Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Euroburnout Selfcheck

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 23. Juni 2016

Grosser Test: Leide ich an Fussitis?

Pro Ja-Antwort: 3 Punkte. Weiss nicht: 1. Nein: 0.

• Im Schlaf spreche ich mit Sascha Ruefer
• Meine Frau begrüsse ich am Morgen mit den Worten “Ui ui ui, da rettete die Latte!”
• Das Frühstück wird mir präsentiert von Turkish Airlines, adidas und Heineken
• Im Tram zur Arbeit schliesse ich kurz die Augen.
• Die Büro-Arbeit unterteile ich in Gruppenspiele (8-12 Uhr) und KO-Phase (13-17).
• Mein Chef sieht aus wie Rolf Fringer, spricht wie Beni Huggel und nervt wie Oli Kahn.
• In der Znüni-Pause möchte ich mit Alain Sutter über meine Beziehung sprechen.
• Unsere Kinder wünschen sich die Nationalhymne als Einschlaflied.
• In meinem Ohr wohnt ein Wurm.
• Wann beginnt eigentlich heute das 15-Uhr-Spiel?

24-30 Punkte: Bravo, Sie sind bereit für die Achtelfinals
11-23 Punkte: Gut, dass morgen keine EURO ist, da können Sie an den Burkhalter-Cup
6-10 Punkte: Will Grigg’s on fire, Your defence is terrified
0-5 Punkte: Sie wurden zu spät eingewechselt, um benotet zu werden

Effektives Fantum (2)

Harvest am Mittwoch den 22. Juni 2016

Mit der ersten Frage des effektiven Fantums haben wir uns bereits befasst. Wir lassen Sie aber nicht im Regen stehen und helfen Ihnen auch, die weiteren Fragen zu beantworten.

Als Erinnerung noch einmal die fünf Fragen:
– Wie viele Menschen profitieren davon und in welchem Mass?
– Ist dies das Wirksamste, das Sie tun können?
– Ist dies ein vernachlässigter Bereich?
– Was wäre andernfalls geschehen?
– Wie gut sind die Erfolgsaussichten und wie viel wäre ein Erfolg wert?

Wir steigen direkt bei der zweiten Frage ein.

Ist dies das Wirksamste, das Sie tun können?

fczNun, die Wirkung eines einzelnen Fans hängt natürlich davon ab, wie viele Fans der Club schon hat. In Thun, zum Beispiel, wären Sie als Fan schon sehr wirksam, Sie würden (falls Sie mit der ganzen Familie antraben oder sogar noch Freunde motivieren können) die Fanzahl vervielfachen. Da können Sie als gewöhnlicher Fan schon sehr viel bewegen.
Doch wir dürfen nicht vergessen, dass es viele andere Möglichkeiten gibt, seinem Club zu helfen, wir dürfen das effektive Fantum nicht auf den fahnenschwingenden Schreihals beschränken. Nehmen wir die beiden Zürcher Clubs, seit Jahren spielen sie in einem Leichtathletikstadion und die Bevölkerung wehrt sich dagegen, ihnen eine vernünftige Heimat zu schenken. Da bewegen Sie viel mehr, wenn Sie abstimmen gehen oder sogar Abstimmungskampf betreiben.
Sie können aber auch viel verändern, wenn Sie als talentierter Torwart oder gar Feldspieler bei Ihrem Verein anheuern. Allerdings, und das ist auf keine Weise beleidigend gemeint, sind die meisten von Ihnen kaum talentiert genug und/oder schon zu alt für diese Option. Vielleicht sind Sie aber ein echter Fussballexperte und können junge Talente besonders gut erkennen oder Sie sind unschlagbar im Marketingbereich, auch so können Sie Ihren Club vorwärtsbringen. Fragen Sie doch mal an, vielleicht haben sie nach genau Ihnen gesucht.
Zu guter Letzt bleibt natürlich die Möglichkeit Geld in den Club zu buttern. Haben Sie geerbt? Oder verdienen Sie unanständig viel? In diesem Falle könnte das der Weg sein, den Sie als effektiver Fan gehen sollten.

