Archiv für die Kategorie ‘Wohin man geht’

Der FC Rundes Leder im Training (2)

Herr Noz am Samstag den 9. April 2005

Nach den Fussballschuhen besorgt sich Herr Noz auch ein passendes Shirt.

Auf das grosse Grümpelturnier in Würenlos muss man sich in angemessener Kleidung vorbereiten, das ist klar. Aber als Intellektueller kauft sich Herr Noz natürlich kein Schweiz-Shirt. Da nimmt er doch lieber das aktuelle Heimtrikot der anderen Mannschaft der Gruppe 4, die sich für die WM drüben beim Nachbarn qualifizieren wird.

Ausgehtipp: Frau und Fussball

Herr Noz am Dienstag den 5. April 2005

Im Haus des Fussballs steigt heute Abend die ultimative Alternative zur langweiligen Champions League.

Heute gibt es für die kulturell interessierten Leserinnen und Leser etwas ganz Besonderes: Im Haus des Fussballs präsentiert Marianne Meier ihr neues Buch »Zarte Füsschen am harten Leder«. Die Buchvernissage wird begleitet von einer Podiumsdiskussion zum Thema »Frau, Fussball und Gesellschaft«. An der Diskussion beteiligen sich Köbi Kuhn (»Fussball«), Béatrice von Siebenthal (»Gesellschaft«) und Elisabeth Zölch (»Frau«).

Wenn Frauen kicken…, Buchvernissage und Podiumsdiskussion.
5. April 2005, 19 Uhr. Haus des Fussballs, Worbstrasse 48, Muri bei Bern.

Der FC Rundes Leder im Training (1)

Herr Noz am Montag den 4. April 2005

Noch zweieinhalb Monate bis zum grossen Turnier. Für Herrn Noz hat nun das Training begonnen.

Herr Noz, designierte Nummer 19 des FC Rundes Leder, beginnt mit den ersten Trainingsvorbereitungen für das grosse Grümpelturnier in Würenlos. Als erstes bestellt er sich ein paar Nike Mercurial Vapor.

Denn der Mercurial Vapor ist laut Nike »ideal für Stürmer wie Ronaldo, van Nistelrooy und Henry, die für ihr magisches Spiel kurze Beschleunigungsschübe brauchen«. Genau so spielt ja auch Noz do Brasil. Auf das Vapor-Modell legt er aber auch deshalb viel wert, weil er jeweils stark zu Fussschweiss neigt.

Der Nike Mercurial Vapor:
Die Waffe des Herrn Noz

KickerInnen gesucht!

Rrr am Samstag den 2. April 2005

Das ist die Sensation des Jahres: Das Weblog “Zum Runden Leder” gründet ein eigenes Fussballteam!

Schon diesen Sommer wollen wir den Spielbetrieb aufnehmen. Mittelfristiges Ziel ist natürlich die Super League, der Gewinn des Swisscom Cups und das Aufmischen der Champions League – in einem ersten Schritt beteiligen wir uns aber mal am Grümpelturnier des SV Würenlos, Kategorie “sie + er”, 24.-26. Juni 2005.

Wir suchen also KickerInnen aus dem Publikum, die diesen Spass mit uns teilen. Melden Sie uns Ihr Interesse in den Kommentaren oder diskret hier an. Als Sportchef wählten wir übrigens eine Persönlichkeit, die sich durch ihre Besonnenheit auszeichnet und allen Leuten sympathisch ist – kurzum: Herr Riquelme. Für die Tore wird Herr Rrronaldo persönlich verantwortlich zeichnen. Alle anderen Jobs sind noch zu vergeben. Fassen Sie sich ein Herz, wir nehmen jedeN!

Alle wollen nach Wien

Frans am Freitag den 18. März 2005

Was Eindhoven für die Champions League, ist Wien für den Uefa Cup. Doch auch hier gilt: Nur einer kann heute in der Auslosung die Wiener ziehen.

Unser ipronos erzielte immerhin eine Trefferquote von 50 Prozent:
Newcastle – Sporting Lissa-Bonn
ZSKA Moskau – Auxerre
Steaua/Villarreal – Alkmaar
Austria – Parma

Das ergibt gemäss ipronos folgende Halbfinals:
Austria – Auxerre
Newcastle – Alkmaar

Auxerre gewinnt den begeisternden Final am 18. Mai mit 4:3.

Danke.


Im Viertelfinal nicht dabei: Der Austria-Australier Didulica (rot wegen “Torraub”)

P.S.: i pronos errechnete ursprünglich (d.h. vor der Auslosung) folgende Partien:
Austria Wien – Steaua Bukarest (schlägt am Wochenende Villarreal)
Parma – AZ Alkmaar
Newcastle – Sporting Lissa-Bonn
ZSKA Moskau – Auxerre

Eindhoven so beliebt wie noch nie

Frans am Freitag den 18. März 2005

Gleich sieben Clubs möchten nach Eindhoven fahren, doch nur einer kann. Heute um 12 steigt die Auslosung der Champions League-Viertelfinals.

