Archiv für die Kategorie ‘Zürich’

18. Dezember – Herr Rrr

Lars: L am Donnerstag den 18. Dezember 2014


Tief in der untersten Pultschublade, hinter dem schwarzen Afghanen und Spesenabrechnungen der Redaktion aus dem Jahr 2005, haben wir Herrn Rrrs Brief ans Christkind gefunden.

«Liebes Christkindli,

IMG_1997Chefredaktor ist ein Knochenjob. Ständig soll man Entscheide treffen über die publizistische Ausrichtung unseres Premium-Produkts, Sitzungen zur Social-Media-Strategie stehen an, und monatlich muss ein neuer Putzplan für die Redaktionstoilette erstellt werden.

Und trotzdem liebe ich meine Arbeit! Nirgends bringt man es mit Halbwissen so weit (ausser im Fussball). Ich kann meine Meinung zu absonderlichsten Themen absondern. Und wenn ich abends in der Bar erzähle, dass ich Chefredaktor bin, machen Svetlana und Olga grosse Augen und werden ganz durstig.

Sinke ich später erschöpft ins Kissen, wird mir aber bewusst, wie klein und unwichtig doch dieses Blog ist. Meine Qualitäten verdienen mehr als ein Online-Magazin, das sich hauptsächlich mit einem Möchtegern-Spitzenclub in einer mittelgrossen Schweizer Stadt beschäftigt!

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Zrugg uf Züri

Herr Pelocorto am Samstag den 13. Dezember 2014

Ich bin in den letzten Tagen da und dort auf unseren Redakteur Hetz angesprochen worden und was ich ihm zu Weihnachten schenken werde.

Auch wenn der bekannte und beliebte Redakteur Svon Hetz am kommenden Montag den FCRL mit seinen stupenden fussballerischen Fähigkeiten nicht unterstützen kann, darf ich Ihnen versichern: Herrn Hetz geht es gut. Gut, Herrn Hetz geht es so gut, wie es einem Zürcher in Bern gut gehen kann. Also nicht so gut. Gute Güte, ich schweife ab.

Mein Geschenk für Herrn Hetz? Natürlich etwas, das mit dem FC Zürich zusammenhängt, etwas Schönes, etwas schön Gestaltetes. Da passt doch das Fussball-ABC von Matthew Berry ganz ausgezeichnet, finde ich:

Ach übrigens, Herr Hetz, auch wenn Sie vorübergehend in Bern leben, vergessen Sie nie, wo Sie hingehören. Ich danke Ihnen.

4. Dezember – Michael Skibbe

Herr Pelocorto am Donnerstag den 4. Dezember 2014

Adventliches Postgeheimnis? Nicht im Runden Leder.
Heute: Michael Skibbes Weihnachtswünsche.

Alle Kerzen zeigen Richtung Tannenspitze: Im Cup stehen die Grasshoppers im Viertelfinal, in der Meisterschaft winken bereits wieder die europäischen Plätze, der Zwist mit Salatic ist überwunden, die Führung schlank und effizient, die Spieler bissig und die Fans voller Feuer. So muss es sein.

Hat man da noch Wünsche?

«Liebes Christkind!

Dieses Jahr war ich ziemlich bedient, hörst Du! Das Traineramt beim GC ist hart wie Tirggel, da ist einiges Kroppzeug unterwegs, das kann ich Dir also flüstern.

In den nächsten Tagen will ich es ruhiger angehen und wieder einmal mit den Händen arbeiten. Etwas Einfaches zum Basteln, das entspannt. Am liebsten ein Stadion natürlich. Wenn ich das hinkriege, dann packe ich sicher auch die nächstgrössere Aufgabe, so schwierig kann das ja nicht sein.

Falls ich dazu noch einige Leute benötige, schaue ich einfach wieder hier vorbei. Die haben ja Zeit.»

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Organisiertes Organigramm

Rrr am Mittwoch den 26. November 2014

GC hat ein neues Organigramm.

Das alte war bis diesen Herbst in Kraft, hier ein Screenshot vom Februar 2014.

Anfang November hat GC das neue Organigramm aufgeschaltet:

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Das sieht sehr schön aus! Aber irgendwie kommt es uns auch ein bisschen bekannt vor. Nach sehr langem Nachdenken fanden wir heraus, wo sich die Grasshoppers dieses ordentliche Organigramm organisiert haben. Bei den Berner Young Boys.

