Archiv für die Kategorie ‘Wohin man geht’

Ausserordentliche Auszeit

Val der Ama am Dienstag den 28. Januar 2020

Unser Berufsberater Bernhard Beyeler löst auch die schwierigsten Fälle.

“Liebe Leser, in den letzten 25 Jahren konnte ich unzähligen Menschen bei der beruflichen Neuorientierung helfen. Mein Motto: Es ist nie zu spät für einen Neuanfang!

Heute wollen wir uns mit dem Sabbatical befassen und dies ganz konkret anhand eines Beispiels.  Der ehemalige kolumbianische Fussball-Nationalspieler Jhon Viáfara ist 41 Jahre alt. Er hat über 30 Länderspiele bestritten und war von 2006 bis 2008 für den FC Portsmouth und den FC Southampton aktiv. Und aktuell nimmt er sich eine Auszeit.

Zurzeit weilt er in den USA, wahrscheinlich in einem Gefängnis im Bundesstaat Texas. Dorthin ist er eben aus dem Heimatland ausgeliefert worden. Dem ehemaligen Mittelfeldspieler wird vorgeworfen, als Mitglied des berüchtigten Drogenkartells “Cal del Golfo” zweieinhalb Tonnen Kokain im Wert von 30 Millionen Franken in die Vereinigten Staaten geschmuggelt zu haben. Viáfara beteuert seine Unschuld.

Ob zwischen zwei Lebensphasen, vor einer neuen Ausbildung oder einem Positionswechsel: Mittlerweile erfreut sich das Konzept vom Sabbatical auch in der Schweiz an immer mehr Beliebtheit. Neben Angestellten des öffentlichen Dienstes entscheiden sich auch Arbeitnehmer der freien Wirtschaft dazu, ein Sabbatjahr einzulegen, um sich eine Pause zu gönnen. Dies funktioniert in der Regel, indem Arbeitnehmende durch Lohnverzicht, Überstunden oder ein Langzeitkonto vorab einen Freizeitanspruch aufbauen, der anschliessend im Sabbatjahr „abgefeiert“ wird.

Aber aufgepasst, es gibt ein paar Dinge zu beachten! Wenn Sie auch eine Auszeit planen, dann sollten Sie vorbereitend frühzeitig mit den Ämtern Kontakt aufnehmen, um administrative Fragen zu Steuern, Pensionskasse oder AHV zu klären. Weiter sollten Sie schon frühzeitig den Wiedereinstieg in die Berufswelt regeln. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie planen, nach Ihrem Sabbatjahr den Arbeitgeber zu wechseln und sich neu bewerben wollen. Erklären Sie am besten, wieso Sie die Auszeit gebraucht haben und welche Ziele Sie erreicht haben. Wenn Sie die paar Dinge beachten, kann ein Sabbatical eine sehr lohnende Erfahrung sein.”

(Bild: Agencia EFE/imago images)

Vorzeigbarer Vorteil

Herr Maldini am Dienstag den 21. Januar 2020

Unser Kolumnist Fräne Steckler war gestern an der SFL Award Night.

“Tschou zäme, hie isch wieder mau dr Fräne! Also, es ist ja so, dass der Schwager meiner Frau, der Sämi aus Wolhusen, er arbeitet aber in Emmen, die produzieren dort irgendeinen Seifenspender für die Stadiontoiletten, und deshalb hatte Sämi ein Ticket zu viel für diesen Anlass da gestern. Dort parlierte ich dann auch noch ein wenig mit Tanner Hebu von der Toyota-Garage, aber das ist ein anderes Thema.

Item, dieser Anlass da gestern Abend war recht unterhaltsam, der Höhepunkt war zweifellos das Stehapéro am Anfang, auch wenn dieses “Suschi” oder wie es heisst, diese Häppchen da aus China – Sie kennen sie sicher – nirgends hinreichten. Zum Glück hatte ich noch ein Sandwich von Margrit in der linken Tschopeninnentasche.

Später dann wurden noch irgendwelche Preise vergeben, das interessierte mich weniger. Bevor ich ins Bett ging hat mir Pescheli, unser Lehrling, noch eine Nachricht geschrieben. Er ärgerte sich, dass im Team des Jahres Omlin vom FCB im Tor steht und nicht der von den YB.

Ich habe mir dann ein paar Gedanken gemacht – das ist jetzt also sicher dieser Basel-Bonus, über den Tanner Hebu immer lamentiert. Überlegt euch das mal selber.

 

Und, was meint Ihr? Tschou zäme, öie Fräne.”

