Archiv für die Kategorie ‘Zürich’

Attraktives Album

Rrr am Sonntag den 15. Oktober 2017

Ein Traum wird wahr: Ein Panini-Album wo nur Zürcher drin sind!

“FCZ Total” heisst das 80 Seiten starke Heft, das Platz bietet für 400 Klebebilder.

Der ganze Verein ist abgebildet, vom kleinsten LetziKids-Junior bis zum Hund des Präsidenten, vom Fanshop-Mitarbeiter bis zur Konditionstrainerin.

Besonders wertvolle Sticker in Form von “Wappen” gibt es natürlich auch: 18 Kleber sind auf silbrigem Papier gedruckt und dokumentieren den Wandel des FCZ-Logos von den Anfängen 1896 bis heute. Weiter sind auch alle Sportplätze und Leichtathletikstadien zu sehen, in denen der Klub bisher daheim war.

Wir vom Runden Leder durften bereits im Album schnuppern und sind begeistert. “Das Papier riecht so gut”, schwärmte Herr Shearer. “Die Klebebilder von der Schutzfolie zu trennen ist Erotik pur”, ergänzte Herr der Ama. “Juhui”, jubelte Herr Rrr: “Es hat sogar drei Leute im Album wo ich kenne!”

Verkauft wird “FCZ Total” ab kommenden Freitag, also pünktlich zum Derby gegen den “Grasshopper Club”. Wir empfehlen allen unseren Zürcher Lesern, deren Herz für den FCZ schlägt, das Album und die Klebebilder in grosser Zahl zu kaufen. Eine Tüte à fünf Stück kostet 1 Franken, das ist deutlich günstiger als manch andere Tüte. Die Verkaufsstellen finden Sie im Internet.

Verflixter Flitzer

Rrr am Freitag den 6. Oktober 2017

YB steht kurz vor dem Cupsieg, da stürmt Beat Schlatter aufs Feld.

Das ist die Schlüsselszene des Films “Flitzer”, der nächste Woche ins Kino kommt. “Die lustigste Schweizer Komödie seit langem”, schwärmte die SonntagsZeitung, weshalb sich das Runde Leder gestern in die Vorpremiere schlich.

Fazit: Der Film ist tatsächlich kurzweilig, der Schwinger Christian Stucki hat eine grandiose Nebenrolle, Schlatters Spezi Fredy Bickel zwei Kurzauftritte und der Musiker Büne Huber einen ziemlich desolaten Titelsong – aber um die berühmten Young Boys geht es zu unserer Enttäuschung nur sehr am Rand.

So sind es gar nicht die echten Spieler, die im digital gefüllten Wankdorfstadion um den Ball kämpfen. Und es ist auch nicht so, dass YB im Film tatsächlich den Cup gewinnt, wie da und dort zu lesen war – vielmehr führen die Berner kurz vor Schluss 3:1, allerdings gibt es laut Stadionsprecher noch 4 Minuten Nachspielzeit. Wie die Partie endet, bleibt offen.

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Seriös und souverän

Rrr am Dienstag den 26. September 2017

Wie immer am Dienstag: Rundes Leder Jobbörse.

Heute suchen wir ein Plätzchen für den Urs.

Dem Urs sein natürlicher Lebensraum ist die Super League, er leitete schon das Training beim FC Zürich, dem FC Thun und und dem FC Basel. Jetzt sucht er einen neuen Arbeitgeber – in einer Art Blindbewerbung gab er am Sonntag sein Comeback im Teleclub-Talk.

Als Referenz stellte sich der BLICK-Sportchef Bingesser zur Verfügung (“Der Urs Fischer ist grundsätzlich ein seriöser Schaffer! Ein Fussballfachmann! Seine Arbeit ist sehr, sehr solid!”), aber auch der weltgewandte Marcel Reif (“So seriös, so gelassen und so souverän, wie er mit der Situation am Schluss in Basel umgegangen ist, das hat mir höchsten Respekt abgenötigt”).

Fazit der Sendung: Fischer ist bald zurück in der Super League. Aber wo? Wir habens durchgecheckt.

Der FC Sion sucht gerade einen neuen Trainer (auch wenn der alte formell noch im Amt ist). Aber ist Fischer so verzweifelt, dass er sich auf CC einlassen will? Wohl kaum. Dann vielleicht Thun, wobei – dieser Klub sucht eher einen Sterbehelfer. Basel kommt aus naheliegenden Gründen nicht in Frage, YB wiederum sucht gar keinen Trainer.

