Archiv für die Kategorie ‘Unsere Helden’

Adieu Assalé

Rrr am Samstag den 5. September 2020

Roger Assalé wechselt zu Dijon FCO.

Der Ivorer, der bei YB noch einen Vertrag bis Sommer 2021 hatte, unterschrieb im Land des Weltmeisters einen Vierjahresvertrag. Die Höhe der Ablösesumme ist nicht bekannt.

Der 26-jährige Assalé war zuletzt an Leganes ausgeliehen und traf in La Liga unter anderem gegen Real Madrid. Weil Leganes abstieg, endete das Engagement im Juli.

In Bern stand Assalé immer ein wenig im Schatten seiner Sturmkollegen Hoarau und Nsame. Dabei ist seine Bilanz mehr als bemerkenswert: Für YB bestritt er 129 Ernstkämpfe, schoss 44 Treffer und steuerte 31 Assists bei.

Mit 1,67 m war Assalé einer der kleinsten YB-Spieler aller Zeiten. Und doch ist er ein ganz Grosser und bleibt den Berner Fans in bester Erinnerung. Alles Gute für die Zukunft, Roger!

Guillaume bei den Wallisern

Rrr am Samstag den 5. September 2020

Ex-YB-Star Hoarau sorgt jetzt in Sion für die Musik.

Gestern abend vergnügte sich der Franzose in der Bar le Mocambo und unterhielt die Menschen in der Altstadt von Sion mit einem spontanen Konzert – wie üblich mit seinen Kumpels.

Die Aufnahmen nähren die Gerüchte, wonach sich Hoarau dem FC Sion anschliessen könnte. Tagsüber vergnügte sich der Franzose in den Walliser Alpen, wie er selber auf Instagram dokumentierte.

Etwas später wurde er in Martigny gesichtet (wo bekanntlich Sion-Präsident Christian Constantin sein Büro hat) – und später dann eben in der Altstadt von Sion, wo er sich auch um die Getränkenachschub für seine Freunde kümmerte (unser Funkbild rechts / Video und Foto zvg).

Sion-Präsident Christian Constantin hat mehrmals deutlich gemacht, dass er an einem Transfer interessiert ist. Hoarau würde perfekt in sein neues Geschäftsmodell passen, das er am Freitag in der Westschweizer Presse erläuterte: Konzerte und Fussball im Tourbillon, alles am selben Nachmittag. “Und am Schluss gibts Raclette.”

Wir wünschen Guillaume Hoarau für seine weitere Karriere alles Gute.

Penible Penalties

Val der Ama am Donnerstag den 20. August 2020

Gute Goalies halten auch mal drei davon.

Wissen Sie noch, damals am 23. Februar, als sich der FC St.Gallen wegen eines wiederholten Penaltys frühzeitig aus dem Meisterrennen verbschieden musste? Geht alles noch viel schlimmer.

Derzeit spielen am UEFA-Sitz in Nyon die besten europäischen Nachwuchsteams um den Youth League-Titel und gestern, da war Red Bull Salzburg gegen Olympique Lyon. Die Jungdosen konnten die Partie mit 4:3 (2:1) für sich entscheiden und also geht es für sie am Samstag im Halbfinal gegen Real Madrid.

Alles sehr interessant, aber noch interessanter die Startphase der Partie: Schiedsrichter Donatas Rumšas entschied in der 10. Minute auf Penalty. Mittelfeldspieler Da Silva trat zum Duell gegen Goalie Daniel Antosch an und der konnte pariere. Aber zu früh die Freude bei Red Bull, weil der Antosch blieb nicht auf der Linie und deshalb Wiederholung. Im zweiten Versuch scheiterte Da Silva erneut, doch der Referee liess den Elfer erneut wiederholen und zeigte dem Goalie wegen zu früh von der Linie sogar Gelb. Der dritte Versuch: Richtig, Da Silva scheiterte erneut, aber sehen sie selbst:

(Bild: Besoccer/Movistar)

Gui geht

Rrr am Dienstag den 18. August 2020

Sulejmani bleibt YB-Spieler, Hoarau nicht.

Das teilt der Klub heute zum Trainingsstart mit. Er verlängerte den Vertrag mit dem Serben um zwei Jahre.

