Zwei Berner in Basel

Rrr am Samstag, den 20. November 2004 um 20:18 Uhr

Berner Tag im Schweizer Cup: YB (2:1 in Sion) und Thun (5:4 nP gegen Basel) haben am Samstag ihre Angstgegner ausgeschaltet.

Der Weg für einen Berner Final am Muttertag 05 in Basel ist damit frei. Einzige Ungewissheit: Der genaue Abfahrstermin der Sonderzüge ab Bern und Thun steht noch nicht fest. Wir bleiben dran.

Schwarzer Humor: Neri & Co freuen sich im schicken YB-Auswärtsdress über den Sieg im Tourbillon.

Britische Kopfballstärke

Frans am Samstag, den 20. November 2004 um 18:43 Uhr

Klassiker gibt es nicht nur in Barcelona, sondern auch in Glasgow: Beim heutigen Derby zwischen den Glasgow Rangers und Leader Celtic Glasgow (2:0 nach Toren des Spaniers Nacho Novo und des Kroaten Prso) übertrieb Celtics Alan Thompson nach Auffassung des Schiedsrichters das auf der Insel so beliebte Kopfballspiel: Rangers-Spieler Peter Lovenkrands wälzte sich nach einem Kopfstoss des Engländers am Boden. Unser Bild zeigt, wie der eben des Feldes verwiesene Brite dem Dänen schonend beibrigt, dass auf der Insel in aller Regel robuster geköpfelt wird als auf dem Kontinent.

Impulsloser Dirigent trifft stummen Fabrikanten

Frans am Samstag, den 20. November 2004 um 17:53 Uhr

Es gibt ihn also doch noch: Ciriaco Sforza (34) gab heute ausgerechnet im Stadion seines früheren Clubs Bayern München nach zwei Achillessehnen-Operationen und rund 18 Monaten Bundesligaliga-Pause sein Comeback. Fazit der deutschen Medien nach der 3:1-Niederlage von Kaiserslautern: “Der 34-Jährige dirigierte viel, konnte aber als zentraler Mann vor der Abwehr kaum Impulse setzen.” Nun ja, für den früher impulsiven Sforza war es nach eigenen Angaben eine Genugtuung, überhaupt wieder auf dem Platz stehen zu können.

Dass Mitmachen (oder irgend etwas anderes wie z.B. attraktiv tschutten) wichtiger sein könnte als gewinnen, ist hingegen eine eher absurde Vorstellung für den Manager des Siegers und neuen Tabellenführers Bayern München, dem wir unlängst in seinem Hauptjob als Wurstfabrikant die Ehre erwiesen haben. Herr Hoeness wollte nach dem Spiel dem Bezahlsender Premiere “nicht zur Verfügung stehen”. Das Schweigegelübde galt allerdings nicht für Spieler und Trainer. Hoeness Begründung liess einmal mehr die Affinität zu seinem Hauptberuf durchschimmern: “Wir wollen uns ja nicht ins eigene Fleisch schneiden.

Schweizer Pass unterm Christbaum

Rrr am Samstag, den 20. November 2004 um 16:22 Uhr

15 Jahre lang steckte Mobulu M’Futi in einer Asylbewerber-Schlaufe (wir berichteten) – jetzt bekommt er plötzlich sehr schnell den Schweizer Pass.

“Beim Einbürgerungsgesuch von M’Futi sind alle Bedingungen erfüllt”, sagte Anwalt Freddy Rumo dem Neuenburger “Express”. Ende Jahr dürfte die Aufenthaltsbewilligung B für den Xamax-Stürmer aus Kongo vorliegen – und an Weihnachten 2005 wird es der Schweizer Pass sein.

M’Futis Familie wurde jahrelang links liegen gelassen – seit der Junior aber für Xamax trifft wie wild (diese Saison 8 Tore in 15 Spielen), sind die Einbürgerungsbeamten etwas flexibler geworden.