Die Juve-Offiziellen und Roy Makaay haben schon bekannt gegeben, was die anderen 6 Clubs (Inter, Milan, Chelsea, Liverpool, Bayern und Lyon) wohl auch gedacht haben: Am Liebsten würde man in der heutigen Auslosung das Team mit dem kleinsten Budget, dem unscheinbarsten Mittelfeldspieler (J. Vogel) und dem abgereisten Nachwuchsstürmer (J. Vonlanthen) ziehen.

Da dies nicht möglich ist, hier die wirklichen Paarungen. Wie immer ermittelt durch den (manchmal gehäckten) ipronos-Apparat von Weblog Rrredaktor Zingg, der sich für heute pflichtwidrig seiner Pflicht entzogen hat (“Ich habe Ihnen jetzt bereits mehrmals erklärt, dass mich Grümpelturniere ohne spanische Begleitung nicht interssieren!”)

Wer es trotzdem ganz genau wissen will: Hier der Link zum Livekicker.
Die UEFA liefert die Auslosung auch über Radio oder Video.

Da Weblog-Leser Häck den ipronos manipuliert hatte, gab es leider einige Fehler. Hier die richtige Auslosung plus die todsichere Prognose für den weitern Weg in den Final:

Liverpool – Juve
Milan – Inter
Lyon – PSV
Chelsea – Bayern

Halbfinals:

Bayern – Liverpool
Inter – PSV

Final
Bayern – Inter

Bayern gewinnt die Champions League im Penaltyschiessen. (Adriano verschiesst den fünften Elfer gegen Kahn).


Der Kurverein Eindhoven dankt für Ihren Besuch – tot ziens!

P.S.: Die krass falsche Prognose unseres gehäckten ipronos lautete ursprünglich:
PSV – Bayern München
Lyon – Liverpool
Inter – Juventus
Milan – Chelsea

Kleine Terrainkunde: Der Bolzplatz

Herr Noz am Donnerstag den 17. März 2005

Soeben erreicht uns per e-Mail folgende Zuschrift von G. S. aus B.: «Liebes Weblog, erst einmal: ich finde euch super, ihr seid das beste Weblog von der ganzen Welt. Und jetzt meine Frage: Was ist eigentlich so ein Bolzplatz?»

Lieber Gerhard,
es ist ganz einfach. Das nächste mal, wenn du so eine Frage hast, gehst du zu Wikipedia, da lernst du nämlich fast alles ganz gratis. Und dort steht dann unter «Bolzplatz» unter anderem Folgendes:

Ein Bolzplatz (im Fußballjargon bolzen: hart treten/schießen; derb/systemlos Fußball spielen) ist ein meist von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde angelegter Fußballplatz, der zur Gemeinnutzung Kindern und Jugendlichen bis zu einem bestimmten Alter (z. B. 14 Jahre) zur Verfügung steht.

Meistens dürfen aber auch ältere Kinder auf einem Bolzplatz spielen. Das geht ganz einfach, z.B. indem man die jüngeren Kinder wegschickt.
In der Bolzplatzdatenbank kannst du übrigens nachschlagen, wo es solche Plätze in deiner Nähe gibt. Und du kannst deinen eigenen Platz eintragen oder andere Teams zu einem Spiel einladen.


Ein Bolzplatz in Hamburg, 40 x 22m

The David Beckham Academy

Frau B am Dienstag den 15. März 2005

Englands Captain David Beckham gründet eine Fussballschule.

Noch in diesem Sommer soll in der Nähe des Millennium Dome in Greenwich (Südost-London) die erste David Beckham Academy eröffnet werden. Später im Jahr folgt eine zweite in Los Angeles.

Der Real-Madrid-Spieler war gestern vor Ort, um seine Pläne offiziell bekannt zu geben. Schüler aus der Chingford Foundation School, die Beckham als Kind selbst besuchte, leisteten ihm Gesellschaft. Sie werden neben anderen Gelegenheit bekommen, in Beckhams Fussball-Akademie aufgenommen zu werden.

Er selbst ging auf die Bobby Charlton School, was ihn dazu inspirierte, selber eine Fussballschule zu gründen. Er betont aber, dass es ihm nicht nur darum gehe, Stars zu kreieren. „Die Kinder sollen hier herkommen, um mit Spass und Freude das Fussballspielen zu erlernen.“

Beckham will sich nach seinem Karrieren-Ende persönlich für seine Akademien engagieren. „Ich will über alles Bescheid wissen – bis zur Auswahl des Holzes für die Garderoben.“

Im neuen Wembley-Stadion hat sich der Mittelfeldstar übrigens eine Privatloge für £2 Millionen gekauft, die Platz für zwanzig Personen bietet. Gemäss ‚The Sun’ will er diese mit Bildern und Artikeln seiner eigenen Karriere schmücken. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Roman Abramovich hat zwei dieser Logen erworben.