Keinen Platz mehr hat es im Kader für Guillaume Hoarau, der im ewigen All-Star-Team der Young Boys sichert einen Platz haben wird. Guillaume Hoarau, so darf man sagen, brachte das Glück zurück nach Bern. Er war das vielleicht entscheidende Puzzleteil, als YB vom ewigen Zweiten zum Serienmeister aufstieg.

“Es ist hart, aber so ist Fussball”, kommentierte Hoarau am Dienstag seinen unfreiwilligen Abgang. Nun wolle er sich erst einmal auf den Cupfinal mit YB fokussieren.

Merci für alles, Gui – besonders für die 118 Tore, die wir nun nochmals geniessen.

Souveräner Sieger

Rrr am Samstag den 8. August 2020

Das Runde Leder hat einen neuen Tippspielkönig!

Er heisst Herr First Vienna, ist in der Parallelwelt unter dem Pseudonym Markus Ehinger unterwegs und sorgte dafür, dass auch diese Auszeichnung in Bern bleibt. Im Rundes Leder Saisontoto setzte er sich gegen rund 60 Mitbewerber durch.

Der YB-Fan mit Zweitklub in Österreich holte sich den Sieg noch souveräner als sein Herzensklub die Meisterschaft: Ab der vierten Runde war er stets Leader. Schon vor der Schlussrunde war ihm der Meistergin nicht mehr zu nehmen. Im Exklusivinterview mit dem Runden Leder verriet er sein Erfolgsgeheimnis.

Hallo Herr First Vienna, ich bins, Herr Rrr vom Runden Leder, und ich möchte …

Oh, Gin! Toll! Vielen Dank.

Schon gut, ich nehms auf Spesen. Danken Sie Tamedia. Item, kommen wir zur Sache. Warum Sie?

Keine Ahnung. Vielleicht, weil ich mit dem Kopf tippe.

Nicht mit dem Herzen?

Nein. Ich bemühe mich um nüchterne Prognosen aufgrund der verfügbaren Informationen. Hin und wieder setze ich auch auf eine YB-Niederlage.

Sie Grüsel.

Also nicht oft. Nur hin und wieder.

Sie sind ein Schnuri, das stimmt gar nicht, ich habe nachgeschaut. Kein einziges Mal haben Sie auf eine YB-Niederlage gewettet. Aber die Siege und Unentschieden haben Sie recht präzis vorausgesagt. Ausserdem haben Sie sich offensichtlich eingehend mit allen anderen Super-League-Teams auseinandergesetzt. Für einen Job beim Runden Leder wären Sie ganz klar überqualifiziert.

Tja.

Und ansonsten, was macht Ihren Erfolg aus?

Nun, ich möchte zunächst meiner Familie danken, die stets für mich da war, dann meiner Partnerin für ihre unermüdliche Unterstützung, allen Freunden, den Verwandten, der ..

Es ist jetzt gut.

… der Stadt und dem Erdkreis, der internationalen Gemeinschaft, ich grüsse auch alle Leserinnen und Leser des Runden Leders…

Ich gehe jetzt.

Gut, ich muss mich sowieso langsam auf die neue Saison vorbereiten.

Alles klar, Herr FirstVienna, weiterhin alles Frohe und Prost.

King Kazu

Val der Ama am Freitag den 7. August 2020

Jetzt hat der schon wieder gespielt.

Es ist recht einfach mit diesen Fussballprofis über 50. Sobald die mal spielen, zäck, Rekord. So auch bei unserem Dauergast Kazuyoshi Miura. Nach ein paar Monaten Pause konnte er am Mittwoch mit dem Yokohama FC einen Sieg in der zweiten Pokalrunde gegen Sagan Tosu feiern. Miura durfte ab der 63. Minute mitspielen und klar ist er im Alter von 53 Jahren, fünf Monaten und zehn Tagen der älteste Spieler der Geschichte, der im japanischen Ligapokal spielte.

Und falls Sie sich für den modernen Fussball interessieren, vielleicht noch dies: Da der Yokohama FC mittlerweile wieder in der erstklassigen J-League spielt, wird Miura somit auch zum einzigen Ü50 im Videospiel FIFA 21.

¡Adiós Iker!

Herr Shearer am Donnerstag den 6. August 2020

Jetzt hört schon wieder eine Goalie-Legende auf.

