Zurück zum Glück

Dr. Rüdisühli am Sonntag, den 21. Oktober 2018 um 12:00 Uhr

Grosses Comeback der Young Boys im Letzi! Wir werfen einen Blick zurück auf die schönsten Aufholjagden der letzten zehn Jahre.

Am 4. März 2017 lag YB nach zehn Minuten 0:2 hinten – daheim gegen Thun. Doch die Gelbschwarzen kehrten das Spiel und gewannen 3:2. Das Siegestor schoss Sékou Sanogo nach 79 Minuten.

Am 2. März 2011 schien die Lage schon zur Pause hoffnungslos: Im Cup-Achtelfinal gegen den FCZ stand es 0:3. Doch YB zeigte Moral, nach 82 Minuten traf Emmanuel Mayuka zum 3:3. Was in der Verlängerung passierte, haben wir leider vergessen.

Die denkwürdigste Aufholjagd in der Meisterschaft gabs vor über zehn Jahren, am 9. Februar 2008. GC führte dank einem Hattrick von Bobadilla 3:0 gegen YB, dann kamen die Berner mächtig zurück – Mario Raimondi traf in der 93. Minute zum vielumjubelten 3:3. Gleiches Stadion, gleiches Schlussresultat wie gestern also.
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Aber bitte nicht Sané!

Val der Ama am Sonntag, den 21. Oktober 2018 um 6:05 Uhr

Tolle Tätlichkeit an der Caption Competition!

 

Ganz gut, Herr Tätlichkeit. Und nun up to you, wählen Sie einen Preis Ihrer Wahl aus der Schatztruhe und melden Sie sich dann da.

Ihnen und vielen anderen wünschen wir einen weiterhin schönen Sonntag.

Attraktive Aufholjagd

Rrr am Samstag, den 20. Oktober 2018 um 20:55 Uhr

BREAKING NEWS: YB-Goalie David von Ballmoos erlitt in Zürich Gehirnerschütterung und Nasenbeinbruch

YB holt einen Punkt in Zürich – nach einem Zweitore-Rückstand.

3:3 hiess es am Schluss im Letzigrund, nach einem nicht immer hochstehenden, aber spektakulären Spiel. Die Young Boys lagen 0:2 und 1:3 hinten – dass sie am Schluss doch noch punkten konnten, spricht für ihre Moral. In der Tabelle kann Basel den Rückstand auf YB morgen auf 9 Punkte verkürzen.

Nach einer fehlerhaften ersten Halbzeit konnte sich der Meister deutlich steigern. Dem Sieg waren die Young Boys am Schluss näher. Hoarau und Sow hatten das 4:3 auf dem Fuss. Die Statistik drückt auch aus, wie unterschiedlich die zwei Hälften verliefen: Vor der Pause 3:1 Torschüsse für den FCZ, danach 1:5.

Die YB-Tore schossen Hoarau vom Penaltypunkt zum 1:2, Ngamaleu zum 2:3 und wieder Hoarau auf schöne Vorarbeit von Assalé zum Schlussresultat. 12.633 Zuschauer verfolgten dieses Spiel, in dem YB erstmals seit März 2017 einen Zweitore-Rückstand aufholte (damals wurde aus einem 0:2 gegen Thun ein 3:2).

Weiter geht es für die Berner am Dienstag mit dem Heimspiel in der Champions League gegen Valencia.

Respekt und Moral

Rrr am Samstag, den 20. Oktober 2018 um 12:00 Uhr

Auch in Mexiko hat man die legendäre Pressekonferenz der Bayern-Bosse verfolgt.

(Quelle: Die Welt)

Was, Sie haben den halbstündigen Auftritt von Hoeness, Rummenigge und einem dritten Mann noch nicht im Original gesehen? Bitte sehr, eine bessere Kandidatur für den Gränni Award des Jahres wird es nicht mehr geben.

716. Caption Competition

Val der Ama am Freitag, den 19. Oktober 2018 um 12:00 Uhr

Was meinen Sie dazu?

Jetzt ist schon wieder Caption Competition und das bedeutet, dass Sie doch bitte einen luziden Untertitel zum obigen Bild formulieren wollen.

Den bitte bis spätestens morgen um 20:00 Uhr hier abgeben, dann das Urteil der Jury abwarten und vielleicht und eventuell dürfen Sie dann einen schönen Preis  aus unserer Schatztruhe wählen.

Viel Vergnügen!

