. Deshalb hatte Falcao gestern Zeit, sich das Match Federer vs Djokovic anzuschauen.

Ältere Leser erinnern sich: Falcao erlitt Anfang Jahr einen Kreuzbandriss. Trotzdem hofft er, an der WM auflaufen zu können. Sein Arzt, der Portugiese José Carlos Nuronha, macht ihm Hoffnung: "Ich glaube, Radamel wird bei der WM spielen können. Allerdings wird er zu Turnierbeginn noch nicht bei 100 Prozent sein."

Kolumbien trifft in der Gruppenphase auf Griechenland, Japan und die Elfenbeinküste.

Was macht eigentlich …

Rrr am Sonntag, den 20. April 2014 um 12:13 Uhr

... Thomas Häberli?

Genau: Als Juniorentrainer des FCB implantiert er das YB-Schiri-Jammer-Gen den jungen Baslern.

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Play-Off am Meer

Herr Shearer am Sonntag, den 20. April 2014 um 5:58 Uhr

In unserer lockeren Groundhopping-Serie reisen wir heute nach Belgien.

Eines der faszinierendsten Phänomene des modernen Fussballs ist das belgische System der Playoffs zum Saisonende; ohne ein mehrsemestriges Mathematikstudium erschliesst sich dieses ausgeklügelte Meisterwerk von Spielmodus kaum jemandem. Wie sieht dies nun aber auf dem Feld aus? Wir haben nachgeprüft und sind so lange gen Norden gefahren, bis es nicht mehr weiterging, respektive bis wir am Wasser standen.

Hintertortribüne mit Heimpublikum

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Angekommen sind wir in Oostende. Die Anreise erfolgte in diesem Fall per Zug via Frankreich, Luxemburg und Brüssel. Das Stadion des KV Oostende befindet sich gute drei Kilometer vom Zentrum entfernt, ist aber auch per Küstentram (Haltestelle Northlaan) bequem erreichbar. Das Albertsparkstadion ist irgend ein Zwischending aus traditionellen englischen Stadien (vor allem die Westtribüne mit der niedrigen Stehrampe) und für den Betrieb in der obersten Liga mit Zusatztribünen zurechtgeschusterten Plätzen, wie man Sie auch hierzulande fand oder (in Aarau) noch findet. Hatten Sie in Ihrer Adoleszenzzeit übrigens auch so eine Jamaica-Fahne mit einem fünfblättrigen Kraut an der Wand hängen? Dann ist der KV Oostende ihr Verein, jetzt einfach rein von den Klubfarben her gesehen!

Vor dem Spiel wird dem Zuschauer eine Eröffnungszeremonie zugemutet, in der fahnenschwenkende Cheerleader die Hauptrolle spielen; abgerundet wird das Spektakel durch Schwachstrom-Pyrotechnik. Jetzt aber zum wichtigsten Punkt beim Stadionbesuch – der Verpflegung. Hungrig sollten Sie nicht erscheinen, denn Essbares gibt es im Stadion nicht. Beim Eingang befindet sich ein Bierstand, an dem ein Lagerbier der einheimischen Marke Maes ausgeschenkt wird. Ein Hohn angesichts der belgischen Braukunst, gegenüber den hierzulande in Stadien unter der Bezeichnung „Bier“ angebotenen Spülwassern aber ein klarer Klassenunterschied. Falls Sie sich ein Ticket für die Haupttribüne (15 – 25€) geleistet haben, dann kommt jetzt der grosse Höhepunkt: gehen Sie in den „Club 31“, welcher sich in diesem Teil befindet. Dort erhalten Sie eine ansprechende Auswahl an Offen- und Flaschenbieren, welche ihnen, wie es sich gehört, im Glas serviert werden. Natürlich dürfen Sie damit nicht zurück auf ihren Plastiksitz, allerdings können Sie das Spiel auch in der Bar am TV mitverfolgen. Unser Stadiontester genehmigte sich einige Gläser „Rodenbach“, dieses wunderbare rotbraune Bier, welches ja bekanntlich im Eichenfass reift und den Gaumen mit seiner angenehmen Säure erfrischt. Kostenpunkt für dieses Vergnügen: zwei Euro. Belgien ist ein schönes Land.

Ach so, Sie interessieren sich noch für das Resultat? Die Heimmannschaft siegte gegen die Gäste aus Lierse in einem Spiel der Playoff-Serie 2A, in welchem es offenbar um die Qualifikationsplätze für die Europa League geht, mit 2:0. Die geschätzt 4'000 Zuschauer erlebten ein Spiel auf tiefem Niveau mit vielen Fehlpässen und zwei ziemlich harmlosen Offensivabteilungen.

