Unabsteigbar

Rrr am Sonntag, den 17. Oktober 2004 um 4:21 Uhr

Dieser flotte Mann heisst Martin Burri, spielt in der Viertliga-Mannschaft des FC Schönbühl, und wenn seine Kollegen auch so formvollendete Fallrückzieher beherrschen würden, läge das Team vielleicht nicht auf dem letzten Tabellenplatz der Gruppe 4.

Immerhin beweist das trinkfeste Team Galgenhumor: Die eigene Website trägt den Titel Die Unabsteigbaren. Toi toi toi!

Samba do Brasil

Rrr am Samstag, den 16. Oktober 2004 um 9:37 Uhr

Die Länderspiel-Woche ist vorbei – endlich gibts wieder Serie A! In erregter Vorfreude auf die italienischen Schlagerspiele dieses Wochenendes präsentieren wir hier eine Tanzeinlage des Brasilianers Cafu, der es gerade dem Tschechen Nedved besorgt.

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Bühnenreif

Dr. Eichenberger am Freitag, den 15. Oktober 2004 um 16:30 Uhr


Für ihre geglückte Version des sterbenden Schwans erhielten McNamara (Celtic, links) und Barca-Neueinkauf Giuly von der internationalen Jury des eBund den Darstellerpreis des Monats Septembers zugesprochen. Wir gratulieren!

Im Probetraining (10): Alec von Graffenried (GFL)

Dr. Eichenberger am Freitag, den 15. Oktober 2004 um 16:25 Uhr

Elf Kandidatinnen und Kandidaten wollen am 28. November in der Stadt Bern in den Gemeinderat gewählt werden. «Zum runden Leder» stellte ihnen sechs matchentscheidende Fragen. Lesen Sie heute die Antworten von Alec von Graffenried:

Wann verfolgten Sie zum letzten Mal ein Fussballspiel im Stadion?
Alec von Graffenried YB gegen Servette, das mit Karembeu antrat. Ansonsten eher ein enttäuschendes Spiel, aber wenigstens wieder einmal eine YB Viertelstunde (die Freude an der YB Viertelstunde ist leider seit dem Spiel gegen Belgrad im Hardturm etwas gedämpft).

Wie oft gelingt Ihnen ein öffnender Steilpass?
Natürlich viel zu selten. Die Steilpässe gelingen ja meistens, nur sind die Stürmer zu langsam.

Wann wurden Sie zum letzten Mal aus dem Abseits zurückgepfiffen?
Kann mich nicht erinnern, da wir meist ohne Schiri spielen.

Gesetzt den Fall, Sie wären YB-Präsident und das Geld spielte keine Rolle: Welchen Spieler würden Sie sofort verpflichten? Warum?
Eigentlich faszinieren mich am meisten Spieler wie Eric Cantona oder George Best («Ich habe reinen grossen Teil meines Geldes für Frauen, Autos und Alkohol ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst»). Als Zuschauer habe ich aber lieber Spieler, die sich aufs Spielen konzentrieren statt auf Spielchen. Wenn ich YB Präsident wäre und Geld keine Rolle spielte, wäre Pele wohl noch 17 Jahre alt, dann würde ich den verpflichten. Sonst aber am liebsten «Wuschu» Spycher, weil er e Bärner Gieu ist und das Zeug zum nächsten YB Fussballgott hätte.

Welchen Spieler möchten Sie auf gar keinen Fall in Ihr Team aufnehmen?
Die Zürcher SVP, weil sie so weit am rechten Flügel spielt, dass sie sich meist auf Positionen neben dem Spielfeld befindet.

Welche Ereignisse verbinden Sie mit dem 6. Dezember 1992?
Jedenfalls nicht den YB Sieg, mit dem YB GC in die Abstiegsrunde zwang (der Lichtblick an jenem Tag). Und auch nicht das Debut von Eric Cantona bei ManU (eingewechselt für Giggs). Cantona wurde damals als erster Spieler in England zweimal nacheinenander mit zwei Clubs Meister, 92 mit Leeds und 93 mit ManU. Nein, ich erinnere mich an die Stimmbeteiligung bei der EWR-Abstimmung. Wir wohnten damals im Obstberg neben dem Laubeggschulhaus, dort war das Abstimmungslokal, und es war absolut erstaunlich, was für Leute alles damals zu den Urnen strömten. Es wäre keine Überraschung gewesen, wenn auch noch Spitalbetten mit Abstimmungswilligen den Steigerweg hinuntergekarrt worden wären. Das ist meine Erinnerung an diesen Tag.

