Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

23 Versager

Rrr am Samstag den 16. Juli 2016

Weinen wegen Fussball? Nein danke, sagt Vicente del Bosque.

Del Bosque als spanischer Nationaltrainer und als Spieler von Real Madrid.Im Interview mit der “Süddeutschen Zeitung” von heute Samstag blickt del Bosque zurück auf seine acht Jahre als spanischer Nationaltrainer. Spanien wurde mit ihm Weltmeister 2010 und Europameister 2012. Vor zwei Jahren gabs das Vorrunden-Aus an der WM. An die EM 2016 erinnert er sich so:

“Nach den ersten beiden Spielen gegen Tschechien und die Türkei hatten wir das Gefühl, viele Herzen zurückerobert zu haben. Ich weiss noch, wie ich nach dem Türkei-Spiel ein Radioprogramm hörte, das der Nationalelf meist sehr kritisch gegenüberstand. Sogar da hiess es: Wir haben die beste Nationalelf, wir werden die EM gewinnen, es gibt kein Team, das besser ist als wir. Als wir dann gegen Kroatien in letzter Minute verloren, wechselte alles wieder ins Negative. Dieser Extremismus! Entweder musst du das klebrigste Lob ertragen, oder das totale Gegenteil. Wie sehr ich mir wünschen würde, dass die Menschen die Dinge sportlich nehmen würden.”

Siege und Niederlagen müsste man einfach nur akzeptieren, findet del Bosque.”Was an Unsportlichkeit von bestimmten Medien vermittelt wird, ist schlimm für die jungen Leute. Die Medien glauben, dass nur der Sieg zählt. Vor der EM sagte jemand im Radio, wir hätten die Pflicht, zu siegen. Die Pflicht! Wir haben die Pflicht, alles zu tun, um zu siegen. Aber doch nicht die Pflicht, zu siegen! Oder neulich wieder, da hörte ich im Radio Bewunderung für die Italiener: ,Mit welchem Patriotismus sie auf die Niederlage reagiert haben! Wie viele Tränen sie vergossen haben!'”

Auch den spanischen Spielern habe es wehgetan zu verlieren. “Aber müssen wir weinen, um zu zeigen, dass wir die Nationalmannschaft, unser Land, den Fussball lieben? Ernsthaft? Das ergibt doch keinen Sinn. Man muss doch nicht weinen wegen einer Niederlage! Das ist Sport! Niederlagen sind einfach Teil des Spiels. Als ich bei der EM-Auslosung in Paris war und wir Trainer für ein Foto posierten, dachte ich: Nur einer von uns wird siegen, die anderen 23 werden ertragen müssen, dass man sie Versager nennt.”

Jammern auf Vorrat

Rrr am Donnerstag den 7. Juli 2016

Frankreich Deutschland! Unser Kolumnist schreibt sich schon warm.

jetztmal1“Deutschland jammert, Deutschland leidet! Gegen Frankreich fehlen heute abend gleich drei Schlüsselspieler: Hummels, Khedira, Gomez. Einer ist gesperrt, zwei sind verletzt. Das Wehklagen im Blätterwald und im Umfeld des Teams nimmt kein Ende.

Zuerst mal das, liebe Freunde: Ausreden bitte erst nach dem Spiel. Falls es denn verloren geht.

Dann: Der Fall Hummels. Der Bayern-Spieler fing sich zwei Gelbe ein, deshalb ist er gesperrt. Total daneben, plötzlich. Also die Regeln seien total daneben. Nun, ich habe mich extra noch einmal bei der UEFA erkundigt: Die Regeln gelten nicht nur für Deutschland, sondern für alle Länder. Im Halbfinal gesperrt waren auch zwei Waliser und ein Portugiese. Hat jemand geklagt? Na also.