Flotter Fünfer

Rrr am Sonntag den 5. Januar 2020

Immer noch Winterpause! Zum Glück gibts Kino.

Das Kino Rex in Bern begleitet das Theaterprojekt FIFA mit fünf Fussifilmen. Den Auftakt macht morgen Abend der Klassiker United Passions. Sepp Blatter liess für 30 Millionen Franken die Geschichte der FIFA verfilmen.

Ältere Leser erinnern sich: Der Film lief schon einmal in der Schweiz, Anfang 2018, ebenfalls im Rex. Die zahlreich erschienenen Rundeslederleser äusserten sich damals durchgehend begeistert bis irritiert, teils auch konsterniert, mitunter deprimiert und auch enthusiastisch.

RL-Leser Herr Alleswisser hatte alle Gefühle gleichzeitig: “… ich war entsetzt, dass im WM Final von 1950 der Uru-Goalie doch tatsächlich kurzarm spielt!! Was für eine postfaktische Fake-News-Darstellung. Obwohl die später im Film gezeigten Citroën DS und SM, Jaguar MK ll und Renault Alpine cinematische Höhepunkte waren, fand ich dann begreiflicherweise keinen vertieften Zugang mehr zu diesem FIFA-Meisterwerk.”

Item. Wer “United Passions” noch nicht gesehen hat: Morgen um 20.15 Uhr bietet sich die vielleicht letzte Chance! Die Einführung in die Materie erfolgt übrigens durch den beliebten RL-Chefredakteur Herr Rrr.

Weitere Highlights in der Rex-Serie: die Groteske Diamantino (Dienstag 14), die Hommage an Weltfussballer Zidane (Donnerstag 23), das Porträt eines Ersatzspielers (Substitute, 28) und als Reprise Diego Maradona (Freitag 17).

Ruandische Rauchtöpfe

Herr Winfried am Mittwoch den 25. Dezember 2019

Am heutigen Weihnachtstag unternehmen wir wieder einmal einen Ausflug in die Ferne.

Es ist der «Classique» Ruandas. Wenn in der Hauptstadt Kigali der APR FC (Armée Patriotique Rwandaise Football Club) und Rayon Sports aufeinander treffen, dann steht das Land still. Schon Stunden vor dem Spiel sind Kigalis Strassen verstopft, man kommt kaum mehr vorwärts. Am vergangenen Samstag war es wieder so weit. Und auch sportlich präsentierte sich die Ausgangslage brisant: Erster (APR) gegen Zweiter (Rayon Sports).

Das Stade Régional de Nyamirambo, eigentlich die Heimstätte des APR FC, war der Liga offenbar zu klein. Das Derby fand wegen des grossen Andrangs im Nationalstadion Amahoro statt. Kapazität laut Wikipedia: 15’000 bis 30’000 Plätze.

Per Zufall konnte die vor Ort tätige Schweizer Ärztin Frau Dr. Squirrel Eintrittskarten für das Spiel der Spiele ergattern. Im Gespräch mit der RL-Redaktion berichtet sie von dem berauschenden Erlebnis.

«Die Tickets hatten wir über einen Gartenzaun gekauft. Für umgerechnet 11 Franken durften wir auf den VIP-Plätzen sitzen. VIP bedeutet hier schlicht, dass die Sitzplätze überdacht sind. Verpflegung gab es quasi keine. Aus der Ferne beobachteten wir einen Mann, der Bier und Wasser verkaufte. Aber es wäre uns niemals möglich gewesen, bis zu ihm zu gelangen. Zu viele Leute! Also assen und tranken wir halt nichts. Wir waren übrigens fast die einzigen Frauen im Stadion. Das Verhältnis Männer-Frauen war wohl bei 50:1.»

Und jetzt zum Spiel. Wie war es denn?

«Ich bin ja keine Sportjournalistin, aber das Spiel war hervorragend. Zuerst kamen die Pässe und Flanken nicht an, dann wurde es immer besser. APR führte zur Pause 1:0, in der zweiten Halbzeit erzielten sie zuerst einen Abseitstreffer, ehe sie regulär auf 2:0 erhöhten. Trotz einer Roten Karte schien mir APR klar überlegen. Nach dem Spiel stürmten ganz viele Menschen das Spielfeld.»

Pyros gab es auch. Das schien aber niemanden zu stören. Sehen Sie unten selbst!

Foto und Video: Frau Dr. Squirrel

Anderswo kriegt man dafür Rayonverbot.

Mehr Bildmaterial entnehmen Sie gerne der Berichterstattung unserer Kollegen von Kigali Today.

