Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Verschiedene Freistossfinten

Rrr am Samstag den 30. Januar 2016

Freistossfinten sind immer gut.

Aber nur, wenn sie gut sind. Dieser hier ist leider nicht gut. NAC Breda verlor zu Recht gegen Jong Ajax mit 1:2.

FA-Cup gratis auf Eurosport!
Heute: Colchester United-Spurs (13.45), Arsenal-Burnley (15.45), Liverpool-West Ham (18.30).
Morgen: Carlisle United-Everton (14.30), Milton Keynes Dons-Chelsea (17.00).

Fussballer sind Tiere (1)

Harvest am Mittwoch den 20. Januar 2016

Herzlich willkommen zur ersten Folge unserer beliebten Serie „Fussballer sind Tiere“.

Die ungebildete Leserschaft wird mich nun als arroganten, eingebildeten und unsympathischen Snob abtun, der Fussballern nicht den gebührenden Respekt entgegenbringt. Die gebildete Leserschaft hingegen wird mich belächelnd belehren und sagen: „Ja, wir alle sind Tiere.“

Und sie liegt damit vollkommen richtig. Der Mensch (Homo Sapiens) gehört zur Familie der „Menschenaffen“ – zusammen mit den Gorillas, den Orang-Utans und den Schimpansen – die wiederum zur Unterordnung der „Trockennasenprimaten“ gehört (Anm. d. Red.: wenn wir die Geräusche, die Mitreisende im Zug aus ihren Nasen trompeten, hören, möchten wir uns die Feuchtnasenprimaten lieber gar nicht vorstellen). Doch darum geht es heute gar nicht.

Vielmehr geht es darum, dass gewisse Fussballer nicht nur gebildet, sondern sogar sehr lernfähig sind. Sie haben das Verhalten von Tieren studiert und gewisse Verhaltensweisen, sofern sie für die eben genannten Fussballer von Nutzen waren, übernommen und im Spiel angewandt.

Wir beginnen mit einem ganz einfachen Beispiel, das auch vom umsetzenden Fussballer nicht allzu viel Adaption verlangte. Sehen Sie hier Hamit Altintop im Spiel Türkei-Kroatien vom Herbst 2011.

„Eine normale Lumme“ werden Sie denken. Doch wie sich herausstellt, hat Altintop am Vorabend, wahrscheinlich im öffentlich rechtlichen Fernsehen, bei einer Dokumentation über Kaiserpinguine ganz besonders gut aufgepasst und sich diese Szene eingeprägt:

Glücklicherweise fällt der Schiedsrichter nicht auf die Lumme rein und lässt weiterspielen.

Was Fussballer sonst noch von Tieren lernen, lesen und sehen Sie nur hier im Runden Leder. Bleiben Sie dran.

Pep und die Linzer Torte

Rrr am Sonntag den 17. Januar 2016

Wer ist der beste Trainer der Welt? Unsere Kolumnistin hat das Wort.

Gestern kam das Hildi zum Kaffee vorbei, und dazu gabs ein Stück von meiner Linzer Torte. “Margrith’ rief das Hildi aus. “Margrith, Du machst einfach die beste Linzer Torte der Welt!”

“Ach, Hildi’ winkte ich ab. “Der Superlativ ist immer relativ. Das ist wie die Sache mit Guardiola.”

“Der beste Trainer der Welt!” rief das Hildi aus. “Das steht ja in allen Zeitungen.”

“Ja, aber stimmt es auch?” entgegnete ich. “Herr Guardiola ist sicher ein hervorragender Trainer, aber er hat bisher auch nur hervorragende Mannschaften trainiert. Ich würde ihn gerne einmal bei einem durchschnittlichen Mannschaft in der deutschen Oberliga sehen.”

“Was Du nicht sagst” stiess das Hildi hervor.

“Das sage nicht ich, das sagt Frank Wormuth, der Chef-Ausbildner beim Deutschen Fussball-Bund.”

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Punkt 1: Ich respektiere meinen Gegner

Herr Maldini am Freitag den 15. Januar 2016

Heute lernen wir, warum es trotzdem einen Schiedsrichter braucht.

Massimo Busacca

Manchmal liegt der Schiri falsch. Ruhig Blut!

