Archiv für die Kategorie ‘Tabu-Themen’

Herr Natischers Bettlektüre oder Wie ich versuchte, «Fever pitch» zu lieben

Natischer am Donnerstag den 17. Januar 2013

«Liebe Ledernde, ich brauch Ihre Unterstützung!

Vor einigen Wochen habe ich ein Buch erstanden, wo es drin um Fussball geht. In diesem hier rechts abgebildeten Bestseller gehts – wie viele von Ihnen wissen – um einen Fussball-Fan, der erzählt, wie er begann, ins Stadion zu gehen, Fan wurde, wie seine Familie dazu stand und wie diese und wie er sich wandelten in den Jahren, was er im Highbury und auf Auswärtsfahrten alles erlebte, usw., usf.. Nach 130 Seiten Fan-Geschichten wie sie Event-Fans eher nicht erleben begann ich neulich abend zu streiken. Für die 130 Seiten hatte ich rund zwei Monate gebraucht. Das Buch packte mich einfach nicht. Sollte ich aufgeben?

Das sei, meinte Trainer Baade, vermutlich ein Sakrileg oder mindestens ein grosser Fehler. Frau Hulliger vermutete bei mir Antipathien gegenüber Arsenal.

Darf man als Fussball-Fan «Fever Pitch» nicht absolut supi finden, einfach abbrechen, diese Bibel der Fussball-Fans zurück ins Regal stellen? Ich hab nichts gegen Arsenal, und Fussball-Fan bin ich selber. Verklären Autor und Fangemeinde hier nicht einfach vergangene Fussballjahrzehnte wie ich weiland die Fernsehserien meiner Jugend?

Aufgrund Trainer Baades Einwand las ich dann doch noch etwas weiter. Herr Hornby studiert nun in Cambridge und verliebt sich zusätzlich in den dortigen Viertligaverein. Muss ich da durch? Was meinen Sie? Wie erging es Ihnen?»

Jetzt mues de Buuch weg

Baresi am Freitag den 4. Januar 2013

Für die meisten von Ihnen sind die Festtage seit gestern vorbei. Herzlich willkommen zurück im Runden Leder, Ihrem Fachblog für gesunden Geist und Körper.

Erste Auswertungen der Erforschung des Publikums von Dr. Rüdisühli zeigen einen klaren Trend. Die Leserschaft des Runden Leders, also Sie, haben während der vergangenen Festtage zuviel gegessen und getrunken und sich körperlich zuwenig bewegt.

Gerade rechtzeitig bevor Sie den letzten guten Vorsatz trotz langem und intensivem Kampf über Bord werfen müssen, finden Sie hier kompetente Unterstützung von einem anerkannten Fachmann für mentale Stärke.

Machen Sie mit und lassen Sie sich von ihm begeistern. Wer früher zu den Weltbesten der Auge-Hand-Ball-Koordination gehörte, versteht selbstverständlich auch etwas von der Mund-Hüfte-Kalorie-Koordination. Wir vom RL sind sicher, zusammen mit Oli Kahn haben Sie den nötigen Touch, Ihrem Leben die entscheidende Wendung für 2013 zu geben!

GC: Erfolgsgeheimnis gelüftet

Lars: L am Dienstag den 9. Oktober 2012

Die Grasshoppers gewinnen dank Superovision.

Recherchen des Runden Leders in Zusammenarbeit mit unserem Spin-off Newsnet zeigen, wie die Grasshoppers mit modernster Technik die Spiele der Super League beeinflussen. Die neue Technologie namens Superovision erlaubt es, während dem Spiel das Geschehen auf dem Platz massiv zu beeinflussen.

Aber schauen Sie selbst:


Superovision in der Super League

Wie gewonnen, so zerronnen

Herr Maldini am Donnerstag den 16. August 2012

Südkoreas Olympia-Held Park Jong-Woo ist seine Medaille los.

Südkorea besiegte letzten Freitag im Olympia-Spiel um Bronze Erzfeind Japan mit 2:0. Während Park auf dem Spielfeld den Sieg feierte, hielt er ein Plakat mit der Aufschrift “Dokdo ist unser Territorium” hoch. Japan reagierte darauf leicht irritiert und bestellte den Botschafter aus Seoul ein.

