Archiv für die Kategorie ‘Unsere Helden’

Was macht eigentlich …

Harvest am Freitag den 18. August 2017

… Tobi Olarenwaju Ayobami Kayode?

Ältere Leser erinnern sich bestimmt an den 19.02.2012. Der FC Luzern war zu Gast in Lausanne und ein (wahrscheinlich sehr) langweiliges Spiel endete 0-0. In Erinnerung bleibt aber die Einwechslung von Tobi Olarenwaju Ayobami Kayode. Er ersetzt DJ Gygax in der 86. Minute und kommt so zu seinem ersten Einsatz für den FCL. Darauf gabs für ihn allerdings nur noch einige Einsätze in der U21. Gut, der Mann war damals auch erst 18 Jahre alt.

Inzwischen hat sich der Nigerianer etwas weiter entwickelt und wurde 2017 Torschützenkönig der Bundesliga in Österreich. Diverse Medien berichten nun, dass Kayode für 3.8 Mio Euro zu Manchester City wechseln wird, allerdings nur, um sogleich nach Spanien zu Girona verliehen zu werden. Aber topi, einmal mehr hat der FC Luzern eine vorbildliche Ausbildungsleistung erbracht und den Grundstein gelegt für eine erfolgreiche Karriere. Eine schöne Geschichte.

(Bild: GEPA pictures)

Camp Nudist

Rrr am Sonntag den 13. August 2017

Cristiano Ronaldos Arbeitstag dauerte heute 24 Minuten.

Arbeitsort war das Camp Nou, dort stieg das Hinspiel um den spanischen Supercup zwischen Barcelona und Real Madrid.

58. Minute: CR7 (wegen Confed Cup mit Trainingsrückstand) wird für Benzema eingewechselt.

80. Minute: Cristiano trifft zum 2:1 für Real …

… und wird anschliessend wegen Obenohne verwarnt.

82. Minute: Cristiano sieht Rot, wegen einer angeblichen Schwalbe im Strafraum.

Real Madrid gewann das Spiel mit 1:3 (Piqué traf zum 0:1 für Real, erstes Eigentor eines Katalanen in einem Clasico seit 60 Jahren, Messi glich vom Penaltypunkt aus, Marco Asensio setzte den Schlusspunkt).

Das weisse Ballett

Rrr am Dienstag den 8. August 2017

Wie immer am Dienstag: Kulturnachmittag im Runden Leder.

Heute präsentiert uns eine Künstlertruppe aus der Ukraine einen zeitlosen Klassiker in einer spannenden Neuinterpretation.

(Bilder: SRF Sport live. Und hier noch die Version für Eilige)

Elfmeterschützen

Briger am Montag den 7. August 2017

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, jetzt hat dieser Guillaume Hoarau schon wieder einen Elfmeter verwandelt. Mein Kollege sagt, das sei der 18. in Serie gewesen. Das ist doch bestimmt eine Art Weltrekord?Mfg, S. W., B.

(Foto: Thomas Hodel)

Lieber Herr Shearer, wahrscheinlich haben Sie Ihren Kollegen falsch verstanden und er hat eigentlich Schweizer Rekord gesagt oder aber er bezeichnet einfach nur die Schweiz als Welt, weil dann hat er beinahe recht. Ja, Guillaume Hoarau ist der beste Elfmeterschütze der Super League Geschichte. Gestern verwandelte er beim 18. Versuch zum 17. Mal, leider verschoss er am 29. Mai 2015 gegen den FC Vaduz. Den Rekord wird er übrigens noch ein bisschen behalten, denn die drei Spieler mit den zweit- und drittmeisten Versuchen (und Treffern) Matias Delagado (15 von 15 für den FCB), Cesar (15 von 15 für den FCZ) und Richard Nuñez (14 von 15 für den GCZ) spielen alle nicht mehr.

Was den Weltrekord betrifft: Gui Hoarau hat zwar eine super Quote. Andere Spieler haben da aber nur ein müdes Lächeln übrig. Allein in den nach UEFA-Rangliste stärksten sieben Ligen trafen diverse Spieler öfter vom Punkt als die Berner Nr. 99. Die Übersicht der erfolgreichsten Schützen in diesen Ländern:

Russland: Oleg Veretinnikov für Rotor Volgograd: 19 von 22
Frankreich: Zlatan Ibrahimovic für Paris St-Neymar: 24 von 27
Portugal: Oscar Cardozo für Benfica: 31 von 36.
England: Frank Lampard für Chelsea: 41 von 48. Ein gewisser Alan Shearer traf übrigens für Blackburn Rovers 18-mal bei 18 Versuchen und 35 von 37-mal für Newcastle United.
Deutschland: Manfred Kaltz für den HSV: 53 Treffer in 60 Versuchen.
Spanien: Cristian Ronaldo für Real Madrid: 58-mal erfolgreich bei 67 Versuchen.
Italien: Ganze 71 Treffer erzielte Francesco Totti für die AS Roma, 88-mal musste er dafür anlaufen.

