Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Vielversprechendes Fernstudium

Rrr am Donnerstag den 31. März 2016

Neue Erfolgsserie! Das Runde Leder macht Sie zum Top-Goalie.

44Das Fachforum Ihres Vertrauens wird zum Lernblog: Unser Leser Herr Alleswisser unterrichtet Sie in den kommenden Monaten regelmässig in der Goalie-Kunst. Herr Rrr, der Chefredakteur des Runden Leders, ist überzeugt: “Wer alle Lektionen aufmerksam verfolgt, hat im Minimum das Rüstzeug zum Super-League-Goalie. Die talentiertesten Leser werden wahrscheinlich schon bald Europa League spielen, den Oberkörper tätowieren und sieben Sportwagen kaufen.”

Die Kooperation mit Herrn Alleswisser kam zustande, weil dieser neulich im Beitrag zu Jamie Vardys Hackentor folgenden Kommentar absonderte: “Ich habe bereits mit meiner Analyse begonnen, wie die Goalies auf diese Herausforderung reagieren sollten.”

Herr Rrr forderte den Leser – einen ehemaligen Schweizer Spitzengoalie – darauf auf, einen entsprechenden Beitrag zu liefern. “Das mache ich natürlich gerne”, versichert Herr Alleswisser. “Allerdings ist das eingeforderte Thema auf einem anspruchsvollen Tertiär-Niveau angesiedelt, wohingegen die Mehrheit der Leserschaft goaliemässig nur knapp dem Kindergarten entwachsen ist. Deshalb bedarf es eines sanfteren Einstiegs.”

Im ersten Kurs befasst sich Herr Alleswisser mit sogenannten Goalie-Domestiken. Die Lektion wird heute um 15.00 Uhr aufgeschaltet.

Teutonische Titeltrottel

Rrr am Dienstag den 29. März 2016

Deutschland ist der schlechteste Weltmeister seit 52 Jahren.

Das zeigt eine Studie des Fachforums Zum Runden Leder. In den 20 Monaten seit dem Titelgewinn verlor Deutschland nicht weniger als sechs Spiele. Noch schlechter war der Weltmeister 1962: Brasilien verlor innert 20 Monate gleich acht Partien.

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Deutschland holte den jüngsten Titel am 13. Juli 2014. In den darauffolgenden gut eineinhalb Jahren gab es Niederlagen gegen Argentinien (2:4), Polen (0:2), Irland (0:1), die USA (1:2), Frankreich (0:2) und letzten Samstag gegen England (2:3). Dabei handelte es sich um zwei Pflichtspiele und vier Freundschaftspartien. Eine siebte Niederlage ist heute abend gegen Italien möglich.

Besser schnitten die Weltmeister 1966 bis 2010 ab. Brasilien blieb nach dem Titelgewinn 1970 in der fraglichen Zeitspanne ungeschlagen. Eine einzige Niederlage leisteten sich die Weltmeister England (1966), Deutschland (1974) und Frankreich (1998). Zweimal verloren Deutschland (1990) und Brasilien (1994), viermal Argentinien (1978), Italien (2006) und Spanien (2010), fünfmal Argentinien (1986), Italien (1982) und Brasilien (2002).

TV-Spiele von heute abend: Österreich-Türkei (20.30, ORF1). Schweiz-Bosnien (20.30, RTS2/RSI 2). Deutschland-Italien (20.45, ARD/RAIUNO). England-Holland (21.00, ITV).

Der Dämpfer von Dublin

Dr. Rüdisühli am Sonntag den 27. März 2016

Nach dem 0:1 der Schweiz in Irland: Die wichtigsten Antworten auf die dringendsten Fragen!

Kaum hatte Sascha Ruefer das Testspiel auf der grünen Insel für beendet erklärt, gingen die Emotionen in der Heimat hoch: “Schwacher Auftritt!” stöhnte der ,Blick’. “Test nicht bestanden” ächzte die NZZ. Auch das Runde Leser bekam die schlechte Stimmung zu spüren: Hunderte besorgte Leser schickten tausende aufwühlende Mails an unsere Redaktion. Dr. Rüdisühli arbeitet seit Karfreitagsbend im Akkord und beantwortet alle Anfragen persönlich. Hier eine kurze Auswahl.

