Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Philosophen unter sich

Herr Noz am Donnerstag den 8. Juni 2006


sport.ard.de

Jogi wiederum nennt es Logischen Empirismus und bezweifelt die Kommensurabilität von Oliver Kahn.

Instantpoesie

Herr Noz am Montag den 15. Mai 2006

Sie wollen sich die Zeit bis zur WM mit Kultur vertreiben, aber trotzdem thematisch den Anschluss nicht verpassen? Wir haben die Lösung.

Konsultieren Sie den versierten Gedichtautomaten auf der Internetpräsenz der angesagten Wochenzeitung “Die Zeit”. Dort können Sie dann zum Beispiel folgendes sinntriefendes Gedicht generieren:

Haha! Es gibt kein Entrinnen.
Die Bundesbürger betragen sich wie Amerikanerinnen.
Auch die, kaum schlauer.
Eine WM offensichtlich sauer.
Das Feld feiert völlig verwirrt.
Klinsmann hat zu viel jubiliert.
*
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* Generiert für Sie durch den Poesie-Automaten des Kunst- und Kulturprogramms der Bundesregierung zur FIFA WM 2006™ in Zusammenarbeit mit dem OK FIFA WM 2006.

Und falls Sie jetzt spontan Lust auf richtig echte Poesie haben, liebes Publikum, bleiben Sie einfach dran. In wenigen Tagen erwartet Sie hier eine kleine Überraschung.

Trotzdem, Miss Suisse!

Frans am Freitag den 21. April 2006

Das Schöne an Weltmeisterschaften ist, dass für einmal jeder und jede ungehemmt wichtige Weisheiten zum Thema Fussball von sich gibt. Zum Beispiel die Miss Suisse 2005 im heutigen Querpass auf 20 Minuten.

Das heutige Bekenntnis von Frau Gilliéron:

“Die Matches der Weltmeisterschaft in Deutschland werde ich nicht verfolgen. Sport am Fernsehen anzusehen, macht mir einfach keinen Spass.

Ausserdem kenne ich die meisten Spieler unserer Nationalmannschaft nur dem Namen nach. Die einzige Ausnahme bildet Hakan Yakin. Durch Anja Müller habe ich erst seinen Bruder Murat und so auch ihn kennen gelernt. Die Schweizer Nationalmannschaft unterstütze ich aber natürlich trotzdem!”

"Am Tag, an dem ich Weltmeister wurde"

Herr Noz am Freitag den 7. April 2006

Es geht weiter in unserer heiteren Serie über Lieder, wo es drin um Fussball geht.

Der heute porträtierte Song hat schon etwas Patina angesetzt, denn die ollen Aeronauten haben das Stück “Am Tag, an dem ich Weltmeister wurde” (Auszug als mp3, 964kB) 1998 eingespielt. Es handelt sich also eigentlich um einen Klassiker. Aber als humanistisches Blog sind wir natürlich einem gewissen Bildungsideal verpflichtet und daher auch für klassische Musik offen.

Ich hatte den Ball und lief nach vorn | es stand niemand davor
Der Torwart fiel nach links | und ich schoss den Ball nach rechts ins Tor

Am Tag, an dem ich Weltmeister wurde (2x)

Ich tat nur, was ich musste | Ich ging hin und schoss das Tor
Wir behielten den Ball bis zum Schluss | Wir gewannen und unser Gegner verlor

Am Tag, an dem ich Weltmeister wurde (2x)
Am Tag, an dem wir Weltmeister wurden (2x)


Kaufen Sie bitte sämtliche Tonträger dieser Band. Wir danken Ihnen.

Bloss nicht Arsenal

Frau B am Freitag den 7. April 2006

Der Geschäftsführer von Celtic Glasgow möchte nicht, dass die ‚Gunners’ die Champions League gewinnen.

Peter Lawwell erklärte BBC Sport: „Wir können uns nur direkt für die Champions League qualifizieren, wenn der Sieger auch bereits direkt über die Liga qualifiziert ist. Sonst müssen wir in die Vorrunde. Deshalb werden wir Barcelona und der AC Milan die Daumen drücken. Ich hoffe, Arsenal nimmt es uns nicht übel, dass wir so egoistisch denken.“

Hoffentlich hat Herr Lawwell die Rechnung nicht ohne Villarreal gemacht. Im Fall eines Sieges der Spanier würde Celtic ebenfalls die Qualifikation blühen.

Sprechen Sie Fussball?

Frau B am Dienstag den 14. März 2006

Unter diesem Titel hat der gute Guardian Fussball-Ausdrücke in verschiedenen Sprachen zusammengetragen, welche nicht direkt übersetzt werden können. Hier ist eine kleine Auswahl:

Dänisch
Moses: Der Stürmer dribbelt sich durch zwei Verteidiger in den Strafraum.
Pong: Den Ball hin- und herschieben, um Zeit zu gewinnen. (Wer kennt das Atari-Spiel noch?)

Französisch
Echarpe (Schal): Das eine Bein hinter das andere bringen und den Ball damit spielen.
Le gran pont (die grosse Brücke): Einen Gegenspieler umspielen, indem man den Ball auf die eine Seite spielt und auf der anderen Seite vorbeirennt.