Sie kennen das doch auch: Der Unparteiische gibt einen glasklaren Penalty nicht, übersieht ein Handspiel oder pfeift ein Offside, obwohl weit und breit kein Stürmer war. Und schon gehen die Emotionen mit Ihnen durch. Die gestrige Umfrage auf der Redaktion ergab mit 1898:0 Stimmen, dass sich auch Leser und sogar Redakteure des Runden Leders von Schiedsrichterentscheiden benachteiligt fühlen.

Was dabei oft vergessen geht: Vom Schiri profitieren alle. Er setzt nicht nur die Spielregeln durch, er schützt die Spieler auch vor Verletzungen. “Ohne Spielregeln würde Chaos herrschen”, sagte Herr Briger, unser Ex-Praktikant, an der Redaktionssitzung von gestern. “Es wäre Chaos auf dem Spielfeld”. Neo-Redaktor Herr Harvest – er will momentan noch einen besonders guten Eindruck hinterlassen – preschte vor: “Ohne Spielregeln würde das Recht des Stärkeren gelten.” Und Herr Sohn fügte erwartungsgemäss an: “Es sind Regeln, auf die sich die Gesellschaft zum Schutz des Einzelnen geeinigt hat.”

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Favoriten im Fokus

Rrr am Freitag den 20. November 2015

Das Wort zum Wochenende wie immer von Wirrkopf Walter.

“Nur noch 20mal schlafen bis zur Bundesratswahl! Der absolute Favorit ist aus meiner Sicht natürlich der Bündner, der Dings. Arno Del Curto. Nur gibt es offenbar Diskussionen, ob er beides gleichzeitig kann, Bundesrat und HC Davos, wegen Doppelbelastung.

Deshalb kam ja dann der Bieler ins Spiel, der ebenfalls sehr gut schweizerdeutsch spricht. Der Dings, Kevin Schläpfer. Für ihn war klar, Biel jetzt untergeordnete Priorität, ich fokussiere auf Bundesrat. Dummerweise stellte sich Biel quer, und ich sah Trainers Tränen auf Blick-TV. Jetzt weiss man immer noch nicht, wer Bundesrat wird, vermutlich niemand. Vielleicht ist das sowieso die beste Lösung.

Kevin Schläpfer tönt ein bisschen wie Jessica Binggeli, aber darum geht es nicht. Es geht ums Fokussieren, und das ist immer gut, gerade in Bern, wo die Young Boys traditionell im vierten Quartal zu fokussieren beginnen, nachdem sie die Doppelbelastung beendet haben. Jetzt kann man sich natürlich fragen, wenn Fussballprofi ein 100-Prozent-Job ist, kann man eigentlich 40 Stunden pro Woche fokussieren? Oder wäre es eventuell besser, noch einen Zweitjob zu suchen, wodurch man zwar einerseits eine Doppelbelastung in Kauf nehmen müsste, aber andererseits die Lohnkosten des Vereins senken helfen könnte?

Das sind komplexe Fragen, die Kevin Schläpfer nicht zu kümmern brauchen. Und mich eigentlich auch nicht, deshalb fokussiere ich nun wieder aufs Fischen.”

Elegante Elogen

Rrr am Mittwoch den 21. Oktober 2015

Wirrkopf Walter hat jetzt auch Telezüri im Fischerhäuschen.

122“Das Volk hat Christoph Mörgeli fristlos gekündigt! Vermutlich war es ein Komplott, und da gibt es nur eins: Das Volk einklagen, den Rechtsweg beschreiten, durch alle Instanzen hindurch. Andererseits, alt Bundesrat Blocher hat versprochen, er habe einen gut bezahlten Job für Mörgeli. Nur was? Vermutlich Blochers Skelett abstauben.

Wobei, das wird erst mittelfristig aktuell. Kurzfristig braucht Köppels Kampfhund einen neuen Job, weil das Herrchen kläfft ja jetzt selber durchs Bundeshaus. Deshalb muss sich Herr Mörgeli sonst irgendwie in unseren Wirtschaftsprozess integrieren. Auf TeleZüri deponierte er gestern schon mal seine Bewerbungsunterlagen:

“Meine Stärke ist, dass ich etwas erforschen kann, dass ich ein wissenschaftlicher Typ bin und dass ich das sprachlich einigermassen elegant darstellen kann.”