Nun wissen wir, Gui Hoarau ist Weltrekordhalter in der Super League. Mit besten Grüssen, Ihr Dr. Rüdisühli.

Ein Mann sieht rot

Rrr am Montag den 7. August 2017

Das historische Bild zum Wochenstart.

14. Juni 1974: Der Chilene Carlos Caszely sieht die erste rote Karte der Fussballgeschichte.

Der türkische Schiedsrichter Doğan Babacan zog sie nach diesem Foul an Berti Vogts. Deutschland gewann das WM-Vorrundenspiel gegen Chile mit 3:0.

Platzverweise gab es schon früher, doch wurden sie mündlich ausgesprochen. Gelbe und rote Karten gab es erst ab 1970.

In seiner Heimat ist Carlos Caszely unvergessen, aber nicht wegen der roten Karte. Er hatte sich bei einem Empfang geweigert, dem chilenischen Militärdiktator Pinochet die Hand zu schütteln. Später zog er als Profi nach Spanien.

Den Preis für sein Verhalten zahlte Caszelys Mutter: Sie wurde von der Militärjunta gefoltert.

(Fotos: shaber3.com und Solofutbol.cl)

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum: Heute Entführung

Harvest am Mittwoch den 2. August 2017

Um einen verlorenen Sohn nach Hause zu holen sind dem FC Sevilla alle Mittel recht.

Zehn Jahre spielte Jesus Navas beim FC Sevilla, bevor er 2013 zu Manchester City wechselte. Nun hatten die Verantwortlichen des Clubs die Nase voll und entführten ihn ganz einfach mal, was Navas durchaus zu gefallen schien. Aber sehen Sie selbst.

Gut, ganz so hat sich die Geschichte nicht abgespielt. City Trainer Pep Guardiola (den kennen Sie vielleicht von seinen früheren Engagements in Spanien und Deutschland) hat Navas völlig unspektakulär aussortiert resp. den auslaufenden Vertrag nicht verlängern lassen.

Trotzdem ist die Idee der Entführung eigentlich ganz nett. Und es gibt bestimmt einige Spieler, die Sie sich zurück wünschen und dafür sogar eine Entführung planen würden. Sagen Sie uns, wer es Ihnen wert ist und wieso. Und wen würden Sie entführen und verschwinden lassen?

Pionierinnen am Bosporus

Rrr am Montag den 31. Juli 2017

Das historische Bild zum Wochenstart.

1971: Das erste türkische Frauenfussballteam mitsamt Trainer.

(Foto: tff.org / Zum Vergrössern aufs Bild klicken)

Das İstanbul Kız Futbol Takımı leistete Pionierarbeit. Kurz darauf entstanden weitere Frauenvereine im Westen des Landes. Eine Meisterschaft gibt es aber erst 1993. International haben es die türkischen Frauen schwer, die Nationalmannschaft konnte sich noch nie für ein grosses Turnier qualifizieren.

Eine Pionierin war auch Elmas Sargın. Sie war 1973 die erste Schiedsrichterin ihres Landes, wie dieses schöne Zeitschriftencover aus den Siebzigern zeigt. Frau Sargın ist noch heute im Frauenfussball eng verbunden, hier ein Foto mit Juniorinnen aus dem Jahr 2014.

(Foto: sportsmemories.be)

Finde den Feler (XXIX)

Briger am Dienstag den 25. Juli 2017

Endlich startet heute um 13:30 Uhr (MEZ) der ICC auch in Singapur. Mit der Partie Chelsea FC vs. FC Bayern.

In Singapur wird derweil mit folgenden sechs Spielern Werbung gemacht. Blöd nur, dass der Bayer und der Londoner in der Mitte jeweils nicht dabei sind. Der eine wegen seiner Wade, der andere wegen seines Knöchels. Nun, der Vorfreude der lokalen Fans tut dies keinen Abbruch.

Alle 53’000 Tickets sind verkauft und dies obwohl die billigsten Tickets immerhin 28 Franken kosten. So eine Flugreise für eine ganze Fussballmannschaft will finanziert werden.

