Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Das Pfingstmontagsmärchen

Rrr am Mittwoch den 23. Mai 2018

Das Runde Leder im Kampf gegen Alltagsmythen.

Heute: “Früher war der Cupfinal immer am Pfingstmontag.”

Das hört man immer wieder. Kompletter Quatsch! In den letzten 10 Jahren fand der Pfingstmontag genau einmal an einem Cupfinal statt. In den letzten 20 Jahren fielen die beiden Feiertage gerade zweimal auf dasselbe Datum.

Okay, früher gabs die Kombination öfter. Aber bei weitem nicht immer. Das zeigt auch das Beispiel der Berner Young Boys: Den letzten Cupsieg 1987 (4:2 n.V. gegen Servette) feierten sie in der Tat an einem Pfingstmontag, den Cupsieg 1977 (1:0 gegen St. Gallen) fiel hingegen auf einen Ostermontag.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich der Austragungszeitpunkt des Schweizer Cupfinals in keinster Weise am christlichen Kalender orientiert. Das ist dieses Jahr nicht anders. Der Pfingstmontag 2018 wurde in Bern als spielfreier Regenerationstag nach der gelbschwarzen Pfingstprozession verwendet, der Cupfinal folgt am nächsten Sonntag, 27. Mai. Und nun geniessen Sie nochmals die Schlüsseldaten der letzten 25 Jahre in der RUNDESLEDER-GRAFIKWELT.

Viel Vorfreude

Rrr am Mittwoch den 11. April 2018

Rundes Leder Zeitmaschine.

Samstag, 17. März 2018: Die Zeitung “Sport” aus Barcelona freut sich, dass Barca fürs Viertelfinal ein Freilos gezogen hat.

Das grosse Aufräumen

Rrr am Dienstag den 13. März 2018

Das historische Bild der Woche.

Anfield Road, 12. Oktober 1977.

Stadionreinigung nach dem Spiel Wales-Schottland. Mit einem 2:0-Sieg sicherten sich die Schotten die Qualifikation für die WM 1978.

Grosse Namen

Rrr am Samstag den 17. Februar 2018

Unsere Kolumnistin fachsimpelt immer gerne.

Am Mittwoch habe ich wieder einmal das Hildi zum Fussballschauen eingeladen. Im Fernsehen spielte Real Madrid gegen Paris St-Germain, und ich schenkte dem Hildi eine Tasse Verveinetee ein.

“Schau Dir das an, Hildi. Real hat so viel Respekt vor Neymar, dass sie leicht asymmetrisch verteidigen. Jedesmal, wenn Neymar auf links zu einem inversen Dribbling nach innen ansetzen will, verteidigt Modric ziemlich breit mit, Casemiro und Kroos schieben nach, aber Kroos positioniert sich unorthodox etwas näher, denn Isco beteiligt sich mit ungewohnt vielen diagonalen Rückwärtsbewegungen an der Defensivraute. Im Grunde genommen füllt er schräg nach hinten die Löcher auf und unterstützt so Modric bei Tempoverschärfungen Neymars zum Doppeln. Hildi, warum schaust Du mich so komisch an?”

“Margrit”, sagte das Hildi und starrte auf den Bildschirm. “Da, der Goalie von Paris. Den kenne ich!”

“Alphonse Areola? Ja, ein interessanter Mann. Er ist neuerdings die Nummer 1 bei PSG.”

“Neuerdings? Der spielt doch schon ewig. Ich schwöre, den kenne ich schon aus den 1970er-Jahren! Hör nur, jetzt spricht der Kommentator schon wieder von ihm!”



“Also bitte, Hildi”, lächelte ich. “Wenn der schon in den 1970er-Jahren gespielt hätte, wäre er jetzt fast so alt wie wir beide.”

“Wenn ichs dir doch sage, Margrit! Wenn ich seinen Namen höre, wird mir ganz warm ums Herz.”