Krasse Königsklasse

Dr. Rüdisühli am Freitag, den 19. Oktober 2018 um 5:56 Uhr

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Herr Dr. Rüdisühli, neulich habe ich gelesen, dass der FC Basel im Vergleich zu den Berner Young Boys in der Champions League viel erfolgreicher gespielt habe und YB schon nur drei Tore kriegt, wenn ein Paul dreimal hustet. Stimmt das? Spielte Basel oder ein anderes Schweizer Team auch schon in einer ähnlich stark besetzten Gruppe und waren all ihre CL-Kampagnen von Erfolg gekrönt? Oder haben sie auch schon Spiele klar verloren? Mit sportlichen Grüssen, H. S., B.

Lieber Herr Submarine, wie die Basler in der Champions League gespielt hat, wissen Sie selber. Sie haben mehrfach hoch verloren, gegen Bayern, Barca, Valencia zum Beispiel, aber sie sind auch etliche Male über sich herausgewachsen und haben höher dotierte Teams geschlagen. Das muss YB zuerst noch schaffen.

Interessant ist Ihre andere Frage: Wie stark waren eigentlich die Gruppen, in denen Basel, Zürich, Thun in diesem Jahrhundert spielten? Nun, das ist recht einfach zu ermitteln: In der Beilage finden Sie die Zusammenstellung und sehen, welchen UEFA-Klubkoeffizient die jeweiligen Schweizer Gegner im fraglichen Jahr hatten.

Fazit: Nur einmal war ein Schweizer Verein in einer stärker besetzten Champions-League-Gruppe, das war der FC Zürich 2009. Ins statistische Material können Sie sich nach dem Klick selber vertiefen. Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

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Kä Luscht II

Val der Ama am Donnerstag, den 18. Oktober 2018 um 13:00 Uhr

Umgekehrt bei Kyle Lafferty!

Dieses Wochenende war übrigens Uefa Nations League und da unter anderem auch Nordirland gegen Österreich und später Bosnien-Herzegowina. Aber ohne Stürmer Lafferty. Der Angestellte der Glasgow Rangers informierte seinen Teamchef Michael O’Neill um Mitternacht vor dem Abreisetag über seine Absage. Achillessehne oder so.

O’Neill zeigte sich erst öffentlich verärgert und nun aktuell ziemlich nachtragend. Er und der irische Fussballverband, die berufen sich auf den Anhang 1 des “REGLEMENT bezüglich Status und Transfer von Spielern” der Fifa und da steht:

Einschränkung der Spielberechtigung
Ein Spieler, der von seinem Verband für eine seiner Auswahlmannschaften aufgeboten wurde, darf vorbehaltlich einer gegenteiligen Vereinbarung mit dem betreffenden Verband für die im Sinne der Bestimmungen dieses Anhangs geltende Dauer seiner Abstellung, plus einer zusätzlichen Dauer von fünf Tagen, in keinem Fall für den Verein spielen, dem er angehört.

Auf Deutsch: Die Rangers werden am Sonntag ohne den Lafferty gegen Hamilton spielen.

(Bild: Niall Carson)

Kä Luscht

Val der Ama am Donnerstag, den 18. Oktober 2018 um 6:00 Uhr

Der renommierte Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Fussballer, die nicht mehr wollen.

“Sie haben es gestern gelesen: Stürmer Tomi Juric vom FC Luzern will eigentlich gar nicht mehr in Luzern sein. Im Sommer öffentliche Wechselwünsche, dann ein paar Monate Pause wegen angeblich Flüssigkeitsansammlung im Knochen am Knie und dann nach zwei Kurzeinsätzen wieder verletzt. Beim Spiel neulich gegen YB, da konnte er nicht, ein paar Tage später aber mit der Nationalmannschaft, da konnte er dann wieder und zwar immerhin eine halbe Stunde gegen Kuwait.

Ich habe mich dazu gestern Abend mit einem gut befreundeten Psychopharmakologen ausgetauscht und der Fall ist glasklar: Juric leidet an einer so genannten Appetenzstörung, auch Lustlosigkeit oder Unlust genannt. Interessant aber die Tatsache, dass es sich hierbei nicht um den Mangel oder die unwillentliche Abnahme an sexueller Phantasie und sexuellem Verlangen handelt. Juric hat schlicht keine Lust auf den FC Luzern.

Kommt nicht beim FCL: Tomi Juric (Bild: Getty)

Als einzig mögliche Therapiemassnahme empfiehlt sich dringend ein Umzug nach irgendwo. Einfach nicht Bern.

In diesem Sinne weiterhin alles Liebe und Gute und hopp dr Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti”

Neulich in Russland

Rrr am Mittwoch, den 17. Oktober 2018 um 13:00 Uhr

Wenn man schon mal so frei zum Abschluss kommt …

… dachte der Schiedsrichter und nagelte das Runde Leder beherzt ins Lattenkreuz.