Und dann Khedira und Gomez. Irgendwie kommt mir das Wehklagen über Verletzte bekannt vor. Ah, genau: Bayern München 2015! Da musste die lange Verletztenliste herhalten als Entschuldigung für das Ausscheiden in der Champions League. Trainer Guardiola gab dem Vereinsarzt Müller-Wohlfahrt die Schuld, die Spieler nicht rechtzeitig fit gekriegt zu haben – und mobbte den legendären Mediziner weg. Was passierte? Ein Jahr später, im Frühling 2016, hatte Bayern keine nennenswerten Verletzten. Ausgeschieden sind sie trotzdem. Wegen Griezman.

Wer ist eigentlich der Vertrauensarzt des DFB-Teams? Herr Müller-Wohlfahrt. Das ist jetzt natürlich reiner Zufall. Sowieso, ich sage immer: Finger weg von billiger Polemik vor solch schicksalshaften Begegnungen wie Frankreich-Deutschland. Die grösste Gefahr der Deutschen, so bemerkten mehrere Zeitungen, ist sowieso nicht die Verletztenliste, sondern die rutschige Unterlage in Marseille. Auch so eine Ausrede auf Vorrat.

Hochachtungsvoll, Ihr Alexander Meier-Anderegg”

Zahlen, bitte

Rrr am Dienstag den 5. Juli 2016

Wie immer am EM-freien Dienstag: Faszinierende Statistiken.

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Allgemein bekannt ist, dass der Pole Krychowiak an dieser EM am meisten gefoult wurde, nämlich 18-mal, gefolgt von seinem Landsmann Lewandowski (16) und dem Kroaten Srna (15). Viele wissen auch, das der isländische Vorklatscher Gunarsson die meisten Fouls beging (14), gefolgt vom italienischen Penaltyversager Pellè (13) und dem Spanier Morata (12). Dass Cristiano Ronaldo am öftesten den Abschluss suchte (36), gefolgt vom Klubkollegen Bale und dem Belgier De Bruyne (21), wird kaum jemand überraschen. Aber wussten Sie auch, dass der Waliser Bale der Dribbelkönig ist, da er sich schon 34-mal im Eins-gegen-Eins durchsetzte, gefolgt von Hazard (Belgien, 32) und Coman (Frankreich, 20)? Und ist Ihnen klar, dass keiner so viele erfolgreiche Pässe spielte wie Toni Kroos (509), gefolgt von Granit Xhaka (369), der dazu nur vier Spiele brauchte, und Jerome Boateng (355)? Und wer hat eigentlich die meisten Chancen vorbereitet? Es ist der Belgier De Bruyne (23), noch vor dem Franzosen Payet (21) und dem Deutschen Özil (17). Das ist doch viel interessanter als zum Beispiel die Bilanz der notorischen Freistoss-Schützen: Cristiano probierte es schon 10-mal, der Ungare Dzsudzsak und der Waliser Bale je 5-mal.

Und dann noch dies: England hat in den letzten zwölf Monaten alle vier Halbfinalisten der EURO 2016 bezwungen. Deutschland, Frankreich, Portugal und natürlich auch Wales.

Da sehen Sie einmal, wie wertvoll all diese Statistiken sind.

Inakzeptables Island

Rrr am Sonntag den 3. Juli 2016

Vor dem letzten Viertelfinal: Unser Kolumnist meldet Bedenken an.

Kevin“Bereits vor mehr als zwei Jahren habe ich auf vegane Ernährung umgestellt. Dies erlaubt mir eine nachhaltige Lebensweise ganz allgemein, aber auch eine differenzierte Sicht auf so nebensächliche Dinge wie etwa der Fussball. 

Beispiel EM: Alle Welt fänt für die Isländer, auch bei uns im linksalternativen EM-Projekt mit Schwarzweiss-Röhrenfernsehern in der Lorraine. Ich kann mich dieser reflexartigen Verehrung eines Underdogs  nicht anschliessen. 

Denn: Island ist nach wie vor eine Walfang-Nation, bringt Jahr für Jahr Hunderte der Meeressäuger um, verwandelt ganze Küstenstriche in regelrechte Todeszonen mit blutrot gefärbtem Wasser.  Das Fleisch essen die Isländer nicht etwa selber, sondern exportieren es teuer nach Japan. Und diese Mannschaft soll man unterstützen? Hallo????