Wie gesagt, die lokalen Fans sind ganz aus dem Häuschen. Sowohl die von Chelsea als auch die von den Bayern. Auch wenn die Spieler die Liebe Ihrer Anhänger nicht ganz zu teilen scheinen:

His [Contes] players followed after that but stopping to sign autographs was a bridge too far for any of them, though Cesc Fabregas and Thibaut Courtois did wave, while David Luiz brandished a thumbs-up. Other stars like Willian, Marcos Alonso and N’Golo Kante were more focused on getting into the lobby, while hardly anybody appeared to recognise the lesser names like Jake Clarke-Salter, Lewis Baker and Kyle Scott.

Costa kostet viele Cents

Herr Maldini am Freitag den 14. Juli 2017

Douglas Costa de Souza freut sich sehr.

Heutzutage funktioniert es ja so: Die zumeist reichen Clubs kaufen wahllos Spieler zusammen, um dann zu merken, dass der eine oder andere gar nicht gebraucht wird. Anschliessend werden sie ausgeliehen oder verkauft. François Affolter ergeht es gerade so, oder auch Douglas Costa. 

Letzterer spielt ab der kommenden Saison bei Juventus Turin, das ist der berühmte Club mit dem schönen neuen Logo. Er sei darüber “sehr erfreut”, sagte der Brasilianer, selbiges meinte er vermutlich auch bei seinem Wechsel zu Bayern München und als er ein paar Jahre zuvor in Donezk vorgestellt worden war. Item, Juve widmete seinem Neuzugang ein Video, ganz so, wie es sich gehört:

Vorerst spielt Costa leihweise für ein Jahr in Turin, sechs Millionen Euro kostet das die Italiener. Sollten sie ihn definitiv übernehmen, würden weitere 40 Millionen Euro fällig. Bayern hatte vor zwei Jahren 23 Millionen Euro bezahlt. Diese Preissteigerung ist nicht schlecht für einen Ergänzungsspieler: In der abgelaufenen Spielzeit war  Costa lediglich in 23 Ligapartien zum Einsatz gekommen. Er wäre trotzdem der teuerste Abgang in der Geschichte der Bayern.

Was macht eigentlich …

Harvest am Mittwoch den 12. Juli 2017

… Roberto Carlos?

Sie erinnern sich sicher an den pfeilschnellen und schussstarken Aussenverteidiger aus Brasilien. Treffsicher zeigt er sich auch in seiner Ehe. Soeben gebar seine Ehefrau Mariana Luccon ihr zweites gemeinsames Kind (im Bild rot).

Das Mädchen wird auf den Namen Mariana hören und ist das zweite Tochter des glücklichen Paares (Manuela wurde 2009 geboren).

Ah, noch was. Das sind natürlich nicht die einzigen Kinder von Roberto Carlos. Aus seiner ersten Ehe mit Alejandra resultierten drei Kinder (Roberto, Giovanna und Roberto Carlos Jr.), wobei letzterer adoptiert wurde. Zusätzlich ist er Vater von Carlos Eduardo, Christopher, Junior und Luca, die er in “anderen Beziehungen” gezeugt hat. Die Redaktion unterstützt Carlos’ Bemühungen um Fussballnachwuchs und wünscht ihm weiterhin viel Potenz.

Courtois, Mairesse, Duhart & Co.

Herr Maldini am Freitag den 7. Juli 2017

Wir reisen 80 Jahre zurück.

Was viele nicht wissen: Bereits Herr Rrr sammelte Bildchen seiner Fussballhelden, um diese dann in sein Album hineinzukleben. Nur hiessen diese damals nicht Panini-Bildli, sondern beispielsweise Nestlé-Bildli. Jeder Tafel Schokolade lag ein Bildchen bei, aber das wissen Sie ja bereits.

Das Kapitel “Fussball” in der Ausgabe 1936/37 war grossen französischen Fussballern gewidmet. Nachfolgend erfahren Sie, weshalb die französische Rasse im Fussball brillieren musste, aber auch, weshalb sie international noch nicht die Nummer eins war (ein Klick auf das jeweilige Bild vergrössert das visuelle Erlebnis). So viel sei verraten: L’ésprit, liebe Leserinnen und Leser, l’ésprit!

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La défense du but

Herr Maldini am Freitag den 30. Juni 2017

Frankie erklärt, worauf es ankommt.

Nestlé Peter Cailler Kohler behandelten wir bereits vor einer Woche, doch im wie beschrieben etwas gar randsportlastigen Band von 1938 war noch eine zweites Kapitel zum Runden Leder. Und was für eines! La défense du but. 

Was dort zu lesen war, ist für Sie natürlich nicht neu: Ein richtiger Torhüter trägt selbstverständlich langarm, und auf dem Kopf ein Béret. Er beherrscht das periphere Sehen, verkürzt den Winkel geschickt und antizipiert rechtzeitig. Aber schauen Sie selbst (ein Klick auf das jeweilige Bild vergrössert das visuelle Erlebnis):

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