Archiv für die Kategorie ‘Unsere Helden’

Entscheidende Tore

Briger am Montag den 27. November 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, dieser Miralem Sulejmani schiesst ziemlich viele Tore. Auch gestern wieder. Wie viele spielentscheidende Tore hat der eigentlich diese Saison schon geschossen und wie viele seit er bei YB ist? Mfg, H.Z., T.

Bild Keystone

Guten Tag Herr 12er, schön dass Sie uns schreiben. Wir müssen Sie aber sogleich korrigieren. Herr Sulejmani schiesst zwar viele und schöne Tore, aber gestern schoss Thorsten Schick das spielentschiedende Tor. Denn, das spielentscheidene Tor, welches wir vorallem aus dem kühlen Randsport kennen, bezeichnet dasjenige Tor, dass es gebraucht hat, damit eine Mannschaft mehr Tore hat als die andere. Bei einem 2:1 also das Zweite, bei einem 7:0 das Erste, bei einem 4:3 das Vierte usw. Nun aber zurück zu Ihrer Frage. Herr Sulejmani hat in dieser Saison bereits zwei spielentscheidende Tore geschossen. Das 1:0 beim 3:0-Sieg in Münsingen und das 1:0 beim 1:0 in Luzern. Zwei YB-Spieler haben in dieser Saison mehr Gamewinner erzielt als der Serbe. Jean-Pierre Nsame, der das 1:0 gegen Lugano (3:0), das 2:1 gegen Luzern (4:1) und das 1:0 gegen die Old Boys (4:0) erzielte. Ebenfalls bereits drei Mal spielentscheidend eingenetzt hat in dieser Spielzeit ein gewisser Roger Assalé. Das 1:0 in Sion (1:0), das 2:0 gegen Sion (5:1) und das 2:1 gegen den FCZ (2:1). Ebenfalls ein matchendscheidendes Tor haben in dieser Saison folgende Herren in alphabetischer Reihenfolge geschossen: Bertone, Fassnacht, Hoarau, Mbabu, Nuhu, Ravet und Schick (je 1).

Das Miralem Sulejmani seit er bei YB spielt in Meisterschaft, Cup und Europacup entscheidende Tore schiesst, da haben Sie recht. In nun fast zweieinhalb Saisons in Bern hat er neun mal für die Entscheidung gesorgt. Erfolgreicher war in diesem Zeitraum nur einer: Guillaume Hoarau mit 13 entscheidenden Treffern. Der Vollständigkeit halber noch die anderen, die in diesem Zeitraum für Entscheidungen sorgen konnten: Alex Gerndt (6), Leo Bertone, Yuya Kubo, Roger Assalé (je 4), Michi Frey, Thorsten Schick, Yoric Ravet, Jean-Pierre Nsame (je 3), Milan Gajic, Sékou Sanogo (je 2), Alexander Gonzalez, Scott Sutter, Sandro Lauper (ET), Christian Fassnacht, Kassim Nuhu, Kevin Mbabu und ein Malermeister aus dem Aargau, dessen Namen uns nicht mehr einfallen will (je 1).

Mit vorzüglicher Hochachtung, Ihr Dr. Rüdisühli.

Böser Ballbube

Herr Shearer am Sonntag den 26. November 2017

Ey, wer hebt denn da einen Pokal?

Foto: Getty Images

Wir schauen kurz ans andere Ende der Welt: in Sydney war gestern so ein Cupfinal, und die Schlussphase ziemlich turbulent. Nach 90 Minuten stand es zwischen dem Sydney FC und Adelaide United 1:1. In der 21. Minute der Nachspielzeit gelang Bobo für Sydney das 2:1, worauf der Gegner auf den erneuten Ausgleich drückte. Dabei hatte Adelaide allerdings nicht nur mit der Gegenwehr von Sydney zu kämpfen, sondern auch noch mit einem äusserst renitenten Balljungen. Der wollte den Ball vor einem Einwurf partout einfach nicht mehr hergeben. Verteidiger Michael Marrone blieb nicht viel anderes übrig, als sich auf den widerborstigen Junior zu stürzen, um sich des Spielgeräts behändigen zu können.  Eine grossartige Rudelbildung mit Spielern, Trainern und dem Ballbub folgte, die rote Karte für den Adelaide-Verteidiger war die logische Konsequenz. Aber schauen Sie selbst:

Der Gipfel war allerdings, was sich der Cupsieger bei der Pokalübergabe leistete; Die Spieler des Sydney FC nahmen den Balljungen mit zur Zeremonie und liessen ihn den Kübel in die Luft stemmen. Ausserdem erhielt er für seine todesmutige Heldentat eine Siegermedaille.