Ich war etwas ratlos, und so wandten wir uns wieder dem Spiel zu. “Es würde mich nicht wundern, wenn das PSG-Tor von der anderen Seite her eingeleitet würde”, sagte ich. “Also von Herrn Mbappé. Das ist dann natürlich der Nachteil dieser asymmetrisch kippenden Neymar-Abwehrraute.”

“Ich habs!” rief das Hildi aus. “Peter Alexander war bei Ariola. Udo Jürgens. Heintje! Alle!”

“Ach so”, lachte ich. “Du meinst Ariola. Jetzt hab ichs begriffen.”

“Ariola, sag ich ja!” sagte das Hildi zufrieden. “Siehst Du, ich hatte eben doch recht.”

“Du bist mir eine!”, lachte ich. “Ich gratuliere Dir ganz herzlich.” Im Fernsehen leitete Mbappé auf der rechten Seite gerade das Pariser Führungstor ein. “Und in der Pause serviere ich dann meinen Tarte Tatin nach dem Rezept vom Train Bleu. Noch eine Tasse Verveinetee, Hildi?”

Fatale Fackelabfahrt

Herr Shearer am Donnerstag den 25. Januar 2018

Unser Sicherheits-Experte, Wachtmeister Schärer von der Kantonspolizei Bern, äussert sich zu aktuellen Geschehnissen an Sportanlässen.

“Das passiert dann eben, wenn man kein Polizeikonkordat hat: da können Störefriede und Pyromanen nach Lust und Laune schalten und walten. Gerade wieder erreichen uns schockierende Bilder von einem irgendeinem Match in Österreich. Erneut konnten Chaoten diversestes Feuerwerk ins Stadion bringen und dort abbrennen. Und natürlich sind diese sogenannten Fans auch nicht davor zurückgeschreckt, einen gegnerischen Spieler mit Schneebällen einzudecken, möglicherweise aus Frust über das enttäuschende Abschneiden ihrer Mannschaft. Zum Glück werfen die Ösis allerdings so, wie sie auch Fussball spielen – getroffen wurde das Opfer nicht. Entschuldigen Sie den kleinen Scherz, die Sache ist natürlich viel zu ernst für dumme Witze.

Foto: Reuters /Dominic Ebenbichler

Meine Kollegen drüben im Österreichischen konnten dann immerhin noch ein paar der Unverbesserlichen zur Rechnung ziehen. Aber was heisst hier schon zur Rechnung ziehen – die paar hundert Euro Busse sind nun wirklich keine wirksame Abschreckung. Rayonverbot, lebenslängliche Stadionsperren – das ist doch die einzige Sprache, die solche Leute verstehen! Nun, das ist natürlich das Problem der Österreicher, aber seit wir hier bei uns bei uns das Polizeikonkordat haben, haben wir da viel weniger Ärger.”

Anmerkung der Redaktion: Unsere Kolumnisten sind frei in der Themenwahl und äussern an dieser Stelle ihre freie Meinung. In diesem Fall müssen wir der Korrektheit halber allerdings anmerken, dass die von Herrn Wachtmeister Schärer geschilderten Vorkommnisse bei einer Randsport-Veranstaltung vorgefallen sind. Wir bitten um Entschuldigung…

Hi(n)tz und Kunz

Herr Maldini am Samstag den 9. Dezember 2017

Achtung, Verwechslungsgefahr!

Bilder: gameswirtschaft.de und sport1.de

Links Marvin “M4RV” Hintz, neuer E-Sport-Profi von Bayer 04 Leverkusen. Rechts Marvin Hitz, Goalie des FC Augsburg.

Machbarer Mocken

Rrr am Dienstag den 17. Oktober 2017

Ausgerechnet Nordirland!


Auf diesen Gegner trifft die Schweiz in der WM-Barrage, und Urs Sigi-Siegenthaler, der leider hierzulande völlig verkannte Fussballexperte, hat es geahnt. “7 von 10 Spielen gewannen die Nordiren zu null”, sagte Sigi im “Blick” von heute. “Körperlich sind sie unglaublich stark.”

Wir haben in einer Strassenumfrage in Bern weitere Stimmen gesammelt.

