Archiv für die Kategorie ‘Zürich’

Stimmen aus der Restschweiz

Herr Pelocorto am Donnerstag den 7. Februar 2013

Stimmt der Meisterkurs? Was denken die anderen Trainer über den GCZ?

Wird der GC am Schluss der Saison wirklich Erster? Wir fragten jene, die es wissen müssen: Die Trainer der übrigen Super League Teams. Weil unsere Leserinnen und Leser nicht gerne viel Text lesen, baten wir die Trainer nur um eine kurze Einschätzung:

Murat Yakin (FC Basel)

«GC? Das sind die Besten. Nach uns.»

Jeff Saibene (FC St.Gallen)

«Bratwürste können sie nicht einmal mehr im Vorderen Sternen; der Rest ist in Ordnung. Für mich Rang 1.»

Victor Muñoz (FC Sion)

«Un moment, ich muss schnell Herrn Constantin fragen.»

Martin Rueda (BSC YB)

Laurent Roussey (FC Lausanne Sport)

«Les jeunes de Zurich sont très sympa. Tous vainqueurs, je crois.»

Ryszard Komornicki (FC Luzern)

«Ich habe keine Ahnung. Zweiter? Nein, Erster.»

Urs Fischer (FC Thun)

«GC Erster? Dann doch noch lieber die Basler zuvorderst.»

Sébastien Fournier (Servette FC)

«Les Grasshoppers c’est vraiment un foot phénoménal!»

Urs Meier (FC Zürich)

«De Chübel mues uf Züri, das isch s’wichtigscht!»

Meisterkurs

Herr Pelocorto am Mittwoch den 6. Februar 2013

BREAKING NEWS: FC Luzern entlässt Sportchef Heinz Hermann.

Was braucht es, damit die Hoppers Meister werden? Wir haben nachgerechnet.

So viel gleich vorneweg: Wer den Wintermeistertitel erreicht, hat schon mehr als eine Hand am Pokal.

Wir haben die letzten zehn Jahre im Schweizer Fussball etwas genauer unter die Lupe genommen und jeweils die Tabelle nach 18 Runden und am Schluss der Saison untersucht. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In sieben von zehn Saisons wurde der Wintermeister auch Schweizermeister, in den drei anderen Saisons wurde der Winterzweite am Schluss Schweizermeister. Der Titel geht also an die Grasshoppers oder an den FC Basel; mit klaren Vorteilen für die Hoppers.

Die grösste Aufholjagd in der Rückrunde? In der Saison 2005/2006 lag der FC Zürich nach der Hälfte acht Punkte hinter den führenden Baslern; die Aufholjagd kulminierte im letzten Spiel auswärts gegen ebendiesen FC Basel, als Filipescus Tor in der 93. Minute den Kübel nach Zürich brachte.

Der grösste Abstieg? Diese zweifelhafte Ehre gebührt dem FC Luzern, der in der Saison 2010/2011 nach 18 Runden die Tabelle mit 33 Punkte anführte, in der zweite Hälfte keinen Fuss mehr vor den anderen brachte und am Schluss auf den 6. Platz abrutschte.

74 – 73 – 80 – 79 – 74 – 75 – 78 – 70 – 85 – 57 – So viele Punkte wiesen die Meister der letzten zehn Jahre am Schluss der Saison auf. Wie viele Punkte brauchen die Grasshoppers, um den 1. Platz zu halten? Nochmals 37, aber lieber 38 Punkte, denn das wird eine enge Geschichte mit dem FC Basel, dem FC St. Gallen und dem FC Sion. Diese Paarungen sind aus meiner Sicht auch die Schlüsselspiele in der Rückrunde.

Kommt dann noch das verdiente Glück dazu, etwa in der Form eines gehaltenen Penaltys, dann steht beim GC bei Saisonende vorne und hinten die 1.

Morgen im Teil 4: Was denken andere über die Chancen der Grasshoppers? Wir fragen nach.

In der Ruhe liegt die Kraft

Herr Pelocorto am Dienstag den 5. Februar 2013

Teil 2 der Grasshoppers-Vorschau auf die Rückrunde. Das Geheimnis des erfolgreichen Fussballclubs? Ruhe und Balance.

Wer einen Fussballclub erfolgreich führen will, muss für Ruhe in der Führung und für Balance im Team sorgen. Dieses Kunststück gelingt nur wenigen Clubs – die Grasshoppers gehören dazu.

