Archiv für die Kategorie ‘Wohin man geht’

Was macht eigentlich…

Val der Ama am Donnerstag den 14. April 2022

… Hidetoshi Nakata?

Nakata wird oft als David Beckham Asiens bezeichnet und spielte bis zu seinem Karrierende bei immerhin Perugia, Roma, Parma und dann noch Bolton. Heute lebt der 45-Jährige von Werbeverträgen und einer eigenen TV-Show. Vor allem aber von Sake.

Er gründete eine eigene Marke namens “N” wenn, dann aber auch richtig: Sein Wein wurde 2013 auf den Markt gebracht und kostete mal eben zwischen knapp 2000 und 3000 Franken pro Flasche, wobei erst nur 1.000 Einheiten davon produziert wurden. Experten in der Sake-Branche sagen, dass “N” gut zu fettem Fisch und rotem Fleisch passt.

Heute hat er längst diversifiziert und aktuell erfreut er seine Kundschaft mit einer Pop-up-Bar in Tokio. Einem Werbedeal mit Nestlé ist es zu verdanken, dass dort ein Kit Kat Sake serviert wird und wer will, kann dann dem fetten Fisch zum Beispiel einen Schokoladenriegel mit Sake-Geschmack geniessen.

Gäste am Googeln

Rrr am Sonntag den 27. März 2022

Das historische Bild zum Sonntag.

Wembley, 26. März 2022: Schweizer Fans im Gästesektor.

Bielsa bleibt

Val der Ama am Donnerstag den 3. März 2022

Wie man einen entlassenen Trainer ehrt.

Dieses Wochenende haben sie oben in Yorkshire den Trainer entlassen und das macht viele dort traurig. Schliesslich gelang Marcelo Bielsa mit Leeeds United der Aufstieg in die Premier League und in der ersten Saison erreichte er immerhin Platz 9.

Diese Saison wollte es aber nicht so richtig. Viele Verletzte und dazu viele Experten, die meinten, es sei nicht so wirklich ein klares Spielsystem erkennbar.

Nun ist Bielsa weg, aber eben doch nicht so richtig. Weil das Old Peacock, das direkt gegenüber der Südtribüne der Elland Road liegt, das hat eben den Namen geändert und heisst künftig “El Bielsa”.

Bevor Sie überlegen und gar suchen: In Müntschemier gibt es ein Tea-Room namens Wagnerstübli.

Sankharé am Scheideweg

Val der Ama am Donnerstag den 10. Februar 2022

Herr Beyeler, wir haben da einen Kunden für Sie.

Ganze neun Teileinsätze durfte er diese Saison beim türkischen Süperligisten Giresunspor absolvieren, der Younousse Sankharé. Seit November ist er nicht mehr im Kader und so langsam dämmert es dem ehemaligen Nationalspieler Senegals, dass sein Verein ihn gerne loswerden möchte.

In der Wohnung, die ihm sein Verein zur Verfügung stellt, hat man ihm den Strom und das Internet abgestellt, zum Beispiel. “Ich lade mein Handy im Auto auf. Nun hat mich der der Sportdirektor gebeten, das Haus und mein Auto zurückzugeben.” Und der Präsident (oben im Bild), der habe ihm folgendermassen gedroht: “Ich habe die Fans schon lange zurückgehalten. Wenn dir von nun an etwas passiert, ist das nicht mehr mein Problem.”

Bei Giresunspor ist man selbstverständlich anderer Meinung und das gestern veröffentlichte Statement übersetzt der Onlinetranslator so schön, dass Sie das gerne auch noch lesen dürfen: “„Die unbegründeten Nachrichten und Anschuldigungen über unseren Fußballspieler Younousse Sankhare in einigen Medien und sozialen Medien spiegeln nicht die Wahrheit wider. Wir weisen diese böswilligen Einstellungen und Verhaltensweisen, die unseren Verein beschuldigen und demütigen, vollständig zurück. Wir hatten mit keinem unserer Spieler, die wir in unseren Kader aufgenommen haben, ein solches Problem, und wir möchten, dass bekannt wird, dass alle unsere Spieler, die wir als Teil unserer Familie betrachten, sehr glücklich sind, in unserer Stadt und in unserem Team zu sein, und wir überlassen die Angelegenheit der Öffentlichkeit, um sie zu würdigen.”

