Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Jeder kennt die Frage, niemand die Antwort (58)

Rrr am Dienstag den 9. April 2019

Warum tragen Fussballtrainer stets ihre Initialen auf der Arbeitskleidung?

Haben sie Angst, dass man sie sonst nicht erkennen würde? Möchten sie nicht, dass ihr Trainingsanzug in der Wäscherei mit demjenigen des zweiten Physiotherapeuten verwechselt wird? Sehen so Initialen einfach gut aus, irgendwie?

Und vor allem: Dürfen die Trainer ihre Initialen mitnehmen, wenn sie den Verein wechseln? Werden die Buchstaben dann abgetrennt und auf dem nächsten Trainingsanzug wieder aufgenäht? Fragen über Fragen.

Freiburg, Mainz etcetera

Rrr am Samstag den 6. April 2019

Neue Erfolgsserie, immer am Samstag: Wirrkopf Walters Wochenschau.

“Fasnacht, Schnee – irgendeine Ausrede hat der Luzerner immer, wenn YB kommt. Jetzt wurde das Spiel auf nächsten Mittwoch verschoben – Anpfiff ist bereits um 18.45 Uhr, damit die Geldsäcke der Champions League nicht beim Herumgockeln gestört werden.

So was regt mich tierisch auf! Und es ist wohl erst der Anfang, wie Freiburgs Trainer Christian Streich weiss. Immerhin, er bleibt cool.

Eher fassungslos machte Streich wohl der gestrige Auftritt seiner Mannschaft in Mainz. Trotz dem wirklich sehr tollen und eindrücklichen Ballbesitz für die Freiburger. Auch die Passgenauigkeit war hervorragend.

Leider kommt das im Schlussresultat nicht adäquat zur Geltung, muss man sagen. Beachten Sie im Kleingedruckten auch die Anzahl Schüsse der Mainzer aufs gegnerische Tor.

Tierisch gut, dieses Mainz! Genau wie die ganze Premier League. Findet jedenfalls Ralph Hasenhüttl, Trainer von Southampton: “In der Premier League gibt es sechs Mannschaften auf dem Niveau der Bayern. Wir spielen also in der Saison quasi zwölfmal gegen Bayern. Zwölf Spiele, in denen man normalerweise nicht viel holt. Dazu gibt es vier oder fünf Vereine mit der Qualität von RB Leipzig oder Bayer Leverkusen. Wir von Southampton sind das Mainz, Freiburg oder Augsburg der Premier League.”

Liverpool und Bayern haben dasselbe Niveau? Diesen Eindruck hatte ich neulich beim Direktvergleich eigentlich nicht. Aber item, man sollte immer höflich werden, sonst endet es böse, wie untenstehender Matchbericht zeigt. Frohe Ostern!”

Sturm und Drang

Rrr am Mittwoch den 20. März 2019

Der Trend geht ganz klar Richtung animierte Grafik.

Da wollen wir natürlich nicht hintanstehen und präsentieren Ihnen heute einen Quervergleich der Torausbeute berühmter Stürmer im Laufe ihrer Karriere.

Sie sehen: Rooney war frühreif, Messi und Cristiano überzeugen mit ihrem Alterswerk. Film ab!

(Beitrag powered by Max Power)

Tiere auf Drogen

Rrr am Mittwoch den 20. März 2019

Bei den Hoppers ist Feuer im Dach. Jetzt spricht unser Fachexperte.

“GC-Fans betrachten die Spiele ihrer Mannschaft offenbar gerne auf Kokain. Das wissen wir seit dem Wochenende, der Präsident hat es ausgeplaudert. Und der ist selber arg verschnupft, weil die Pyroparty im Gästesektor zu einer 0:3-Forfaitniederlage führen dürfte. Sonst hätte GC vielleicht nur 0:2 verloren. Wobei, eventuell auch 0:4. Vorsicht also mit Vorverurteilungen!

