Ein Büro zum Einziehen

Marianne Kohler am Freitag den 30. Januar 2015

Wie macht man aus einer kleinräumigen, bürgerlichen Wohnung ein offenes, modernes Büro? Die Architekten von Churtichaga + Quadra-Salcedo haben einfach grosse Löcher ausgeschnitten. 

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Als Kind hatte ich ein Bilderbuch, das hiess «Das Buch mit dem Loch». Da hat ein kleiner Junge ein Loch durch das ganze Buch geballert. Das Buch wäre heute wahrscheinlich politisch nicht mehr korrekt, aber es war spannend, durch die Löcher hindurchzuschauen und neue Perspektiven zu entdecken. Beim Anblick dieses ausserordentlichen Büros musste ich gleich an das Buch mit dem Loch denken, denn es bietet ganz neue Blickwinkel.

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Das Thema Loch wird im Hub Flat – dem Madrider Büro von Impacthub, einer internationalen Networkfirma – überall aufgenommen. Das Ausgeschnittene zeigt sich je nach Perspektive ein-, zwei- oder gar dreidimensional. 

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Eine gewisse Verspieltheit und das Kokettieren mit der bürgerlichen Gemütlichkeit gehören zum Gestaltungskonzept der innovativen Architekten. 

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Das Büro ist auch eine Anspielung auf das Märchen «Alice hinter den Spiegeln» und zeigt eigentlich mit einfachen Mitteln, dass nichts so ist, wie es scheint. 

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Durch die Ausschnitte der Wände öffnen sich die Räume, was ein gemeinsames, vernetztes Arbeiten vereinfacht. 

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Als Stylistin weiss ich, dass man auf vielen Fotos die meist unattraktiven Steckdosen rausretuschiert. Im Hub Flat ging man selbst mit diesem Problem auf eine kreative und trotzdem günstige Art um: Die Steckdosen wurden zum hübschen Hingucker.

Achtung, fertig, Znacht!

Marianne Kohler am Donnerstag den 29. Januar 2015

Wenn ich abends nach der Arbeit mit meinem Hündchen durch die Gegend ziehe, knurrt meist mein Magen und ich rieche feine Düfte aus Restaurantküchen. Dann überlege ich mir, was ich denn heute Abend kochen könnte. Diese 5 Rezepte sind fein und schnell: 

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1 GEFÜLLT UND UMWICKELT: POULETBRÜSTCHEN MIT KÄSE UND SCHINKEN
So ein bisschen wie Fleischvögel oder Cordon bleu kommen diese einfachen Pouletbrüstchen daher. Sie sehen nach viel aus, gehen aber superschnell. (Bild über: Donalskehan)

Zutaten für 4 Personen: 
  • 4 dünne Pouletbrüstchenschnitzel 
  • 4 Tranchen Rohschinken
  • 2 Esslöffel Ziegenfrischkäse
  • 1 Esslöffel Salbei, fein gehackt
  • 100 Gramm Roquefort
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • 200 Gramm Champignons, geviertelt
  • 1 Handvoll getrocknete Steinpilze, in Wasser eingelegt
  • 1 Esslöffel Thymian und Rosmarin, gehackt
  • 2 Schalotten, in Ringe geschnitten
  • 1 Glas Weisswein
  • 1 Deziliter Bouillon
  • 2 Deziliter Rahm
  • 1 Handvoll Petersilie, grob gehackt
Zubereitung:

Würzen Sie die Pouletschnitzel mit ein wenig Salz und Pfeffer. Mischen Sie den Ziegenfrischkäse mit dem Roquefort und dem fein gehackten Salbei. Geben Sie je einen Esslöffel davon auf die Pouletschnitzel. Rollen Sie die Schnitzel, und wickeln Sie sie in je eine Tranche Rohschinken. Braten Sie sie rundum in ein wenig Olivenöl an, und geben Sie sie dann für ca. 15 Minuten in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen. In der Zwischenzeit braten Sie die Schalotten in Olivenöl an, geben die Champignons und die gehackten Kräuter dazu sowie die ausgedrückten Steinpilze (das Einweichwasser absieben). Giessen Sie den Wein, die Bouillon und das Einweichwasser dazu, und kochen Sie alles auf, bis es zur Hälfte eingekocht ist. Den Rahm dazugeben, nochmals einige Minuten köcheln und würzen. Dann die Sauce in eine hübsche Gratinform geben, die Pouletwickel darauflegen und mit Petersilie garnieren. Dazu passen Brot und Salat.