Leider ist der heutige Gegner auch keine Alternative. Ein Land, das gestopfte Gänselebern und frittierte Froschschenkel als herausragendes Kulturerbe betrachtet, gehört möglichst rasch ausgeschieden, zudem auch wegen Marine Le Pen.

Sowieso ist die ganze EM  ein nationalistisch verbrämtes Konstrukt, das ich ablehne, weshalb ich heute Abend ganz klar ein Zeichen setze und Island-Frankreich nicht schauen werde. Ich muss sowieso wieder einmal Ma und Pa in Muri besuchen. Vencemeros, Freunde, und bis bald!” 

Schwierige Schwätzer

Val der Ama am Dienstag den 28. Juni 2016

Unser Kolumnist wird nicht traurig sein, wenn die EM vorbei ist.

„Nicht wegen der Euro an sich, ganz im Gegenteil. Ich bin mit der Qualität der bisherigen Spiele grösstenteils zufrieden. Vor allem die starken EM-Debütanten sorgten für frischen Wind: Gleich vier von fünf überstanden die Vorrunde. Die Gruppensiege von Wales und Kroatien (nicht England, nicht Spanien) sorgten dafür, dass es zwei komplett unterschiedlich starke Tableaus in der K.o.-Runde gibt: Das der Favoriten (der rechte Tableau-Baum) und das der vermeintlichen Aussenseiter (der linke Tableau-Baum) – das verspricht doch noch die eine oder andere erfreuliche Affiche!

Was ich jedoch kaum mehr ertrage, ist das Theater drum rum. Wetten, dass heute alle einen Expertenkommentar zu Island von sich geben? Mitarbeitende, die sich das ganze Jahr über dezidiert nicht für Fussball interessieren, diskutieren nun in den Pausen über Spiele und Spieler und langweilen mit Allgemeinplätzen, die Sie Alain Sutter (Schnittstellen!) oder Sascha Ruefer (Qualität!) oder dem Blick (Shaqiri!) nachplappern. Besonders mühsam auch diejenigen, die mit Verweis aufs firmeninterne Tippspiel damit kokettieren, dass ausgerechnet ich als grosser Fussballliebhaber in der hinteren Hälfte der Rangliste fungiere. Hätten Fussballkenner wirklich prophetische Fähigkeiten, wären die Karibikinseln voll mit ihnen.

Und dann dieses Public Viewing, zu welchem ich letzte Woche gezwungen worden bin! Was gibt es mühsameres, als eine überfüllte Beiz mit gut gelaunten und meist verkleideten Festhütten? Bereits eine Stunde vor Spielbeginn sind alle Plätze mit Blick auf den TV besetzt und also setzt man sich hinten an die Wand und unmittelbar nach dem Anpfiff steht dann immer wieder einer aus irgendeinem Grund vor dem Bild. Und der laute Nachbar hat zwar zu jeder Szene eine abschliessende Meinung, vermag aber vor lauter Mitteilungsbedürfnis oder Social Media kaum dem Spiel beizuwohnen.

Ich ziehe mich also zurück und geniesse einsam. Und freue mich auf den baldigen Meisterschaftsbeginn und damit auf den Fussballalltag, wenn die “ich interessiere mich nicht so für Fussball aber die EM oder WM schaue ich mir gerne an”-Leute endlich wieder die Klappe halten.

Hochachtungsvoll
Ihr Alexander Meier-Anderegg“

Euroburnout Selfcheck

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 23. Juni 2016

Grosser Test: Leide ich an Fussitis?

Pro Ja-Antwort: 3 Punkte. Weiss nicht: 1. Nein: 0.

