Archiv für die Kategorie ‘The Home of Football’

Englands Fussballer des Jahres

Frau B am Freitag den 29. April 2005

Am letzten Sonntag wurden Englands beste Profifussballer gekürt – von Englands Profifussballern.

Die Professional Footballers’ Association hat sich entschieden: Zum Fussballer des Jahres 2005 wurde Chelseas Verteidiger John Terry gewählt. Er hat so illustre Kollegen wie Frank Lampard und Petr Cech, den letztjährigen Gewinner Thierry Henry sowie Steven Gerrard und Andrew Johnson in die Schranken gewiesen. „Es ist eine grosse Ehre, von den eigenen Berufskollegen gewählt zu werden, gegen die du die ganze Saison gespielt hast“, meinte Terry hoch erfreut. Seit 1993 (Paul McGrath) ist er der erste Verteidiger, der den Award gewonnen hat.

Der Preis für den Nachwuchsspieler des Jahres 2005 ging – wenig überraschend – an den 19-jährigen Wayne Rooney von Manchester United. Er erzielte am Sonntag sein fünfzehntes Tor in dieser Saison (alle Wettbewerbe). Ausser ihm waren Jermain Defoe, Arjen Robben, Cristiano Ronaldo, Stewart Downing und Shaun Wright-Phillips nominiert. Auch er zeigte sich gerührt und sagte etwa das Gleiche wie John Terry.

Das Runde Leder gratuliert den Gewinnern – wenn auch verspätet – herzlich!

Das Premier-League-Team 2005:
Petr Cech (Chelsea)
Gary Neville (Manchester United)
John Terry (Chelsea)
Rio Ferdinand (Manchester United)
Ashley Cole (Arsenal)
Frank Lampard (Chelsea)
Steven Gerrard (Liverpool)
Arjen Robben (Chelsea)
Shaun Wright-Phillips (Manchester City)
Thierry Henry (Arsenal)
Andrew Johnson (Crystal Palace)

Keine Extrawurst für Liverpool

Frau B am Donnerstag den 28. April 2005

Die Premier League will Liverpool nicht als Titelverteidiger in die Champions League schicken.

Nach dem 0:0 im Halbfinal-Hinspiel gegen Chelsea besteht für Liverpool nach wie vor die Chance, die Champions League zu gewinnen. Dies wäre aber keine Garantie für die Teilnahme in der nächsten Saison. Die Premier League will sich dafür einsetzen, dass der Champions-League-Platz an das viertplatzierte Team geht, sollte Liverpool die Champions League gewinnen, aber die Liga nicht in den ersten vier Rängen beenden. Nun, entschieden ist noch nichts, und die FA (der englische Fussballverband) hat auch noch ein Wörtchen mitzureden. Die Verbände wollen sich zwar heute darüber unterhalten, ihren Entscheid jedoch erst nach dem Rückspiel am nächsten Dienstag bekannt geben – falls es noch nötig sein sollte.

Everton zurück in Europa

Frau B am Mittwoch den 27. April 2005

Arsenals Sieg über Tottenham sicherte Everton nach zehn Jahren wieder einen Platz in einem europäischen Wettbewerb.

Der FC Everton hat noch vier Ligaspiele zu absolvieren und wird am Ende der Saison keinesfalls schlechter als auf Platz sieben stehen. Die Teilnahme am UEFA-Cup ist also gesichert. Everton hat aber Höheres im Sinn. Momentan stehen die Blauen aus Liverpool nämlich auf Platz vier, und ihre Chancen stehen gut, dass das auch so bleibt. Platz vier bedeutet Champions-League-Qualifikation. Ein Riesenerfolg für ein Team, dem nach dem Abgang von Wayne Rooney ein Abstiegsplatz prophezeit wurde.

