Archiv für die Kategorie ‘Weisheiten’

Variable Vielfalt

Rrr am Donnerstag den 23. Mai 2019

Europa, so farbig!

Sie haben es sicher richtig erkannt: In der heutigen Meditationsstunde ging es darum, wie viele Meister es in welchem Land schon gab. Was, Sie können die Karte nicht entziffern? Dann aber ab zum Optiker! Oder Sie klicken aufs Bild, dann wirds grösser.

Faustregel: Je röter desto langweiliger. Je grüner desto vielfältiger. Einschränkend muss man sagen, dass zum Beispiel die deutsche Bundesliga stark ins Rote kippen würde, wenn man nur das letzte Jahrzehnt betrachten würde. Und dass es eine Reihe Ligen gibt, die es noch nicht allzu lange gibt.

So, jetzt haben Sie wieder etwas gelernt. Es folgt nun eine kurze Werbeunterbrechung des beliebten Reiseveranstalters Kuoni.

Kolorierte Karte

Rrr am Donnerstag den 23. Mai 2019

Wie immer am Donnerstag: Rundes Leder Meditationsstunde!

Heutiges Thema: Europa.

Lassen Sie Farben und Formen in Ruhe einwirken. Wenn Sie fertig sind, trinken Sie etwas oder essen Sie eine Kleinigkeit, strecken Sie sich und klopfen Sie sich sanft ab. All diese körperlichen Reize helfen Ihnen, sich wieder voll in der Wirklichkeit zu verankern.

Wir setzen unser Programm um 07.30 Uhr fort.

Der Ramadan kommt später dran

Rrr am Sonntag den 5. Mai 2019

Ajax kann das Triple holen. Der Fastenmonat muss warten.

Um die Meisterschaft kämpft Ajax mit PSV (beide 80 Punkte, noch zwei Spiele). Im Cupfinal trifft das Team auf Willem II Tilburg (heute Sonntag, 18 Uhr). Und in der Champions League strebt Ajax nächsten Mittwoch den Einzug in den Final vom 1. Juni an.

Die kommenden vier Wochen sind also entscheidend. Dumm nur, dass sie mit dem muslimischen Fastenmonat zusammenfallen, der morgen beginnt und bis 4. Juni dauert. Drei wichtige Ajax-Spieler sind Muslime: Hakim Ziyech, Noussair Mazraoui (unser Bild) und Zakaria Labya.

“Wir überlassen es den Spielern, wie sie sich verhalten wollen”, sagt der Sportphysiologe des Vereins, Raymond Verheijen. Klar sei aber: Durch die veränderte Ernährung sei der Blutzuckerspiegel niedriger, das verringere die Reaktionsgeschwindigkeit. Ausserdem steige das Verletzungsrisiko. Dass die Spieler hungrig in einen Match gingen, sei ohnehin undenkbar.

Beispiel Mittwoch, Champions-League-Halbfinal: “Die Sonne geht am Mittwoch um 21.18 Uhr unter, und das Spiel beginnt um 21.00 Uhr. Sie können ohne Essen nicht spielen! Stellen Sie sich vor, es steht nach 90 Minuten 0:1. Dann müssen sie auch eine Verlängerung spielen. Ich gehe davon aus, dass die Spieler selbst erkennen, dass dies unmöglich ist.”

Zum Glück gebe es die Möglichkeit, die Fastentage zu verschieben, wenn dafür wichtige Gründe vorlägen. Und das sei hier zweifellos der Fall. Also: Zuerst festen, dann fasten!

Köbers cooler Kicker-Schmöker

Rrr am Mittwoch den 24. April 2019

Ein Buch mit 1332 Seiten, das Sie unbedingt besitzen wollen!

