Archiv für die Kategorie ‘Zürich’

125 Jahre Grasshopper-Club Zürich

Herr Pelocorto am Donnerstag den 1. September 2011

Gegen Ende August 1886 fand die Gründungssitzung für den Grasshopper-Club Zürich statt. Der 1. September gilt als offizieller Geburtstag.

Tom Griffith, ein fussballbegeisterter Engländer, der zur Ausbildung in Zürich weilte, war der Initiator der Gründung. Sein Enthusiasmus bewegte Herrn Nabholz, unser erstes Ehrenmitglied, gleich dazu, 20 Franken zu spenden. Damit importierte der junge Club einen ledernen Fussball, blauweisse Trikots und Mützen aus England. Das Abenteuer konnte beginnen! Im Oktober kam es zum ersten Spiel, wo man auf eine zusammengewürfelte Truppe aus Studenten des Polytechnikums traf. Das Spiel endete torlos, mit drei Verletzten und einem lädierten Torpfosten. Eine Zürcher Zeitung rügte darauf

… das sinnlose Unterfangen einem schmutzigen Lederball nachzurennen,
anstatt die Freizeit nutzbringender zu verwenden.

125 Jahre Grasshopper-Club Zürich
(Bildquelle: Zentenar-Jubiläumsschrift 100 Jahre Grasshopper-Club Zürich)

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Was macht eigentlich…

Svon Hetz am Donnerstag den 7. Juli 2011

… der FC Zürich in der Transferzeit?

Genau, er verkauft Spieler, die schon lange nicht mehr so richtig im Einsatz standen, ins Ausland.

So zum Beispiel Andrés Vásquez. Vásquez stiess im Januar 2008 zum FCZ. Unklar ist nach wie vor, ob dies aufgrund intensiven Studiums eines Videos geschah (siehe unten), oder ob es die drei Schweden Vásquez, Tahirovic und Djuric einfach nur im Dreieraktionspack gab. Klar ist hingegen, dass er ab sofort in seinem Heimatland beim BK Häcken spielen wird unter Vertrag steht.

Ebenfalls den Verein verlassen wird Superskorer Silvio Carlos de Oliveira. Silvio gelangen in 113 Partien 57 Treffer – in der Challenge League. Beim FCZ durfte er auch ein paar Mal mittun. Sein neuer Verein Union Berlin wird sicher von seiner Europa League-Erfahrung profitieren können.

Die FCZ-Fangemeinde wurde durch diese Meldungen aufgeschreckt. Kaum jemand wusste nämlich noch, dass die beiden hier unter Vertrag standen.

Nostalgie im Quadrat

Svon Hetz am Montag den 9. Mai 2011

Wir unterbrechen unsere Berichterstattung zum neuen YB-Trainer mit einer wirklich wichtigen Meldung: Die beste Stadionbar des alten Letzigrunds erhält die verdiente Würdigung.

Alhassane Keita, nach einem Match in einem seiner bunten afrikanischen Kleider, von denen ich irgendwie immer annahm, dass er sie selbst genäht hatte. Das kommt mir in den Sinn, wenn ich an die Flachpassbar denke.

Vier Jahre lang betrieben ein paar Fussballfans die Bar im Letzigrund. Vier Jahre, in denen sich beim FCZ einiges veränderte. Um sicher zu gehen, dass diese Zeit jedem in Erinnerung bleibt, haben die ehemaligen Betreiber (darunter Herr Claude) nun ein Buch herausgegeben.

Das hervorragend gestaltete quadratische Büchlein fasst auf 156 Seiten unter anderem Anekdoten der Leute hinter wie vor dem Tresen zusammen, inventarisiert die Wimpel aus dem Lokal oder verrät die Rezepte für Kafi Köbi und Pausentee. Dazu kommen Gedanken über das Verschwinden der Stadionbeiz oder die Entwicklungen in der Stadionsicherheit. Fotos und Illustrationen sind zahlreich.

