Archiv für die Kategorie ‘Tabu-Themen’

Der Sturz der Stars

Rrr am Montag den 28. Januar 2019

Das historische Bild zum Wochenstart.

England, 1976: Liverpools Superstar Kevin Keegan stürzt bei einem Promi-Zehnkampf der BBC vom Rad. Beim Mann vor ihm handelt es sich um Gilbert van Binst.

Eine Nation sass am Fernseher und bangte um ihren Helden, den Captain der Nationalmannschaft. Keegan kam mit Schürfungen davon. Das Radrennen wurde wiederholt – und Keegan gewann schliesslich den Promi-Zehnkampf “Superstars”, bestehend aus 100-m-Lauf, Fussballgeschicklichkeit, Kayak, Gewichtheben, Tischtennis, Schwimmen, Pistolenschiessen, Liegestützen, Radrennen und Hürdenlauf.

Keegan schlug übrigens die Fussballer Krool (Holland) und Van Binst, den Skifahrer Franz Klammer (Ö) sowie einen Basketballer, einen Tischtennisspieler, einen Boxer und einen Radprofi.

Follower gegen Liveticker

Briger am Montag den 14. Januar 2019

Fussball mit Linguistik verbinden? Doch, das geht.

Seit 2016 betreibt der Linguist Dr. Simon Meier den Blog fussballlinguistik.de. Das Projekt wird vom Macher dabei so beschrieben:

Fußballlinguistik ist eine hübsche kleine sprachwissenschaftliche Bindestrichdisziplin (und nebenbei bemerkt die einzige mit drei l), die der Begeisterung für den Fußball und vor allem für das Reden über den Fußball endlich die wohlverdienten wissenschaftlichen Weihen verleiht. Alles, was man linguistisch untersuchen kann, kann man natürlich auch am Beispiel des Fußballs, dieser unerschöpflichen thematischen Ressource für Medien- und Alltagskommunikation, untersuchen.

fussballlinguistik.de versammelt kleine linguistische Beobachtungen und Analysen zu sprachlichen und kommunikativen Aspekten des Fußballs. Viele davon sind Nebenprodukte meiner Forschungstätigkeit am Fachgebiet Allgemeine Linguistik der TU Berlin, die eigentlich zu schade sind, um in irgendwelchen Ordnern meiner Cloud zu verkümmern.

Fussballlinguistik ist allem Ulk zum Trotz immer noch Linguistik, hat also den Anspruch, sprachwissenschaftlich gut belegte Erkenntnisse zu publizieren. Die Methoden und Quellen sollen gut dokumentiert sein. Fragen und Kritik sind willkommen.

Der @Fußballlinguist ist, wie es sich heute gehört, auch auf Twitter aktiv und da stand am Donnerstag folgendes geschrieben:

Da der Autor dieser Zeilen findet, dass wer so etwas wie Fussball und Linguistik verbindet unterstützt werden sollte, folgte ein Aufruf über den eigenen kleinen Twitteraccount.

Die Freude beim Fussballlinguisten war offensichtlich gross und so gab er folgendes Versprechen ab:

Der Randomliveticker ist ein Livetickergenerator, gemäss Beschreibung von fussballlinguistik.de tönt das dann so:

Der Livetickergenerator beruht auf 3060 part-of-speech-annotierten Bundesliga-Livetickern von weltfussball.de (die u.a. auf bild.de publiziert werden) aus den Jahren 2006–2016. Die Füllelemente für die einzelnen Satzrahmen (erzieltes Tor, Fehlschuss, Torwartparade, Taktikbeschreibung, Spielbeschreibung, Trainerzitat und Verletzungsmeldung) wurden in CQP-basierten Abfragen erhoben und manuell bereinigt. Kein einziges Wort wurde nachträglich hinzugefügt, alles ist so in den originalen Livetickern zu finden und wird hier nur nach dem Zufallsprinzip neu kombiniert.

Nun, beim Aufruf lag die Followerzahl bei rund 1025.

Nachtrag 1: Die Super League kriegt einen Fußballlinguisten-RandomLiveticker. Oléolé
Nachtrag 2: Der Betreiber des Fußballlinguistik-Blogs war von 2008-2013 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Germanistik an der Universität Bern und erlangte dort 2012 den Doktortitel. Danach verliess er das schöne Bern leider Richtung Berlin. Zurzeit ist er Vertretungsprofessor an der TU Dresden.

