Archiv für die Kategorie ‘La Liga’

Gewichtete Tore

Rrr am Mittwoch den 25. März 2015

Messi schiesst wichtigere Tore als Cristiano. Sagt eine Baseball-Statistik.

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In den USA wurde eine Methode entwickelt, um den Einfluss eines Spielers auf den Spielausgang zu ermitteln. Der “Economist” hat das System für den Fussball adaptiert, wobei es einfach darum geht, wer die wichtigeren Tore schiesst.

Beispiel: Steht es nach 90 Minuten unentschieden, liegt die Möglichkeit eines Siegs des Heimteams noch bei 11 Prozent (Remis 82 Prozent, Niederlage 8 Prozent). Gut, das gibt jetzt 101 Prozent, aber fragen Sie nicht. Item, wenn nun ein Spieler des Heimteams das Siegestor schiesst, ist das etwas weniger wertvoll als wenn es ein Auswärtsspieler macht. Und viel weniger wertvoll ist natürlich ein Ehrentor beim Stand von 0:3. Nun muss noch die Bedeutung der Spiele gewichtet werden, denn ein Clasico oder WM-Final ist natürlich wichtiger als ein Heimspiel gegen Rayo Vallecano.

123In die Details können Sie sich hier vertiefen. Wir spüren es ganz deutlich, Sie brauchen eine Excel-Tabelle mit allen Daten.

Aber item, die Schlussfolgerung: Cristiano schoss zwar 2013 und 2014 mehr Tore als Messi, aber weniger wichtige.

Im Clasico vom Sonntag wars übrigens so, dass Real trotz Cristiano-Tor verlor und Barca auch ohne Messi-Treffer gewann.

Freude in Katalonien

Rrr am Sonntag den 22. März 2015

Barca siegt im zweiten Clasico der Saison.

(null)Mathieu und Suarez schossen die Tore zum Heimsieg über Real. Cristiano Ronaldo hatte zwischendurch zum 1:1 getroffen.

In der Tabelle der Primera Division hat Barcelona nun vier Punkte Vorsprung auf Real.

Ob es diese Saison bei zwei Clasicos bleibt, wird sich zeigen. Zurzeit hat Real die Nase mit 4:3 Toren vorn, beide Teams holten je einen Sieg. Der einzige Spieler, der in beiden Partien traf, war Cristiano. In beiden Spielen ohne Tor blieb Lionel Messi.

*** LIVEBLOG *** Barcelona vs Real Madrid 2:1

Rrr am Sonntag den 22. März 2015

Der Clasico im Camp Nou – 98.760 Zuschauer waren dabei.

Die erste Top-Chance hatten die Gäste: Cristiano Ronaldo traf nach elf Minuten die Latte. Dann traf Mathieu nach 19 Minuten per Kopf nach einem Freistoss von Messi. Nach 31 Minuten glich CR7 aus (Assist Benzema).

Luis Suarez schoss für Barca nach 55 Minuten das Siegestor in einem ausgeglichenen, spannenden, aber wegen der vielen individuellen Fehler nicht wirklich hochklassigen Spiel.

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FC Barcelona: 13 Bravo – 22 Alves, 3 Piqué, 24 Mathieu, 18 Alba – 4 Rakitic (75. Busquets), 14 Mascherano, 8 Iniesta (79. Xavi), – 10 Messi, 9 Suárez, 11 Neymar (84. Rafinha).

Real Madrid: 1 Casillas – 15 Carvajal, 3 Pepe (73. Varane), 4 Ramos, 12 Marcelo – 19 Modric (88. Lucas Silva), 8 Kroos, 23 Isco (79. Jesé) – 11 Bale, 9 Benzema, 7 Ronaldo.

Über den Wolken

Rrr am Sonntag den 22. März 2015

Der Clasico auf 10.000 Metern Höhe – Turkish Airlines machts möglich.

Die Fluggesellschaft zeigt heute ab 21.00 Uhr das Spiel der Spiele auf all ihren Langstreckenflügen in 4K Ultra HD. In 17 Flugzeugen werden bis zu 5000 Passagiere die Partie zwischen Barcelona und Real Madrid schauen können.

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Weltweit werden 400 Millionen Fussball-Fans vor dem TV sitzen. Der Clasico entscheidet fast immer die spanische Meisterschaft. Real gewann das erste Spiel am 25. Oktober mit 3:1, liegt aber mittlerweile einen Punkt hinter den Katalanen.

LIVEBLOG ab 20.00 Uhr: Barcelona vs Real Madrid

Barceloner Choreo

Val der Ama am Samstag den 21. März 2015

Und so schaut der Clásico morgen aus.

