Archiv für die Kategorie ‘YB for ever’

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum.
Heute: Der Stich ins Herz

Dr. Rüdisühli am Mittwoch den 16. August 2017

Es gibt Gegentore, die tun so richtig weh. 

Den Fans der Berner Young Boys wird die 91. Minute des Heimspiels gegen ZSKA Moskau in schlechter Erinnerung bleiben. 

Als Basler zuckt man beim Wort “Filipescu” zusammen. Als Schalker möchte man eher nicht an das Freistosstor von Bayerns Patrik Andersson 2001 in Hamburg erinnert werden. Undsoweiter. 

Ich möchte von Ihnen wissen, was das schlimmste Gegentor war, das Sie als Fan jemals erleiden mussten. Gespannt warte ich auf Ihre Antworten! Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli” 

Ja Nuhu so de.

Herr Shearer am Dienstag den 15. August 2017

Es hätte so schön werden können. Doch YB verliert gegen ZSKA Moskau mit 0:1.

Bild: Thomas Hodel

Die Berner versuchten von Anfang an, dem Spiel den Stempel aufzudrücken, vergaben aber vor Akinfeevs Kasten mehrere gute Chancen. Die 20’003 stimmgewaltigen Zuschauerinnen und Zuschauer peitschten ihre Mannschaft auch in der zweiten Hälfte nach vorne, die Moskauer waren vor allem mit Defensivarbeit beschäftigt und stellten Goalie von Ballmoos vor keine grossen Probleme. Glück beanspruchen musste ZSKA-Schlussmann Akinfejew in der 79. Minute, als Hoarau einen Pass von Benito scharf aufs Tor des ZSKA-Hüters verlängerte; dieser konnte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch über die Latte lenken. YB spielte immer wie entfesselter, das Publikum schonte seine Stimmbänder so wenig wie die Spieler ihre Knochen – bis zum Schlusspfiff, und kurz davor fand der Ball tatsächlich den Weg ins Netz. Nuhu verlängerte in der Nachspielzeit einen Rückpass unglücklich und unhaltbar für von Ballmoos ins eigene Tor. Ohne grosse Offensivdarbietung kamen die Gäste aus dem Osten so zu einem äussert glücklichen Auswärtssieg.

Aber Obacht! Sollten die gloriosen Berner Young Boys nächste Woche in Moskau zwei Tore schiessen und dabei nicht mehr als eine Gegentreffer kassieren, ist auch trotz diesem Dämpfer das Erreichen der Champions League möglich. Als Randnotiz darf noch erwähnt werden, dass Yoric Ravet in der 73. Minute das Spielfeld im Wankdorf möglicherweise für immer verlassen hat.

Wir raten Ihnen, den Kopf nicht hängen zu lassen und Ihr Team auch im Rückspiel zu unterstützen!

 

*** LIVE *** YB-ZSKA Moskau 0:1

Rrr am Dienstag den 15. August 2017

Jetzt gehts um die Wurst.

Ausnahmsweise nicht um die YB-Wurst, sondern die Champions-League-Wurst: Der Sieger dieses Playoffs erreicht die Gruppenphase der Königsklasse. Im Hinspiel (seit 20.45 Uhr) spielen die Berner mit Yoric Ravet, der nach den Transfer-Turbulenzen sein Comeback in der Startformation gibt.

Ravet wurde nach 73 Minuten durch Fassnacht ersetzt. Nsamé kam nach 84 Minuten für Assalé. 

Ein Eigentor von Nuhu in der Nachspielzeit entschied die Partie.

Eurototo #2

Rrr am Dienstag den 15. August 2017

Im Wankdorf ertönt heute die Champions-League-Hymne.

YB will sich gegen ZSKA Moskau eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Mittwoch verschaffen. Die Berner empfangen zum dritten Mal in der Klubgeschichte einen russischen Klub – die ersten beiden Begegnungen (gegen Zenit St. Petersburg und Anji Matschkala) haben sie daheim gewonnen.

