Archiv für die Kategorie ‘La Liga’

Wasserschaden

Harvest am Sonntag den 22. Januar 2017

Platzwarte auf der ganzen Welt verrichten Toparbeit, doch erwähnt werden sie doch nur, wenn mal was schief läuft.

So geschehen letzten Freitag beim Spiel der höchsten spanischen Liga zwischen Las Palmas und La Coruna. Die zweite Halbzeit hat eben begonnen, als die Sprinkleranlagen aus dem Boden wuchsen und zu spritzen begannen. Doch sehen Sie selbst:

Die Sprinkler gewaltsam zurück in den Boden zu stampfen funktioniert offensichtlich nicht. Glücklicherweise reagiert der Platzwart geistesgegenwärtig und der Spuk ist nach weniger als einer Minute beendet.

Spätes Glück

Rrr am Samstag den 3. Dezember 2016

Im Camp Nou waren 89 Minuten 46 Sekunden gespielt, als Modric den Freistoss in den Strafraum brachte.

Der Clasico vor 98.000 Zuschauern endet 1:1. Real kontrollierte die erste Halbzeit, dann kam Barca dank Suarez eher überraschend zum 1:0. Auch dieser Treffer fiel nach einem Freistoss. Nach der Einwechslung von Iniesta hatten die Katalanen ihre stärkste Phase, brachten aber den Sieg in einem durchwachsenen Clasico nicht ins Trockene.

Real Madrid ist nun seit 33 Spielen ungeschlagen und behält den Vorsprung von sechs Punkten auf Barca.

Bestechendes Design

Rrr am Samstag den 3. Dezember 2016

Klopft ein Kicker die Finken, kommt der Arzt mit dem Schinken.

Den CD Guijuelo kennen Sie bereits: Das ist der spanische Zweitligist, der seine Trikots im Schinken-Design fertigen liess und damit Werbung für den berühmten Jamón Ibérico von Guijuelo machte.

Neuerdings wirbt nicht das Team für den wirklich sehr leckeren Jamón, sondern auch der Mannschaftsarzt. Also dem Mannschaftsarzt sein Einsatzkoffer.

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Kältespray war gestern!

Tränenreicher Transfer

Rrr am Dienstag den 2. August 2016

Andalusien weint: Coke ist weg.

Fünf Jahre spielte Jorge Andújar Moreno – kurz Coke genannt – beim FC Sevilla, in dieser Zeit gewann er dreimal die Europa League. Im Final von Basel neulich gegen Liverpool war er der Held mit zwei Toren. Nun gab der 29-jährige Captain unter Tränen bekannt, er wechsle zu Schalke. Sportlich ist das  natürlich ein Abstieg, aber Coke verdient in der Bundesliga deutlich mehr. Zudem kassiert Sevilla 3 bis 5 Millionen Euro Ablöse.

Sportdirektor Monchi ist trotzdem zu Tode betrübt: “Ich habe schon viele Spieler verkauft, aber in diesem Fall haben wir einen grossen Fehler gemacht. Wir verlieren nicht einfach einen Spieler, sondern auch unseren Captain. Nein, es ist noch schlimmer: Wir verlieren das Herz unseres Klubs.”

Coke ist auch neben dem Fussballplatz ein aussergewöhnlicher Typ. Er hat Medienwissenschaften studiert, liest aber seit Jahren keine Zeitungen mehr. In Sevilla wohnte er nicht in einer Villa, sondern mitten im Zentrum und besuchte viele kulturelle Veranstaltungen. Selber spielt er in einer Laientheatergrupe mit.

Die gestrige Pressekonferenz mit Coke und Monchi können Sie im Internet nachgucken. Wenn Sie dabei nicht in Tränen ausbrechen, haben Sie vermutlich gar keine Seele. 

Verstummte Stimme

Rrr am Sonntag den 1. Mai 2016

Der FC Barcelona trauert um Manel Vich – Stadionsprecher seit 1958.