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Singen und siegen

Dr. Rüdisühli am Mittwoch den 15. Juni 2016

Rundes Leder Exklusiv: Grosse Studie zum Absingen der Nationalhymne!

statistik

Beim Absingen der Nationalhymne verhalten sich die 24 Teams der UEFA EURO 2016® unterschiedlich. Zu diesem Schluss kommt eine empirisch relevante Untersuchung der Erstrundenspiele durch das Statistikinstitut Briger & Co im Auftrag des Fachforums ZRL.

Mehr noch: Die Mitsingquote steht in einem Verhältnis zum anschliessenden sportlichen Erfolg. Bei den siegreichen Mannschaften sangen im Schnitt 9,62 Spieler. Bei Teams, die Unentschieden spielten, waren es bloss 8,66 Spieler. Bei den Verlierern sangen 9,33 Spieler mit, also doch deutlich weniger als bei den Siegern. Berücksichtigt wurden 23 Mannschaften ausser Spanien (Hymne ohne Text).

In einem nächsten Schritt wird nun untersucht, wie die Schweiz mit nur drei Sängern Albanien schlagen konnte.

Erhebliches Euphoriedefizit

Rrr am Dienstag den 7. Juni 2016

Keine Europhie? Wirrkopf Walter weiss Rat.

“Der Chef der BLICK-Zeitung macht sich Sorgen über die Nati: In der Bevölkerung fehle im Moment noch die Euphorie, sagte er an einem Podium mit anderen Geistesgrössen wie Uli Forte und Annette Fetscherin. Herr Bingesser hat völlig Recht, die Stimmung ist quasi auf dem Nullpunkt, die Dargebotene Hand erhält zurzeit mehr Anrufe als das Sporttelefon 164.

Dabei wäre es so einfach. Chemtrails sind das Zauberwort! Novartis hat ein reiches Sortiment an Stimmungsaufhellern, die sicher auch gasförmig verfügbar sind und von der Swiss unauffällig in die Kondensstreifen ihrer Linienflugzeuge gemischt werden könnten. Schlagartig würde sich eine flächendeckende Euphorie vom Genfer- bis zum Bodensee einstellen. Allerdings auch unter den albanischen Mitbewohnern, und die könnten dann nach dem 2:0-Startsieg gegen die Schweiz leicht an einer Überdosis leiden.

Zielführender wäre so gesehen die gezielte Abgabe von geeigneten Medikamente an die Nati-Fans in der Bevölkerung, ähnlich der Abgabe von Jodtabletten an die Bewohner im Umkreis eines Atomkraftwerks. Ansonsten wird das eine sehr traurige EURO. Na ja, mir egal, ich gehe jetzt wieder fischen.”

Letzte Worte

Herr Shearer am Donnerstag den 26. Mai 2016

Der FC Zürich ist abgestiegen. Wir haben erste Statements.

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“Ich höre die Unkenrufe schon, die behaupten, das Kader sei schlecht zusammengestellt. Aber es stimmt nicht.”
– Ancillo Canepa, Präsident und Sportchef

fritzkuenzli-1_640“Das Herz eines Spielers schlägt nicht mehr im gleichen Mass für seinen Klub. Die eigenen Interessen dominieren sehr stark. Heute hier, morgen dort – Hauptsache, die Kasse stimmt.” – Fritz Künzli, Klublegende.

Koebi Kuhn, FCZ, (rechts) im Laufduell mit Karl Odermatt, FCB, aufgenommen im April 1970, Ort unbekannt. Die beiden besten Mittelfeldspieler der Schweiz und ihre beiden Teams FC Zuerich und FC Basel dominierten in den siebziger Jahren die Schweizer Fussballmeisterschaft. (KEYSTONE/Str) ===  === === BW ONLY SAT ===

“Ei, zwäi gueti Spiel langet nöd!” – Jakob “Köbi” Kuhn, ebenfalls Klublegende.