“Ups, das ist ein harter Brocken”, seufzte Sanitärinstallateur Samuel Sollberger am Zytglogge. “Da wird die Schweiz 100 Prozent geben müssen. Aber dann könnte es reichen”, ergänzte Metzgermeister Max Meier in der Gerechtigkeitsgasse. “Für mich ist dieser Gegner absolut machbar. Auch wenn wir natürlich den nötigen Respekt nicht ablegen dürfen”, wie Krankenschwester Karin Keller vor dem Touristenlädeli in der Kramgasse betonte. “Hopp Schwyz!” rief der kleine Kevin in der Wäbere, wo ihm sein Papa Peter Portmann gerade den Esslatz umband. “Ein lösbares Los”, fand Kellner Kurt Kappeler.

Nur Experte Erwin Eisenmann, den wir auf der Nydeggbrücke trafen, blieb analytisch kühl. “Für uns Fachleute kommt das nicht überraschend. Dieses Los hat sich abgezeichnet. Die Chancen der Schweiz liegen bei 59,43 Prozent. Das heisst, wenn die beiden Mannschaften 10’000 Mal gegeneinander spielen, setzt sich die Schweiz in 5943 Fällen durch. Jetzt ist einfach die Frage, ob es sich am 9. und 12. November um so einen Fall handelt.”

Europäische WM-Barrage: Nordirland-Schweiz. Kroatien-Griechenland. Dänemark-Irland. Schweden-Italien. Die erstgenannten Teams treten zuerst daheim an.

Der beste Bewerber

Rrr am Dienstag den 5. September 2017

Es folgt die offizielle Wahlempfehlung des Runden Leders für die Bundesratswahl. 


Liebe Leserinnen, liebe Leser, zur Wahl in den Bundesrat schlagen wir Ihnen einstimmig Herrn Bernhard Heusler vor. 

Herr Heusler ist Ihnen als langjähriger und sehr geschätzter Präsident des FC Basel bestens bekannt. Seine wertorientierte, ethischen Prinzipien verpflichtete Vereinsführung hat dem Klub vom Rheinknie international grosse Anerkennung eingetragen.

Nach seinem weitherum bedauerten Rückritt als FCB-Präsident im vergangenen Mai stellt sich Herr Heusler nun einer neuen Herausforderung: Unter seinem Künstlernamen “Ignazio Cassis” bewirbt er sich um einen Sitz in der Landesregierung. 

Wir vom Runden Leder können diese Kandidatur nur unterstützen. Zum einen ist es höchste Zeit, dass das Tessin endlich wieder im Bundesrat vertreten ist. Zum anderen bietet Herr Heusler Gewähr dafür, dass die Schweiz auch in Zukunft regelmässig in der Champions League mitspielen wird. Überdies kann das Prinzip der wertorientierten Vereinsführung einem Land, das heute leider vor allem als Hort für Schwarzgeld, dunkle Machenschaften aller Art und Drehscheibe für Waffenhandel wahrgenommen wird, nur guttun!

Liebe Leserinnen und Leser, wählen Sie am 20. September einstimmig Herrn Bernhard Ignazio Heusler-Cassis in den schweizerischen Bundesrat. Für eine bessere Zukunft für uns alle und für das Beste im Schweizer Fussball! Besten Dank.” 

(Foto: 20min.ch)

Divergierende Daten

Dr. Rüdisühli am Samstag den 5. August 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, ich bin etwas verwirrt. In der “Berner Zeitung” werden die YB-Chancen gegen ZSKA Moskau mit 30 Prozent angegeben, im “Blick” sind es 60 Prozent. Woher kommt die Differenz, und wer hat recht? UAwg, B. B., G.

Lieber Beat, ganz einfach: Die beiden renommierten Journalisten F. Ruch und A. Kunz kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, weil sie verschiedene wissenschaftliche Methoden zur Errechnung der Prozentzahl angewendet haben.

