Archiv für die Kategorie ‘The Home of Football’

Welcome back, Vladimir!

Frau B am Sonntag den 30. Januar 2005

REKORD!!! Dies ist der Beitrag mit den meisten Kommentaren. Die bisherige Bestmarke hielt Herr Frans mit Der Bayer des Tages: Schwarzenbeck.

Wiederauferstandener Vladimir Smicer

Vladimir Smicer feierte gestern sein Comeback nach einer sechsmonatigen Verletzungspause. Er spielte die letzten dreissig Minuten des Trainingsspiels gegen Aston Villas Reservemannschaft.

Smicers Vertrag mit Liverpool läuft im Sommer aus und so bleibt ihm nur wenig Zeit, ‚Reds’-Trainer Rafael Benítez seine Qualitäten zu beweisen. Aufgrund der langen Verletztenliste dürfte der Tscheche allerdings dazu ausreichend Gelegenheit erhalten.

FA-Cup-Zauber

Frau B am Samstag den 29. Januar 2005

HexenzauberEine Gruppe von Yeovil-Fans hat mit einem Zauberspruch Pech für Charlton Athletic und seinen Trainer Alan Curbishley heraufbeschwört, wie die BBC zu berichten weiss.

Es wurde der sogenannte ‚cross-legged spell’ (etwa ‚Gekreuzter-Bein-Zauber’) angewandt, und zwar von Raquel Bailey – einer ‚wicca witch’ (weisse Hexe) – sowie Fans von Yeovil Town. Die Verwünschung fand bei einem Steinkreis in Ham Hill, Somerset, statt.

Raquel hofft, dass der Zauber „etwas Lustiges“ mit den Beinen der Charlton-Spieler anstellen werde, sobald sie vor Yeovils Tor auftauchen.

„Es handelt sich nicht um einen bösen Zauber, sondern mehr um eine Hilfe für Yeovils Spiel gegen Charlton im FA Cup vom Samstag“, erklärte die Hexe.

Die besten Fussballspieler Englands

Frau B am Freitag den 28. Januar 2005

Der englische Fussballverband (FA) musste Tausende von DVDs zurückziehen und vernichten. Die DVD ‚The Pride of the Nation’ mit den besten englischen Nationalspielern der Nachkriegszeit enthielt nicht einen einzigen schwarzen Spieler.

Viv Anderson - erster englischer NationalspielerDie DVD gehörte zu einem Willkommens-Paket für Neumitglieder des offiziellen Fanclubs ‚Englandfans’. Während in der ursprünglichen Liste schwarze Spieler aufgeführt waren, schaffte es keiner in die endgültige 30-Minuten-Version der DVD.

Die FA unterliess es, die fertige Kopie zu überprüfen, erhielt prompt Beschwerden und musste schnell reagieren. FA-Medienchef Adrian Bevington erklärte: „Wir bedauern den Vorfall und entschuldigen uns. Die FA ist daran, eine neue DVD zu produzieren, auf der mehrere hervorragende schwarze Spieler vertreten sein werden, die selbstverständlich einen grossen Beitrag an unsere Nationalmannschaft und den Fussball in unserem Land geleistet haben.“

Martin Peters - Torschütze im WM-Final 1966Viele der 17 Fussballer der Original-DVD sind unbestritten: Bobby Moore, Gary Lineker, Sir Bobby Charlton, Paul Gascoigne, Alan Shearer, Bryan Robson, David Beckham, Terry Butcher.

Aber Martin Peters, Chris Waddle, Stuart Pearce waren ebenso vertreten wie Steven Gerrard, während schwarze Spieler wie Rio Ferdinand, Sol Campbell, Paul Ince, John Barnes, Ashley Cole und Viv Anderson fehlten.

Peinlich.

Rio Ferdinands neuer Bentley

Frau B am Donnerstag den 27. Januar 2005

Hier noch ein Beitrag zum Thema ‚Was dürfen Teamkollegen?’:

Ziemlich wütend soll Rio Ferdinand reagiert haben, als er seinen neuen £200’000-Bentley mit Erdbeer-Jogurt überschüttet sah, berichtet ‚Manchester Online’.