Wichtiger Widerstand

Val der Ama am Mittwoch den 2. Januar 2019

Aktivist d.A.* aus Bern kämpft gegen das heutige Tatzenderby.

d.A. campiert seit Wochen vor dem Stadion (Archivbild)

Nach dem Abpfiff der Partie SCL-SCB heute Abend, wird auch für d.A. Feierabend sein, er wird sein Camp vor dem Wankdorfstadion räumen. Seit dem 16.12. protestiert er dort gegen das so genannte Tatzenderby. Er hat Passanten angesprochen, Flugblätter verteilt, Lieder gesungen und jede Nacht vor dem Stadioneingang geschlafen.

D.A. ist ein Idealist, ein Kämpfer für eine bessere Welt. Deshalb plädiert er für «ein Stadion ohne Schabernack». Die heutige Randsportveranstaltung ist ihm deshalb ein Dorn im Auge. Es geht nicht unbedingt um einen Protest gegen Eishockey, betont er. Am richtigen Ort ist diese Sportart für ihn unter Umständen nicht zu 100% ein Tabuthema. Auch Berührungsängste hat er nicht. Sagt er. Er erzählt von einer Tramfahrt bis Endstation, damals vor zwei Jahren, zeigt ein Handyfoto, für das er beim Allmendstadion posiert hat. «Das war ein spezielles Erlebnis.»

Trotzdem: Das Tatzenderby propagiere verzerrte Formen von Sport, kritisiert er. Es werde einerseits versucht, Eishockey als attraktiven Leistungssport zu verkaufen und andererseits wird die Sportart als etwas Normales, in einem Fussballstadion jederzeit Verfügbares dargestellt. «Das ist doch einfach nur krank!»

Bereits vor 12 Jahren organisierte d.A anlässlich des ersten Tatzenderbys gemeinsam mit Kollegen einen Stand vor dem Wankdorfstadion. «Wir verteilten gebastelte Fussbälle, nicht «handgestrickte» sondern schöne, mit einem ermutigenden YB-Logo drauf. Nun habe ich das Thema erneut aufgreifen müssen, weil ich will, dass so ein Spiel an so einem Ort nicht mehr stattfindet», sagt er. Als Fussballfan sei ihm wichtig, bei einem schwierigen Thema Stellung zu nehmen, auch wenn man dann als Purist wahrgenommen werde.

Nun, das Spiel findet statt, für d.A aber längst kein Grund aufzugeben. Er werde auch nach der heutigen Partie für saubere Fussballstadien einstehen, denn eines sei gewiss: «Die kommen wieder, ihr werdets sehen.»

*Name der Red. bekannt

Erfolgstrainer im Leutschenbach

Briger am Donnerstag den 21. Juni 2018

Das Runde Leder testet Public Viewings. Heute: “SRF-Studio – Leutschenbach”.

Wo: SRF-Studio 6, nach dem Publikumseingang zuhinterst am Gang. Das Studio erreichen Sie mit der Linie 11 ab Zürich HB oder mit der Linie 12 ab Zürich Flughafen.

Was: Das 400m2 grosse Studio 6 wird für die täglichen Sportübertragungen des Schweizer Fernsehens genutzt. 120 Personen finden während der WM bei den Abendspielen Platz. Vor dem Spiel, in der Pause und nach dem Spiel klatschen Sie brav für die Experten (ACHTUNG: darunter sind auch Ex-YB-Erfolgstrainer zu finden). Die Partie schauen Sie dann entweder auf Grossleinwand im Studio oder auf einem der Bildschirme im WM-Zelt (siehe Essen und trinken). Spätestens 10 Minuten vor Pausen oder Schlusspfiff sind Sie wieder im Studio. Ja, Sie kommen live im Farbenfernsehen.