René Köber hat sämtliche Klubs zusammengetragen, die jemals in einer obersten Liga gespielt haben. Irgendwo. Weltweit. Also sowohl in Deutschland und England als auch in Pakistan, in Nigeria, in Montserrat, in Andorra…

Köbers Manuskript enthält 15.000 Vereine aus 6000 Ortschaften aus 228 Fussballverbänden. Man erfährt Gründungsdatum, etwaige Fusionen oder Umbenennungen, Adresse, Stadion, Erfolge und die grossen Spielernamen. “Eine geradezu irrwitzige Sammlung”, wie der Verlag schreibt – und das seit Anbeginn des Liga-Fussballs anno 1885.

Der Werkstattverlag ist bereit, das Buch herauszubringen – aber nur, wenn es mindestens 100 Leute vorbestellen: Bis 1. September 2019, zum Subskriptionspreis von 149,90 Euro. Wenn alles klappt, erscheint das Buch noch diesen Herbst.

Werbung vom Verlagslektor gibts hier, und jetzt subskribieren Sie bitte sofort. Gibt schliesslich auch ein hübsches Cover. Danke!

Elende Ecken

Rrr am Dienstag den 23. April 2019

Unser Kolumnist hat gestern wieder einmal YB geschaut.

“Die Frau war ja über Ostern im Tessin, spirituelles Wollpulloverfärben im Osernonetal, oder so ähnlich, auf jeden Fall, der Streckler Fräne allein zuhaus, da ging aber die Post ab! Vor allem am Samstagabend, da war ich in der Postfinanz-Arena, auf den SCB ist halt einfach Verlass, wenn’s drauf ankommt.

Hingegen YB gestern, die habe ich am Fernsehen gesehen, das war jetzt putznüt. Wie die in den Himmel gelobt wurden, und dann gewinnen sie nicht einmal bei einem Abstiegskandidaten. Das war also himmeltraurig. Am schlimmsten waren die Dings, die Corner! Mein Neffe Dario war im Stadion, der hat vier davon gefilmt, himmeltraurig also. Aber schauen Sie selbst!

Früher bei uns in der Schule gab es für drei Corner einen Penalty, da hätte YB gestern eigentlich fünf Penaltys zugut gehabt. Aber die hätten alle verschossen, todsicher!

Ich glaube, die wollten gar nicht gewinnen, weil ihnen Xamax so sympathisch ist. Die Xamaxler haben die YBler von Bergen gefeiert, die YB-ler haben den Xamaxler Nuzzolo gefeiert, und der YB-ler Assalé hat den Xamaxler-Goalie spontan umarmt und gehärzelet, läck war das trümmlig, so verdammt harmonisch und gefühlvoll geht es ja nicht einmal beim spirituellen Wollpulloverfärben im Osnernonetal zu! Apropos, ich muss noch aufräumen, die Frau kommt heute nach Hause. Also de, tschou zäme, Euer Fräne”

Jeder kennt die Frage, niemand die Antwort (58)

Rrr am Dienstag den 9. April 2019

Warum tragen Fussballtrainer stets ihre Initialen auf der Arbeitskleidung?

Haben sie Angst, dass man sie sonst nicht erkennen würde? Möchten sie nicht, dass ihr Trainingsanzug in der Wäscherei mit demjenigen des zweiten Physiotherapeuten verwechselt wird? Sehen so Initialen einfach gut aus, irgendwie?

Und vor allem: Dürfen die Trainer ihre Initialen mitnehmen, wenn sie den Verein wechseln? Werden die Buchstaben dann abgetrennt und auf dem nächsten Trainingsanzug wieder aufgenäht? Fragen über Fragen.

Freiburg, Mainz etcetera

Rrr am Samstag den 6. April 2019

Neue Erfolgsserie, immer am Samstag: Wirrkopf Walters Wochenschau.

“Fasnacht, Schnee – irgendeine Ausrede hat der Luzerner immer, wenn YB kommt. Jetzt wurde das Spiel auf nächsten Mittwoch verschoben – Anpfiff ist bereits um 18.45 Uhr, damit die Geldsäcke der Champions League nicht beim Herumgockeln gestört werden.