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Nur noch einmal schlafen, dann ist endlich wieder Barcelona gegen Real Madrid. Und es wird spannend im Camp Nou: Verlieren die Königlichen in Barcelona, ist die spanische Meisterschaft so gut wie verloren. Umgekehrt eventuell auch.

In Barcelona gibt man sich dieser Tage recht detailversessen und plant akribisch. Dies betrifft auch die Choreo vor Spielbeginn. Nichts da mit Amateurkram wie selbstgebastelten Fähnchen oder angemalten Kartonzeugs, nichts da mit Zufall und mal hier oder dann auch da.

Und damit das auch wirklich jeder Goof begreift, gibts sogar ein eLearning dazu.

Erhellende Umfrage

Rrr am Donnerstag den 12. März 2015

Wer ist eigentlich schuld am Untergang von Real Madrid?

1426123452_extras_mosaico_noticia_1_g_0Nach drei Spielen ohne Sieg fällt das Votum der AS-Leser deutlich aus. 56 Prozent gaben in einer Umfrage an, die Spieler seien schuld. 27 Prozent machen Trainer Ancelotti verantwortlich, 17 Prozent den Präsidenten Florentino Pérez. 15’000 Personen gaben ihre Stimme ab.

Erstaunlich, wie einfach es sich die Fans machen. Weit differenzierter ist das Ergebnis einer Blitz-Umfrage des Runden Leders zur Frage, wer daran schuld ist, dass YB seit 28 Jahren in der Krise ist.

23,6 Prozent machten dafür die Gesellschaft verantwortlich, 18,9 Prozent das Wetter, 11 Prozent die herrschenden Strukturen und 7,4 Prozent das Missverhältnis von geschossenen und erhaltenen Toren. Weitere Nennungen entfielen auf “die FIFA-Mafia” (6,4 Prozent), den starken Franken (5,9) Prozent), die Klimaerwärmung (4,6), “der ganze Scheiss rings herum” (3,9 Prozent), die Mentalität der Basler (2,9), die unfähigen Schiedsrichter (2,3), Christian Gross (1,9) und das schwierige wirtschaftliche Umfeld (1,3 Prozent). Der Rest kreuzte “weiss nicht” an, nahm nicht teil oder begriff die Frage nicht.

Líder

Lars Sohn am Montag den 9. März 2015

Der FC Barcelona profitierte übers Wochenende von der in Bilbao erlittenen Niederlage Real Madrids und übernahm die Tabellenführung der Primera Division.

Zugegeben, der Sieg gegen Rayo Vallecano mag mit 6:1 je nach Betrachtungswinkel etwas zu hoch ausgefallen sein. Nüchtern betrachtet unterstreicht die Elf von Trainer Luis Enrique damit ihren Aufwärtstrend.

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Während der Partie realisierte Leo Messi mit den Treffern vom 3:0 bis zum 5:0 seinen zweiunddreissigsten Karrierehattrick als Spieler der Blaugrana und ist damit alleiniger Rekordhalter. Gleichzeitig hat er im Rennen um den Pichichi mit 30 Treffern in der laufenden Saison zu CR7 aufgeschlossen, der am Samstag leer ausging.

Wenn Lippen ins Negative kippen

Rrr am Montag den 2. März 2015

Vorsicht: Lippenleser! Auch auf der Ersatzbank.

lippenWas plaudern eigentlich Fussballer so auf dem Spielfeld? Spätestens mit dem WM-Final 2006 und der Materazzi-Zidane-Szene kam bei den TV-Sendern die Mode auf, zur Klärung dieser Frage einen Lippenleser zu engagieren. Seither halten sich die Kicker bei der Kommunikation in aller Regel die Hand vor den Mund, selbst in der Schweizer Super League, wo jetzt wirklich niemand wiss-

Aber egal. In Spanien jedenfalls wird alles genau entschlüsselt. So wissen wir nun, was Reals Edeltalent Jesé Rodriguez vor sich gab, als er vor Wochenfrist in der Nachspielzeit gegen den FC Elche für die letzten 35 Sekunden eingewechselt werden sollte.

Der 21-Jährige regte sich fürchterlich ab und suchte das Gespräch mit Assistenztrainer hIerro. “Das kann er (Ancelotti, die Red.) nicht mit mir machen … nicht, wenn ich mich 40 Minuten lang aufgewärmt habe.”

Jesé tat doch wie ihm geheissen. Er konnte aber keine Akzente setzen.

Trainer Ancelotti nach dem Spiel: “Jesé sollte eigentlich drei Minuten früher kommen, doch der Ball ging nicht ins Aus.”

Nun gut, das ist alles harmlos. Wenn es rechtlich heikel werden solle, beachten Sie bitte auch nachfolgende Ausführungen.