Vich trat sein Amt noch im alten Barca-Stadion an, dem Camp de Les Corts, am 10. September 1958. Er blieb 58 Jahre lange im Amt und verpasste dabei nur vier Spiele: Einmal wegen der Hochzeit seiner Tochter, dreimal wegen Krankheit, darunter die Partie am letzten Samstag gegen Sporting Gijon (6:0). Diese Woche erlag der frühere Radiomoderator mit 78 Jahren einer erst kürzlich entdeckten Krebserkrankung.

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Alle Mannschaften des FC Barcelona liefen an diesem Wochenende mit Trauerflor auf. Der legendäre Stadionsprecher mit der markanten Stimme erlebte 17 Meistertitel, 14 Pokalsiege und fünf Triumphe im Meistercup beziehungsweise der Champions League.

2015 hat der Verein seinen Sprecher in einem 4-Minuten-Clip von bemerkenswerter Schönheit gewürdigt. “Ich mache nichts Besonderes für meine Stimme”, sagt er darin. “Ich rauche einfach eine Zigarette, das ist das Beste.”

Verflixter Virus

Rrr am Donnerstag den 18. Februar 2016

Barca in der Penalty-Krise. Alle leiden mit.

Gestern scheiterte Luis Suarez in Gijon vom Elfmeter-Punkt. Es war bereits der sechste verschossene Penalty der Katalanen in dieser Saison.

Kein Team in der Primera Division bekommt so viele Penaltys zugesprochen wie Barcelona. In dieser Saison waren es bereits 13, versenkt wurden nur 7. Lionel Messi scheiterte schon dreimal, Neymar zweimal, jetzt ist auch Suarez vom Verschiessvirus infiziert.

Der Top-Wert der Liga stammt übrigens vom FC Sevilla: Sechs Elfmeter zugestanden, alle verwandelt.

“Wir arbeiten an dieser Schwäche”, sagte Barca-Trainer Luis Enrique nach dem Spiel in Gijon.

Verschossene Penaltys: 1. Barcelona 6 (von 13). 2. Gijon 5 (von 8). 3. Real Madrid 3 (von 9). 4. Celta Vigo 3 (von 7). 5. Betis Sevilla 2 (von 4).
In der Schweiz: 1. St. Gallen 3 (von 7). 2. Basel 2 (von 8). 3. Luzern 2 (von 6). 4. Thun 2 (von 10). 7. YB 1 (von 2).

Neulich im Camp Nou

Rrr am Dienstag den 16. Februar 2016

Der Seelsorger der Rundesleder-Redaktion sagt dazu:

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84 Kisten

Lars Sohn am Dienstag den 5. Januar 2016

Wer gibt im Schnitt 84.6 Mio. € für einen Titel aus?

Real Madrid unter Florentino Perez. Der spanische Bauunternehmer präsidierte den königlichen Verein von 2000 bis 2006 und 2009 bis in die Gegenwart. Während dieser Zeit investierte Señor Perez 1’185 Millionen Euronen in den Verein und gewann damit sagenhafte 14 Titel (UEFA Champions League 2002, 2014; UEFA Super Cup 2002, 2014; FIFA-Klub-WM 2014; Weltcup 2002; La Liga 2001, 2003, 2012; Copa del Rey 2011, 2014; Supercopa 2001, 2003, 2012)!

