Ali Ansarian geht nicht zu Milan

Frans am Donnerstag, den 28. Oktober 2004 um 9:04 Uhr

Ali Ansarian wechselt nicht von Perspolis zur AC Milan. Der Spieler, welcher gemäss Medienberichten mit seinem Pferdeschwanz im Derby gegen Esteghla (Endstand übrigens: 0:0) die weltweit beachtete Kontroverse um die korrekte Haartracht auf iranischen Fussballfeldern entfacht hatte, kommentierte die Haltung von Milan-Präsident Berlusconi nach der Lektüre einschlägiger Medienberichte auf seiner Website wie folgt:

Ein Klick auf die Zunge bringt den Pferdeschwanz zum Flattern

Pirlo bleibt bei Milan

Dr. Eichenberger am Donnerstag, den 28. Oktober 2004 um 8:10 Uhr

Der Transfer des Milan-Spielers Andrea Pirlo in den Iran ist gescheitert. Die Verträge waren schon unterschrieben, die Medien aufgeboten. Irans Fussball-Funktionär Ali Pur verhinderte jedoch in letzter Minuten den Wechsel Pirlos nach Teheran mit dem Argument, Fussballer mit langen Haaren würden die islamische Kultur untergraben und müssten daher mit Strafen rechnen. Diese Spieler seien schlechte Vorbilder für die Jugend und erzeugten bei Stadionbesuchern und Fernsehzuschauern negative Aufmerksamkeit. Pirlo weigerte sich, den Gang zum Frisör anzutreten und bleibt nun in Mailand. Milan-Präsident Berlusconi hat sich zwar auch schon ausfällig über die Haarpracht seiner Spiele geäussert, insbesondere zu jener von Gattuso. Eine Sperre hat er bislang aber (noch) nicht angeordnet.

Das Trikot war schon bereit: Andrea Pirlo

Britische Pizza

Frans am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 22:52 Uhr

Es war keine Tomatensuppe, es war eine Pizza. Diese brisante Exklusiv-Enthüllung präsentiert das englische Fachblatt The Sun der geneigten Leserschaft. Gelandet ist sie nach dem Spiel Manchester United – Arsenal auf dem Anzug von United-Trainer Alex Ferguson, und geschmissen hat sie angeblich Arsenal-Verteidiger Ashley Cole. Die fliegende Pizza war die Rache dafür, dass Cole auf dem Rasen vom fliegenden Holländer einen rüden Tritt ans Schienbein gekriegt hatte. Oder so. Grund genug jedenfalls für eine kulinarische Kampagne, diesmal in konstruktiver Zusammenarbeit mit Pizza Hut. Dort neu im Sortiment:«The Flaming Fergie»; und – zu Ehren des Arsenal-Trainers – «The Wenger Wobbler», einzulösen mit einem Gutschein, den Sie leider nur in der Sun-Printausgabe finden: «To order your pizza simply present one of the coupons printed in The Sun newspaper at any Pizza Hut restaurant — plus £6.69, of course.»
Wir und Urs Meier wissen: Die Kunst des Medienfeldzugs beherrschen sie auf der Insel in Perfektion. Jene des Pizzamachens nicht unbedingt.

Auf Sand gebaut?

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 18:31 Uhr

Nachdem es dem BSC Young Boys nicht gelungen war, in der Stadt Bern geeignete Trainingsmöglichkeiten zu finden, wollen die Gelb-Schwarzen ihre Zelte definitiv in Schönbühl aufschlagen. Der Ort für die neue Heimat ist schon gefunden: im Sand, und der gehört der Schweizer Armee. Im Endausbau sollen dort fünf Fussballfelder entstehen, die offenbar gut beleuchtet sind, wenn wir die Pläne richtig studieren. Eine erste Einheit soll schon im Sommer 2005 bezugsbereit sein. Unklar bleibt, auf welchem Feld YB seine Meisterschaftsspiele austragen will und was aus dem fast fertigen Wankdorf-Stadion wird: Hat die Firma Marazzi dieses auf Sand gebaut?

Gut gemacht, Ruud!

