Archiv für die Kategorie ‘Volltreffer’

Toller Treffer

Briger am Montag den 22. Januar 2018

Ein unhaltbarer Treffer erreicht uns aus der I-League.

Screenshot

Der 28-jährige nigerianische Abwehrspieler mit dem wunderbaren Namen Monday Osagie, der bei einem Club mit noch viel wunderbarerem Namen spielt, nämlich dem Churchill Brothers S.C. traf gegen Shillong Lajong aus grosser Distanz, da konnte der Keeper der Gäste, der 19-jährige Phurba Lachenpa nun wirklich nichts ausrichten, aber sehen Sie selbst:

Der Torjubel von Monday Osagie, welcher der Frisur nach ein Fan von Mamadou Sakho sein muss, ist gleich nochmals so schön.

Das Team aus Margao, Goa, verdankt seinen Namen übrigens nicht dem früheren britischen Premierminister, sondern Churchill Braz Alemao, einem früheren Mitglied des indischen Unterhauses und Chief Ministers von Goa. Er kaufte 1989 den ein Jahr zuvor gegründeten Varca Club.

Uhrtümliche Elf

Rrr am Dienstag den 9. Januar 2018

Das grosse Mittagsquiz im Runden Leder!

Heute präsentiert von Samuel von Zeitgeist, einem deutschen Uhrenblogger. “Manch ein Fussballprofi trägt den Wert eines gut ausgestatteten Mittelklassewagens am Handgelenk”, berichtete er neulich unserem Chefredaktor Herr Rrr bei einem zufälligen Treffen in einer Zürcher Bijouterie.

In seinem Blog präsentiert Herr von Zeitgeist die Luxusuhren von elf Fussballprofis. Sie kosten insgesamt 634’000 Euro (also die Uhren), das heisst 56’636 Euro pro Stück.

Und nun liegt der Ball bei Ihnen. Können Sie die elf Fussballer an ihren Uhren erkennen?

Das deutsche Duell

Rrr am Sonntag den 7. Januar 2018

In unserer historischen Serie kommts heute zu einer innerdeutschen Angelegenheit.

Hamburg, 22. Juni 1974: Zum ersten Mal überhaupt spielt die Bundesrepublik Deutschland gegen die Deutsche Demokratische Republik. Weltweit stösst das Bruderduell auf grosses Interesse. Was damals noch niemand wusste: Es sollte das einzige Aufeinandertreffen der beiden Nationen in der Fussballgeschichte bleiben.

Wir führen uns das Spiel natürlich in der Version des DDR-Fernsehens zu Gemüte. Wenn Sie sich nicht für Fussball interessieren, können Sie auch einfach die Ambiance geniessen, die Werbung studieren oder dem Reporter lauschen. Oder die Zeitung lesen.

BRD – DDR 0:1
Hamburg, Volksparkstadion. – 60’350 Zuschauer. – SR: Barreto Ruiz (Uru). – Tor: 77. Sparwasser 0:1.
BRD: Maier; Vogts, Beckenbauer, Schwarzenbeck, Breitner; U. Hoeness, Cullmann, Overath; Grabowski, Müller, Flohe. – Trainer: Schön.
DDR: Croy; Kische, Weise, Bransch, Wätzlich; Lauck, Irmscher, Kreische, Kurbjuweit; Sparwasser, M. Hoffmann. – Trainer: Buschner
Bemerkungen: Erinnerungen des Siegestorschützen Jürgen Sparwasser finden Sie in der FAZ.

Ali ahnt alles

Herr Maldini am Freitag den 5. Januar 2018

Die Redaktion des Runden Leders blickt gemeinsam mit Seher Ali in die Zukunft.

Sie haben es eventuell mitgekriegt: Das SRF wird von einem nie zuvor dagewesenen Exodus heimgesucht. Der FC St. Gallen warb sowohl Hüppi als auch Sutter ab, und wir fragten uns: Nimmt das kein Ende?

Zusammen mit unserem verlässlichen Partner Seher Ali haben wir herausgefunden: Nein, es nimmt kein Ende! Lesen Sie hier exklusiv, welche SRF-Mitarbeiter die laufende Transferperiode für einen Wechsel nützen werden.

