Guis Café

Rrr am Dienstag, den 2. April 2019 um 13:01 Uhr

Hoarau hängt vor dem Bahnhof herum.

Und das gleich ein bis zwei Monate lang. Gestaltet wurde die Baustellenwand am Bahnhofplatz von Andreas Wiesmann, der Guillaume Hoarau (links im Bild) zusammen mit einem Barkeeper verewigte. Die beiden werben für die Caffèbar Florian vis-à-vis Tibits.

Ballbub Brahim

Rrr am Dienstag, den 2. April 2019 um 5:55 Uhr

Isco fühlt sich alt. Richtig alt.

Schuld ist Brahim Díaz. Ein Mitspieler bei Real Madrid, der am Sonntag erstmals in der Startformation der Königlichen stand. Genau wie Isco, der unter dem “neuen” Trainer Zinédine Zidane wieder aufblüht.

Brahim Díaz war 2012 ein Balljunge in Málaga – und grosser Bewunderer von Isco, der damals in Andalusien spielte (siehe Bild oben).

Sieben Jahre später gab er den Assist zu Iscos 1:1 gegen Huesca (Schlussstand 3:2). „Wegen Dir fühle ich mich heute so richtig alt, du Penner”, beschwerte sich Isco augenzwinkernd auf Twitter.

Brahim Díaz ist 19, sein weg von Málaga nach Madrid führte über Manchester City. Dort absolvierte er bloss fünf Spiele, ehe ihn Real Madrid in diesem Winter zum Schnäppchenpreis von 17 Millionen Euro verpflichtete. Eine Geschichte, wie sie nur der Fussball schreiben kann!

Cool versenkt

Briger am Montag, den 1. April 2019 um 13:00 Uhr

Sie erinnern sich an Simeon Alexander Jackson?

Richtig, das ist der kanadische Mittelstürmer von St. Mirren, der im Abstiegskampf auf den Panenka setzt, diesen aber nur semiprofessionell ausführt.

Screenshot youtube

Wie so ein Panenka geht, das könnte er von Lionel Messi lernen. Am Samstag lief die 71. Minute des Stadtderbys im Camp Nou zwischen Barcelona und Espanyol. Es stand noch immer 0:0, als Lionel Messi zu einem Freistoss anlaufen konnte. Und klar, wie Jackson wählte er die naheliegenste Variante: Panenka. Messi ist nicht Jackson und darum drin das Ding: 30. Saisontor. In der 89. folgte noch Tor 31 im 27. Ligaspiel. Insgesamt steht Messi nun bei 41 Toren in 38 Einsätzen 2018/19. Zum 10. Mal in Folge erreicht er mehr als 40 Tore in einer Saison.

Ebenfalls schön versenkt hat am Samstag Dortmunds Paco Alcácer:

Raucher sind Sieger (Teil 18)

Val der Ama am Montag, den 1. April 2019 um 6:00 Uhr

Auch Prosinecki pafft.

Und der ist nun wirklich ein Sieger: Junioren-Weltmeister 1987, Jugoslawischer Meister 1988, 1990 und 1991, WM-Dritter 1998, Spanischer Pokalsieger, Kroatischer Meister und andere Titel noch dazu. Aktuell trainiert er die Fussballnationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina.

Jetzt aber zur Sache, oder Lunge: Peter Crouch erinnerte sich diese Woche an gemeinsame Zeiten beim FC Portsmouth und schwärmte dabei von den Rauchkünsten seines ehemaligen Kollegen. “Robert Prosinecki war starker Raucher, er rauchte vor dem Spiel und sogar in der Halbzeit zündete er sich seine Zigaretten in der Dusche an.”

Der harte Stoff, übrigens, Marlboro Rot.

Hoaraus Hattrick

Herr Shearer am Sonntag, den 31. März 2019 um 17:54 Uhr

Wiederum Spannung bis zum Schluss – YB schlägt St. Gallen dank spätem Siegtor mit 3:2.

Foto: Thomas Hodel

Die erste Halbzeit war eine harzige Sache; bei beiden Mannschaften war das Spiel von vielen Fehlpässen geprägt, dazu verteidigten die Gäste aus dem Osten diszipliniert und solidarisch – auf alle Fälle taten sie das deutlich besser als das Heimteam, welches in der 32. Minute durch einen Abschluss Bakayokos in Rückstand gerieten. Immerhin konnte Hoarau noch vor der Pause diese Scharte nach einem herrlichen Zuspiel Sows wieder auswetzen.

