Archiv für die Kategorie ‘The Home of Football’

Lukakus Penis

Harvest am Mittwoch den 20. September 2017

Wir heissen die Leser, die nur des reisserischen Titels wegen hier gelandet sind, herzlich willkommen. Bleiben Sie dran.

Sie erinnern sich bestimmt noch an die 0-3 Pleite des FC Basel letzten Mittwoch in Manchester. Darüber waren nicht nur die Basel Fans wenig erfreut, sondern auch die Anti-Diskriminierungs-Organisation „Kick it out“. Nun, nicht unbedingt über den Ausgang des Spiels, sondern vielmehr darüber, was sich auf der Tribüne abgespielt hat.

Romelu Lukaku hat auf diese Saison hin von Everton zu Manchester United gewechselt und wie es sich gehört, bekam er von den Fans sogleich einen eigenen Song. Hören Sie selbst:

Die Fans singen:
Romelu Lukaku
He’s our belgian scoring genius
With a 24 inch penis
Scoring all our goals
Bellend by his toes

Sie huldigen also nicht nur seinem Können, sondern auch seinem angeblich mächtigen Genital, das ca. 60cm lang sein soll und dessen Eichel bis zu den Zehen reiche. Diesen Song nun findet “Kick it out” überhaupt nicht lustig. Er sei “beleidigend und diskriminierend” und “rassistische Stereotype sind nie akzeptabel, unabhängig von jeder Intention, Unterstützung für einen Spieler zu zeigen.“ Die Organisation hat sich an Manchester United gewendet mit der Aufforderung, die Fans davon abzuhalten weiterhin darüber zu singen. Weiter liess sie verlauten: “Wenn wir Informationen über den diskriminierenden Chant erhalten, werden wir diese an die Polizei weiterleiten, sodass die Täter eine Strafe erwarten können.“

Gut haben wir in der Redaktion diese Probleme nicht, ausser Herr Rrr natürlich, doch der ist stolz auf sein Gemächt und geniesst die bewundernden Gesänge seiner Untertanen.

Brüste bedecken

Harvest am Mittwoch den 13. September 2017

Feminismus im Fussball!

Sie erinnern sich bestimmt noch an den 19. August und das Spiel zwischen Stevenage und Grimsby Town in der Football League Two (die vierthöchste englische Liga). Wie so oft stand nach dem Spiel allerdings nicht der Fussball im Mittelpunkt der Diskussionen, sondern das Benehmen des Sicherheitspersonals. Mindestens zehn mitgereiste Faninnen des Gastteams beschuldigen die Sicherheitsfrauen beim Abtasten gezwungen worden zu sein, ihre Büstenhalter zu entblössen. Obwohl von Frauen durchgeführt, geschah dies vor den Augen verschiedener Männer. Handelte es sich bei der Unterwäsche um einen Bügel-BH, wurde dieser sogar abgetastet. “Ein grober Eingriff in die Privatsphäre” sei das gewesen, “sexuelle Belästigung” und “gesetzwidrig” beklagen die Betroffenen.

So geht das natürlich nicht! Das sagte sich auch Lincoln City Fan Simon Chanter. Sein Club war am letzten Samstag zu Gast bei Stevenage. Als Solidarität zu den gedemütigten Frauen aus Grimsby Town besuchte er das Spiel statt wie üblich im Trikot nur von einem BH bedeckt.

Beim Eintritt ins Stadion hat er die Stewards dann aufgefordert, seinen BH zu untersuchen. Diese wollten dann aber lieber unter seine Mütze schauen.

Nicht ganz einfach sei der Kauf des Kleidungsstücks gewesen. Schliesslich fand er ein Stück in seiner Grösse und die Verkäuferin gab ihm noch den lieben Rat mit, den BH nicht den ganze Tag zu tragen, da es vielleicht etwas unbequem werden könnte. Diesen Rat kann Herr Harvest übrigens nicht im Geringsten nachvollziehen, fand er es im Selbstversuch doch ziemlich angenehm und seiner Figur durchaus schmeichelnd. Zudem sieht er darin unverschämt sexy aus.

(Bilder: Beldona / Simon Chanter)

Gekicke im Gefälle

Herr Shearer am Montag den 11. September 2017

Erneut entführt Sie unser Fachblog in die Niederungen des Fussballs.