Seine Teamkollegen verübten den Anschlag, als er der Wagen auf dem Trainingsgelände von Manchester United in Carrington geparkt hatte.

Der englische Nationalspieler – der etwa £60’000 pro Woche verdient – musste den 6.8l Bentley Arnage Convertible angeblich sogar professionell reinigen lassen.

Ein Insider meinte: „Rio war ausser sich, als er die Bescherung sah. Er wurde fuchsteufelswild. Es war das erste Mal, dass er den neuen Wagen benutzte. Er war in tadellosem Zustand.“

„Die Jungs von United machen sich ständig über Rio lustig, weil er so protzig ist. Sie konnten der Gelegenheit nicht widerstehen.“

Flashy Rio Ferdinand

Craig Bellamy im Offside

Frau B am Mittwoch den 26. Januar 2005

Newcastle United brummte gestern seinem walisischen Stürmer Craig Bellamy eine Busse von £80,000 auf. Dies entspricht zwei Wochengehältern und ist die höchstmögliche Strafe. „Hier geht es nicht um Geld, sondern darum, dass ein Spieler denkt, er sei grösser als der Club“, erklärte Freddy Shepherd, Chairman der ‘Magpies’.

Obwohl ihn der Club (noch) nicht auf die Transferliste gesetzt hat, dürfte Bellamy einen Tiefpunkt in seiner Karriere erreicht haben. Vorausgegangen war ein Streit mit seinem Trainer Graeme Souness.

Bad CraigAm Freitag täuschte Bellamy eine Verletzung vor und verliess das Training, da er gegen Arsenal auf der ungeliebten Mittelfeldposition spielen sollte. Unglücklicherweise hatte er seinen Mitspielern vorher von seinem Plan erzählt, so dass ihm Souness schnell auf die Schliche kam. Zur Strafe spielte Bellamy gar nicht und wurde von Souness öffentlich beschuldigt. Am Montag nannte Bellamy seinen Trainer in einem Interview einen Lügner.

Freddy Shepherds Schlusswort zum Vorfall: „In meinen Augen ist Bellamys Verhalten Betrug am Club, an den Fans, dem Trainer und den Mitspielern.“

Wo er Recht hat, hat er Recht, der Freddy.

A wie Alkohol

Dr. Eichenberger am Dienstag den 25. Januar 2005

Schlechte Nachrichten für «Gunners»-Anhängerinnen: Für den Arsenal-Spieler Jermaine Pennant bedeutet A offenbar nicht Arsenal, sondern Alkohol. Übermässiger Konsum von selbigem ist dem 22-jährigen Mittelfeldspieler des englischen Meisters am Wochenende zum Verhängnis geworden. Er soll in betrunkenem Zustand an einem Autounfall beteiligt gewesen zu sein.  Der ehemalige U21-Nationalspieler wurde am frühen Sonntagmorgen nach dem Unfall im Londoner Stadtteil Aylesbury in Polizeigewahrsam genommen. Angeblich soll Pennant den Mercedes seines Mannschaftskameraden Ashley Cole gefahren haben. Nun ja, mildern sei zugegeben, dass Pennan in den letzten zwei Jahren sportlich nur selten zu überzeugen vermochte. In der letzten Saison wurde er gar an Leeds United ausgeliehen.

Carling Cup

Frau B am Dienstag den 25. Januar 2005

Der Carling Cup oder Football League Cup ist in England der zweite Cup-Wettbewerb neben dem FA Cup. Der FA Cup steht allen englischen Teams offen. Der Carling Cup hingegen wird von der Football League organisiert und von den Mannschaften der obersten vier Spielklassen ausgetragen: Premier League, Championship, League One und League Two (den Profiteams).

Der League Cup besitzt bedeutend weniger Prestige als der FA Cup. Seinen Namen bekommt er vom jeweiligen Sponsor:

Littlewoods Challenge Cup (1986-1990)
Rumbelows Cup (1990-1993)
Coca-Cola Cup (1993-1998)
Worthington Cup (1998-2003)
Carling Cup (2003-)

Der Stellenwert des League Cups äussert sich auch im Volksmund. Den Worthington Cup nannten die Engländer ‚Worthless Cup’ und für den Carling Cup verwenden sie den Ausdruck ‚Care Less Cup’.