Rainer Maria Salzgeber wechselt zum FC Sion, welchen Bereich des Vereins er künftig leiten wird, erkannte Seher Ali leider nicht genau. Vermutlich handelt es sich um das Raclette-Zelt.

YB wird verstärkt durch Gürkan Sermeter, als Fanarbeiter für alle Fans über 40 lässt er künftig die alten Neufeld-Zeiten hochleben. Das ist aber noch nicht alles: Auf vielfachen Wunsch von Herrn Rrr wird Annette Fetscherin neue Medienchefin der Young Boys, ihr Vorgänger Albert Staudenmann konzentriert sich ab sofort auf sein Amt als Präsident des Clubs.

Lukas Studer leitet künftig das Catering der KMU-Lounge in der Stockhorn Arena, während Beni Turnherr den Hund der Canepas hüten darf. Uli Forte ist somit nicht mehr der grösste Schnurri im FCZ.

Raphaël Wicky wird neuer Cheftrainer des FCB.

Das ist nicht Herr Rrr mit Frau Fetscherin.

Schiedsrichter Pascal Erlachner erhält mit Sven Epiney einen Mentalcoach. Barbara Bürer betreibt das Sorgentelefon für die Fans des FC St. Gallen, nachdem Hüppi und Sutter mit der Kasse abgehauen sind. Das neue Maskottchen des FC Lugano heisst Christa Rigozzi. Wenig überraschend beerbt Sascha Ruefer in Luzern Markus Babbel, zudem eröffnet er bald mit Haris Seferovic eine Bar in Sursee. Ueli Schmezer heisst der neue Capo im FC Breitenrain.

Schlacht in Paisley

Briger am Montag den 1. Januar 2018

Tatort: St. Mirren-Park, Freitagabend, zweite schottische Liga.

Im St. Mirren Park zu Paisley trafen am Freitag die Teams St. Mirren und Dundee United aufeinander. Nach Schneefällen stand das Spiel zunächst auf der Kippe, konnte dann aber doch durchgeführt werden. Nach einer torlosen ersten Hälfte, befanden die Fans, sie müssten nun selbst für Unterhaltung sorgen, aber sehen Sie selbst:

In der zweiten Halbzeit gewann St. Mirren dann mit 2:0 auf dem Feld.

Ich wünsche Ihnen ein gutes, erfolgreiches 2018. Möge die Mannschaft Ihres Herzen immer gewinnen.

Einige Erinnerungen

Rrr am Sonntag den 31. Dezember 2017

Das Fussballjahr 2017, kompakt.

Entscheidende Tore

Briger am Montag den 27. November 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, dieser Miralem Sulejmani schiesst ziemlich viele Tore. Auch gestern wieder. Wie viele spielentscheidende Tore hat der eigentlich diese Saison schon geschossen und wie viele seit er bei YB ist? Mfg, H.Z., T.

Bild Keystone

Guten Tag Herr 12er, schön dass Sie uns schreiben. Wir müssen Sie aber sogleich korrigieren. Herr Sulejmani schiesst zwar viele und schöne Tore, aber gestern schoss Thorsten Schick das spielentschiedende Tor. Denn, das spielentscheidene Tor, welches wir vorallem aus dem kühlen Randsport kennen, bezeichnet dasjenige Tor, dass es gebraucht hat, damit eine Mannschaft mehr Tore hat als die andere. Bei einem 2:1 also das Zweite, bei einem 7:0 das Erste, bei einem 4:3 das Vierte usw. Nun aber zurück zu Ihrer Frage. Herr Sulejmani hat in dieser Saison bereits zwei spielentscheidende Tore geschossen. Das 1:0 beim 3:0-Sieg in Münsingen und das 1:0 beim 1:0 in Luzern. Zwei YB-Spieler haben in dieser Saison mehr Gamewinner erzielt als der Serbe. Jean-Pierre Nsame, der das 1:0 gegen Lugano (3:0), das 2:1 gegen Luzern (4:1) und das 1:0 gegen die Old Boys (4:0) erzielte. Ebenfalls bereits drei Mal spielentscheidend eingenetzt hat in dieser Spielzeit ein gewisser Roger Assalé. Das 1:0 in Sion (1:0), das 2:0 gegen Sion (5:1) und das 2:1 gegen den FCZ (2:1). Ebenfalls ein matchendscheidendes Tor haben in dieser Saison folgende Herren in alphabetischer Reihenfolge geschossen: Bertone, Fassnacht, Hoarau, Mbabu, Nuhu, Ravet und Schick (je 1).