So was regt mich tierisch auf! Und es ist wohl erst der Anfang, wie Freiburgs Trainer Christian Streich weiss. Immerhin, er bleibt cool.

Eher fassungslos machte Streich wohl der gestrige Auftritt seiner Mannschaft in Mainz. Trotz dem wirklich sehr tollen und eindrücklichen Ballbesitz für die Freiburger. Auch die Passgenauigkeit war hervorragend.

Leider kommt das im Schlussresultat nicht adäquat zur Geltung, muss man sagen. Beachten Sie im Kleingedruckten auch die Anzahl Schüsse der Mainzer aufs gegnerische Tor.

Tierisch gut, dieses Mainz! Genau wie die ganze Premier League. Findet jedenfalls Ralph Hasenhüttl, Trainer von Southampton: “In der Premier League gibt es sechs Mannschaften auf dem Niveau der Bayern. Wir spielen also in der Saison quasi zwölfmal gegen Bayern. Zwölf Spiele, in denen man normalerweise nicht viel holt. Dazu gibt es vier oder fünf Vereine mit der Qualität von RB Leipzig oder Bayer Leverkusen. Wir von Southampton sind das Mainz, Freiburg oder Augsburg der Premier League.”

Liverpool und Bayern haben dasselbe Niveau? Diesen Eindruck hatte ich neulich beim Direktvergleich eigentlich nicht. Aber item, man sollte immer höflich werden, sonst endet es böse, wie untenstehender Matchbericht zeigt. Frohe Ostern!”

Sturm und Drang

Rrr am Mittwoch den 20. März 2019

Der Trend geht ganz klar Richtung animierte Grafik.

Da wollen wir natürlich nicht hintanstehen und präsentieren Ihnen heute einen Quervergleich der Torausbeute berühmter Stürmer im Laufe ihrer Karriere.

Sie sehen: Rooney war frühreif, Messi und Cristiano überzeugen mit ihrem Alterswerk. Film ab!

(Beitrag powered by Max Power)

Tiere auf Drogen

Rrr am Mittwoch den 20. März 2019

Bei den Hoppers ist Feuer im Dach. Jetzt spricht unser Fachexperte.

“GC-Fans betrachten die Spiele ihrer Mannschaft offenbar gerne auf Kokain. Das wissen wir seit dem Wochenende, der Präsident hat es ausgeplaudert. Und der ist selber arg verschnupft, weil die Pyroparty im Gästesektor zu einer 0:3-Forfaitniederlage führen dürfte. Sonst hätte GC vielleicht nur 0:2 verloren. Wobei, eventuell auch 0:4. Vorsicht also mit Vorverurteilungen!

Etwas irritierend war Herrn Anlikers Aussage, die bekoksten Fans hätten sich wie wilde Tiere benommen. Dass wilde Tiere Drogen nehmen, schien mir bislang eher unwahrscheinlich. Oder können Sie sich koksende Affen vorstellen? Wenn ichs mir genau überlege: Im Zürcher Zoo vielleicht schon.

Wenn Herr Anliker am Radio kommt, habe ich sowieso ein Puff im Kopf, weil irgendwie tönt er wie Pedro Lenz. Also vom Dialekt her. Ja klar, Oberaargau, Langenthal! Da kommen die doch alle her, Herr Anliker, Schneider-Ammann, Hans-Jörg Käser und eben Pedro Lenz. Den kennen Sie, oder? Das ist der schmierige Provinzdealer im Erfolgsfilm ,Dr Goalie bin I’. Haben die GC-Fans die Drogen etwa von ihm, oder bin ich jetzt komplett im falschen Film?

Egal. Ich hoffe einfach, dass auch in Wil, Kriens und Rapperswil Koks gekauft werden kann, sonst kommen die GC-Fans nächste Saison furchtbar auf den Aff. Drogenfrei durch die Provinz wäre schon eine gewaltige Herausforderung. Wobei, deshalb heisst es ja Challenge League. Nun gut, ich gehe jetzt wieder fischen.”

