Auf Sand gebaut?

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 18:31 Uhr

Nachdem es dem BSC Young Boys nicht gelungen war, in der Stadt Bern geeignete Trainingsmöglichkeiten zu finden, wollen die Gelb-Schwarzen ihre Zelte definitiv in Schönbühl aufschlagen. Der Ort für die neue Heimat ist schon gefunden: im Sand, und der gehört der Schweizer Armee. Im Endausbau sollen dort fünf Fussballfelder entstehen, die offenbar gut beleuchtet sind, wenn wir die Pläne richtig studieren. Eine erste Einheit soll schon im Sommer 2005 bezugsbereit sein. Unklar bleibt, auf welchem Feld YB seine Meisterschaftsspiele austragen will und was aus dem fast fertigen Wankdorf-Stadion wird: Hat die Firma Marazzi dieses auf Sand gebaut?

Gut gemacht, Ruud!

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 16:05 Uhr

Früher, als wir noch brave Schulbuben waren, fanden wir gelegentlich Ausreden, wie wir uns eine Auszeit vom verhassten Unterricht erschwindeln konnten. Wir manipulierten geschickt den Fiebermesser oder spielten glaubhaft eine plötzliche Magenverstimmung vor. Was aber macht ein Profifussballer, wenn er sich eine Auszeit von der ewigen Aufdemgrünenrasenherumrennerei nehmen will? Ganz einfach: er provoziert eine Spielsperre. Dieses Vorhaben wäre Ruud van Nistelrooy, dem holländischen Topstürmer bei Manchester United, beinahe misslungen. Sein rüder Angriff auf das Schienbein von Arsenal-Spieler Ashley Cole (unser Bild) wurde nämlich vom Schiedsrichter glatt übersehen. Zum Glück für ihn gibt es auf der Insel den Fernsehbeweis. Dank diesem sahen sich die Herren des englischen Verband doch noch genötigt, den Holländer für drei Spiele zu sperren. Viel Spass auf der Tribüne, Ruud!

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Rrr am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 10:46 Uhr

Wer begleitet Dich zuverlässig durchs ganze Fussballjahr? Natürlich “Füssball 2005”, die mundgeblasene Taschen-Agenda!

Viel Freude auf 52 Seiten. Alle Termine, alle Informationen, statistischer Sonderteil und dazu das komplette Dossier zum neuen Wankdorf-Stadion, das Ende Juli 05 eröffnet wird.

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Romario, Ronaldo, Robinho

Frans am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 10:38 Uhr

Romario und Ronaldo haben sie seinerzeit schon nach Europa geholt. Nun wollen sie konsequenterweise auch Robinho: Der PSV Eindhoven hat seinen Trainer Guus Hiddink zur Abwechslung mal nicht nach Südkorea geschickt, sondern auf Dienstreise nach Brasilien. Robinho Robson de Souza (Jahrgang 1984, 60 Kilo leicht) und sein Talent trieben angeblich schon dem begeisterten Pele beinahe die Tränen in die Augen, wie uns ein gewisser Alex Bellos im Internet wissen lässt.
Robinho gefiel nicht nur Pele, sondern auch Guus, und so will man in Eindhoven (und bei Sponsor Philipps) tief in die Taschen greifen, wie die holländischen Medien berichten: Ein Monatsgehalt von 170 000 Euro soll ihm Eindhoven angeboten haben, was ihn zum bestbezahlten Voetballer im Tulpenland machen würde. Allerdings haben sie auch in Portugal (Benifca Lissabon) bemerkt, dass Robinho fussballen kann – und so wird Robinho nach Rücksprache mit Ronaldo vielleicht dankend auf Holländischkurse und Nordseewetter verzichten.

Ronaldo erklärt Robinho und dessen Teamkollegen Diego die Vorzüge des Philipps Discman und des Nordsee-Herings

Sollte es mit Robinho und Eindhoven nicht klappen, hätten wir dem PSV als Alternative statt brasilianischem “Ro-Ro-Ro” ein helvetisches “Vo-Vo-Vo” anzubieten. Nach Vogel und Vonlanthen gibt es in der Schweiz weiteres Talent mit einschlägigem Nachnamen: Innenverteidiger Steve Von Bergen hat heuer für Xamax schon zwölfmal gespielt und einmal getroffen: Gegen Young Boys Bern in der 80. Minute zum 3:0. Guus Hiddinks nächste Geschäftsreise: Neufeldstadion Bern, 12. Dezember 2004, 14.30, YB-Xamax.