Bild: AFP

Nach Marco Wölfli ist es diesmal kein Geringerer als Iker Casillas, der in seiner Karriere für zwei Vereine aktiv war: seit der Jugend bei Real Madrid, die letzten fünf Jahre beim FC Porto. Seine Erfolge hier aufzuzählen, würde den Beitrag in die Länge ziehen, aber falls Sie eine Liste brauchen – voilà.

Auch das dieses Fachorgan hat Iker Casillas’ Karriere schon von Anfang an begleitet. So wussten wir bereits vor 15 Jahren von Wechselabsichten. Nach dem Erscheinen dieses Beitrags soll Florentino Perez aber schleunigst zu Scheckbuch und Schreibmaschine gegriffen und den Vertrag seines Goalies nachgebessert haben. Aber eben, immer lief es nicht rund in der Karriere von San Iker. Über seine Mühen mit Mou berichteten wir weltexklusiv, wir blieben auch dran, als sich zum ersten Mal ein Abschied aus Madrid abzeichnete. Ein gutes Jahr später war Mourinho weg und Ancelotti da, aber Casillas immer noch auf der Bank. Und welches Medienhaus hatte damals den Primeur zu seinem Wechsel nach Portugal? Auch wir, wenn wir uns recht erinnern.

Im Leben dieses Mannes dreht sich aber nicht alles nur um Fussball! Er fährt zum Beispiel auch ein schönes Auto, hat in seiner Heimatstadt eine eigene Strasse, hat überhaupt Kultur und weiss darüber hinaus wirklich alles.

So, wenn Sie brav alles angeklickt und durchgelesen haben, dürfen Sie jetzt noch ein Video anschauen.

Gesichter der Geschichte

Herr Maldini am Dienstag den 4. August 2020

Die längste Meisterschaft der Super-League-Geschichte ist zu Ende – sie hatte viele Gesichter. Welche sind den drei Jungredakteuren des Runden Leders geblieben?

Bild: St. Galler Tagblatt

Herr Winfried, der das Spiel YB-St. Gallen gestern live im Stadion schauen durfte und immer noch ganz baff ist: “Ich werde für immer Alessandro Kräuchi in Erinnerung behalten. Seinen Weihnachts-Rap habe ich noch immer im Ohr. Und er ist Sinnbild dafür, dass in der Super League ein frischer Wind weht.”

Bild: YB

 

Nicht recht entscheiden kann sich Herr Briger: “Roger Assalé schoss YB am 12. Spieltag nach mehreren Runden des Leidens zurück an die Spitze. Andererseits sind da noch Ridge Munsy und Kemal Ademi – sie bereiteten St. Gallen keine Freude.”

Bild: Keystone

 

Für Herr Maldini ist klar: “Ohne den VAR Sandro Schärer, der am 23.02.20 bei St. Gallen-YB in der Nachspielzeit auf Penalty entschied, wären die Young Boys jetzt nicht Meister. Zumindest habe ich das so gehört.”

Die älteren Redakteure waren für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar.

Und welches sind für Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Gesichter dieser meisterlichen Saison?

Blues in Bern

Rrr am Freitag den 10. Juli 2020

BREAKING NEWS: Swiss Football League droht Corona-Chaos – Spielabsagen bei FCZ und GC

Guillaume Hoarau hat Saisonende.

Der Franzose erlitt am Mittwoch gegen Thun einen Muskelbündelriss in der linken Wade und kann diese Saison nicht mehr spielen

Gute Besserung, lieber Gui. Und bis bald im Wankdorf.

Überfällige Anerkennung

Herr Shearer am Donnerstag den 2. Juli 2020

Jetzt geht es hier schon wieder um Denkmäler!

Vor einer Woche berichteten wir hier über die Petition für ein Toby Alderweireld-Statue in Antwerpen; heute geht es um ein gleiches Anliegen, wenn auch um ein wirklich ernsthaftes und lobenswertes.