F. Ruch arbeitete nach der Krauss-Golgin-Methode; er befragte also 150 Sportchefs in der Schweiz und Russland, ausserdem 300 Medienschaffende, die beide Klubs ganz genau kennen und schon in beiden Städten gearbeitet haben. Parallel dazu liess er ein achtköpfiges Mathematiker-Team der ETH Zürich sämtliche Leistungsdaten und Blutwerte aller Kaderspieler von YB und ZSKA eingehend analysieren. 

A. Kunz hingegen ist ein Verfechter der perphyntischen Dreieckdrollage. Das sagt Ihnen jetzt vielleicht nichts – nun, im Wesentlichen geht es bei dieser Methode darum, einen Hochleistungsrechner mit dem gesamten Datenmaterial aus den letzten 300 Pflichtspielen beider Klubs zu füttern und das Ergebnis mit den RGB-Codes der Vereinsfarben zu dividieren, ehe man es mit den Jahrgängen der Spielerfrauen multipliziert. 

Nun wissen Sie, wie es zu den unterschiedlichen Prozentzahlen kam. Übrigens sind beide Zahlen falsch. Mit besten Grüssen, Ihr Dr. Rüdisühli

Elende Einsicht

Herr Shearer am Montag den 31. Juli 2017

Kinder und Betrunkene sagen immer die Wahrheit.

Weil Kinder ohne Begleitung abends in Pubs nicht gerne gesehen sind, musste halt ein ein schon leicht sedierter Darron Gibson diesen Part übernehmen: der Mittelfeldspieler des frisch abgestiegenen Sunderland AFC zog beim Frustbier über seine Kollegen vom Leder. Gut, dass man heute solche Sachen relativ einfach mit einem Telefon aufzeichnen kann, so können auch Sie in der trauten Stube an solchen Ausfällen teilhaben!

Bild: skysports.com

Dem Ereignis vorausgegangen – das muss man wissen – war eine diskussionslose 5:0-Niederlage in einem Vorbereitungsspiel gegen Celtic Glasgow daheim im Stadium of Light, wo sich die Mannschaft weniger als eine Woche vor dem Meisterschaftsstart in schlechter Verfassung zeigte. Im Gespräch mit einigen Fans nahm Gibson, 26-facher irischer Nationalspieler, im Pub kein Blatt vor den Mund. Wir übersetzen das mal so:

“Wir sind verfluchte Sch….e!  Natürlich nervt mich das. Ich will keine verdammte Sch….e sein! Es hat zuviele in diesem Klub, die sich einen Sch…s daran stören!”

Herr Gibson lieferte seinen Gesprächspartnern dann auch noch freimütig Namen, als die danach verlangten. Seiner Ansicht nach bringen Koné, Lens und Khazri dem Klub derzeit gerade gar nichts. Rechtsaussen Lens fungiert dabei als Spieler mit dem höchsten Marktwert im aktuellen Kader der Black Cats, auch die zwei anderen genannten Spieler waren in der Anschaffung nicht  billig und haben gerade noch ein Weilchen Vertrag. Auf seine eigene Motivation angesprochen, verteidigt sich Gibson, der erst Ende Januar von Everton nach Sunderland gekommen ist:

ich bin ja vielleicht schon etwas besoffen hier, aber ich will immer noch für Sunderland spielen. Die anderen wollen das verflucht noch einmal nicht!”

Die Mission Wiederaufstieg könnte für Sunderland am nächsten Freitag im Heimspiel gegen Derby County beginnen. Wenn die Mannschaft das will.

* * * Nachtrag * * *

So redet man natürlich nicht in der Öffentlichkeit über seine Kameraden. Der Sunderland AFC hat denn auch dieses Statement verfasst. Gibson wird vom Klub diszipliniert und sich entschuldigt.

Bild: Twitter / @nickmiller79

Schleimiger Schelm

Herr Maldini am Freitag den 21. Juli 2017

Wirkliche Gefahren in der realen Welt: Willkommen zum ersten Teil der losen Serie “Herr Maldini in Gefahr”.