Das Miralem Sulejmani seit er bei YB spielt in Meisterschaft, Cup und Europacup entscheidende Tore schiesst, da haben Sie recht. In nun fast zweieinhalb Saisons in Bern hat er neun mal für die Entscheidung gesorgt. Erfolgreicher war in diesem Zeitraum nur einer: Guillaume Hoarau mit 13 entscheidenden Treffern. Der Vollständigkeit halber noch die anderen, die in diesem Zeitraum für Entscheidungen sorgen konnten: Alex Gerndt (6), Leo Bertone, Yuya Kubo, Roger Assalé (je 4), Michi Frey, Thorsten Schick, Yoric Ravet, Jean-Pierre Nsame (je 3), Milan Gajic, Sékou Sanogo (je 2), Alexander Gonzalez, Scott Sutter, Sandro Lauper (ET), Christian Fassnacht, Kassim Nuhu, Kevin Mbabu und ein Malermeister aus dem Aargau, dessen Namen uns nicht mehr einfallen will (je 1).

Mit vorzüglicher Hochachtung, Ihr Dr. Rüdisühli.

Tibeter auf der Tribüne

Rrr am Dienstag den 21. November 2017

Chinas Gastsaison in Deutschland beginnt mit einem Eklat.

Ältere Leser erinnern sich: China will Weltmeister werden, der Weg dorthin führt über die deutsche Regionalliga Südwest. Soeben hat die Serie von Testspielen gegen fast alle Klubs der Liga begonnen, und schon gibt es Ärger.

Beim Match gegen TSV Schott Mainz tauchten Tibeter auf der Tribüne auf und demonstrierten für die Menschenrechte in ihrer Heimat. Millionen Chinesen bekamen das mutmasslich mit, denn das chinesische Staatsfernsehen übertrug das Spiel live.

Die chinesischen Fussballer verliessen nach 25 Minuten den Platz, aus Protest gegen die ungebetenen Gäste. Später kehrten sie zurück und verloren gegen Schott Mainz mit 0:3.

Der Deutsche Fussballbund DFB versuchte die Besucher aus dem Fernen Osten zu beruhigen. In Deutschland gebe es freie Meinungsäusserung, das sei eben so. Erneut verteidigte das Gastspiel der Chinesen, die im Land des Weltmeisters den Fussball lernen wollen und nicht viel mehr verlangen als zwei Sorten Ingwertee in der Teamgarderobe.

Am nächsten Samstag spielen die Chinesen beim FSV Frankfurt und hoffen wohl, dass der Tibeter nicht auch dort ist.

(Foto: dpa)

Blinder Blender

Rrr am Mittwoch den 15. November 2017

Das Schmankerl am Mittwoch.

Stilsicher vom Elferpunkt.

Leidiger Lapsus

Herr Maldini am Samstag den 11. November 2017

Wir schalten kurz in die Champions Leauge der Frauen zum Spiel zwischen dem FK Gintra Universitetas und Barcelona.

Für die Litauerinnen von Gintra Universitetas wurde es später leider nicht besser. Sie kassierten noch einmal drei Tore und verloren schliesslich 0-6.

Das ist irgendwie ärgerlich für einen Club, der im eigenen Land seit 2005 alle Meisterschaften gewonnen und in der aktuellen Saison nach neun Partien bereits acht Punkte Vorsprung auf die ersten Verfolgerinnen hat.

Schweizer Meister FC Luzern

Harvest am Montag den 6. November 2017

Mit dem Sieg gegen St. Gallen holt sich der FC Luzern den Meistertitel.

Letzte Woche freuten sich unsere Kollegen vom löblichen ostschweizer Magazin “SENF” ungemein über den eben gewonnenen Titel. Die Freude war allerdings von kurzer Dauer, gestern mussten sie diesen bereits wieder abgeben. An den FC Luzern!!!