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2 KNUSPRIG UND KÖSTLICH: BRATKARTOFFELN UND EIER
Am schnellsten geht dieses Gericht mit gekochten Kartoffeln vom Vortag. Aber Sie können die Kartoffeln auch kochen, sobald Sie nach Hause kommen. Diese zum Abkühlen beiseitestellen, einen Apéro geniessen und sich dann ans Kochen machen. (Bild über: My inspirecollection)

Und so gehts: Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Schälen Sie die gekochten Kartoffeln, und schneiden Sie sie in Würfel. Braten Sie sie portionenweise in Olivenöl rundum knusprig an, würzen sie mit etwas Meersalz – am besten Maldon Sea Salt –, und geben sie dann in einer Gratinform in den Backofen. Wenn alle Kartoffeln gebraten und im Backofen warm gestellt sind, nehmen Sie die Gratinform heraus und schlagen so viele Eier darauf aus, wie Sie mögen. Zurück in den Backofen, bis die Eier fertig gekocht sind. Herausnehmen und mit viel Schnittlauch servieren.

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3 SCHARF UND WOHLTUEND: PENNE MIT TOMATENSAUCE
Pasta und Tomaten sind ein Liebespaar und geben immer einen feinen Znacht ab. (Bild über: Tastebud)

Zutaten für eine cremige, scharfe Tomatensauce: 
  • 2 Rüebli, geschält und in feine Würfelchen geschnitten
  • 1 Peperoncino, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 Schalotten, fein gehackt
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Dose gehackte Tomaten 
  • 2 Esslöffel Rahm 
  • Olivenöl
Zubereitung: 

Geben Sie Olivenöl in eine Bratpfanne, und dünsten Sie die Rüebli und die Schalotten ca. 10 Minuten an, dann geben Sie den Knoblauch und den Peperoncino bei. Wenn der Knoblauch duftet, die Tomaten beigeben, würzen und 30 Minuten köcheln. Die Penne gemäss Packungsangaben al dente kochen. Den Rahm in die Sauce geben, gut mischen und anschliessend die Penne in die Sauce geben. Alles nochmals 2 Minuten köcheln und servieren.

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4 CREMIG UND WÜRZIG: POULET IN WEISSWEINRAHMSAUCE
Ja, es gibt sie, die schnellen Eintopfgerichte. Dieses Pouletgericht mit viel Weisswein und Rahm etwa. (Bild über: The blonde chef)

Zutaten für 4 Personen:
  • 6 Pouletstücke wie zum Beispiel Brüstchen und Schenkel – mit Haut und Knochen
  • Olivenöl und Butter
  • Salz und Pfeffer
  • 6–10 kleine Saucenzwiebeln
  • 100 Gramm Speckwürfeli
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 200 Gramm Champignons, geviertelt
  • 1 Handvoll frische Kräuter wie Estragon, Salbei und Rosmarin, gehackt
  • 4 Deziliter Weisswein wie Riesling
  • 1 Deziliter Bouillon
  • 2 Deziliter Rahm
Zubereitung: 

Würzen Sie die Pouletstücke mit Salz und Pfeffer, und braten Sie sie in Olivenöl und Butter rundum knusprig braun an, zur Seite stellen. Ins Bratfett kommen nun die Zwiebeln und die Speckwürfeli. Anbraten, bis der Speck knusprig und die Zwiebeln golden sind, die Champignons beigeben und andünsten, die Kräuter beigeben, den Wein und die Bouillon darübergiessen, aufkochen. Die Pouletstücke wieder beigeben, zudecken und ca. 15 Minuten köcheln. Dann den Rahm beigeben und nochmals 5 Minuten kochen. Mit grob gehackter Petersilie und feinem knusprigen Baguette servieren. 