Am vergangenen Samstag besuchte Herr Maldini den Uhrencup in Biel. Manchmal ist ja schon der Besuch eines YB-Spiels an sich eine mutige Angelegenheit, doch in diesem Fall stellten sich die Bedenken als unbegründet heraus. Ein Draufgänger wie er ist, reiste Herr Maldini ohne Tickets, aber mit Begleitung an die eigentlich ausverkaufte Partie – er schaffte es pünktlich zum Anpfiff ins Stadion (mitsamt Begleitung und viel Glück).

Zu Herrn Maldinis Linken waren noch zwei Plätze frei, kurze Zeit später gesellte sich ein Herr Mitte 30 vom Typ Schleimer dazu, dessen Grund für den Matchbesuch ein Blinder sofort erkennen würde: Brille Jimmy Choo, Hemd Hugo Boss, Hose Alexander McQueen, Schuhe Versace, Täschchen Louis Vuitton, am Handgelenk eine Breitling (die Begleitung wusste Bescheid, die Uhr erkannte Herr Maldini natürlich selber). Neben Herrn Maldini sass also plötzlich ein Spielerberater, und er wurde hellhörig.

Weil unweit des Spielerberaters, nennen wir ihn Herr Raviola, ein Scout des SC Freiburg sass (man kannte sich bereits), entwickelte sich neben Herrn Maldini ein munteres Gespräch. Dessen Inhalt war natürlich eigentlich geheim, aber ihnen kann ich es ja verraten: Freiburg sucht noch einen Aussenverteidiger, Raviola wusste, dass beim Schweizer Meister ein solcher etwas unglücklich ist, weil er nach seinem Geschmack zu wenig spielt, und fädelte einen “Deal” ein. 

Herr Raviola erzählte zudem, Yoric Ravet von den berühmten Berner Young Boys weglotsen zu wollen, am liebsten in die Ligue 1, die Bundesliga oder zu Dynamo Kiew. Nach dem Spiel eilte er zügig davon, um André Horta von Benfica zu treffen. Morgen Samstag will Herr Raviola dann die Partie YB-FCB besuchen. Das alles erzählte der sympathische und gut angezogene Herr auf der Tribüne der Tissot Arena.

Warum Sie sich dennoch keine Sorgen um die Berner Nummer 10 machen müssen und wohl auch der Traoré-Deal platzen wird: Herr Raviola scheint neu im Business zu sein und bat seinen Begleiter ständig um Tipps, etwa, wie man einen Spieler denn überhaupt anspreche. Auch hatte er keine Visitenkarte für den Freiburg-Scout dabei.

Zum Schluss noch dies: Sollten Sie dereinst Spielerberater werden wollen, merken Sie sich: Sitzt neben ihnen ein Schnauzträger, halten Sie besser die Klappe!

Vielsagende Vision

Harvest am Mittwoch den 31. Mai 2017

“Vision 2021”! Endlich wird alles gut.

Sie kennen das bestimmt. Ein Gremium von gut bezahlten älteren Herren (und zunehmend auch Frauen) setzt sich zwei Tage zusammen für eine sogenannte Klausur und denkt und diskutiert bis die Köpfe rauchen. Nach diesem gemütlich Beisammensein erhalten sie viel Geld und zeigen dafür einige plumpe, austauschbare Sätze vor, die sie Vision nennen. Das wollte auch der FC Luzern, denn so eine Vision, die tönt gut.

In seiner “Vision 2021” präsentiert der Vorstand des FC Luzern, wie er sich den Club vorstellt. Nun, die Vision ist so kurz wie prägnant: “Wir wollen Pokale gewinnen und Fussballfeste feiern”. So geht das. Präsident Philipp Studhalter relativiert allerdings und sagt, der Begriff “steht für die Haltung und die Mentalität.” Und um Pokale zu gewinnen muss man offensichtlich auch gar nicht sportlich erfolgreich sein, denn, so Studhalter weiter, “wenn wir unseren Partnern einen Mehrwert bieten können oder eine hervorragende Betreuung eines Nachwuchsspielers bieten, dann haben wir symbolisch einen Pokal gewonnen.”
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