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Gut, eingerechnet sind nur die Spielereinkäufe. Die fetten Brocken (in Millionen €) waren Bale (101), Cristiano Ronaldo (96), James (80), Zidane (75), Figo (60), Ronaldo (45), Illarramendi (39), Danilo (35), Coentrao, Isco, Kovacic, Modric und Xabi Alonso (je 30), Sergio Ramos (27), Diarra (26), Beckham, Di María, Kroos, Robinho, Samuel (je 25), Baptista (24), Cannavaro und Emerson (ja 23), Woodgate (22), Gago (20), Özil und Van Nistelrooy (je 15), Lucas Silva (14), Higuaín und Owen (je 12), Khedira, Navas und Varane (je 10), Carvalho (8), Kiko Casilla und Marcelo (je 6), Gravesen (3,5) und Chicarito (2,5). Ob dieser Wucht wollen wir nicht vergessen, dass unter Perez auch Adebayor, Albiol, Altintop, Arbeloa, Benzema, Callejón, Canales, Carvajal, Casemiro, Cassano, Celades, César, Cicinho, Diego López, Diogo, Essien, Flavio, Garay, Granero, Kaká, Lucas Vázquez, Makelele, Munitis, Negredo, Pablo García, Pedro León, Reyes, Sahin und Solario bei Real Madrid anheuerten.

Bitterer Twitterer

Lars Sohn am Dienstag den 29. Dezember 2015

Wie der Guardian berichtet, hat der FC Barcelona Sergi Guardiola nur Stunden nach der Unterzeichung dessen Vertrags fürs B-Team wieder entlassen.

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Was neue Angestellte in Social Media-Kanälen so alles absondern, wird in Barcelona offenbar erst nach einem Vertragsabschluss überprüft. Für Sergi Guardiola, der mit Pep nicht verwandt ist, war das nun nicht gerade von Vorteil. Sehen Sie hier. Der junge Mann gibt nun an, nichts von diesen Tweets gewusst zu haben. Ein Freund habe 2013 sein Handy genommen und diese “Scherze” gezwitschert.

17 Sekunden

Lars Sohn am Montag den 28. Dezember 2015

… sieben Spieler, ein Tor. Und was für eins!

Die Jungs der U15 aus Barcelona könnens schon ganz ansehnlich, wie wir dem Vereinssender “Blaugrana” entnehmen dürfen. Sie sehen das 1:0 gegen La Floresta.

Die Mannschaft von Trainer Cristian Catena führt die Meisterschaft seiner Altersklasse mit 11 Siegen aus 11 Spielen und 57 zu 6 Toren an.

Fotos verboten

Rrr am Montag den 28. Dezember 2015

Der FC Barcelona untersagt seinen Junioren ein Gruppenbild mit Raúl.

Der legendäre Real-Star ist mittlerweile Botschafter der Primera Division in den USA. In dieser Eigenschaft reiste er nach Miami, wo seit gestern das “La Liga Promises Tournament” stattfindet. Die U12-Mannschaften von 17 Klubs aus 3 Kontinenten treten dabei gegeneinander an.

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Raúl empfing sämtliche Teams und liess sich mit einigen ablichten – darunter auch mit den Junioren von Real-Stadtrivale Atlético Madrid. Ein Foto mit dem FC Barcelona sucht man aber vergebens. Der katalanische Klub verbot das Gruppenfoto mit der Begründung, die Kinder seien dafür “zu müde”.

In der Tat: Sowohl die Spieler als auch die Betreuer sehen bei der Begegnung mit Raúl extrem müde aus.

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Barca-Party im Bernabeu

Rrr am Samstag den 21. November 2015

Barcelona gewinnt den Clasico in Madrid mit 4:0.

(null)Suarez (2), Neymar und Iniesta trafen für die Katalanen in einem schwachen Spitzenspiel – wobei es ausschliesslich an Real Madrid lag, dass der Clasico den Erwartungen nicht gerecht wurde.

Trainer Rafa Benitez hatte seiner Mannschaft einen Angsthasen-Fussball verordnet, der jeder Beschreibung spottet. Die Spieler dankten es mit einem Festival individueller Fehler. Barca brauchte nicht einmal Messi, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden.

Fazit: Benitez hat heute den einzigen Heim-Clasico seines Lebens als Real-Trainer erlebt. Wahrscheinlich den einzigen Clasico überhaupt. Real steht auch kadermässig vor einem grösseren Umbruch, der leider erst nach dieser Saison vollzogen werden kann.