Archiv für die Kategorie ‘Zürich’

Pfandfinder im Letzi

Rrr am Samstag den 30. März 2013

Trinken für einen guten Zweck: Der FCZ machts möglich.

Beim Zürcher Derby vom nächsten Samstag gehen 48 Freiwillige des Roten Kreuzes um und bitten die Fans, ihnen ihren pfandpflichtigen Becher zu schenken. Das Depot von 2 Franken pro Becher kommt dann dem Roten Kreuz zugute. Je mehr Sie also trinken, desto ein besserer Mensch sind Sie.

Ältere Leser erinnern sich: Die Partnerschaft von FCZ und SRK besteht seit letztem Juli. Auf dem Auswärtstrikot des FCZ hatte sich ein rotes Kreuz auf weissem Hintergrund eingeschlichen. Das Rote Kreuz ist aber ein weltweit geschütztes Emblem. FCZ und SRK einigten sich, auf einen Rechtsstreit zu verzichten und stattdessen eine Partnerschaft für die ganze Saison einzugehehen.

Die Zusammenarbeit findet ihren Höhepunkt beim kommenden Züri-Derby. Der Trailer dazu wurde heute abend beim Spiel FCZ-SG welturaufgeführt. Hier ist er – Film ab!

Licht unter dem Scheffel

Herr Pelocorto am Donnerstag den 28. Februar 2013

Nicht übermütig werden lautet die offizielle Sprachregelung beim GC.

«Wir denken nicht an die Meisterschaft», so der Trainer. «Den Titel holen? Nur das nächste Spiel ist wichtig», so der Captain. «Im Cup weiterkommen? Warten wir ab», so der Stürmer. «Nur das Team ist wichtig», so der Verteidiger.

Richtig so. Von der Meisterschaft sprechen? Sicher nicht. Oder über den Cupsieg reden? Schon grad gar nicht. Ich spreche ab sofort nur noch über eines: über das Double.

Nullnull für die Hoppers

Rrr am Sonntag den 24. Februar 2013

GC besteht die Reifeprüfung – 0:0 in Basel.

Die Zürcher verteidigen damit ihren 4-Punkte-Vorsprung. Der FCB kann nicht mehr aus eigener Kraft Meister werden.

27’653 Zuschauer sahen im Jakobpark ein intensives Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Die Gastgeber schafften es nie, genügend Druck aufzubauen, um ein Tor zu erzwingen. Die Gäste aus Zürich hielten gut dagegen, hatten aber kein Abschlussglück.

Trotzdem: GC dürfte mit diesem Auftritt viele Skeptiker überzeugt haben, die den Hoppers bisher den Titel nicht zugetraut haben.

LIVE *** Basel – GC 0:0

Rrr am Sonntag den 24. Februar 2013

Keine Tore im Jakobpark.

Aber immerhin ein Höhepunkt:

C&C statt B&B

Herr Pelocorto am Sonntag den 24. Februar 2013

Viel Aufregung um SRF. Kommen heute im Spitzenspiel wirklich die geeigneten Kommentatoren zum Einsatz?

Doppelter BeniDiese zwei Kommentatoren versorgen Sie heute Nachmittag mit den Informationen zum Spiel zwischen dem FC Basel und den Grasshoppers (live ab 15:45 SRF 2, HD). Insbesondere im Umfeld und bei den Anhängern der Hoppers sorgte die Besetzung für grossen Unmut. Wie will ein bald 64-jähriger Brillenträger die Aktionen des pfeilschnellen Anatole richtig bewerten? Und wie will er die verwirrend rasanten Ballstafetten im GC-Mittelfeld einordnen? Nein, so wird das nichts.

Ein solch kapitales Spiel verdient auch zwei hochkarätige Kommentatoren. Leider ist für das heutige Spiel der Zug abgefahren, aber für das Aufeinandertreffen am 25. Mai muss SRF einfach handeln. Wir wollen zwei Fachpersonen hören, die auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer zuhause die Leidenschaft spürbar machen, zwei, in denen noch Feuer brennt für ihre Clubs. Nun wird Ihnen langsam klar, wer das Spiel begleiten soll:

Mario Cantaluppi und Ricci Cabanas

Mario Cantaluppi und Ricci Cabanas!

Rocket Science

Herr Pelocorto am Samstag den 23. Februar 2013

Überall werde ich bestürmt und befragt, ob die Hoppers am Sonntag gewinnen.

Fussballprognosen sind einfach, das ist keine Raketenwissenschaft, ich habe allerdings überhaupt keine Ahnung, wer gewinnt. Ich sehe aber drei klare blauweisse Trümpfe: Einen hinten, einen in der Mitte und einen vorn.

Hinten
Bürki hält. Auch Penaltys.

In der Mitte
Es hat sich für den GC gelohnt, Vero Salatić mit grösseren Mengen Lourdes-Wasser zu behandeln. Gerüchteweise wird er morgen zum Einsatz kommen. Mit Vero wird die Überlegenheit im Mittelfeld grösser.

Vorne

Anatole Ngamukol ist schnell und trifft.

Gute Zeiten, noch bessere Zeiten

Baresi am Freitag den 22. Februar 2013

In weniger als 48 Stunden ist es endlich so weit, die offensiv erfolgreichste Mannschaft der RSL trifft auf die zweitbeste Verteidigung der Liga. Die Zeit ist reif für diesen High Noon. Die ganze Fussballschweiz zählt die Minuten bis zum Spitzenspiel zwischen dem FC Basel 1893 und dem GCZ im St. Jakob-Park.

Sie glauben, dazu gibt es keinen Grund? Dann lesen Sie gleich drei Zeitvergleiche zwischen den beiden aktuell besten Klubs der laufenden Meisterschaft und lassen sich eines besseren belehren.

Rundes Leder BrowserdienstWährend Basel in den bisher zwanzig Runden oder 1800 Spielminuten alle 48 Minuten ein Tor schoss, hat der GC in der gleichen Zeit nur alle 106 Minuten ein Tor erhalten.

Rundes Leder BrowserdienstWährend Roman Bürki bereits seit 330 Minuten seinen Kasten rein hält, hat Yann Sommer seit 540 Minuten jedes Pflichtspiel gewonnen.

Rundes Leder BrowserdienstWährend Basel seit 1013 Tagen ununterbrochen Schweizer Fussballmeister ist, ist der GCZ seit 3562 Tagen ohne Titel.

Sie sehen, der Fall ist klar. Die Ausgangslage könnte spannender nicht sein! Welche Mannschaft wird aus guten Zeiten noch bessere machen? Am Sonntag, 24.02.2013, 16.00 Uhr ist Anpfiff. Seien Sie dabei und vergessen Sie das hier nicht. Es wird einiges zu notieren geben.

Drei-Sterne-Fussball

Herr Pelocorto am Freitag den 22. Februar 2013

Die ganze Fussballschweiz fiebert dem Sonntag entgegen:
Der Spitzenkampf!

Die zwei mit Abstand beliebtesten Clubs der Schweiz treffen dieses Wochenende aufeinander. Noch selten war die Ausgangslage interessanter. In einer lockeren Serie bis zum Anpfiff am Sonntag um 16 Uhr beleuchten Herr Baresi und ich einige Aspekte dieser packenden Affiche.

Wessen Herz für Fussball schlägt, der kann es kaum erwarten; alle wollen sie an das Spiel kommen: Chris von Rohr, Simonetta Sommaruga, Carlo Bertolini, Nina Merli, Osi Inglin, Abt Werlen, Lorenzo und Hausi Leutenegger, Roger Federer, Köppel, Schawinski, Carlos Leal, Piero Esteriore, Mauch + Morin sowieso, Odermatt + Andermatt, Mike Shiva und Madame Étoile. Madame Étoile? Drei Sterne? Da fragen wir gleich nach.