Feuer und Flamme

Rrr am Montag den 18. März 2019

Das historische Bild zum Wochenstart.

Cornaredo, 26. April 1997: Fans von Lugano (im Bild) und YB beschiessen sich während der ersten Halbzeit gegenseitig mit Feuerwerkskörpern.

Einsatzkräfte beenden die Fehde. Die Polizei nimmt zehn Gästefans fest, die stark alkoholisiert gewesen sein sollen.

Die Szenen aus dem Cornaredo sorgen in den Medien für Aufsehen. Der Ruf nach härteren Massnahmen gegen Chaoten und einem konsequenten Durchgreifen gegen Pyro-Sünder wird laut.

Starke Saison von Alison

Herr Maldini am Dienstag den 5. März 2019

Statistikmorgen im Runden Leder: Alisson Becker ist auf Rekordjagd.

Der Goalie von Liverpool blieb in der aktuellen Saison bislang 17 Mal ohne Gegentor (bei 29 Einsätzen entspricht das einer Quote 58,6%). Der Rekord für einen Premier-League-Debütanten liegt bei 20 weissen Westen (Pepe Reina, 2005/06, ebenfalls Liverpool). Der Brasilianer Alisson, der im Sommer von der AS Roma nach England wechselte, könnte ihn bald knacken – es stehen noch 9 Ligapartien aus für die Reds.

Alisson David von Ballmoos, modebayard.ch

In der Super League steht David von Ballmoos vom Meister Young Boys Bern an der Spitze. 2018/19 hat er bisher 11 Mal dichtgehalten (22 Einsätze, 50%), er liegt damit deutlich vor Yanick Brecher (23 Sp/6x/26,1%).

Der Leipziger Péter Gulácsi ist in der Bundesliga die Nummer 1 (24 Sp/11x/45,8%), direkt vor Yann Sommer (24 Sp/10x/41,7%). Jan Oblak von Atlético Madrid führt die Primera Division deutlich an (26 Sp/14x/53,8%), in der Serie A ist es Salvatore Sirigu vom FC Turin (24 Sp/12x/50%) und in der Ligue 1 Walter Benítez von der OGC Nice (24 Sp/11x/45,8%). Sie sehen, David von Ballmoos’ Bilanz kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen.

Marco Wölfli kam in seiner Debütsaison bei YB übrigens auf eine Bilanz von neun Zu-Null-Spielen in 34 Einsätzen (26,5%), bei Yvon Mvogo waren es sechs weisse Westen in 20 Partien (30%) und bei DvB ebensoviele in 17 Matches (35,3%).

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum.
Heute: Spätes Glück

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 26. Februar 2019

Das Beste kommt zum Schluss.

«Was gibt es Schöneres, als im letzten Moment ein Siegestor zu bejubeln – nach einem Spiel, das man längst verloren geglaubte oder bei dem man sich zähneknirschend mit dem Unentschieden abgefunden hatte?

Das späte Glück ist den Berner Young Boys in dieser Saison schon fünfmal widerfahren, die Tore im letzten Moment gegen Biel, Schaffhausen, Sion, Thun und Lugano können Sie unten nochmals geniessen. Zuerst beantworten Sie aber bitte unsere heutige Frage:

Was war das schönste Last-Minute-Tor Ihres Lebens?

Welcher Klub, welche Nation es geschossen hat, ist uns egal. Erzählen Sie uns einfach Ihre Geschichte. Und für die vielen Leser, die mit Fussball nichts am Hut haben: Sie dürfen auch eine andere Episode aus Ihrem Leben mit einem Happy Ending späten Glücksmoment, einer unverhofften Wende ganz am Schluss zum besten geben.

Ich freue mich auf Ihre Antworten! Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli»