Anständiger Abschied

Herr Shearer am Donnerstag, den 8. Dezember 2016 um 20:33 Uhr

Mit YB scheidet der letzte Schweizer Klub aus den europäischen Wettbewerben aus.

Das stand natürlich schon vor Anpfiff fest. Die Berner konnten die Gruppenphase immerhin mit einem Erfolgserlebnis beenden und damit auch noch etwas für die Vereinsfinanzen und den UEFA-Koeffizienten tun. YB gewann gegen den FK Astana aus Kasachstan vor dünner Kulisse nach einer guten Leistung am Schluss deutlich mit 3:0. Die Tore schossen Frey (63.), Hoarau (66.) und Schick (71.). Mehrere Chancen, das Skore deutlich höher ausfallen zu lassen, liess der YB-Angriff aus.

Und hier noch die Punktebilanz 2016 der Schweizer Vertreter in Europa: FC Basel 2, FC Zürich 6, BSC Young Boys 8. Sie können sich nun überlegen, was das für den Schweizer Fussball bedeutet.

Desolates Desaster

Val der Ama am Donnerstag, den 8. Dezember 2016 um 13:00 Uhr

Bittere Pleite in Worblaufen: Der FC RL verliert gegen den TV Ittigen mit 7:11.

20161207_rudel

Der von zahlreichen Absenzen geschwächte FC RL startete katastrophal in das Spiel. Schon nach ein paar Minuten häuften sich die Fehler beim Passspiel, im Sturm und in der Verteidigung und überhaupt. So erstaunte es nicht, dass Goalie Sitting Dino nach nur 10 Minuten bereits zum dritten Mal hinter sich greifen musste. Die Ittiger überzeugten derweil mit Wille, Einsatz und Spielwitz und hatten keinerlei Probleme, das Spieldiktat in die Hand zu nehmen. Der FC RL wurde förmlich überrollt, keine Chance, nichts. Als der sensationell gute Schiedsrichter Val der Ama zum Pausentee pfiff, stand es bereits 2:7! 20161207_6

“Ein wirklich absolut verdienter Sieg für den TV Ittigen”, sagte der hervorragende Schiedsrichter nach dem Spiel. “Der FC RL war eine Katastrophe, einige Spieler waren Totalausfälle. Das war eine Darbietung, die ich als Leser nicht akzeptieren würde. Ich habe keine Erklärung, keine Entschuldigung”, ärgerte sich der ausgezeichnete Spielleiter.

 

20161207_1Schlimmer geht jedoch immer. Nach der Pause spielten die Ittiger munter weiter und erhöhten den Score bis zur 53. Minute auf 2:10. “So etwas habe ich in meiner langen und erfolgreichen Karriere noch nie erlebt, es war schlicht schockierend”, urteilte der brilliante Referee. “Das war fast nicht mehr naiv, sondern dumm.”

Immerhin erbarmten sich die Gastgeber gegen Ende des Spiels und überliessen den Bernern ein paar Spielanteile. Mit mehr Glück als Können konnte der FC RL so noch ziemlich unverdient auf 7:11 verkürzen. Das wars. Unmittelbar nachdem der sympathische und höchst kompetente Val der Ama das Spiel abpfiff, verschwanden die Spieler des FC RL beschämt und mit hochroten Köpfen in die Katakomben der Turnhalle Altikofen.

Herr Rrr, als Chefredaktor des Runden Leder ganz klar der Hauptschuldige, sieht seine Mannschaft in der Pflicht: “So, wie wir gespielt haben, war nichts zu holen. Das ist eine Riesen-Enttäuschung. Wir müssen uns genau überlegen, wie wir jetzt weitermachen”, erklärte er heute Morgen beim Konterbier. “Wir müssen auf diesem Niveau anders auftreten, mit ganzem, nicht mit halbem Herzen, mit Leidenschaft und Aggressivität. Wir werden das mit der Leserschaft in den nächsten Tagen 20161207_7besprechen. Ich danke dem fantastischen Schiedsrichter für seinen hervorragenden Job.”