Zur Vorbereitung aufs Spiel lernen Sie nun alles auswendig, anschliessend beantworten Sie unsere Quizfrage sicher mühelos:

Welche Torschützen, wieviele Zuschauer?

Ihre Antwort erwarten wir bis 20.44 Uhr. Der Sieger streicht 2 Euro ein – falls YB gewinnt, sind es 20. Falls die Young Boys weiterkommen, sind es 200. Toi toi toi!

*** SCHNAPSCHAT *** Breitenrain-YB 0:3* (22. Nuhu, 53. Schick, 90. Nsamé)

Rrr am Samstag den 12. August 2017

Kein Antrieb, die gute Stube zu verlassen? Keine Freunde, die mit Ihnen Fussball schauen wollen?

Dann ist der Rundes Leder-Schnapschat Ihre Heimat im Netz!

Trinken Sie sich mit uns den Schweizer Cup schön und schauen Sie mit uns das Gastspiel des ruhmreichen BSC Young Boys im Berner Breitenrain-Quartier.

Heutiger Tagesschnaps: Ingwerer.

Am Tresen: Herr Rrr.

“Ingwerer wird im trendigen Stadtteil V (Breitenrain-Lorraine) hergestellt, der Heimat des FC Breitenrain und des BSC Young Boys. Ursprünglich wurde der kleine Scharfe im schönen Café Kairo produziert, nun im Löscher.  Den Redaktionsessen des Runden Leders hat er schon so manche Krone aufgesetzt hat. Pro-Tipp: Die Flasche immer zuerst schütteln, dann wird der Ingwerer noch schärfer. Und apropos scharf: Ingwer gilt auch als Aphrodisiakum! Wie auch immer, ein Prosit auf den Stadtteil V, hopp YB und alles Gute allen Beteiligten!”

(Foto: ingwerer.ch)


Nuhus Tor zur YB-Führung. Und hier das 0:2 von Schick. 

Von Bern ins Breisgau

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 10. August 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, Ravet zu Freiburg – ist da was dran? U.a.w..g., A. K., Z.

Lieber Alain, wenn Sie gestern abend von den Online-Berichten über Freiburgs Interesse an Ravet überrascht wurden, müssen wir Ihnen leider die gelbe Karte wegen nachlässigen Nachlederns zeigen. Unser Starreporter Herr Maldini hat bereits am 21. Juli über das vertrauliche Gespräch eines Freiburger Scouts mit einem Spielerberater am Rand des Uhrencups berichtet:

YB-Sportchef Christoph Spycher hat gestern abend ein Angebot für den 27-jährigen Ravet bestätigt und einen Wechsel nicht ausgeschlossen. Auf deutsch übersetzt: Wenn Freiburg genug bietet, willigt YB in den Wechsel ein.

Ravet wechselte Anfang 2016 für rund 2 Millionen Franken zu YB. Sein jetziger Marktwert wird von transfermarkt.de mit 3,75 Millionen Franken angegeben, was natürlich deutlich zu wenig ist.

Klar ist, dass sich ein Transfer für YB wirtschaftlich auszahlen würde. Sportlich ist es aus heutiger Sicht ein Verlust. Die Frage ist aber, wen Christoph Spycher als Ersatz in der Hinterhand hat. Erst wenn wir das wissen, können wir eine Gesamtbilanz ziehen. Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

Desaster im Derby

Herr Shearer am Mittwoch den 9. August 2017

Nach der Horror-Choreo die Horror-Vorstellung.

Bild: Valderramapress

Das Spiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Thun begann mit einer interessanten Choreographie und endete mit einer 0:4-Pleite. Bereits zur Pause führten die Thuner mit 3:0 durch Lauper, Gelmi und Spielmann, weil sie alle drei Chancen, die YB ihnen zugestanden hatte, verwerten konnte. Die umgestellte Innenverteidigung (Bürki spielte anstelle von Nuhu) sah bei zwei Treffern nicht sehr sattelfest aus.