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Wie hat die Redaktion des Runden Leders das Spiel erlebt?

Wir haben es leider verpasst, wir hatten einen betriebsinternen Weiterbildungsanlass.

Aber jetzt mal ehrlich! Wie kann man gegen Irland verlieren??

Indem man kein Tor schiesst, aber eines erhält.

Wieviele YB-Spieler standen eigentlich auf dem Platz?

Keiner.

Wieviele Basler standen auf dem Platz?

Im Einsatz waren drei aktuelle FCB-Spieler, dazu vier ehemalige Basler.

Dann sind also die Basler schuld?

Als neutrales Fachforum beteiligen wir uns nicht an Spekulationen.

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Gibt es Risse in der Mannschaft? Warum legten Dzemaili und Schär bei der Schweigeminute nicht ihre Arme um die Schulter der Mitspieler?

Wir wissen es nicht und finden es bedenklich, dass dies der “Blick” nicht thematisiert hat. Aber vielleicht bringt er es in der Dienstagsausgabe.

Apropos “Blick”, was wirft er konkret Vladimir Petkovic vor?

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Fussball, aus der Sicht…

Harvest am Mittwoch den 16. März 2016

…eines Bauers. Heute mit Äschi.

Bauer Äschi„Ja, Fussballspiele sind was wirklich Tolles. Da laufen die Städter* zum Stadion und düngen unterwegs mein Feld. Es gibt aber noch Verbesserungspotential. Meistens lösen sie nur Wasser*, dabei könnte das Feld durchaus auch etwas Stuhlgang* vertragen. Aber Spass beiseite. Wütend* machen mich natürlich alle diese leeren* Büchsen, die liegen bleiben. Wissen Sie, da werde ich schon etwas ungehalten*, wenn die meinen, sie können alles einfach hinwerfen, jemand räumt dann schon auf. Das klappt vielleicht in den schönen* Städten.

Wie? Aha. Sie wollen nicht vom Drumherum, sondern vom Spiel hören? Gut, das ist etwas für Angestellte, die um fünf aus dem Büro stürmen und am Wochenende keine Verpflichtungen haben. Mich interessiert das nicht, im Normalfall stehe ich während der Spiele im Stall und kümmere mich um meine Kühe.

Wissen Sie, Fussball ist nichts für mich, verweichlichte Memmen*, die zwei Stunden pro Woche arbeiten, das ist der Beweis, dass unsere Gesellschaft völlig verkommt. Wir Bauern arbeiten hart für wenig Geld, während die dekadenten* Fussballer Millionen einstreichen fürs Jammern und Rumliegen. Nichts für Ungut, aber wer da noch freiwillig zuschaut, dem ist wirklich nicht zu helfen. Und Sie schreiben darüber? Wer liest den sowas? Verwöhnte Städtersöhnchen* wahrscheinlich. Wissen Sie was? Schreiben Sie was Sie wollen, aber lassen Sie mich aus dem Spiel.“

*Das Wort/der Ausdruck wurde von der Redaktion aufgrund der geltenden Richtlinien angepasst.

Niederschwellige Angebote

Rrr am Dienstag den 15. März 2016

Wirrkopf Walter hat Bern einfach gern.

“Bern, die schönste Stadt der Welt! Gestern wurde bekannt, dass es in den Apotheken bald Cannabis gibt. Seit heute fliesst Wein aus einem Altstadtbrunnen. Es würde mich nicht wundern, wenn es morgen YB-Würste regnen würde.

Gerne würde ich mit unseren aussserkantonalen Lesern ein bisschen über den Finanzausgleich philosophieren, aber leider habe ich keine Zeit: Zuerst muss ich ein Chnübi in der Rathausapotheke posten gehen, dann fülle ich mir die Lampe auf dem Münsterplatz und höre auf dem iPod die neue Platte von Oli Kehrli in voller Lautstärke.