Interimskapitän Herr Briger zerknirscht: „Mal abgesehen vom stets wunderbaren Schiedsrichter: Es war heute bitter und nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das müssen wir ansprechen. Dabei hat es sich so angefühlt, dass wir dran sind am Gegner, dass der Ausgleich lange in der Luft lag. Nachdem es 2:10 stand, hatten wir ein paar Möglichkeiten aber das Spiel zu drehen aber das ist nicht gelungen. Das war heute einfach nicht gut genug gewesen. Deshalb müssen wir das bis Weihnachten alles klar ansprechen und analysieren, damit wir das schnell besser machen. Ob es nun einen Knacks gibt? Das kann immer sein. Aber wir müssen als Mannschaft stark genug bleiben.“ spielstand

Es ist nun sicherlich angebracht, die Trainerfrage zu stellen auch wenn sich Herr Sohn in Durchhalteparolen übt: „Das Team ist jetzt down. Es war heute nicht gut genug von mir und von der Mannschaft. Die Fehler müssen wir uns nun anschauen und schon nächstes Jahr im Dezember nachlegen. Wir müssen weitermachen. Der Schiedsrichter, der war übrigens top!“

Item. Herzliche Gratulation dem verdienten Sieger.

Rundes Leder Meisterapfentskalender (8)

Herr Shearer am Donnerstag, den 8. Dezember 2016 um 6:00 Uhr

bild-2Endlich Meister mit dem Runden Leder. Der Fussballblog Ihres Vertrauens würdigt jeden Tag bis Weihnachten einen Club, der es verdient hat.

Heute: Castletown Metropolitan FC, Meister 1914, 1923, 1924, 1925, 1950, 1951, 1982, 1999

Sie müssen sich nicht schämen, wenn Ihnen der Name unseres heutigen Klubs nichts sagt. Allgemein ist die Isle of Man auf sportlicher Ebene ja auch eher für einen Randsportanlass zweifelhafter Art bekannt als für Fussball. Und so besteht die Manx FA denn aktuell auch nur aus zwei Ligen, der Premier League und der Division Two, in der sich derzeit auch Castletown tummelt.

Seine Heimspiele trägt der CMFC im Stadion an der Malew Road aus; der Zuschauerrekord wurde 1950 beim Einweihungsspiel mit 2’500 Zuschauern erreicht. Sportlich läuft es in Castletown so mittelmässig: in der Tabelle mit vier Punkten Abstand auf den Leader auf Platz vier, am Wochenende gab es auswärts eine 0:4-Niederlage. Die goldenen Zeiten hatte man in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als der Meistertitel in drei aufeinanderfolgenden Jahren geholt werden konnte. Im Palmarés tauchen ausserdem noch sechs FA Cups auf, ausserdem die lokal sicher einigermassen prestigeträchtigen Railway- und Hospital-Cups (sieben respektive drei mal).

townmfc-hospital

Sie sehen, viel zum Castletown Metropolitan FC können wir Ihnen nicht erzählen. Zum Strecken dieses Beitrags folgt deshalb noch ein filmischer Beitrag über einen der Höhepunkte im sportlichen Kalender des Städtchens: die Blechbadewannen-Weltmeisterschaft! Viel Spass bei dieser Riesengaudi für gross und klein!

Offensichtliches Offside

Herr Maldini am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 14:59 Uhr

dr-r-gibt-rat_logo-kleinEiner unserer Leser hatte nach dem 1:4 unseres Ligakrösusses FC Basel eine schlaflose Nacht.

srf-screenshot

Wird durch Klick grösser.