Platzwahl gewinnen

Frans am Samstag, den 20. November 2004 um 14:15 Uhr

Vor dem heutigen Cupspiel gegen YB haben der FC Sion und seine Fans alle Register gezogen: Just auf diesen Match weihen die FC Sion Ultras ihren Furcht einflössenden neuen Seidenschal ein:

Als weitere Demoralisierungsmassnahme wurde der weltbekannte Slogan YB 4ever entweiht zu FC Sion 4ever!!!

Die abgebrühten YB-Profis müssen nun ruhig Blut bewahren und den Gegner bereits vor dem Anpfiff unter Druck setzen. Durch eine erfolgreiche Platzwahl kann der gefürchtete Sion-Trainer derart geblendet werden, dass er sich irritiert auf die Zunge beisst und seine matchentscheidenden Kommandos nicht mehr aufs Spielfeld rufen kann:

Wir wiederholen also die Taktik: Erst die Platzwahl gewinnen, dann das Spiel.

Pedro bei Barça (6)

Rrr am Samstag, den 20. November 2004 um 0:05 Uhr

Unser Mitarbeiter Pedro Pirlo weilt diese Woche in Barcelona. Er fiebert dem Schocker Barça-Real vom Samstag entgegen.

Freitag
Grosse Aufregung heute abend: Real Madrid kam am Flughafen an!! Ich selbstverständlich mitten drin. Sicher begleitete ich Figo am Mob vorbei.

Man spürt jetzt sehr gut die Spannung in der Stadt. Alle wollen gewinnen, aber nur einer kann.

So, jetzt gibts noch ein Bier auf den Ramblas, denn heute ist mein Freudentag: Die Jugendherberge schliesst erst um ein Uhr !! Kann leider nicht ausschlafen, weil die Jugi um 9 Uhr früh bereits alle rausschmeisst, aber ich verspreche euch: Morgen abend bin ich voll präsent. Ihr wisst ja:

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Samstag ab 21.55 Uhr auf dieser Website:
Barcelona-Real LIVE!


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Schmidt statt Stuttgart

Rrr am Freitag, den 19. November 2004 um 16:35 Uhr

Kein Witz: Die ARD verzichtet künftig auf UEFA-Cup-Spiele, um die neue Harald-Schmidt-Show finanzieren zu können.

Jetzt wird uns auch klar, warum SF DRS dienstags keine Champions-League-Spiele zeigt: Leutschenbach braucht das Geld vermutlich für den Samschtig-Jass von Monika Fasnacht.

Jagdsaison in Moldawien

Rrr am Freitag, den 19. November 2004 um 12:20 Uhr

Eine bizarre Geschichte wird uns aus Moldawien berichtet: Ein Klub-Präsident ärgerte sich dermassen über einen Penalty-Entscheid, dass er den Schiedsrichter mit seinem Auto auf dem Rasen angriff. Der aufgebrachte Vereinsboss habe im Audi 100 den Schiedsrichter “kreuz und quer” über den Platz gejagt, berichtet die Tageszeitung “Fakty”.

Mehr als 1000 Fans verfolgten die Attacke beim Heimspiel des Zweitligisten Roso Floreni. Der Schiedsrichter überstand die Jagd unbeschadet.

Das freut uns.

El Ronaldinho

Rrr am Freitag, den 19. November 2004 um 9:58 Uhr

Fussballfans in aller Welt schrauben fleissig an ihrer Satellitenschüssel: Nur gerade drei TV-Sender bieten morgen abend den Gratis-Empfang von Barcelona-Real.

Es sind dies “TV Sport” aus Rumänien (Satellit Sirius), “MZE TV” aus Georgien (Turksat) und der katarische Sender “El Dschasira” (Nilesat). Details gibts hier.

Aber Vorsicht: “El Dschasira” hat zwei Programme – einen Nachrichtenkanal und einen Sportsender. Wer also am Samstag um 22 Uhr dieses Bild empfängt, liegt falsch:

Richtig muss das Signal so aussehen:

Alles klar?