Seit André Dosé und Uli Forte die Geschicke der Grasshoppers leiten, hat sich vieles zum Guten gewendet. GC-Verwaltungsratspräsident Dosé hat schnell und entschlossen das Heft in die Hand genommen. Immer im Hintergrund, aber präsent, wenn es nötig ist. Systematisch beseitigen er und sein Team jede Baustelle bei den Hoppers. Das sorgt für Ruhe im Umfeld und kommt bei den Sponsoren gut an; das Vertrauen in den Club ist so gross wie schon lange nicht mehr. Ein Beispiel gefällig? Zwei Sponsoren aus dem GC-Umfeld haben das komplette Trainingslager in Kapstadt finanziert.

Uli Forte hingegen steht im Rampenlicht. Was er in der Hinrunde geleistet hat, ist einfach fabelhaft. Die richtige Balance zwischen bewährten und jungen Kräften, der richtige Mix zwischen Leidenschaft und Lockerheit brachte den ersten Platz. Gewonnen ist noch nichts, aber Forte weiss: «Wenn wir weiterhin konzentriert und engagiert arbeiten, dann werden wir am Ende der Saison auch entsprechend belohnt.»

Auch neben dem Platz haben die Hoppers mächtig aufgedreht. Der GC hat in der Öffentlichkeitsarbeit wohl den grössten Sprung aller Super League-Clubs gemacht. Das verdanken wir dem umtriebigen Kommunikationsleiter Adrian Fetscherin, der die Fans über alle Social Media Kanäle auf dem Laufenden hält.

Mit Forte und Dosé macht der GC richtig Freude – und mit dem Team auf dem Platz sowieso!

Morgen im Teil 3: Welcher Tabellenplatz wird es werden für den GC? Wir rechnen nach.

Radio zum Glück

Herr Pelocorto am Montag den 4. Februar 2013

Herzlich willkommen zur Grasshoppers-Vorschau auf die Rückrunde. Die Hoppers warten mit einigen Überraschungen auf!

Wer in der Raiffeisen Super League ganz oben steht, sollte auch medientechnisch Leadership beweisen. Niemand weiss das besser als die Grasshoppers. Deshalb lanciert der sympathische Club aus der Limmatstadt auf den Rückrundenstart als erster Club in Europa überhaupt ein eigenes Radio und eine eigene Fernsehsendung.

Wie wir aus gewohnt zuverlässiger Quelle erfahren haben, wird es sich um ein Radio von GC-Fans für GC-Fans handeln, das über das Internet verbreitet werden soll! Auch der Fernsehstart steht vor der Türe. Ab der Rückrunde dürfen Sie mit Produktionen rechnen, die anders sind als alle anderen, weil sie schwergewichtig von der Mannschaft selber gestaltet werden.

Auf der Rückreise aus dem Trainingslager in Kapstadt konnten die Hoppers einen Exklusiv-Podcast der ersten Sendung des neuen GCZ-Radios hören. Begeisterung pur!

Ich freue mich natürlich, dass wir Ihnen mit diesen neuen Medien die Hoppers in Zukunft nicht nur auf dem Platz, sondern vermehrt auch neben dem Platz näher bringen dürfen. Oder noch besser: Kommen Sie doch zu uns ins Stadion Letzigrund; das billigste Rückrunden-Abo erhalten Sie für nur 100 Franken!

Friendly Fire

Herr Pelocorto am Freitag den 1. Februar 2013

Mit welchen Anstrengungen findet der zweite Zürcher Fussball-Club aus seinem Loch? Wetzel weiss wie!

Der bekannte Sportpsychologe Jörg Wetzel, Sie erinnern sich, das ist der mit den Büffelherden beim BSC YB, weist auf die Bedeutung von Teamanlässen ausserhalb des normalen Trainingsgeschehens hin. Solche Anlässe müssten dem Bedürfnis der Mannschaft entsprechen, denn nur so könne das Team das gemeinsam Erlebte später auf das Spielfeld übertragen. Wir Laienpsychologen sprechen hier von Transfer.

Bild: Baresimage

Der FCZ-Trainer Urs Meier als alter Hase weiss das natürlich alles und bot die Spieler deshalb zum Paintball-Schiessen auf. Zwei Teams mussten die Fahne des Gegners in dessen Territorium erobern und mit gezielten Schüssen den Gegner ausschalten. Urs Meier zum tieferen Sinn der Übung:

Als Einzelkämpfer macht dieses Spiel keinen Spass, die zwei Teams mussten sich im Wald untereinander beraten. Sie mussten eine Strategie entwickeln, wie sie das Gebiet der Gegner einnehmen wollten.

Wir wünschen dem FCZ alles Gute für die Rückrunde und hoffen, dass der Transfer nicht zustande kommt. Es wäre doch schade, wenn sich die Spieler gegenseitig aus dem Spiel nehmen würden.