(Bild: verwaltungsportal.de)

Gut, der Wert des Titels ist (gelinde gesagt) etwas umstritten. Es handelt sich um eine Adaption des Nasazzi-Stabs, einer alternativen Weltmeistertitel-Form. Erster Weltmeister war dabei Uruguay, dem ersten offiziellen Weltmeister. Der Stab muss dann in jedem Spiel verteidigt werden und wird im Falle einer Niederlage dem Herausforderer übergeben.

In der Adaption für die Schweiz verwendete “SENF” als Startpunkt den ersten Schweizer Meister im neuen Jahrtausend, zufällig gerade der FC St. Gallen. Dabei zählten nur Pflichtspiele und das Endresultat (nicht wie beim Nassazi-Stab das Ergebnis nach 90 Minuten). Gemäss “SENF” ist der FC Basel der erfolgreichste Club dieser Wertung mit 202 Titeln, dahinter liegen die Young Boys mit 86 auf Platz zwei. Der FC Luzern liegt mit 45 Titeln auf dem 5. Rang. Aber was interessiert uns die Vergangenheit, DER FC LUZERN IST SCHWEIZER MEISTER!

Verteidigen müssen die Luzerner den Titel erstmals am 19. November in Lausanne. YB spielt voraussichtlich am 17. Dezember um den Pokal.

Kritische Küsse

Herr Maldini am Mittwoch den 25. Oktober 2017

Der renommierte Facharzt Dr. Abdi Almen-Lafti referiert über aktuelle Themen, heute in Zusammenarbeit mit dem Mamablog.

“Sie haben es sicher mitbekommen. Am Montag wurde der Fussballer Cristiano Ronaldo im Rahmen einer wunderbaren Gala zum besten Sportler seines Fachs im Jahr 2017 gewählt. Vor seiner beeindruckenden Rede bedankte er sich bei seiner Freundin, die mir übrigens sehr gefällt, und seinem 7-jährigen Sohn. Er küsste beide auf den Mund – ja, auch seinen Sohn. Obwohl ich selber kinderlos bin, schrillten meine Alarmglocken sofort. 

Ich hatte kurz die Gelegenheit, die Sache mit einem befreundeten Mediziner zu besprechen. Aus seiner Sicht ist die Sache unbedenklich, es sei denn, Sie leiden an Herpes, Hepatitis B, Tripper, haben Grippeviren, entzündete Mandeln oder sonst etwas. Sogar Karies könnten Sie ihrem Nachwuchs übrigens auf diese Weise weitergeben, wusste er.

Ein Kinderpsychologe, den ich vage kenne, meinte, biologisch gesehen seien Küsse zwischen Eltern und Kindern sogar notwendig. Hormone und Botenstoffe, die dabei ausgeschüttet werden, würden die Bindung zwischen ihnen stärken. Er geht sogar davon aus, dass das Küssen seinen Ursprung generell in der Eltern-Kind-Beziehung hat, nämlich in der Brutpflege. Es sei aus dem evolutionären Ritual entstanden, bei dem Eltern vorgekaute Nahrung an ihre Kinder weitergaben. Das sei bei Ronaldo junior ziemlich sicher nicht mehr nötig, sagten mir die Kolleginnen vom Mamablog im Vertrauen.

Für liebende Eltern ist ein Kuss auf den Mund ihres Kindes völlig normal. 49 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer bejahen es, wie eine mir vorliegende Umfrage zeigte. Dennoch sei es im Gegensatz zu südlichen Kulturkreisen bei uns ein eher unübliches Ritual, wie mir ein Ethnologe bestätigte, den ich jüngst an einer Klassenzusammenkunft der Spielgruppe Rüschlikon wieder traf. 

Fotos: Instagram

Zusammengefasst kann ich sagen, dass meine Bedenken übertrieben waren und dass diese Küsse für die Entwicklung ihres Kindes unbedenklich sind. Es sei denn, es kann es nicht leiden, angefasst zu werden. ‘In diesem Fall sollte Rücksicht auf die persönliche Komfortzone des Kindes genommen werden’, riet mir mein Schwager, der bei der KESB arbeitet. 

Bleibt abschliessend zu hoffen, dass Ronaldo keine Karies hat. Oder sonst was. Alles Gute und Hopp dr Bäse, Ihr Dr. Abdi Almen-Lafti

PS: Ronaldo hat übrigens prominente Vorbilder. Die Beckhams ernteten aus demselben Grund leider schon mehrfach Shitstorms.”