Aber warum diese Aufruhr? Ein kurzer Exkurs: Es geht um ein paar Chempen im Japanischen Meer. Wobei die Südkoreaner lieber hätten, dass man diesem Meer Ostmeer oder so sagt, aber egal.
Wir Europäer sprechen jedenfalls von den Liancourt-Felsen, um keine Position zu beziehen. Südkoreaner reden wie oben geschrieben von Dokdo, Japaner von Takeshima. Zu welchem Territorium diese Felsen genau gehören, weiss niemand so recht. Zur Zeit werden sie von Südkorea verwaltet. Beide Länder streiten sich aber seit Jahrhunderten immer wieder darum. Warum dies früher der Fall war, ist nicht so wichtig. Seit geraumer Zeit wird jedoch vermutet, dass es unter den Felsen Gasvorkommen hat. Deswegen, aber auch aus Prinzip, sind sie also interessant.
Japan war bereits gereizt, weil Südkoreas Präsident Lee vor 6 Tagen die Felsen als erster Südkoreanischer Regierungschef überhaupt betreten hat – natürlich ein Affront sondergleichen. Und am Tag danach dann die Sache mit Park.

Das IOC jedenfalls fand die Sache natürlich auch nicht lustig, da Politik an Olympia bekanntlich nichts verloren hat. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet und das Nationale Olympische Komitee Südkoreas muss sich zur Sache äussern. Sogar die FIFA erwägt, sich Park vorzuknöpfen. Der Verbandsvorsitzende aus Südkorea bedauert den Vorfall zwar, seine Medaille konnte Park trotzdem nicht mit nach Hause nehmen. Und an der Siegerehrung teilnehmen durfte er auch nicht.

Zur Veranschaulichung hier noch ein Bild der Dokdo- Takeshima- Liancourt-Felsen:

Blaufahrer

Herr Pelocorto am Freitag den 10. August 2012

Roberto Mancini braucht nur einen schmalen Parkplatz.

Manchester Citys Trainingsgelände Carrington verfügt über einen grossen Parklatz. Der ist auch notwendig, schliesslich reisen die meisten Fussballer in Fahrzeugen jenseits der Zwei-Tonnen-Klasse an. Eine löbliche Ausnahme in diesem automobilen Wahnsinn ist Trainer Roberto Mancini, ein bekennender Radsportler. Mancini ist kürzlich von seinem Hoflieferanten mit einem neuen Gefährt ausgestattet worden – in clubgemässem Blau natürlich.

Bewegendes Blech

Herr Shearer am Freitag den 3. August 2012

Hessen ist im Kriegszustand.

Schuld ist eine simple Blechdose. Aus Anlass des Wiederaufstiegs von Eintracht Frankfurt in die 1. Bundesliga hat der Apfelwein-Hersteller Possmann eine Sonderedition mit einer entsprechend gestalteten Büchse in den Handel gebracht. Diese wird in Supermärkten in ganz Hessen vertrieben – und somit auch in Offenbach. Dort kultiviert man aber eine gepflegte Feindschaft gegenüber den “Adlern”. Kein Wunder also, dass die Fans der Offenbacher Kickers ordentlich Radau machen und die Verkaufsstellen, welche den “Ebbelwoi” nicht aus dem Sortiment nahmen, boykottieren. Auf der Seite der Facebook-Gruppe “Nicht in unserer Stadt” tauchten auch bereits Videos auf, die zeigten, wie überfanatische Fans in Läden mit Filzstiften und Klebern den ungeliebten Dosen zu Leibe rücken. Auch der Regionalsender eines weitherum bekannten Medienkonzerns hat sich der Thematik bereits angenommen. Die UNO wird demnächst wohl Blauhelme an den Main schicken müssen.

Die Meinung in unserer Redaktion ist auf jeden Fall gemacht. Vandalismus gehört sich nicht. Aber alkohlische Getränke in Blechbüchsen eigentlich eben so wenig.

Jeder kennt die Frage, kaum einer die Antwort (20)

Baresi am Mittwoch den 2. Mai 2012

Hat der Blick zwischen der Petarden Trottel-Berichterstattung und jener über die Meisterfeier in Basel seine Meinung geändert? Oder hat er einfach noch nicht alle Adressen der Petarden-Zünder vom Barfüsserplatz zur Veröffentlichung beieinander?

Schlaflied

Val der Ama am Donnerstag den 5. April 2012

Strafe tönt schlimm.

Der 1. FC Köln schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Nur zwei Punkte trennen sechs Runden vor Schluss noch von einem direkten Abstiegsplatz, zuletzt gab es drei Niederlagen in Folge mit insgesamt 3:12 Toren. Trainer Solbakken, tut, was man so tun kann, wenn der eigene Job in Gefahr ist, er greift nämlich durch. Am Dienstag warf er vier Spieler raus, gestern Mittwoch dann Abfahrt ins kurzfristig organisierte Rettungs-Trainingslager. Um 7.30 Uhr. Pünktlich. Disziplin. 