Delikater Doppeltransfer

Rrr am Samstag den 22. Januar 2022

Herzlich willkommen zur heutigen Presseschau.

Was ist dran an den Gerüchten? Unser Transfer-Experte Herr Rrr gibt Auskunft (Fr. 18.98/Klick) ↓

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Begeisternder Präsident Paul Biya

Rrr am Freitag den 21. Januar 2022

In Afrika wird derzeit Fussball gespielt – genauer in Kamerun. Nach der Gruppenphase des Afrikacups ist Titelverteidiger Algerien rausgefault. Die YB-Spieler Camara und Ngamaleu sind noch mit dabei.

Wir konnten exklusiv mit unserem ehemaligen Afrikakorrespondenten Lars L sprechen, der nach einer missglückten Meerschweinchendressur in Kenia Zuflucht gefunden hat.

Herr Lars – Wie steht es um das Fussballfieber in Kamerun?

Im Durchschnitt liegt es bei 38.5 Grad. Bei Tageshöchsttemperaturen von 32 Grad ist das allerdings nicht besonders hoch. Möglich auch, dass Omikron eine Rolle spielt.

Präsident Paul Biya will mit dem Afrikacup positive Schlagzeilen generieren – gelingt ihm das?

Ja klar. Das war nicht anders zu erwarten, denn Paul Biya regiert das Land seit 40 Jahren mit Umsicht und praktisch ohne Hilfe. Nur gelegentlich erholt er sich vom strengen Job in seiner Hotelsuite in Genf, bevor er wieder Dekrete erlässt.

Zugleich drohten Separatisten, das Turnier zu sabotieren. Ganz ohne Probleme läuft es also nicht?

Es handelt sich dabei um bedauerliche Einzelfälle. Ganz Kamerun steht hinter dem Turnier und die Vuvuzelas sind bis nach Nairobi zu hören.

Was sind denn die Hintergründe dieser Spannungen zwischen der anglophonen Region und dem Rest des Landes?

Müssen Sie jetzt unbedingt darauf rumreiten? Es geht hier um Sport, und nicht um Politik! Fragen Sie doch Jean Ziegler, wenn Sie schlechte Stimmung verbreiten wollen…

Könnte denn der Fussball Kamerun wieder einen?

Schon wieder eine Suggestivfrage, typisch Systemmedien! Natürlich jubeln die Kamerunerinnen und Kameruner gemeinsam. Alles andere wäre höchst unangebracht. Und spätestens zum Finale ist auch der Präsident wieder im Land, dann wird der Titel gefeiert!

Das ist schon fix? Und sonst, wie läufts bisher sportlich so?

Danke, ich habe mich gut von Omikron erholt. Auch joggen geht wieder. Aber am besten klappt heben und stossen, wenn sie wissen was ich m…

Herr Lars…, Herr Lars? Es scheint, wir haben die Verbindung nach Afrika verloren.

Irritierende Imbisse

Herr Shearer am Donnerstag den 30. Dezember 2021

Heute ziehen wir Ihnen den Speck durchs Maul.

Auf Twitter gibt es nicht nur Katzenbilder und komische Verschwörungstheorien, sondern auch eine ganze Menge interessanter Accounts mit Fussballbezug. Der absolute Liebling der Redaktion ist eindeutig @FootyScran. Denn seien Sie mal ehrlich, was ist denn das schönste an einem Stadionbesuch? Meist nicht das Gekicke, aber oftmals das kulinarische Angebot. Genau darum geht es hier, um die schönsten und schlimmsten Würste, Burger, Pies und weiss der Kuckuck was sonst noch so in englischen und aber auch internationalen Stadien und auf Provinzfussballplätzen über die Theken der Buvetten geht. Klicken Sie sich doch einfach mal durch unsere Galerie!

Sie haben Appetit auf mehr? Dann gehen Sie noch auf einen Absacker zu Pie & Pint, da kriegen Sie Nachschlag!

Träume in Tromsø

Rrr am Mittwoch den 29. Dezember 2021

In unserer Serie “Fussballplätze aus der Vogelperspektive” reisen wir heute nach Tromsø.

Es ist tiefer Winter in der norwegischen Kleinstadt, die 344 km Luftlinie nördlich des Polarkreises liegt. Aber der beheizbare Kunstrasen im Alfheim-Stadion befindet sich in einwandfreiem Zustand.