Für die zweite Halbzeit ersetzte Meistergoalie Marco Wölfli den angeschlagenen David von Ballmoos, der sich in der 36. Minute bei einem Rencontre mit Bakayoko verletzt hatte, aber zunächst weiter im Kasten bleiben konnte. Die 31’120 Zuschauerinnen und Zuschauer im ausverkauften Wankdorf sahen nach der Pause ein aggressiveres YB, das hinten aber nicht ganz dicht war und ergo in der 65. den neuerlichen Rückstand durch Ashimeru hinnehmen musste. Der durch Hefti verursachte Handspenalty kurz nach Beginn der YB-Viertelstunde wurde von St. Gallens Trainer Zeidler heftig kontestiert, was ihm für den Rest den Partie das Recht auf einen Tribünenplatz verschaffte. Guillaume Hoarau liess sich nicht bitten und verwertete souverän zum 2:2.

In der 90. Minute kam Schick über rechts, flankte, fand Hoarau und der machte den Nachmittag irgendwie perfekt.

Und wann wird YB jetzt endlich wieder Meister? Das können Sie sich selbst ausrechnen.

Rundes Leder Tippspiel (13)

Rrr am Sonntag, den 31. März 2019 um 12:00 Uhr

Endlich wieder YB im Wankdorf.

Nach 29 Tagen können die Young Boys wieder ein Heimspiel austragen. Seit dem 1:0 gegen Sion am 2. März gabs das Cup-Aus in Luzern, den Last-Minute-Sieg bei GC und das Remis in Basel.

31’120 Zuschauer erwarten im restlos ausverkauften Stadion den FC St. Gallen. Der konnte von den letzten sechs Spielen nur eines gewinnen (gegen Xamax); hinzu kommen drei Niederlagen und zwei Unentschieden.

Unsere Frage ist gar nicht so schwierig:

Wie endet das Spiel, wer trifft?

Ihre luzide Antwort erwarten wir bis 15.59 Uhr. Toi toi toi!

NACHTRAG: Kein Sieger im Tippspiel. Die Wurst wandert in den Jackpot zurück ins siedende Wasser.

Unfassnachtbar

Herr Shearer am Sonntag, den 31. März 2019 um 6:00 Uhr

Herr Herrmann gewinnt die 738. Caption Competition.

Foto: Sven Thomann / Blick

Die unbestechliche Jury konnte hinwiederum aus einer Reihe vorzüglicher Vorschläge auslesen und entschied sich schlussendlich, Herrn Hermanns Beitrag zum siegreichen zu erklären. Herzliche Gratulation! Nur knapp daneben ist der Schuss von Herrn Gavagai gelandet; unter dem Motto “Fridays For Future” setzte er auf ressourcenschonendes Recycling und erhält für “M’babu, Nsame, Garcia, Lotomba und Assalé (vLnR) unterwegs mit ihrem Nationalteam” einen grünen Punkt auf seinem Karmakonto gutgeschrieben.

Herrn Hermann bitten wir nun, sich einen Preis seiner Wahl aus unserer Schatztruhe auszusuchen und sich bei uns zu melden. Ansonsten raten wir nun zu einem stärkenden Frühstück, damit Sie gutverpflegt um 16:00 Uhr im ausverkauften Wankdorf bereit sind für den Kracher zwischen dem BSC Young Boys gegen den FC St. Gallen. Wer sich lieber am Elend anderer ergötzt: Tele Leutschenbach überträgt gleichzeitig den Match des Grasshopper Clubs gegen Lugano auf seinem zweiten Kanal.

Moderne Mittel

Rrr am Samstag, den 30. März 2019 um 12:00 Uhr

Rundes Leder Zeitmaschine: Heute reisen wir nach 1976 und entdecken den Video Assistant Referee.

Immer wieder sorgen strittige Schiedsrichter-Entscheidungen für Unruhe. Zwei Ingenieure aus Frankreich wollen Abhilfe schaffen: Sie schlagen vor, drei Sachkundige in Glaskabinen am Spielfeldrand unterzubringen. Erkennen zwei von ihnen unabhängig auf Foul, wird das Urteil vom Stadionspeaker verkündet – fertig.

Also fertig mit den Endlos-Diskussionen. Aber wird Fussball so wirklich gerechter? Vielleicht bräuchte es auch elektronische Hilfsmittel, um beispielsweise das Wembley-Tor von 1966 schlüssig zu beurteilen … oder gibts dann ewig Unterbrüche, um Spielszenen nachzuprüfen? Und was kostet das alles überhaupt?

Lesen Sie doch selber! (Spiegel vom 1. November 1976)

738. Caption Competition

Herr Shearer am Freitag, den 29. März 2019 um 13:00 Uhr

Her mit den Untertiteln!