Wenn ich das mit den Farben von Hemd und Krawatte kombiniere, komme ich glasklar zum Schluss: Mediensprecher beim FC Basel! Da kann er erforschen und sprachlich einigermassen elegant darstellen, warum Basel neuerdings immer erst am Donnerstag am Fernsehen kommt. Entschuldigung, stimmt, überhaupt nicht lustig: Mörgeli als Mediensprecher, so etwas wünscht man nicht einmal seinem ärgsten Feind. Vergessen Sies, ich gehe jetzt wieder Skelette von Abgewählten abstauben. Äh nein, ich gehe jetzt wieder fischen.”

Die perfekte Wahl

Rrr am Sonntag den 18. Oktober 2015

Was, Sie waren noch nicht an der Urne?

Dann ists jetzt aber höchste Zeit. Herr Rrr zeigt wies geht.

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Bevor Sie fragen: Taulant Seferi ist erster Ersatz.

Und was ist mit Adi Hütter und Fredy Bickel? Na klar, die hat Herr Rrr in den Ständerat gewählt.

Viel mehr Views (II)

Rrr am Dienstag den 29. September 2015

BREAKING NEWS: YB-Captain Steve von Bergen fällt bis Ende Jahr aus

Es folgt eine kurze Mitteilung in eigener Sache.

0bDas Fussballfachforum ZUM RUNDEN LEDER plant umfassende Reformen zur Neupositionierung und Reoptimierung seines international erhärteten Renomees. Dies erklärte der RL CEO Herr Rrr in einer auf Twitter, Facebook und Tinder veröffentlichten Videomessage.

“Komplizierte Texte und miese Illustrationen haben ausgedient, die Future sind selfexplying moved contents!” sagte Herr Rrr. “Behalten Sie es vorläufig für sich, aber ich plane einen total Relaunch der heutigen Roundleather-Redaktion. Die heutige Crew von textenden Müssiggängern wird voraussichtlich per 1. November entlassen (evtl. gibt es einen Sozialplan für Herrn Baresi, die anderen finden schon wieder etwas) und durch fünf günstige, junge, im Idealfall weibliche VJs zu ersetzt. Das Stelleninserat veröffentliche ich demnächst via Instagram auf Vimeo, oder via Google Plus auf Snapchat, je nach Clickpeak.

Denn “der Trend geht ganz klar hin zum Video”, betonte Herr Rrr. “Ich will der internationalen Entwicklung nicht vorgreifen, aber wissen Sie, was gefragt sein wird: Dass ich im Video ein Statement abgebe zu YB und sage, wie es aussieht. Das wird in drei, vier Jahren so weit sein. Wenn nicht früher. Das sagen alle Experten, und ich schliesse mich diesem internationalen Fachurteil ohne Wenn und Aber an. “

Viel mehr Views

Rrr am Dienstag den 29. September 2015

Rundes Leder quo vadis? Philipp Degen weiss Bescheid.

0Wohin geht der Trend bei den Online-Medien? Sind Fussballblogs noch zeitgemäss? Wenn ja, wie sehen sie in Zukunft aus?

Diese Fragen treiben nicht nur den RL-Chefredakteur Herr Rrr um, sondern auch den renommierten Basler Medienwissenschafter Dr. Philipp Degen. Im Gespräch mit unseren Kollegen von der Tageswoche gab er exklusiv Einblick in aktuelle Forschungsresultate.

Der Trend geht zum Video. Es zählen nur noch Videos. Firmen und Sponsoren wollen im Marketing nur noch Videos sehen. Videos sagen etwas aus, Videos bringen Emotionen rüber und stellen einen Menschen von einer anderen Seite dar. Und das Ganze soll nicht gestellt sein.

(Tageswoche: Sie meinen, zurückgelehnte FCB-Texte wie bei tageswoche.ch können wir uns bald abschminken?)

Ich will Ihnen jetzt nicht zu nahe treten, aber wissen Sie, was gefragt sein wird: Dass Sie im Video ein Statement abgeben zum FCB und sagen, wie es aussieht. Das wird in drei, vier Jahren so weit sein. Wenn nicht früher.

