Archiv für die Kategorie ‘The Home of Football’

Morgenstund mit Hund

Rrr am Montag den 19. November 2018

Das historische Bild zum Wochenstart.

Heute: Aston Villa Dog, 1983.

Wie, Sie möchten noch mehr Hund im Leder? Bittesehr, wir schalten um nach Brasilien und kommen gerade rechtzeitig zum Penalty …

Bildungsreise

Briger am Montag den 15. Oktober 2018

Der Chelsea FC geht neue Wege im Kampf gegen antisemitische Fans.

Bild via Mirror

Immer mal wieder fielen Chelsea-Anhänger in der Vergangenheit mit antisemitischen Gesängen auf, die meist gegen Tottenham gerichtet waren. Die Fans des Nordlondoner-Rivalen von Chelsea zelebrieren ein jüdisches Image, obwohl der Club selbst keine jüdischen Wurzeln hat. Bislang gab das bei Chelsea immer Stadionverbot für bis zu drei Jahre.
Nun geht man in Londons Westen neue Wege. Bruce Buck, Vorstandsvorsitzender Chelseas, gab gegenüber der Sun zu Protokoll, dass Leute, die ein Stadionverbot erhielten, ihre Meinung nicht ändern würden. Die neue Politik, die ein Bildungsprogramm gegen Antisemitismus vorsieht und unter anderem auch Reisen ins ehemalige Konzentrationslager Auschwitz vorsieht, soll bei den Übeltätern zu besserem Verhalten führen. Dies gebe den Leuten die Möglichkeit zu merken, was sie falsch gemacht hätten und sich zu bessern. Die Teilnahme am Programm, welches von Roman Abramovich, selbst jüdischen Glaubens, unterstützt wird, ist allerdings freiwillig. Wer will, kann immer noch das Stadionverbot wählen.

So ein Kohl

Herr Shearer am Donnerstag den 4. Oktober 2018

Jetzt ist schon wieder etwas aufs Feld geflogen.

Tennisbälle in Bern und Basel, ein Schweinekopf auf Figo, ein Motorroller im San Siro – die Liste der Gegenstände, welche sogenannte Fussballfans in die Arenen schmuggeln und anschliessend auf den Platz werfen, könnte sich wohl endlos erweitern lassen.

Vorgestern hat es auch Steve Bruce erwischt. Aston Villas Trainer zog nach einem 3:3 gegen den Tabellenletzten Preston North End den Zorn der Heimfans im ‘Holte End’ auf sich. Vielleicht wäre es etwas weniger drastisch gekommen, wenn Whelan in der siebten Minute der Nachspielzeit nicht noch einen Matchball in Form eines Penaltys verschossen hätte;  mit der Gesamtsituation war ein Anhänger aber so unzufrieden, dass er einen Kohlkopf in Richtung von Steve Bruce warf. Der war wenig erfreut ob des Gemüses: “das fasst die heutige Gesellschaft ganz gut zusammen”, grantelte die Trainerlegende. “Niemand hat mehr Respekt vor niemandem”. Gemütlich ist seine Situation nicht. Der Traditionsverein aus Birmingham steht in der Championship nur auf dem enttäuschenden 12. Platz und hat bereits sieben Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz.

Immerhin, so ein Chabis ist biologisch abbaubar. Das kann man von anderem Plunder, der derart entsorgt wurde, ja nicht behaupten. So schnell wird Steve Bruce wohl sowieso nicht mehr mit Gemüse beworfen werden: Aston Villa hat ihn gestern entlassen.

Serien und Krisen

Rrr am Donnerstag den 27. September 2018

Grosse Erfolgsserie: Was läuft bei uns in der Gruppe H?

Englische Woche für alle vier Mannschaften: ManUtd war unter der Woche im Ligacup engagiert, die anderen drei in der nationalen Meisterschaft.

Manchester United blamierte sich bis auf die Knochen: Im Ligacup scheiterte Mourinhos Mannschaft daheim am zweitklassigen Derby County mit Trainer Frank Lampard. Zwar traf Fellaini in der 95.Minute in bester YB-Manier zum Ausgleich, doch die Freude war von kurzer Dauer – im Penaltyschiessen verlor ManUtd 7:8. Alle Höhepunkte sehen Sie im Internet.

Valencia tritt an Ort. Im sechsten Liga-Spiel gabs das fünfte Unentschieden, diesmal ein 1:1 daheim gegen Celta Vigo. Gewonnen haben die Fledermäuse noch nie.

Besser lief es Juventus Turin, dem nächsten YB-Gegner. Dybala und Matuidi trafen zum 2:0 gegen Bologna. Cristiano Ronaldo musste sich mit dem Assist zum 2:0 begnügen.

Die Young Boys Bern stehen wie Juve in der Meisterschaft noch mit weisser Weste da. Gestern bezwang YB den FC St. Gallen trotz mehrerer Absenzen mit 2:0.

Ziemlich zahnlos

Herr Shearer am Dienstag den 25. September 2018

Der Accrington Stanley FC bittet um Ihre Mithilfe.

