Infantinos Idee

Briger am Montag, den 9. Januar 2023 um 5:31 Uhr

Gianni Infantino fühlt gute Ideen.

Pelé (liegend) und Giani Infantino (mit Smartphone) letzte Woche in Santos. (Bild: Keystone)

Sie werden es mitbekommen haben, jüngst ist die brasilianische Fussballlegende Edson Arantes do Nascimento, auch bekannt als Pelé verstorben. Sie werden ebenfalls mitbekommen haben, dass der feinfühlige FIFA-Präsident Gianni Infantino mit der Idee aufkam, in jedem der 211 FIFA-Mitgliedsländern ein Stadion nach Pelé zu benennen, also zum Beispiel den Pelé-Rheinpark in Vaduz.

Nun, wenn Infantino fühlt, dann setzen brave Musterschüler natürlich in die Tat um. Letzte Woche gab erst der kapverdische Premieminister Ulisses Correia e Silva bekannt, dass das Nationalstadion der Kap Verden in Praia nach Pelé benannt werden wird. Später in der Woche zog dann das Parlament in Guinea-Bissau nach, welches beschloss, das Estadio da Rocha in Bafata in “Rei Pelé” umzubenennen. Auch die “National Sports Authority” in Ghana denke über einen Namenswechsel nach, so BBC. Anders dagegen in Südafrika, wo Danny Jordaan von der SFA darauf hinweist, dass die Umbenennung von Stadien unter anderem zu Problemen mit Sponsorenrechten führen könnte.

Illustre Insulaner

Rrr am Sonntag, den 8. Januar 2023 um 12:00 Uhr

10’000 Kilometer Anreise, 0:1 verloren – jetzt retour.

Das die Kurzfassung zum Cup-Abenteuer von La Tamponnaise. Doch dahinter verbirgt sich eine Heldengeschichte.

In der langen Geschichte des französischen Pokalwettbewerbs haben es nur drei Teams aus einem Übersee-Departement geschafft, die Sechzehntelfinals zu erreichen. In diesen illustren Kreis vordringen wollte auch La Tamponnaise, der Klub aus Guillaume Hoaraus Heimat La Réunion im Indischen Ozean. Das Team aus der Kleinstadt Le Tampon überstand mehrere Runden und schaltete zuletzt einen Viertligisten aus.

Vor einer Woche flogen die Amateurkicker nach Frankreich und bereiteten sich zunächst auf dem Trainingscamp der französischen Nationalelf bei Paris auf die grosse Aufgabe vor. Am Samstag folgte dann der Cuphit beim viertklassigen RC Pays de Grasse. Auf ungewohntem Kunstrasen ging das hart umkämpfte Spiel knapp mit 0:1 verloren. “Schön wars trotzdem”, versicherte der Klub auf seiner Facebook-Seite. Nun geht es 10’000 Kilometer zurück in die Heimat.

Geniessen Sie nun noch einige Bewegtbilder des Cup-Abenteuers von La Tamponnaise. Der Verein verköstigte das Publikum nahe der Côte d’ Azur übrigens mit Spezialitäten aus der Heimat, darunter lecker Samosas. Film ab!

(Fotos: Luftlinie.org/Facebook)

Das letzte Hemd hat keine Taschen

Herr Noz am Sonntag, den 8. Januar 2023 um 5:55 Uhr

Herr Benno P gewinnt die 931. Caption Competition.

(Keystone)

Das haben Sie fein hingekriegt, Herr Benno P, die Aufnahme dokumentiert in der Tat eine gewisse Melancholie. Und dass es für Herrn Ronaldo auch buchstäblich das letzte Hemd sein könnte, ist derzeit nicht einmal auszuschliessen, zumindest ist unklar, ob er die Rechnung allenfalls ohne den Wirt gemacht hat.

Melden Sie Ihren Preiswunsch per Mail, Herr P, und dann machen Sie sich bitte einen schönen Sonntag.

Genug Gelb

Val der Ama am Samstag, den 7. Januar 2023 um 12:00 Uhr

Ein freies Wochenende für Antonio Mateu Lahoz.

Bild: Getty

Weil Sie die WM boykottiert haben, wissen Sie gar nicht, dass Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz beim Duell zwischen Argentinien und Holland ab und zu überfordert wirkte. 15 Gelbe hat er verteilt.

Aber daheim nicht viel besser. Vergangenen Samstag, beim Derby zwischen dem FC Barcelona und Espanyol, da gab er sich wieder gar streng und setzte mit 17 gezeigten Karten noch einmal einen drauf. Trainer Xavi war danach nicht ganz zufrieden: “Er hat Karten ohne Sinn verteilt. Er muss Ruhe ausstrahlen, mit ruhigem Puls und kühlem Kopf – das war heute nicht der Fall. Er hat die Kontrolle über das Spiel verloren.”

Botschaft angekommen. Spanische Medien berichten, dass der Verband den Schiedsrichter dieses Wochenende pausieren lässt.