Fies-fröhliches Phrasenfestival

Rrr am Freitag den 20. Dezember 2019

Winterpause – die ideale Zeit für einen Theaterbesuch!

In Bern läuft seit gestern FIFA – Glaube, Liebe, Korruption. Und, wie ists? Herr Rrr hat das Angebot für Sie ausgetestet.

Anreise. Die Vidmar-Hallen erreichen Sie bequem mit dem 10er oder 17er (einfach aussteigen, wenn die urban aussehenden Passagiere den Bus verlassen. Die anderen sind Könizer auf dem Nachhauseweg.) Die Vidmar-Hallen liegen gleich vorne links, also einfach um die Ecke, dann rechts, wobei – ach, folgen Sie einfach den anderen Ausgestiegenen.

Verpflegung. Das Premiere Bier stammt von der Brauerei Felsenau und kostet 5.- (33 cl). Für denselben Preis kriegt man auch ein Amber Bier. Achtung: Würste muss man selber mitnehmen, vor Ort gibt es keine!

Einlass. Pyro im Theater – ein Tabu? Keine Ahnung. Jedenfalls gibts beim Eingang keinerlei Körpervisitationen. Securitymässig läuft alles recht chillig ab, im Vergleich zum Wankdorf. Apropos Wankdorf, schöne Überraschung beim Eingang.

Das Stück. 2×60 Minuten, dazwischen Pause. Gespielt wird auf Kunstrasen minderer Qualität (nix YB), rund herum sitzt Publikum. Das Heimteam nimmt sofort das Heft in die Hand und geht dorthin wo es weh tut. Zu den Höhepunkten der ersten Halbzeit gehört eine Sepp-Blatter-Phrasencollage, die wortgetreue Wiedergabe von Teilen von Herbert Zimmermanns WM-Final-Reportage 1954 und eine sehr schöne Hommage an den höchsten Berner Feiertag (28. April). Alles sehr erfreulich, besonders wenn man bedenkt, was für teils obskure Berater den Machern des Stücks zur Seite standen.

Nach der Pause geht die Leichtigkeit des Stücks ein bisschen verloren. Sehr schön zwar die Hommage an den CR7-Penalty im CL-Final 2016 und die Bubenträume eines kleinen Bosniers aus Zagorice, aber dazu kommen mehrere gut abgehangene Korruptionsstorys von Horst Dassler bis Gianni Infantino, juristisch wasserdicht aufbereitet, aber eher schwerfällig serviert.

Die Bilanz. “Mir persönlich fehlte ein Flitzer”, sagt Herr Rrr. “Aber sonst kamen eigentlich sämtliche Aspekte des modernen Profifussballs irgendwie vor.” Wir können Ihnen den Besuch dieses kurzweiligen und lehrreichen Stücks bedenkenlos empfehlen. Genau genommen: Sie müssen da unbedingt hin!

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

  • Foto: Janosch Abel

Orient ohne Tore

Herr Winfried am Mittwoch den 18. Dezember 2019

Auf Besuch bei den «O’s» im Osten Londons.

Unweit des Olympiastadions liegt das Matchroom Stadium, hübsch eingebettet ins Quartier Leyton. Dort, an der Brisbane Road, ist der famose Leyton Orient FC zuhause. Die «O’s» spielen in der Football League Two, der vierthöchsten Spielklasse. Höher war man in der Vereinsgeschichte nur einmal, zwischen 2006 und 2009 klassiert. Da spielte Orient drittklassig.

Gegner an diesem hübschen Tag war Bradford City. Die Gäste brachten als Kaderberühmtheit den früheren englischen U21-Nationalspieler James Vaughan mit. Vaughan wusste im Spiel weniger durch offensive Power als mit passabler Provokationslust zu glänzen. Nach einer Rangelei kriegte der Stürmer die 7. Gelbe Karte der Saison gezeigt. Auf der Heimtribüne wurde er deswegen als «Affe» beschimpft. Mein Sitznachbar Herr Collins meinte, das habe nicht zwingend mit der Hautfarbe zu tun. In London würden Leute aus dem Norden Englands gern als «Northern Monkey» beschimpft.

Kommen wir zu den relevanten Fakten dieser Begegnung. Das Halbzeitmenü sah Folgendes vor:

  • Traditionelles Pale Ale im Plastikbecher, 4.40£. Für Stadionbier-in-Grossbritannien-Verhältnisse eine sehr genehme, allerdings überteuerte Flüssigkost
  • Traditionelle Steak Pie mit Mashed Potatoes an Kräuterschleimsauce, 4.50£. Nicht übel, ausser die Sauce.