Merke: sportliche Fairness ist eine Zier, doch leichter geht es ohne ihr.

Wunderbarer Weitschuss

Briger am Montag den 20. November 2017

Sie dachten bislang, das Eigentor des Jahres habe Kassim Nuhu gegen ZSKA erzielt? Dann kennen Sie Fankaty Dabo noch nicht.

(Foto: mirror.co.uk)

Der 22-jährige Verteidiger aus Southwark, London, absolviert die diesjährige Saison als Leihspieler bei Vitesse Arnhem. Am Wochenende traf er mit seiner Mannschaft auswärts auf Groningen. In der 59. Minute, beim Stand von 1:0 für die Gäste, erhielt Dabo gut 40 Meter vor dem eigenen Tor den Ball an der rechten Aussenlinie zugespielt. Groningens Oussama Idrissi setzte ihn unter Druck und da gingen dem jungen Engländer wohl die Worte seines Jugendtrainers durch den Kopf “Als Verteidiger, nie Querpass spielen!”. Also entschloss er sich, zur einzig verbleibenden Möglichkeit. Genau: hoch und weit auf den eigenen Torwart. Aber sehen Sie selbst:

Man könnte jetzt behaupten, ein guter Torwart hätte den gehalten, aber wir distanzieren uns beim Runden Leder selbstverständlich von sämtlichem Goalie-Bashing.

Torwarttölpel

Briger am Montag den 13. November 2017

Katars U19-Nationalelf qualifiziert sich trotz Fehlverhalten des eigenen Schlussmannes für die AFC-Meisterschaft 2018.

(Foto via dailymail.co.uk)

Letzte Woche fanden in Doha die Qualifikationsspiele der Gruppe C statt. Nachdem im Startspiel der Libanon vor 50 Zuschauern gegen den Irak mit 0:2 verlor, gewann Katar zwei Tage später vor 2’500 Zuschauern mit demselben Resultat gegen den Libanon. Nun stand das alles entscheidende dritte Qualifikationsspiel zwischen dem Irak und Katar auf dem Programm. Vor 3’100 Zuschauern im Grand Hamad Stadium in Doha, trennten sich die beiden Teams mit 1:1. Da aufgrund der unterschiedlichen Gruppengrössen nur die fünf besten Gruppenzweiten ans Turnier nach Indonesien im nächsten Herbst fahren durften, musste eine Entscheidung in Form eines Elfmeterschiessens her.

Nach vier Schützen führten die Katari mit 3:2, als Muntadhir Mohammed zum fünften Penalty für die Iraker antrat. Torwart Shehab Mamdouh parierte, die Freude bei den Jungen aus dem Emirat am persischen Golf kannte keine Grenzen. Doch einer hatte etwas dagegen, Schiedsrichter Aziz Asimov aus Usbekistan ahndete zu recht das zu frühe von der Linie springen des Torwarts. Dummerweise hatte der während des Spiels schon gelb gesehen und folglich durfte er jetzt mit warem Wasser duschen. Katars Kapitän Nasser Abdulsalam Al Alahrak musste für seinen Kollegen einspringen. Natürlich kam es, wie es kommen musste, Al Alahrak brachte irgendwie einen Fuss hinter den Ball und so war Katar Gruppensieger. Aber auch der Irak konnte sich freuen, als einer der fünf besten Gruppenzweiten fahren auch die Iraker nächsten Herbst nach Indonesien.
Sterng genommen, hätte auch dieser Penalty nochmals wiederholt werden müssen, denn der “Spielertorwart” trug noch sein Feldspielertrikot. Geniessen Sie nun nochmals die entscheidende Szene des Penaltyschiessens in Bewegtbildern:

Zwiespältiger Zlatan

Herr Maldini am Freitag den 10. November 2017

Die Digital-Redaktion des Runden Leders hat den neusten Release aus der Game-Welt angespielt: Zlatan Legends.

goal.com

Vermutlich waren Sie selber längst im App Store ihres Vertrauens, um sich dieses Game kostenlos downzuloaden (vorausgesetzt, Sie haben noch 1GB Platz). Wahrscheinlicher noch: Sie haben es bereits durchgespielt, sind in den Leagues vorne mit dabei und haben ihre Skills upgegraded, ihr Gear customized und managen ihre Crew-Member mit Bravour. 

appgefahren.de

Item, ich schweife ab. Mitte August veröffentlichte das schwedische Studio ISBIT Games, an der Ibrahimovic beteiligt ist, das Spiel Zlatan Legends auf iOS (die Version für Android ist im Beta-Stadion). Zlatan Legends geht so: Es ist actiongeladen und im Weltraum angesiedelt. Sie absolvieren ein intergalaktisches Driftballturnier und wählen eine Figur, die wie Zlatan ausschaut.  Diese rüsten Sie mit einer Rüstung aus, die Sie ständig optimieren. Dann kicken Sie Bälle durch verschiedene Parcours. Der Test der RL-Digital-Redaktion hat gezeigt: Das macht eigentlich gar nicht einmal so viel Spass, deshalb müssen Sie selber wissen.

Sie sind eher nicht der Spieler-Typ? Dann besorgen Sie sich umgehend das neue Eau de Zlatan.

Rutschpartie

Briger am Mittwoch den 8. November 2017

Wie jeder andere auf’s Spielfeld laufen? Nicht mit Barna Busai.

Fussballspieler laufen heute in der Regel mit Einlaufkindern auf’s Spielfeld oder manchmal auch mit Hunden. Mit der Zeit sind die immergleichen Einlaufmethoden aber auch öde. Findet auch Barna Busai aus dem nordungarischen Eger (dt. Erlau, svk. Jáger). Der 33-jährige Spieler des Eger SE wählte vor dem Viertligaspiel in Felsőtárkány gegen den lokalen SC eine spezielle Variante, um auf’s Spielfeld zu gelangen.

(Foto: via whoateallthepies.tv)

Erfreulich ist auch die Reaktion seiner Teamkollegen, die es scheinbar überhaupt nicht zu kümmern scheint, wie dieser erwachsene Mann auf’s Spielfeld gelangt.

Geniessen Sie hier noch alle Highlights der Partie:

Synchrone Sachen

Rrr am Freitag den 3. November 2017

Als Fan identifizieren Sie sich 100-prozentig mit Ihrem Verein?

Dann eifern Sie Ihren Idolen sicher auch schon beim Aufwärmen nach, wie dieser Südafrikaner …

… der Anhänger der Kaizer Chiefs ist. Das Team aus Johannesburg zeigte im Spiel gegen Polokwane City nicht ganz dieselbe grosse Hingabe und musste sich mit einem 0:0 begnügen.

Maldini ist Messi

Herr Maldini am Sonntag den 22. Oktober 2017

Sich einen Tag lang wie Lionel Messi fühlen, auch dank eines Glückkaufs in der Spielwarenabteilung. 

Im ausverkauften Camp Nou auf Torejagd gehen, Steuern hinterziehen, ein paar Kinder in die Welt setzen oder beinahe eine WM verpassen: Es gibt viele Wege, um sich einmal wie Lionel Messi zu fühlen. Die bequemste Variante, um einen Tag lang in die Haut des besten Fussballers aller Zeiten zu schlüpfen: Kaufen Sie beim Fachhändler ihres Vertrauens das Spielzeugset “Foot Bubbles™” in der Messi-Version. 

Im preisgünstigen Set ist ein Gütterli Seifenblasenflüssigkeit enthalten, ebenso stylische Messi-Socken im Fussballschuh-Look, ein Blas-Dings um die Seifenblasen zu produzieren (die Sie dann rumkicken sollen) und ein formschönes Behältnis für die Flüssigkeit. Klicken Sie sich jetzt durch die packende Bildergalerie und den Erfahrungsbericht des RL-Autors.

