Köbi kein Rassist

Rrr am Freitag, den 8. Oktober 2004 um 10:00 Uhr

Der gebürtige Kongolese Blaise N’Kufo hat Köbi Kuhn einst Rassismus vorgeworfen und darf seither nicht mehr für die Nati kicken.

Köbi ein Rassist? So ein Schwachsinn! Köbi Kuhn ist hart, aber gerecht, und er behandelt alle gleich. Ausserdem herrscht im Training eine super Stimmung.

Unser Funkbild aus dem Trainingslager vor dem Israel-Spiel: Köbi Kuhn gibt seiner Stürmerperle Johan Vonlanthen einige taktische Tipps.

Im Probetraining (4): Daniele Jenni (GPB)

Dr. Eichenberger am Donnerstag, den 7. Oktober 2004 um 9:23 Uhr

Elf Kandidatinnen und Kandidaten wollen am 28. November in der Stadt Bern in den Gemeinderat gewählt werden. «Zum runden Leder» stellte ihnen sechs matchentscheidende Fragen. Lesen Sie heute die Antworten von Daniele Jenni:

Wann verfolgten Sie zum letzten Mal ein Fussballspiel im Stadion?
Daniele Jenni Noch nie. Aber manchmal gerate ich vor ein Fernsehgerät und bin dann ganz nahe dran.

Wie oft gelingt Ihnen ein öffnender Steilpass?
Schon oft. Das Aufnehmen klappt aber nicht immer.

Wann wurden Sie zum letzten Mal aus dem Abseits zurückgepfiffen?
Immer wieder, also erst kürzlich. Nur war es nicht Abseits und ich ging nicht zurück.

Gesetzt den Fall, Sie wären YB-Präsident und das Geld spielte keine Rolle: Welchen Spieler würden Sie sofort verpflichten? Warum?
Herrn Tschäppät. Wäre er nicht gerne an jeder Ecke gleichzeitig?

Welchen Spieler möchten Sie auf gar keinen Fall in Ihr Team aufnehmen?
Herrn Wasserfallen. Zuviel Solo, zuviel Ruhe, zuviel Ordnung, zu wenig kreative Unsicherheit.

Welche Ereignisse verbinden Sie mit dem 6. Dezember 1992?
Wo war ich damals schon wieder ?

Der zwölfte Mann

Rrr am Donnerstag, den 7. Oktober 2004 um 8:25 Uhr

Wen entdecken wir denn da auf dem aktuellen Kader der Franzosen? Den Mannschaftskoch! Er durfte auch aufs Bild, nachdem er das Team mit seinen vorzüglichen Froschschenkeln und selber gestopften Gänselebern verwöhnt hat.

Frankreich spielt übrigens am Samstag abend daheim gegen Irland (live auf TF1).

Zubis Coiffeur (2)

Rrr am Mittwoch, den 6. Oktober 2004 um 14:18 Uhr

Das Spiel gegen Israel bietet Gelegenheit, mal wieder auf den Coiffeur unseres Nationalgoalies Pascal Zubi/Zuberbühler hinzuweisen. Es ist art coiffure kaiser in Zürich.

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Im Probetraining (3): Barbara Hayoz (FDP)

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 6. Oktober 2004 um 8:00 Uhr

Elf Kandidatinnen und Kandidaten wollen am 28. November in der Stadt Bern in den Gemeinderat gewählt werden. «Zum runden Leder» stellte ihnen sechs matchentscheidende Fragen. Lesen Sie heute die Antworten von Barbara Hayoz:

Wann verfolgten Sie zum letzten Mal ein Fussballspiel im Stadion?
Barbara Hayoz Mein Mann und meine beiden Buben sind fussballverrückt. Während der EM in Portugal fieberten wir zu viert vor dem Fernseher mit. Ein familieninternes Toto brachte zusätzliche Würze… Ich besuche ab und zu Heimspiele von YB und finde es toll, dass wir vorne mitmischen. Mein letzter Matchbesuch im Stadion liegt etwa vier Monate zurück.

Wie oft gelingt Ihnen ein öffnender Steilpass?
Ich bin eine unverbrauchte Politikerin, die losgelöst von festgefahrenen Strukturen denkt – und handeln will. Meine Kandidatur steht deshalb auch für einen Neuanfang. Ob der öffnende Steilpass von mir oder meinen Kolleginnen oder Kollegen kommt, ist egal. Entscheidend ist, dass wir als Team auftreten und beseelt sind von einem Ziel: Tore schiessen! Das Berner Publikum in den Rängen wird es zu schätzen wissen. Zu lange gab es auf dem Rasen eigenwillige Soloaktionen, die nichts einbrachten.