Jack Leslie spielte von 1921 bis 1935 für den Plymouth Argyle FC und bildete dort zusammen mit Sammy Black das beste Sturmduo dieser Epoche. Zusammen liefen die beiden in 327 Partien auf und erzielten zusammen 319 Tore, von welchen 137 auf Leslies Konto gingen. Logisch – solche Spieler gehören in die Nationalmannschaft. Das Aufgebot für die “Three Lions” erhielt er 1925 für ein Spiel gegen Irland. Als die Zeitungen die Spielerauswahl abdruckten, stand an Leslies Stelle aber plötzlich der Name von Billy Walker (Aston Villa) und er selbst war nur noch als “travelling reserve” aufgeführt. Diese Reise trat er allerdings nicht an. Alles deutet darauf hin, dass einige FA-Verantwortliche herausgefunden hatte, dass Leslie schwarz war. Auch später wurde er nie mehr für ein Länderspiel nominiert. So dauerte es weitere 53 Jahre, bis mit Viv Anderson erstmal ein Spieler schwarzer Hautfarbe das Trikot der englischen Nationalmannschaft überstreifen konnte.

1988 starb Jack Leslie. Nun sammelt eine Gruppe von Plymouth Argyle-Fans Geld, um der Klublegende vor dem Stadion das längst überfällige Denkmal zu errichten. Support dafür erhalten sie auch vom Präsidenten des Klubs. Wenn Sie also auch Geld spenden wollen, dann gehen Sie doch bitte direkt auf die entsprechende Seite. Bei der BBC kriegen Sie übrigens noch weitere Informationen und mit einem Klick hier drauf auch noch ein Video.

Ach ja, einen Erfolg gibt es schon zu verbuchen: ein öffentlicher Platz, welcher bislang Sir John Hawkins gewidmet war, einem Sklavenhändler aus dem 16. Jahrhundert, wird demnächst zu Ehren von Jack Leslie umbenannt.

Foto: Getty Images

Gleicher Lohn für gleiches Kicken

Briger am Montag den 29. Juni 2020

Der Kick4Life FC aus Lesotho bezahlt seinem Frauenteam zukünftig dieselben Gehälter wie den Männern.

Foto via @kick4Life

Das Team aus der Hauptstadt Maseru gab bekannt, dass die Auswirkungen des Coronavirus der Grund für die Massnahme seien, welche das Team zum ersten Erstligaclub der Welt macht, der sowohl den Männern, als auch den Frauen dasselbe Gehalt zahlt. Mitgründer Steve Fleming sagte BBC Sport Africa, dass es durch die Krise in Lesotho viel Gewalt gegen Frauen gegeben habe. “Wir merkten, dass es eine Notwendigkeit ist, dass wir betonen, dass Frauen und Männer auf und neben dem Platz gleichberechtigt sind.”

Der Club, der 2005 gegründet wurde und seit 2014 in der höchsten Spielklasse Lesothos spielt, bezeichnet sich selbst als der “erste Fussballclub der Welt, der sich selbst dem sozialen Wandel verschrieben hat.” Das Frauenteam ist seit der ersten Frauenfussball-Saison 2015 am Start und gewann 2018 die Meisterschaft.

Man habe zwar Kenntnisse vom Englischen Amateurclub Lewes FC, der als erstes Fussballteam der Welt Männer- und Frauenteam gleich viel Geld zur Verfügung stellte, aber die seien nun mal kein Profiteam. Man habe Nachforschungen angestellt und sei sicher, der erste Proficlub der Welt zu sein. Natürlich hoffe man, dass in Zukunft noch weitere Teams dem Beispiel folgen würden.

Falls Sie noch mehr über den Kick4Life FC erfahren möchten. Bitte sehr.

Dänischer Touch

Val der Ama am Donnerstag den 25. Juni 2020

Herzlich Willkommen zu unserer Goalie-Matinée heute Nachmittag.

Sie haben bestimmt schon mal beobachtet, wie Goalies den Ball auf ungefähr Brusthöhe fangen. Die tun das, wie man halt so Bälle fängt, wenn sie auf Brusthöhe daherkommen und daher kein Erstaunen und sicher auch kein Beitrag drüber.

Haben Sie aber schon mal gesehen, wie der eine oder andere Goalie aus Dänemark, also zum Beispiel der Kasper Schmeichel, den Ball krallt? “Danish Catch” nennt sich das und ausschauen tut das so.

Schmeichel ist damit kein Ausnahmetechniker, Daniel Iversen fängt den Ball ebenso und auf Youtube gibts sogar dänische Tutorials dazu.