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Was macht eigentlich …

Harvest am Mittwoch den 18. Oktober 2017

… Ricardo Costa?

Sie erinnern sich bestimmt an den Innenverteidiger des FC Luzern. Im Sommer 2016 kam er zum FCL und sollte dessen Abwehr stabilisieren, immerhin kann er 22 Länderspiele vorweisen und spielte bei Valencia, Wolfsburg und Porto! Die Saison wurde dann allerdings nicht vom gewünschten Erfolg gekrönt und sogar in der Sündenkartei reichte es nur für Platz 5 (und das noch hinter Teamkollege Lustenberger). Zu seiner Verteidigung muss aber gesagt werden, dass er dummerweise seine rote Karte in der letztjährigen Europacupwoche des FC Luzern einzog und ihm diese Punkte für den Sieg gereicht hätten.

Nun gut, in diesem Sommer haben sich der FC Luzern und Costa in gegenseitigem Einvernehmen getrennt und Costa ging zurück nach Portugal zu Frau und Kindern. Dort heuerte er bei CD Tondela an und fiel unter anderem auch im Heimspiel gegen Braga auf, wo er den Siegtreffer für die Gäste erzielte.

Nicht auszudenken, wo der FC Luzern in der Tabelle heute stehen würde, hätte er sich nicht rechtzeitig von Costa getrennt.

Raucher sind Sieger (Teil 15)

Herr Shearer am Samstag den 14. Oktober 2017

Mario Basler hat wieder einen Job!

Gestern wurde er als neuer Trainer des Fünftligisten RW Frankfurt vorgestellt, welchen er vor dem Abstieg aus der Hessenliga bewahren soll. Der Klub hat zuletzt mit einem freizügigen Sponsor von sich reden gemacht – auf der Brust der Rotweiss-Spieler prangt Werbung für einen “Saunaclub for Ladies and Gentlemen”. Da passt Mario Basler eigentlich auch noch ganz gut dazu, kann man sagen. Raucht er eigentlich immer noch? Die Antwort gibt er bei der Pressekonferenz gleich selbst. Film ab!

Besten Dank an Zeiglers wunderbare Welt des Fussballs für das Video.

Oh Lord

Rrr am Donnerstag den 5. Oktober 2017

Vorsicht: Schwalben können Ihrer Gesundheit schaden.

Wenn Sies nicht glauben, fragen Sie Seydou Doumbia.

Doumbia trat letzte Woche mit Sporting Lissabon in der Champions League an. Gegner war der FC Barcelona. Nach 40 Minuten drang Doumbia in den Strafraum der Katalanen ein, wo er in unmittelbarer Nähe von Gérard Piqué zu Fall kam.

Der Schiedsrichter beurteilte das als grobe Unsportlichkeit und zeigte dem Ivorer die gelbe Karte. Die Fernsehbilder geben ihm recht: Schwalbe.

So weit, so schlimm. Doch dummerweise verletzte sich Doumbia bei der Szene auch noch, er musste ausgewechselt worden. Und nun zeigt sich: Die Verletzungspause beträgt zwei Monate. Das hat der ivorischen Nationaltrainer Marc Wilmots der BBC verraten. Doumbia erlittt einen Sehnenriss.

Doumbia spielte zwar früher für die Young Boys, aber auch für den FC Basel.

(Foto: thesun.co.uk)

Zwei Fans

Rrr am Mittwoch den 4. Oktober 2017

Das Bettmümpfeli des Tages: Zidane und Ronaldo.

Der Franzose und der Brasilianer spielten ab 2002 zusammen bei Real Madrid. Zu Beginn ihrer gemeinsamen Zeit entstand dieses Video.

Die beiden wurden übrigens Freunde, bevor sie beim selben Klub spielten. Das hat Ronaldo kürzlich erzählt: “Alles begann kurioserweise, als ich bei Inter spielte. Ich verletzte mich 1999 zum ersten Mal schwer am Knie und er kam ohne ein Wort mit mir gewechselt zu haben extra nach Paris, um mich im Spital zu besuchen. So wurden wir Freunde.”