Allerdings könnten die Roten aus Liverpool ihrem Erzrivalen die Champions-League-Suppe versalzen. Theoretisch sind der FC Liverpool, die Bolton Wanderers und Middlesbrough in der Lage, die ‚Toffees’ noch vom vierten Platz zu verdrängen. Dies scheint jedoch unwahrscheinlich. Gewinnen die ‚Reds’ jedoch die Champions League und enden in der Liga auf einem UEFA-Cup-Platz, steht der englische Fussballverband vor einer schwierigen Entscheidung. Er muss bestimmen, welchem Team er den Vortritt lässt: dem Titelverteidiger oder dem Viertplatzierten. Einen fünften Champions-League-Platz erhalten die Engländer keinesfalls.

Würde Liverpool als Titelverteidiger nächstes Jahr die Champions League auf Kosten von Everton bestreiten, wäre das eine bittere Pille für die ‚Toffees’. 1985 wurde Everton mit einer hervorragenden Mannschaft Meister und wollte im Meistercup beweisen, dass sie das beste Team Europas waren. Genau dann wurden alle englischen Clubs nach dem Heysel-Drama aus den europäischen Wettbewerben verbannt.

Warten, warten

Rrr am Montag den 25. April 2005

Chelsea muss die Meisterfeier verschieben – bis Samstag.

Arsenal gewann das Londoner Derby gegen Tottenham (ohne den Schweizer Ziegler) mit 1:0 (dank dem Spanier Reyes). Chelsea kann den ersten Titel seit 50 Jahren also erst am Wochenende bei den Bolton Wanderers feiern.

Damit lief alles optimal für José Mourinho – der hatte sich in der “Sun” gewünscht, dass Arsenal gewinnen möge, ansonsten lenke die Feier bloss vom schweren Champions-League-Halbfinal am Mittwoch gegen Liverpool ab.

Rooney verklagt die ‚Sun’ wegen Verleumdung

Frau B am Donnerstag den 21. April 2005

Wayne Rooney hat immer bestritten, seine Freundin in einem Nachtclub während eines Streites geschlagen zu haben.

Frau RooneyAm 10. April soll der Manchester-United-Stürmer seine Freundin Colleen McLoughlin geohrfeigt haben. Die ‚Sun’ meldete, das Paar habe sich mit einigen von Rooneys Teamkollegen im Brasingamens Club in Cheshire vergnügt und sei dann in Streit geraten.

Rooney hat den Vorfall von Anfang an entschieden verneint. Nun ist es ihm offensichtlich zu viel geworden. Gestern gab sein Medienberater Ian Monk bekannt, dass Rooney die ‚Sun’ verklagen wird. Eine Sprecherin der ‚Sun’ sagte: „Wir haben einen Brief in dieser Angelegenheit erhalten. Unsere Anwälte befassen sich damit.“

Vielleicht sollte sich Wayne ein Beispiel an unserem Philippe nehmen und mehr Bücher lesen, anstatt sich in Nachtclubs herumzutreiben.

Gespenstisches aus Sunderland

Frau B am Sonntag den 17. April 2005

Einige Spieler des Championship-Clubs Sunderland befürchten, ein Geist könnte ihren Aufstieg in die Premier League verhindern.

Der böse Geist von SunderlandMehrere Fussballer behaupten, eine seltsame Erscheinung in den Gängen des Gebäudes auf ihrem Trainingsgelände gesehen zu haben. Stürmer Marcus Stewart erzählte BBC Radio Newcastle: „Ich glaube, dass es wahr ist, weil Stephen Elliott den Geist gesehen hat. Er ist felsenfest davon überzeugt.“ Das Gespenst wurde auch von einigen Angestellten der Academy des Clubs wahrgenommen und als „eigenartiger schwarzer Schatten“ beschrieben. Das Geschlecht des Wesens konnte noch nicht eruiert werden.

Ausgerechnet vor der Heimniederlage gegen Reading trat der Spuk auf und beendete damit eine Serie von acht aufeinander folgenden Siegen der ‚Black Cats’. Zufall oder finstere Machenschaften?