Haitere Rückrunde

Herr Pelocorto am Dienstag den 29. Januar 2013

Am 9. Februar geht es für die Grasshoppers wieder los. Zeit für eine letzte Motivationsspritze.

Die Grasshoppers liessen das fantastische Trainingslager in Kapstadt mit einer besonderen Aktion ausklingen. Gemeinsam unterschrieb man eine Absichtserklärung, jedes Spiel der Rückrunde zu gewinnen.

Zur Belohnung versprach Uli Forte seinem Team eine Unterwasserfotosfari, die leider ziemlich ins Wasser fiel.

Zu Beginn schien noch alles gut. Unser Trainer ging gleich mit gutem Beispiel und Kamera voran; hier im Unterwasserkäfig erklärt Uli Forte (hinten) der Neuerwerbung Willian Rocha die farbenprächtige Unterwasserflora Südafrikas.

Leider schoben sich dauernd grössere Sardinen neugierig vor die Linse; so dass die ‹Hoppers› keine vernünftigen Unterwasserfotos schiessen konnten – sehr schade!

Auch Verteidiger Michael Lang war nicht ganz zufrieden mit dem Unterwasseraufenthalt; überall hätte es grosse Fische gehabt und unappetitliche Kadaver seien im Meer umhergetrieben. Er habe nichts von den versprochenen Seesternen, Korallen und Nemo-Fischlein gesehen, meinte ein sichtlich enttäuschter Lang nach dem Unterwasseraufenthalt.

Aber auch für solche Fälle war der hervorragende Tour Operator, die Agentur Fischstäblein, bestens vorbereitet! Er liess Michael Lang einfach den Team-Imbiss für die Rückfahrt fotografieren, so dass auch der letzte Hopper wieder zufrieden war!

Bei diesem währschaften Fisch-Snack klang die trotz allem gelungene Aktion aus und die Spieler liessen sich die Absichtserklärung und das exzellente Trainingslager nochmals durch den Kopf gehen.

Nachdem man wieder festen Boden unter den Füssen hatte, gaben Spieler und Staff gerne und bereitwillig Hinz und Kunz der Presse Auskunft, so dass auch hier rundum Zufriedenheit herrschte. Wir freuen uns auf das erste und alle anderen Spiele der Rückrunde!

Trinken für den FCZ

Herr Pelocorto am Dienstag den 15. Januar 2013

Im Falle des FCZ hilft nur noch Alkohol.

Wenn Sie das nächste Mal in Zürich sind, dann gehen Sie in Bü’s Restaurant und bestellen Sie den Riesling Royale 2011 von Rico Lüthi aus Männedorf. Bestellen Sie richtig viele Flaschen bitte.

Rosige Aussichten für Blauweiss

Herr Pelocorto am Donnerstag den 10. Januar 2013

BREAKING NEWS: Der neue YB-Stürmer Samuel Afum ist heute Vormittag in Bern eingetroffen und wird um 15 Uhr erstmals mit den Young Boys auf dem Kunstrasen des Stadions Neufeld trainieren.

BREAKING NEWS: Der neue YB-Stürmer Samuel Afum trägt die Rückennummer 7. François Affolters Nummer ist fünfmal höher.

Die Medien haben ausführlich über die Verstärkung des GC berichtet. Deshalb nur noch das Wichtigste.

Willian Rocha (Herr Fromm): Defensivallrounder, Linksfuss, aggressiv, ausgeliehen bis Saisonende 2012/2013, Kaufoption bis 30. Juni 2016. Trägt Nr. 2. Wunschtransfer.
Anatole Ngamukol (Herr Feldmann): Stürmer, beidfüssig, schnell, Vertrag bis zum 30. Juni 2015, Option zur Verlängerung bis 30. Juni 2016. Trägt Nr. 17. Wunschtransfer.

Ngamukol fackelte im Testspiel gestern gegen den FC Wil nicht lange. Nach 9 Minuten erzielte er das 1:0 für den GC. Drei weitere blauweisse Tore folgten im Verlauf der Partie, als Letztes Gashis Traumtor aus 25 Metern. Nach eine Konzentrationsschwäche in der 36. Minute kassieren die Grasshoppers das einzige Gegentor. Ab der 46. Minute spielte auch Neuzugang Rocha mit und hinten blieb alles dicht.

Der Titel in dieser Saison? Das wird eine sehr interessante Geschichte; wir freuen uns jetzt schon auf die Spiele gegen den FC Basel! Ich hoffe, dass wir den Titel anfangs Juni ablegen können unter (siehe Beitrags-Kategorie).