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“Ich fragte mich schon, warum das ausgerechnet dieser fantastischen Firma und auch mir persönlich passieren musste. Der Verarbeitungsprozess brauchte Zeit. Und meinen Leuten in Bülach drohte ich: Wehe, wenn ihr jetzt zum Alkohol greift, das ist keine Lösung. Ich für mich suchte eine Aktivität, die ich ohne grossen Aufwand und Training tun konnte. So kam ich zu meinem ersten Laufband.” – Heliane Canepa, Präsidentengattin und Financière.

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“Je ne regrette rien!” – Noch einmal der Präsident.

Wir bitten Sie, aus Pietätgsgründen von hämischen Kommentaren abzusehen. Wussten Sie übrigens, dass der FCZ nächsten Sonntag noch um einen Titel und somit um eine direkte Teilnahme in den Gruppenspielen der Europa League spielen darf?

Rechnend in die Relegation

Herr Maldini am Freitag den 13. Mai 2016

Was viele nicht wissen: Auch in Italien herrscht Abstiegskampf.

Hellas Verona und Frosinone hat es bereits erwischt, am letzten Spieltag geht es für Carpi und Palermo noch um den Klassenerhalt.

Verona-Stürmer Luca Toni schiesst am Sonntag eventuell kein Tor.

Um den Klubs die Relegation in Liga zwei etwas zu erleichtern – ihre Einnahmen sind dort logischerweise ungleich tiefer – gibt es einen sogenannten “Fallschirm”. 60 Millionen Euro dürfen sich die drei Absteiger teilen. Dieser Fallschirm wird nach einem speziellen Schlüssel aufgeteilt: Je länger die Zugehörigkeit zur Serie A, desto grösser der Anteil am Topf.

Frosinone bekommt für sein Jahr in der Serie A 10 Millionen. Da auch Carpi ein Neuling ist, würde es im Falle eines Abstiegs ebenfalls 10 Millionen kassieren. Für Verona blieben somit 40 Millionen übrig (3 Jahre Serie A).

Trifft es anstatt Carpi aber Palermo (ebenfalls 3 Jahre Serie A), blieben für Verona nur 25 Millionen übrig. (25 Palermo, 25 Verona, 10 Frosinone).

Sie haben es bereits gemerkt: Für Verona geht es am letzten Spieltag um 15 Millionen. So richtig delikat macht diese Angelegenheit aber erst der Spielplan. Genau, Verona trifft am letzten Spieltag auf Palermo. Und hat es somit in den eigenen Füssen, ob es mit 15 Millionen mehr oder weniger absteigen möchte.

Das haben auch die Wettanbieter gemerkt. Setzen Sie auf Palermo, erhalten sie circa das 1.2-fache ihres Einsatzes zurück. Die Quote auf Verona beträgt ungefähr das Zehnfache.

Schwerwiegende Vermutungen

Rrr am Montag den 9. Mai 2016

Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen. Heute: Constantinose im fortgeschrittenem Stadium.

222“Sie haben es sicher gelesen: Christian Constantin lässt beim renommierten Idiap Research Institute in Martigny VS die Stimmen analysieren, die auf einer Aufnahme zu hören sein sollen, die ein Berner Hacker dem Sion-Präsidenten zugesteckt haben will und die eine verbotene Konversation zwischen dem Schiedsrichter-Quartett und dem Ligavertreter nach der Sulejmani-Schwalbe beim Spiel YB-Sion am 13. März dieses Jahres nachweisen könnte.

