634. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 24. Februar 2017 um 13:00 Uhr

Er kam, sah und traf. Und Sie?

Bild: Alex Del Piero

Auch Sie können einen Volltreffer landen! Bitte untertiteln Sie unser freudiges Bild, welches letzten Samstag im schönen Wankdorf entstanden ist, auf möglichst originelle Art und Weise. Wenn Sie lieber einen Scherenschnitt oder ein Mobilé daraus basteln möchten – auch das dürfen Sie, sofern das Resultat schlussendlich in die Kommentarspalte passt. Denken Sie aber daran: wir erwarten Ihren Beitrag bis spätestens morgen Samstag um 20:00 Uhr.

Die Jury verkündet ihr Verdikt am Sonntagmorgen sehr, sehr früh und zu gewinnen gibt es wiederum einen Preis nach Wahl aus unserer Schatztruhe.

 

 

Kühne Kunst

Herr Maldini am Freitag, den 24. Februar 2017 um 5:38 Uhr

Willkommen zum allwöchentlichen Beitrag über innovative Körperbemalung.

Amato Ciciretti (was für ein Name!), früher bei der AS Roma und jetzt in der Serie B bei Benevento engagiert, ist ja bereits ein Gesamtkunstwerk. Für seine jüngste Tätowierung liess er sich aber etwas ganz Besonderes einfallen:

Richtig, das Twittervögeli ziert neuerdings seine Wade. Was Ciciretti sonst noch kann, ist dem RL nicht bekannt. 

Die Redaktion des Runden Leders ist ja bekanntlich nie um einen Trend verlegen und hat deshalb bereits nachgezogen. Herr der Ama hat sich über sein Arschgeweih das RL-Logo stechen lassen, dem Herr Rrr seine Brust ziert das Konterfei von CR7. Und dann ist da noch Herr Shearer, aber der ist sowieso ein Pionier und schon seit langer Zeit beschriftet.

Wiese wieder weg!

Val der Ama am Donnerstag, den 23. Februar 2017 um 13:00 Uhr

Das wars. Aus. Fertig. Vorbei.

Wir wissen, dass der ehemalige Goalie des SV Werder Bremen sein Glück zwar nicht in Hoffenheim, dafür aber im Kraftraum gefunden und sich dort zu doppelter Breite aufgepumpt hat. Seither träumt er laut und öffentlich vom grossen Glück als Profi-Wrestler. Und er war recht nah dran: Einen Kampf hat er bestritten und bei immerhin einem Trainingscamp der WWE (World Wrestling Entertainment) war er mit dabei (Das Runde Leder berichtete).

Diese WWE ist aktuell grad wieder in Deutschland unterwegs: Gestern Düsseldorf, heute Nürnberg, morgen Hannover und dann Regensburg. Mit allen Superstars, die Interessierte wahrscheinlich kennen aber ohne ihn, ohne Tim „The Machine“ Wiese.

Die WWE ohne Tim Wiese? Wie ist das möglich? Es liegt am Konzept, erklärt das Nachwuchstalent heute dem Boulevard: “Man hat mir von der WWE mitgeteilt, dass ich bei der Deutschland-Tour nicht dabei bin, weil ich nicht ins Storytelling passe.” Aber immerhin: Ihm soll ein Angebot vorliegen, sich in den USA zum richtig krassen Wrestler ausbilden zu lassen.

Kein Schwein mit dem Schein

Herr Shearer am Donnerstag, den 23. Februar 2017 um 5:26 Uhr

Leroy Sané kennt keine Gnade.

Sie kennen das: Sie haben bei einem Wettbüro für ein paar Franken ein paar Fussballwetten abgeschlossen. Jetzt sitzen Sie gemütlich daheim vor der Flimmerkiste. Es läuft traumhaft! Sie haben den richtigen Sieger getippt, das richtige Resultat, sogar die Torschützen waren Ihnen bereits vor Anpfiff klar. Es läuft die Nachspielzeit, und dann kommt noch so ein Spielverderber, netzt noch einmal ein und bringt Sie um den grossen Gewinn.

Etwa so erging es am Dienstagabend auch Mustafa Celik. Schauen Sie mal seinen Wettschein an: genau, mit seinen zwei Euro Einsatz hätte er tatsächlich 34’200 Stutz gewinnen können. In der 81. Minute sah es vielversprechend aus, Atletico führte in Leverkusen mit 3:2 und zwischen Manchester City und Monaco stand es bereits 4:3.