931. Caption Competition

Herr Noz am Freitag, den 6. Januar 2023 um 13:12 Uhr

Willkommen zur 931. Caption Competition, verehrtes Publikum.

(Keystone)

Es tut uns herzlich leid, aber es passiert leider im Moment nicht gerade viel in Sachen Vereinsfussball, deshalb müssen Sie nun bitte mit obiger Aufnahme vorlieb nehmen, auf welcher der Fussballspieler Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro das Dress seines neuen Arbeitgebers “al-Nasr FC” begutachtet. Gesucht ist wie immer eine Bildunterschrift, die im Idealfall der Erheiterung dient.

Für Ihren Vorschlag haben Sie Zeit bis morgen Samstag, 18 Uhr. Viel Erfolg und gutes Gelingen.

Beständiger Bann

Val der Ama am Freitag, den 6. Januar 2023 um 5:22 Uhr

Heute: ambivalente Sanktionsbeurteilung.

Ein Spieler des FC Gironde-La Réole wurde wegen seines gewalttätigen Verhaltens mit einer fünfundzwanzigjährigen Sperre belegt.

Zuerst habe ich die Geschichte an einem Ort im Internet etwa so gelesen: Der Spieler hat einen ehrenamtlichen Schiedsrichter, der im selben Verein lizenziert ist, am Ende eines Spiels angegriffen hat, nachdem der Mann in Schwarz rassistische Äusserungen gegenüber weiblichen Zuschauern am Spielfeldrand gemacht haben soll. 25 Jahre Sperre?

Dann eine Zweitquelle und zwar eine richtige Zeitung und die so: Wegen einer Sperre befand sich der Spieler an diesem Tag mit drei Freunden am Spielfeldrand. Die Gruppe rauchte eine Shisha. In der ersten Halbzeit kam es zu einem Streit mit der Sekretärin des Clubs. Der Ton wurde schärfer und die Gendarmen mussten eingreifen, woraufhin das Spiel unterbrochen wurde. Während dieses Vorfalls soll der Schiedsrichter rassistische Äusserungen gegen die jungen Raucher gemacht haben. Nach dem Ende des Spiels kam der Spieler zurück, um sich mit dem ehrenamtlichen Schiedsrichter zu streiten. Er schlug und trat ihm mehrmals ins Gesicht. Mehrere Personen griffen ein, um die beiden Männer zu trennen. 25 Jahre Sperre.

Fertig Fussball für Franco B. (25)

Baresi am Donnerstag, den 5. Januar 2023 um 13:00 Uhr


Hörmruff Alte! Was kommt Dir in den Sinn, wenn Du das Wort «Trainingslager» hörst? Eher ein Bretterschlag in Fiesch, Frutigen und Melchsee-Frutt? Oder doch eher ein Sterneressort in Antalya, Marbella und Dubai? Kaum steht der Dreikönigstag vor der Tür, brechen die Fussballvereine Europas, die etwas auf sich halten, wieder auf ins «Trainingslager» in Richtung Morgenland. Von dort verbreiten sie dann auf allen Klubkanälen Berichte mit ihren Spielern in Sportshorts am Pool, mit Spielern in Adiletten in der Hotellobby und mit Spielern in Sportshorts und in Adiletten beim Besteigen eines Buses für eine Sightseeing-Tour. Unterbrochen von Interviews mit sämtlichen Klubexponenten, die alle etwas von «Wir haben gut trainiert» und «Wir haben intensiv taktisch gearbeitet» erzählen. Früher, als um diese Jahreszeit von Fussballspielern gar nichts zu hören war, weil sie in kurzen Jeanshosen an irgendeinem Pool lagen, in lackledrigen Slippers in irgendeiner Hotellobby abhingen und nur manchmal kurz zu sehen waren, wie sie in kurzen Jeanshosen und lackledrigen Slippers in eine Rotlichtbar verschwanden, da war der Fussball noch anders, nicht so schnelllebig und kommerziell. Ehrenwort – so habe ich echt keinen Bock mehr.

Pennants pekuniäre Probleme

Herr Shearer am Donnerstag, den 5. Januar 2023 um 6:00 Uhr

Profifussballer werden, absahnen, ausgesorgt haben.

So stellen Sie sich das doch auch vor, oder? Am besten tut man das in der englischen Premier League, dort werden Gehälter bezahlt, von denen selbst manche an der Zürcher Bahnhofsstrasse nicht zu träumen wagen.

Herr Pennant an Herr Sanogo. EPA/FOTOSPORTS/ROBIN PARKER

Dumm nur, wenn das Geld flöten geht, so wie bei Jermaine Pennant. Der wurde vom Gericht in Birmingham offiziell bankrott erklärt. Schon 2020 ging seine Firma den Bach runter. Die hatte er im Anschluss an seinen Auftritt in der englischen Ausgabe von Big Brother gegründet und sollte ihm wohl weitere einschlägige Engagements einbringen. Inzwischen seien seine Schulden im siebenstelligen Bereich; Steuerämter, Firmen, Banken: ganz viele hätten gerne ganz viel Geld vom ehemaligen professionellen Groundhopper, der seine Karriere 2018 beendete.

