Archiv für die Kategorie ‘Süper League’

Ligalobbyisten

Herr Pelocorto am Donnerstag den 11. Juni 2015

Kasachstan, immer wieder Kasachstan. Und wer lobbyiert eigentlich für unseren Fussball? Hier kommen die Fakten.

Kasachstan liegt in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 133, ein Non-valeur also, und für die kasachischen Premjer-Liga interessiert sich hier wohl auch niemand ernsthaft. Was wir brauchen, ist Lobbying für unseren Fussball. Also haben wir ein wenig bei den Kollegen von lobbywatch.ch recherchiert.

Dort können Sie nachschlagen, welche Interessen die National- und Ständeräte auch noch vertreten. Wer nach Fussball, football, foot, FC oder Calcio sucht, stösst auf folgende Parlamentarier, die Sie bitte bei den nächsten Wahlen berücksichtigen mögen:

  • Wasserfallen, Christian, NR, FDP, BE; BSC Young Boys Betriebs AG, Beirat / Patronatskomitee / Expertenkommission / Advisory Board
  • Müri, Felix, NR, SVP, LU; Mitglied im Club der 200 (das sind solvente FC Luzern Supporter) und FC Luzern-Innerschweiz AG, Beirat / Patronatskomitee / Expertenkommission / Advisory Board
  • Stahl, Jürg, NR, SVP, ZH; ermöglicht Alex Miescher, Geschäftsleitung Schweizerischer Fussballverband SFV, den Zutritt zum Bundeshaus.
  • Zanetti, Roberto, SR, SP, SO; Vizepräsident des FC Gerlafingen.
  • Das sind bereits alle. Ja, wirklich.

Es ist natürlich erschütternd, wie dramatisch untervertreten die Fussballinteressen im Parlament sind; deshalb bereiten wir in der Redaktion die Übernahme des einflussreichsten Einflüsterers furrerhugi. vor, um unserem Lieblingssport zu mehr politischer Geltung zu verhelfen.

Bluthunde in Zürich

Herr Pelocorto am Donnerstag den 4. Juni 2015

Der FIFA-Skandal eskaliert. Liegt auch bei der Abstimmung über das FIFA-Stadion in Zürich ein Betrug vor?

Getreu ihrem Motto Fidelity, Bravery, Integrity lässt das FBI nicht locker, wenn es Delikten auf die Schliche kommt. Die gesichteten FIFA-Unterlagen aus den letzten 15 Jahren sowie die ersten Informationen der inhaftierten Funktionäre haben das Interesse des FBI nicht nur auf die Vergabeverfahren für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 gelenkt, sondern auch auf das sogenannte FIFA-Stadion in Zürich. Sie erinnern sich vielleicht, dass die FIFA seinerzeit der Stadt Zürich mit 20 Mio. Franken unter Arme greifen wollte für das neue Stadion auf dem Hardturm.

Seltsamerweise kam alles anders. Bei der Volksabstimmung am Sonntag, 22. September 2013 wurde der Objektkredit hauchdünn abgelehnt (53’058 Nein, 51’311 Ja). Das Zufallsmehr von nur gerade 1’747 Stimmen hat die amerikanische Behörde mehr als misstrauisch gemacht. Es gebe klare Hinweise, dass an Stimmzetteln Manipulationen in Form von handschriftlichen Eintragungen vorgenommen worden seien. Angeblich verlangt jetzt das FBI von der Stadt Zürich die Herausgabe aller Stimmzettel sowie eine Adressliste mit einer personengenauen Zuordnung der Stimmzettel. Anschliessend müssen die Stimmbürger in Washington unter Eid aussagen, ob der Stimmzettel a) von ihnen eigenhändig ausgefüllt worden sei und ob b) das «Ja» beziehungsweise das «Nein» ihre damalige Haltung widerspiegle.

Die Redaktion des Runden Leders begrüsst diese jüngste Entwicklung ausdrücklich und geht davon aus, dass mit der Unterstützung durch die amerikanischen Behörden auch einige der krassesten Fehlentscheide im Schweizer Fussball endlich korrekt aufgearbeitet und korrigiert werden.

Oha Lätz (LXXVI)

Briger am Mittwoch den 27. Mai 2015

In unserer Serie “Oha lätz! Wer findet die 5 Unterschiede” präsentieren wir Ihnen heute zwei Szenen aus der Fussballsaison 2014/15.