Nachdem der sympathische englische Drittligist gleich viermal hintereinander nur Heinzeinz gespielt hatte, gelang am Samstag endlich wieder mal ein Dreier. Kurz nachdem der Sieg gegen den AFC Wimbledon (2:1) feststand, muss ein Fan vor lauter Freude über die drei Punkte seine dritten Zähne in Richtung Spielfeld geworfen haben. Jedenfalls lag eine Zahnprothese unter einem Sitz, trotz einer umgehenden Lautsprecherdurchsage blieb der Besitzer aber unauffindbar. Auch auf einen Tweet meldete sich niemand – ausser offenbar das Radio, das sich für die Geschichte interessierte und sich deshalb nach dem Schicksal des Fundstücks erkundigte.

Dumm nur: Bei Accrington Stanley wurde das gute Stück in der Zwischenzeit verlegt. Der Chef vom Laden, Dave Burgess:  “Um ehrlich zu sein, wir wissen nicht, wo die Zähne gerade sind. Sie sind irgendwo im oder rund ums Gebäude hier. Wir sind uns sicher, dass sie an einem sicheren Ort sind, es hat sie einfach niemand mehr gesehen heute”. Auf die Frage, wie so dritte Zähne einfach verschwinden können, antwortete er: “auf die gleiche Art und Weise wie sie es beim ersten Mal gemacht haben”.

Foto: Accrington Stanley / Twitter

*** LIVE *** YB vs ManUtd 0:3

Rrr am Mittwoch den 19. September 2018

Die YB-Premiere in der Champions League – geniessen Sie nochmals unseren Liveticker.

Was früher geschah:

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Magazin mit Mou

Rrr am Dienstag den 18. September 2018

Nur noch einmal schlafen bis YB-ManUtd!

(Foto: Sherpress)

José Mourinho mochte sich in Bern nicht wirklich über den Kunstrasen beschweren, der Schweizer Nationalheld Roger Federer müsse schliesslich auch jede Unterlage respektieren, sagte er vor den Medien im Wankdorf. Um gleich nachzuschieben, dass Captain Valencia nicht dabei sei, weil dessen Knie den Kunstrasen nicht vertrage.

Über YB äusserte sich Mou zurückhaltend. Und über die eigenen Ambitionen auch. Wenn ManUtd morgen verliere, aber die Gruppe gewinne, sei das für ihn OK. Für uns glaubs auch.

Wie auch immer: Hier ist unser zweites Champignons Magazin, diesmal live aus dem Stadion. (Regie: Herr Maldini. Technische Betreuung: Herr Shearer. Credits: Herr Rrr.)

Viel Verspätung

Herr Shearer am Donnerstag den 13. September 2018

Gute Nachricht: Papy Djilobodji ist wieder da!

Foto: Getty Images

Die Saison hat in England ja nun auch schon bereits vor einigen Wochen wieder begonnen, umso schöner, wenn auch die Spieler langsam ihre Ferien beenden und zu ihren Vereinen zurückkehren. Papy Djilobodji (früher auch bei Werder Bremen und Chelsea) hat sich erst am Mittwoch vergangener Woche bei seinem Verein, dem Doppelabsteiger Sunderland AFC, wieder zum Training gemeldet. Die “Black Cats” reagierten allerdings eher humorlos auf die um zehn Wochen verspätete Rückkehr ihres Verteidigers – der musste sich erst gar nicht umziehen, sondern wurde gleich fristlos entlassen.

Zur Verteidigung des Senegalesen muss man allerdings sagen, dass er erstens die ganze letzte Saison als Leihgabe in Dijon verbrachte, und zweitens auch sein Kollege Didier Ndong offenbar gar nicht wusste, dass es im englischen Ligensystem unter der Championship noch weitere Ligen gibt. Ndong galt seit Juli ebenfalls als vermisst.

Der Verein teilte mit, man habe Djilobodji während dem Monat Juli unbezahlten Urlaub gewährt, damit er sich einfacher einen neuen Klub suchen könne, danach hätte er in guter Form ins Trainingsgelände von Sunderland zurückkehren sollen. Das tat er mit einem guten Monat Verspätung, zudem in offenbar schlechter körperlicher Verfassung. So gesehen, wird er bei den gebeutelten Nordostengländern kaum vermisst werden – immerhin kann sich der Drittligist so seinen Lohn von kolportierten 33’000 Pfund sparen. Pro Woche. Djlobodji ist somit auf  dem Transfermarkt verfügbar, falls Sie grad einen Klub kennen, der einen Innenverteidiger sucht.

Erhebliche Erkenntnisse

Rrr am Dienstag den 11. September 2018

Die wichtigsten Folgerungen aus England-Schweiz (1:0).

• Irgendwie ist etwas neu mit dem Schweizer System.

• Anyway, der Typ hinten rechts ist als Backup vertretbar.

• Petko trägt jetzt eine Weste wie Southgate. (Southgate allerdings nicht mehr.)

• Offensiv hat Petkovic einiges an Optionen, wobei, treffen tut keiner.

• Obacht, YB, Rashford! (Und Obacht, YB, Lukaku, gehört aber nicht hierher.)