1Wir haben das überprüft. Und tatsächlich: Wenn man die betreffende Stelle im SonntagsBlick zwei bis drei Stunden lang gegen die Sonne hält und dazu eine Handvoll psychedelischer Pilze einnimmt, hört man weite Teile der geheimen Aufnahme in glasklarer Qualität, und ich kann Ihnen bestätigen: Es ist alles genau so wie Herr Constantin vermutet. Schlimmer noch: Wenn man das Band rückwärts abspielt, sieht man, wie Elvis auf den Trümmern der angeblich zerstörten Zwillingstürme einen Mondspaziergang simuliert, der so unmöglich stattgefunden haben kann, und nun Hand aufs Herz : Ist das Zufall?

Jetzt schauen Sie nicht so naiv. Ihnen ist doch auch klar, dass die meisten Fussballer ihre Haare beim Bierduschen blondiert haben? Dass handelsübliche Tattoo-Farbe bis zu 1,7 Prozent Red Bull enthält? Und dass es die Champions League in Wirklichkeit gar nicht gibt? Traumfabrik Hollywood, das kennen Sie aber?

Ich spüre gerade, dieser Beitrag enthält ziemlich viele Fragen und recht wenige Antworten. Das haben mir übrigens mehrere Fachkollegen der UPD Waldau versichert. Na egal, ich gehe jetzt wieder fischen.”

Faule Phrasen

Rrr am Samstag den 7. Mai 2016

Die neuste Fussballerphrase treibt unseren Kolumnisten zur Weissglut.

jetztmal1“Und dabei waren wir besser! Wir waren fussballerisch klar überlegen! Wir können uns nichts vorwerfen! So tönen neuerdings Verlierer im Fussball. Ich könnte Ihnen zig Beispiele aus den letzten Wochen nennen, angefangen bei Luzern-Goalie Zibung nach dem 2:3 gegen YB, aufgehört bei sämtlichen Bayern-Spielern inklusive Trainer (NB: völlig überschätzt!! Sollte mal Darmstadt trainieren!!!) nach dem Aus in der Champions League.

Es gab vor sehr, sehr langer Zeit mal Fussballer, die suchten den Fehler für Niederlagen bei sich selber. Solch selbstkritische Voten hörten sie auf den Pressestellen und Marketingabteilungen der Vereine nicht gerne. Wer will schon ein Trikot kaufen von einem, der sagt, er habe es heute halt einfach versifft? Also gab man dem Ref die Schuld. Doch das Schiedsrichter-Bashing nervte auf die Dauer, es sorgte für Ärger mit den Verbänden, und sowieso: Ziemlich uncool, diese Jammernummer. Deshalb hat in diesem Frühling eine neue Masche Hochkonjunktur: Die Behauptung, man sei klar besser gewesen, und es sei halt einfach Pech oder Schicksal oder auch beides.

Die Bayern waren besser als Atletico? Inwiefern eigentlich? Weil sie mehr Ballbesitz hatten und mehr Torchancen, weil sie 150 von 180 Minuten von Hin- und Rückspiel dominierten? Was definiert den ,besseren’ Fussball? Atletico ist eine hervorragend organisierte Mannschaft, die praktisch jeden Gegner zermürbt, auch wenn das jetzt vielleicht nicht superattraktiv zum Anschauen ist, und dazu fuhr Simeones Team in München einen Konter über Torres und Griezman, der war von so mörderischer Schönheit und so perfekt gespielt, dass er mit dem Einzug in den Champions-League-Final absolut passend belohnt wurde. So geht das. Und bevor Sie über das angeblich harte, unfaire Atletico jammern: Das Team hat im Rückspiel von München genau zehn Fouls begangen. In 90 Minuten. Die Bayern? Vierzehn. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Ah, und warum steht eigentlich Real Madrid im Finale? Klar, nur Losglück! Schwache Gegner! Okay, Roma, Wolfsburg und Manchester City waren in der Tat nicht die stärksten Kontrahenten. Barca wäre ein anderes Kaliber gewesen. Gab es diesen Frühling eigentlich mal ein Aufeinandertreffen von Barca und Real, und wenn ja, wie endete es? Müsste man mal abklären. Und sowieso: Losglück! Was wollen Sie denn? Setzlisten wie Karl-Heinz Rummenigge? Okay, gut, kann man machen. Hätte es Setzlisten wie im Tennis gemäss Rangliste gegeben, hätten die Halbfinals dieses Jahr wie folgt gelautet: Atletico-Bayern und ManCity-Real.