GC und Lausanne auch nicht, Lugano erst im Frühling und der FCZ sogar erst in einem Jahr, wenn Canepa merkt, dass Uli Fortes Startfeuerwerk längst verraucht ist. In St. Gallen sind zurzeit alle Stellen vom Präsident bis zum Bierfuhrmann frei, nur der Trainer ist nach der jüngsten Siegesserie unbestritten.

Bleibt also: Luzern. Viel Spass, lieber Urs, und alles Gute.

Ein Zähler in Zürich

Rrr am Samstag den 19. August 2017

YB spielt 0:0 beim Aufsteiger. 

15.000 Zuschauer verfolgten im Letzigrund einen zähflüssigen Spitzenkampf zwischen Leader FCZ, der sich im ersten Kräftemessen gegen ein Spitzenteam bewähren wollte, und den Young Boys, die fürs Spiel in Moskau eine Dreier- bzw. Fünferverteidigung einübten. 

Um jeden Ball wurde gekämpft, es gab viel Krampf und leider nur sehr wenige spielerische Höhepunkte. Die beste YB-Chance hatte Gui Hoarau nach der Pause – mit einer akrobatischen Einlage brachte er den Ball aufs Tor, doch Zürichs Goalie Vanins parierte.

Insgesamt betrachtet ist das Unentschieden für YB sicher keine Katastrophe – die zwei verlorenen Punkte könnten aber in der Schlussabrechnung doch noch fehlen. 

Wie auch immer: Basel dürfte morgen die Tabellenführung übernehmen, und für YB gehts weiter im Osten – zuerst in Moskau, dann in St. Gallen. 

(Foto: Keystone)

Faules Ei

Herr Shearer am Montag den 17. April 2017

GC fügt YB die zweite Heimniederlage dieser Saison zu.

In einem  mässig unterhaltenden Spiel deutete lange nichts darauf hin, dass eine der beiden Mannschaften als Sieger vom Platz gehen würde. Die Ausfälle von Hoarau, Assalé und Frey im Sturm machten sich beim Heimteam deutlich bemerkbar, auf das Siegestor von Munas Dabbur in der 82. Minute hatte YB keine Antwort mehr parat.

Der Rekordmeister hat mit dem heutigen 0:1-Sieg im Wankdorf nun wieder komfortable acht Punkte Rückstand auf den Abstiegsplatz.  Für YB geht es nächsten Sonntag um 13:45 weiter gegen Lugano – genau, das war vor dem heutigen Match die einzige Mannschaft, gegen die sich die Berner daheim geschlagen geben mussten.

 

Besetzer willkommen

Harvest am Mittwoch den 1. März 2017

Hausbesetzer sind aktuell in aller Munde, zumindest in der Bundesstadt Bern. Das Runde Leder hat sich nun umgehört und ein besetzungstaugliches Gebäude im Raum Zürich gefunden.

Das Gebäude steht seit vielen Jahren grösstenteils leer und wir trafen einen Verantwortlichen, der seinen Namen lieber nicht in diesem Blog lesen möchte. Der gepflegte Mann erscheint im Anzug und wirkt sichtlich nervös. Sein Umfeld weiss nichts von seiner Sympathie für die Besetzerbewegung, doch er will nicht länger schweigen. “Dieses Gebäude an bester Lage steht leer und die Zwischennutzung läuft mehr schlecht als recht. Wöchentlich finden Veranstaltungen statt, doch Besucher erscheinen höchstens vereinzelt.” Aus diesem Grund möchte er die Hausbesetzer auf den interessanten Bau aufmerksam machen. “Ich bin sicher, dass wir eine Lösung finden und die Besetzer toleriert würden.” Schliesslich ist das Gebäude bestens ausgestattet, genügend sanitäre Anlagen sowie genügend Platz für vielseitige Tätigkeiten sind vorhanden.

Vor gewalttätigen Ausschreitungen wie letzte Woche in Bern fürchtet er sich nicht. “Wir haben langjährige Erfahrungen mit deeskalierenden Einsätzen, immer wieder gibt es gewalttätige Auseinandersetzungen im Umfeld des Gebäudes.” Auch mit Feuerwerk, das die Besetzer in Bern gegen die Polizei einsetzten, kennt er sich aus.” Es wäre nicht das erste Mal, dass wir damit in Kontakt kommen.” Ein Lächeln huscht über sein Gesicht.

Ein Bedingung stellt er allerdings an die Besetzer. “Einmal jährlich findet im Innenhof des Gebäudes ein grosser Randsportanlass statt. Die Besetzer müssen bereit sein, diesen zu dulden und sich gegenüber den Gästen korrekt verhalten.”

