Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Grosse Schmerzen

Rrr am Samstag den 11. November 2006

«Wenn ich einen Alkoholiker auf der Strasse treffe, werde ich ihm eine Flasche Whisky kaufen, da ich weiss, welche Schmerzen er leidet.»

(Fussball-Legende Paul Gascoigne im Interview mit dem Magazin “Esquire”).

Die Besten

Rrr am Donnerstag den 9. November 2006

«In den letzten drei Jahren hat YB im Schnitt hinter Basel am zweitmeisten Tabellenpunkte geholt. Das spricht schon auch für uns.»

(Peter Jauch, Verwaltungsratsmitglied Stade de Suisse, in der “Basler Zeitung”. Das Spitzenspiel Basel-YB steigt heute abend um 19.45 Uhr.)

Nikolaus und Osterhase

Rrr am Dienstag den 7. November 2006

«Die Bremer können gerne auch an Weihnachten oben stehen, aber der Nikolaus war noch nie der Osterhase. Der FC Bayern wird am Ende vorne sein.»

(Bayern-Manager Uli Hoeness kommentiert die Lage in der Bundesliga.)

Kiffen mit Paul Wolfisberg

Rrr am Mittwoch den 1. November 2006

“In einer Disco in Mombasa habe ich einmal mit meinen Spielern einen Joint geraucht.”

(Ex-Nationaltrainer Paul Wolfisberg kramt in seinen Erinnerungen von der Afrika-Tournee im Winter 1983.)

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Auf die zehntägige Reise nahm die Schweizer Delegation übrigens auch 1000 Flaschen Wein und 60 Flaschen Champagner mit. Die Resultate der Testspiele lauteten: 2:1 gegen Algerien, 0:0 gegen Kenia, 0:1 gegen die Elfenbeinküste, 2:3 gegen Zimbabwe. Diese und viele andere schönen Geschichten finden sich im neuen Standardwerk “Die Nati”, das Sie sofort kaufen sollten.

“Die Nati – Geschichte der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft”. Von Beat Jung (Herausgeber). Verlag Die Werkstatt, Göttingen (De). ISBN: 3-89533-532-0. Preis: 49 Franken.

Schlappe Kicker

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 24. Oktober 2006

“Wenn ich so wenig trainieren würde wie ein Fussballprofi, würde ich kein Match über fünf Sätze durchstehen.”

(Der deutsche Tennisprofi Nicolas Kiefer in einem Interview mit dem RUND-Magazin).

Warnung vor dem Engländer

Frau B am Freitag den 13. Oktober 2006

Ein ehemaliger Nationalspieler rät Gabriel Agbonlahor, sich gegen das englische Nationalteam zu entscheiden.

Agbonlahor, der heute seinen zwanzigsten Geburtstag feiert, wurde in England geboren und hat einen nigerianischen Vater. Der Stürmer hat in dieser Saison einen Platz in Aston Villas erster Mannschaft erobert und einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Er erregte damit die Aufmerksamkeit des nigerianischen Fussballverbandes, lehnte aber das Angebot ab, für die Westafrikaner zu spielen. Er wolle versuchen, sich in das englische Nationalteam zu spielen, nachdem er es bereits in die U21-Auswahl geschafft habe, meinte Gabby, wie er von den Fans genannt wird.

Nun meldete sich John Fashanu zu Wort, der sich – wie andere Nigerianer – entschieden hatte, für England zu spielen: «Er sollte sich das sehr gut überlegen, denn seine internationale Karriere hängt von der Entscheidung ab. Ich befürchte, dass er auf zwei, drei Einsätze für England kommen wird, und dann ist Schluss. Agbonlahor sollte an Carlton Cole, Shola Ameobi und die vielen anderen denken, die sich gegen Nigeria entschieden haben. Falls er den englischen Pfad einschlägt, wird er es eines Tages bereuen. Die ‹Super Eagles› werden ein grossartiges Team sein und er sollte sich auf sie konzentrieren.»

Fashanu weiss, wovon er spricht. Genau zweimal spielte er für England (1989), und er bereut noch heute, dass er sich als junger Spieler gegen Nigeria entschied. «Niemand gab mir damals einen Rat. Ich möchte nicht, dass Agbonlahor den gleichen Fehler begeht wie ich.»


LeserInneninformation: Aus technischen Gründen kommt die Caption Competition heute eine Stunde später.


Kompetentes Urteil

Herr Noz am Freitag den 1. September 2006

Endlich ist der Schwindel aufgeflogen. Die Lobhudeleien des einheimischen Feuilletons sind vorbei, Herr Noz wird von der nüchternen Realität eingeholt.

Das Fussballfachblatt «11 Freunde» gibt für «Gelb gegen Dzemaili» zwei Toggel. Nicht mehr und nicht weniger.


«11 FREUNDE», Magazin für Fussball-Kultur, Nr. 58 (Sept. 2006), Seite 110

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Rauchender Kopf

xirah am Mittwoch den 23. August 2006

Fumá tranquiloBocas Junioren haben endlich einen neuen Trainer gefunden. Am 15. Spetember tritt Ricardo La Volpe sein Amt an. Der Vielraucher freut sich sehr auf seine neue Aufgabe:

«Wir haben ein ausgeglichenes Team und eine grundsolide Basis. Zu verbessern gibt es immer etwas, aber bei Boca muss man keine Wunder vollbringen.»

Wenn er sich da nur mal nicht täuscht, schliesslich erzählt man sich in Mexico, dass La Volpe schon mal die Hexe Katy um Rat gefragt habe, wenn er mit seiner Azteken-Elf nicht mehr weiterwusste. Diese habe habe ihm kosmische Vibrationen verabreicht, um ihn von Neid und Übel zu befreien.