Dann aber kam Leroy Sané. Der wusste nichts vom Plan seines Landsmanns und krönte seine tolle Leistung mit dem letzten Tor des Abends. Manchester hatte sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel geschaffen, Celik konnte seinen Wettschein getrost dem Altpapier übergeben.

Immerhin: so macht Glücksspiel sicher nicht süchtig.

 

1-2-7

Rrr am Mittwoch, den 22. Februar 2017 um 13:00 Uhr

Heute reisen wir ins Jahr 1872.

Am 30. November trifft Schottland auf England. Es ist das erste offzielle Länderspiel der Fussballgeschichte. 4000 Zuschauer sind in Glasgow zugegen. Wir kommen zu den Mannschaftsaufstellungen und zum taktischen Dispositiv:

Richtig, 13 Stürmer standen auf dem Platz. Das Spiel endete 0:0.

Was aus dem 1-2-7 im Lauf der Zeit wurde, können Sie hier nachlesen.

Traumberuf (2)

Harvest am Mittwoch, den 22. Februar 2017 um 5:45 Uhr

Haben wir nicht alle davon geträumt beruflich Sport zu schauen? Die Berner Zeitung ermöglicht Ihnen nun diesen Traum. Das Runde Leder lässt Sie aber nicht im Regen stehen und lehrt Sie die wichtigsten Fertigkeiten. Heute: Das Interview.

Ein Interview mit einem Fussballer unterscheidet sich eigentlich kaum von einem Gespräch mit Ihrem/r Kumpel/in am Stammtisch. Lassen Sie einfach die hässlichen Worte weg. Beachten Sie zudem folgende Tipps:

  • Die Leser interessieren sich hauptsächlich für die Gefühlswelt der Fussballer. Fragen Sie deshalb bei jedem Interview zuerst, wie sich der Fussballer fühlt. Lassen Sie sich nicht mit lächerlichen Allgemeinplätzen abspeisen. “Ich bin einfach glücklich, dass wir gewonnen haben”. Blödsinn! Haken Sie nach.
  • Vermeiden Sie taktische Fragen. Die Leser wollen den Menschen kennenlernen. Fragen Sie, welche Gefühle hochkommen bei diesem speziellen Spiel (es ist immer ein spezielles Spiel!).
  • Nie falsch ist die Frage nach der Zukunft. Glauben Sie keinem Fussballer, dass er beim Club bleiben will. Bleiben Sie dran, stellen Sie die Frage etwas um. Vergessen Sie dabei nie zu ergründen, wie sich der Interviewte fühlt in dieser Angelegenheit.
  • Eine Mannschaft ist wie eine Familie. Die Spieler sehen sich täglich und sind grossem Druck ausgesetzt. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Und vor allem, wie fühlt sich der Spieler dabei?
  • Jedes Interview muss diese Frage enthalten: “Wie fühlen Sie sich, wenn die Medien immer wieder die gleiche Frage stellen?”

Neulich an der Theke

Rrr am Dienstag, den 21. Februar 2017 um 13:00 Uhr

In unserer Serie “Interessante Inneneinrichtungen aus aller Welt” zeigen wir Ihnen heute ein interessantes Beispiel aus Medellin.

Richtig, wir befinden uns in der Chapecoense Bar, die neulich zu Ehren des legendären brasilianischen Fussballteams eröffnet wurde. Die Mannschaft war am 28. November 2016 unterwegs zum Final der Copa Sudamericana, als das Flugzeug in Kolumbien abstürzte.

Wir spüren es ganz deutlich, Sie möchten die Bar jetzt sofort besuchen, zumal ja bereits die Apero-Stunde angebrochen ist. Bittesehr!

Ästhetische Ablenkung

Val der Ama am Dienstag, den 21. Februar 2017 um 5:55 Uhr

Über eine Frisur, die wir nie vergessen werden.

Wenige von Ihnen erinnern sich vielleicht an die WM 2002 und insbesondere ans Finalspiel Brasilien gegen Deutschland. Vielleicht sogar ans Resulat des Endspiels (2:0) oder an den Torschützen (2x Ronaldo). Garantiert aber erinnert sich der Fussballinteressierte an diese Frisur.

Warum nur, Ronaldo? Vor zwei Tagen, also gerade mal knapp 15 Jahre später, hat das Fussballidol dem brasilianischen Sender ESPN den Grund verraten.