• Im Schlaf spreche ich mit Sascha Ruefer
• Meine Frau begrüsse ich am Morgen mit den Worten “Ui ui ui, da rettete die Latte!”
• Das Frühstück wird mir präsentiert von Turkish Airlines, adidas und Heineken
• Im Tram zur Arbeit schliesse ich kurz die Augen.
• Die Büro-Arbeit unterteile ich in Gruppenspiele (8-12 Uhr) und KO-Phase (13-17).
• Mein Chef sieht aus wie Rolf Fringer, spricht wie Beni Huggel und nervt wie Oli Kahn.
• In der Znüni-Pause möchte ich mit Alain Sutter über meine Beziehung sprechen.
• Unsere Kinder wünschen sich die Nationalhymne als Einschlaflied.
• In meinem Ohr wohnt ein Wurm.
• Wann beginnt eigentlich heute das 15-Uhr-Spiel?

24-30 Punkte: Bravo, Sie sind bereit für die Achtelfinals
11-23 Punkte: Gut, dass morgen keine EURO ist, da können Sie an den Burkhalter-Cup
6-10 Punkte: Will Grigg’s on fire, Your defence is terrified
0-5 Punkte: Sie wurden zu spät eingewechselt, um benotet zu werden

Effektives Fantum (2)

Harvest am Mittwoch den 22. Juni 2016

Mit der ersten Frage des effektiven Fantums haben wir uns bereits befasst. Wir lassen Sie aber nicht im Regen stehen und helfen Ihnen auch, die weiteren Fragen zu beantworten.

Als Erinnerung noch einmal die fünf Fragen:
– Wie viele Menschen profitieren davon und in welchem Mass?
– Ist dies das Wirksamste, das Sie tun können?
– Ist dies ein vernachlässigter Bereich?
– Was wäre andernfalls geschehen?
– Wie gut sind die Erfolgsaussichten und wie viel wäre ein Erfolg wert?

Wir steigen direkt bei der zweiten Frage ein.

Ist dies das Wirksamste, das Sie tun können?

fczNun, die Wirkung eines einzelnen Fans hängt natürlich davon ab, wie viele Fans der Club schon hat. In Thun, zum Beispiel, wären Sie als Fan schon sehr wirksam, Sie würden (falls Sie mit der ganzen Familie antraben oder sogar noch Freunde motivieren können) die Fanzahl vervielfachen. Da können Sie als gewöhnlicher Fan schon sehr viel bewegen.
Doch wir dürfen nicht vergessen, dass es viele andere Möglichkeiten gibt, seinem Club zu helfen, wir dürfen das effektive Fantum nicht auf den fahnenschwingenden Schreihals beschränken. Nehmen wir die beiden Zürcher Clubs, seit Jahren spielen sie in einem Leichtathletikstadion und die Bevölkerung wehrt sich dagegen, ihnen eine vernünftige Heimat zu schenken. Da bewegen Sie viel mehr, wenn Sie abstimmen gehen oder sogar Abstimmungskampf betreiben.
Sie können aber auch viel verändern, wenn Sie als talentierter Torwart oder gar Feldspieler bei Ihrem Verein anheuern. Allerdings, und das ist auf keine Weise beleidigend gemeint, sind die meisten von Ihnen kaum talentiert genug und/oder schon zu alt für diese Option. Vielleicht sind Sie aber ein echter Fussballexperte und können junge Talente besonders gut erkennen oder Sie sind unschlagbar im Marketingbereich, auch so können Sie Ihren Club vorwärtsbringen. Fragen Sie doch mal an, vielleicht haben sie nach genau Ihnen gesucht.
Zu guter Letzt bleibt natürlich die Möglichkeit Geld in den Club zu buttern. Haben Sie geerbt? Oder verdienen Sie unanständig viel? In diesem Falle könnte das der Weg sein, den Sie als effektiver Fan gehen sollten.

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Singen und siegen

Dr. Rüdisühli am Mittwoch den 15. Juni 2016

Rundes Leder Exklusiv: Grosse Studie zum Absingen der Nationalhymne!

statistik

Beim Absingen der Nationalhymne verhalten sich die 24 Teams der UEFA EURO 2016® unterschiedlich. Zu diesem Schluss kommt eine empirisch relevante Untersuchung der Erstrundenspiele durch das Statistikinstitut Briger & Co im Auftrag des Fachforums ZRL.