Etwas irritierend war Herrn Anlikers Aussage, die bekoksten Fans hätten sich wie wilde Tiere benommen. Dass wilde Tiere Drogen nehmen, schien mir bislang eher unwahrscheinlich. Oder können Sie sich koksende Affen vorstellen? Wenn ichs mir genau überlege: Im Zürcher Zoo vielleicht schon.

Wenn Herr Anliker am Radio kommt, habe ich sowieso ein Puff im Kopf, weil irgendwie tönt er wie Pedro Lenz. Also vom Dialekt her. Ja klar, Oberaargau, Langenthal! Da kommen die doch alle her, Herr Anliker, Schneider-Ammann, Hans-Jörg Käser und eben Pedro Lenz. Den kennen Sie, oder? Das ist der schmierige Provinzdealer im Erfolgsfilm ,Dr Goalie bin I’. Haben die GC-Fans die Drogen etwa von ihm, oder bin ich jetzt komplett im falschen Film?

Egal. Ich hoffe einfach, dass auch in Wil, Kriens und Rapperswil Koks gekauft werden kann, sonst kommen die GC-Fans nächste Saison furchtbar auf den Aff. Drogenfrei durch die Provinz wäre schon eine gewaltige Herausforderung. Wobei, deshalb heisst es ja Challenge League. Nun gut, ich gehe jetzt wieder fischen.”

Feuer und Flamme

Rrr am Montag den 18. März 2019

Das historische Bild zum Wochenstart.

Cornaredo, 26. April 1997: Fans von Lugano (im Bild) und YB beschiessen sich während der ersten Halbzeit gegenseitig mit Feuerwerkskörpern.

Einsatzkräfte beenden die Fehde. Die Polizei nimmt zehn Gästefans fest, die stark alkoholisiert gewesen sein sollen.

Die Szenen aus dem Cornaredo sorgen in den Medien für Aufsehen. Der Ruf nach härteren Massnahmen gegen Chaoten und einem konsequenten Durchgreifen gegen Pyro-Sünder wird laut.

Starke Saison von Alison

Herr Maldini am Dienstag den 5. März 2019

Statistikmorgen im Runden Leder: Alisson Becker ist auf Rekordjagd.

Der Goalie von Liverpool blieb in der aktuellen Saison bislang 17 Mal ohne Gegentor (bei 29 Einsätzen entspricht das einer Quote 58,6%). Der Rekord für einen Premier-League-Debütanten liegt bei 20 weissen Westen (Pepe Reina, 2005/06, ebenfalls Liverpool). Der Brasilianer Alisson, der im Sommer von der AS Roma nach England wechselte, könnte ihn bald knacken – es stehen noch 9 Ligapartien aus für die Reds.

Alisson David von Ballmoos, modebayard.ch

In der Super League steht David von Ballmoos vom Meister Young Boys Bern an der Spitze. 2018/19 hat er bisher 11 Mal dichtgehalten (22 Einsätze, 50%), er liegt damit deutlich vor Yanick Brecher (23 Sp/6x/26,1%).

Der Leipziger Péter Gulácsi ist in der Bundesliga die Nummer 1 (24 Sp/11x/45,8%), direkt vor Yann Sommer (24 Sp/10x/41,7%). Jan Oblak von Atlético Madrid führt die Primera Division deutlich an (26 Sp/14x/53,8%), in der Serie A ist es Salvatore Sirigu vom FC Turin (24 Sp/12x/50%) und in der Ligue 1 Walter Benítez von der OGC Nice (24 Sp/11x/45,8%). Sie sehen, David von Ballmoos’ Bilanz kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen.

Marco Wölfli kam in seiner Debütsaison bei YB übrigens auf eine Bilanz von neun Zu-Null-Spielen in 34 Einsätzen (26,5%), bei Yvon Mvogo waren es sechs weisse Westen in 20 Partien (30%) und bei DvB ebensoviele in 17 Matches (35,3%).

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum.
Heute: Spätes Glück

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 26. Februar 2019

Das Beste kommt zum Schluss.

