¡Esto non es futbol!

Dr. Eichenberger am Donnerstag, den 14. Oktober 2004 um 16:41 Uhr

Mit Entsetzen nahm Spanien von der duerfigen Leistung der Seinen im Auswaertsspiel in Litauen Kenntnis. “Das ist nicht Fussball”, empoert sich die Sportzeitung “as”, “das ist Fernsehmuell!” Dabei hat der Nationaltrainre Luis Aragones alles versucht, seine Mannen zu motivieren. Seinen Mittelfeldspieler Reyes schrie er letzte Woche im Trainingscamp vor versammelter Journalistenschar an: “Du bist besser als dieser Scheiss-Neger!” Er meinte damit Reyes Teamkollegen bei Arsenal, Thierry Henry. Das kam dem franzoesischen Natispieler ziemlich spanisch vor. Nicht aber den Chefs beim spanischen Fussballverband. Konsequenzen hatte die rassistische Entgleisung fuer Aragones naemlich keine. Die spinnen, die Spanier! (Von unserem Spanienkorrespondenten Pedro Peppe)

Im Probetraining (9): Alex Tschäppät (SP)

Dr. Eichenberger am Donnerstag, den 14. Oktober 2004 um 8:02 Uhr

Elf Kandidatinnen und Kandidaten wollen am 28. November in der Stadt Bern in den Gemeinderat gewählt werden. «Zum runden Leder» stellte ihnen sechs matchentscheidende Fragen. Lesen Sie heute die Antworten von Alex Tschäppät:

Wann verfolgten Sie zum letzten Mal ein Fussballspiel im Stadion?
Alex Tschäppät Ich war einer der wenigen sachkundigen Fussballconnaisseurs, die am 7. September 2004 im Neufeldstadion die herausragende Leistung der Schweizer U21-Mannschaft gegen Irland miterlebten. Gemäss Mannschaftsaufstellung ist es höchste Zeit, dass unser Land die erleichterte Einbürgerung einführt. Schweizer Namen waren nämlich in der Startformation kaum auszumachen.

Wie oft gelingt Ihnen ein öffnender Steilpass?
So oft wie meine politischen Weggefährten rechtzeitig und ohne ins Offside zu laufen meine spielerische Genialität vorausahnen.

Wann wurden Sie zum letzten Mal aus dem Abseits zurückgepfiffen?
Gibt es für Politiker auch ein Abseits oder nur ein Jenseits?

Gesetzt den Fall, Sie wären YB-Präsident und das Geld spielte keine Rolle: Welchen Spieler würden Sie sofort verpflichten? Warum?
David Beckham, weil wir so Gigi Oeri ohne Transfersumme und ohne Steuerabkommen dazu bewegen können, Wohnsitz in Bern zu nehmen.

Welchen Spieler möchten Sie auf gar keinen Fall in Ihr Team aufnehmen?
Hildegard Fässler, weil sie nur die Flanken von links beherrscht.

Welche Ereignisse verbinden Sie mit dem 6. Dezember 1992?
Samichlous du liebe Maa,
gäu i muess ke Ruete ha?
La mi lieber i EWR la gah!

Ein Australier in Europa

Rrr am Donnerstag, den 14. Oktober 2004 um 7:20 Uhr

Das ist der 31-jährige Schiedsrichter Mark Shield, der erste Australier, der WM-Ausscheidungsspiele in Europa pfeifen durfte. Das Resultat ist verheerend.

Beim Spiel Nordirland-Österreich übersah Shield eine Reihe brutaler Fouls und ermöglichte den Nordiren in der 94.Minute das 3:3, weil er einem Österreicher die Rückkehr auf den Rasen verweigerte. “Dieser Australier hat in Europa nichts verloren”, tobte Österreichs Trainer Hans Krankl. “Das war zeitweise Rugby, nicht Fussball.”

Mark Shield? Kennen wir diesen Namen nicht von irgendwo? Genau! Das war der Mann, der bei Israel-Schweiz am Samstag ein brutales Foul an Tranquillo Barnetta ungeahndet liess. Barnetta liegt jetzt mit Kreuzbandriss im Spital und fällt den Rest der Saison aus.

Zwei Frauen für Rony

Rrr am Donnerstag, den 14. Oktober 2004 um 4:50 Uhr

Ronaldos Flamme Daniela Cicarelli (links) und seine Mutter Sonia Nazario drückten diese Nacht gemeinsam die Daumen in Maceio – genützt hat es nichts: Brasilien erreichte gegen Kolumbien in der WM-Ausscheidung nur ein schlappes 0:0, bleibt aber Tabellenführer.