Mehr noch: Die Mitsingquote steht in einem Verhältnis zum anschliessenden sportlichen Erfolg. Bei den siegreichen Mannschaften sangen im Schnitt 9,62 Spieler. Bei Teams, die Unentschieden spielten, waren es bloss 8,66 Spieler. Bei den Verlierern sangen 9,33 Spieler mit, also doch deutlich weniger als bei den Siegern. Berücksichtigt wurden 23 Mannschaften ausser Spanien (Hymne ohne Text).

In einem nächsten Schritt wird nun untersucht, wie die Schweiz mit nur drei Sängern Albanien schlagen konnte.

Erhebliches Euphoriedefizit

Rrr am Dienstag den 7. Juni 2016

Keine Europhie? Wirrkopf Walter weiss Rat.

“Der Chef der BLICK-Zeitung macht sich Sorgen über die Nati: In der Bevölkerung fehle im Moment noch die Euphorie, sagte er an einem Podium mit anderen Geistesgrössen wie Uli Forte und Annette Fetscherin. Herr Bingesser hat völlig Recht, die Stimmung ist quasi auf dem Nullpunkt, die Dargebotene Hand erhält zurzeit mehr Anrufe als das Sporttelefon 164.

Dabei wäre es so einfach. Chemtrails sind das Zauberwort! Novartis hat ein reiches Sortiment an Stimmungsaufhellern, die sicher auch gasförmig verfügbar sind und von der Swiss unauffällig in die Kondensstreifen ihrer Linienflugzeuge gemischt werden könnten. Schlagartig würde sich eine flächendeckende Euphorie vom Genfer- bis zum Bodensee einstellen. Allerdings auch unter den albanischen Mitbewohnern, und die könnten dann nach dem 2:0-Startsieg gegen die Schweiz leicht an einer Überdosis leiden.

Zielführender wäre so gesehen die gezielte Abgabe von geeigneten Medikamente an die Nati-Fans in der Bevölkerung, ähnlich der Abgabe von Jodtabletten an die Bewohner im Umkreis eines Atomkraftwerks. Ansonsten wird das eine sehr traurige EURO. Na ja, mir egal, ich gehe jetzt wieder fischen.”

Letzte Worte

Herr Shearer am Donnerstag den 26. Mai 2016

Der FC Zürich ist abgestiegen. Wir haben erste Statements.

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“Ich höre die Unkenrufe schon, die behaupten, das Kader sei schlecht zusammengestellt. Aber es stimmt nicht.”
– Ancillo Canepa, Präsident und Sportchef

fritzkuenzli-1_640“Das Herz eines Spielers schlägt nicht mehr im gleichen Mass für seinen Klub. Die eigenen Interessen dominieren sehr stark. Heute hier, morgen dort – Hauptsache, die Kasse stimmt.” – Fritz Künzli, Klublegende.

Koebi Kuhn, FCZ, (rechts) im Laufduell mit Karl Odermatt, FCB, aufgenommen im April 1970, Ort unbekannt. Die beiden besten Mittelfeldspieler der Schweiz und ihre beiden Teams FC Zuerich und FC Basel dominierten in den siebziger Jahren die Schweizer Fussballmeisterschaft. (KEYSTONE/Str) ===  === === BW ONLY SAT ===

“Ei, zwäi gueti Spiel langet nöd!” – Jakob “Köbi” Kuhn, ebenfalls Klublegende.

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“Ich fragte mich schon, warum das ausgerechnet dieser fantastischen Firma und auch mir persönlich passieren musste. Der Verarbeitungsprozess brauchte Zeit. Und meinen Leuten in Bülach drohte ich: Wehe, wenn ihr jetzt zum Alkohol greift, das ist keine Lösung. Ich für mich suchte eine Aktivität, die ich ohne grossen Aufwand und Training tun konnte. So kam ich zu meinem ersten Laufband.” – Heliane Canepa, Präsidentengattin und Financière.

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“Je ne regrette rien!” – Noch einmal der Präsident.

Wir bitten Sie, aus Pietätgsgründen von hämischen Kommentaren abzusehen. Wussten Sie übrigens, dass der FCZ nächsten Sonntag noch um einen Titel und somit um eine direkte Teilnahme in den Gruppenspielen der Europa League spielen darf?