Trotzdem – immerhin winkt dem Cupsieger ein sicherer Platz im UEFA-Cup. Gewonnen wurde der League Cup bislang von den folgenden Teams:

7 – Liverpool
5 – Aston Villa
4 – Nottingham Forest
3 – Leicester City, Tottenham
2 – Norwich City, Chelsea, Manchester City, Wolves, Arsenal
1 – Birmingham City, WBA, QPR, Leeds United, Swindon Town, Oxford United, Luton Town, Sheffield Wednesday, Stoke City, Manchester United, Blackburn Rovers

Carling Cup

In der aktuellen Ausgabe des Wettbewerbs befinden wir uns in der Phase der Halbfinals. Das Finale des Carling Cups wird am 27. Februar im Millennium Stadium in Cardiff/Wales ausgetragen.

Der langen Rede kurzer Sinn: Heute Abend findet das Rückspiel des ersten Halbfinals statt. Es wird auf DSF ab 20:40 Uhr live übertragen: Watford gegen Liverpool (das Hinspiel gewann Liverpool 1:0). Morgen, ebenfalls live auf DSF (ab 20:55 Uhr) das Rückspiel des zweiten Halbfinals: Manchester United gegen Chelsea (Hinspiel 0:0).

Ich wünsche viel Vergnügen!

Arsenal wechselt die Farbe

Frau B am Sonntag den 23. Januar 2005

Patrick und Thierry im neuen alten KitArsenal wird die nächste Saison nicht im gewohnten rot-weissen Shirt spielen, sondern in einem uni bordeaux-farbenen.

Das Design des Shirts entspricht dem aus dem Jahre 1913, als Arsenal nach Highbury kam. (Die weissen Ärmel erschienen erst 1925.)

Die kommende Saison wird die letzte im alten Stadion sein, bevor der Club im Jahr 2006 nach Ashburton Grove ins neue Emirates Stadium zieht. Das neue alte Shirt soll die Geschichte des Arsenal Stadiums repräsentieren.

The Emirates Stadium im ModellWas mit dem alten Stadion geschehen wird, ist noch nicht entschieden. Voraussichtlich werden an Stelle der Tribünen Wohnungen gebaut und aus dem Fussballplatz soll ein Garten für die Anwohner entstehen.

Liverpool hat einen neuen Torhüter

Frau B am Samstag den 22. Januar 2005

Gestern morgen unterschrieb der 19-jährige Scott Carson einen Vierjahres-Vertrag mit dem FC Liverpool. Er wurde für £750’000 von Leeds United übernommen. Obwohl er dort erst wenige Male in der ersten Mannschaft gespielt hat, ist Rafa Benítez überzeugt, einen Top-Nachwuchs-Torhüter engagiert zu haben: „Wir haben Scott ein paar Monate lang beobachtet und wissen, dass er sehr gut ist. Mit ihm können wir in Zukunft rechnen.“

Rafa und Scott mit Ball vor TorCarson, der für Englands U21 spielt, ist glücklich über den Wechsel: „Als Liverpool Interesse zeigte, war ich überwältigt. Alles ging sehr schnell. Dies ist ein grosser Club mit Tradition und einer tollen Atmosphäre. Ich hoffe, dass ich mich bald eingelebt habe und gute Leistungen zeigen kann. Liverpool ist auf dem Weg nach oben und ich möchte Teil davon sein.“

Er dürfte bereits heute im Aufgebot für das Spiel gegen Southampton sein.

Eines möchte Scott noch loswerden: „Ich habe gelesen, ich soll als Junge Liverpool-Fan gewesen sein. Das stimmt nicht. Ich war Carlisle-Fan.“ Billy lässt grüssen!