Nach der Pause versuchte YB mit Vehemenz, die Hypothek auszugleichen – jedoch gelang vor dem gegnerischen Kasten wenig. Symptomatisch dafür können der Pfostenschuss von Assalé in der 53. Minute und die vergebenen Riesenchancen von Fassnacht in der 57. und 61. Minute herhalten. Das vierte Tor der Gäste (erneut Spielmann) besiegelte das Desaster.

Damit gewinnt der FC Thun zum ersten Mal seit dem 1. Dezember 2013 ein Berner Derby, beschert YB die höchste Heimniederlage im neuen Wankdorf seit März 2014 (gegen GC, ebenfalls 0:4) und klettert in der Tabelle auf Platz acht. YB – das ist die erfreuliche Nachricht des Abends – grüsst zumindest bis morgen weiterhin vom Spitzenplatz.

Für YB geht es am Samstag im Cup gegen den FC Breitenrain weiter. Um in diesem Wettbewerb eine Runde weiterzukommen, braucht es möglicherweise eine leichte Leistungssteigerung gegenüber dem heutigen Spiel.

Ah, und übrigens – was ist eigentlich dran am Ravet-Wechselgerücht? Christoph Spycher nimmt Stellung:

Rundesleder Tippspiel (3)

Rrr am Mittwoch den 9. August 2017

Der Erste gegen den Letzten. 

YB empfängt heute abend Thun. Es ist das dritte von fünf Spielen in Serie, das die Young Boys in Bern austragen können. 

YB hat in dieser Saison noch kein Gegentor zugelassen, Thun noch keinen Punkt geholt. Das möchten die Berner Oberländer nun ändern – im Idealfall mit dem ersten Sieg im Wankdorf seit viereinhalb Jahren. 

Unsere Quizfrage lautet wie folgt:

Wer trifft?

Ihre Antwort können Sie bis 19.59 Uhr einreichen. Anschliessend können Sie das Match live vor Ort oder auf SRF Info verfolgen. 

Der Tippspielstar der Stunde ist übrigens Herr Power: Er schlug zuletzt gleich zweimal zu, gegen Kiew und Lausanne. Das brachte ihm 100 Euro und zwei fette Würste ein. Werden Sie wie Herr Power und tippen Sie jetzt, hü!

Rundesleder Tippspiel (2)

Rrr am Sonntag den 6. August 2017

Der Leader empfängt Lausanne.

Gegen die Waadtländer holte YB letzte Saison 10 von 12 Punkten, aber Obacht: Lausanne ist auswärtsstark. Den Klassenerhalt sicherte sich das Team von Fabio Celestini mit sechs Siegen und drei Unentschieden in der Fremde. 

Für Sie haben wir eine knifflige Quizfrage vorbereitet: 

Wer trifft vor wie vielen Zuschauern? 

Kleiner Tipp: Bei YB gibts diese Saison in Heimspielen immer genau zwei Tore (und in Auswärtsspielen stets vier). 

Ihre Antwort hinterlegen Sie bis 15.59 Uhr in den Kommentaren. Der Sieger erhält zwei YB-Würste (es liegt noch eine im Hotpot aus dem Startspiel).  Toi toi toi! 

Divergierende Daten

Dr. Rüdisühli am Samstag den 5. August 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, ich bin etwas verwirrt. In der “Berner Zeitung” werden die YB-Chancen gegen ZSKA Moskau mit 30 Prozent angegeben, im “Blick” sind es 60 Prozent. Woher kommt die Differenz, und wer hat recht? UAwg, B. B., G.

Lieber Beat, ganz einfach: Die beiden renommierten Journalisten F. Ruch und A. Kunz kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, weil sie verschiedene wissenschaftliche Methoden zur Errechnung der Prozentzahl angewendet haben.