El palco

Rrr am Sonntag den 22. Februar 2015

(null)Das Runde Leder sass gestern in der Präsidentenloge des FC Barcelona.

Unser Sonderkorrespondent Herr Riquelme ist ja regelmässig zu Gast bei Barca, ältere Leser erinnern sich etwa an seine legendäre Reise mit Messi an den Cupfinal 2014 in Valencia.

Gestern war Herr Riquelme als verdientes Klubmitglied in die Präsidentenloge (El palco ) eingeladen und genoss von dort diese herrliche Sicht auf Spielfeld und Gegentribüne.

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(null)Damit nicht genug: Für seinen älteren Sohn Lionel konnte sich Riq eine Kinder-Akkreditierung sichern, die ein Mannschaftsfoto mit 50 Kids unmittelbar vor dem Anpfiff ermöglichte. Geübte Leser erkennen klein Lionel vorne auf dem Knien.

Dann ging das Spiel los, derweil Herr Riquelme in den Katakomben des Stadions auf seinen Junior wartete. In dieser Zeit verpasste er leider das Führungstor von Málaga nach sieben Minuten. Als Riquelme Senior und Junior endlich auf ihrem Platz waren, konnten sie mitverfolgen, wie Barca bis zuletzt vehement auf den Ausgleich drückte und sich dabei einen hohen Ballbesitz erarbeitete.

“Dreimal hat mich Barca in den letzten zwölf Monaten eingeladen”, bilanziert heute der etwas ernüchterte Herr Riquelme. “Zum Cupfinal, den wir gegen Real verloren. Zum entscheidenden Liga-Spiel gegen Atletico, wo wir die Meisterschaft verspielten. Und gestern gegen Málaga. Es kann also sein, dass dies mein letzter Bericht war!”

Kopf hoch, Herr Riquelme – die Rundesleder-Redakteure Pelocorto und Rrr erwägen ernsthaft, Ihnen die Reise zum Clasico am 22. März zu zahlen.

Einunddreissig!

Lars Sohn am Montag den 16. Februar 2015

Leo Messi hat gestern beim 5:0 Ligasieg gegen Levante seinen einunddreissigsten Karriere-Hattrick im Leibchen vom FC Barcelona erzielt.

Damit hat er den ewigen Rekord von Telmo Zarra egalisiert. Messis dreissigster Hattrick ist noch keinen Monat alt, der zweiunddreissigste dürfte bald folgen.

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Mit dem 4:0 per Elfmeter war Messis einunddreissigster Hattrick Tatsache.

Wegen der seit nunmehr 207 Minuten anhaltenden Torflaute seines Konkurrenten Cristiano Ronaldo konnte Lionel Messi mit den drei erzielten Einheiten neuen Schwung ins Rennen um den Pichichi bringen. CR7s einstiger Vorsprung von zwölf Treffern ist auf deren zwei geschmolzen. Es steht noch 28 zu 26.

Das spektakulärste Tor des Spiels gelang indes Luis Suarez. Geniessen Sie seinen Scherenschlag nach Adrianos Flanke zum Schlussresultat von 5:0.

Krise in Katalonien (V)

Herr Pelocorto am Freitag den 6. Februar 2015

Immer schlimmer wird die Krise beim FC Barcelona. Dem Club fliegt alles um die Ohren.

Die Stars nehmen Reissaus und flüchten in alle Himmelsrichtungen, wie unser aktuelles Video unserer katalanischen Verbindungsperson beweist.

Fataler Fingerzeig

Rrr am Donnerstag den 29. Januar 2015

Hätten Sies gewusst? Deutschland schlug Brasilien letztes Jahr 7:1.

Jetzt hat es auch Juanfran mitbekommen, der spanische Internationale und Mittelfeldspieler bei Atletico Madrid. Das Resultat hat ihn so belustigt, dass er gestern den Barca-Brasilianer Neymar sieben Finger entgegenstreckte (unser Funkbild).

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Juanfran geriet mit seiner Provokation allerdings an den Falschen. Erstens war Neymar im fraglichen 1:7-Spiel gar nicht dabei. Und zweitens rächte sich der Brasilianer anschliessend mit zwei Toren, die den Sieg von Barcelona über Atletico besiegelten.

Brasilianer werden in den europäischen Ligen öfter mit Hinweisen auf den WM-Halbfinal provoziert. So beklagte sich Bayern-Abwehrspieler Dante neulich über die Sprüche von Mitspieler Thomas Müller. “Mach keine Witze mehr, die bringen mich nicht zum Lachen”, soll er Müller schliesslich gesagt haben. “Und wenn mich das nicht zum Lachen bringt, werde ich sauer und es knallt!” Dante beteuerte kurz darauf, er habe das nicht ernst gemeint.