Für ehemalige Flapa-BesucherInnen sind die 29 Franken sehr gut investiertes Geld, bereitet es doch deutlich länger Freude als manches Super League-Spiel. Aber auch für alle anderen mit einer Schwäche für schöne Printprodukte mit Fussballbezug ergeht eine klare Kaufempfehlung. Bestellen Sie daher sofort hier Ihr Exemplar oder besuchen Sie heute Abend die Buchvernissage in der Buchhandlung im Volkshaus zu Zürich.

Wichtig ist, was hinten rauskommt

Herr Pelocorto am Samstag den 30. April 2011

So schnell geht das. Eben wurde ich noch wegen des letzten Platzes mitleidig belächelt.

Nach dem Auswärtssieg gegen den FC Thun konnten sich die Grasshoppers an die Spitze des Abstiegsquartetts setzen. Prompt hiess es von Kollegenseite: Wunderbar, Ihr seid gerettet, drei Teams hinter Euch, da kann nichts mehr passieren. Bis jetzt dachte ich immer, dass die Anhänger des Radsports die Dümmsten seien, aber gewisse Fussballfans begegnen ihnen durchaus auf Nabenhöhe.

Für den BSC Young Boys, den FC Sion, den FC Luzern und den FC Thun ist die Saison mehr oder weniger gelaufen. Sonst gilt im Schweizer Fussball: Vorne und hinten ist noch alles offen. Ich habe deshalb das Restprogramm der vier Schlusslichter durchgespielt, um zu sehen, wer noch wie viele Punkte erarbeiten kann, von erspielen kann man ja kaum sprechen.

Wichtige Punkte

Das härteste Restprogramm erwartet den FC St. Gallen; er muss gegen die ersten Drei und gegen den FC Luzern antreten und spielt zweimal auswärts gegen direkte Abstiegskonkurrenten. Da hat es die AC Bellinzona deutlich einfacher. Drei Spiele gegen direkte Abstiegskonkurrenten und alle zuhause. Dafür muss man gegen den FC Basel und den FC Zürich antreten. Neuchâtel Xamax und der GC haben beide ein erträgliches Restprogramm.

So werden die Punkte in den letzten Spielen vergeben:

GCZ (28 Punkte jetzt) FC Luzern H 1
¦ Neuchâtel Xamax H 3
¦ BSC Young Boys A 0
¦ FC Zürich H 1
¦ FC Sion H 1
GCZ (37 am Schluss) AC Bellinzona A 3
AC Bellinzona (28) FC Zürich H 0
¦ FC Basel A 0
¦ FC St. Gallen H 3
¦ Neuchâtel Xamax H 3
¦ FC Thun A 1
AC Bellinzona (35) GCZ H 0
Neuchâtel Xamax (27) FC St. Gallen H 3
¦ GCZ A 0
¦ FC Thun H 1
¦ AC Bellinzona A 0
¦ BSC Young Boys H 1
Neuchâtel Xamax (32) FC Sion A 0
FC St. Gallen (26) Neuchâtel Xamax A 0
¦ FC Zürich H 0
¦ AC Bellinzona A 0
¦ FC Luzern H 1
¦ FC Basel H 0
FC St. Gallen (27) BSC Young Boys A 0

Das sollte also gut reichen für die Hoppers, aber gratulieren Sie mir bitte erst, wenn es mathematisch klar ist.

Was, Sie möchten noch mehr lesen heute?
Also gut.

Ich bin von verschiedener Seite auf das Spiel FC Barcelona v Real Madrid und vor allem auf die Rote Karte gegen Pepe angesprochen worden. Ja, diese Szene hat das Spiel beeinflusst und die Madrilenen geschwächt. Aber auch mit einer vollzähligen Mannschaft hätte Real kaum einen Sieg erzielen können. Die Rote Karte war aus meiner Sicht streng, aber vertretbar und Schiedsrichter Stark ist für seine strenge Linie bekannt. Den Verschwörungstheorien, ob Pepe Alves wirklich berührt hat oder nicht, kann ich nichts abgewinnen. Ich bleibe dabei: Pepe stieg mit viel zu viel Risiko und gestrecktem Bein ein und machte überhaupt keine Anstalten, seinen Fuss zurückzuziehen.