Rony am Fugu

Rrr am Montag den 7. März 2005

Spannenden Fussball und kurzweilige Kultur gibt es diesen Mittwoch in der Fugu-Bar an der Gerechtigkeitsgasse 16 in Bern.

Ab 20.45 Uhr läuft auf der Grossleinwand Juventus-Real, und in der Halbzeitpause gibts als Weltpremiere zwei Kurzfilme: Erstens “Rony am Wankdorf” (ein 3-Minuten-Streifen mit Herrn Rrr und einem hübschen Girl auf der Wankdorf-Baustelle), zweitens das “Wankdorfgebet von Artur Jorge” (Herr Jorge trägt das Wankdorfgebet in 5 Sprachen vor). Der Eintritt ist frei und das Bier gekühlt.

Beide Filme sind ab kommender Woche auch auf CD erhältlich. Sollten Sie jetzt noch zögern, so lesen Sie morgen an dieser Stelle die objektive Filmkritik unseres Kulturkorrespondenten Herr Noz.

Lotto im Säli!

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 3. Februar 2005

Am Sonntag 13. Februar geht es endlich los: YB trifft zum Rückrundenstart im Neufeld auf dem Weg zum Cupsieg auf den FC Thun.

Die Fans haben indes bereits das nächste Wochenende in ihren Agenden mit gelb-schwarzen Filzstiften dick angestrichen. Dann findet im Zentrumssaal Urtenen-Schönbühl das ultimative YB-Riesenlotto statt. Mit vielen Superpreisen, darunter eine limitierte Uhr «das Wunder von Bern» (!), ein Mikrowellenofen(!!) und viele beliebte Früchtekörbe(!!!!!)

Wer es noch nicht weiss: am Samstag 5. Februar von 14 bis 23 Uhr, am Sonntag 6. Februar von 14 bis 19 Uhr.


Superpreise: Das YB-Lotto in Schönbühl. (Fotos: www.yellowroses.ch)

Endstation Amsterdam

Frans am Freitag den 17. Dezember 2004

Liebe Basler,

nachdem Ihr im Februar Lille weggeputzt habt, geht im März 2005 Euer Uefa-Cup-Abenteuer leider zu Ende. Immerhin dürft ihr nach Amsterdam fahren und dort die weltberühmten Grachten, Museen, Kaffehäuser und die prächtige ArenA bestaunen.

Im Achtelfinal gegen Ajax Amsterdam (welches im Sechzehntel-Final Auxerre rauswirft) gibt es prächtigen Fussball und viele Tore zu beklatschen. Wie 1970. Damals gab es in Amsterdam ein 3:0 für Ajax und in Basel einen 2:1-Auswärtssieg.

Torschütze für den FCB war übrigens Karl Odermatt. Dass er damals gegen Krol, Neeskens und Cruijff traf, freut ihn noch heute.

Und Zubi wird in 34 Jahren mit Stolz erzählen, wie er sich in Amsterdam bücken durfte.

Der Zuschauer als wahrer Künstler

Dr. Eichenberger am Freitag den 5. November 2004

Das angesagte Berner Kino cinématte präsentiert am Mittwoch 10. November einen Abend unter dem Titel Fussballfieber. Gezeigt wird audiovisuelles, historisches Quellenmaterial aus dem Fundes der Schweizerischen Filmwochenschau und der Tagesschau. Der Werbetext zu diesem Anlass tönt gut: «Nur selten sprechen wir darüber, was sich beim Fussballspiel an wirklicher Pracht entfaltet: Das Ambiente, das Stadion mit seinen Kurven, seinen Rängen und seiner Kesselform, die Akustik, die sich darin entfaltet, und die Gefühle, die an all dies anknüpfen. Der Fussball lebt vom Publikum. Erst die Reaktion auf den Rängen – der Jubel, das Schweigen, das Entsetzen – hebt seine wahre Bedeutung hervor. Die Zuschauer sind die wahren Künstler. Von ihnen geht die Faszination aus.» Dass man wegen der Zuschauer das Spiel besuchte, wusste schon Siegfried Kracauer: «Die Masse ist bei sich selbst zu Gast.» Der Abend wird begleitet von den Live-Gästen Hans-Dieter Gerber (Historiker mit dem Spezialgebiet Fussball) und Wolfram Knorr (Filmjournalist Weltwoche). Mittwoch 10. November, 18.30 Uhr, cinématte, Waserwekgasse 7.


Fussball-Länderspiel Schweiz-Frankreich 1932 auf dem Berner Neufeld (3:3).