Wann wurden Sie zum letzten Mal aus dem Abseits zurückgepfiffen?
Auch ich verrenne mich hin und wieder. Kritikfähigkeit ist allerdings eine meiner Stärken; ich erachte sie gerade in der Politik als sehr wichtig.

Gesetzt den Fall, Sie wären YB-Präsident und das Geld spielte keine Rolle: Welchen Spieler würden Sie sofort verpflichten? Warum?
Dass Geld im Fussball nicht zwingend Erfolg bedeutet, zeigt der aktuelle Fall von Real Madrid. Die wohl teuerste Mannschaft der Welt, die fast nur Superstars in ihren Reihen hat, überzeugt auf dem Platz nicht. Was ich damit sagen will: Ruhe in der Mannschaft, das Kollektiv und eine umsichtige Vereinsführung sind wichtiger für den sportlichen Erfolg als ein Ausnahmekönner à la Beckham.

Welchen Spieler möchten Sie auf gar keinen Fall in Ihr Team aufnehmen?
Da fällt mir spontan ein Name ein: Mario Basler. Der Deutsche war zwar ein Klassefussballer, allerdings auch exzentrisch, launisch und alles andere als ein leuchtendes Vorbild für die Junioren. Egal, wo er spielte – von Bayern München bis Werder Bremen – überall gabs, pardon, Zoff, wegen seinen Eskapaden.

Welche Ereignisse verbinden Sie mit dem 6. Dezember 1992?
Der 6. Dezember 1992 war ein schwarzer Tag für die Schweiz. Das hauchdünne Nein zum EWR hat uns wirtschaftlich sehr geschadet. Zum Glück sind jetzt die Bilateralen II auf der Zielgeraden. Und übrigens – wie in jedem Jahr, war «Samichlouse-Tag»! Mein 1jähriger Sohn hat sich damals von seinem «Nuggi» getrennt und dafür ein riesiges Lob vom Samichlous geerntet und einen noch grösseren «Chlousesack» erhalten.

Im Probetraining (2): Adrian Guggisberg (CVP)

Dr. Eichenberger am Dienstag, den 5. Oktober 2004 um 8:00 Uhr

Elf Kandidatinnen und Kandidaten wollen am 28. November in der Stadt Bern in den Gemeinderat gewählt werden. «Zum runden Leder» stellte ihnen sechs matchentscheidende Fragen. Lesen Sie heute die Antworten von Adrian Guggisberg:

Wann verfolgten Sie zum letzten Mal ein Fussballspiel im Stadion?
Adrian Guggisberg Ich muss gestehen, dass es für mich umgekehrt ist: Nicht ich verfolge den Fussball, sondern der Fussball verfolgt mich, und zwar täglich. Schon die Morgenmilch von heute früh mahnte mich mit ihrer Aufschrift «Latte», dass ein neuer Tag wiederum hohe Massstäbe setzt. Und abends staune ich, dass sich von der Mittellinie aus, wo die CVP angesiedelt ist, wohl die allerschönsten Tore erzielen lassen.

Wie oft gelingt Ihnen ein öffnender Steilpass?
Das stelle ich mir wie beim Feuerwerk vor: alle Köpfe staunend nach oben, die Münder offen, lautes «Wow!» Solche Steilpässe erlebe ich selten, wahrscheinlich deshalb, weil ich Knalleffekte, die sich in Dunst und stinkigem Nebel auflösen, gar nicht schätze. Vielleicht haben Sie aber gar nicht den «Steilpass» gemeint, sondern den «Teilspass»? Jenen Spass, bei dem man durch eigene Leistung seinen Teil beiträgt, dass sich stadtweit gute Laune verbreitet?

Wann wurden Sie zum letzten Mal aus dem Abseits zurückgepfiffen?
Mich pfeifen die Leute mehr aus dem Diesseits zurück. Erfreulicherweise. Denn es sind praktisch veranlagte Leute, die mir raten, bei allen politischen Einfällen zu prüfen, was sie im handfesten Alltag bedeuten.

