Volley mit Olli

Frans am Dienstag, den 14. Dezember 2004 um 18:10 Uhr

Nein, liebe Webloglesende. Trotz fussballarmer Jahreszeit werden wir uns hier auch künftig nicht anderen Sportarten widmen. Obiges Bild stammt nur scheinbar aus der deutschen Amateurliga im Volleyball.

Es handelt sich vielmehr um einen etwas unkonventionellen Rettungsversuch des früheren Toptorhüters Oliver Kahn (35), früher genannt King Kahn, Super-Olli und dergleichen. Heute bekannt unter der Bezeichnung Pannen-Kahn. Das allerdings nur in der BILD-Zeitung, deren schampar primitive Kampagne Kahn angeblich mehr Sorgen bereitet als die besorgte Kritik von Kaiser Franz.

Wenn Sie es sich in dieser besinnlichen Zeit wirklich antun wollen: Eine bebilderte Dokumentation weiterer kahnhafter Fehlgriffe (“6 Klöpse in diesem Jahr”) findet sich hier.


Kahn in Japan: Abwärts geht’s

Papa trifft ins Schwarze

Frans am Dienstag, den 14. Dezember 2004 um 13:00 Uhr

Aus blau-weissem Umfeld hat uns folgende Anfrage erreicht:

“Liebes Weblog. Papa Bouba Diop hat gestern für Fulham ein absolutes Hammertor gegen Manchester United zum 1:1-Endstand geschossen. Und wo hat das Diop gelernt? Eben!”
P. aus Z.

Lieber Pelocorto,
die Formulierung Deiner Frage lässt vermuten, dass Du die Antwort eben schon zu wissen glaubst.

Allen anderen Weblog-Lesern geben wir gerne nähere Auskünfte: Der 1,93-Meter-Hüne Papa (in England treffend Daddy Cool genannt) lernte seine erstaunlichen technischen Fähigkeiten in seinem Heimatland Senegal (beim ASC Diaraf Dakar) und verbesserte sie anschliessend in der Westschweiz (bei Vevey und Xamax). Nach einem kurzen Durchhänger (in Zürich, bei einem Club namens GC) ging es für Papa kontinuierlich aufwärts, bei Lens in Frankreich und nun in Fulham.

Besonders sympathisch an Papa: Er hat den selben Spielerberater wie Grosspapa Stéphane Chapuisat. Auch der hat seine grossartigen Fähigkeiten während seiner tristen Tage in Zürich nicht eingebüsst.

Fussballlose Zeit?

Dr. Eichenberger am Dienstag, den 14. Dezember 2004 um 9:48 Uhr

Die heutige Leserfrage erreicht uns von F. Z. aus A.: «Liebe Weblogredakteure, was macht Ihr eigentlich in dieser fussballlosen Zeit. Freue mich auf Tipps aller Art.»

Lieber Frans, von wegen fussballlose Zeit! Die gibt es vielleicht in Amsterdam, wo sich die Journalisten umgehend auf das Lorbeerbett legen, kaum ist der letzte Ball gespielt. Nicht so bei uns in Bern, da ist Rasten vom Chef absolut verboten worden. Wir haben alle Hände voll zu tun, Hakan Yakin, die Nummer 10 der Schweizer Nationalmannschaft, in den nächsten Tagen definitiv zu YB zu bringen. So begleiteten wir gestern den Bund-Vizechefredaktor Herr Friedli im Zug nach Herrliberg, wo der YB-CEO Peter Jauch zum Mittagessen lud. Nein, es gab keine YB-Wurst, aber Züri Gschnetzeltes mit Beerliwein.


Rasten verboten: Hakan Yakin und Herr Friedli auf dem Weg nach Zürich.

Millionäre gegen die Armut

Rrr am Dienstag, den 14. Dezember 2004 um 8:15 Uhr

Der FC Ronaldo gegen den FC Zidane – dieses Spiel gibt’s heute abend im Bernabeu. Die beiden Superstars laden zum Benefizspiel mit fast allen Weltstars des Fussballs.

Aber obacht: Der traditionelle “Match gegen die Armut”, der unter UNO-Patronat steht, entpuppte sich letztes Jahr in Basel als müdes Ballgeschiebe überzahlter Superstars. Das wird heute auch nicht viel anders sein. Da tröstet uns, dass niemand das Spiel überträgt. Für Liebhaber hier trotzdem die Kaderlisten der beiden Teams.

Der höfliche Henry

Frans am Montag, den 13. Dezember 2004 um 20:00 Uhr

Ein Freistoss erregt in England die Gemüter. Arsenal-Goalgetter Thierry Henry führte ihn gestern nach kurzem Gespräch mit Schiedsrichter Poll blitzschnell aus.

Chelsea-Torhüter Cech wurde überrascht, kam zu spät in die Ecke und fühlt sich bitterlich betrogen. Poll habe den Chelsea-Spielern gesagt, er werde vor der Ausführung des Freistosses pfeifen.

Nötig ist dies nicht, wie der frühere englische Schiedsrichter-Boss der aufgewühlten Fussballnation am Radio erklärte. Der Schiedsrichter solle den Freistoss-Schützen fragen, ob er schnell schiessen oder die Mauer auf 9.15 Metern zurückstellen lassen will. Danach müsse der Schiri nicht pfeifen: “The referee does not have to blow the whistle to restart the game – it can be the voice, the hand, the arm or the nod of the head.”

Und was sagt der Schiedsrichter selber? Er habe Henry gefragt, ob er die Mauer zurückstellen wolle. “He said ‘can I take it please?’ He was very polite.” Thierry war so höflich, dass es für Poll nichts zu pfeifen gab.

Da haben wir’s, liebe Kinder und Eltern: Mit guten Manieren kommt man auch im Profifussball weiter!

Goldjunge Shevchenko

Dr. Eichenberger am Montag, den 13. Dezember 2004 um 17:31 Uhr

Der Gewinner des Goldenen Balls 2004 heisst Andriy Shevchenko. Der ukrainische Stürmer von der AC Milan gewann den prestigeträchtigen Titel völlig verdient mit 36 Stimmen vor Deco und 42 vor dem kleinen Ronaldo (beide Barça). Der Preis wird in Paris übergeben. Und das ist die Rangliste: 1. Shevchenko 175 Stimmen, 2. Deco 139, 3. Ronaldinho 133, 4. Thierry Henry 80, 5. Zagorakis 44, 6. Adriano 27, 7. Nedved 23, 8. Rooney 22, 9. Ricardo Carvalho und Van Nistelrooy je 18, 11. Caristeas 15, 12. Milan Baros und Cristiano Ronaldo je 11, 14. Ibrahimovic 8, 15. Etòo und Kakà je 7, 17. Dellas, Buffon, Drogba, Lampard und Morientes je 5, 22. Figo 4, 23. Zidane 3, 24. Baraja, Giuly, Maniche und Nikopolidis je 2, 28. Maldini und Vicente je 1. Als nächstes wird Sheva in Zürich von de FIFA zum Weltfussballer gewählt. Wenn er nicht vorher vergiftet wird.


Erster Streich: Andriy Shevchenko.

Neulich bei Google

Rrr am Montag, den 13. Dezember 2004 um 15:45 Uhr

6 Minuten Fussball

Rrr am Montag, den 13. Dezember 2004 um 12:46 Uhr

Das kürzeste Spiel der Fussballgeschichte steigt am 5. Januar um 18 Uhr im Bernabeu-Stadion: Real Madrid spielt gegen Sociedad – genau sechs Minuten lang.

Gespielt wird der Rest von gestern Sonntag – der Match musste in der 88. Minute nach einer Bombendrohung abgebrochen werden. Nun sind noch zwei reguläre Minuten und vier Minuten Nachspielzeit zu absolvieren. Mal sehen, ob Sociedad den 1:1-Zwischenstand über die Zeit bringt!

Hektische Szenen gestern abend im Bernabeu: Die Zuschauer flüchten aus dem Fussballtempel.

Saso jubiliert

Frans am Montag, den 13. Dezember 2004 um 10:50 Uhr

Da kommt Freude auf bei Saso Udovic: Weblog-Leser und Hardcore-YB-Fan Noz hat ihn nicht vergessen und gratuliert ihm ganz herzlich zum Geburtstag.