«Was gibt es Schöneres, als im letzten Moment ein Siegestor zu bejubeln – nach einem Spiel, das man längst verloren geglaubte oder bei dem man sich zähneknirschend mit dem Unentschieden abgefunden hatte?

Das späte Glück ist den Berner Young Boys in dieser Saison schon fünfmal widerfahren, die Tore im letzten Moment gegen Biel, Schaffhausen, Sion, Thun und Lugano können Sie unten nochmals geniessen. Zuerst beantworten Sie aber bitte unsere heutige Frage:

Was war das schönste Last-Minute-Tor Ihres Lebens?

Welcher Klub, welche Nation es geschossen hat, ist uns egal. Erzählen Sie uns einfach Ihre Geschichte. Und für die vielen Leser, die mit Fussball nichts am Hut haben: Sie dürfen auch eine andere Episode aus Ihrem Leben mit einem Happy Ending späten Glücksmoment, einer unverhofften Wende ganz am Schluss zum besten geben.

Ich freue mich auf Ihre Antworten! Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli»

Des Strudels Kern

Rrr am Dienstag den 19. Februar 2019

Unsere Kolumnistin berichtet von ihrem Besuch im Wankdorf.

“Vorgestern ging ich mit dem Hildi wieder einmal an einen YB-Match. Es hat uns gut gefallen, das Wetter war aber auch prächtig! Leider ist das Verpflegungsangebot aus gesundheitlicher Sicht nicht über alle Zweifel erhaben, wie ich als pensionierte Hauswirtschaftslehrerin an dieser Stelle festhalten muss. Deshalb packte ich nach 30 Minuten meinen mitgebrachten Apfelstrudel aus und fragte das Hildi, ob sie auch ein Stück möge.

“Aber das sind ja drei Stück!”, rief das Hildi aus. “Wir sind doch nur zwei.”

“In der Tat”, erwiderte ich. “Da herrscht ein Ungleichgewicht. Fast wie auf dem Rasen da unten.”

“Wie meinst Du das?”

“Sieh doch nur”, sagte ich: “Der FC Zürich spielt mit zwei Sechsern, Domgjoni und Sertic, und einer hängenden Spitze, Marchesano. YB hingegen lediglich mit zwei zentralen Mittelfeldspielern, Sow und Lauper. Bei dieser Konstellation müssten Nsame oder Assalé abwechselnd im Mittelfeld aushelfen, um ein Übergewicht der Zürcher zu verhindern. Aber das klappt leider bislang nicht gut.“

“Jesses”, rief das Hildi. “Die Zürcher haben also im Mittelfeld mehr vom Kuchen?”

“Ganz genau. Aber ich sehe gerade, Herr Seoane ruft Assalé zu sich. Vermutlich wird er ihm sagen, er solle auf den Flügel rücken. Fassnacht sollte sich in die Mitte verschieben, als hängende Spitze. Dann sind drei Zürcher gegen drei Berner – Problem gelöst. Schau, die Buben haben es schon begriffen:”

Das Hildi biss zufrieden in den Apfelstrudel. „Jetzt kommt es gut! Aber dieser Fussball ist heutzutage schon wahnsinnig kompliziert.“

In der Tat, dachte ich. Und so schwieg ich lieber, als Garcia nach 75 Minuten eingewechselt wurde und YB auf ein 3-4-3 umstellte, denn Garcia kam ja hinten links rein (wie gegen Juve!), Benito rückte in die Innenverteidigung mit von Bergen und Wüthrich, so dass Herr Seoane also einerseits die Innenverteidigung verstärkte und andererseits den Aussenspielern Schick und Garcia die Freiheiten gab, sich in der Offensive einschalten zu können und dennoch mit drei Innenverteidigern abgesichert zu sein, aber ich wollte das Hildi nicht unnötig belasten.

“Was meinst Du, wollen wir das dritte Stück Apfelstrudel teilen?”