“Lieber Dr. Rüdisühli
Es war doch so eindeutig gestern, und im Studio des Schweizer Farbfernsehens haben es die Experten auch gesagt: Das 2:0 von Arsenal gegen den FCB war eindeutig ein Offside! Ich habe ihnen als Beweis einen Screenshot mitgeschickt und gleich auch noch ein Video. Wie beurteilen Sie die Szene? Gruss, G. H. aus B.”

“Lieber Herr Gäbinho
Das ist eine sehr spannende Frage! Sie haben natürlich recht. Das 2:0 entstand ganz klar aus einer Offside-Situation, das haben die SRF-Experten richtigerweise erkannt. Leider waren die Schiedsrichter zu blöd. Deshalb hier etwas Nachhilfe vom RL:

  1. Das Bild zeigt zwar nicht den Moment der Ballabgabe, das Leder befindet sich nämlich schon auf der Höhe des Fünfmeterraums. Das spielt aber keine Rolle, der Ball bewegt sich ja viel schneller als die Spieler, wir können also davon ausgehen, dass der Spieler Lucas bereits bei der Ballabgabe im Offside stand.
  2. Die Hilfslinie ist auf der Höhe des Unterschenkels von FCB-Verteidiger Michael Lang eingezeichnet. Das ist korrekt, Lang ist Rechtsfüsser und die Position seines linken Beins somit irrelevant. Die Linie dürfte sogar noch etwas nach links rücken, bis zum rechten Knie von Lang. Der Spieler Lucas steht eindeutig im Offside!
  3. Die Spitzfindigen unter ihnen monieren jetzt sicher, dass die Hilfslinie schräg eingezeichnet sei. Das ist zwar richtig, kann aber vorkommen. Die Vorbereitung der erstklassigen Analysen der SRF-Experten ist jeweils eine ziemlich stressige Angelegenheit, da kann sowas schon mal passieren.

Wir halten fest: Alles in allem ist dieses 2:0 klar aus einer Offsideposition des Spielers Lucas entstanden. Schade, haben das die Spielleiter nicht gesehen – wer weiss, zu was dieser FCB noch fähig gewesen wäre, wenn sein Rückstand zur Pause nur ein Tor betragen hätte. Und was das erst für den Schweizer Fussball bedeutete! – wir werden es nie erfahren. Besten Dank trotzdem für die Aufmerksamkeit, Ihr Dr. Rüdisühli.”

B5

Lars Sohn am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 13:49 Uhr

Nein, das ist nicht die Prognose für den Schlussrang der nächsten Saison.

Es ist die Lösung des heutigen Rätsels, welche Herr James Barclay zuerst richtig genannt hat. Bravo und herzliche Gratulation!

20161207_3_b5

Das Bild stammt vom Relegationsspiel am 28. Mai 2015 zwischen dem VHS und dem KSC. Sie sehen die Herren Gordon und Olic. Das Spiel endete übrigens 1:1. Ilicevic rettete den Hamburgern mit seinem Ausgleich in der 73. Minute ein Remis (Hennings hatte in der 4. Minute für die Gäste getroffen).

So, jetzt kümmern sich alle wieder ums Bippen. Ausser Herr James Barclay, der teilt larssohn[at]gmx.net noch rasch mit wo der Kuli hin soll. Messi.

Wo ist der VHS?

Lars Sohn am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 13:30 Uhr

Im Abstiegskampf, klar.

Eigentlich suchen wir nicht den VHS, sondern den Ball. Nicht etwa für den VHS, sondern für den Kuli.

20161207_2_woistdervhs

Alles was Sie jetzt tun müssen, ist das korrkte Feld in einen Kommentar zu schreiben. Los!

Tintenkugel für Reiserudel

Lars Sohn am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 11:55 Uhr

Der Kuli für alles.

Sie texten Ihre Fangesänge gerne während der Fahrt zum Auswärtsspiel im Sonderzug? Sie können dies nicht stilvoller tun als mit einem Kugelschreiber der Bahnpolizei!

Oder so: Sie sind mit Ultras unterwegs von denen einer die Notbremse gezogen hat. Die Bobs haben den Vorfall protokolliert – Sie sollen unterschreiben. Was zücken Sie?

20161207_1_tintenkugelfuerreiserudel

Der heutige Tagespreis wurde freundlicherweise von Wachmeister Schärrers’ Kollegen zur Verfügung gestellt. Das Werkzeug zur Annäherung (nur Hilfsausdruck) kommt ab 13:30 Uhr zum Zug. Pünktlich. Wie die Bahn.

Rundes Leder Meisterapfentkalender (7)

Harvest am Mittwoch, den 7. Dezember 2016 um 5:55 Uhr

Endlich Meister mit dem Runden Leder. Der Fussballblog Ihres Vertrauens würdigt jeden Tag bis Weihnachten einen Club, der es verdient hat.

Heute: Vercelli, italienischer Meister 1908, 1909, 1911, 1912, 1913, 1921 und 1922.

Wie, Vercelli sagt Ihnen nichts? Macht nichts, ist ja schon lange her, dass der FC Pro Vercelli, damals noch unter den klingenden Namen SG Pro Vercelli resp. US Pro Vercelli, einen Meistertitel bejubeln konnte. Doch damals, vor allem zwischen 1908 und 1913, da waren die das Nonplusultra im italienischen Fussball.

us_pro_vercelli_calcioVercelli liegt im Piemont und wenn überhaupt, kennt man es wohl nur vom vorbeifahren, da die Autobahn von Domodossola nach Genua das kleine Städtchen (mit ca. 47’000 Einwohnern ist Vercelli nur unwesentlich grösser als Thun) nur knapp verfehlt. Aber genug der Geografie.

italian_football_champion_1908Eigentlich wären ja die Bianche Casacche (Weissjacken, wie sie aufgrund ihres Leibchens genannt werden) erst morgen dran, denn auch 1910 standen sie als Favorit im Finale um die Meisterschaft. Leider hatten sie gleichentags ein anderes (und offenbar wichtigeres) Spiel und fragten darum den Gegner um eine Verschiebung an. Dieser verneinte, worauf Pro Vercelli mit einer Jugendmannschaft antrat und das Spiel gegen ein gewisses Inter Mailand verlor.

Heute dümpelt der Club wieder in der Serie B umher, was durchaus als Erfolg zu werten ist. Im Jahre 2010 konnte er dem Konkurs nämlich nur durch eine Fusion mit der AS Pro Belvedere Vercelli entgehen.

Stellenprofil für Spitzenjob

Rrr am Dienstag, den 6. Dezember 2016 um 13:02 Uhr

Herr Bohannson sucht die Tikitakapressingmeistercupchampionsleaguewollmilchsau.

heas“Entschuldigen Sie die kurze Störung. In einem äusserst diskreten, aber oft auch langweiligen Geschäft vermittle ich seit Jahren Spitzenarbeitskräfte an Spitzenunternehmen, immer zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten. Nun werde ich aber von einem Kunden mal so richtig gefordert. Es handelt sich um einen wichtigen Schweizer Fussballklub, der auch im internationalen Geschäft mitmischt. Den Namen darf ich natürlich nicht nennen.

Jedenfalls sucht mein Kunde per 11. Dezember 2016 einen neuen Trainer. Er bietet einen anständigen Lohn, zeitgemässe Abgangsentschädigungen, ein ansehnliches Budget für Spielereinkäufe bei der Konkurrenz, gepflegte Trainingsanlagen, ein treues Publikum in einem architektonisch schöngeredeten Stadion und eine unkritische Lokalpresse. Der Meistertitel ist bereits vorbestimmt, da müssen Sie sich nicht weiter drum kümmern.

Gesucht ist ein Übungsleiter mit internationalem Renomee, der die vier Spiele im Jahr gegen Vaduz als wichtige internationale Begegnungen sieht, die provinzielle Gemütlichkeit gepaart mit metropolitaner Selbstüberschätzung schätzt, seine Kleider von international angesagten Brands beim lokalen Gewerbe kauft und sich gerne im lokalen Theater und bei kleinbürgerlichen Anlässen zeigt. Sodann sollte er dem herausragenden Präsidenten nicht vor der medialen Sonne stehen, das Publikum mit attraktivem Fussball aus dem Tiefschlaf wecken, ohne dabei Risiken bezüglich des Sieges einzugehen, internationalen Fussballglamour à la Guardiola ausstrahlen und natürlich europäisch überwintern. Daran ist der Letzte leider gescheitert. Wobei, nicht nur an dem. Aber item.

Ihre Bewerbung mailen Sie bitte an unseren Dr. Rüdisühli, wir leiten das Dossier dann an den betreffenden Verein weiter, der seinen Namen nicht in diesem Blog lesen möchte, was wir natürlich respektieren. Bei Gefallen wird sich Dr. Heusler bei Ihnen melden. Besten Dank für Ihre Mitarbeit.”

Rundes Leder Meisterapfentkalender (6)

Val der Ama am Dienstag, den 6. Dezember 2016 um 5:55 Uhr

Endlich Meister mit dem Runden Leder. Der Fussballblog Ihres Vertrauens würdigt jeden Tag bis Weihnachten einen Club, der es verdient hat.


Heute: AFC Sunderland, englischer Meister 1892, 1893, 1895, 1902, 1913, 1936

Und bevor unser Redaktionsgeordie wieder Feuer und Schwefel speit, hier der historische Grund für die Rivalität zwischen Newcastle und eben Sunderland.

Beide Städte befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft im Nordosten Englands, das ist die Gegend mit viel Kohleabbau, schlechtem Wetter, schlechtem Essen und schlechten Zähnen. Ende des 16. Jahrhunderts vergab König Charles I. exklusive Handelsrechte an Newcastle. Als 1642 der englische Bürgerkrieg ausbrach, entschied sich Newcastle für die Seite von König Karl I. von England, während sich die Bürger von Sunderland auf die Seite der schottischen Rebellen schlugen.

Dies also der Grund, warum die Shearers die Fans des AFC Sunderland als “Dirty Mackems” bezeichnen. Was das aber mit Fussball zu tun hat? Nichts. Das Wort “Mackem bezieht sich auf die Zeit, in der in Sunderland Schiffe gebaut und auch nach Newcastle verkauft wurden: “they mack’em, we tack’em”, beschrieb der lokale Idiom das verkürzt.

sunderland

Ich weiss aber, dass der Sunderland Association Football Club 1879, als Sunderland and District Teachers’ Association Football Club gegründet wurde. Und zwar von James Allan und der war Schotte. Sieben Jahre später, nun unter dem Namen „Sunderland Association Football Club“, wurde der Verein professionell und rekrutierte die ersten „ausländischen“ Spieler aus Schottland.

Sie lesen oben, dass die goldigen Zeiten des Vereins eher in der Vergangenheit liegen. Deshalb freut man sich halt über andere Sachen. Zum Beispiel, dass man seit dem 20. August 2011 kein Spiel mehr gegen den Erzrivalen verloren hat. Oder dass eben dieser Erzrivale mittlerweile in der zweiten Klasse spielt.

Sie wollen noch mehr wissen? Na, dann schauen Sie doch hier und dort vorbei.

Verrückte Fussballwoche am Kap der Guten Hoffnung

Briger am Montag, den 5. Dezember 2016 um 13:00 Uhr

Ein Torwart schiesst das Tor der Woche und ein Balljunge sieht rot: Willkommen in Südafrika.

Am letzten Mittwoch lief beim Spiel zwischen dem Baroka FC aus Ga-Mphahlele in der Nähe von Polokwane und den Orlando Pirates bereits die 96. Minute, als das Heimteam beim Stand von 0:1 zu einem Eckball kam. Wie in solchen Situationen oft der Fall, ging auch der Torwart Oscarine Masuluke mit nach vorn. Was dann geschah, das schauen Sie sich am besten selbst an:

Der 23-jährige spielte übrigens bis im Alter von 16 als Stürmer.