Noz macht dem pensionierten Saso das grösste Geburtstagsgeschenk, indem er ihn bei seinem Lieblingsclub spielen lässt.

Unser Bild zeigt Saso nach seinem Tor zum denkwürdigen 0:2 im Wiler Bergholz am 1. April 1999. Nach anderen, unwahrscheinlichen Angaben handelt es sich um ein Tor, welches Udovic im Jahre 2000 gegen den damaligen Weltmeister Frankreich geschossen haben soll. Aber das kann ja kaum sein, dass einer 1999 im Fussball-Mekka Wil spielen darf und dann so tief sinkt, dass er ein Jahr später ins Stade de France muss.

Der Jubilar des Vortages

Frans am Montag, den 13. Dezember 2004 um 9:30 Uhr

Weblog gratuliert dem abgebildeten Stürmer zum 36. Geburtstag. Zur Feier gab es wahrscheinlich sein Lieblingsgetränk Coca Cola und sein Lieblingsessen Pasta, umrahmt von passender Musik der Stones oder von Tina Turner (“You’re simply the best”?).

Der Jubliar kickte zuerst bei Ljubljana, kennt aber auch kroatische, belgische, österreichische und schweizerische Fussballplätze. Wie hiess er auch schon wieder?

Richtig oder falsch?

Rrr am Montag, den 13. Dezember 2004 um 1:05 Uhr

Heisse Köpfe bei Xamax nach dieser Szene im Neufeld: YB-Spieler Burki (Nr.17) steht mit dem Ball in der Hand auf dem Platz herum, während Sermeter (vorne rechts) bereits eingeworfen hat und Richtung Tor sprintet. Dort schiesst Chapuisat das entscheidende 2:1. Xamax legte Beschwerde ein. Richtig oder falsch? Dazu unser Ref-Inspizient Lukas Lehmann, Schiedsrichter SFV:

“Die Beschwerde von Xamax ist problematisch: Es handelt sich um einen Ermessensentscheid des Schiedsrichters. Die Regel besagt nämlich, dass nur ein Ball im Spiel sein darf. Es darf also nur mit einem Ball gespielt werden, in diesem Fall dem vorderen, der im Tor landete. Der Ball von Burki war auf dem Spielfeld, aber nicht im Spiel. Ich werde deshalb spontan beim SFV beantragen, die Beschwerde von Xamax abzuweisen.”

Hakan Yakin schon im Neufeld!

Dr. Eichenberger am Sonntag, den 12. Dezember 2004 um 20:20 Uhr

Der Ruf im Weblog «Zum runden Leder», Hakan Yakin zu YB zu holen, ist in Stuttgart nicht ungehört verhallt. Die Nummer 10 der Schweizer Nationalmannschaft liess es sich nicht nehmen, heute im Neufeld das Spiel seiner künftigen Kameraden gegen Xamax auf der Tribüne zu verfolgen.

Begleitet wurde der Stürmerstar von seinem Lieblingsberater Dr. Hans Rüdisühli, dem enge Verbindungen zu YB nachgesagt werden. Rüdisühli stellte Yakin vor dem Match den YB-Spielern vor, zeigte ihm die Neufeld-Garderoben und erläuterte ihm während des Spiels geduldig das System der Gelb-Schwarzen, das nur von grossen Kennern auszumachen ist.

In der Pause durfte Hakan Yakin seine erste YB-Wurst verspeisen und verspritzte prompt, ganz der Unerfahrene!, seine geschenkte Gems-Yake. Halb so schlimm: sie wird am Montag mit der Wochenwäsche in Muttis Waschtrog landen. Zum Spiel von YB mochte sich der Profi Yakin nicht äussern. Die Wurst hingegen hat ihm sichtlich geschmeckt: «Darauf könnte ich süchtig werden», sagte er mit vollem Mund dem Weblogredakteur. Der erster Schritt zur Akklimatisation ist gemacht!


Hakan Yakin (rechts) mit seinem Berater auf der Neufeldtribüne.

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