Und dabei hatten wir 70 Prozent Ballbesitz! Und all die Torchancen! Der alte Ronaldo Lima, der hatte schon recht seinerzeit: ,Sieger feiern. Verlierer suchen nach Erklärungen.’ Und es sind in der Regel nicht die luzidesten Erklärungen. Ich persönlich vermute ja schon länger, dass Niederlagen in einem recht direkten Zusammenhang mit der Anzahl geschossener Tore stehen. Aber ich muss das noch empirisch überprüfen. Ihr Alexander Meier-Anderegg”

Zentrumslastige Unflexibilitäten

Rrr am Dienstag den 3. Mai 2016

Unsere Kolumnistin kennt den besten Trainer der Super League.

Gestern war ich zum Kaffee beim Hildi. “Margrith”, hat das Hildi gesagt und mir ein Basler Läckerli angeboten, “hast Du es gelesen? Der Fischer Urs ist Meister geworden. Das freut mich so für ihn. Der wäre ein prima Schwiegersohn, der Fischer Urs. Schade, ist unsere Marianne schon vergeben.” Das Hildi seufzte, sie kann ihren Schwiegersohn nicht ausstehen.

“Der Fischer Urs ist scho rächt”, habe ich erwidert. “Das ist ein anständiger Mensch, der tut den Baslern gut. Aber leider ist er nicht der beste Trainer der Super League. Der beste ist Giorgio Contini.”

“Jesses!” rief das Hildi aus. “Bisch verruckt worde? Vaduz ist doch Zweitletzter!”

“Ja, Hildi. Aber ohne Contini wären sie längst abgestiegen. Was dieser Trainer aus dem mediokren Kader macht, ist eine grosse Freude.”

“Ja was”, stiess das Hildi hervor.

88“Man hat es bei Vaduz-Basel wieder gesehen, am vorletzten Sonntag. Der Fischer Urs hat am Fernsehen gesagt, seine Mannschaft habe nicht gut gespielt. Dabei war er einfach taktisch überfordert. Contini hat ihn überrascht mit einem 5-2-1-2, wie es im Moment einige moderne Trainer spielen lassen. Fischer hätte darauf reagieren müssen, denn sein zentrumlastiges 3-1-4-2 passte überhaupt nicht, das sah jetzt jeder. Mein Neffe, der Andreas, der mit dem tollen Taktikblog, hats mir gezeichnet.”

“Ich komme überhaupt nicht draus”, schüttelte das Hildi den Kopf.

“Aber dasch doch klar! Herr Fischer hätte auf 4-2-3-1 umstellen müssen, so hätte er das Spiel auf die Seite legen und Vaduz auseinanderziehen können. Dann hätten Embolo und Steffen auch mal 1 gegen 1 gehen können. Aber weil Fischer an seinem unpassenden Konzept festhielt, konnten Embolo und Steffen immer problemlos gedoppelt werden und wurden so neutralisiert.”

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Live is live

Rrr am Montag den 25. April 2016

Auch unser Kolumnist Steckler Fräne war gestern im Stadion.

“Die Frau ist ja mit Diskushernie im Spital, deshalb hatte ich einen freien Nachmittag, und da dachte ich, jetzt wo sie angeblich so gut sind, gehe ich wieder einmal YB schauen. Aber läck, das war jetzt putznüt!

Zum Beispiel das Wetter. Als ich mit dem Passat auf meinem Schleichweg durch den Breitsch fuhr, schien noch die Sonne. Aber kaum hat das Spiel begonnen, kommt der Schneeregen, und das nicht zu knapp. Ich sofort von der vordersten Reihe im Sektor A nach oben ins Trockene geflüchtet, und dabei natürlich das erste Gol verpasst.