ZRL: «Hallo, Madame Étoile! Was sagen die Sterne zum Big Bang am Sonntag?»

ME: «Schwierig, schwierig, der FC Basel (* 15. November) trägt als Skorpion eine schwere Last, denn Skorpione gelten als Perfektionisten, die einfach unfehlbar sind. Doch das erfordert einen hohen Kraftaufwand und sie sollten am 24. Februar wieder einmal ihre Batterien aufladen und zur Ruhe kommen. Die Grasshoppers (* 1. September) im Sternzeichen der Jungfrau geboren, sollten am 24. Februar zu ihren Schwächen stehen und nichts beschönigen. Sie müssen an sich arbeiten und diese Schwächen abstellen. Dann wird die Arbeit schon bald leichter von der Hand gehen.»

ZRL: «Besten Dank. Jetzt freuen wir uns noch viel mehr auf das Spiel!»

Die ganze Fussballschweiz? Nein, Michèle Binswanger freut sich nicht.
«Fussball ist als Spiel dumm, langweilig, überbewertet.»

Spitzenkoch gesucht

Herr Pelocorto am Montag den 18. Februar 2013

Möchten Sie in jeder Hinsicht an der Spitze dabei sein?
Hier kommt Ihre Chance!

Das Restaurant Heugümper in Zürich sucht einen neuen Pächter. Wenn Sie richtig gut kochen können, wenn die Erfolgsgeschichte der Grasshoppers Sie nicht einschüchtert, sondern im Gegenteil zu Höchstleistungen antreibt, dann sollten Sie sich melden.
Wir freuen uns auf Sie!

Inserat in der Neuen Zürcher Zeitung vom 15. Februar 2013

Jetzt habe ich Hunger.

Tapering und UWV

Herr Pelocorto am Freitag den 8. Februar 2013

Wie bereiten sich die Hoppers auf das erste Spiel der Rückrunde vor? Wir blicken hinter die Kulissen!

Bis zu drei Stunden täglich nimmt die Fusspflege in Anspruch!

Nur noch knapp 38 Stunden trennen die Hoppers vom Beginn der Rückrunde. Morgen Abend um 19:45 Uhr wird im Stade de Genève angepfiffen. Sind die Hoppers bereit?

Natürlich sind sie das; schliesslich stecken sie in der UWV, in der sogenannten unmittelbaren Wettkampfvorbereitung.

Aktiv entspannen, trotzdem fokussieren, Automatismen mental durchgehen, eine positiv zupackende Grundstimmung anstreben, das sind jetzt die Schlüssel zum Erfolg.

Harte Trainings finden nicht mehr statt, jetzt stecken die Spieler im Tapering, also in der Zeit, in der die Trainingsreize deutlich zurückgefahren werden, damit die Fussballer nochmals Energie tanken können, um dann perfekt auf den Punkt ihre volle Leistungsmöglichkeiten abzurufen.

Aber was genau machen die Stars in diesen Tagen? Wir hörten und sahen uns etwas um.

Taktische Varianten werden intensiv diskutiert. Die Spieler können es kaum erwarten, die Theorie in der Praxis umzusetzen. Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg!

Nur ein Fehlgriff liegt zwischen Star und Schelle. Ein Fehlgriff? Nicht mit diesen drei Torhütern!

Praktisch alle verwenden das Wundermittel völlig falsch. Beim GC weiss man es besser: Isostar muss einmassiert werden!

Eine besonders schöne Aktion zur Rückrunde haben sich die Verkehrsbetriebe Zürich, die VBZ Züri-Linie, einfallen lassen. Um den Rekordmeister auch optisch zu unterstützen, haben sie ihren kompletten Fahrzeugpark in den Farben der Hoppers gestrichen. Ab sofort verkehren in Zürich sämtliche Trams und Busse in blauweiss!

Trams und Busse – alle in den GC-Farben! Danke VBZ, geili Sieche!