Heute machen wir einen Ausflug in die Northern Counties East League  Premier Division. In dieser tiefen englischen Amateurliga spielt auch der Pickering Town FC. Das Runde Leder hat seinen härtesten und trinkfestesten Redakteur in das hübsche Marktstädtchen am Rande der North Yorkshire Moors beordert, um als neutraler Beobachter vom Spiel der “Pikes” gegen Staveley Miners Welfare zu berichten.

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Gelb für alle

Harvest am Mittwoch den 6. September 2017

Fussballspiel für Fortgeschrittene in Horsham.

Der Horsham FC empfing Ashford United zur ersten Qualifikationsrunde für den Emirates FA Cup. Wie üblich traten die Horshamer in ihren gelbgrünen Trikots auf das Feld. Ebenfalls wie üblich lief der Gast in seinem Auswärtskleid und somit in gelbschwarz auf. Unglücklicherweise dominiert bei beiden die gelbe Farbe.

Der Schiedsrichter begutachtete den Schlamassel und befand die Trikots als unterschiedlich genug, schliesslich ist das gelb der gelbgrünen ziemlich dunkel und man erkennt bereits einen Hauch von oranger Tönung darin, während das gelbschwarze gelb eher leuchtend und hell daherkommt. Doch entscheiden Sie selber:

(Bild: David Beddow)

Wie dem auch sei, das Spiel wurde wie geplant ausgetragen und Horsham fertigte Ashford mit 6-0 ab.

Wenn wir schon bei gelb sind, darf natürlich ein wenig Musik nie fehlen.

Schläger in Öl

Herr Shearer am Donnerstag den 31. August 2017

Rembrandt, Van Gogh, Hodler? Alle nicht so gut wie der Schöpfer dieses Werks.

Vor einigen Jahren kam es vor dem St James’ Park zu Newcastle zu einem unschönen Rencontre zwischen einem Polizeipferd und einem aufgebrachten Anhänger des Heimteams, welches zuvor ein Derbyspiel gegen den Sunderland AFC unerklärlicherweise mit 0:3 verloren hatte. Das Foto von Barry Rogerson, der auf das Ross namens Bud eindrischt, gelangte darauf im Internet zu einiger Berühmtheit und ging auch ein bisschen in die Folklore der Geordies ein.

Bild: Twitter / @popeformosus

Jetzt wird es sogar Kunst! Im Schaufenster eines lokalen Bilderhändlers hat ein aufmerksamer Tourist dieses wunderschöne Werk entdeckt. Öl auf Leinwand, Künstler unbekannt, zu sehen ist Barry Rogerson, der einsame Kämpfer in seiner aussichtlosen Schlacht gegen die Symbole des übermächtigen Staats, ein letzter Versuch, diese verlorene Schlacht doch noch zu gewinnen. Seither ist viel passiert. Newcastle hat auf noch unerklärlichere Art und Weise noch mehr Derbys verloren, ist abgestiegen und sofort wieder raufgekommen. Dieses Sunderland, der Gegner von damals, kämpft seinerseits gerade darum, nicht in die vollkommene Bedeutungslosigkeit abzusinken. Nach dem lange fälligen Abstieg und fünf Runden in der Championship trennt die “Black Cats” gerade noch ein Punkt von den Abstiegsplätzen.

 

Tonys Debüt

Rrr am Montag den 28. August 2017

Das historische Bild zum Wochenstart

Heute: 27. August 1988, Goodison Park. Everton-Fans bejubeln das Debüt von Tony Cottee, des bis dahin teuersten Spielers im englischen Fussball. 

2,2 Millionen Pfund hat Everton für ihn an West Ham überwiesen. Nie zuvor gab es eine höhere Ablösesumme. Manche Leute schütteln den Kopf. 

Cottee gibt die Antwort auf dem Platz. Nach 34 Sekunden schiesst er sein erstes Tor, am Schluss feiern die Fans einen Hattrick. Also doch: Geld schiesst Tore. 

Im Lauf der Saison verebbt allerdings die Euphorie. Cottee bringt es in den nächsten Jahren zwar auf einige wenige Länderspiel-Berufungen, aber die ganz grosse Karriere macht er nicht. Heute arbeitet er als TV-Experte. 