Im Fernsehen gibt es Zeitlupe, aber im Stadion, wenn Du es verpasst, dann schaust Du in die Röhre. Live is live, verschteisch. Jä nu, in der Pause habe ich bei der Büffeltränke den Meier Wernu getroffen, der von der Garage in Niederwichtrach, das ist ein glatter Cheib! Nachher musste ich noch rasch ga flössle. Wo ich zurück komme, ist plötzlich 2:0. Ja die warten natürlich nicht auf mich! Aber gewurmt hat es mich schon ein bisschen.

Nachher habe ich mich hundertprozentig konzentriert. Auf jeden Fall bis meine Frau angerufen hat, ich könne sie am Dienstag im Spital wieder abholen und heute abend solle ich nicht schon wieder in den Bären essen gehen, es habe ja noch Suurchabis ir Gfrüri, grad hinter der Mövenpick-Glace, und jetzt jubelten die YB-Spieler schon wieder! Huereheilanddonnersiech, das dritte Gol auch verpasst.

Wenn Sie mich fragen, sie haben schon gut gespielt, aber müesst de luege, wenn sie gegen Basel müssen und es geht um etwas, dann verlieren sie wieder. Auso de, machet’s guet, tschou zäme Euer Fräne!”

Mysteriöse Mischung

Rrr am Freitag den 15. April 2016

Alles M in der Champions League.

(null)

Unser Redakteur Herr Shearer ist einer grossen Verschwörung auf der Spur. “Alle Halbfinalisten in der Champions League kommen aus Städten, die mit M anfangen”, hat er herausgefunden. Dazu passt, dass der Final in Mailand ausgetragen wird.

So weit ist noch nicht. Zuerst müssen die Malbfinals ausgetragen werden. Die Auslosung in Myon ergab folgende Matches:

Madrid (Atlético) – München (Bayern)
Manchester (City) – Madrid (Real)

Fussballer sind Tiere (3)

Harvest am Mittwoch den 13. April 2016

Herzlich willkommen zur dritten Folge unserer beliebten Serie „Fussballer sind Tiere“.

Ältere Leser erinnern sich. Ein stadt kantons landesweit bekannter Sprachvirtuose, der so berührend Flugzeuge besingt, eine Nuss anhimmelt und sie mehr liebt als sich selbst, der dem Sonnenkönig huldigt und noch nie in seiner Heimat war, dieser Barde also hat in einem Anflug von Stammtischpolterei den Fussball als „Pussyzeug“ und Fussballer als „Pussys“ bezeichnet. Dieser wenig virtuose Erguss wurde in allen Medien diskutiert und ich will gar nicht mehr darauf eingehen, ob das Männerbild vom primitiven Schläger, das der Randsportfan gerne zeichnet, wirklich besser ist. Vielmehr stellt sich die Frage: Sind Fussballer wirklich Pussys?

Die weniger anglophilen Leser haben vielleicht gar nicht verstanden, worum die Diskussion geht, im englischen Sprachraum wird eine (weibliche) Hauskatze „Pussy“ genannt. Natürlich meinte Herr Huber das despektierlich, was ich nicht im Geringsten nachvollziehen kann. Unsere Hauskatze ist eine Unterart der afrikanischen Wildkatze (verwandt mit der hierzulande nicht mehr häufigen europäischen Wildkatze) und gehört der gleichen Familie an wie die prächtigen und stolzen Arten Löwe, Tiger und Puma. Auch wenn die Pussys ein kleiner und für Menschen grösstenteils harmloser Vertreter der Familie der Katzen sind, ist Herrn Hubers negative Konnotation den Hauskatzen gegenüber mehr als störend. Aber item.

Der Vorzeigefussballer mit dem Akronym CR7 vom europäischen Vorzeigeverein Real Madrid beispielsweise hat sein charakteristisches Rumgestehe vor einem Freistoss bei einer Katze abgeschaut.

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