Gesetzt der Fall, Sie wären YB-Präsident und das Geld spielte keine Rolle: Welchen Spieler würden Sie sofort verpflichten? Warum?
Auch angenommen, dieser Präsident dürfte innovativ sein? Dann würde ich einen Gärtner als Verteidiger verpflichten, damit die Leute Respekt haben vor allen, die grüne Rasen und ausserdem schöne Blumenbeete und prachtvolle Parks herrichten.

Welchen Spieler möchten Sie auf gar keinen Fall in Ihr Team aufnehmen?
Jenen aufgeblasenen Kerl, der meint, die ganze Welt müsse nur nach seinen Regeln übers Fussballfeld laufen. Der soll die Ersatzbank drücken, bis ihm dämmert, wie ein Powerteam wirklich läuft.

Welche Ereignisse verbinden Sie mit dem 6. Dezember 1992?
Das war ein doppelter Europatag. Damals erlitten nämlich die Befürworter eines EWR-Beitritts der Schweiz eine Schlappe. Aber gleichzeitig entschied die UEFA, dass die Fussball-EM 2008 in der Schweiz und in Österreich stattfinden soll. Einmal mehr sagte uns also der Sport, dass unser Land zum Kontinent gehört.

Der Torwartfehler

Rrr am Dienstag, den 5. Oktober 2004 um 0:02 Uhr

Heute befassen wir unser wieder einmal mit dem Phänomen des Torwartfehlers. Es ist schnell etwas Blödes passiert als Torwart! (mpg, 934 kb)

Im Probetraining (1): Ursula Begert (SVP)

Dr. Eichenberger am Montag, den 4. Oktober 2004 um 8:00 Uhr

Elf Kandidatinnen und Kandidaten wollen am 28. November in der Stadt Bern in den Gemeinderat gewählt werden. «Zum runden Leder» stellte ihnen sechs matchentscheidende Fragen. Lesen Sie heute die Antworten von Ursula Begert:

Wann verfolgten Sie zum letzten Mal ein Fussballspiel im Stadion?
Ursula Begert Am 7. September, U21-Spiel Schweiz – Irland im Neufeld-Stadion.

Wie oft gelingt Ihnen ein öffnender Steilpass?
Darüber habe ich noch nie Buch geführt!

Wann wurden Sie zum letzten Mal aus dem Abseits zurückgepfiffen?
Kann ich nicht «aus dem Stand» sagen, das Leben schaut immer wieder dafür, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen und das ist auch gut so!

Gesetzt den Fall, Sie wären YB-Präsident und das Geld spielte keine Rolle: Welchen Spieler würden Sie sofort verpflichten? Warum?
Entweder Haakan Yakin oder Zinédine Zidane, für mich gehören diese beiden Spieler zu den momentan besten (Ich bin allerdings weit davon entfernt, eine echte Kennerin der Szene zu sein!!)

Welchen Spieler möchten Sie auf gar keinen Fall in Ihr Team aufnehmen?
Mich! Ich hätte zwar als Kind schrecklich gerne Fussball gespielt, aber das schickte sich damals nicht für ein junges Mädchen, wie meine Mutter zu sagen pflegte!

Welche Ereignisse verbinden Sie mit dem 6. Dezember 1992?
Bei diesem Datum denke ich eher an Politik als an Sport, da waren wie immer um diese Zeit Bundesratswahlen, welche in einem zweiten Schritt nach lautstarkem Protest der Frauen zur Wahl von BR Dreifuss führte!

Böser Bub

Rrr am Sonntag, den 3. Oktober 2004 um 11:21 Uhr

Wo immer Hooligans auftauchen, sprechen die Zeitungen gern von der hässlichen Fratze des Fussballs. Einem aufmerksamen Weblog-Leser ist es gelungen, diese Fratze auf Bild zu bannen. Es ist wirklich schockierend.

Nun spricht er

Dr. Eichenberger am Sonntag, den 3. Oktober 2004 um 9:15 Uhr

Er spuckt nicht mehr, er spricht. Francesco Totti nahm erstmals öffentlich Stellung zu seiner Spuckattacke beim EM-Spiel Italien-Dänemark in Portugal. «Ich habe mich nicht entschuldigt, weil ich in diesem Moment nicht ich selber war», sagt er heute. Wer sonst er war, verriet Totti leider nicht. Aber schon spuckt er wieder grosse Töne: «Bei der Nati werde ich nie mehr mit einem Journalisten sprechen», verspricht er. Schade!

