Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Nie mehr Super League

Rrr am Mittwoch den 11. Mai 2005

“Super League möchte ich eigentlich nicht mehr spielen.”

Stéphane Chapuisat im “Blick” auf die Frage, ob er noch eine Saison bei Thun anhängen möchte. Lieber Chappi, warte doch noch ein Jahr, dann kannst Du mit Thun in der Challenge League spielen!

Besinnliches zur Auffahrt

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 5. Mai 2005

Alle haben sich lieb!

Milan Chef Adrianno Galliani liebt Milan-Trainer Carlo Ancelotti, Milan-Goali Dida (Nr. 1) liebt PSV-Goali Heurelho Gomes.

Nr. 7 liebt Nr. 9, Herr Schröder liebt Herr Pelé.

Nuria liebt Natascha, wir lieben uns selbst.

Neulich im Setanta Cup

Herr Noz am Dienstag den 3. Mai 2005

Der Cork City FC verliert im Setanta Cup gegen Shelbourne 0:1.

Das Tor für Shelbourne erzielte Jamie Harris in der 51. Minute. Ob der Ball allerdings wirklich hinter der Linie war, darf zumindest bezweifelt werden. “I feel it is difficult to accept that a game can be decided by a cloudy decision. And that was a cloudy decision,” sagte Damien Richardson, Trainer von Cork City, nach dem Spiel.

Macht alles nichts, Cork City gewinnt den Setanta Cup trotzdem, wie aus dieser Umfrage deutlich hervorgeht:

Fussballpoesie

Herr Noz am Montag den 25. April 2005

Die WM 2006 spornt den Nachwuchs aus dem Land der Dichter und Denker zu Höchstleistungen an.

Als Weltpremiere sendet das »Runde Leder« diese Zeilen des viel versprechenden Sven aus Wildeshausen:

«Würde die Welt einem Fußball gleichen,
So müßte die Umwelt nicht dem Kapitalismus weichen.
Es gäbe nur eine Religion auf Erden,
Fußballgott kann halt nicht jeder werden.
Fußballweltmeisterschaften vereinen friedlich Völker mitteinander, um zu testen,
wer gehört sportlich zu den Besten.

Doch was sich jeder Mann (mittlerweile auch immer mehr Frauen) fragt,
“warum ist Fußball nicht jeden Tag?!”
Den Kriegern würden die Soldaten ausgehen,
denn jeder will nur Fußball sehen……
Ich freue mich auf Fußball mit Spannung und Emotionen im eigenen Land,
denn als Weltmeister in Fize-Weltmeisterschaften holen sind wir ja schließlich bekannt!»

Alles reiner Zufall?

Frau B am Dienstag den 19. April 2005

Seit Liverpools Champions-League-Sieg über Juventus Turin sind die Wahrsager Englands in Hochform.

Alan Kennedy 1984Nach einem Unterbruch von 21 Jahren könnte Liverpool die begehrte Trophäe endlich wieder einmal erobern. Die Zeichen dafür stehen gut. Rugby-Resultate, königliche Hochzeiten, Weltereignisse – alles weist darauf hin, dass die ‚Scousers’ das Schicksal auf ihrer Seite haben:

1977 gewinnt Liverpool seinen ersten Europacup (3:1 gegen Borussia Mönchengladbach), und England feiert das silberne Jubiläum der Queen.

1978 erobert Liverpool den Europacup erneut (1:0 gegen Brügge). Papst Johannes Paul stirbt, und Wales gewinnt den Rugby-Grand-Slam.

1981 holt Liverpool den Europacup zum dritten Mal an die Anfield Road (1:0 gegen Real Madrid). Prinz Charles heiratet Diana, und auch Ken und Deirdre Barlow aus der Soap Opera ‚Coronation Street’ geben sich das Ja-Wort.