Mourinho sollte jetzt die Klappe halten und die erfolgreiche Taktik für das Spiel im Camp Nou vorbereiten. Ein 3:1-Auswärtssieg würde reichen …

Hoffnung für die Hoppers

Herr Pelocorto am Samstag den 23. April 2011

Hoi zäme – das war eine ereignisreiche Woche für die Grasshoppers-Fans!

Ich bin richtig erleichtert. Die nächsten drei Jahre ist die Finanzierung der Grasshoppers gesichert; das waren die besten Nachrichten meines Clubs seit langem. Rund zwanzig Mitglieder aus dem Owners Club haben sich bereit erklärt, die nächsten drei Jahre jedes Jahr eine Viertelmillion Franken einzuschiessen. Mit den zugesicherten Millionen kann der GC sein Defizit decken. Der Owners Club übernimmt Ende April auch die Aktienmehrheit am GC und stellt folgerichtig die neue Führung: Roland Leutwyler löst den bisherigen Präsidenten Urs Linsi ab.

Als Linsi im September 2009 zum GC stiess und im Februar 2010 das Präsidium übernahm, da rümpften nicht wenige die Nase über einen angeblich kaltherzigen Manager, der dem Klub wohl mehr schaden als nützen werde. Aus meiner Aussensicht kann ich nur sagen, Linsi und sein Team haben in der kurzen Zeit hervorragende Arbeit geleistet. Die Blauweissen stehen endlich wieder auf einer vernünftigen finanziellen Basis, die richtigerweise breit abgestützt ist. Das bringt die nötige Ruhe, um sich der sportlichen Entwicklung zu widmen.

Der Owners Club hat dazu klare Vorstellungen. Man will sich in den nächsten drei Saisons im Mittelfeld der Tabelle etablieren, in der Saison 2014/2015 oder 2015/2016 sollen die Hoppers wieder um den Titel spielen. Das tönt für mich vernünftig, auch wenn die aktuelle Tabellenposition nichts Gutes verheisst.

Von meinen Kollegen werde ich mittlerweile mitleidig belächelt und der St. Gallen-Fan konnte sich diese Woche das Lachen nicht verbeissen. Aber noch ist nichts entschieden und ich bin immer noch überzeugt davon, dass von den vier abstiegsgefährdeten Teams die Hoppers eigentlich das grösste Potenzial haben. Nur müssten wir es in den sieben verbleibenden Runden endlich abrufen können. Unsere Schlüsselspiele finden am 7. Mai zuhause gegen Xamax statt und in der letzten Runde am 25. Mai auswärts gegen Bellinzona.

Nach der wirtschaftlichen Gesundung dürfte die sportliche Genesung aber durchaus schon am Ostermontag gegen den FC Thun beginnen. Der FC Zürich hat ja vorgemacht, wie man mit einer Bubitruppe einen Fussballclub aus dem Kanton Bern schlägt.

Boris Smiljanic versenkt unhaltbar

Cupausscheiderbesieger

Herr Pelocorto am Samstag den 5. März 2011

Der Grasshoppers Club Zürich besiegt den BSC Young Boys mit 3:2 Toren.

Vincenzo Rennella – da lang geht's zum TorDie Grasshoppers spüren heute die besondere Wertschätzung der Stadt Zürich und der Fans und beginnen deshalb weniger verhalten. Rennella sorgt für eine solide 2:0-Führung, die aber nur gerade eine Minute währt, denn Bienvenu schiesst kurz vor den Pause das herrliche Anschlusstor für die Berner.

Petkovic, der alte Taktikfuchs, wechselt nach der Pause Farnerud und Lulic ein und die beiden erzielen auch den Ausgleichstreffer (also Lulic war’s, um genau zu sein). Teufel auch!