Auf Portugiesisch nennt sich das übrigens drible de vaca (Kuhdribbling). Und ein mehrfacher Übersteiger ist eine pedalada und der Torschützenkönig der artilheiro.

Spanisch
La chilena: Der Fallrückzieher.
Gol Olímpico: Direkt verwandelte Ecke.
La vaselina: Ein Heber über den Torhüter.

Tschechisch
Angličan (Engländer): Ein Tor aus einem Abpraller vom Pfosten.
Bundesliga: So nennen die Tschechen die Vokuhila-Frisur.

In England ist die Notbremse ein ‚professional foul’. Und wenn man einen Spieler tunnelt, ist das eine Muskatnuss (cockney rhyming slang: through the legs, nutmegs). Auf Portugiesisch ist dasselbe ein Strohhalm (cañas) und auf Französische eine kleine Brücke (le petit pont).

Was eine englische Woche ist, versteht übrigens kein Engländer.

Der Sämi Schmid u no zwe Clön

Frans am Dienstag den 7. März 2006

Die fasnachtsverachtende Mehrheit der RL-Redaktion hat die Tendenz, den feinen Spott der wortgewandten Karnevalspoeten zu ignorieren. Zu Unrecht.

Freude macht zum Beispiel Poet Rätschbääse aus dem geliebten Basel:

In Istanbul am Türggematsch mien d Schwyzer undeduure
Dr Streller griegt e Schutt in Arsch, dr Huggel haut s uff d Schnuure
Dr Grichting brinzlet Bluet und alli hänn sich enerviert
Drbyy hänn d Türgge nur e bitzli heftig gratuliert.
Dr Gimenez haut bi Nacht und Nääbel ganz verstoole ab
Dr Müller dä sait «au revoir» und kindet isserscht knapp
Nundebuggel zischt jetz d´Gigi gstresst zem Christian Gross
Alli geen – numme dr Murat wäärde mer nit loos.

Mit der Dichterei ist es wie mit dem Fussball. Die Berner holen langsam aber sicher auf. Die Schwarze:

Äs Zuckerstöckli, äs paar Ballön,
Der Sämi Schmid u no zwe Clön:
Das choscht hundert Stutz u isch ke Bschiss,
Sondern d’Eröffnisfiir vom Stade de…Thun

In den Europacup

Rrr am Samstag den 11. Februar 2006

“Wir wollen in den Europacup, ganz klar. Dazu reicht vielleicht auch Rang 4, falls der FCZ Cupsieger wird.”

(YB-Trainer Gernot Rohr umreisst in der heutigen BZ die Perspektiven für die zweite Saisonhälfte.)

Alles kommt gut

Rrr am Donnerstag den 9. Februar 2006

“Meine eigene Frau hat mich am Anfang auch nicht gemocht, und jetzt sind wir verheiratet und haben drei Kinder.”

Matthias Sammer, der neue Sportdirektor des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), auf die Frage, ob ihn die Diskussion um seine Person belaste. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte einen anderen Sportdirektor vorgeschlagen.

Le frisur

Herr Noz am Sonntag den 5. Februar 2006

Hernán Jorge Crespo ist eine der Stützen der argentinischen Nationalmannschaft.

Trotzdem erreicht er an der WM 2006 nur den undankbaren vierten Rang hinter England, Holland und Brasilien. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn wie für alle Argentinier ist auch für “Valdanito” das Wichtigste eine gute Frisur und ein unwiderstehlicher Blick.

Frau B kommt übrigens in 9 Tagen wieder zurück. Dann bestraft sie uns für all die Verfehlungen, die wir in ihrer Abwesenheit begehen. Hihi.

Immer ein Hopper

Rrr am Montag den 30. Januar 2006

“Ich werde im Herzen immer ein Hopper bleiben!»

Ricardo Cabanas kommentiert seinen Wechsel zum 1.FC Köln. Ricci hat bei den Geissböcken einen Vertrag bis 2010 unterschrieben.

Der böse Fiskus

Frau B am Donnerstag den 19. Januar 2006

Hohe Steuern schrecken Fussballstars davon ab, für englische Clubs zu spielen.

Es sei kein Zufall, dass Ronaldinho das Angebot von Manchester United ausgeschlagen habe und Luis Figo dem FC Liverpool einen Korb gegeben hätte, gaben Steuerexperten der IFS (International Fiscal Services) zu bedenken. Sie erklärten auch, warum England für die Grossverdiener im Sport unattraktiv ist:

Ein Fussballer, welcher in England netto £50’000 pro Woche verdienen möchte, muss einen Vertrag über das Doppelte aushandeln, denn rund 50% des Bruttoeinkommens gehen an den Fiskus. Für den gleichen Nettolohn reicht in Spanien hingegen ein Salär von £66’000. Zudem erlauben Länder wie Spanien und Italien, einen grösseren Teil des Einkommens in Steuerparadiesen wie Jersey, Gibraltar oder Liechtenstein zu deklarieren. Und gerade Spanien hat in den letzten Jahren den Steuersatz für hohe Einkommen drastisch reduziert, was Clubs wie Real Madrid oder Barcelona die Verpflichtung von teuren Stars massiv erleichtert.

Es ist also doch nicht nur das schöne Wetter, welches die Spieler in den Süden zieht …