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5 KLEIN UND FEIN: RAVIOLI MIT SALBEI UND SCHALOTTEN
Okay – dieses Gericht ist eigentlich Fast Food. Aber manchmal muss es einfach schnell gehen. Kaufen Sie auf dem Nachhauseweg bei einem Traiteur feine Ravioli. Kochen Sie sie al dente, am besten geben Sie ein wenig Bouillon ins Kochwasser. Geben Sie grosszügig Butter in eine Bratpfanne, und schmelzen Sie sie, bis sie ein wenig braun wird. Geben Sie in feine Ringe geschnittene Schalotten und in Streifen geschnittene Salbeiblätter dazu, würzen Sie mit ein wenig Salz, Pfeffer und Muskatnuss, und geben Sie die braune Butter über die in die Teller verteilten Ravioli. Geraffelten Käse darüberstreuen. (Bild über: Naturallyella)

Ein sizilianischer Garten in Fluntern

Marianne Kohler am Dienstag den 27. Januar 2015

«Du, sag mal, du wohnst doch bestimmt auch schön?» Das war meine schnelle Frage an Rachel Schilirò, bevor sie aus dem Tram stieg. Wir hatten uns lange nicht mehr gesehen und plauderten ganz viel auf der kurzen, feierabendlichen Tramreise. Die Antwort war natürlich ein Ja. Wir trafen uns bald bei ihr zum Kaffee, sassen auf der grossen Terrasse, auf der man sich weit weg von Zürich fühlt, und plauderten weiter. Und ich kam wieder, diesmal mit der Fotografin Rita Palanikumar. Das Resultat ist ein freundlicher Sommergruss, den wir Ihnen hier nun mitten im Winter als Vorfreude auf wärmere Zeiten präsentieren.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Das Paar Rachel und Alfredo Schilirò ist sehr gerne zu Hause. Hier schalten beide ab von ihrem lebendigen, mit vielen Menschen und spannenden Projekten gefüllten Berufsalltag. Alfredo gehört die kleine, feine PR-Agentur Flowcube, in die auch Rachel mit ihrer Firma «rent a museum» vor ein paar Monaten einzog. Dass die beiden innovativen Unternehmer nicht nur privat, sondern auch beruflich zusammenpassen, wird beim Gespräch schnell klar. Beide sprühen nur so vor Ideen und Geschichten und beide haben ihre Berufskarrieren weit weg von PR und Agenturen angefangen. Alfredo hat in Florenz, seiner Lieblingsstadt, französische Gegenwartsliteratur studiert, eine Doktorarbeit über Julien Green in Paris geschrieben, ist erst mal durch die Welt gereist und hat sich in verschiedenen Jobs umgeschaut, bevor er seine Agentur gegründet hat.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Auch Rachels beruflicher Werdegang hört sich an wie ein kleines Abenteuer: Sie begann mit einer Lehre als Coiffeuse, ging dann über die Handelsschule in ein Immobilienunternehmen und von da weiter in eine Einrichtungsfirma, wo sie die Chance bekam, eine Ausbildung als Innenarchitektin zu machen. Sie liebte die Vielseitigkeit der Branche und lernte alles Mögliche «vom Marketing bis zu Psychologie», lacht die quirlige Frau, «es war unglaublich spannend, zu sehen, was für eine persönliche Angelegenheit das Einrichten ist, man kommt den Menschen dabei wirklich nah!». Sie blieb eine Weile in der Firma, wechselte danach zu Vitra, von wo aus sie aber bald wieder Neues lockte. Ihre Zwillingsschwester, die als administrative Direktorin arbeitete, bat sie darum, einen Vorschlag zu machen, wie man das Museum «Haus Konstruktiv» zusätzlich profilieren könnte. Das brachte Rachel auf die Idee, das Museum für Unternehmensanlässe zu vermieten. Sie machte sich selbstständig, gründete «rent a museum» und spezialisierte sich damit auf die Entwicklung und Umsetzung von Corporate Events in Museen und Galerien. Alfred0, der eine Weile Präsident der Zürcher PR-Gesellschaft war, suchte nach einem interessanten Ort für die jährlichen Generalversammlung, hat das Haus Konstruktiv gewählt und dabei Rachel gefunden.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die tolle Wohnung im Zürcher Quartier Fluntern haben die beiden beim Spaziergang entdeckt. Da war ein riesengrosses Schild vor dem modernen Haus, auf dem stand: «Zu vermieten 2,5-Zimmer-Wohnung 150 m²». Das Paar verliebte sich sofort in die aussergewöhnliche Wohnung. «Ich bin eigentlich kein Freund von Gartenwohnungen, aber diese wirkt eher wie ein Pavillon mit einer Terrasse und überzeugte mich sofort», erzählt Alfredo. Und Rachel schwärmt: «Der Aufbau der Wohnung ist raffiniert und die Materialien, die gewählt wurden, sind von guter Qualität – und das ist bei Mietwohnungen nicht selbstverständlich.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