Masulukes Fallrückzieher war nicht der einzige Aufreger im südafrikanischen Fussball in der letzten Woche. Bereits am Dienstag, 29. November, schrieb sich Schiedsrichter Victor Gomes in die Geschichtsbücher des südafrikanischen Fussballs, als er beim Spiel zwischen den Kaizer Chiefs und Cape Town City in Johannesburg einem übereifrigen Balljungen die rote Karte zeigte. Der Junge wollte das Spiel in der Naschspielzeit schnell machen, als das Team aus Kapstadt kurz vor Schluss vermeintlich weit am Tor vorbeischoss, dummerweise ging der erste Ball aber nicht ins Aus, so dass plötzlich zwei Bälle im Spiel waren und Kapstadts vielversprechende Chance abgepfiffen wurde. Sollte der Ballbub jemals wieder aufgeboten werden, dann wird er wohl genau hinschauen, ob der Ball auch wirklich ins Aus rollt.

Rundes Leder Meisterapfentkalender (5)

Rrr am Montag, den 5. Dezember 2016 um 5:53 Uhr

Endlich Meister mit dem Runden Leder. Der Fussballblog Ihres Vertrauens würdigt jeden Tag bis Weihnachten einen Club, der es verdient hat.


Heute: Chelsea, englischer Meister 1955, 2005, 2006, 2010, 2015

Hand aufs Herz, dieser Traum schlummert in uns allen: Ein reicher Onkel taucht aus dem Nirgendwo auf und lässt es Geld regnen. So erging es dem FC Chelsea, der in den ersten 98 Jahren seines Bestehens einen mageren Meistertitel feiern konnte. Bis Roman Abramowitsch auftauchte, 2003, ein russischer Oligarch mit viel Rubel, aber ohne Hobby.

fest

Jetzt hat Abramovich ein Hobby, und Chelsea vier Meistertitel mehr, vier Cupsiege, drei Ligapokale, die Europa League und natürlich auch die Champions League. Dank einem Finalsieg in München über die Bayern. Herr Rrr muss grad wieder lachen, wenn er das schreibt.

José Mourinho (nicht im Bild) war der wichtigste Trainer seit Abramovichs Machtübernahme, Carlo Ancelotti spielte eine bedeutsame Rolle, Guus Hiddink zog den Karren bei Bedarf aus dem Dreck, und der fette spanische Kellner schaute auch mal vorbei. Aber die Champions League hat ein Schaffhauser gewonnen, Roberto di Matteo.

Nun sitzt Antonio Conte am Steuer, der bei Juve und als italienischer Nationalcoach für Furore sorgte. Es läuft gut, am Samstag gewann Chelsea den “Oil Classico” bei Guardiolas ManCity und verteidigte die Tabellenführung. Wem das nicht passt, der kann ja RB-Leipzig-Fan werden.

  • Probleme mit dem Runden Leder?

  • Letzte Beiträge

  • Neue Saison, neues Glück

  • Archive

  • Autoren

  • Kategorien

  • Social Media

  • Fussball-Links

Werbung

Urban und trendy?

Mal im Selbstversuch, mal beim Ortstermin. Oft mit Nachgeschmack. Immer allumfassend.

Promotion

Kostenlose Ebooks

Laden Sie in unserem Weiterbildungs-Channel kostenlos Ebooks herunter.

Werbung

Schönes Besteckset

Hochwertiges 60-teiliges Markenbesteck von Sola Jetzt bequem im OTTO’S Webshop bestellen!

Werbung

Kulturell interessiert?

Bizarre Musikgenres, Blick in Bücherkisten und das ganze Theater. Alles damit Sie am Puls der Zeit bleiben.