Positive Ausstrahlung

Frans am Freitag, den 19. November 2004 um 9:41 Uhr

Das Wort hat Herr Blatter, Generalsekretär der FIFA: “Rassismus und Diskriminierung haben in unserem Sport keinen Platz. Die Welt von heute ist von Konflikten geprägt, die auf Rassismus und Diskriminierung zurückzuführen sind. Der Fussball verfügt über eine positive Ausstrahlung, die zur Bekämpfung dieser Übel genutzt werden muss.”
Sepp sprach im Anschluss an das Freundschaftsspiel zwischen Spanien und England vom vergangenen Mittwoch.
Dem positiven Beispiel ihres weisen Nationaltrainers Luis Aragonés folgend – er hat nämlich ganz viele, liebe schwarze Freunde, die er im Gegensatz zu Thierry Henry nicht beschimpft – spornte das lustige Publikum im Stadion Bernabeu gerade die farbigen Spieler von England an: Bei jeder Ballberührung gab es aufmunterndes Affengebrüll und heitere Gesänge (“Hüpfe, wenn du kein verdammter Neger bist”). Was wäre diese konfliktträchtige Welt ohne Sepp, den Fussball und seine positive Ausstrahlung?


Die hüpfenden Enkel der lieben Kolonisten

Struck zuck

Dr. Eichenberger am Freitag, den 19. November 2004 um 8:50 Uhr

Borussia Dortmund steckt tief im Schlamassel. So tief, dass nach jedem Strohhalm gegriffen wird, der sich als Rettungsanker erweisen könnte. Aber nun kommt es für den Verein knüppeldick. Kein geringerer als der deutsche Vereidigungsminister Peter Struck soll mithelfen, als neues Mitglied des Borussen-Wirtschaftsbeitrats den gelb-schwarzen Karren aus dem Sumpf zu ziehen. Die Konsequenzen sind unabsehbar: Drill statt Dribling ist künftig im Ruhrpott angesagt. Aus dem einst stolzen BVB wird ein trauriger Armeesportverein. Bereits hat sich der SPD-Politiker unvorteilhaft in Szene gesetzt. «Man hat nicht den Eindruck, dass die Mannschaft, die jetzt ins Westfalenstadion läuft, bereit ist, das Letzte zu geben», säuselte Struck im Fernsehen. Was das heisst, ahnen alle, die den Militärs auf den Mund schauen. Struck weiter im Kasernenhofton: «Man muss eventuell aussortieren. Ich würde das brutal machen. Selbst um den Preis der Gefährdung des Bundesliga-Bestands.» Da hilft nur eins: Fahnenflucht. Oder, dem Beispiel unseres Hakan Yakins folgend, sich ins Einzeltraining verbannen lassen.


Peter Struck (rechts) zeigt den Schlachtplan.

In dubio pro reyo

Frans am Freitag, den 19. November 2004 um 8:20 Uhr

Im Zweifel zugunsten des Angeklagten – in dubio pro reo. Diesen rechtsstaatlichen Grundsatz wendete die Disziplinarkommission der SFL gemäss Medienberichten auf Alexandre Rey an und hob die drei Spielsperren auf, die ihm Disiziplinarrichter Studer wegen absichtlichen Handspiels – eine Unsportlichkeit im fussballrechtlichen Sinne! – aufgebrummt hatte. Die Kommission begutachtete nicht nur die TV-Bilder, sondern nahm eine “vollständige Beweisaufnahme” vor, die offenbar einen blossen Rey-Flex nicht ausschloss. Oder war Rey geschubst worden? Oder sagte Alexandre bloss “putain”? Oder leidet er gar an unfreywilligen Zuckungen? Im letzten Fall empfehlen wir die griechische Methode.
(Im Bild: Der Finger von Reys torgefährlicher Hand)