«Wir haben nicht mit einem Konzept eingerichtet, sondern einfach die Möbel von unserer alten Wohnung mitgenommen und ein wenig ergänzt. Wohnen bleibt schlussendlich immer Work in Progress», so Rachel. Fotografin Rita und Rachel sind sich in Sachen Fernseher total einig: «Der alte B+O Fernseher ist der einzig schöne, den es gibt. Was nützt da alle raffinierte Technik, wenn man dafür ein solches Unding wie gar einen Flachbildschirm einziehen lassen muss!» Von B+O und Vintage ist auch die Musikanlage. «Ich habe sie über Ricardo gefunden und bin gleich losgefahren, um sie beim Anbieter abzuholen. Unglaublich, der Typ hatte sein ganzes Zimmer voll mit den tollsten B+O-Teilen», erzählt Alfredo.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Was beim Einzug aber erste Priorität hatte, war die Bepflanzung der grossen Terrasse, die eigentlich eine Veranda ist, denn die Wohnung ist umgeben von einem Garten. Er ist so angelegt, dass man die Nachbarhäuser praktisch nicht wahrnimmt. Man fühlt sich sofort wohl in dieser schicken, urbanen Oase, die irgendwie unzürcherisch anmutet, wäre da nicht der Blick auf den See.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Neben dem grossen Wohn-Essraum führt ein Durchgang in die privaten Räume wie Schlaf- und Badezimmer. Entlang des Gangs haben die beiden ein grosses Bücherregal platziert, welches sie auf Mass anfertigen liessen.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Wand hinter dem grossen Regal wurde in einem warmen Grauton gestrichen und gibt so eine Bühne für das schlichte weisse Bücherregal.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Das Bild von Beat Zoderer nimmt einen dominanten Platz ein im Wohnzimmer, erinnert ein wenig an die Seventies und passt gut in den Raum und zu dem Wohnstil, welcher auch auf eine sanfte Art die Sprache dieser stilvollen Dekade aufnimmt.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Küche geht ums Eck und bietet Aussicht auf den Garten. Im Gegensatz zu vielen Einbauküchen wurde hier auf die typisch schweizerischen «Chuchichäschtli» verzichtet, was viel Grosszügigkeit und Offenheit gibt. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Kleine Stücke mediterranes Lebensgefühl sind überall in der Wohnung zu entdecken. Alfredo Schilirò ist Sizilianer und in Basel aufgewachsen. Es hat ihn eher durch Zufall wieder in die Schweiz gezogen. Eigentlich wollte er vor allem in seiner Traumstadt Florenz leben und hat diese als Studienort gewählt. Auch in Paris, New York und London wohnte der Literaturwissenschafter. Nach seiner Doktorarbeit, zurück in der Schweiz, schlug er sich erst mal als Nachhilfelehrer für Französisch und Italienisch durch, arbeitete danach als PR-Berater für verschiedene Firmen und hat dabei herausgefunden, dass er eher Unternehmer als Angestellter ist. Zusammen mit Maja Amrein, die damals als Head Corporate Communications beim Migros-Genossenschafts-Bund arbeitete, gründete er 2001 die PR-Agentur Flowcube. Die beiden wurden belächelt, da keiner zuvor in einer Agentur gearbeitet hatte. Doch vielleicht war es genau dieser Umstand, der den Erfolg brachte. Seit knapp zwei Jahren ist Alfredo Schilirò Alleininhaber. «Wir wollten unbedingt klein bleiben und sind so was wie eine Boutique-Agentur, inhabergeführt mit Schwerpunkten in Produkte-PR und spezialisiert auf Unternehmenskommunikation. Flowcube bewegt sich vor allem in den Bereichen Retail, Lifestyle, Fashion, Interior, Design und Architektur.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Als Abtrennung von Küche und Entree dient ein selbst erfundenes Möbel, nämlich eine antike Kommode, die mit einer massiven Holzplatte versehen wurde und nun Küchenmöbel, Ablage und kleiner Frühstücksplatz ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Kunst hat eine grosse Bedeutung im Hause Schilirò und ist auf selbstverständliche Art integriert. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Auf die Olivenbäume sind Rachel und Alfredo besonders stolz. Alfredos Vater hat sie ihnen von Sizilien als Geschenk mitgebracht, als ein kleines Stückchen Heimat. In den drei Jahren, seit die Bäume bei den Schiliròs sind, haben sie das Dreifache an Grösse und Umfang zugelegt.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Und da sind auch noch andere Geschenke wie zum Beispiel der wunderschöne Oleander. «Wir schicken die Pflanzen in die Winterferien», erklärt Rachel. «Das ist zwar ein teurer Luxus, aber sonst würden sie leider sterben. Ich kaufe zwar nur noch winterharte Pflanzen, aber am Anfang wussten wir noch nicht so gut Bescheid, wie man mit den Pflanzen am besten umgeht. Wir mussten viel lernen in Sachen Pflanzen und Töpfe. Uns sind anfänglich praktisch alle Töpfe gesprungen oder im Wind umgekippt. Nun wissen wir: keine edle Terracotta aus der Toscana, die springt im Winter, und keine eleganten konischen Formen, welche einfach nicht windfest genug sind!» Nera, der Labrador, geniesst auf der sonnigen Terrasse erst mal eine lange Siesta.

