Archiv für die Kategorie ‘The Home of Football’

Klassiker reloaded

Rrr am Samstag den 1. September 2018

Jetzt spielt YB schon wieder gegen Manchester United.

Vor fast genau 60 Jahren, am 24. September 1958, war ManUtd bereits einmal zu Gast im Wankdorf. Beide Klubs gehörten damals zu Europas Fussball-Elite, die Engländer verzichteten aber auf eine Europacup-Teilnahme, weil sie im Jahr zuvor bei einem Flugzeugabsturz die halbe Mannschaft verloren hatten. So vereinbarten die beiden Klubs halt zwei Freundschaftsspiele in Bern und im Old Trafford.

YB gewann daheim 2:0 dank Treffern von Heinz Schneiter und Geni Meier. 22’000 Zuschauer verfolgten das allererste Spiel unter Flutlicht in Bern. Im “Rückspiel” gabs einen 3:0-Sieg von ManUtd. Das Siegestor fiel in der Schlussminute per Penalty.

YB drang in der legendären Saison 1958/59 bis in die Halbfinals des Meistercups vor.

Geniessen Sie nun das ganze Matchprogramm von 1958, das uns unsere Freunde vom FCZ-Archiv zur Verfügung gestellt haben.

Falls Sie übrigens heute abend in Zürich sind: Die Limmatstadt begeht die traditionelle Nacht der Museen, und da lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch im FCZ-Museum.

Champagnerfussball

Rrr am Montag den 27. August 2018

Das historische Bild zum Wochenstart.

Januar 1957: Die Spieler von Millwall feiern den 2:1-Sieg über Newcastle in der vierten FA-Cup-Runde.

Band auf der Brust

Rrr am Mittwoch den 15. August 2018

Sport und Musik, eine schöne Symbiose.

Die Rockband The Libertines hat seit 2002 zwar nur drei Studio-Alben veröffentlicht, was vermutlich mit dem exzessiven Drogenkonsum von Gitarrist Pete Doherty zusammenhängt. Nichtsdestotrotz haben wir Doherty und Carl Barât so sensationelle Songs wie Music When The Lights Go Out zu verdanken. Wer mal so einen geilen Riff ersonnen hat, kann so lange drögelen wie er will, finden wir. Aber item.

Die Libertines sind natürlich auch Fussballfans, und deshalb sind sie neuerdings Trikotsponsor des Amateurklubs Margate FC aus dem Südosten Englands (Grafschaft Kent). Wer dafür wem wieviel zahlt, ist nicht bekannt.

Dass Bands auf Fussballtrikots für sich werben, hat in England eine gewisse Tradition. Auch für den Margate FC ist es nichts Neues: 1996 trugen sie den Schriftzug der legendären Ska-Band Bad Manners auf ihrer Brust. Der Sänger der Band führte seinerzeit ein Hotel für Übergewichtige in der Stadt.

Hammers Heimfahrt

Rrr am Montag den 13. August 2018

Das historische Bild zum Wochenstart.

London, 2. Mai 1964: Ron Greenwood, Manager von West Ham United, wartet auf die U-Bahn.

Unter einem Tuch versteckt er den FA-Cup, den sein Team soeben dank einem 3:2-Sieg im Final gegen Preston gewonnen hat (Bewegtbilder hier).

Rundes Leder Tippspiel (2)

Rrr am Sonntag den 5. August 2018

Schon wieder Zürcher im Wankdorf.

Vor zwei Wochen schlug YB den Grasshopper Club. Zum zweiten Heimspiel der Saison empfängt der Meister nun den FC Zürich.

Letzte Saison gabs in der Super League drei knappe YB-Siege und ein Unentschieden. Der Sieger des heutigen Spiels ist Leader nach drei Runden.

Wir haben da eine Frage an Sie:

Wer trifft vor wievielen Zuschauern?

Damit Sie nicht zu viel denken müssen bei dieser Hitze: Lotomba kommt als Torschütze nicht in Frage, und die Zuschauerzahl wird über 19.299 liegen.

Ihre Antwort erwarten wir bis 15.59 Uhr. Der Triumphator erhält eine YB-Wurst gutgeschrieben. Toi toi toi!