Foto: Sven Thomann / Blick

Wir beenden diese Länderspielpause mit unserem allwöchenentlichen Bilderbetitelungswettbewerb, wo es darin wie immer darum geht, sich einen passenden Titel oder so zum Bild da oben einfallen zu lassen. Sie können sofort loslegen, sich aber auch bis morgen Samstag um 20:00 Uhr Zeit lassen. Die unbestechliche Jury gibt ihr Urteil am Sonntagmorgen früh bekannt, es winkt erneut ein Preis aus unserer Schatzkiste. Viel Vergnügen!

Zahlen, bitte

Rrr am Freitag, den 29. März 2019 um 11:04 Uhr

Oha: YB publiziert erstmals Zahlen zum Geschäftsgang: 80 Millionen Umsatz, 17 Millionen Gewinn im vergangenen Jahr.

Das Geld wird nicht verjubelt, wie Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger am Freitag deutlich machte. “Das hervorragende Ergebnis erlaubt uns, Rücklagen zu schaffen und das Eigenkapital zu stärken.”

Die Publikation der wichtigsten Kennzahlen erfolgt nicht wirklich freiwillig – die Klubs sind neuerdings dazu verpflichtet, wenn sie sich um eine “Lizenz I” bewerben. Diese Lizenz brauchts, damit Schweizer Klubs im Europacup antreten dürfen. Die UEFA pocht auf die Publikation einer Reihe von Kennzahlen bis 31. März, die Young Boys sind dem heute nachgekommen.

Die genaue Einordnung der Zahlen überlassen wir den Finanzexperten unter Ihnen. Die Kollegen von BZ, Bund und Blick können derweil mal diskret überprüfen, wie nahe ihre Schätzungen der letzten Zeit denn nun der Realität kommen.

Klar ist: 2018 war nicht nur sportlich ein besonderes Jahr mit dem Meistertitel und der Qualifikation für die Champions League. Allein die Königsklasse bescherte Einnahmen von 29 Millionen Franken. “Es war wohl das beste Jahr der YB-Geschichte”, sagt Verwaltungsratspräsident Kienberger. “Doch leider können wir nicht davon ausgehen, dass wir regelmässig solche Jahre erleben.” Für Schweizer Klubs werde es ja immer schwieriger, sich für die Champions League zu qualifizieren.

Die UEFA-Einnahmen und die Einnahmen aus dem Transfergeschäft seien schwer zu planen. “Dem wollen wir mit einer strikten Kostenkontrolle begegnen.”

Cool gekillt

Val der Ama am Freitag, den 29. März 2019 um 6:00 Uhr

Stellen Sie sich vor…

… Ihr Verein steht in der Tabelle ganz unten und dazu noch kurz vor Saisonende. Wichtige Partie, auswärts, es steht 0:0 und dann Penalty und Sie sind dran.

Panenka, oder?

 

Sie sahen ein Werk des kanadischen Nationalspielers Simeon Alexander Jackson.

Er ist Mittelstürmer von St. Mirren und gemäss seinem Trainer verantwortlich für die 1:0-Niederlage gegen den St. Johnstone FC diesen Mittwoch: “Warum er das zu diesem Zeitpunkt der Saison riskiert, weiss ich nicht”, tobte Oran Kearney. “Wenn wir im ersten Spiel der Saison 10 Minuten vor Schluss 3:0 vorne liegen und er sowas versucht, kann ich es akzeptieren. Aber dort wo wir stehen ist das verrückt. Er hat uns umgebracht (he killed us)!”

Theater um Traktoren

Val der Ama am Donnerstag, den 28. März 2019 um 15:00 Uhr

Der Sohn trifft, der Vater jammert.

Nicht schlecht der Moise Kean. Obwohl erst 19 Jahre alt, spielt er bei Juventus Turin und seit November 2018 auch für die Squadra Azzurra. Am Samstag erzielte er beim 2:0 gegen Finnland sein erstes Tor im Nationaltrikot und am Dienstag gegen Liechtenstein traf er erneut. Das alles hat er selbstverständlich seinem Vater zu verdanken, sagt der Vater, weil er habe schliesslich dafür gesorgt, dass der Sohnemann überhaupt bei Juve spielt. Und was hat nun davon, der Vater? Nur Ärger, es ist schlimm.

“Ich habe Juve damals versichert, dafür zu sorgen, dass mein Sohn in Italien bleibt. Als Gegenleistung wollte ich zwei Traktoren. Sie sagten, dass es kein Problem sei, aber bis heute habe ich sie nicht erhalten”, hörte man ihn unlängst im Radio klagen. Nachhaken übrigens vergebens, weil “aktuell geben sie mir nicht einmal Tickets oder nehmen meine Anrufe an.”

Der Sohn sieht die Sache ein wenig anders, wie gestern auf Instagram zu lesen war.

(Bild: Getty)