“Meine Leiste schmerzte. Ich war nur bei 60%. Also habe ich meinen Kopf rasiert.
Als ich mit dieser Frisur ins Training kam, haben die Leute aufgehört, sich über meine Verletzung zu unterhalten. Alle haben nur noch über meine Haare geredet.”

Mit schlechter Frisur vom wesentlichen Ablenken? Eine brillante Taktik, die vielleicht sogar auch in der Politik funktioniert.

Nettes Nachspiel

Rrr am Montag, den 20. Februar 2017 um 13:00 Uhr

Zeit ist relativ, weiss unsere Kolumnistin.

Gestern um viertel nach vier läutete es an der Tür. “Hildi!”, rief ich. “Schön, dass Du doch noch kommst. Ich habe mir schon Sorgen gemacht. Du wolltest doch um vier da sein!”

“Es tut mir leid”, entgegnete das Hildi. “Meine Uhr ist stehengeblieben.”

“Das macht doch nichts”, seufzte ich. “Manchmal ist man halt spät dran im Leben. Fast wie die Bayern, die in Berlin erst in der sechsten Nachspielminute zum Ausgleich trafen.”

“Und dabei waren nur fünf Minuten angezeigt!” rief das Hildi aus.

“Nun”, sagte ich. “Der Schiedsrichter darf so lange nachspielen lassen, wie es ihm gerade beliebt. Auch wenn er etwas anderes angekündigt hat.”

Das Hildi schüttelte den Kopf. “Ich habe gelesen, das sei das späteste Tor aller Zeiten gewesen.”

“In der Bundesliga”, korrigierte ich. “Ich erinnere mich an ein Spiel in der deutschen Bezirksliga, 2007 muss das gewesen sein. Dostlukspor Bottrop empfing Blau-Weiss Wesel. In der ersten Halbzeit gabs 15 Minuten obendrauf, in der zweiten 13.”

“Jesses, Margrith! Und wie hat der Schiedsrichter das begründet?”

“Mit den vielen Spielunterbrechungen. Schliesslich hätten die Zuschauer für 90 Minuten Fussball bezahlt. Dabei wird natürlich nie 90 Minuten lang gespielt. Wissenschafter haben herausgefunden, dass es durchschnittlich nur gut 60 Minuten sind. Der Rest der Zeit vergeht mit Diskutieren, Verletzungen vortäuschen, stehende Bälle vorbereiten …”

“Mein Neffe hat also doch recht gehabt”, seufzte das Hildi. “Der Büne.”

“Sicher”, entgegnete ich. “Man könnte natürlich eine Nettospielzeit einführen, wie im Eishockey. Aber …”

“… was aber?”

“Dann hätten wir ja nichts mehr zu diskutieren. Und die Bayern-Gegner auch nicht. Möchtest Du noch ein Kaffee?”

“Aber sicher, Margrith! Ein Kaffee netto, also schwarz. Wegen der Linie. Und in der Nachspielzeit dann gerne noch einer von deinen selbstgemachten Berlinern !”

Sie waren Young Boys (12)

Briger am Montag, den 20. Februar 2017 um 6:30 Uhr

Was machen eigentlich Juhani Ojala und Alexander Farnerud?

Juhani Ojala, das finnische Kopfballmonster – die meisten werden sich aus seiner YB-Zeit v.a. an seine Eigentorcoproduktion mit Christoph Spycher bei der 3:5-Niederlage gegen Liverpool im Wankdorf erinnern:

und Alexander Farnerud, der schwedische Filigrantechniker, spielten eineinhalb Jahre zusammen in Bern. Seit Freitag sind sie wieder Teamkollegen, beim Göteborger Verein BK Häcken.

Farnerud, welcher die Young Boys im Juli 2013 in Richtung Turin verliess, spielte nach seinem Weggang aus Bern insgesamt 56-mal für Torino und schoss dabei fünf Tore. Oft war er verletzt – zwei Mal riss er sich ein Kreuzband und so kam er nach anfänglich regelmässigen Einsätzen zwischen Mai 2015 und 2016 nur noch zu sieben Teileinsätzen in der Serie A. Im Sommer 2016 wäre er gerne zum VfB Stuttgart zurückgekehrt, der VfB wollte aber nicht und so wurde es statt der Heimat der Frau, die eigene Heimat.

Ojala wurde von den Young Boys ein halbes Jahr vor Farneruds Abgang nach Tschetschenien abgeschoben, zu Terek Grozny. Dort spielte er am 24. September 2014 zum letzten Mal, dann riss auch ihm das Kreuzband. Ojala wurde im Juli 2015 für ein halbes Jahr in seine Heimat zu HJK Helsinki ausgeliehen, kam dort aber nur zu vier Einsätzen in der Meisterschaft und zu zwei Einsätzen in der Europa League. Ojala musste zurück in den Nordkaukasus, wurde aber nicht mehr eingesetzt und durfte im August 2016 zurück nach Finnland wechseln, nachdem sich die Hoffnung auf ein Engagement beim 1. FC Kaiserslautern zerschlagen hatte. Beim SJK Seinäjoki wurde er im September gleich mal Cupsieger gegen seinen Ex-Verein HJK. Nun also der Wechsel nach Schweden und die Wiedervereinigung mit Alexander Farnerud. Der Finne unterschrieb für drei Jahre.

La Liga bei Zuckerberg

Rrr am Sonntag, den 19. Februar 2017 um 16:10 Uhr

Fussball live auf Facebook: In Spanien ists ein Erfolg.

Die spanische Liga geht neue Wege bei der Verbreitung ihrer Spiele. Am Freitagabend zeigte sie dem spanischen Publikum erstmals ein Spiel live und gratis auf ihrer Facebook-Seite. Granada schlug Betis Sevilla in diesem andalusischen Duell mit 4:1.

Wieviele Zuschauer den Match am Computer verfolgten, gab La Liga nicht bekannt. Die Verantwortlichen versicherten aber, die Zugriffszahlen seien “exzellent” gewesen. Sie wollen bis Saisonende weitere ausgewählte Spiele auf Facebook zeigen. Auch die beiden Cup-Halbfinals waren letzte Woche auf Facebook zu sehen, in insgesamt 40 Ländern rund um den Globus.

La Liga ist bekannt für ihren unkonventionellen Umgang bei der Verbreitung von Partien. Während die anderen grossen europäischen Ligen mit Riesenaufwand zu verhindern versuchen, dass Bewegtbilder ihrer Spiele gratis im Netz zu sehen sind, zeigen die Spanier gleich Zusammenfassungen aller Meisterschaftspartien auf ihrer eigenen Youtube-Seite – frei empfänglich, in prima Qualität, bittesehr. Die Clips werden bereits am Tag nach dem Match aufgeschaltet.

Die grossen Klubs setzen übrigens auch auf Facebook. So geht Real Madrid bei Heimspielen eine Stunde vor dem Anpfiff auf Sendung und zeigt live, wie sich die Spieler aufwärmen und die Fans ihre Sitze einnehmen. Am Samstag schauten über 40’000 Real-Fans am Computer zu. Ganz grosses Kino! Jedenfalls, wenn man keine anderen Hobbys hat.

Gekommen, um zu bleiben

Rrr am Sonntag, den 19. Februar 2017 um 11:40 Uhr

Eine YB-Legende ist reif fürs Museum.

Lars Lunde, unvergessener dänischer YB-Stürmer der 1980er-Jahre, war kürzlich zu Gast im YB-Museum. Er posierte neben dem Meisterleibchen von 1986 für den Fotografen Peter Eichenberger, den älteren Lesern dieses Fachblogs besser bekannt als Dr. Eichenberger. Er hat für die Gruppenausstellung eingewandert.ch Freunde und Bekannte vor die Kamera gebeten, die alle eines gemeinsam haben: Sie oder ihre Vorfahren sind irgend einmal in die Schweiz eingewandert und hier geblieben.

Lars Lunde kam (Überraschung!!!) wegen dem Fussball nach Bern. Im entscheidenden Spiel in Neuenburg gegen Xamax schoss er am 24. Mai 1986 zwei Tore – aber das erzählt er uns in der Ausstellung gleich selber.

Übrigens verpasste Lars Lunde am Donnerstag die Vernissage zur Ausstellung.Er schaffte es nicht rechtzeitig zurück aus Deutschland, nach seinem Auftritt am Mittwoch bei Markus Lanz im ZDF.

«eingewandert.ch» ist vom 17. Februar bis 26. März 2017 im Museum für Kommunikation Bern zu sehen.

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