F. Ruch arbeitete nach der Krauss-Golgin-Methode; er befragte also 150 Sportchefs in der Schweiz und Russland, ausserdem 300 Medienschaffende, die beide Klubs ganz genau kennen und schon in beiden Städten gearbeitet haben. Parallel dazu liess er ein achtköpfiges Mathematiker-Team der ETH Zürich sämtliche Leistungsdaten und Blutwerte aller Kaderspieler von YB und ZSKA eingehend analysieren. 

A. Kunz hingegen ist ein Verfechter der perphyntischen Dreieckdrollage. Das sagt Ihnen jetzt vielleicht nichts – nun, im Wesentlichen geht es bei dieser Methode darum, einen Hochleistungsrechner mit dem gesamten Datenmaterial aus den letzten 300 Pflichtspielen beider Klubs zu füttern und das Ergebnis mit den RGB-Codes der Vereinsfarben zu dividieren, ehe man es mit den Jahrgängen der Spielerfrauen multipliziert. 

Nun wissen Sie, wie es zu den unterschiedlichen Prozentzahlen kam. Übrigens sind beide Zahlen falsch. Mit besten Grüssen, Ihr Dr. Rüdisühli

Match in Moskau

Rrr am Freitag den 4. August 2017

ZSKA Moskau ist die letzte YB-Hürde auf dem Weg in die Champions League.

Das wurde heute mittag in Nyon ausgekugelt. Auf der Redaktion des Runden Leders herrschen gemischte Gefühle. “Tami, schon wieder Ostblock”, seufzte Herr der Ama. “Dafür haben wir absolut eine Chance”, entgegnete Herr Shearer.

“Aber Obacht”, betätigte Herr Maldini die Euphoriebremse. “YB ist auch in diesem Duell klarer Aussenseiter.” Herr Briger pflichtete ihm bei: “Stimmt, normalerweise scheiden wir aus.” Herr Harvest ergänzte: “Genau!”

Herr Rrr bat um Ruhe. “Meine Herren, als alter Fussi-Hase weiss ich, dass jedes Spiel erst gespielt werden muss. Wir müssen zwei perfekte Spiele zeigen, keine Frage. Aber im Fussball ist alles möglich! Wichtig ist, dass wir zuhause möglichst keinen Gegentreffer kassieren. Auswärts in Moskau wiederum geht es nicht nur, aber auch darum,  ein Goal zu machen, das hat man in Kiew wieder gesehen.”

Wie auch immer: Das Hinspiel findet am Dienstag, 15. August, um 20:45 Uhr in Bern statt. Das Rückspiel in Moskau folgt ein Woche später, am Mittwoch, 23. August um 20:45 Uhr MEZ.

Golden Goals

Rrr am Donnerstag den 3. August 2017

Jordan Lotomba ist der dritte Millionen-Torschütze der Young Boys.

Sein Treffer zum 2:0 in der 89. Minute sichert YB mindestens sechs Millionen Franken in einer Europacup-Gruppenphase.

(Song: Frank Dow & The Forevers)

Ältere YB-Fans erinnern sich an die zwei anderen Spieler, die YB in die Champions-League-Playoff schossen: Henri Bienvenu und Milan Gajic.

Bienvenu gelang das Kunststück am 4. August 2010 mit seinem Auswärtstor bei Fenerbahce Istanbul. Gajic verwandelte vor Jahresfrist den entscheidenden Elfmeter gegen Schachtar Donezk.

Doch liegt ein Fluch über den Millionen-Torschützen? Bienvenu verliess YB nur ein Jahr nach seinem wichtigsten Tor, er wechselte zu Fenerbahce, wo sein langsamer Abstieg begann. Inzwischen ist er arbeitslos. Gajic fiel kurz nach dem goldenen Penaltytor aus den Traktanden und wurde diesen Sommer nach Vaduz abgeschoben.

Der 18-jährige Lotomba hat sicher eine bessere Zukunft vor sich. Ganz sicher.

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