Die zweite Halbzeit war ähnlich spektakulär wie die erste. Leyton Orient verpasste in der Schlussphase mehrfach den Siegestreffer. Winfrieds Wettkonto hätte sich über ein Törchen gefreut. Weil sich Bradfords Krieger aber in jeden Schuss warfen und Orients Haudegen das Eckige nicht treffen mochten, endete die Begegnung vor gut 6’000 Zuschauenden 0:0. Die Londoner bleiben vorerst in den unteren Tabellenregionen.

Kunst auf Kunstrasen

Rrr am Samstag den 14. Dezember 2019

Der WM-Pokal kommt nach Bern!

Eine Frau macht sich auf ihm breit, eventuell eine Schwedin? Von den Hosen her. Andererseits St. Galler Stutzen. Nein, wahrscheinlich Werder Bremen.

Hinter der Bremer Schwedin aus St. Gallen hat sich eine fleischgewordene Litfasssäule aufgebaut. Vorne liegt ein Typ in Veston und Kickerhose. Das runde Leder ist aus Plastik, gelbschwarz, auf dem Kunstrasen liegen ein paar Nötli.

Es ist alles recht seltsam, aber Moment, es ist Kultur! Konzert Theater Bern zeigt ab dem 19. Dezember “FIFA – Glaube, Liebe, Korruption”. Ein Projekt von Regisseur Christoph Frick, der “mit seinem spielfreudigen Ensemble den Versuch unternimmt, die FIFA, diesen Giganten des globalen Geschäfts, auszuhebeln”. So steht es jedenfalls im Pressetext. Tiki taka, ding dang dong!

“FIFA – Glaube, Liebe, Korruption” läuft bis Ende Mai in den Vidmarhallen, Tickets können Sie im Internet bestellen. Eine Besprechung des Stücks finden Sie nächsten Samstag im Fachforum Ihres Herzens.

Rahmenprogramm im Kino Rex. Das Kino an der Schwanengasse begleitet das FIFA-Theaterprojekt im Januar mit einer Auswahl an Fussballfilmen: United Passions, mit einer Einführung von Herr Rrr (Fussballblog Zum Runden Leder), Diamantino, Diego Maradona, Zidane – un portrait du 21e siècle & Substitute.

Wind, Winfried und Weihnachtsmarkt

Rrr am Dienstag den 10. Dezember 2019

Rangers-YB, nur noch zweimal schlafen!

Was bisher geschah: Jungreporter Winfried landete am Sonntag sicher in Edinburgh, ging kurz Zigaretten holen und tauchte erst heute vormittag wieder auf.

Wahnsinn, was er schon alles erlebt hat! “Es hat enorm viele Schotten hier”, berichtete er uns heute am Telefon. “Edinburgh ist toll. Und auch windig. Ich habe jetzt andere Hosen an als vorher.” Vielen Dank für die Information, Herr Winfried. Gut, dass Sie vor dem RL-Praktikum die Journalistenschule in Luzern besucht haben.

Der zweite RL-Sonderkorrespondent, Herr Shearer, hat derweil Newcastle erreicht (mit dem Zug nach Amsterdam, mit dem Velo ans Meer, mit dem Schiff nach England, Sie erinnern sich). Dort besuchte er heute den Weihnachtsmarkt. “Als am Stand mit dem Selbstgebastelten eines örtlichen Behindertenheims WHAM! aus dem Kleinlautsprecher schepperten, musste ich spontan weinen. Last Christmas, I gave you my heart, schöner kann man es nicht sagen. Geschichten, wie Sie nur Weihnachten schreiben kann!”

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Ab auf die Insel

Rrr am Montag den 9. Dezember 2019

Rangers-YB, nur noch dreimal schlafen!

Ältere Leser erinnern sich: Jungreporter Herr Winfried ist gestern bereits in Edinburgh gelandet. Seither haben wir nichts mehr von ihm gehört. Vermutlich wurde er von Klimaaktivisten entführt, ist einer Überdosis Haggis erlegen oder treibt sich in zwielichtigen Pubs um. Wenn er sich bis morgen abend nicht meldet, nehmen wir ihn von der Payroll.

Herr Shearer ist bekanntlich mit Zug und Schiff unterwegs. Er erreichte gestern spätabends Amsterdam, wo er sich heute mit Mitbringseln für seine Redaktionskollegen und seine acht Göttikinder eindeckte.

Am späteren Nachmittag traf Herr Shearer dann am Hafen von Ijmuiden ein, wo er sogleich die Fähre nach Newcastle bestieg.