Auf jeden Fall hofft Leader Sunderland, dass der böse Geist heute nicht mit nach Ipswich reist, um den Spitzenkampf gegen den Tabellendritten negativ zu beeinflussen.

Und falls die gespenstischen Erscheinungen nicht aufhören, wird Sunderland wohl sein ‚Stadium of Light’ in ‚Stadium of Fright’ umtaufen.

Glazer lässt nicht locker

Frau B am Freitag den 15. April 2005

Der US-Tycoon Malcolm Glazer hat einen neuen Übernahmeantrag für Manchester United eingereicht.

Der böse böse MalcolmSein überarbeitetes Angebot lautet auf geschätzte £800m. Ausserdem beinhaltet der Vorschlag einen Fond für neue Spieler von £20m. Auch die Pläne des Clubs, das Old Trafford Stadium auszubauen, werden von Glazer unterstützt.

Die Führung von Manchester United dürfte sich etwa eine Woche Zeit nehmen, bevor sie eine Empfehlung an die Aktionäre abgibt.

Glazer besitzt einen Anteil von 28.1% an den ‚Red Devils’. Pro Aktie will er £3 bezahlen. Gestern Abend schloss die ManU-Aktie an der Börse mit £2.75. Die Hauptaktionäre des Clubs sind die beiden irischen Pferderennstall-Besitzer John Magnier und JP McManus. Zusammen gehören ihnen 28.9% des Clubs. Die beiden sollen keine Ambitionen für eine Übernahme hegen. Daher wird befürchtet, dass sie auf das verlockende Angebot einsteigen könnten.

Keine schönen Aussichten für die Fans. Für sie ist klar, dass Manchester United für Glazer nur eine weitere Vermögensanlage ist, „wie seine Campingplätze in Florida. Sobald er seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, verkauft er den Club“, meinte Mark Longden, Sprecher der Independent Manchester United Supporters’ Association.

Blau, blauer, Lampard

Frau B am Sonntag den 10. April 2005

Frank Lampard wurde im Champions-League-Spiel gegen Bayern München kurzfristig von Zweifeln geplagt.

Nachdem er eine halbe Stunde gespielt hatte, schaute Lampard auf seine neuen blauen Fussballschuhe, die er an Stelle der geliebten silbernen angezogen hatte. „Ich machte mir ein wenig Sorgen, dass ich das falsche Paar gewählt hatte. Ich bin abergläubisch in diesen Dingen. Aber mein Vertrag schreibt vor, dass ich die Farbe meiner Schuhe wechsle. In den ersten dreissig Minuten hatten wir einige Probleme im Mittelfeld mit Fehlpässen. Da fragte ich mich, ob das gut gehen würde mit diesen blauen Schuhen. Es ging gut.“

Allerdings. In der zweiten Halbzeit drehte Lampard mächtig auf, schoss zwei Traumtore und trug wesentlich zum 4:2-Sieg der ‚Blues’ bei.

Lampard trifft ins Blaue

Double für Ex-Hammers

Frau B am Samstag den 9. April 2005

Harry Redknapp und Joe Cole gewinnen die Barclays Premiership Awards des Monats März.

Harry Redknapp hat im Dezember das Traineramt bei Southampton übernommen. Mit ihm ist der Erfolg zurückgekehrt. Im letzten Monat hat er die ‚Saints’ zu Siegen über Tottenham und Middlesbrough geführt. Redknapp ist der erste Trainer, der in einer Saison mit zwei verschiedenen Clubs zum Trainer des Monats gewählt wird. Im letzten Oktober bekam er den Preis mit Portsmouth.

Joe Cole spielte früher bei West Ham United unter Redknapp. In dieser Saison ist er bei Chelsea zu einer wichtigen Stütze im Mittelfeld geworden. Im März hat er zweimal für die ‚Blues’ getroffen und ausserdem in der englischen Nationalmannschaft einen glänzenden Eindruck hinterlassen. Well done!

Mourinho in neuen Sphären

Frau B am Freitag den 8. April 2005

Der portugiesische Trainer steht mit dem FC Chelsea in Verhandlung über einen neuen Vertrag.