Stimmen aus der Restschweiz

Herr Pelocorto am Donnerstag den 7. Februar 2013

Stimmt der Meisterkurs? Was denken die anderen Trainer über den GCZ?

Wird der GC am Schluss der Saison wirklich Erster? Wir fragten jene, die es wissen müssen: Die Trainer der übrigen Super League Teams. Weil unsere Leserinnen und Leser nicht gerne viel Text lesen, baten wir die Trainer nur um eine kurze Einschätzung:

Murat Yakin (FC Basel)

«GC? Das sind die Besten. Nach uns.»

Jeff Saibene (FC St.Gallen)

«Bratwürste können sie nicht einmal mehr im Vorderen Sternen; der Rest ist in Ordnung. Für mich Rang 1.»

Victor Muñoz (FC Sion)

«Un moment, ich muss schnell Herrn Constantin fragen.»

Martin Rueda (BSC YB)

Laurent Roussey (FC Lausanne Sport)

«Les jeunes de Zurich sont très sympa. Tous vainqueurs, je crois.»

Ryszard Komornicki (FC Luzern)

«Ich habe keine Ahnung. Zweiter? Nein, Erster.»

Urs Fischer (FC Thun)

«GC Erster? Dann doch noch lieber die Basler zuvorderst.»

Sébastien Fournier (Servette FC)

«Les Grasshoppers c’est vraiment un foot phénoménal!»

Urs Meier (FC Zürich)

«De Chübel mues uf Züri, das isch s’wichtigscht!»

Meisterkurs

Herr Pelocorto am Mittwoch den 6. Februar 2013

BREAKING NEWS: FC Luzern entlässt Sportchef Heinz Hermann.

Was braucht es, damit die Hoppers Meister werden? Wir haben nachgerechnet.

So viel gleich vorneweg: Wer den Wintermeistertitel erreicht, hat schon mehr als eine Hand am Pokal.

Wir haben die letzten zehn Jahre im Schweizer Fussball etwas genauer unter die Lupe genommen und jeweils die Tabelle nach 18 Runden und am Schluss der Saison untersucht. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In sieben von zehn Saisons wurde der Wintermeister auch Schweizermeister, in den drei anderen Saisons wurde der Winterzweite am Schluss Schweizermeister. Der Titel geht also an die Grasshoppers oder an den FC Basel; mit klaren Vorteilen für die Hoppers.

Die grösste Aufholjagd in der Rückrunde? In der Saison 2005/2006 lag der FC Zürich nach der Hälfte acht Punkte hinter den führenden Baslern; die Aufholjagd kulminierte im letzten Spiel auswärts gegen ebendiesen FC Basel, als Filipescus Tor in der 93. Minute den Kübel nach Zürich brachte.

Der grösste Abstieg? Diese zweifelhafte Ehre gebührt dem FC Luzern, der in der Saison 2010/2011 nach 18 Runden die Tabelle mit 33 Punkte anführte, in der zweite Hälfte keinen Fuss mehr vor den anderen brachte und am Schluss auf den 6. Platz abrutschte.

74 – 73 – 80 – 79 – 74 – 75 – 78 – 70 – 85 – 57 – So viele Punkte wiesen die Meister der letzten zehn Jahre am Schluss der Saison auf. Wie viele Punkte brauchen die Grasshoppers, um den 1. Platz zu halten? Nochmals 37, aber lieber 38 Punkte, denn das wird eine enge Geschichte mit dem FC Basel, dem FC St. Gallen und dem FC Sion. Diese Paarungen sind aus meiner Sicht auch die Schlüsselspiele in der Rückrunde.

Kommt dann noch das verdiente Glück dazu, etwa in der Form eines gehaltenen Penaltys, dann steht beim GC bei Saisonende vorne und hinten die 1.

Morgen im Teil 4: Was denken andere über die Chancen der Grasshoppers? Wir fragen nach.