Rechnend in die Relegation

Herr Maldini am Freitag den 13. Mai 2016

Was viele nicht wissen: Auch in Italien herrscht Abstiegskampf.

Hellas Verona und Frosinone hat es bereits erwischt, am letzten Spieltag geht es für Carpi und Palermo noch um den Klassenerhalt.

Verona-Stürmer Luca Toni schiesst am Sonntag eventuell kein Tor.

Um den Klubs die Relegation in Liga zwei etwas zu erleichtern – ihre Einnahmen sind dort logischerweise ungleich tiefer – gibt es einen sogenannten “Fallschirm”. 60 Millionen Euro dürfen sich die drei Absteiger teilen. Dieser Fallschirm wird nach einem speziellen Schlüssel aufgeteilt: Je länger die Zugehörigkeit zur Serie A, desto grösser der Anteil am Topf.

Frosinone bekommt für sein Jahr in der Serie A 10 Millionen. Da auch Carpi ein Neuling ist, würde es im Falle eines Abstiegs ebenfalls 10 Millionen kassieren. Für Verona blieben somit 40 Millionen übrig (3 Jahre Serie A).

Trifft es anstatt Carpi aber Palermo (ebenfalls 3 Jahre Serie A), blieben für Verona nur 25 Millionen übrig. (25 Palermo, 25 Verona, 10 Frosinone).

Sie haben es bereits gemerkt: Für Verona geht es am letzten Spieltag um 15 Millionen. So richtig delikat macht diese Angelegenheit aber erst der Spielplan. Genau, Verona trifft am letzten Spieltag auf Palermo. Und hat es somit in den eigenen Füssen, ob es mit 15 Millionen mehr oder weniger absteigen möchte.

Das haben auch die Wettanbieter gemerkt. Setzen Sie auf Palermo, erhalten sie circa das 1.2-fache ihres Einsatzes zurück. Die Quote auf Verona beträgt ungefähr das Zehnfache.

Schwerwiegende Vermutungen

Rrr am Montag den 9. Mai 2016

Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Constantinose im fortgeschrittenem Stadium.

222“Sie haben es sicher gelesen: Christian Constantin lässt beim renommierten Idiap Research Institute in Martigny VS die Stimmen analysieren, die auf einer Aufnahme zu hören sein sollen, die ein Berner Hacker dem Sion-Präsidenten zugesteckt haben will und die eine verbotene Konversation zwischen dem Schiedsrichter-Quartett und dem Ligavertreter nach der Sulejmani-Schwalbe beim Spiel YB-Sion am 13. März dieses Jahres nachweisen könnte.

1Wir haben das überprüft. Und tatsächlich: Wenn man die betreffende Stelle im SonntagsBlick zwei bis drei Stunden lang gegen die Sonne hält und dazu eine Handvoll psychedelischer Pilze einnimmt, hört man weite Teile der geheimen Aufnahme in glasklarer Qualität, und ich kann Ihnen bestätigen: Es ist alles genau so wie Herr Constantin vermutet. Schlimmer noch: Wenn man das Band rückwärts abspielt, sieht man, wie Elvis auf den Trümmern der angeblich zerstörten Zwillingstürme einen Mondspaziergang simuliert, der so unmöglich stattgefunden haben kann, und nun Hand aufs Herz : Ist das Zufall?

Jetzt schauen Sie nicht so naiv. Ihnen ist doch auch klar, dass die meisten Fussballer ihre Haare beim Bierduschen blondiert haben? Dass handelsübliche Tattoo-Farbe bis zu 1,7 Prozent Red Bull enthält? Und dass es die Champions League in Wirklichkeit gar nicht gibt? Traumfabrik Hollywood, das kennen Sie aber?

Ich spüre gerade, dieser Beitrag enthält ziemlich viele Fragen und recht wenige Antworten. Das haben mir übrigens mehrere Fachkollegen der UPD Waldau versichert. Na egal, ich gehe jetzt wieder fischen.”