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«Diese Ecke ist das Chaosgärtli», so Rachel. «Die Möbel habe ich auf der Strasse gefunden, unglaublich, was die Leute zum Teil fortschmeissen! Eigentlich wollte ich sie mal schick schwarz lackieren, doch nun sind sie grün geblieben und sehen so ganz hübsch so aus.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Vom Schlafzimmer sieht man direkt ins charmante «Chaosgärtli», die Ecke der Terrasse, welche mit Dusche und kunterbunten Möbeln ein kleines Stück Süden zum Träumen ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Mittelmeerblau ist das schlichte Sofa, das im Schlafzimmer steht und viel dazu beiträgt, dass man in diesem Raum auch wohnen kann. Über dem Sofa hängt eine Fotoserie von Rachel.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Bäder der schicken Mietwohnung sind sehr schön, schlicht und leicht ausgestattet. Auch hier ist der Blick nach draussen ein besonderer Genuss.  

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Dazugestellt haben die beiden nur das Nötigste, einen praktischen Trolley für alle Produkte und schlichte Staugefässe. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Stilmix trägt viel bei zu der Persönlichkeit einer Wohnung. Hier strahlt ein Blumenstrauss neben einer Designerlampe auf der antiken persischen Hochzeitstruhe.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Ein besonderer Ausblick ist der auf den See. Überall wurden die Möbel so gestellt, dass ein harmonisches Ineinanderfliessen von Innen- und Aussenbereichen entstanden ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Wichtig ist auch der grosse Holztisch, um den sich unterschiedliche Stühle gesellen. Denn hier wird Feiern auf die sizilianische Art möglich. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

 Bald ist es wieder so weit und die Schiliròs können sich an den Gartentisch setzen und den nächsten Sommer geniessen.

 

Zeit für Zeitschriften

Marianne Kohler am Sonntag den 25. Januar 2015

Blogs und das Internet im Allgemeinen verdrängen die Zeitschriften. Schade! Denn Geschichten und Fotos auf Papier gedruckt sind, wenn sie gut gemacht sind, ein kleines Stück Kunst. Entsprechend werden schöne Zeitschriften zu Sammelstücken. Mit cleveren und schönen Zeitschriftenhaltern können Sie ihnen auch einen gebührenden Platz in der Wohnung – und in Ihrem Leben – geben.

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DURCHBLÄTTERN UND ABTAUCHEN
Mal ehrlich: Wann haben Sie sich das letze Mal Zeit genommen, in Ihren Lieblingszeitschriften zu blättern? Geniessen Sie es, wieder einmal so richtig abzutauchen und ganz traditionell in Zeitschriften nach Inspirationen, Ideen und Unterhaltung zu suchen. (Bild über: Anna Gillar)

Tipp: Abonnieren Sie doch, ganz auf die gute alte Weise, eine Zeitschrift und machen Sie sich damit selber ein kleines Geschenk. Denn so bekommen Sie regelmässig etwas Hübsches mit der Post geschickt – und nicht bloss Rechnungen . . .