Liverpool hat einen neuen Torhüter

Frau B am Samstag den 22. Januar 2005

Gestern morgen unterschrieb der 19-jährige Scott Carson einen Vierjahres-Vertrag mit dem FC Liverpool. Er wurde für £750’000 von Leeds United übernommen. Obwohl er dort erst wenige Male in der ersten Mannschaft gespielt hat, ist Rafa Benítez überzeugt, einen Top-Nachwuchs-Torhüter engagiert zu haben: „Wir haben Scott ein paar Monate lang beobachtet und wissen, dass er sehr gut ist. Mit ihm können wir in Zukunft rechnen.“

Rafa und Scott mit Ball vor TorCarson, der für Englands U21 spielt, ist glücklich über den Wechsel: „Als Liverpool Interesse zeigte, war ich überwältigt. Alles ging sehr schnell. Dies ist ein grosser Club mit Tradition und einer tollen Atmosphäre. Ich hoffe, dass ich mich bald eingelebt habe und gute Leistungen zeigen kann. Liverpool ist auf dem Weg nach oben und ich möchte Teil davon sein.“

Er dürfte bereits heute im Aufgebot für das Spiel gegen Southampton sein.

Eines möchte Scott noch loswerden: „Ich habe gelesen, ich soll als Junge Liverpool-Fan gewesen sein. Das stimmt nicht. Ich war Carlisle-Fan.“ Billy lässt grüssen!

Carlisle United adoptiert zwei Goldfische

Frau B am Freitag den 21. Januar 2005

Carlisle United unter WasserDie heftigen Stürme, die vor zwei Wochen in Cumbria wüteten, brachten schwere Überschwemmungen mit sich, die nicht einmal vor dem Stadion des Conference-Clubs Carlisle United Halt machten und den Fussballplatz schwer in Mitleidenschaft zogen.
Beim Aufräumen fanden die Angestellten des Clubs Erstaunliches: zwei lebende Goldfische! Sie schwammen putzmunter in Pfützen auf dem Platz – einer vor dem Tor, der andere an der Seitenlinie.

Selbstverständlich wurden die Fische gerettet (wir befinden uns in England). Der grössere wurde Billy genannt (nach einer Torhüter-Fisch-Mutant-Comicfigur); für den kleineren wird noch nach einem Namen gesucht.

Billy der TorhüterAllerdings hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass Billy eigentlich Judy ist, und einem Mädchen aus der Nachbarstrasse gehörte. Die Überschwemmung hatte Judy aus ihrem Aquarium gespült. Die Identität des zweiten Goldfisches ist noch nicht geklärt.

Die beiden Fische bleiben als Maskottchen bei Carlisle United. „Es lief nicht so besonders in letzter Zeit. Wir könnten etwas Unterstützung gebrauchen“, meinte Emma Story, Tochter des Clubbesitzers und Retterin der Fische. Die neuen Glücksbringer wurden bereits von einigen Fans besucht, die feststellten: „Sie repräsentieren den ‚fighting spirit’ des Clubs.“

Obszöner Torjubel

Frau B am Dienstag den 18. Januar 2005

Junior Agogo, seines Zeichens Stürmer beim League-Two-Club Bristol Rovers, wurde im Spiel vom Sonntag gegen Lincoln City wegen einer obszönen Geste vom Platz gestellt.

Junior Agogo - wanking

Allerdings war die Geste nicht gegen den Schiedsrichter oder einen anderen Spieler gerichtet, sondern galt – inklusive der akustischen Untermalung „wanker“ – ausschliesslich seinem Trainer Ian Atkins.

Dieser hatte Agogo nämlich auf Grund von verletzungsbedingten Ausfällen kurzerhand im linken Mittelfeld aufgestellt. Das passte Agogo überhaupt nicht und er berührte während der ersten Halbzeit kaum einen Ball. In der Pause redete Atkins ihm gehörig ins Gewissen. Mit Erfolg, denn in der 66. Minute schoss Agogo den 1:1-Ausgleich für die ‚Pirates’. Diesen feierte er wie oben beschrieben und erhielt dafür vom Schiedsrichter Fred Graham umgehend die Rote Karte.

Sein Trainer fand dies übrigens völlig unangebracht und schimpfte in der Pressekonferenz ausgiebig über den Schiedsrichter.

Das traurige Ende der Geschichte ist aber Agogos Sperre für die nächsten drei Spiele. Möglichweise hat er sich dadurch die Chance genommen, zu einem Premier-League-Club zu wechseln. Man sagt, es gäbe Interessenten, aber die werden Agogo nicht mehr vor Ende des Transfer-Fensters spielen sehen …