Uhrencup’s coming home

Herr Shearer am Samstag den 14. Juli 2018

Der Schweizer Meister verliert sein letztes Vorbereitungsspiel – im Uhrencup setzt es gegen die Wolverhampton Wanderers eine 0:4-Klatsche ab. Der Pokal geht auf die Insel.

Die 11 Spieler, die Gerrardo Seoane auf den Rasen im Neufeld schickte, mussten bis zum Schluss aushalten. Gegen den Premier League-Aufsteiger hatten die Berner kaum Chancen, dazu leistete man sich in der Defensive zu viele Fehler, um den Pokal in diesem Turnier zu holen. Dieser wurde vor der wunderbaren Holztribüne an die Wolves überreicht. Herzliche Gratulation! Nach dem Klick können Sie noch einmal unsere packende Live-Reportage geniessen.

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Ab auf die Insel

Rrr am Sonntag den 8. Juli 2018

Die Premier League rockt die WM.

Fast jeder zweite Spieler der vier Halbfinalisten verdient sein Geld in England, wie die Statistik des Runden Leders zeigt. An den letzten Weltmeisterschaften dominierten jeweils die spanische Liga und die Bundesliga.

Alle englischen Nationalspieler verdienen das Geld im eigenen Land. Aus der Premier League stammen aber auch die meisten belgischen Schlüsselspieler und mehrere Franzosen.

Die Dominanz der Premier League ist bemerkenswert, weil die Liga zwar mit Abstand am meisten Geld hat, im Europacup in den letzten Jahren aber nur vereinzelt Erfolge feiern konnte. Dort dominiert die spanische Liga.

Das bunteste Halbfinal-Team hat Kroatien. Die Spieler stammen aus zehn verschiedenen Ligen, wobei zwei Kroaten in China kicken und einer in Österreich.

Diese beiden Fussballexoten sind in den Halbfinals also noch vertreten – anders als die Schweiz. Der einzige Super-League-Spieler im Schweizer Kader war Michael Lang, dessen einziger WM-Startelfeinsatz mit einer roten Karte endete.

Erfasst wurden die 91 Spieler in den Kadern der vier Halbfinalisten. Bei Kroatien sind nur noch 22 von 23 Spielern verfügbar. Stürmer Kalinic flog nach einem Krach mit dem Trainer nach Hause.

Oha Lätz (MCMIII)

Val der Ama am Mittwoch den 4. Juli 2018

Heute mit der Frage: Wer ist wer?

Links Roman Arkadjewitsch Abramowitsch, Besitzer des FC Chelsea und des Château de la Croë in Cap d’Antibes. Rechts Stéphane Henchoz, Xamax-Assistenztrainer und Xhaka-Kritiker.

Fussball-Hit

Briger am Montag den 11. Juni 2018

Nur noch drei Mal schlafen, bis endlich wieder Fussball.

Wobei, so stimmt das ja nicht, denn Fussball ist immer. Heute z.B. neben einigen WM-Vorbereitungsspielen und Frauen-Fussball-WM-Quali z.B. Tromsø-Rosenborg in der norwegischen Liga oder morgen GAIS gegen Örgyte in Schweden und nicht zu vergessen am Mittwoch das Hinspiel zwischen Palermo und Frosinone um den Aufstieg in die Serie A am Mittwoch, um nur einige zu nennen. Aber eben noch drei Mal schlafen bis zum Wörldkup, wie ihn der Ex-FIFA-Präsident JSB nennt.

Und wenn es um so eine WM geht, dann braucht es auch einen Hit. Bei Fussballsongs ist es nun so, dass es ganz viel gutes gibt, z.B. das:

oder das:

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Prima Parade

Briger am Montag den 14. Mai 2018

Wir schalten um nach England.

Charlton Athletic traf gestern auf Shrewsbury Town und verlor auch das zweite Playoff-Halbfinalspiel mit 0:1. Immerhin gelang dem früheren Manchester United Junioren Ben Amos im Tor der Addicks eine prima Parade. Aber sehen Sie selbst:

Für alle, die das Video nicht sehen können. Amos treibt das mit dem “no-look-Pass” mit einer “no-look-Abwehr” auf die Spitze. Genützt hat’s wie erwähnt nichts. Shrewsbury fährt ins Wembley, Charlton bleibt eine weitere Saison drittklassig.