Rundes Leder Meisterapfentkalender (12)

Rrr am Montag den 12. Dezember 2016

Endlich Meister mit dem Runden Leder. Der Fussballblog Ihres Vertrauens würdigt jeden Tag bis Weihnachten einen Club, der es verdient hat.

Heute: FCZ.

Früher gab es zwei Zürcher Klubs in der Super League. Nebst den bekannten Grasshoppers gab es auch noch den FCZ (=Abkürzung für “Fussball-Club Zürich”).

Diesen FCZ gibt es immer noch, er spielt nun in der Challenge League und sorgt auch dort für Furore. Zum Beispiel heute abend, wenn der Klub für eine ausverkaufte Schützenwiese in Winterthur sorgt. Der Gegner nimmt das ziemlich ernst.

Aber eigentlich wollten wir nicht über Winterthur sprechen, sondern über den FCZ. Trainer Uli Forte ist in den Lokalsendern nach wie vor omnipräsent!

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Die Mannschaft freut sich auf den Match in Winterthur, es ist wichtig, die Hinrunde positiv abzuschliessen und mit einem guten Resultat in die Winterpause zu gehen, und dann darf man nicht vergessen: Wir sind in der Challenge League ungeschlagen, das wollen wir bleiben, dafür haben wir die ganze Woche hart gearbeitet, und dann die Europacup-Reise in die Türkei, und dort auf eine ganz bittere Weise auszuscheiden, klar, das tut weh, aber das muss man wegstecken, und alles was jetzt zählt, ist Winterthur.

Und nachher ist Winterpause. Morgen wechseln wir in unserem Adventskalender dann ins Ausland, versprochen.

Rundesleder Cuptipp (1)

Rrr am Mittwoch den 26. Oktober 2016

Heute geht es um die Wurst. Die Cup-Wurst. 

23Die Young Boys treffen im Achtelfinal des Helvetia Cups auf GC. Nach dem 4:0 am Sonntag ist YB der Favorit, aber Obacht: Bei den Grasshoppers kehren die zuletzt gesperrten Kim Källström, Jan Bamert und Cédric Zesiger ins Team zurück. Vielleicht ist mit Runár Már Sigurjónsson noch ein weiterer Leistungsträger  bereit für ein Comeback.

Für beide Mannschaften geht es um viel, trotzdem wurden bis Dienstag bloss 5700 Tickets verkauft.

Unsere Frage lautet: 

Wie lautet die offizielle Zuchauerzahl?

Bei mehreren richtigen Antworten entscheidet die Zusatzfrage: Wie lautet das Schlussresultat nach 90 oder 120 Minuten oder nach dem Penaltyschiessen?

Ihre sachdienlichen Angaben nehmen wir bis 20.29 Uhr entgegen. Die Siegerin erhält am Sonntag feierlich eine wohlgeformte Wurst überreicht. Toi toi toi!

Grosse Gala gegen GC

Rrr am Sonntag den 23. Oktober 2016

YB kehrt auch in der Liga zurück auf die Erfolgsstrasse.  


4:0 gewannen die Young Boys gegen GC und nahmen damit Revanche für die 1:4-Pleite im Letzigrund. Am Kids Day im Wankdorf war Yoric Ravet der überragende Mann – er war an den ersten drei Toren beteiligt.

YB zeigte vor 20.112 Zuschauern eine starke Leistung, hielt die Konzentration auch nach dem entscheidenden dritten Tor hoch und nutzte die Fehler der durch mehrere Sperren geschwächten Gäste resolut aus. 

Erfreulich auch, dass vier verschiedene Spieler ins Tor trafen: Ravet traf vom Penaltypunkt, Kubo erhöhte noch vor der Pause. Zakaria machte den Sack zu, Frey vollendete das Werk. 

Zum Schluss treten wir noch ein bisschen auf die Euphoriebremse und teilen Ihnen mit, dass das Cup-Spiel am Mittwoch gegen denselben Gegner wieder beim Stand von 0:0 beginnt. 

Letzte Worte

Herr Shearer am Donnerstag den 26. Mai 2016

Der FC Zürich ist abgestiegen. Wir haben erste Statements.

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“Ich höre die Unkenrufe schon, die behaupten, das Kader sei schlecht zusammengestellt. Aber es stimmt nicht.”
– Ancillo Canepa, Präsident und Sportchef

fritzkuenzli-1_640“Das Herz eines Spielers schlägt nicht mehr im gleichen Mass für seinen Klub. Die eigenen Interessen dominieren sehr stark. Heute hier, morgen dort – Hauptsache, die Kasse stimmt.” – Fritz Künzli, Klublegende.