• Facharzt Dr. Ruefer braucht für eine Fehldiagnose nur 10 Sekunden (“Muskelverletzung bei Schär!”)

Das ist alles.

Schwarzweiss ist heiss

Herr Maldini am Dienstag den 11. September 2018

Heute werden Sie ein paar Farben vermissen.

Vorausgesetzt, Sie schauen sich das Freundschaftsspiel zwischen England und der Schweiz auf Sky Sports an. Wenn die Spieler das heilige Grün in Leicester betreten, wird der Sender während 25 Sekunden ein Schwarzweiss-Bild in ihre Stube übertragen. Damit feiert er das 25-jährige Bestehen von Kick It Out, der Kampagne, die sich in England seit 1993 gegen Diskriminierung einsetzt.

Keystone

Kick It Out engagiert sich seit 1993 dafür, dass der Fussball allen – unabhängig von Alter, Einschränkungen, Geschlecht, Rasse, Religion oder sexueller Orientierung – offensteht. Letztmals waren die Three Lions in England vor fast 50 Jahren in schwarzweiss zu sehen. Die Partie England-Schweiz beginnt um 21 Uhr. Stephan Lichtsteiner, ehemaliger Captain und jüngst von Kevin Mbabu (unser Funkbild) vom Meister Young Boys Bern aus der Stammelf verdrängt, wird zum Einsatz kommen.

Besondere Parade

Rrr am Sonntag den 9. September 2018

Ein Sunderland-Goalie hält daheim einen Penalty. Erstmals seit 1989.

Jon McLaughlin, der Schlussmann der Black Cats, schrieb gestern Geschichte: In der League One wehrte er gegen Fleetwood Town einen Elfmeter ab. Das ist im Stadium of Light noch keinem Keeper des Heimteams gelungen, und das Stadion gibts immerhin seit 1997.

Vorher spielte Sunderland ja im Roker Park. Dort parierte Tony Norman einst einen Elfmeter von Chelseas Graham Roberts – am 21. März 1989.

Seither gabs in Sunderland 41 Penaltys für die Gastteams. 37 gingen rein, in den übrigen Fällen traf der Elfmeterschütze das Tor nicht.

Fun Fact am Rande: Bei YB sieht das ganz anders aus. Allein die Torwartlegende Marco Wölfli hielt seit Eröffnung des neuen Wankdorfstadions (2005) vier Penaltys, drei davon 2012 (gegen Moussilou/Lausanne, Ben Khalifa/GC und Oscar Scarione/St. Gallen, hier ab 02.38) sowie einen im Jahr 2018 (gegen Gvilia/Luzern). Siegreich war YB nur im letzten Fall. Aber wir schweifen ab …

Drei Siege und ein Remis

Rrr am Montag den 3. September 2018

Neue Erfolgsserie! Was läuft bei uns in der Gruppe H?

Was viele nicht wissen: Es gibt nicht nur die Champions League. Vielmehr sind die einzelnen Mannschaften auch in sogenannten nationalen Meisterschaften engagiert. Wie die vier Teams der Gruppe H spielten, erfahren Sie jeweils am Montagmorgen.

Manchester United. Zweiter Sieg im vierten Spiel: Das 2:0 beim Burnley verschafft dem angezählten Trainer José Mourinho etwas Luft. Beide Tore schoss Romelo Lukaku. Der Name sagt Ihnen etwas? Genau, der YB-Schreck von 2015. Nach der Pause verwandelten die Red Devils den Vorsprung, Pogba verschoss noch einen Penalty, am Schluss spielte ManUtd in Unterzahl. Platz 10 nach vier Runden.

Juventus Turin. Auch die Alte Dame trifft in der Königsklasse auf die Young Boys. In der Meisterschaft lässt Juve nichts anbrennen. Beim 2:1-Sieg in Parma trafen Mandžukić und Matuidi. Der fünfmalige Weltfussballer Cristiano Ronaldo spielte durch, blieb aber erneut ohne Torerfolg. Platz 1 nach drei Runden.

Young Boys Bern. Zum vierten Mal in Serie siegte YB im Tourbillon zu Null. Dreimal wars ein 1:0, diesmal sogar ein 3:0. In der Super League gehts Ende September weiter mit den Heimspielen gegen den Dritten Basel und den Zweiten St. Gallen. Platz 1 nach sechs Runden.

Valencia. Im Stadtderby gegen Levante musste sich Valencia mit einem 2:2 begnügen, trotz viertelstündiger Überzahl. Zweimal geriet Valencia in Rückstand, der Russe Denis Cheryshev (ex-Real, ein Star der WM 2018) und der unverwüstliche Dani Parejo per Penalty schossen die Tore. Noch immer hat Valencia kein Spiel gewonnen (Remis gegen Atletico und Levante, Niederlage bei Espanyol). Platz 16 nach drei Runden.

Für alle vier Mannschaften gehts nun in die Länderspielpause. Viele Spieler werden für diverse Nationalmannschaften auflaufen. Hoffen wir, dass sich niemand verletzt! Und damit zurück ins Studio.