Der örtliche Fussballverein hat die Meisterschaft im Dezember auf Rang 12 (von 16 Klubs) beendet und befindet sich nun im Winterschlaf, wo er vermutlich von den grössten Erfolgen seiner Geschichte träumt: Cupsieger 1986 und 1996, Europa-League-Gruppenphase 2013/14.

Gruss der Gäste

Val der Ama am Freitag den 10. Dezember 2021

Spartak war ready.

In der so nebenbei staffindenden Europa League war gestern der Klassiker/Knüller Legia Warschau gegen Spartak Moskau. Das Team aus Russland konnte sich dank einem frühen Treffer durchsetzen und ist weiter, Legia ist raus.

Geht in Ordnung, weil Spartak hat sich bereits vor dem Spiel richtig angestrengt. Um den Fans von Legia eine Freude zu machen, haben sie in Warschau sogar einen Screen gemietet und darauf so Grussbotschaften anzeigen lassen.

Inspiration für Kurven: Kostet ein bisschen was, aber vielleicht trotzdem eine akzeptable Alternative zur ertrötzelten Fanmarschiererei.

(Bild: fcsm_official)

Support vor Sonnenaufgang

Val der Ama am Donnerstag den 2. Dezember 2021

Gestern spät die Young Boys, heute früh die Quick Boys.

Wie Sie mitbekommen haben, tut dieses Corona immer noch und immer noch gibt es unterschiedliche Ideen, was man dagegen tun könnte. In der Schweiz wird intensiv beobachtet, Österreich hat geschlossen und in den Niederlanden, da dürfen die Amateursportvereine zwischen 17.00 Uhr und 5.00 Uhr nicht trainieren.

Von dieser Massnahme betroffen ist unter anderem der Tweede Divisie-Verein K.v.v. Quick Boys aus Katwijk aan Zee. Dort tut man recht pragmatisch und trainiert halt einfach ab 5 Uhr in der Früh. Heute zum Beispiel. Und wie Sie auf dem Bild oder auch hier sehen, finden das die Fans gar nicht mal so schlimm.

Ab in die Wüste

Rrr am Montag den 15. November 2021

Die Schweiz qualifiziert sich für die WM in Katar.

Herzl Gratul!

Mannigfaltiger Montagabend

Dr. Rüdisühli am Montag den 15. November 2021

Boring Monday? Nicht beim Runden Leder!

Unsere sieben Redakteure verraten, wie sie den heutigen Abend verbringen. Die Umfrage ist exklusiv und vertraulich.

Herr Winfried ist schon ganz aufgeregt. “Die Spannung erreicht langsam, aber sicher ihren Höhepunkt! Ich schaue mir auf Netflix die fünfte Folge von Squid Game an, das berühmte Trittsteinspiel. Danach lese ich noch ein gutes Buch, zum Beispiel den neuen Thriller von Charles Beuret.”

Der Abend von Herrn Shearer ist ebenfalls durchgeplant. “Zuerst erfasse ich alle Märklin-Weichen meiner Modelleisenbahn auf Excel, danach erledige ich auf dem Estrich einige Reparaturarbeiten am Bahnhof Göschenen.”

Herr Maldini: “Dumme Frage. Ich schaue natürlich Fussball. Nordirland-Italien.”

Herr Briger widmet sich ebenfalls dem Fussball: “Irgendwo läuft sicher Niger-Djibouti. Und danach vermutlich Schweiz-Bulgarien, natürlich auf SRF 2 mit Sascha Ruefer. Wenn schon, dann die volle Dröhnung.”

Ähnlich sieht es Herr Rrr. “In meiner Selbsthilfegruppe schauen wir seit 30 Jahren die Spiele der Schweizer Nati und kochen jeweils ein Rezept aus dem Land des Gegners. Heute kocht Köbi Schkembe Chorba, eine nahrhafte bulgarische Suppe, die aus einer Kombination von Kutteln, Wasser, Mehl, Milch, Rotweinessig, Knoblauch, Paprika und scharfen Chilischoten zubereitet wird. Wenn wir danach noch die Kraft haben, schauen wir das Spiel auf RSI2, Audiokanal 2 (ohne Kommentar).”

Herr Valderama und Herr Noz waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.