Nun gut: Unser hauseigene Fake Detective hat das Videomaterial, das gerade in Ost- und Südeuropa viral geht, eingehend untersucht. “Es besteht ganz klar Fakeverdacht, dafür sind sechs unserer neun Kriterien erfüllt.”

Se non è vero, è ben trovato.

Verheerende Fakten

Rrr am Mittwoch, den 17. Oktober 2018 um 5:58 Uhr

Die Initianten der Zersiedelungsinitiative schlagen Alarm: Bald kein Fussi mehr?

In der Schweiz gibt es laut Bundesamt für Sport knapp 4000 Fussballfelder. In 500 Tagen sind sie alle verschwunden, wenn wir das richtig verstanden haben.

Also am 28. Februar 2020. Die laufende Saison könnte demnach die letzte sein.

Die Zersiedelungsinitiative kommt am 10. Februar 2019 zur Abstimmung.

Ramos auf Rekordkurs

Rrr am Dienstag, den 16. Oktober 2018 um 13:00 Uhr

Er spielt und spielt und spielt.

Zum 160. Mal trug Sergio Ramos gestern das spanische Nationaltrikot. Das Jubiläum feierte er mit einem sehenswerten Tor zum 2:3-Schlussstand gegen England.

Nur elf Spieler weltweit haben öfter fürs Nationalteam gespielt, allen voran Ahmed Hassan: Bis 2012 absolvierte er 180 Spiele für Ägypten. Eine Bestmarke, die Ramos durchaus übertreffen kann, schliesslich ist er erst 32 Jahre alt.

Von den noch aktiven Spielern hat übrigens Gianluigi Buffon die meisten Länderspieleinsätze (176), er ist mittleweile nur noch für seinen Klub PSG tätig.

Geniessen Sie nun noch unsere Zusammenstellung mit den Rekord-Internationalen von vielen internationalen Fussballnationen und wenden Sie sich anschliessend wieder Ihrer Arbeit zu. Besten Dank.

Spanien: Iker Casillas (167 Spiele). Portugal: Cristiano Ronaldo (154). Deutschland: Lothar Matthäus (150). Argentinien: Javier Mascherano (147). Brasilien: Cafu (142). Frankreich: Lilian Thuram (142). Holland: Wesley Sneijder (134). Liechtenstein: Peter Jehle (132). England: Peter Shilton (125). Tschechien: Petr Cech (124). Schweiz: Heinz Hermann (118). Mehr als 100 Länderspiele haben auch Alain Geiger (112), Stephan Lichtsteiner (104) und Stéphane Chapuisat (103) absolviert.

O Brother, Where Art Thou?

Val der Ama am Dienstag, den 16. Oktober 2018 um 5:00 Uhr

Ohne Kyle – ohne Leon.

Leon Bailey ist 21 Jahre alt, spielt bei Bayer 04 Leverkusen und gilt als einer der schnellsten Flügelflitzer überhaupt. Aber noch ohne Länderspiel, es ist kompliziert. Der junge Mann hat drum in der Vergangenheit gleich mit mehreren Nationalteams kokettiert. Mutterland Jamaika sollte es eigentlich nicht sein, weil mit dem Verband dort herrschte jahrelang ein schlechtes Verhältnis. In den vergangenen Wochen und Monaten war dann die Nationalmannschaft Englands im Gespräch, denn Bailey hat englische Grosseltern. Hier hat aber die FIFA neulich den Riegel geschoben, da die Alten nicht in England geboren wurden. Deshalb schlussendlich trotzdem Jamaika.

Vorgestern sollte er im Quali-Spiel der CONCACAF Nations League sein Debüt gegen Bonaire (6:0) geben. Sollte, denn er hat nicht. Bailey war drum sauer und wollte nicht auslaufen. Der Verband habe sich nicht an eine getroffene Vereinbarung gehalten, reklamierte er. Laut dieser Abmachung hätte der jamaikanische Verband Baileys Halbbruder Kyle Butler, der aktuell in der zweiten österreichischen Liga beim FC Juniors OÖ spielt, ebenfalls ins Nationalteam berufen sollen.

“Als ich hier ankam, war es ein völlig anderes Szenario. Sie haben ihr Wort nicht gehalten, daher habe ich beschlossen, diese Partie nicht zu spielen“, erklärte Bailey seine Entscheidung. Sein Halbbruder, der wurde drum letztlich nur zu einem Probetraining eingeladen.

Nun denn, vielleicht klappts ja beim nächsten Spiel. Gegenüber jamaikanischen Medien liess Bailey bereits verlauten, dass er im November doch für Jamaika auflaufen könnte, falls seine Bedingungen dann erfüllt werden.