Aber die Hoppers stecken nicht auf und kommen zu einem Freistoss, nachdem Nef (der schönste Spieler des BSC YB) Emeghara fällt und deshalb zum zweiten Mal Gelb sieht. Adiö. Der 13-jährige Hopper Hajrovic zirkelt den Ball wunderbar ins Tor zur erneuten Führung.

Einer weniger und eines hinten, die Berner greifen an wie wild. Corner, Schüsse auf’s Tor, aber dem GC bleibt für einmal das lang vermisste Glück hold. Der Sieg bringt den Platz 7 in der Tabelle, und der BSC Young Boys fällt aus den internationalen Rängen.

Schalwahlempfehlung

Svon Hetz am Donnerstag den 2. Dezember 2010

Die Grosis haben gestrickt. Jetzt können Sie wählen. Das Runde Leder hilft Ihnen dabei.

Die richtige Wahl zu treffen, fällt vielen Menschen schon bei zwei Varianten mit Gegenvorschlag und Stichfrage schwer. Und wieviel schwieriger wird die Aufgabe erst, wenn über 100 Möglichkeiten bestehen! Das Runde Leder hat daher für Sie alle 124 aus dem FCZ-Lismi-Wettbewerb hervorgegangenen Erzeugnisse sorgfältig mittels eines umfassenden Kriterienkatalogs geprüft. Hier das eindeutige Resultat:

Schalelujah!

Diese Wahl wird im Übrigen auch von unabhängigen Experten unterstützt. Die Redaktion befiehlt daher allen Zürchern, noch heute, spätestens aber bis zum 20. Dezember, den entsprechend ausgefüllten Zettel in die bereitstehende Urne zu werfen. Mit 5:1 Stimmen bei 4 Enthaltungen wurde zudem beschlossen, dass dieses Vorgehen auch für YB-Fans zum Pflichtprogramm der Lucy-Begutachtung gehört.

Tore: 0; Stimmung: 10

Herr Pelocorto am Samstag den 24. Juli 2010

Über das Freundschaftsspiel zwischen den Grasshoppers und dem FC Liverpool gibt es wenig zu berichten. Das Geschehen am Rand war weitaus faszinierender.

Die Hertiallmend in Zug hat wohl selten einen solchen Ansturm erlebt wie am letzten Mittwochabend. Wo offiziell 4’900 Gäste Platz haben, drängten sich knapp 6‘000 Fans, die mehrheitlich Rot trugen. Trotz aller Enge und der schwülen Hitze herrschte eine ausgesprochen friedliche Stimmung. Scheinbar alle Fans des FC Liverpool in der Schweiz wollten ihren Club sehen, der zur Zeit in Bad Ragaz sein traditionelles Vorbereitungslager abhält. Wie meistens bei solchen Freundschaftsspielen war das Geschehen auf dem Platz, um es vornehm zu sagen, wenig spektakulär und das Schlussergebnis von 0:0 passte gut zur mageren Kost. Ich konnte mich mit gutem Gewissen dem Geschehen neben dem eigentlichen Spiel widmen und ich habe mich bestens unterhalten.

Die Fans der ‹Reds› waren natürlich gespannt auf den ersten Auftritt ihres Teams unter Roy Hodgson. Das erste Raunen gab es beim Einlaufen der Spieler: Die ‹Reds› trugen das nigelnagelneue dritte Trikot in Schwarz-Gelb. Dann wurde auch der letzte Liverpool-Fan unruhig: Joe Cole und Milan Jovanović, die beiden neuen Spieler, tauchten aus dem Gang auf und setzten sich auf die Klappstühle am Spielfeldrand.

Ringsum zückten die Fans ihre Digitalkameras und schossen Bilder; die Kecksten sausten gleich nach unten und wollten sich das Programm oder ein Shirt signieren lassen. Cole vertröstete seine Anhänger bis zur Pause, wo er dann mit Engelsgeduld alle Wünsche erfüllte. Jovanović wurde von den nicht wenigen serbischen Fans in Beschlag genommen und liess sich zigmal mit ihnen zusammen ablichten.