Happy birthday to you!

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 10:12 Uhr

Elton John trägt eine, Demi Moore und Robin Williams sowieso, von Beckham ganz zu schweigen. Und US-Präsident Bush hat eine von Italo-Präsident Berlusconi geschenkt bekommen. Wir reden von den bei Promis total angesagten Luxusuhren der Firma Franck Muller. Seit dem letzten Wochenende gehört auch der ManU-Spieler Wayne Rooney (19) zum exklusiven Club der Franck Muller Tragenden. Kurz vor dem Spiel gegen Arsenal (2:0 Sieg ManU) hat ihm Freundin Coleen McLoughlin (18) zum Geburtstag eine Designeruhr aus dem Genfer Hause geschenkt. Kostenpunkt: 15’000 englische Pfund. Damit hat sich die möchtegern Schauspielerin etwas revanchieren können für die Geschenke, die sie von Jungstar Rooney schon erhalten hat: darunter einen BMW X5 (55’000 Pfund), einen Mercedes SLK 200 (32’000 Pfund) und Juwelen im Wert von 70’000 Pfund. Das beste aber kommt für die beiden noch: Weihnachten steht vor der Tür!


Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Coleen und Wayne.

Play soccer!

Frans am Dienstag, den 26. Oktober 2004 um 10:50 Uhr

In einer Woche spielen Arsenal gegen Panthinaikos, Eindhoven gegen Rosenborg, Barcelona gegen Milan, Celtic gegen Shakhtar, Bremen gegen Anderlecht, Inter gegen Valencia, CSKA Moskau gegen Chelsea und Porto gegen PSG. In den USA gibt es ferner die Partie Bush gegen Kerry. Ginge es nur um die balltechnischen Fertigkeiten, so würde der Herausforderer getreckten Beins ins Weisse Haus einziehen:


J.F.K.

Knast für Juve-Chef?

Dr. Eichenberger am Dienstag, den 26. Oktober 2004 um 8:10 Uhr

Bereits fünf Punkte Vorsprung auf Lecce und Milan: sportlich läuft es für Juventus Turin glänzend. Bereits drückt ganz Italien der AS Roma für das Spiel gegen die Alte Dame am Donnerstag die Daumen. Der Juve droht indes Ungemach vor Gericht. Der Teamarzt Riccardo Agricola soll zwischen 1994 und 1998 mit Zustimmung von Juve-Geschäftsführer Antonio Giraudo Spieler systematisch mit dem Blutdopingmittel EPO gedopt haben. Zu den angeschuldigten Spielern gehört auch Juve-Star Alessandro del Piero. Der sah in letzter Zeit tatsächlich irgendwie ungesund aus. Nun will der Staatsanwalt durchgreifen und Agricola und Giraudo wegen systematischem Dopings von Spielern ins Gefängnis stecken. Halb so schlimm: Dort werden sich die beiden in den schwarz-weiss gestreiften Knastleibchen wie zuhause fühlen.


Muss Juventus-Geschäftsführer Antonio Giraudo drei Jahren in den Knast?

Schmerzen im Schambein

Rrr am Dienstag, den 26. Oktober 2004 um 8:04 Uhr

Eine neue Seuche geht um in der Bundesliga: Immer mehr Spieler leiden an Schambein-Entzündung, wie der “Spiegel” berichtet. Die Ärzte sind machtlos, die Spieler liegen bis zu zwölf Monaten darnieder.

Falls auch Sie sich zuweilen fragen, ob Sie möglicherweise an Schambein-Entzündung leiden – drücken Sie einmal auf die Mitte des Körpers, dort befindet sich eine 5 x 15 cm große Knochenpartie, die sich sowohl nach rechts als auch nach links an das knorpelige Mittelstück des Beckenrings anschliesst und nach hinten in das Darmbein übergeht.