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 16:05 Uhr

Früher, als wir noch brave Schulbuben waren, fanden wir gelegentlich Ausreden, wie wir uns eine Auszeit vom verhassten Unterricht erschwindeln konnten. Wir manipulierten geschickt den Fiebermesser oder spielten glaubhaft eine plötzliche Magenverstimmung vor. Was aber macht ein Profifussballer, wenn er sich eine Auszeit von der ewigen Aufdemgrünenrasenherumrennerei nehmen will? Ganz einfach: er provoziert eine Spielsperre. Dieses Vorhaben wäre Ruud van Nistelrooy, dem holländischen Topstürmer bei Manchester United, beinahe misslungen. Sein rüder Angriff auf das Schienbein von Arsenal-Spieler Ashley Cole (unser Bild) wurde nämlich vom Schiedsrichter glatt übersehen. Zum Glück für ihn gibt es auf der Insel den Fernsehbeweis. Dank diesem sahen sich die Herren des englischen Verband doch noch genötigt, den Holländer für drei Spiele zu sperren. Viel Spass auf der Tribüne, Ruud!

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Rrr am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 10:46 Uhr

Wer begleitet Dich zuverlässig durchs ganze Fussballjahr? Natürlich “Füssball 2005”, die mundgeblasene Taschen-Agenda!

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Romario, Ronaldo, Robinho

Frans am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 10:38 Uhr

Romario und Ronaldo haben sie seinerzeit schon nach Europa geholt. Nun wollen sie konsequenterweise auch Robinho: Der PSV Eindhoven hat seinen Trainer Guus Hiddink zur Abwechslung mal nicht nach Südkorea geschickt, sondern auf Dienstreise nach Brasilien. Robinho Robson de Souza (Jahrgang 1984, 60 Kilo leicht) und sein Talent trieben angeblich schon dem begeisterten Pele beinahe die Tränen in die Augen, wie uns ein gewisser Alex Bellos im Internet wissen lässt.
Robinho gefiel nicht nur Pele, sondern auch Guus, und so will man in Eindhoven (und bei Sponsor Philipps) tief in die Taschen greifen, wie die holländischen Medien berichten: Ein Monatsgehalt von 170 000 Euro soll ihm Eindhoven angeboten haben, was ihn zum bestbezahlten Voetballer im Tulpenland machen würde. Allerdings haben sie auch in Portugal (Benifca Lissabon) bemerkt, dass Robinho fussballen kann – und so wird Robinho nach Rücksprache mit Ronaldo vielleicht dankend auf Holländischkurse und Nordseewetter verzichten.

Ronaldo erklärt Robinho und dessen Teamkollegen Diego die Vorzüge des Philipps Discman und des Nordsee-Herings

Sollte es mit Robinho und Eindhoven nicht klappen, hätten wir dem PSV als Alternative statt brasilianischem “Ro-Ro-Ro” ein helvetisches “Vo-Vo-Vo” anzubieten. Nach Vogel und Vonlanthen gibt es in der Schweiz weiteres Talent mit einschlägigem Nachnamen: Innenverteidiger Steve Von Bergen hat heuer für Xamax schon zwölfmal gespielt und einmal getroffen: Gegen Young Boys Bern in der 80. Minute zum 3:0. Guus Hiddinks nächste Geschäftsreise: Neufeldstadion Bern, 12. Dezember 2004, 14.30, YB-Xamax.

Happy birthday to you!

Dr. Eichenberger am Mittwoch, den 27. Oktober 2004 um 10:12 Uhr

Elton John trägt eine, Demi Moore und Robin Williams sowieso, von Beckham ganz zu schweigen. Und US-Präsident Bush hat eine von Italo-Präsident Berlusconi geschenkt bekommen. Wir reden von den bei Promis total angesagten Luxusuhren der Firma Franck Muller. Seit dem letzten Wochenende gehört auch der ManU-Spieler Wayne Rooney (19) zum exklusiven Club der Franck Muller Tragenden. Kurz vor dem Spiel gegen Arsenal (2:0 Sieg ManU) hat ihm Freundin Coleen McLoughlin (18) zum Geburtstag eine Designeruhr aus dem Genfer Hause geschenkt. Kostenpunkt: 15’000 englische Pfund. Damit hat sich die möchtegern Schauspielerin etwas revanchieren können für die Geschenke, die sie von Jungstar Rooney schon erhalten hat: darunter einen BMW X5 (55’000 Pfund), einen Mercedes SLK 200 (32’000 Pfund) und Juwelen im Wert von 70’000 Pfund. Das beste aber kommt für die beiden noch: Weihnachten steht vor der Tür!


Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Coleen und Wayne.

Play soccer!