Die Brasilianer müssen durch die Mühlen der Qualifikation, weil es Sepp Blatter so wollte – früher war der Weltmeister immer automatisch qualifiziert, aber Sepp hat herausgefunden, dass man eine Menge Kohle verdienen kann, wenn man die Seleçao durch die Ausscheidung hetzt.

Das Team der Stunde

Rrr am Mittwoch, den 13. Oktober 2004 um 22:14 Uhr

Das ist unsere neue Lieblings-Mannschaft: Liechtenstein hält Kurs auf die WM 2006! Noch im September setzte es eine deprimierende 0:7-Schlappe in der Slowakei, doch inzwischen sorgen die Kicker aus dem Fürstentum für Furore in der Gruppe 3.

Am Samstag trotzten sie Vize-Europameister Portugal ein 2:2 ab, am Mittwoch legten sie nach und schlugen Luxemburg auswärts 4:0. Ein historischer Erfolg – es war erst der dritte Sieg seit 1982 …

Im Probetraining (8): Beat Schori (SVP)

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 13. Oktober 2004 um 12:02 Uhr

Elf Kandidatinnen und Kandidaten wollen am 28. November in der Stadt Bern in den Gemeinderat gewählt werden. «Zum runden Leder» stellte ihnen sechs matchentscheidende Fragen. Lesen Sie heute die Antworten von Beat Schori:

Wann verfolgten Sie zum letzten Mal ein Fussballspiel im Stadion?
Beat Schori Das letzt Heimspiel von YB. Als Besitzer eines Sitzplatzabonnements gehe ich regelmässig ins Neufeldstadion und freue mich bereits heute aufs neue Wankdorfstadion.

Wie oft gelingt Ihnen ein öffnender Steilpass?
In der Minderheit ist dies leider nicht immer einfach. Als Stadtratspräsident habe ich den PUK-Präsidenten Ueli Stückelberger lanciert. Als zukünftiger Gemeinderat hoffe ich auf viele Steilpässe.

Wann wurden Sie zum letzten Mal aus dem Abseits zurückgepfiffen?
Grundsätzlich vermeide ich die Abseitsposition. Mein Vorstoss, welcher Verlangte, dass die Gemeinderatsmitglieder keine Verwaltungsratsmandate annehmen dürfen, wurde leider zurückgepfiffen.

Gesetzt den Fall, Sie wären YB-Präsident und das Geld spielte keine Rolle: Welchen Spieler würden Sie sofort verpflichten? Warum?
Zinedine Zidane, weil er für mich den perfektesten Fussball zelebriert.

Welchen Spieler möchten Sie auf gar keinen Fall in Ihr Team aufnehmen?
Grundsätzlich alle Spieler, welche nicht teamfähig sind.

Welche Ereignisse verbinden Sie mit dem 6. Dezember 1992?
Die EWR-Abstimmung, welche zeigte, dass Sieg oder Niederlage nahe beieinander liegen, wie dies im Sport oft der Fall ist.

Der Rasen ist da!

Rrr am Mittwoch, den 13. Oktober 2004 um 8:47 Uhr

Die Wankdorphilen im Freudentaumel: Deutsche Experten verlegen diese Woche den Rasen ins schicke neue Wankdorf-Stadion! Die rasenden Reporter der Website ybfans.ch haben das historische Ereignis dokumentiert und eindrückliche Bilder ins Netz gestellt. Der Rasen sieht überraschenderweise so aus:

Wer sich nicht mit Bildern begnügen mag und gleich mit dem Grashalm in Körperkontakt treten will, beachte bitte folgenden Hinweis im Szene-Blatt “Der Bund”:

Erst muss er sich unbemerkt an den Securitaswächtern vorbeischleichen. Ist das einmal geschafft, steht ein Sprungkrafttest auf dem Programm. Um ungebetene Gäste vom Teppich fernzuhalten, wird rund um das Spielfeld ein ein Meter hoher Elektrozaun montiert…

Die Qual der Wahl

Rrr am Mittwoch, den 13. Oktober 2004 um 7:07 Uhr

Köbis Kicker haben heute spielfrei – nicht aber die Schweizer Fussballfans: Gleich sechs WM-Ausscheidungsspiele werden live am TV übertragen.

In der Schweizer Gruppe kommts zum Schlager Zypern-Frankreich (TF1, 20.45 Uhr). Der Franzose wird sich zu einem 2:0-Sieg zittern, also nicht sehr attraktiv. Dasselbe gilt leider für Litauen-Spanien (TVE, 20.15 Uhr).

Bessere Unterhaltung verspricht Nordirland-Österreich (ORF 1, 21.00 Uhr); unsere Freunde aus dem Osten stehen nach der Schlappe gegen Polen bereits unter Zugzwang. Verlieren sie in Belfast, können sie die WM 06 vergessen.