Groundhog Day im Etihad

Rrr am Dienstag den 22. August 2017

Wayne Rooney ärgert immer dieselben City-Fans.

Bild oben: 9. Dezember 2012, Etihad Stadium. Wayne Rooney trifft zum Verdruss der City-Fans für ManUtd.

Bild unten: 21. August 2017, Etihad Stadium. Wayne Rooney trifft für Everton. 

Beachten Sie besonders die drei markierten Fans. 

(Fotos: twitter.com/miraiias)

Durchlassen!

Briger am Montag den 21. August 2017

Bournemouth verlor am Samstag zu Hause mit 0:2 gegen Watford

Es hätte noch viel schlimmer kommen können, wenn Harry Arter gegen Nathaniel Chalobah nicht in die Trickkiste gegriffen hätte, aber sehen Sie selbst:

gifs website
FreeGifMaker.me

Gemäss einem Abschnitt aus “Law 12” der FA Regeln wird ein Spieler verwarnt, wenn er “verbally distracts an opponent during play or at a restart”. Zum Glück hat’s der Schiedsrichter nicht gemerkt.

Usain auf dem Bolt-Platz (II)

Herr Shearer am Donnerstag den 17. August 2017

Gibt es ein Medium, welchem Sie bedenkenlos vertrauen können?

Bild: Foxsports

Ja, natürlich! Das Runde Leder ist der Fussballfachblog mit den luziden Analysen und Vorhersagen – manchmal schon Jahre zum Voraus. Schon vor über sechs Jahren wussten wir, wie der jamaikanische Super-Randsportler Usain Bolt dereinst sein Geld verdienen möchte: mit Fussball. Schliesslich sei er sogar gut genug für Manchester United (damals noch eine internationale Spitzenmannschaft), er müsse seine Fähigkeiten bloss etwas auffrischen.

Jetzt ist es soweit: Bolt hat seine Nagelschuhe kürzlich  an den Nagel gehängt und möchte nun tatsächlich zum Plausch etwas kicken. Und nach einem Probetraining bei einem schwarz-gelben Verein vor etwa einem Jahr bietet ihm nun ein gelb-schwarzer Klub einen Platz an; der Burton Albion FC, aktuell Tabellenletzter in der englischen Championship, hat Bolt zu einem Probetraining eingeladen.

“Wenn er den Fussball mit soviel Enthusiasmus und Engagement angeht wie seinen vorherigen Sport, wer weiss, was dann für ihn möglich ist?” fragt sich Burton Albion-Präsident Ben Robinson.

Ob Usain Bolt auch im Fussball zum schnellsten Mann wird? Nun, das dürfte gar nicht so einfach werden. Der schnellste Mann ist Gareth Bale, der zweitschnellste trägt bereits gelb-schwarz. Und aufgepasst, die Kondition des Super-Sprinters könnte gefordert werden – in seinem vorherigen Beruf dauerte sein Einsatz maximal zehn Sekunden.

Kulanz nach Kanterniederlage

Val der Ama am Dienstag den 8. August 2017

Ein schöner Brauch im englischen Fussball: Die Geld-zurück-Garantie.

Sie kennen das: Nach einer Niederlage spazieren Fussballprofis in Richtung Fankurve, machen enttäuschte Gesichter, bedanken sich per Applaus für die Unterstützung und dann ist wieder gut oder zumindest besser. Allerdings reicht das nicht immer. Nach üblen Niederlagen brauchts dann noch eine offizielle Erklärung des Klubs und vielleicht noch die eine oder andere nette Geste.

Der FC Yeovil Town zeigt uns grad aktuell, was man da noch so tun könnte: Der englische Viertligist ist am Samstag beim Saisonauftakt gegen Luton Town gleich mit 8:2 unter die Räder gekommen und am Tag darauf informierte der Verein, dass die Spieler sowie das Trainer- und Betreuerteam den 258 Auswärtsreisenden die Auslagen für die Partie zurückerstatten wollen. Weiter musste sich Mittelfeldspieler James Bailey auf der offiziellen Klubwebseite noch wie folgt für den Auftritt der Mannschaft entschuldigen:

“Wir wissen, dass wir uns selbst und unsere Fans im Stich gelassen haben. Wir fühlen uns genauso schlecht wie jeder andere, der mit dem Verein verbunden ist. Diese Vorstellung war nicht akzeptabel. Der Support, den wir in Luton hatten war fantastisch. Die meisten unserer Fans waren selbst am Spielende noch im Stadion, was wir mit unserer Leistung nicht verdient haben. Als Gruppe möchten wir uns entschuldigen und den Fans ihr Geld zurückgeben.”