Wann: Das SRF überträgt zwar alle Spiele, das WM-Studio findet aber nur während der Abendspiele ohne Schweizerbeteiligung statt. Bei den Schweizerspielen finden aber ein Public Viewing und ein Talk statt. Anmelden können Sie sich hier. Zurzeit gibt es noch Plätze für Polen-Kolumbien, Iran-Portugal und die noch nicht festgesetzte Partie vom 28. Juni 2018 (sehr wahrscheinlich England-Belgien)

Essen und trinken: Zu trinken gibt es Chopfab Bier (5.-), Wein (6.-), Süssgetränke und Mineralwasser (4.50 Franken) und danaben auch noch Cüpli, ist ja das SRF. Wurst (6.-) und Hamburger (auch vegi) (8.50 Franken) gibt es ebenfalls. Beides wird frisch zubereitet. Als Dessert gibt es Cornet (3.50 Franken). Das tolle ist, mit ihrer Anmeldung erhalten Sie einen Getränke- und einen Essensgutschein. Sie haben die Chance einen Teil ihrer Billaggebühren wieder reinzuholen. Falls Sie von ausserhalb anreisen geben Sie natürlich dafür ihr gespartes Essensgeld für das Zugbillet aus.

Gesamteindruck: Essen und trinken, sowie Qualität der Übertragung auf Grossleinwand und den Bildschirmen sind Pluspunkte. Abzug gibt’s für das eher lieblose WM-Zelt, die Studiogäste und die Tatsache, dass man all das schauen muss, wo man sonst auf den Aus-Knopf auf der Fernbedienung drückt (Vorgeplänkel, Pausenfazit, Schlussbesprechung). 6 von 10 Punkten.

Fussball-Hit

Briger am Montag den 11. Juni 2018

Nur noch drei Mal schlafen, bis endlich wieder Fussball.

Wobei, so stimmt das ja nicht, denn Fussball ist immer. Heute z.B. neben einigen WM-Vorbereitungsspielen und Frauen-Fussball-WM-Quali z.B. Tromsø-Rosenborg in der norwegischen Liga oder morgen GAIS gegen Örgyte in Schweden und nicht zu vergessen am Mittwoch das Hinspiel zwischen Palermo und Frosinone um den Aufstieg in die Serie A am Mittwoch, um nur einige zu nennen. Aber eben noch drei Mal schlafen bis zum Wörldkup, wie ihn der Ex-FIFA-Präsident JSB nennt.

Und wenn es um so eine WM geht, dann braucht es auch einen Hit. Bei Fussballsongs ist es nun so, dass es ganz viel gutes gibt, z.B. das:

oder das:

Diesen Beitrag weiterlesen »

Opportunistische Wahlhelfer

Harvest am Mittwoch den 16. Mai 2018

Herr Harvest sinniert über das Grossereignis “2018 FIFA World Cup Russia”.

Mesut Özil und Ilkay Gündogan haben den türkischen Präsidenten Recep Erdogan getroffen und ihm dabei ihre Trikots als Geschenke überbracht. Gündogan hat darauf sogar noch geschrieben: “Mit Respekt für meinen Präsidenten.” Aus zwei unterschiedlichen Gründen haben sich viele empört.

Der erste Grund ist, dass es sich um deutsche Nationalspieler handelt und diese gefälligst deutschmöglichst zu sein haben. Das Herz eines Nationalspielers soll einzig und allein für das Land schlagen, für das er aufläuft. Allerdings verstehe ich nicht, wieso ein türkischstämmiger Deutscher keine Gefühle für sein Ursprungsland haben sollte, schlussendlich ist es eine opportunistische Entscheidung, für welches Nationalteam der Spieler antritt und mit Deutschland ist die Erfolgsaussicht deutlich grösser. Den Aufschrei, der aus diesen Gründen ertönt, kann ich nicht nachvollziehen.

Der zweite Grund ist die Unterstützung für Erdogan, einem unerträglichen Präsidenten, der die Menschenrechte mit Füssen tritt. In Deutschland ist es ihm verboten Wahlkampf zu betreiben, doch mit den Fotos mit den deutschen Nationalspielern hat es perfekt geklappt. Unabhängig davon, ob die beiden die Politik Erdogans gutheissen, haben sie ihm damit natürlich einen grossen Dienst erwiesen. Doch angenommen, sie unterstützen Erdogan tatsächlich, so haben sie noch immer nichts unrechtes getan. Moralisch finde ich es verwerflich und es ist zum Jammern, dass in Deutschland aufgewachsene Fussballer demokratische Werte und Menschenrechte nicht ernst genug nehmen, um einem Treffen mit diesem Despoten fern zu bleiben. Der ebenfalls eingeladene Emre Can hat das getan. Özil und Gündogan haben sich einspannen lassen für Erdogans Wahlkampf und den Shitstorm dafür haben sie verdient. Handkehrum wird die deutsche Nationalmannschaft nach Russland zum ebenfalls Menschenrechte verachtenden Putin reisen und alle Fans freuen sich auf die WM. Denn da lassen wir Politik schön raus.