Oostende und die angrenzenden Ferienorte bieten übrigens kilometerlange traumhafte Sandstrände und ein vielseitiges Vergnügungsangebot. Die Architektur dürfte derweil nicht jedermanns Geschmack sein. Aus dem vielseitigen Angebot an Restaurants in Oostende können wir Ihnen „De Botteltje“ empfehlen. 300 Biere, alle ausschliesslich heimischen Ursprungs, lassen keine Wünsche offen.

Hipp Hipp Hibernian

Herr Pelocorto am Samstag, den 19. April 2014 um 14:30 Uhr

Herr Power, unser Sonderkorrespondent aus dem Heimatland des Fussballs, berichtet dieses Mal von einem Spiel in Edinburgh und betont, dass Nordengland und Südschottland wirklich schön sind. Er wünscht uns und Ihnen ein schönes Osterfest und einen ruhigen Ostermontag.

Stadt
Edinburgh ist die Hauptstadt von Schottland und ist aus meiner Sicht eine der besten Städte in Grossbritannien. Eine wunderschöne Altstadt, welche von einer Burg in der Mitte auf einem Hügel überragt wird. Mein persönliches Highlight neben den drei Stadien ist definitiv der Arthur’s Seat. Der Arthur’s Seat ist ein Hügel, welcher früher mal ein aktiver Vulkan war. Er ist zu Fuss vom Stadtzentrum bequem erreichbar. Von ihm aus hat der Besucher einen wunderschönen Ausblick auf Edinburgh und Umgebung. Wie erwähnt, bietet die Stadt drei Sportstadien ein Zuhause. Die Easter Road, das Tynecastle und das Murrayfield sind die Namen dieser drei Stadien. Das grösste der drei Stadien ist das Murrayfield, das Nationalstadion für Rugby. Das Tynecastle ist das Heimstadion von Heart of Midlothian, im lokalen Munde auch «Hearts» genannt.

Club
Die Hibs spielen momentan in der Scottish Premier League, der höchsten Schottischen Liga. Sie sind momentan auf dem 7. Platz klassiert. Der Club wurde von irischen Einwanderern gegründet. Mehr über die Geschichte der Hibs finden interessierte Ledererinnen und Lederer im Internetz.

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Grosse und kleine Bälle

Herr Pelocorto am Samstag, den 19. April 2014 um 11:45 Uhr

Wir beenden die heutige Kunst-Matinée grossformatig. Sie haben jetzt Kopfschmerzen? Macht nichts!

Im Laumeier Sculpture Park im amerikanischen St. Louis findet sich mitten im Wald diese riesige Skulptur von Donald Lipski:

Donald Lipski; Ball? Ball! Wall? Wall!; Stahlbeton; 1.6 x 1.6 x 91 Meter; 1994

Falls Sie jetzt Kopfschmerzen haben ob so viel Kunst am frühen Morgen, dann verschreibe ich Ihnen dieses Medikament des Psychotherapeuten und Künstlers Jon Harvey.

Jon Harvey; Soccer Mom Meds; Ton, Vinyl, Acryl, Kunstrasen; 20 x 8 x 15 cm; 2008

Der Himmel hängt voller Bälle

Herr Pelocorto am Samstag, den 19. April 2014 um 9:45 Uhr

Herzlich willkommen zum zweiten runden Teil der heutigen Kunst-Matinée!

Beim guatemaltekischen Künstler Dario Escobar kommt alles Gute von oben. Auch die Fussbälle.

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Dario Escobar; Sin titulo; Leder, Latex, Faden und Stahl; 600 x 400 x 400 cm; 2010

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Dario Escobar; Anverso & reverso XV; Leder, Latex, Faden und Stahl; 350 x 200 x 200 cm; 2013

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Dario Escobar; Anverso & reverso; Leder und Faden; 22 cm; 2010

Leichtgewicht

Herr Pelocorto am Samstag, den 19. April 2014 um 6:00 Uhr

In der 87. Kunst-Matinée geht's heute rund. Guten Morgen!

Es dreht sich alles um den Ball. Wir starten mit etwas Leichtem. Papiermaché. Das kennt jeder von uns. Der amerikanische Künstler Mark (‹Badass›) Bradford verarbeitet Zeitungsinserate und Flyers zu grossen netzartigen Collagen und zu Fussbällen.

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Mark Bradford; Untitled (Crushed Soccer Balls); Papiermaché; Ballgrösse rund 30 x 30 x 15 cm; 2004

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Im San Diego Museum of Contemporary Art in 2010; rechts am Rand sehen Sie Mark Bradfords Werk Stax; Papiermaché; 350 x 150 x 150 cm; 2009 (Klick auf das Bild zeigt das Werk)