Mit „überirdisch“ betitelte Mourinho den Vertrag, den er letzten Sommer mit den ‚Blues’ abschloss. £4.2m dürfte er momentan jährlich einstreichen. Obwohl in den letzten Wochen ziemlich viel Unruhe um ihn herrschte, will Chelsea an Mourinho festhalten. Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen, aber man munkelt von einer Lohnerhöhung von £1m. Mit diesem Jahressalär rückt Mourinho in die Riege der bestbezahlten Fussballer vor. Als „galaktisch“ wird er aber seinen neuen Vertrag wohl nicht bezeichnen wollen.


Chelsea liebt José

Die Grossverdiener im Fussball (geschätztes Jahresgehalt)

Englische Trainer
José Mourinho (Chelsea) £5.2m
Sir Alex Ferguson (Manchester United) £4.1m
Sven-Göran Eriksson (England) £4m
Arsène Wenger (Arsenal) £2.5m
Rafael Benítez (Liverpool) £1.6m

Englische Spieler
Frank Lampard (Chelsea) £5m
Patrick Vieira (Arsenal) £5m
Sol Campbell (Arsenal) £5m
Roy Keane (Manchester United) £4.4m
Thierry Henry (Arsenal) £4.1m

Der Rest
David Beckham (Real Madrid) £5.2m
Andriy Shevchenko (AC Milan) £5.1m
Zinedine Zidane (Real Madrid) £5m
Fabio Capello (Juventus-Trainer) £5m

Happy St. Totteringham’s Day!

Frau B am Montag den 4. April 2005

Die Arsenal-Fans stiessen am Samstag auf einen besonderen Feiertag an: den St. Totteringham’s Day.

Tottenham HotspurMit Totteringham (to totter = torkeln, schwanken) ist natürlich der Erzrivale Tottenham Hotspur gemeint, der ebenfalls im Norden Londons zu Hause ist.

Der St. Totteringham’s Day ist der Tag in der Saison, an dem es für die Spurs rein mathematisch unmöglich wird, am Ende der Saison in der Tabelle vor Arsenal platziert zu sein.

„Das Schönste am St. Totteringham’s Day ist, dass es ein jährlich wiederkehrender Feiertag ist“, meinte ein Frau B bekannter ‚Gooner’ schadenfreudig. „Diese Saison ist er eher spät. In den letzten drei Jahren fiel er in den März. Es ist immer wieder eine Freude, wenn es soweit ist. Cheers!“

Die letzten zehn St. Totteringham’s Days
2005: 2. April
2004: 13. März
2003: 24. März
2002: 18. März
2001: 17. April
2000: 16. April
1999: 6. April
1998: 28. März
1997: 9. April
1996: 4. Mai

Shearer wird Spieler-Trainer

Frau B am Samstag den 2. April 2005

Alan Shearer verlängert seinen Vertrag mit Newcastle United um ein Jahr und wird Spieler-Trainer.

Alan macht Toons glücklichEigentlich wollte der 34-jährige Stürmer seine Fussballschuhe im Mai an den Nagel hängen, doch nun liess er sich dazu überreden, noch ein Jahr anzuhängen. „Ich mache weiter, weil ich denke, dass es mit dem Club vorwärts geht, und nicht, um einen Rekord zu brechen“, sagte Shearer gestern.

Tatsache ist aber, dass dem früheren England-Captain nur noch neun Treffer fehlen, bis er den Club-Rekord von 200 Toren erreicht hat, welcher von der Newcastle-Legende Jackie Milburn aufgestellt wurde.

Shearer hat in dieser Saison bereits 18 Tore geschossen und dazu beigetragen, dass die ‚Magpies’ im FA-Cup-Halbfinal und im UEFA-Cup-Viertelfinal stehen. Die Nationalmannschaft hat er nach der Europameisterschaft 2000 verlassen. Er erzielte für England 30 Tore in 63 Spielen.