Überhaupt hatten die Liverpool-Stars keine Berührungsängste und schienen den Kontakt mit den Zuschauern zu geniessen; Cole, Jovanović und Kyrgiakos haben während des Spiels vermutlich mehr mit den Fans geplaudert als mit ihren Team-Kollegen.

Der harte Kern der Grasshopper-Fans feuerte derweil die Blauweissen an und sang aus voller Kehle. Für das Freundschaftsspiel hatte man extra eine neue Textzeile mit subtilem Humor einstudiert. So weiss ich jetzt, dass ich als GC-Anhänger «lieber schwul als Liverpool» bin. Dass Philipp Degen bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde, passte gut dazu.

Nicht nur von links her pfiff es, sondern auch von oben herab. Im Tribünendach nisten Schwalben, die sich vom seltsamen Treiben unter ihnen wenig stören liessen und führten Flugakrobatik rund um das Dach vor. Dasselbe geschah auf dem Platz (GC-Spieler Lenjani, Gelbe Karte).

Dann endlich hatte Schiedsrichter Circhetta ein Einsehen und pfiff die ereignisarme Begegnung ab, worauf die Fans aus lauter Freude gleich den Platz stürmten, um ihren Idolen einmal wirklich nahe zu sein. Auch das liessen die Liverpool-Spieler und die Hoppers geduldig über sich ergehen. Die Trainer Roy Hodgson und Ciriaco Sforza umarmten sich und tauschten noch ein paar Worte aus. Der Fussballabend endete, wie er begann: friedlich.

21. Juli 2010, Hertiallmend Zug: Liverpool FC v Grasshopper Club Zürich

Liverpool FC
Cavalieri,
Degen (69. Irwin), Kelly, Ayala, Darby,
Leiva (61. Thomas Ince, der Sohn von Paul Ince), Aquilani (61. Shelvey), Spearing, Pallson,
Eccleston (80. Robinson), N‘Gog (61. Dalla Valle)

Grasshoppers
Benito,
Menezes (45. Voser), Colina (45. Vallori), Smiljanic (45. Cvetinovic), Pavlovic (45. Ruiz),
Toko (45. Basha), Salatic (45. Chappuis), Abrashi (45. Hajrovic),
Lang (45. Emerghara), Rennella (45. Brindeiro), Zuber (45. Lenjani)

Zwei Zürcher

Rrr am Montag den 12. Juli 2010

Dr. Rüdisühli stellt die 10 Superleague-Klubs vor. Heute: GC Zürich.

rudi_zurich“Was viele nicht wissen: GC Zürich sind zwei verschiedene Klubs.

Die Grasshoppers (GC) spielen irgendwie immer auswärts und haben mit relativ wenig Geld eine erstaunlich gute Mannschaft geformt. Mit Zarate und Lulic gingen zwar zwei Stammspieler verloren, doch Trainer Sforza wird sein Team auf dem Kurs der Rückrunde halten – mit vielversprechenden Neuzuzügen wie dem nigerianischen Goalgetter Innocent Emeghara.

Zürich (FCZ) ist der andere Klub. Er hat den Abwehrchef gewechselt (Teixeira für Tihinen) und einen neuen Stürmer, den in Deutschland gescheiterten Tunesier Amine Chermiti. Nach Auskunft des Präsidenten spielt der FCZ dieses Jahr wieder um die Meisterschaft mit.

Rundes Leder Fachprognose. GC: Meisterschaft 3., Cupfinal. FCZ:: Meisterschaft 5., Aus im Cup-Halbfinal.

Chlütter, Chlotz und Chöle

Herr Pelocorto am Donnerstag den 30. April 2009

In den letzten Tagen hat der BLICK viel über die Grasshoppers geschrieben. Das Runde Leder stellt klar.

Eigentlich stimmt nichts, was der BLICK seit Montag über den geheimen Investor und den bevorstehenden Geldsegen für den Grasshopper-Club Zürich veröffentlich hat. Heute um 11:30 Uhr findet die lang erwartete Pressekonferenz statt, wo Bares auf den Tisch gelegt wird. Damit bis dann nicht noch mehr Spekulationen ins Kraut schiessen, informieren wir Sie vorab über die wichtigste Tatsache.