(Tageswoche: Dann könnten wir ja zusammen ein Start-up ins Auge fassen.)

Ich mache keine Witze. Das interessiert die Leute. Ich lese schon noch Texte, aber ansonsten schaue ich fast nur noch Videos. Aber keine langweiligen Sachen. Der Trend ist eingeläutet und er kommt wie oftmals aus den USA. Die Leute hören wahrscheinlich lieber zu und sehen dabei noch etwas, als einen Text runterzulesen. Mit meinen Videos auf goalgetter.tv habe ich mehr als 68’000 Views gehabt – das erreicht man mit einem Text oder einem Foto nicht mal annähernd.

Click Google

Rrr am Mittwoch den 16. September 2015

Verflixte dritte Saison? Fuck off, sagt Mourinho.

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Der streitbare Portugiese ist miserabel in seine dritte Saison als Chelsea-Trainer gestartet. Ein Journalist wollte gestern von ihm wissen, was er denn anderswo so für Erfahrungen mit der gefürchteten dritten Saison gemacht habe.

“Dritte Saison! Wenn ich das schon höre! Meine dritte Saison in Porto, die gab es gar nicht. Bei Inter hatte ich auch keine dritte Saison, wenn Sie es genau wissen wollen. In meiner ersten Amtszeit bei Chelsea gewann ich in der dritten Saison den FA-CUp und den Ligacup, und wir standen im Halbfinal der Champions League. In meiner dritten Saison bei Real Madrid gewann ich den Supercup, verlor den Cupfinal, und wir erreichten die letzten 4 der Champions League. Das waren meine dritten Saisons. Geh doch einfach auf Google, statt mir dumme Fragen zu stellen. Click Google und schau es selber nach.”

Okay – danke, Mou. Wie verlief eigentlich die dritte Saison von Uli Forte bei St. Gallen, GC und YB? Ah, es gibt ja Google, stimmt.

Wende gut, alles gut

Rrr am Sonntag den 6. September 2015

Einen 0:2-Rückstand mit Jokern drehen? Petkovic kann das schon länger.

In seiner Amtszeit in Bern schafften es die Young Boys zweimal, nach 0:2 noch 3:2 zu gewinnen.

Am 8. Februar 2009 fing sich YB in Luzern früh einen Zweitorerückstand ein. Hochstrasser und Raimondi brachten die Berner zurück ins Spiel – und der kurz zuvor eingewechselte Seydou Doumbia traf in der 90. Minute zum Berner Sieg.

Keine zwei Monate später, am 5. April 2009, wiederholte YB das Kunststück in Neuenburg. Nach dem 0:2-Pausenrückstand drehten Häberli (2) und Degen das Spiel. Petkovic hatte die beiden ebenso eingewechselt wie den dreifachen Vorlagengeber Doumbia.

Wenigstens ein Remis holte YB am 14. November 2010 beim FCZ, nachdem das Team 0:2 hinten gelegen war. Mayuka und Bienvenu sorgten für den Punktgewinn.

Busfahren

Briger am Sonntag den 30. August 2015

Aus unserer einteiligen Serie: “Busfahren mit Slaven Bilic”:

We parked the bus, but we didn’t put the handbreak on. I mean, there is nothing wrong, to park the bus, that means that your oppenent has the ball, you are behind the ball. It doesn’t necessarily, eh, to me the problem is, when you park the bus in your box, or just in front of your box. If you are moving and passing, it is simply great defending.

Slaven-Bilic

Die Taktik ging auf, West Ham gewann an der Anfield Road mit 3:0 und nahm damit erstmals seit 52 Jahren drei Punkte aus Liverpool mit in die Hauptstadt.

August 29th 2015 - Liverpool, UK - LIVERPOOL V WEST HAM -  West Ham Noblei scores against Liverpool 0-2 PIcture by Ian Hodgson/Daily Mail

August 29th 2015 – Liverpool, UK – LIVERPOOL V WEST HAM –
West Ham Noblei scores against Liverpool 0-2
Picture by Ian Hodgson/Daily Mail