Eiterbeule im Gesäss

Rrr am Freitag, den 15. Oktober 2004 um 15:16 Uhr

Dem Basler Abwehrchef Murat Yakin droht eine längere Zwangspause: Er hat eine Eiterbeule im Gesäss, wie er dem “Blick” anvertraute.

“Als ich die Röntgenbilder sah, bin ich erschrocken. Im linken Gesässmuskel hat sich eine Riesenentzündung gebildet”, sagte Yakin. Ein Abszess eben. Eine Eitergeschwulst. Das sieht also etwa so aus:

Muris Röntgenbild müsste also etwa so aussehen:

Ja, was soll man sagen? Gute Besserung, lieber Murat!

Goalie-Foul

Rrr am Freitag, den 15. Oktober 2004 um 9:09 Uhr

Mit englischen Torhütern ist nicht zu spassen – diese Erfahrung machte am Mittwoch ein junger Aserbaidschane, der beim WM-Ausscheidungsspiel gegen England einen Ausflug aufs Feld wagte.

Goalie Paul Robinson tat zunächst so, als ob er dem Unbekannten ausweiche. Dann fuhr er im richtigen Moment sein Bein nach hinten aus und brachte den Eindringling mit dieser unerwarteten Grätsche zu Fall.

Anschliessend hielt Robinson den armen Fan im Schwitzkasten, bis die Ordner angerannt kamen.

Ein klassisches Goalie-Foul, möchte man meinen!

Urs steht auf Engländer

Rrr am Freitag, den 15. Oktober 2004 um 8:04 Uhr

Urs Meier startet eine Charme-Offensive in England: Vier Monate nach seinem korrekten, aber unbeliebten Pfiff beim EM-Spiel Portugal-England hat er jetzt erstmals mit einer englischen Zeitung gesprochen.

Im “Guardian” besorgt er es dem Engländer gründlich: “England ist ein wundervolles Land mit fantastischen Menschen.” Er wisse, dass nicht alle so daneben seien wie die 16.000, die ihm Mails geschickt hätten. Auch die englischen Fussballer seien toll; in seinem Büro hängen fünf Kicker-Legenden von der Insel. Ausserdem hätten auch schon englische Mannschaften von seinen Entscheidungen profitiert.

Kurz und gut: Urs mag die Engländer, und er hofft, dass seine Einreisesperre bald aufgehoben wird. Toi toi toi!

¡Esto non es futbol!

Dr. Eichenberger am Donnerstag, den 14. Oktober 2004 um 16:41 Uhr

Mit Entsetzen nahm Spanien von der duerfigen Leistung der Seinen im Auswaertsspiel in Litauen Kenntnis. “Das ist nicht Fussball”, empoert sich die Sportzeitung “as”, “das ist Fernsehmuell!” Dabei hat der Nationaltrainre Luis Aragones alles versucht, seine Mannen zu motivieren. Seinen Mittelfeldspieler Reyes schrie er letzte Woche im Trainingscamp vor versammelter Journalistenschar an: “Du bist besser als dieser Scheiss-Neger!” Er meinte damit Reyes Teamkollegen bei Arsenal, Thierry Henry. Das kam dem franzoesischen Natispieler ziemlich spanisch vor. Nicht aber den Chefs beim spanischen Fussballverband. Konsequenzen hatte die rassistische Entgleisung fuer Aragones naemlich keine. Die spinnen, die Spanier! (Von unserem Spanienkorrespondenten Pedro Peppe)

Im Probetraining (9): Alex Tschäppät (SP)

Dr. Eichenberger am Donnerstag, den 14. Oktober 2004 um 8:02 Uhr

Elf Kandidatinnen und Kandidaten wollen am 28. November in der Stadt Bern in den Gemeinderat gewählt werden. «Zum runden Leder» stellte ihnen sechs matchentscheidende Fragen. Lesen Sie heute die Antworten von Alex Tschäppät:

Wann verfolgten Sie zum letzten Mal ein Fussballspiel im Stadion?
Alex Tschäppät Ich war einer der wenigen sachkundigen Fussballconnaisseurs, die am 7. September 2004 im Neufeldstadion die herausragende Leistung der Schweizer U21-Mannschaft gegen Irland miterlebten. Gemäss Mannschaftsaufstellung ist es höchste Zeit, dass unser Land die erleichterte Einbürgerung einführt. Schweizer Namen waren nämlich in der Startformation kaum auszumachen.

Wie oft gelingt Ihnen ein öffnender Steilpass?
So oft wie meine politischen Weggefährten rechtzeitig und ohne ins Offside zu laufen meine spielerische Genialität vorausahnen.

Wann wurden Sie zum letzten Mal aus dem Abseits zurückgepfiffen?
Gibt es für Politiker auch ein Abseits oder nur ein Jenseits?

Gesetzt den Fall, Sie wären YB-Präsident und das Geld spielte keine Rolle: Welchen Spieler würden Sie sofort verpflichten? Warum?
David Beckham, weil wir so Gigi Oeri ohne Transfersumme und ohne Steuerabkommen dazu bewegen können, Wohnsitz in Bern zu nehmen.

Welchen Spieler möchten Sie auf gar keinen Fall in Ihr Team aufnehmen?
Hildegard Fässler, weil sie nur die Flanken von links beherrscht.

Welche Ereignisse verbinden Sie mit dem 6. Dezember 1992?
Samichlous du liebe Maa,
gäu i muess ke Ruete ha?
La mi lieber i EWR la gah!

Ein Australier in Europa

Rrr am Donnerstag, den 14. Oktober 2004 um 7:20 Uhr

Das ist der 31-jährige Schiedsrichter Mark Shield, der erste Australier, der WM-Ausscheidungsspiele in Europa pfeifen durfte. Das Resultat ist verheerend.

Beim Spiel Nordirland-Österreich übersah Shield eine Reihe brutaler Fouls und ermöglichte den Nordiren in der 94.Minute das 3:3, weil er einem Österreicher die Rückkehr auf den Rasen verweigerte. “Dieser Australier hat in Europa nichts verloren”, tobte Österreichs Trainer Hans Krankl. “Das war zeitweise Rugby, nicht Fussball.”

Mark Shield? Kennen wir diesen Namen nicht von irgendwo? Genau! Das war der Mann, der bei Israel-Schweiz am Samstag ein brutales Foul an Tranquillo Barnetta ungeahndet liess. Barnetta liegt jetzt mit Kreuzbandriss im Spital und fällt den Rest der Saison aus.

Zwei Frauen für Rony

Rrr am Donnerstag, den 14. Oktober 2004 um 4:50 Uhr

Ronaldos Flamme Daniela Cicarelli (links) und seine Mutter Sonia Nazario drückten diese Nacht gemeinsam die Daumen in Maceio – genützt hat es nichts: Brasilien erreichte gegen Kolumbien in der WM-Ausscheidung nur ein schlappes 0:0, bleibt aber Tabellenführer.

Die Brasilianer müssen durch die Mühlen der Qualifikation, weil es Sepp Blatter so wollte – früher war der Weltmeister immer automatisch qualifiziert, aber Sepp hat herausgefunden, dass man eine Menge Kohle verdienen kann, wenn man die Seleçao durch die Ausscheidung hetzt.

Das Team der Stunde

Rrr am Mittwoch, den 13. Oktober 2004 um 22:14 Uhr

Das ist unsere neue Lieblings-Mannschaft: Liechtenstein hält Kurs auf die WM 2006! Noch im September setzte es eine deprimierende 0:7-Schlappe in der Slowakei, doch inzwischen sorgen die Kicker aus dem Fürstentum für Furore in der Gruppe 3.

Am Samstag trotzten sie Vize-Europameister Portugal ein 2:2 ab, am Mittwoch legten sie nach und schlugen Luxemburg auswärts 4:0. Ein historischer Erfolg – es war erst der dritte Sieg seit 1982 …