Nun, im Jahre 2005 stirbt Papst Johannes Paul II, Wales gewinnt den Rugby-Grand-Slam, Prinz Charles heiratet seine Camilla, und Ken und Deirdre geben sich zum zweiten Mal das Ja-Wort nach einer Trennung. Liverpool steht im Champions-League-Halbfinal …

Ausserdem hat jedes Mal, wenn Juventus Turin im alten Europacup oder der Champions League gegen ein englisches Team gespielt hat, eine der beiden Mannschaften den Final erreicht. Juve ist es diesmal nicht …

Obi Wörgl im Pech

Herr Noz am Freitag den 15. April 2005

Obi Wörgl kann gegen Leoben nicht gewinnen.

Der SV Obi Wörgl, derzeit auf dem zweitletzten Platz der Red Zac Liga, hat heute einmal mehr gegen seinen Angstgegner DSV Leoben (richtig, der Verein von Österreichs Fussballlegende Gilbert Prilasnig) verloren.

Nebenstehend übrigens eine spannende Grafik mit der traurigen Bilanz der Platzierungen des SV Obi Wörgl in dieser Saision.

Der beste Job der Welt

Frau B am Dienstag den 12. April 2005

José Mourinho beschimpfte in einem Interview mit dem ‚Sunday Express’ die als Fussballexperten auftretende Ex-Trainer.

Mit „Parasiten“ titulierte der Chelsea-Trainer seine stellenlosen Berufskollegen als Reaktion auf die umfangreiche Kritik, welche er in den letzten Wochen einstecken musste. „Geht arbeiten, ihr faulen Schurken, und wenn ihr das nicht wollt, lasst wenigstens die anderen in Ruhe arbeiten!“

„Ein entlassener Coach zu sein, ist der beste Job der Welt. Du stehst um halb elf Uhr auf, frühstückst, joggst ein bisschen und gehst anschliessend in die Sauna. Dann liest du im Internet die Sportseiten. Lunch mit Freunden, Siesta, ein Spaziergang, ein Treffen mit deinem Berater und ein Besuch auf der Bank, um zu sehen, um das Geld vom Club, der dich immer noch bezahlt, eingetroffen ist. Anschliessend Abendessen mit der Familie. Dann bleibt immer noch genügend Zeit, um Leute zu kritisieren, die du nicht kennst.“

Vor allem die Affäre um Schiedsrichter Anders Frisk nach dem Champions-League-Match gegen Barcelona hat Mourinho viele Sympathien gekostet. Die UEFA gab zwar letzte Woche offiziell zu, dass ein Gespräch zwischen Frisk und Rijkaard tatsächlich stattgefunden hat, dass also weder Chelsea noch Mourinho gelogen haben. Trotzdem wird die Sperre von zwei Spielen gegen den Portugiesen aufrechterhalten. Am letzten Mittwoch im Viertelfinal-Hinspiel gegen Bayern München war er der grosse Abwesende an der Stamford Bridge. Heute will er aber im Münchener Olympiastadion dabei sein, wie er selbst bestätigt hat. „Irgendwo, auf der Tribüne, in einer Box oder im VIP-Bereich. Ich habe mich noch nicht entschieden.“

Aimé Jacquet: „England kann Weltmeister werden“

Frau B am Montag den 11. April 2005

Der Ex-Nationaltrainer Frankreichs glaubt an die Fähigkeiten der englischen Spieler, berichtet der Guardian.

„England hat das Potenzial, 2006 Weltmeister zu werden“, meinte Jacquet, nachdem er sich am letzten Mittwoch den Champions-League-Viertelfinal Chelsea gegen Bayern München angesehen hatte. Er muss es ja wissen. Immerhin gelang es ihm 1998 mit Frankreich, Brasilien vom dritten aufeinander folgenden Weltmeistertitel abzuhalten.

Jacquet war beeindruckt vom Fussball, der an der Stamford Bridge geboten wurde. „Die englischen Spieler haben von den Einsätzen in der Champions League enorm profitiert, und genau diese Spieler von Chelsea, Manchester, Arsenal und Liverpool bilden das Nationalteam. Schau dir nur die Verteidigung an: Terry, Ferdinand, Campbell, Cole, schwärmte Jacquet. „Und dann Gerrard und Lampard! – Und Rooney natürlich!“

Selbstverständlich gehört Chelsea für Jacquet zu den Favoriten auf den Champions-League-Titel. Falls das Rückspiel nicht von Hoyzer geleitet wird, stehen die Chancen für das Weiterkommen der ‚Blues’ sehr gut. Im Halbfinal wartet dann entweder Liverpool oder Juventus Turin. Liverpool wurde von Chelsea in dieser Saison schon dreimal besiegt. Und so wie die ‚Reds’ Juventus während einer halben Stunde an die Wand spielten, dürfte das Chelsea während 90 Minuten gelingen. Allerdings gibt es noch ein grosses Hindernis auf dem Weg zum Titel: die AC Milan.