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum. Heute: die Gesundheit

Harvest am Mittwoch den 14. Juni 2017

Alkohol ist des Teufels, konnten Sie kürzlich in diesem Medium lesen.

Als Abonnent des Runden Leders sind Sie (so zumindest unsere Erfahrung) dem Alkohol in keinster Weise abgeneigt und beginnen mit dem Apéro am liebsten direkt vor dem Frühstück. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden und keinen Fall sollen Sie daran nur etwas ändern. Darauf gibts einen Schluck. Santé!

Nun, da Alkohol aber nicht positive Effekte haben soll, wollen wir heute von Ihnen wissen, was tun Sie für Ihre Gesundheit? Greifen Sie bei Beschwerden in den Medikamentenschrank und genehmigen sich einen Grappa (der hilft immer, wenn man unseren südlichen Nachbarn glauben darf)? Haben Sie einen Hund und müssen deshalb regelmässig Gassi gehen? Findet man Sie in den Bergen beim Wandern, wobei der Gipfelwein natürlich ausgiebig kredenzt wird? Oder treiben Sie gar Sport?

Lassen Sie es uns wissen.

Cupfinal 2017

Val der Ama am Donnerstag den 25. Mai 2017

Das Spiel des Jahres: Der FC Basel 1893 und der FC Sion tragen heute den Final des Helvetia Schweizer Cup aus.

Beim letzten Cupfinal zwischen Sion und dem FCB deklassierten die Wallisern die Basler im St.-Jakob-Park diskussionslos mit 3:0

Eigentlich ist es eine klare Sache, weil die Bilanz des FC Sion gegen den FC Basel in den letzten Aufeinandertreffen in der Super League lautet: 0 Siege, 7 Unentschieden, 16 Niederlagen. Letztmals holten die Walliser gegen Basel vor 6 Jahren die volle Punktzahl (3:0 in der Saison 2010/2011). Aber in Sion hat der Cup eine ganz spezielle Tradition. Bemerkenswert: Als einziges Schweizer Team holte Sion bei all seinen Finalteilnahmen auch den Pokal.

Im Cupfinal geht es nicht um Punkte oder Serien – das weiss kein anderer Club besser als der FC Sion. Wie oft ging der Verein schon als Aussenseiter in solch ein Spiel und gewann? Und: Im Gegensatz zum FCB hat Sion im Cupfinal nicht viel zu verlieren. Beim Meister würde man bei einer Finalniederlage von einer “schwachen” Saison sprechen.

Eine unglaublich spannende und interessante Ausgangslage. Jetzt aber die alles entscheidende Frage: Wer gewinnt heute? Das Runde Leder konnte eine Reihe namhafter Fussballexperten befragen, hier deren Meinungen zum Spiel.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Scotties Orlando

Briger am Dienstag den 16. Mai 2017

Auf vielfachen Wunsch unserer Leserschaft, endlich die erste Scott-Sutter-in-Florida-Galerie!

Scott Sutter verliess YB im März, nun lebt er also bereits 1.5 Monate in Florida. Endlich müssen wir Ihnen mal Bilder zeigen. Bitte sehr:

[ngg_images source=”galleries” container_ids=”469″ display_type=”photocrati-nextgen_basic_thumbnails” override_thumbnail_settings=”0″ thumbnail_width=”120″ thumbnail_height=”90″ thumbnail_crop=”1″ images_per_page=”30″ number_of_columns=”0″ ajax_pagination=”0″ show_all_in_lightbox=”0″ use_imagebrowser_effect=”0″ show_slideshow_link=”1″ slideshow_link_text=”[Zeige eine Slideshow]” order_by=”sortorder” order_direction=”ASC” returns=”included” maximum_entity_count=”500″]

Wir geben’s zu, wir geben die Hoffnung nicht auf, dass die Drohne irgendwann auch mitdarf. Hoffnung Nummer 2, Scotts bessere Hälfte ist, wie man Ihrem Instagram-Account entnehmen kann nun auch wieder drüben, eine nächste Galerie dürfte sich bald von selbst erstellen.