Frans am Dienstag, den 26. Oktober 2004 um 10:50 Uhr

In einer Woche spielen Arsenal gegen Panthinaikos, Eindhoven gegen Rosenborg, Barcelona gegen Milan, Celtic gegen Shakhtar, Bremen gegen Anderlecht, Inter gegen Valencia, CSKA Moskau gegen Chelsea und Porto gegen PSG. In den USA gibt es ferner die Partie Bush gegen Kerry. Ginge es nur um die balltechnischen Fertigkeiten, so würde der Herausforderer getreckten Beins ins Weisse Haus einziehen:


J.F.K.

Knast für Juve-Chef?

Dr. Eichenberger am Dienstag, den 26. Oktober 2004 um 8:10 Uhr

Bereits fünf Punkte Vorsprung auf Lecce und Milan: sportlich läuft es für Juventus Turin glänzend. Bereits drückt ganz Italien der AS Roma für das Spiel gegen die Alte Dame am Donnerstag die Daumen. Der Juve droht indes Ungemach vor Gericht. Der Teamarzt Riccardo Agricola soll zwischen 1994 und 1998 mit Zustimmung von Juve-Geschäftsführer Antonio Giraudo Spieler systematisch mit dem Blutdopingmittel EPO gedopt haben. Zu den angeschuldigten Spielern gehört auch Juve-Star Alessandro del Piero. Der sah in letzter Zeit tatsächlich irgendwie ungesund aus. Nun will der Staatsanwalt durchgreifen und Agricola und Giraudo wegen systematischem Dopings von Spielern ins Gefängnis stecken. Halb so schlimm: Dort werden sich die beiden in den schwarz-weiss gestreiften Knastleibchen wie zuhause fühlen.


Muss Juventus-Geschäftsführer Antonio Giraudo drei Jahren in den Knast?

Schmerzen im Schambein

Rrr am Dienstag, den 26. Oktober 2004 um 8:04 Uhr

Eine neue Seuche geht um in der Bundesliga: Immer mehr Spieler leiden an Schambein-Entzündung, wie der “Spiegel” berichtet. Die Ärzte sind machtlos, die Spieler liegen bis zu zwölf Monaten darnieder.

Falls auch Sie sich zuweilen fragen, ob Sie möglicherweise an Schambein-Entzündung leiden – drücken Sie einmal auf die Mitte des Körpers, dort befindet sich eine 5 x 15 cm große Knochenpartie, die sich sowohl nach rechts als auch nach links an das knorpelige Mittelstück des Beckenrings anschliesst und nach hinten in das Darmbein übergeht.

Wenn es dort weh tut, haben Sie wahrscheinlich eine Schambein-Entzündung. Wenn Sie allerdings denselben Schmerz verspüren, wenn Sie ihren Zeigfinger auf den linken Oberschenkel drücken, oder auch aufs Steissbein, oder das Kleinhirn, dann könnte es sich auch um einen gebrochenen Finger handeln.

Koller in Amsterdam

Frans am Montag, den 25. Oktober 2004 um 22:50 Uhr

Transfergerüchte aus den Niederen Landen: Ajax Amsterdam ist anscheinend am tschechischen Hünen Jan Koller interessiert, wenn man den holländischen Medien glauben will. Offenbar haben sie in Amsterdam nach der sonntäglichen Niederlage bei PSV Eindhoven (0:2), mittlerweile zehn Verlustpunkten Rückstand auf die Tabellenspitze und dürftigen Auftritten in der Champions League noch nicht genug Koller.


Jan in froher Erwartung der holländischen Ehrendivision

Wenigstens gibt es in Amsterdam noch reichlich Euros. Die fehlen in Dortmund. Und so wird PSV-Mittelfeldpuncher Mark van Bommel nächstes Jahr – wenn man den holländischen Medien wiederum glauben will – doch nicht das Borussia-Dress überstreifen, wie zu Saisonbeginn allseits vermutet wurde (Dortmunds Trainer van Maarwijk ist zufällig van Bommels Schwiegervater).


Van Bommel: Kein Fall fuers Familienalbum

Van Bommel soll nun mit Real Madrid im Gespräch sein. PSV wird ihn im Kampf um den holländischen Meistertitel entbehren koennen. Denn für alle Faelle gibt’s dort ja noch den Vogel. Wenn der in Eindhoven nur nicht den Ersatzbank-Koller kriegt.

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