Ballorientierte Events

Herr Noz am Montag den 21. März 2005

Rechtzeitig zur WM 2006 ist in Nürnberg die Deutsche Akademie für Fussball-Kultur gegründet worden.

Das «einzigartige Kompetenzzentrum für Fußball-Themen» hat sich viel vorgenommen: «Auf Dauer angelegt, jongliert die Akademie mit Kulturprogrammen, Diskussionen, Lesungen, Promi-Talks und ballorientierten Events – mal populär, mal intellektuell, doch stets mit spielerischer Note.»

Erste sehr aufschlussreiche Merkblätter hat die Akademie bereits publiziert. So erinnert sie uns zum Beispiel an folgende elementare Weisheit: «Fussball ist eine Grundströmung in vielen Biografien.» Das ist natürlich ebenso richtig wie der Umstand, dass «das Verständnis für das, was sich auf dem Platz abspielt, Resultat komplexer Lernprozesse» ist. Für Freunde des italienischen Fussballs dürfte schliesslich insbesondere der Satz «Fussball hat vielfältige Bezüge jenseits des 1:0» interessant sein. Wir haben das ja immer schon gesagt.

Die beliebteste künftige Veranstaltung der Akademie wird die jährliche Verleihung des Deutschen Fussball-Preises sein. Anlässlich dieser Gala «im Blickpunkt von Medien und Presse» sollen fussballerische Höchstleistungen aus allen Bereichen prämiert werden.

Der Mittelsturm und
der Vorwärtsdrang (v.l.n.r.)

Gross: Lieber big als grande

Frans am Montag den 7. März 2005

FCB-Trainer Christian Gross verkündet gegenüber FACTS seine Hierarche des attraktiven Fussballs:

“Der englische Fussball ist der attraktivste, gefolgt vom spanischen; Frankreich und Deutschland halten sich die Waage. Und der italienische Fussball ist viel taktischer, noch ausgeprägter resultatorientiert. Da kommt sogar bei mir Langeweile auf.”

Daneben hat Gross auch noch eine Hierarchie der populären Sportarten:

“Der Artikel im ‘SonntagsBlick’, wonach Eishockey hier stärker sei als Fussball, hat mich fürchterlich verärgert. Fussball ist doch viel populärer. Für mich ist Eishockey keine Weltsportart. Abgesehen davon haben einzelne Eishockeyklubs genügend eigene Finanzprobleme.”

Attraktiv und populär: Fergie und Big Chris

Schwarzer Donnerstag

Rrr am Donnerstag den 24. Februar 2005

Zum Schwarzen Donnerstag des deutschen Fussballs gehen wir kurz in uns und stimmen dann gemeinsam ein nachdenkliches Lied an.

Danke.

Decos Wort zum Spiel des Tages

Frau B am Mittwoch den 23. Februar 2005

Gemäss ‚The Sun’ verkündete Barcelonas Mittelfeldstar Deco, dass Jose Mourinhos Chelsea in einer schlechten Liga spiele.

Der weise Brasilianer„Es ist offensichtlich, dass die englische Premier League viel einfacher ist als die spanische Primera División, wenn man sieht, dass Chelsea acht Spiele in Serie gewonnen hat. Die Premier League ist voll von mittelmässigen und – ehrlich gesagt – miserablen Teams.“

Auch sei der Klassenunterschied zwischen den besten und schlechtesten Clubs in keiner Liga so gross wie in England.

Deshalb kann wohl kein Team in Spanien zurzeit mit Barcelona und Real Madrid konkurrenzieren. Und Albacete und Numancia sind wirklich beeindruckende Gegner.