Herr Rrr, dieser Tausendsassa, hat seinem Lieblingsredakteur natürlich eine eklusive De-Luxe-Aussenkabine mit eigenem Balkon gemietet, wie unser Funkbild zeigt.

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Zurück zum Glück

Herr Shearer am Dienstag den 3. Dezember 2019

Das Wankdorf darf wieder seinen Namen tragen.

Das gaben Peter Kienberger, Verwaltungsratspräsident von YB und Pierre Caloz, Verantwortlicher für die Produktionsstandorte von CSL Behring in Europa und Asien/Pazifik heute an einer Pressekonferenz im Stade de Suisse bekannt. Das dürfte grosse Freude bei den Fans auslösen, welche vor einiger Zeit eine Online-Petition gestartet haben, um den ungeliebten Namen, den die Sportarena in Berns Norden seit ihrer Eröffnung 2005 trägt, loszuwerden.

Nun hat YB mit CSL Behring eine Stadionpartnerschaft abgeschlossen, welche im Sommer 2020 beginnt und für fünf Jahre gilt, mit einer Option auf Verlängerung.

CSL Behring ist ein Biopharma-Unternehmen mit Hauptsitz in Melbourne, deren Produkte man als Normalverbraucher normal lieber nicht verbraucht. CSL Behring bezeichnet sich als führend bei der Herstellung von Therapeutika für seltene und schwere Krankheiten und beschäftigt in der Schweiz etwa 2000 Mitarbeitende. Aber das interessiert Sie vielleicht gar nicht so sehr wie eben, dass Sie ab Sommer offiziell wieder ins Wankdorf an den Match gehen dürfen. Keine Angst, der neue Besitzer des Namensrechts wird sich inner- und ausserhalb des Stadions noch sichtbar machen.

Geniessen Sie jetzt noch einmal unsere ausführliche Pressekonferenz. Alles, was Sie über die gloriose Vergangenheit des Wankdorf-Stadions wissen müssen, erfahren Sie wie immer bei Frau Wikipedia.

Bedenkliche Besprechung

Herr Maldini am Dienstag den 12. November 2019

BREAKING NEWS: Erstes Nati-Aufgebot für Michel Aebischer.

Willkommen beim Rundes-Leder-Veranstaltungshinweis.

Wir beschäftigen uns auch heute mit Vögeln, zumindest im weiteren Sinne: Das Naturhistorische Museum Bern NMBE präsentiert im Rahmen der Sonderausstellung Weltuntergang – Ende ohne Ende am Dienstag, 3. Dezember die Veranstaltung Insektensterben – Sind wir dem Tod geweiht? Die Redaktion des Runden Leders ist gestern Abend einstimmig zum Schluss gekommen, dass sie hofft, dass dem nicht so ist.

Ganz genau wissen wir es aber auch nicht. Zu erfahren ist es hoffentlich im NMBE, wenn Eva Knopp (Biologie-Dozentin Uni Zürich, Expertin für Biodiversität), Martin Sorg (Biologe und Mitautor der Krefelder-Studie), Hans-Peter Wymann (Schmetterlingsforscher und wissenschaftlicher Illustrator), und Hanspeter Latour (Naturfotograf und Buchautor mit Fussballbezug) die Thematik besprechen.

Wie Sie bereits wissen, ist das Insektensterben  eines der grossen Schlagwörter unserer Zeit. Insekten dienen vielen anderen Tieren als Nahrungsgrundlage und sind somit auch Vorboten für den allgemeinen Artenschwund. Auslöser der Debatte war die Krefelder Studie, die Sie ja alle bereits auswendig können. Also los, melden Sie sich noch heute an, die Platzzahl ist begrenzt.

Problematische Prioritäten in der Provinz

Val der Ama am Samstag den 9. November 2019

Hemel Hempstead Town hat Terminprobleme.

Es ist nicht einfach für die Fans des englischen Sechsligisten Hemel Hempstead Town. Bereits am Mittwoch mussten sie auf die Partie gegen Weymouth verzichten und nun, also so wie’s ausschaut, da kann auch am 19. November gegen Chippenham Town nicht gespielt werden.

Grund dafür sind nicht Terrain oder Verletzungen, es sind internationale Verpflichtungen. Der Verein hat nämlich um Verschiebung der beiden Partien gegebeten, weil insgesamt drei Spieler für Länderspiele aufgeboten worden sind. Ricardo German und Tyrone Sterling müssen für Grenada ran, Craig Braham-Barrett (oben auf dem Bild) spielt für Montserrat.