Wenn es dort weh tut, haben Sie wahrscheinlich eine Schambein-Entzündung. Wenn Sie allerdings denselben Schmerz verspüren, wenn Sie ihren Zeigfinger auf den linken Oberschenkel drücken, oder auch aufs Steissbein, oder das Kleinhirn, dann könnte es sich auch um einen gebrochenen Finger handeln.

Koller in Amsterdam

Frans am Montag, den 25. Oktober 2004 um 22:50 Uhr

Transfergerüchte aus den Niederen Landen: Ajax Amsterdam ist anscheinend am tschechischen Hünen Jan Koller interessiert, wenn man den holländischen Medien glauben will. Offenbar haben sie in Amsterdam nach der sonntäglichen Niederlage bei PSV Eindhoven (0:2), mittlerweile zehn Verlustpunkten Rückstand auf die Tabellenspitze und dürftigen Auftritten in der Champions League noch nicht genug Koller.


Jan in froher Erwartung der holländischen Ehrendivision

Wenigstens gibt es in Amsterdam noch reichlich Euros. Die fehlen in Dortmund. Und so wird PSV-Mittelfeldpuncher Mark van Bommel nächstes Jahr – wenn man den holländischen Medien wiederum glauben will – doch nicht das Borussia-Dress überstreifen, wie zu Saisonbeginn allseits vermutet wurde (Dortmunds Trainer van Maarwijk ist zufällig van Bommels Schwiegervater).


Van Bommel: Kein Fall fuers Familienalbum

Van Bommel soll nun mit Real Madrid im Gespräch sein. PSV wird ihn im Kampf um den holländischen Meistertitel entbehren koennen. Denn für alle Faelle gibt’s dort ja noch den Vogel. Wenn der in Eindhoven nur nicht den Ersatzbank-Koller kriegt.

Übrigens …

Rrr am Montag, den 25. Oktober 2004 um 9:22 Uhr

… falls Ihre Hobbys Fussballschauen, Biertrinken und Erdnüsseknabbern sind und es Ihnen so ergeht wie beiliegendem Kollegen, müssten Sie eventuell das Bier und die Erdnüsse überdenken… mpg-Video, 1,7 mb

Zidane und ich

Dr. Eichenberger am Montag, den 25. Oktober 2004 um 7:55 Uhr

In der Stadt Bern tobt der Wahlkampf. Am 28. November entscheiden die Wählerinnen und Wähler, wen sie in den Gemeinderat delegieren wollen. Da zählt jede Stimme, auch die des Fussballfans. Das hat die amtierende Vorsteherin der Direktion für Bildung, Umwelt und Integration, Edith Olibet (SP), erkannt. Auf ihrer Website macht sich die bekennende Bewunderin von Real-Star Zinédine Zidane bedenkenswerte Gedanken über den Fussball: «Eine Mannschaft ist stark, wenn alle in die gleiche Richtung kicken. Eigentore sind im Fussball wie in der Politik kontraproduktiv.» Dem ist nichts beizufügen. Ausser, dass Edith Olibet, wie sie im Interview beteuert, auch schon ein Spiel in Barcelona besucht habe, «weil damals Zidane noch bei diesem katalanischen Spitzenverein spielte». Wir klären auf:

Zidane: gestern bei Barcelona, heute bei Real Madrid.

Kriegerisches Vorbild

Dr. Eichenberger am Sonntag, den 24. Oktober 2004 um 11:00 Uhr

Andere Länder, andere Sitten. Weil das brasilianische Team von Gemio sich in letzter Zeit vor allem durch Erfolglosigkeit auszeichnete, griff Trainer Cuca zu einer drastischen Massnahme. Er zeigte der versammelten Mannschaft den Film «We were heroes» mit Mel Gibson in der Hauptrolle. Der Film erzählt die Geschichte einer Schlacht im Vietnam-Krieg. Genützt hats nichts: Die Mannschaft war ob dem Gesehenen so geschockt, dass sie sich im anschliessenden Spiel gegen Internacional 1:3 abschlachten liess.