Nach drei Spielrunden steht Boca ohne Verlustpunkte an der Tabellenspitze und damit das so bleibt, kann das eine oder andere Wunder bestimmt nicht schaden.

Der Ronaldinio-Mais

Rrr am Dienstag den 22. August 2006

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, beim Velofahren zwischen Oppligen und Oberdiessbach habe ich gestern dieses rätselhafte Schild entdeckt. Ich bitte um Aufklärung. D. D., B.

Lieber Herr Dynamite, das ist eine neue Maissorte, die seit 2005 getestet wird. Der Ronaldinio-Futtermais ist ertragsreich, weist einen erfreulichen Stärkegehalt aus und gilt als resistent gegen Stengelfäule, wie Sie hier nachlesen können.

Dass Maissorten nach Fussballern benannt werden, ist übrigens keine Seltenheit. So wurde bereits im Jahr 2000 der Rivaldo-Mais eingeführt, der allerdings Probleme bei der Stengelfäule hat. Als überragender Mais entpuppte sich dagegen die Sorte Ronaldis, die seit 1999 für Furore in der Maiszüchter-Szene sorgt. Es würde uns nicht wundern, wenn der Mais auf Ihrer Pizza ebenfalls der Ronaldis-Sorte entstammt. Mit besten Grüssen, Ihr Dr. Rüdisühli

Weinerlicher Scheisskerl

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 17. August 2006

Deutschland gewann gestern das Freundschaftsspiel gegen Schweden 3:0. Neue Freunde allerdings nicht.

Der Schwede Anders Svensson regte sich nach dem Spiel fürchterlich auf. Über seinen Gegenspieler Lukas Podolski. «Er ist ein kleiner, weinerlicher Scheisskerl», schimpfte Svensson über den deutschen Stürmer. «Podolski heult die ganze Zeit nur rum. Ich bin zu ihm hingegangen und habe ihm gesagt, dass er damit aufhören soll. Daraufhin hat er mir eine gewischt.» Svensson echauffierte sich weiter: «Was Podolski gegen uns an der WM gemacht hat, sagt alles über ihn: Er hat dem Schiedsrichter applaudiert und gelacht. Dasselbe hat er nun wieder getan. Er ist ein guter Spieler, aber verdammt weinerlich.» Beim Achtelfinal-Aus der Schweden gegen Deutschland hatte Podolski beide Tore zum 2:0-Erfolg der DFB-Elf erzielt.
 
Unser Bild dokumentiert den Beginn einer langen Feindschaft: Podolski gegen Svensson.

Jospeh S. Blatter für eine bessere Welt

xirah am Donnerstag den 27. Juli 2006

Paulo Coelho Paulo Coelho schreibt gern und viel. Sein neuestes Werk geht an Joseph S. Blatter; es handelt sich um einen Brief, in dem Herr Coelho seiner Bewunderung für Blatters Arbeit Ausdruck verleiht:

«Du weisst es natürlich schon, aber ich will es noch einmal betonen: Der Fussball ist dabei, die Welt zu verändern und deine Führung (leadership) spielt dabei eine wichtige Rolle. Vielleicht braucht es noch vier oder fünf Weltmeisterschaften, aber der Tag wird kommen, an dem wir die ganze Menschheit vereint sehen, nicht nur vor den Fernsehern, sondern auch in der Auffassung, dass wir sein können, wer wir sind, mit all unseren gebündelten Urinstinkten.»

Des Weiteren zeigt sich Paulo “Der Alchimist” Coelho überzeugt, dass die Welt während dreissig Tagen ein besserer Ort war. Nicht etwa, weil alle Kriege gestoppt worden wären, sondern weil die Leute begriffen hätten, dass es einen gesunden Kampf gebe, eine andere Art, natürliche, aber unterdrückte Instinkte auszuleben, Emotionen des Wettkampfs, der Männlichkeit, der Strategie, der Logistik, des Siegeswillen, der Kooperation und der gegenseitigen Abhängigkeit, einen Lebensraum für das Individuum und gleichzeitig das Verstehen, nicht allein zu sein. Und all dies, ohne aggressiv sein zu müssen.

«Dies war meine erste Weltmeisterschaft und sie hat mich nachhaltig beeindruckt. Wenn wir Fussball sehen, wie er in Deutschland geboten wurde, füllt sich die Leere und wir schöpfen wieder Hoffnung. Ich glaube, dass diese Weltmeisterschaft den Deutschen ihre Identität wieder gegeben hat, eine strahlende diesmal, nicht die dunkle der Vergangenheit. Mir schossen die Tränen in die Augen, als ich den Empfang der deutschen Nationalmannschaft in Berlin gesehen habe.»

Ora et laboraLiebe Leserschaft, Sie wollen mir die holprige Übersetzung nachsehen, die Tränen der Rührung verunmöglichten eine bessere Konzentration.

Finden auch Sie, dass Herr Blatter für sein unermüdliches Schalten und Walten für den Weltfrieden schon längst den Friedensnobelpreis verdient hat? Dann unterschreiben Sie doch die Online-Petition und lassen Sie sich von anderen Petitionisten nicht beeindrucken, die Blatters Schaffen total verkennen! Herzlichen Dank!

Nachtrag: Versuchen Sies doch mal mit dieser Petition. Bedankt.

Abschalten mit Walen

Herr Noz am Freitag den 16. Juni 2006

Nach einer Woche Weltmeisterschaft sind Sie bestimmt alle bereits ziemlich abgehundet.

Wir empfehlen Ihnen deshalb, ein paar Minuten zu den Gesängen unserer grossen Freunde aus dem Meer ein wenig zu entspannen.

Buckelwal (Real Player Datei, 368 kB)

Vielen Dank und alles Gute.