300 Millionen nur? Lächerlich. Der Investor – sie ist der Redaktion des Runden Leders bestens bekannt – wird ingesamt 600 Millionen Franken in die Hoppers investieren. Sie fragen sich, ob das viel Geld ist? Ja, das ist viel Geld. Diese Summe entspricht einen Turm aus Tausendernoten von 76 Metern Höhe. Um diesen Turm zu transportieren, benötigen Sie 60 handelsübliche Aktenkoffer. Unser Grafikteam hat das für Sie gestalterisch aufgearbeitet:

60 Koffer Kohle Schotter Kies Moos

Wozu das viele Geld? Bis jetzt wissen wir erst, dass unsere Investorin, nennen wir sie ruhig Frau Elfriede, der Credit Suisse das Hardturm-Grundstück abkaufen und die Grossbank für die bisher geleisteten Planungsarbeiten entschädigen wird. Frau Elfriede wird dann ein mantelnutzungsentschlacktes und schattenwurffreies Stadion realisieren lassen, das einem Fussballclub der Superlative angemessen ist. Mit einem zweistelligen Millionenbetrag wird die Übernahme von Hermann Burgermeister finanziert und über die Verwendung der verbleibenden Mittel informiert Sie in 90 Minuten unser Erich Vogel.

Der Klassiker im Letzigrund

Rrr am Mittwoch den 2. April 2008

18.44 Uhr. Hochspannung im Letzigrund! Bereits ist das Shakehands im Gange. Unser Funkbild zeigt auch die schwierigen Platzverhältnisse im rechten Couloir. Das kann für eine technisch beschlagene Mannschaft wie die Grasshoppers ein Nachteil sein, fürchten wir.

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8. Minute. Unglaublich, eine Riesenchance für Grasshoppers Zürich! Bobadilla kommt völlig unbedrängt zum Abschluss!

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Tooooooor!!! Toooooor!!!! Toooooooooor für GC! Bobadilla trifft mit einem herrlichen scharfen Flachschuss gegen den etwas indisponiert wirkenden Costanzo!

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Halbzeit. GC hält den Vorsprung, das Spiel ist aber hart umstritten. Alles ist offen!

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58. Minute. Der grosse Schock für Zürcher und Berner: GC leistet sich einen verheerenden Stellungsfehler, jetzt kann Derdiyok nur noch einschieben.

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Daneben! Unglaublich, der Neo-Nationalspieler setzt den Ball neben das Tor! Die grosse Chance zum Ausgleich ist leichtfertig vertan.

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Aus, aus, das Spiel ist aus! Bitter für Basel: Die dritte Auswärtspleite in Serie ist Tasache. Alle sind tief betroffen, ausser die Zürcher und Berner. Das Meisterrennen bleibt spannend!

GC on top

Frans am Mittwoch den 4. Januar 2006

Lobenswerte Neujahrsvorsätze in der Hauptstadt des schweizerischen Clubfussballs: Die Grasshoppers wollen die ihnen eigene Bescheidenheit ablegen und endlich zugeben, dass sie sind, was sie eigentlich schon immer waren – eine Topadresse im europäischen Fussball.

GC-Präsident Walter A. Brunner zeigt sich seiner verantwortungsvollen Führungsaufgabe gewachsen und geht heute im BLICK unerschrocken mit gutem Beispiel voran:

“Latour hat sich bei mir noch einmal bedankt und mir versichert, dass er diese Chance niemals als Thun-Trainer sondern nur als GC-Coach erhalten hat. GC sei halt immer noch eine TopAdresse in Europa.”

Das Runde Leder wünscht dem unbestrittenen Aushängeschild des schweizerischen Fussballs, welches gerade in den letzten Jahren in den europäischen Wettbewerben brilliert hat, im Namen aller schweizerischen Fussballfreunde ein wiederum erfolgreiches Neues Jahr.