Auch der schottische Übungsleiter Berti Vogts steht in der Kritik – das Spiel Moldawien-Schottland (DSF, 20 Uhr) könnte sein Letztes sein. Eine Stunde später beginnt Italien-Weissrussland (RAI 1, 21.00 Uhr); weil die Azzurri nur ein 1:1 erreichen, ist morgen der Teufel los beim Italiener.

Ein Leckerbissen schliesslich zu später Stunde: Portugal-Russland (RTP, 22.15 Uhr). Das Spiel gabs schon mal an der EM – die Portugiesen gewannen damals 2:0.

Bubi für Barça

Rrr am Dienstag, den 12. Oktober 2004 um 19:06 Uhr

Auf der verzweifelten Suche nach dem ersten Titel seit 1999 schreckt der FC Barcelona vor nichts zurück: Jetzt buhlen die Katalanen sogar um einen 12-jährigen Argentinier. Verhandlungen mit den Eltern des Wunderkindes seien im Gang, heisst es.

Erik Lamela ist heiss begehrt: Auch Milan und Arsenal möchten ihn angeblich verpflichten. Das beste Angebot für Kinderarbeit machte aber Barcelona, das Eriks Vater Jose Lamela einen Arbeitsplatz versprach und eine Zuwendung von 750.000 Franken für die kommenden vier Jahre.

“Ich halte meine Tür offen”, sagt José Lamela. Doch der Klub des kleinen Kickers, River Plate, will von all dem nichts wissen – Erik sei unverkäuflich.

Affaire à suivre.

Wer hat’s gesagt?

Dr. Eichenberger am Dienstag, den 12. Oktober 2004 um 11:43 Uhr

«Wie der Afrikaner lebt, so spielt er auch Fussball.» Wer hat das gesagt? Eine Abstimmung über die originellsten Fussballsprüche läuft derzeit hier.


Er hat es nicht gesagt. Aber er hat gesagt: «Vor dem Spiel ist nach dem Spiel.» Oder so.

Im Probetraining (7): Regula Rytz (GB)

Dr. Eichenberger am Dienstag, den 12. Oktober 2004 um 8:02 Uhr

Elf Kandidatinnen und Kandidaten wollen am 28. November in der Stadt Bern in den Gemeinderat gewählt werden. «Zum runden Leder» stellte ihnen sechs matchentscheidende Fragen. Lesen Sie heute die Antworten von Regula Rytz:

Wann verfolgten Sie zum letzten Mal ein Fussballspiel im Stadion?
Regula Rytz Beim Start der YB-Kampagne gegen Rassismus. Das nächste wird hoffentlich bei der Eröffnung des neuen Wankdorfstadions sein. Oder ist das schon ausverkauft?

Wie oft gelingt Ihnen ein öffnender Steilpass?
Steilpässe sind meine Spezialität. Doch leider legen sich die bürgerlichen Regierungsräte im Gool häufig quer. Als Gemeinderätin im rotgrünen Bern wird’s einfacher: Da freue ich mich auf die Steilpässe der anderen.

Wann wurden Sie zum letzten Mal aus dem Abseits zurückgepfiffen?
Wer ist in der Politik schon Schieds- oder LinienrichterIn? Falls Sie die Stimmbevölkerung meinen, stelle ich fest, dass in der letzten Zeit vor allem die bürgerlichen Parteien wiederholt in die Abseitsfalle getappt sind. Steuerbschiss-Abstimmung lässt grüssen.

Gesetzt den Fall, Sie wären YB-Präsidentin und das Geld spielte keine Rolle: Welchen Spieler würden Sie sofort verpflichten? Warum?
Ronaldinho, weil er Eleganz mit Treffsicherheit verbindet. Und natürlich den Prinzen von Brunei, damit das Geld auch weiterhin keine Rolle spielt und endlich mehr in den Frauenfussball investiert werden kann.

Welchen Spieler möchten Sie auf gar keinen Fall in Ihr Team aufnehmen?
Ralph Zloczower, wegen fehlender Spielübersicht.

Welche Ereignisse verbinden Sie mit dem 6. Dezember 1992?
Bern hatte eine rotgrüne Regierung und ich hatte einen neuen Job: Beraterin von GB-Gemeinderätin Therese Frösch.

Was macht eigentlich …

Rrr am Dienstag, den 12. Oktober 2004 um 7:24 Uhr

… Cristiano Ronaldo? Der sexy Portugiese, der an der EM im Juni die Teenager-Herzen von Helsinki bis Palermo brach? Der den ganzen Sommer durch an irgendwelchen Turnieren herumtingelte, sich an den Olympischen Spielen von den Irakern vorführen liess, seither in einem Formtief steckt und sich bei ManU von Alex Ferguson beschimpfen lassen muss?

Was macht er eigentlich? Na ja, auch egal.