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Im Excelsior Stadium in Airdrie (Schottland)

Herr Pelocorto am Mittwoch den 12. November 2014

UWCL Schlussstand: Glasgow City FC 4, FCZ Frauen 2
45’+9′ 0:1 Zehnder
55′ 1:1 Grant
64′ 2:1 Ross Pen.
66′ 2:2 Humm
81′ 3:2 Love
87′ 4:2 Lappin
Schade, schade, schade, zum zweiten Mal hintereinander scheitern die FCZ Frauen im Achtelfinal der CL.

Die FCZ-Frauen wollen es wissen, der CL-Viertelfinal winkt!

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Abschlusstraining iom Excelsioer Stadium

Abschlusstraining im Excelsior Stadium

Nach dem 2:1-Sieg über die schottischen Meisterinnen von Glasgow City FC im Letzigrund stehen die Zeichen gut, dass die Frauen des FCZ weiterkommen. Sie können das Spiel leider nur hier mitverfolgen, aber unser Horr Hetz ist natürlich vor Ort. Glauben wir jedenfalls.

Fünf Tore in neun(zig) Minuten

Herr Pelocorto am Donnerstag den 6. November 2014

94 sehr animierte Minuten sind im Letzigrund gespielt worden. Der FC Zürich ist zurück im europäischen Geschäft!

Nécessaire oder Kulturbeutel

Herr Pelocorto am Mittwoch den 5. November 2014

Wer hat eigentlich den Kulturbeutel im Männersport eingeführt? Wir lösen auf.

Immer wieder sieht man Fussballer vor dem Spiel, wie sie lässig mit ihrem Nécessaire unter dem Arm zum Treffpunkt oder zum Stadion schlendern. Wir begrüssen das sehr, denn gepflegte Männer haben einfach mehr Stil.

Woher kommt diese Sitte? Eine Recherche in unserem Bildarchiv zeigt, dass der Anstoss nicht aus dem Fussball kam, sondern aus dem Radsport. Und wenn es um Radsport und Stil geht, dann ist klar: Wir sprechen von Hugo Koblet, dessen Todestag sich morgen zum 50. Mal jährt.

Hugo Koblet macht sich frisch.

Hugo Koblet macht sich frisch.

Hug Koblet und

Hugo Koblet, pédaleur de charme.

Semper fidelis

Herr Pelocorto am Samstag den 1. November 2014

Herr Pelocorto grüsst Herrn Baresi.

Unser Basler Korrespondent ist nicht zu beneiden. Sein angeschlagener FC Basel muss sich heute zuhause mit den Grasshoppers auseinandersetzen – immer ein unangenehmer Gegner. Da kann etwas Zuversicht nicht schaden, habe ich mir gedacht und deshalb mit dem Blasorchester «Felix und Regula» extra eine Komposition von Paulo Sousa einstudiert. Sie hören ‹Semper fidelis» aus dem Jahr 1888; damals war Sousa meines Wissens noch aktiver Spieler. Herrn Baresi zu Ehren hat sich das Orchester ausnahmsweise in Rotblau gekleidet.

Der FC Zürich im Champions League Achtelfinal!

Herr Pelocorto am Mittwoch den 15. Oktober 2014

Der FC Zürich marschiert durch die K.O.-Phase der Champions League.

Zwei Tore von Humm (59′ und 65′) brachten den 2:0-Heimsieg über den kroatischen Meister Osijek. Schon das Hinspiel konnte man mit 5:2 gewinnen. Eine klare Sache also für die Zürcher Frauen!

Witziges Detail beim Beginn: Der FCZ lief nicht mit Kindern ein, sondern mit Begleitmännern. Aus 1500 Männern, die einmal Champions League Luft schnuppern wollten, konnten die Frauen aussuchen. Hier sehen Sie in der hinteren Reihe fast alle der glücklichen elf Einlaufmänner:

Bild:  @tamyhaechler

Bild: @tamyhaechler

Beachtliche Brache

Herr Shearer am Dienstag den 23. September 2014

Sie möchten wieder mal auf einen Robinsonspielplatz? Sie brauchen Platz für ihre Kunstinstallation? Fahren Sie nach Zürich!

Wir hatten es ja schon letzten Samstag in Herr Pelocortos Kunstmatinée davon, jetzt noch ein paar Helgen mehr aus Zürichs Westen; nach dem Rückbau der Tribünen blieben ein grosses, unbenutztes Baufeld und einige Reminiszenzen an vergangene glanzvollere Zeiten zurück. Interessenterweise ist dieses Gelände aber nicht umzäunt, sondern rund um die Uhr öffentlich zugänglich. Alles, was Sie dazu wissen müssen, finden Sie im Prinzip auf der Seite des Vereins Stadionbrache, dem die Stadt Zürich das Gelände in Gebrauchsleihe überlassen hat.

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100 Fehler oder mehr?