“Das ist eine blendende Idee, Margrit, dann herrscht auch zwischen uns wieder ein Gleichgewicht”, lachte das Hildi und schenkte mir noch ein Pfefferminztee aus ihrer mitgebrachten Thermoskanne ein. “Wohl bekomms!”

Cann The Cann

Rrr am Mittwoch den 9. Januar 2019

In unserer heutigen Meditationsstunde ging es um die Punktabstände in sieben europäischen Ligen.

(Klick zum Vergrössern)

Erfunden wurde diese Tabellen-Darstellung von Jenny Cann, einer Anhängerin des FC Arsenal. Deshalb heissen sie “Cann Tables”.

In die Materie vertiefen können Sie sich bei Guus Hoekman. Wie Sie sehen, haben wir die portugiesische Liga durch die ruhmreiche Schweizer Super League ersetzt, den Rest haben wir von Herrn Hoekman übernommen.

Nun wünschen wir Ihnen noch einen besinnlichen Nachmittag.

Fest der Lybe

Herr Maldini am Dienstag den 25. Dezember 2018

So feiern eine richtige YB-Fanin und ein richtiger YB-Fan Weihnachten. Eine Kurzanleitung.

  • Ihre Verwandtschaft betritt die gute Stube in einer Zweierreihe, Kinder werden an die Hand genommen. Dazu legen Sie die Platte “Hie” der Berner Band Wurzel 5 auf.
  • Anstatt eines Filets im Teig servieren Sie YB-Wurst im Teig.
  • Jetzt wird gemeinsam “Häbet nech am Bänkli, häbet nech am Bänkli, YB het für öich es Wiehnachtsgschänkli” gesungen.
  • Ihre Schwiegermutter, die manchmal etwas nervig sein kann, liehen Sie rechtzeitig nach Thun aus.
  • Sollte dieser Transfer gescheitert sein, wird Weihnachten als Hochrisikofeier eingestuft, somit gilt ein striktes Alkoholverbot.
  • Dieses Verbot umgehen sie selbstverständlich, indem Sie Ihren Alkohol im Flachmann an den Tisch schmuggeln.

    Bild: YB/Twitter.

  • Oh du fröhliche? Die Kinder an den Blockflöten? Mitnichten. Es wird We love you gesungen, Kinder und Erwachsene schreien ins Megafon.
  • Sie halten es wie YB: Es werden keine Geschenke gemacht.
  • Das gilt natürlich nur für Sie. Die anderen beschenken sich eventuell. Aber Obacht: Die Geschenke bringt nicht das Christkind, sondern der Obi-Biber.
  • Eine Viertelstunde, bevor Ihre Gäste nachhause gehen, zünden Sie genüsslich eine Pyro. Das gehört einfach zu einer gelungenen Weihnachtsfeier.
  • Wurde bei einem Geschenk danebengegriffen, kann dieses selbstverständlich im YB-Fanshop im Wankdorf umgetauscht werden. Dieser hat am Donnerstag um 12 Uhr wieder geöffnet.

Verheerende Fakten

Rrr am Mittwoch den 17. Oktober 2018

Die Initianten der Zersiedelungsinitiative schlagen Alarm: Bald kein Fussi mehr?

In der Schweiz gibt es laut Bundesamt für Sport knapp 4000 Fussballfelder. In 500 Tagen sind sie alle verschwunden, wenn wir das richtig verstanden haben.

Also am 28. Februar 2020. Die laufende Saison könnte demnach die letzte sein.

Die Zersiedelungsinitiative kommt am 10. Februar 2019 zur Abstimmung.

Spitze Breite

Herr Shearer am Sonntag den 16. September 2018

BREAKING NEWS: YB reist im Cup-Achtelfinal zu GC-Bezwinger Stade Nyonnais (31. Oktober oder 1. November)

Zur Nachlese auf das Cup-Wochenende empfehlen wir Ihnen diesen Artikel aus der heutigen SonntagsZeitung.

Wir denken, das reicht. Die ganze Ausgabe können Sie für SFr 5.- am Kiosk kaufen. Wir wünschen Ihnen einen guten Wochenanfang!