Die Grasshoppers steigen ab

Herr Pelocorto am Donnerstag den 6. Dezember 2012

Zum 06. Dezember: Der GC steigt ab

Zum 06. Dezember: Wir erinnern uns mit Schrecken an 1949, als der GC absteigen musste.

In der Saison 1948/1949 lief es den Hoppers miserabel. Mit nur gerade 20 Punkten nach 26 Spieltagen fand sich der GC auf dem zweitletzten Platz. Am 12. Juni 1949 war es amtlich: Abstieg in die Nationalliga B!

Die Teilnahme am Cup konnte die Schmerzen etwas lindern, dort trumpften die Hoppers gross auf. Am 13. Februar 1949 traf man im Viertelfinal auswärts auf den FC Zürich; verlieren verboten! Die Hoppers kannten keine Gnade und kanterten den FC Zürich gleich mit 0:6 ab! Im Halbfinal bezwangen die Hoppers den FC Malley mit 3:0 und am Pfingstmontag 18. April 1949 traf man im Final auf Servette Genf. Trotz hohem Engagement verlor der GC das Spiel mit 3:0. Zweimal Fatton und einmal Tamini sorgten für den Sieg der Grénats.

Sehr schön ist auch das Programmheft zum Cupfinal 1949 (pdf, 1.9 MB), das Super Servette für uns bereithält; bitte beachten Sie auch die Inserate!

Zum 06. Dezember: Der GC steigt ab

GC: Erfolgsgeheimnis gelüftet

Lars: L am Dienstag den 9. Oktober 2012

Die Grasshoppers gewinnen dank Superovision.

Recherchen des Runden Leders in Zusammenarbeit mit unserem Spin-off Newsnet zeigen, wie die Grasshoppers mit modernster Technik die Spiele der Super League beeinflussen. Die neue Technologie namens Superovision erlaubt es, während dem Spiel das Geschehen auf dem Platz massiv zu beeinflussen.

Aber schauen Sie selbst:


Superovision in der Super League

Super Sonderheft

Svon Hetz am Montag den 8. Oktober 2012

Und gleich nochmals: Fankultur!

Und zwar im ebenfalls morgen erscheinenden Sonderheft des beliebten Magazins Zwölf.

Auf 120 Seiten widmet sich das Heft dem Thema und fungiert dabei gleichzeitig als Begleitheft zur Ausstellung im FCZ-Museum.

Lesen Sie, wie Rechtsexperte Jositsch alle rechts überholt. Lesen Sie auch, wie viele Politiker sich sonst so über das Thema Fussball informieren möchten. Erfahren Sie alles über die wichtigsten Fankurven der Deutschschweiz sowie diejenige des FC Wiesendangen. Und vieles mehr. Sowie natürlich wie immer im Zwölf: erfreuen Sie sich an tollen Bildern.

Wenn Sie das Runde Leder abonniert haben, sollten Sie ja eigentlich auch das Zwölf abonniert haben. Nur, das nützt Ihnen in diesem Fall nichts: Sie müssen das Heft beim Dealer Ihres Vertrauens kaufen oder aber im Internet bestellen.

Die Auflage ist limitiert, der Kauf Zwang.

Löbliche Lohntransparenz

Svon Hetz am Montag den 16. Juli 2012

Davide Chiumiento kommt zum FCZ – für Vertragsverhandlungen.

Wie bereits mancherorts zu lesen war, wechselt der frühere Juve-Junior von den Vancouver Whitecaps zum FC Zürich. So vermeldete jedenfalls der kanadische MLS-Club am vergangenen Mittwoch. Seitens FCZ spricht man jedoch lieber davon, dass Chiumiento heute zu Vertragsverhandlungen erwartet wird.

Während die Fans in Vancouver den Abgang bereits ausgiebig betrauern, stellt sich also hier in der Schweiz eher die Frage, was der zwischenzeitliche YB-Leihspieler heute denn so kosten dürfte. Die Antwort ist schnell zur Hand. Denn die Major League Soccer ist bekanntlich in den USA zuhause – einem Land, dass punkto ArbeiterInnenrechte, starke Sozialpartner und Lohntransparenz weltweit zu den Spitzenreitern zählt.

Dass Herr Chiumiento zur Zeit einen Jahreslohn von 300’000 Dollar US bezieht, ist deshalb allgemein bekannt. Ebenso, dass er damit fast 9 Mal mehr verdient, als Teamkollege und Verteidiger Greg Klazura oder 130’000 mehr als Alain Rochat – hingegen deutlich weniger als der teaminterne Topverdiener: ein gewisser Eric Hassli.

Der wird von den Online-Kommentatoren jedoch eher als faul bezeichnet. Wir sind überrascht.