Nun ja, erst einmal warten. Torhüter Michael Rensing kam nur zwei Minuten zu spät. Mato Jajalo aber, verspätete sich gleich um 15 Minuten. Wegen Wecker nicht gehört und dann Stau, übrigens.

Sanktionen? Und wie! Weil Solbakken schreckt wegen härterer Gangart nun auch vor Kollektivstrafen nicht zurück: “Jajalo musste am Abend vor der Mannschaft, die im Trainingsspielchen gewonnen hat, ein Lied singen”, verriet er der Presse.

Cortège mit Constantin

Baresi am Freitag den 2. März 2012

Wie viele unter den Lesern des RL vielleicht nicht wissen, wurde in Basel am vergangenen Mittwoch der letzte der drei schönsten Tage im Jahr gefeiert.

Der Brauch will es, dass sich an diesen Tagen speziell dafür gegründete Vereine (Cliquen) ein Thema (Sujet) suchen, dieses malerisch auf einer trag- und beleuchtbaren Litfasssäule (Laterne) präsentieren, sich passend anziehen (Goschdym), eine Maske (Larve) tragen, trommeln (drummle) und pfeiffen (pfiffe) und dazu mit anderen Vereinen (Cliquen) in einem Umzug (Cortège) durch die Basler Innerstadt ziehen.

Das diesjährige Thema (Sujet) des Schamlos-Vereins (Sans Gêne Clique) war mit «Constantinopoly» der geschäftstüchtige und prozessfreudige Präsident des FC Sion, Christian Constantin. Dieser liess es sich nicht nehmen, der Einladung des Schamlos-Vereins (Sans Gêne Clique) zu folgen und diese einen Teil des Umzugs (Cortège) als Ehrengast zu begleiten, bevor er mit seinem Privatjet nach London weiter reisen musste.

Die Basler Lokalredaktion des Runden Leders bedankt sich mit 18:93 Stimmen für den hohen Besuch aus dem Wallis und gratuliert Christian Constantin für seinen unermüdlichen Einsatz in eigener Sache.

Für die mutigen Leser unter Ihnen gibt es hier vom lokalen Fernsehsender (TeleBasel) ab Minute 5:07 selbstverständlich auch bewegte Bilder des Ereignisses.

Arm dran

Lars: L am Mittwoch den 30. November 2011

Liberia hat die besten einbeinigen Fussballer Afrikas.

Bei der Amputiertenfussballmeisterschaft konnten die Liberianer ihren Titel verteidigen. Im Final gewannen sie gegen Gastgeber Ghana mit 3 zu 2 im Penaltyschiessen. Zuvor hatte Liberia einen Zweitorerückstand aufgeholt.

Im Halbfinal schalteten die Liberianer Sierra Leone aus. In beiden Spielen haben sie einen Rückstand aufgeholt, und in beiden mussten sie wegen roten Karten in Unterzahl zu Ende spielen. Ghana hingegen ist ein friedliches Land. Diesen Beitrag weiterlesen »

Mann, oh, Mann (V)

Natischer am Freitag den 7. Oktober 2011

Unser treuer A*-Leser Herr Simu verweist heute auf Zicken und Bienen.

Vom 7. bis 9. Oktober trifft sich das Netzwerk der schwul-lesbischen Fanclubs, die Queer Football Fanclubs (QFF) in Bern zu seinem neunten Arbeitstreffen. Erwartet werden über 65 Fussballfans aus der ersten, zweiten und dritten deutschen Bundesliga sowie Fans aus Basel, Zürich und Sitten.

Nebst den Interna der QFF steht das Treffen auch unter dem Motto „Entdecke das Plus“. So wollen die Wankdorf Junxx als Veranstalter den Gästen aus dem Norden nebst Bern auch die Schweizer Fussball- und Fankultur näherbringen. Zu diesem Zweck findet eine Diskussionsrunde mit Vertretern verschiedener Fanorganisationen und Vereinen statt.

Abgerundet wird das Treffen mit einem attraktiven Rahmenprogramm. So können Frühanreisende bereits seit gestern Donnerstag unter dem Motto „Bern wirkt Wunder“ eine Reise in die Vergangenheit nach Spiez unternehmen, wo die Deutsche Nationalmannschaft an der WM 1954 in der Schweiz logiert hatte. Am Freitag steht Bern im Mittelpunkt, unter anderem können die Teilnehmer die von Berntourismus angebotene iPod-Stadtführung erleben.

Samstags wird die Berner Nachtruhe mit der Party „Zicken & Bienen“ in der Comeback Bar gestört, bevor es am Sonntag nach einem ausgiebigen Brunch in der Wäbere wieder auf die Rückreise geht.

Wir wünschen allen Teilnehmenden gute Unterhaltung.