Serie zur Serie A (20 | Schluss). Die üblichen Verdächtigen: Milan

Dr. Eichenberger am Samstag, den 2. Oktober 2004 um 16:56 Uhr

Die AC Milan ist der grosse Rivale von Juventus und kämpft weltweit mit den Turinern um die Trophäe des beliebtesten Klubs Italiens. Nicht ganz so beliebt wie die Rosso-Neri ist deren Besitzer: Silvio Berlusconi, noch-Regierungschef Italiens, genannt Il Cavalliere, reichster Mann Italiens, machte sich 1980 daran, sein Firmen-Imperium aufzubauen. Behilflich war ihm damals sein Freund, der korrupte sozialistische Regierungschef Bettino Craxi, der für ihn in der Regierung die Gesetzte vorbereitete. Berlusconi gründete u.a. mit Canale 5, Italia 1 und Rete 4 die ersten kommerziellen TV-Sender. Heute beherrscht er mit seinem Fininvest-Konzert nicht nur die Mediaset-Sender, sondern als Regierungschef auch die drei RAI-Sender, was sich in deren Programmen unangenehm bemerkbar macht. Dann kaufte er Mondadori und wurde Italiens bedeutendster Verleger. Überhaupt pflastern Erfolge Berlusconis Weg: Als er 1986 die AC Milan kaufte, knüpfte der Klub bald an die grosse Tradition der 50er und 60er Jahre an und gehörte wieder zu den ganz Grossen im europäischen Fussball. Unter Berlusconi hat das Team 7 Meistertitel, 4 Champions-League Finals und 2 Intercontinental Titel gewonnen. Berlusconi scherzt gerne, dass er seit 18 Jahren selber die Aufstellung bestimme und seine Spieler kaufe. So soll er in der Pause auch schon seinen Trainer angerufen und einen Spielerwechsel gefordert haben. Milan gehöre eben ihm und nicht seinem Trainer, frotzelt der Strahlemann. Auf der ganzen Linie ein höchst unsympathischeer Mensch also, der Cavalliere Berlusconi. Aber einer, der, im Gegensatz zu anderen Präsidenten – auch sie keine Figuren mit grossem Identifikationspotential – etwas vom Fussball versteht. So hatte er ein goldenes Händchen, als er den unbekannten Trainer Arrigo Sacchi anheuerte. Unter ihm spielte Milan bald auf einem anderen Stern mit Spielern wie Franco Baresi, Paolo Maldini, Mauro Tassotti, Roberto Donadoni, Carlo Angelotti, Billy Costacurta, Frank Rijkaard, Ruud Gullit, Marco van Basten, Jean-Pierre Papin, Dejan Savicevic, George Weah, Roberto Baggio, Zvonimir Boban, Leonardo, Oliver Bierhoff. Schon früher trugen kultige Spieler das rot-schwarze Dress: Torhüter Lorenzo Buffon (der Vater von Juve-Goali Gigi Buffon), Cesare Maldini (der Vater von Paolo Maldini), Nils Niedholm, Josè Altafini in den 50er Jahren, Torhüter Fabio Cudicini (der Vater von Chelsea-Goali Carlo Cudicini), Gianni Rivera (!!), Karl Heinz Schnellinger, Giovanni Trappatoni in den 60er Jahren. Heute ist ein Spieler, der seit 1985 dabei ist, zur Symbolfigur der Rossoneri geworden: der 36jährige Paolo Maldini. Die mögliche Formation von Trainer Carlo Angelotti: Dida; Maldini, Nesta, Stam, Cafu; Pirlo, Gattuso, Seedorf; Kaka; Shevchenko, Inzaghi.. Prognose: Milan verliert zuviele Punkte gegen die Kleinen und wird höchstens Zweiter.


Stratege im defensiven Mittelfeld mit öffnenden Pässen nach vorne: Andrea Pirlo.

Waxham I.

Dr. Eichenberger am Samstag, den 2. Oktober 2004 um 9:50 Uhr

Pepsi süchtig, Scheidungsgelüste seiner Frau, schlechte Presse: Auf dem Platz ist der Real-Spieler David Beckham nur ein Schatten seiner selbst. Gute Laune verströmt er immerhin noch als Wachsfigur.


Beckham in Wachs (vorne) und aus Fleisch (hinten).