Raucher sind Sieger (Teil 14)

Val der Ama am Samstag den 13. Mai 2017

Heute mit Gianluigi Buffon, viermaliger Welttorhüter des Jahres.

Verdient hat er die Zigarette, schliesslich hat er sich mit Juve am Vorabend für den Champions League Final qualifiziert.

Der Leserschaft empfehlen wir, dem Tabakkonsum erst nach absolviertem GP Bern zu frönen.

Fussballer sind Tiere (6)

Harvest am Mittwoch den 15. März 2017

Herzlich willkommen zur sechsten Folge unserer beliebten Serie „Fussballer sind Tiere“.

Fussballer werden oft wütend und ticken dann aus. Gründe für diese Wut sind entweder Frustration (über eigenes Versagen oder Fremdverschulden) oder Provokation. Als Beispiele dienen hier Taulant Xhaka, der frustriert ist über seine Auswechslung (also Fremdverschulden, nämlich des Trainers):

Und Cristiano Ronaldo, der sich vom Sevilla Spieler provoziert fühlt:

Beide Situationen lösen bei den Spielern Wut aus. Dabei reduziert sich die Aktivität in einem Teil des Gehirns direkt hinter der Stirn, dem sogenanten Frontalhirn, das auch für logisches-mitfühlendes Denken zuständig ist.

Dieser spezielle Teil des Frontalhirns der anteriore cinguläre Cortex (kurz ACC) ist eine Art Konfliktmanager und dafür zuständig, Probleme zu melden und zu lösen. Gleichzeitig kontrolliert und reguliert er unsere Reaktionen – eine verminderte Aktivität bedeutet also höhere Bereitschaft zu impulsivem Verhalten.
Gleichzeitig erhöht sich die Aktivität der Amygdala (dem Aggressions- und Alarm-Areal des Gehirns), die auch wegen ihrer Form Mandelkern genannt wird. Die Amygdala hat unter anderem die Funktion, Bedrohungen schnell zu erkennen und Abwehrreaktionen einzuleiten.

Diese Reaktionen können wir nur bedingt steuern und sie sind auch bei unseren Verwandten erkennbar. Vergleichen Sie die Reaktionen der Fussballer mit der eines frustrierten Kapuzineraffen, der statt einer Traube nur ein Stück Gurke erhält:

Mehr zum interessanten Experiment mit den Kapuzineraffen finden Sie hier.

Bröndby brönnt!

Lars Sohn am Mittwoch den 28. Dezember 2016

Oder kalte Flammen für heisse Herzen.

Zur Hölle mit dem Spiel um Pyro in den Stadien! Bei dieser schier endlosen Partie ist auch nach der gefühlt hundertsten Verlängerung keine Entscheidung in Sicht. Ultras fackeln lange, Sicherheitsbehörden nicht. Wieder und wieder.

Anders in Dänemark. Mitarbeiter von Bröndby Kopenhagen haben mit Spezialisten und Behörden neuartige römischen Kerzen entwickelt. Die laut dänischen Berichten beide Seiten zufriedenstellende Pyrotechnik brennt bei deutlich niedrigeren Temperaturen. So soll man mit der Hand problemlos durch die Flamme fahren können. Zudem ist das Produkt in verschiedenen, den Vereinsfarben entsprechenden Couleurs erhältlich (analog der Arbeit des Vatikans für Juventus).

Ab sofort gilt: Pyromanen aller Kurven, kühlt ab! Die dänischen Kaltkerzen können zwar nicht die gleiche Lumineszenz wie herkömmliche Produkte erreichen, aber was solls? Ob Pyro in spe nun weniger stinkt und Stuhl aussieht wissen wir derzeit noch nicht, sind aber für Neuigkeiten aus Dänemark stets Feuer und Flamme. Wer sein Schuldänisch noch einigermassen präsent hat, kann es hier anwenden.