Jesus hilft

Herr Shearer am Freitag den 11. Mai 2018

Abstieg verhindert – dank höherer Kräfte.

Es sah schlecht aus vor dem letzten Spieltag für den Rochdale FC in der dritthöchsten englischen Klasse, der League One: das letzte Spiel der Saison musste unbedingt gewonnen werden, dazu durfte die Konkurrenz aus Oldham auf keinen Fall gewinnen, wollte man in der nächsten Spielzeit nicht eine Etage tiefer spielen. Zum Glück hat aber Tony Beckett, Saisonticket-Besitzer in Rochdale, gute Kontakte zu Jesus. Jesus Sanchez ist 26 und lebt in Albacete, Spanien. Er hat den Klub beim beliebten Spiel “FIFA” auf seiner Konsole entdeckt und ihn sogleich ins Herz geschlossen. Auf Twitter hat er sich rasch mit den Fans im fernen Nordwestengland verbunden und verfolgt nun jeden Match von daheim aus.

Sein Debüt in England gab er letztes Wochenende. Tony Beckett lancierte eine Sammlung, um den treuen Fan aus der Ferne einfliegen zu können. Gut investiertes Geld, wie sich zeigte: Rochdale schlug Charlton Athletic mit 1:0, Oldham kam derweil nicht über ein 2:2 in Northampton hinaus – Klasse gehalten, Jesus hilft einfach immer! Darauf ein Bier, weil Sie wissen ja: Up The Dale, Down The Ale!

Und jetzt hören wir noch den (fast) passenden Song dazu: Jesus Is A Rochdale Girl von Elbow.

Foto: Rochdale Online

Was macht eigentlich…

Herr Shearer am Freitag den 20. April 2018

…Joey Barton?

Der sympathische und talentierte Barton war in diesem Fussballfachblog über all die Jahre immer wieder mal für eine Geschichte gut; denn neben seiner eigentlichen Beschäftigung fand er auch immer wieder Zeit für allerlei Eskapaden ausserhalb des grünen Rasens. 2008 hatte er länger spielfrei, weil nach einer Schlägerei in Liverpool für ein halbes Jahr hinter Gitter musste. Auch Arbeitskollegen bekamen sein Temparament des öftern zu spüren, was mehrmals zu Sperren durch den Verband führte. 2012 überlief das Fass vollends, als Barton im letzten Saisonspiel gegen Manchester City gegen Agüero, Kompany und Tevez austeilte. Die FA verhängte eine einjährige Sperre über ihn, zum Glück konnte sein Arbeitgeber Queens Park Rangers ein Leihgeschäft mit Olympique Marseille einfädeln, denn im Ausland durfte der impulsive Engländer weiterhin kicken.

Foto: The Chronicle

Barton, ein grobschlächtiger Prügler? Mitnichten nur. Legendär gemacht hat er sich auch mit dem intensiven Gebrauch des Kurznachrichtendiensts Twitter, wo er eine Zeit lang seine Follower vornehmlich mit Zitaten und Gedanken grosser Philosophen zu unterhalten pflegte. Kaum erwähnenswert, dass er auch damit zwischendurch aneckte und seine Arbeitgeber auf etwas mehr Zurückhaltung pochten.

Mit 36 Jahren nun ist es Zeit, sich auf das Leben nach der Profikarriere vorzubereiten und seinen reichen Erfahrungsschatz weiterzugeben. Kurz, Joey Barton wird Trainer! Diese Woche unterschrieb er einen Dreijahres-Vertrag bei Fleeetwood Town in der dritthöchsten Spielklasse. Er freue sich auf diese Herausforderung, teilte Barton auf der Website des Klubs mit. Anfangen wird er übrigens nicht per sofort, sondern erst am 2. Juni: erst dann wird seine aktuelle Sperre abgelaufen sein. Die dauerte satte anderthalb Jahre und bekommen hat er sie wegen 1’260 Verstössen gegen die Bestimmung, als Fussballprofi nicht an Sportwetten teilnehmen zu dürfen. Das Runde Leder wünscht Joey Barton aber bereits jetzt alles Gute für seine Trainerkarriere!