Neu ist diese Kulanzgeste nicht, schliesslich haben bereits die Fans von Vereinen wie Sunderland, Charlton oder auch Bristol City ein finanzielles Trösterli erhalten.

(Bild:Gareth Davies/Pinnacle)

Rigorose Rasenregelung

Rrr am Samstag den 5. August 2017

Fertig lustig mit den bunten Rasenmustern.

Die Premier League erlaubt in der neuen Saison nur noch einfache horizontale Muster, wie sie auf ihrer Website mitteilt. Das ist ein schwerer Schlag für die Greenkeeper von Leicester und Southampton, die es in den letzten Jahren immer bunter trieben (siehe Beitrag im Fachforum Zum Runden Leder).

Wir meinen: Gut so, extravagante Rasenmuster sind eine moderne Seuche wie die Tattoowut mancher Spieler. Und wenn wir schon beim Aufräumen sind: Es gäbe im modernen Fussball noch einiges mehr, was nur noch nervt.

(Fotos: lebuzz.eurosport.co.uk / twitter.com/SouthamptonFC)

Elende Einsicht

Herr Shearer am Montag den 31. Juli 2017

Kinder und Betrunkene sagen immer die Wahrheit.

Weil Kinder ohne Begleitung abends in Pubs nicht gerne gesehen sind, musste halt ein ein schon leicht sedierter Darron Gibson diesen Part übernehmen: der Mittelfeldspieler des frisch abgestiegenen Sunderland AFC zog beim Frustbier über seine Kollegen vom Leder. Gut, dass man heute solche Sachen relativ einfach mit einem Telefon aufzeichnen kann, so können auch Sie in der trauten Stube an solchen Ausfällen teilhaben!

Bild: skysports.com

Dem Ereignis vorausgegangen – das muss man wissen – war eine diskussionslose 5:0-Niederlage in einem Vorbereitungsspiel gegen Celtic Glasgow daheim im Stadium of Light, wo sich die Mannschaft weniger als eine Woche vor dem Meisterschaftsstart in schlechter Verfassung zeigte. Im Gespräch mit einigen Fans nahm Gibson, 26-facher irischer Nationalspieler, im Pub kein Blatt vor den Mund. Wir übersetzen das mal so:

“Wir sind verfluchte Sch….e!  Natürlich nervt mich das. Ich will keine verdammte Sch….e sein! Es hat zuviele in diesem Klub, die sich einen Sch…s daran stören!”

Herr Gibson lieferte seinen Gesprächspartnern dann auch noch freimütig Namen, als die danach verlangten. Seiner Ansicht nach bringen Koné, Lens und Khazri dem Klub derzeit gerade gar nichts. Rechtsaussen Lens fungiert dabei als Spieler mit dem höchsten Marktwert im aktuellen Kader der Black Cats, auch die zwei anderen genannten Spieler waren in der Anschaffung nicht  billig und haben gerade noch ein Weilchen Vertrag. Auf seine eigene Motivation angesprochen, verteidigt sich Gibson, der erst Ende Januar von Everton nach Sunderland gekommen ist:

ich bin ja vielleicht schon etwas besoffen hier, aber ich will immer noch für Sunderland spielen. Die anderen wollen das verflucht noch einmal nicht!”

Die Mission Wiederaufstieg könnte für Sunderland am nächsten Freitag im Heimspiel gegen Derby County beginnen. Wenn die Mannschaft das will.

* * * Nachtrag * * *

So redet man natürlich nicht in der Öffentlichkeit über seine Kameraden. Der Sunderland AFC hat denn auch dieses Statement verfasst. Gibson wird vom Klub diszipliniert und sich entschuldigt.

Bild: Twitter / @nickmiller79

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