Lars: L am Mittwoch den 20. August 2014

BREAKING NEWS: Benaglio tritt als Nati-Goalie zurück

Neue Enthüllungen im Fall Birrer: gibt es mehr als 100 YB-Fehler?

journisDie ganze Schweiz kennt derzeit nur ein Thema: die Enthüllungen des Journalisten Peter B. Birrer (im Bild hinten links in der Mitte) zu den 100 YB-Fehlern. Natürlich haben wir umgehend versucht, alle 100 Fehler zu eruieren – was nicht vollständig gelang. Wie sich nun aus einem Dokument erschliesst, das der Redaktion vorliegt, könnten es gar mehr als 100 YB-Fehler gewesen sein in den letzten Jahren. Hier der unveränderte Wortlaut:

Hallo Blog-Lars,
Was für eine sammelfreudige YB-Blog-Gemeinde. Ich staune. Ihr seid nahe am Geschehen, gut informiert und verfügt über eine gefüllte YB-Festplatte. Ja, wir alle machen Fehler, immer wieder. Bei YB ist in den letzten Jahren einfach etwas viel zusammen gekommen.
100, 100 – wir komme ich um Gottes Willen auf 100?
Nun, die verpasste Finalissima gegen Basel mit dem heutigen Nationaltrainer Vladimir Petkovic  und danach die Trennung von Stefan Niedermaier 2010 beinhalten ungefähr 25 Fehlerpunkte und wirken bis heute nach. Zu Niedermaier: Es war und ist mir schleierhaft, wie man so etwas tun kann – zumal wenige Tage vor Champions-League-Qualifikationsspielen gegen Tottenham. Also: Unpassender, naiver und destruktiver geht’s wohl nicht. Das waren keine Fussball-, sondern Männerspiele.
Die Verpflichtung des Trainers Christian Gross 2011 beinhaltet ungefähr 15 Fehlerpunkte. Wenn man das Programm Christian Gross installiert, wenn man also zum Schluss kommt, dass der erfolgreichste Schweizer Trainer der letzten Jahrzehnte auch zu YB passen könnte, muss man das durchziehen – mit allen Konsequenzen. Man darf ganz sicher nicht nach 11 Monaten abbrechen. 18 Monate sind in solchen Hardcore-Fällen das Minimum. Sonst braucht man das Programm nicht zu starten. Nach ungefähr einem Jahr Gross verlor der FC Basel seinerzeit in Sitten 1:8. Das gab Zunder und riss den FCB schier auseinander, der damalige FCB-Präsident René C, Jäggi wähnte sich im 2. Weltkrieg (“Pearl Harbor”). Aber es ging weiter. Mit Gross. Mit Zuberbühler, den man bei YB nicht so gern hatte. Bis zu ungefähr 27 Trophäen. Diese Typen sind natürlich nicht so angenehm, gerade für YB. Aber sie haben etwas Erfolgreiches.
Und ja, nach Gross kam als “Sparrunde” der bedauernswerte Martin Rueda, der nicht einmal einen eigenen Assistenten erhielt. Das geht natürlich nicht, gerade vor dem Hintergrund, dass nach Rueda wieder die Personalfluktuation einsetzte, auch auf der und für die Bank.
Auf wie vielen Fehlern sind wir jetzt? Ich könnte jetzt noch etwas anfügen zum Naturrasen-Kunstrasen-Naturrasen-Kunstrasen-Themenbereich, der bestens zu YB passt. Aber aufgepasst, schon nähern wir uns der 200-er Fehlergrenze.
In der Hoffnung euch gedient zu haben
Peter B. Birrer

Groundhog Season

Herr Pelocorto am Mittwoch den 13. August 2014

Was erwartet Sie heute Abend im Stade de Suisse?

Der Start des GC in die letzte Saison war zäh. In den zwei Spielen, bevor man auswärts auf den BSC YB traf, brachten die Hoppers wenig zustande. Ein 0:0 gegen Sion und ein weiteres Unentschieden gegen Lausanne-Sport; 2 Punkte war die magere Ausbeute. Am 25. August 2013 aber setzten sich die Blauweissen im Stade de Suisse mit 2:1 durch, der Knoten platzte, der GC reihte Sieg an an Sieg und hielt die Meisterschaft bis zum Schluss spannend.

Der Start des GC in die aktuelle Saison ist zäh. In den zwei Spielen, bevor man auswärts auf den BSC YB trifft, bringen die Hoppers wenig zustande. Ein 0:0 gegen Sion und ein weiteres Unentschieden gegen Luzern; 2 Punkte ist die magere Ausbeute. Am 13. August 2014 aber setzen sich …

GC-Goalie Vasic hält.