Natürlich lasse ich sie rückwärts laufen, da hat es sicher noch eine versteckte Botschaft von Guillaume Hoarau drauf. Vielleicht, dass bei der YB-Meisterfeier 2017 der Stadtpräsident Erich Hess Lambada mit Ursi Wyss tanzt. Jesses, jetzt bin ich plötzlich auf dem Horrortrip! Egal, ich lege mich mal vor mein Fischerhäuschen an der Aare und warte, bis mir die gebratenen Fische in den Mund fliegen. Alles andere wäre das Kalb gemacht.”

Gigl und Gogl

Rrr am Montag den 14. März 2016

Adi Hütter erweitert den Berner Sprachschatz.

1222Wurde Sion in Bern benachteiligt? Der YB-Trainer beantwortete die Frage vor den Medien mit einem österreichischen Sprichwort: “Manchmal ist man der Gigl und manchmal der Gogl”. Das eine Mal werde man durch eine Fehlentscheidung bestraft, das andere Mal sei man der Glücklichere. “Heute hatten wir sicher die glücklichere Seite für uns.”

“Einmal der Gigl, einmal der Gogl” ist auch der Titel eines schönen Wienerlieds des 1954 verstorbenen Sängers und Heurigenwirts Franz Schier. Sie befänden sich nicht in Ihrem bevorzugten Kulturforum, wenn wir Ihnen nun nicht einige Takte vorspielen würden:




Ob Gigl oder Gogl: Adi Hütter hat in der Super League zurzeit einen Punkteschnitt von 1,94. Damit liegt er auf Platz 2 hinter Vladimir Petkovic (1,98) und vor Andermatt (1,77), Bidu Zaugg (1,7), Uli Forte (1,7), Gernot Rohr (1,68), Christian Gross (1,38) und Martin Rueda (1,29).

Streich und die Strich-Länder

Rrr am Samstag den 12. März 2016

Landtagswahlen in drei deutschen Bundesländern.

Die Rechtspopulisten sind im Vormarsch, in Deutschland heissen sie AfD. Freiburgs Trainer Christian Streich hat das Wort:

Christian Streich: Ihr habt den Trainer gehört. Geht wählen – …

Ihr habt den Trainer gehört. Geht wählen – gegen Fremdenfeindlichkeit! Was Christian Streich seinen Spielern gesagt hat:

Posted by freiburg.tv on Freitag, 11. März 2016

(via facebook.com/zeiglerswelt)

Freiburg hat als Tabellenzweiter der 2. Bundesliga gute Aussichten auf den sofortigen Wiederaufstieg. Morgen tritt das Team um 13.30 Uhr beim FSV Frankfurt an. Erste Prognosen zu den Landtagswahlen in den sogenannten Strich-Ländern (Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz) werden um 18.00 Uhr veröffentlicht.

Freibier für alle!

Rrr am Mittwoch den 2. März 2016

Unser Kolumnist hat gute Laune. Aber wirklich verdammt gute Laune.

“Sagen Sie, was Sie wollen, aber der Fussballsport ist einfach ein Quell steter Freude.

Heute abend zum Beispiel. Zuerst säuft dieser unsägliche FC Luzern ab, im Cup-Halbfinal, daheim, gegen einen Abstiegskandidaten. Ha ha ha! Der FCL. Nette Fans, keine Frage, aber die Repräsentanten des Vereins – ein reines Gruselkabinett. Und wenn die Mannschaft ausnahmsweise gut unterwegs ist wie letzten Herbst, korrigiert das die Vereinsführung sofort mit der Entlassung der wenigen fähigen Leute. Fringer und Vrabec lassen grüssen. Seither gabs sechs Niederlagen in Serie.

Aber egal, noch viel mehr Genuss bereitete mir die Heimpleite von Sion. Das halbe Wallis mental schon im Cupfinal, Fendant-Pilgerreise in die Zivilisation am 29. Mai schon fix gebucht, Halbfinal nur Formsache, und dann dies! Ha ha ha. Cupspezialisten! Klar, ausser dass sie mit ein paar wenigen Ausnahmen in 90 Anläufen stets vorzeitig gescheitert sind. Dieses Bild des bedröppelten CC im TV – einfach unzahlbar.