Vielleicht hätte er halt doch einfach nach der Pensionierung einen Kiosk oder eine Bar übernehmen sollen, wie man das halt so macht als ausgedienter Profi. Oder sein Haus in Liverpool, das seit 2020 leerstand, einfach verkaufen sollen. Dann wäre es nicht von Gangs behufs Rauschhanfanbaus besetzt und zweimal abgefackelt worden.

Das war eine weitere sehr deprimierende Geschichte aus der Welt des Profifussballs. Wir hoffen derweil, dass wir Sie mit dem schönen Foto aus unserem Archiv etwas aufheitern konnten, auch wenn Herr Sanogo darauf unpässlich gekleidet ist.

Denkanstoß Numero XXV

Frau Götti am Mittwoch, den 4. Januar 2023 um 13:00 Uhr

Wie wahr und würdig und angemessen fühlt sich das jetzt an. Jetzt, wo der König unter der Erde ist (äh, in einem Hochhaus), Brasilien eine dreitägige Staatstrauer abhält und die Fußball-Ligen allenthalben Schweigeminuten durchführen.

Da muss auch der Denkanstoß schweigen.
RIP, King Pepe, äh Pelé.

Hüpfendes Herbstherz

Herr Winfried am Mittwoch, den 4. Januar 2023 um 5:58 Uhr

Jetzt ist es raus: YB spielt in diesem Jahr wieder Champions League!

Das neue Jahr weckt neue Erwartungen, das Team der berühmten Young Boys zum Beispiel hat gestern das Training wieder aufgenommen. Ziel ist vorläufig der Meistertitel, was auch gelingen wird.

KEYSTONE/Peter Schneider (Archiv)

Aber damit nicht genug: Im Spätsommer schafft es YB dann auch in die Gruppenphase der Champions League. Das sagt die Zahlenjonglage des allseits bekannten Roboters Swissfootybot, und wie Sie wissen, hat der jeweils recht.

Der Schweizer Meister steht in diesem Jahr direkt in den CL-Playoffs, dort setzt sich YB gegen Genk, Karabach Agdam, Molde oder Slovan Bratislava durch – sagt der Roboter.

Damit kommen wir bereits zur Ausgangslage für die Auslosung der Gruppen: YB landet im Topf 3. Aus Topf 1 wartet irgendein Brocken wie Manchester City, Bayern München, Barcelona, Arsenal oder so. Aus Topf 2 könnten es Real Madrid, Juventus, oder auch RB Leipzig sein. Aus Topf 4 könnten es hübsche Begegnungen mit Newcastle United, SC Freiburg oder Celtic Glasgow werden.

Sie wollen auch die unattraktivste Gruppe für die Young Boys ausprobieren, oder die Prognose Wahrheit für andere Klubs sehen? Bitte sehr:

Seeding Simulator of UEFA Club Competitions 23/24

Tollpatschiger Tafelmann

Frau Tifosa am Dienstag, den 3. Januar 2023 um 13:06 Uhr

Oben und unten zu unterscheiden ist manchmal etwas schwierig. 

Screenshot Twitter

Insbesondere für diesen indonesischen Offiziellen. Eigentlich wollte er nur zwei Auswechslungen anzeigen, doch es ging alles schief, wie das Video unten zeigt.

Was das Ganze mit Sozialhilfe zu tun haben soll, ist mir nicht wirklich klar. Aber Googles Übersetzter lügt ja bekanntlich nie, deshalb wird das so schon stimmen.

Ich fühle mich aber jetzt auf jeden Fall inspiriert, Wörter auf dem umgekehrten Taschenrechner zu schreiben. So wie früher in der Primarschule. Mein numerischer Kommentar zum Video: 707 1414

Treffer mit Pfeffer

Rrr am Dienstag, den 3. Januar 2023 um 10:00 Uhr

Cristiano Ronaldo, die Bilanz.

819 Pflichtspiel-Tore hat der Portugiese in seiner Karriere schon geschossen, und zwar für die folgenden Mannschaften.

Beim Meditieren sind Sie des Rätsels Lösung sicher schnell auf die Spur gekommen. Der grösste Kreissektor ist ja in Violett gehalten, eine der offiziellen Vereinsfarben von Real Madrid (wenngleich sie seit 1997 nicht mehr im Emblem vorkommt).

Cristiano Ronaldo wurde im November von Manchester United gefeuert, leider zu spät für den Jahreskalender 2023. Nun geniesst der Portugiese den Feierabend seiner Karriere in den Arabischen Emiraten, sehr zur Freude der Wüstenbewohner.

Und nun bitte zurück an die Arbeit, danke.