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1 AN DIE WAND GEBUNDEN
Mit Holzleisten und breiten, farbigen Gummibändern sind in dieser Küche Zeitschriften als Lesestoff zum Morgenkaffee äusserst stilvoll an der Wand angebracht. (Bild über: Automatism)

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2 ALLZEIT BEREIT
Eine flexible und sehr schöne Möglichkeit, Magazine und Zeitschriften zum Lesen bereitzustellen, ist dieses weisse Holzboard. Man kann es – mit ertwas Talent – selber nachbasteln oder – wennn man sich das selbst nicht zutraut – von einem Schreiner anfertigen lassen: Das weisse Board mit schwarzen Kanten und Leisten sowie vielen schwarzen Elastic-Bändern in verschiedenen Breiten bewahrt die Magazine vor dem Herunterfallen – und wirkt dazu noch äusseerst dekorativ. (Bild über: Weekdaycarnival)

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3 IN LEDER GEROLLT
Mit Lederriemen und Nägeln kann man gerollte Zeitschriften einfach und auf schöne, schlichte Art an die Wand bringen. (Bild über: Atelier deco)

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4 FILIGRANES DRAHTGESTELL
Dieses leichte Wandregal von Cox and Cox eignet sich nicht nur für die Büropapiere, sondern auch um seiner Lieblingslektüre einen hübschen Platz zu geben.

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5 SO ENTSTEHT EIN LESESALON
In vielen alten Cafés hängen Zeitungen und Magazine an Haken bereit. Diese Idee lässt sich auch daheim umsetzen: mit einer schlichten Holzgarderobe und dicken Bändern, die durch die Mitte der Zeitschriften geführt werden und eine Schlaufe zum Aufhängen bekommen. (Bild über: Trendenser)

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6 STAPELWARE MIT INHALT
Echte Zeitschriftenliebhaber schämen sich nicht, ihre Lieblingsware zu stapeln. Im Gegenteil: Mit einigen Bildern oder hübschen Gegenständen darauf werden die Zeitschriftenstapel zu einer Art Möbelstück. (Bild über: Transito initial)

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7 DIE DREIECKSLÖSUNG
Im hübschen Café Hally's in Parson Green, London, sind die Zeitschriften in schlichten dreiecksförmigen Metallwandständern bereitgestellt, was auch zuhause gut aussehen kann. 

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8 ALLES IM RAHMEN
Dieser formschöne, schlichte Ständer von Menu ist eigentlich für Badetücher gedacht. Er macht sich aber auch gut als Zeitschriftenhalter. 

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9 HÜBSCHER MINI-KIOSK
Auf eine ähnliche Art im Rahmen, bloss etwas kleiner und bildhafter, stehen im Lula Café in Chicago Zeitschriften und Zeitungen bereit.

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10 DESIGN FÜR DESIGN
Designliebhaber werden sich in diesen glamourösen Metallicständer von Gamfratesi verlieben. (Bild: Weekdaycarnival)

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11 ES GEHT AUCH AB DER STANGE
Einfache Metallstangen an der Wand sind eine schöne und praktische Lösung, Magazine in Griffnähe zu platzieren. (Bild über: Riazzoli)

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12 EINFACH PRAKTISCH
Die cleversten Lösungen sind meist die einfachsten: Zeitschriftenstapel auf kleine Rollwagen stellen und unter einem Wandregal verstauen. (Bild über: Trendenser)

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13 DER GÜRTEL HÄLT ALLES AM PLATZ
Und wem der vorhergehende Vorschlag zu wenig stabil ist, befestigt die Zeitschriftenstapel einfach mit alten Gürteln. (Bild über: Stylizmo)

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14 STILVOLL SAMMELN
Hier im chicen Studio von Maison Martin Margiela sind zwar nicht Zeitschriften in den klassischen Zeitschriftenordnern, sondern Ideen und Ablagen für Modekollektionen. Aber dieses Regal erinnert daran, dass die guten alten Zeitschriftensammler eine ordentliche und stilvolle Lösung abgeben. 

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15 LINIENTREU
Auch hier wurde mit Leisten, Band und Nägeln gearbeitet. Entstanden ist eine hübsche Ausstellungsfläche für Trendmagazine und Kataloge. (Bild über: Riazzoli)

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16 KAFFEE UND MAGAZIN
Kaffeetrinken und ein inspirierendes Magazin durchblättern ist ein kleiner Luxus im Alltag, der mit diesem raffinierten Multitasking-Möbelchen von Gauzak noch mehr Freude macht. 

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17 DIE HANDTASCHE FÜR GEDRUCKTES
Wie eine Handtasche kann man diesen eleganten Zeitschriftenständer von Gauzak durch die Wohnung tragen.

 

 


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