Koebi Kuhn, FCZ, (rechts) im Laufduell mit Karl Odermatt, FCB, aufgenommen im April 1970, Ort unbekannt. Die beiden besten Mittelfeldspieler der Schweiz und ihre beiden Teams FC Zuerich und FC Basel dominierten in den siebziger Jahren die Schweizer Fussballmeisterschaft. (KEYSTONE/Str) ===  === === BW ONLY SAT ===

“Ei, zwäi gueti Spiel langet nöd!” – Jakob “Köbi” Kuhn, ebenfalls Klublegende.

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“Ich fragte mich schon, warum das ausgerechnet dieser fantastischen Firma und auch mir persönlich passieren musste. Der Verarbeitungsprozess brauchte Zeit. Und meinen Leuten in Bülach drohte ich: Wehe, wenn ihr jetzt zum Alkohol greift, das ist keine Lösung. Ich für mich suchte eine Aktivität, die ich ohne grossen Aufwand und Training tun konnte. So kam ich zu meinem ersten Laufband.” – Heliane Canepa, Präsidentengattin und Financière.

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“Je ne regrette rien!” – Noch einmal der Präsident.

Wir bitten Sie, aus Pietätgsgründen von hämischen Kommentaren abzusehen. Wussten Sie übrigens, dass der FCZ nächsten Sonntag noch um einen Titel und somit um eine direkte Teilnahme in den Gruppenspielen der Europa League spielen darf?

*** LIVEBLOG *** Abstiegsfinalissima 2016

Rrr am Mittwoch den 25. Mai 2016

Der FCZ ist abgestiegen, YB ist Rückrundenmeister. 

Zürich – Vaduz 3:1
Lugano – St. Gallen 3:0
Ausserdem: Basel-GC 0:1, Thun-YB 0:3 (19. Sutter, 59. Sanogo, 71. Hoarau), Luzern-Sion 2:2

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Geniessen Sie nun nochmals unseren kurzweiligen Live-Abstiegsblog.

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Wer soll absteigen?

Harvest am Mittwoch den 18. Mai 2016

Im Moment kommen noch drei Clubs für den Abstieg in Frage. Doch welchen der Anwärter ist wirklich der Beste dafür?

Die grösste Befriedigung bekommt der objektive Fussballfan wohl, wenn ein sogenannt Grosser absteigt, das wäre in diesem Fall sicherlich der FC Zürich. Was wäre das für eine Geschichte! Stellen Sie sich das nur mal vor. Der neben dem FC Basel erfolgreichste Club der letzten Jahre steigt ab. Das wäre wirklich eine Geschichte und die Schweizer Sportreporter hätten Mühe sich je davon zu erholen. Doch Schadenfreude ist ein schlechter Ratgeber für solch schwerwiegende Entscheidungen.

ToreFür die Attraktivität eines Spiels sind dem gewöhnlichen Zuschauer (ich will keinem Leser etwas unterstellen) Tore wichtig. Eigentlich egal auf welcher Seite. Da alle drei Teams gleich viele Tore erzielt haben, müsste somit der Club absteigen, der die wenigsten Treffer erhalten hat (da das ja sowas von unattraktiv ist) -> der FC Vaduz muss absteigen!

ZuschauerHandkehrum ist es natürlich auch attraktiv, viele Zuschauer im Stadion zu haben. Da schwingt der FC Zürich deutlich obenaus. Aber Achtung, es gibt doch nichts öderes, als ein halbleeres Stadion, in dem keine Stimmung aufkommt. Wichtiger als viele Zuschauer ist somit ein gut gefülltes Stadion. Und was die Auslastung angeht, da schneidet der FC Zürich plötzlich nicht mehr so gut ab -> der FC Zürich muss absteigen!

Nun sind das aber alles nur so Nicetohaves, Softskills sozusagen, wirklich wichtig sind schlussendlich nur Punkte, denn darum geht es schliesslich im Fussball. Absteigen soll der Club, der den anderen die meisten Punkte klaut, das ist die einzige Währung, die zählt. PunkteFür die meisten Leser (und auch für mich) müsste das somit der FC Lugano sein, gegen den die YB die meisten Punkte liegen liessen. Für die ganze nichtabstiegsgefährdete Super League allerdings ist es der FC Vaduz -> der FC Vaduz muss absteigen!

Sie wissen alle, der FC Vaduz ist so gut wie gerettet, da nützen alle Hardfacts nichts. Was bleibt ist schliesslich die Schadenfreude und die sei uns allen gegönnt. Ich bitte Herrn Hetz um Vergebung und halte fest: Der FC Zürich muss absteigen!