Wer jetzt eigentlich im Cupfinal steht, fragen Sie? Keine Ahnung. Ist mir auch egal. Aber ich weiss, wer die nächsten zwei Gegner von YB sind: Luzern und Sion. Der Fussballsport macht einfach Freude, habe ich Ihnen das schon gesagt? Ein Pröstchen auf den Schweizer Cup, Ihr Alexander Meier-Anderegg”

Verwirrende Zahlen

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 1. März 2016

Schon wieder leidet ein Berner Regierungsratskandidat unter Wahrnehmungsstörungen.

Christoph Ammann (SP) ist den RL-Lesern noch in lebhafter Erinnerung. Trotz unserer widerlichen Schmutzkampagne wählte ihn das Berner Volk am vergangenen Wochenende in die Kantonsregierung.

Der zweite freie Sitz wird Anfang April in einer Stichwahl vergeben. Für die SVP tritt Pierre-Alain Schnegg an, und der war bis vor kurzem Besitzer der Software-Firma SolvAxis. Über einen Kundennachmittag in Bern findet sich dieser Bericht auf der Website des Unternehmens:

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11Äh, Moment. 400 Menschen, und das Stadion platzte aus allen Nähten? Wie gross bzw dick waren diese Menschen, Herr Schnegg? Handelte es sich wirklich um das Stade de Suisse, oder waren Sie eventuell einfach im Säli vom Grotto Ticino am Breitenrainplatz und schauten sich seltene Pflanzen auf dem Laptop an?

Bekannt wurde Schnegg im Berner Kantonsparlament übrigens mit dem Vorstoss, 800 Stellen in der Kantonsverwaltung zu streichen. Herr Kandidat, wir sind gerade etwas unsicher: Wie viele Wankdorfstadiönner braucht es, um alle Entlassenen aufzunehmen? Rechne.

Einleuchtende Expertise

Rrr am Sonntag den 28. Februar 2016

Cristiano Ronaldo hat herausgefunden, warum Real kriselt.

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“Du brauchst die besten Spieler, um Titel zu gewinnen”, soll CR7 nach dem 0:1 im Derby gegen Atlético der Sportzeitung AS gesagt haben. “Ich möchte meine Mannschaftskollegen nicht schlechtreden, ich spiele sehr gerne mit Karim (Benzema), Bale, Marcelo zusammen, aber wenn sie nicht spielen können, ist es schwer. Ich will nicht sagen, dass Jese, Lucas und Kovacic nicht gut sind, aber wenn jeder mein Niveau hätte, wären wir auf Platz eins.”

Weitere Aussagen, die CR7 in der Mixed Zone machte, können Sie hier sehen.

Fehlender Fachausdruck

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 9. Februar 2016

Dr. Rüdisühli bittet um Ihre Mithilfe.

122Unser Leser Herr 12er hat sich gestern mit folgender Frage an die Redaktion gewandt:

“Wie nennt man einen Typen, der sein Fussballtrikot über der fetten Winterjacke trägt?”

Falls Sie nicht wissen, was er meint: Herr Rrr hat das rechterhand nachgestellt.

Aber eben: Wir wissen nicht, wie man solche Typen nennt und sind deshalb gespannt auf Ihre Antwort. Die luzideste unter ihnen wird mit einer YB-Wurst ausgezeichnet. Toi toi toi!

NACHTRAG: Die richtige Lösung lautet “Allmendgänger auf Reisen”. Herzliche Gratulation, Sergeant Pepper!

Verschiedene Freistossfinten

Rrr am Samstag den 30. Januar 2016

Freistossfinten sind immer gut.

Aber nur, wenn sie gut sind. Dieser hier ist leider nicht gut. NAC Breda verlor zu Recht gegen Jong Ajax mit 1:2.

FA-Cup gratis auf Eurosport!
Heute: Colchester United-Spurs (13.45), Arsenal-Burnley (15.45), Liverpool-West Ham (18.30).
Morgen: Carlisle United-Everton (14.30), Milton Keynes Dons-Chelsea (17.00).