Mutzen in Vaduz von Rrr99

Grosses Comeback

Rrr am Montag den 25. Mai 2015

BREAKING NEWS: Carlo Ancelotti und Real Madrid gehen getrennte Wege

Neu in der Super League: Der FC Lugano.

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Die Tessiner machten den Aufstieg mit einem 2:0-Sieg in Biel perfekt. Nach 13 Jahren Pause kehrt das Team vom Cornaredo damit zurück in die oberste Spielklasse.

Jetzt fehlt der Super League eigentlich nur noch, dass Vaduz und Thun durch Servette und Xamax ersetzt werden.

5.5.2010

Briger am Dienstag den 5. Mai 2015

Stadion Wankdorf, Bern, kurz nach halb Zehn

Lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie nocheinmal die Gefühle von Anfang Mai 2010, den Rest des Monats vergessen Sie einfach. Danke.

Altern im Amt

Herr Pelocorto am Dienstag den 5. Mai 2015

Fussball ist ein Verschleissjob. Wir haben die Fakten.

Wer Trainer ist, führt kein schönes Leben. Er muss für alles gerade stehen, was schief läuft. Er steckt die Schläge ein, die eigentlich anderen gelten. Er muss Rede und Antwort stehen, wo einem die Worte wegbleiben. Er muss den Kopf hinhalten, wenn einer gefordert wird.

Dass ein solches Amt seine Spuren hinterlässt, überrascht nicht. Wir wollten es allerdings etwas genauer wissen. Meine 31 Inder haben deshalb das aktuelle Bild jedes Super-League-Trainers von der offiziellen Clubwebsite beschafft und liessen durch eine ausgeklügelte Gesichtserkennungs-Software anhand des Portraits das Alter jedes Trainer ermitteln.

Auf einen kurzen Nenner gebracht: Sie wirken meistens älter, als sie wirklich sind.

Uli Forte, BSC YB
* 30.04.1974 (41 Jahre)
+ 3 Jahre

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Geister im Tourbillon

Rrr am Sonntag den 5. April 2015

Der FC Sion erfindet Zuschauer. Und das nicht zu knapp.

Jetzt kam ihm die Le Matin auf die Schliche. Die Westschweizer Zeitung zählte die Besucher des Heimspiels gegen Thun (3:0) einzeln. Resultat: Nicht 8500 waren im Tourbillon, wie das der Klub behauptete – sondern exakt 3548.

(null)

Der “Matin”-Fotograf hatte von allen vier Sektoren hoch auflösende Bilder gemacht. So konnten die Journalisten in Ruhe nachzählen, wieviele Zuschauer sich Mitte der ersten Halbzeit im Stadion aufhielten.

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Der FC Sion weist den Vorwurf der Fälschung zurück. Es würden auch sämtliche Abonnemente mitgezählt, sagte ein Sprecher. “Le Matin” entgegnet: Selbst wenn sämtliche 4000 Abonnenten dem Spiel ferngeblieben wären, wäre die Zuschauerzahl noch um 1000 frisiert worden.

Wer mehr Zuschauer hat, kann bessere Werbeverträge abschliessen. Die Walliser Sponsoren des FC Sion kümmert das Gemauschel nicht, wie eine Umfrage der Zeitung zeigte: Das mache der Verein schon seit Jahren so. Weniger begeistert ist die Swiss Football League, die das TV-Geld auch aufgrund der Zuschauerzahlen in den Stadien verteilt. Bislang habe man den Klubs einfach geglaubt, nun erwäge man die Einführung von Kontrollen, sagte ein Sprecher.

Prozession ins Stadion

Rrr am Donnerstag den 2. April 2015

Heiliger Bimbam! Die Super League entdeckt den Karfreitag.

karOstern, Pfingsten, Weihnachten – an all diesen Tagen sind Fussballspiele in der Schweiz tabu, denn es handelt sich um sogenannt “hohe Feiertage”.

Zu ihnen zählt auch der Karfreitag – aber nicht in allen Kantonen. Es gibt zwei Ausnahmen: Das Wallis und das Tessin. Auch Liechtenstein erlaubt Fussball an Karfreitag.

Das brachte die Super League auf die Idee, zwei Spiele auf Karfreitag vorzuziehen: Vaduz-YB (18.15) und Sion-GC (20.30). Zum einen hält die Liga den Termin für geeignet, weil fast alle Fussballfans einen freien Tag haben. Zum anderen wird es dadurch möglich, den Cup-Halbfinal Sion-FCZ auf kommenden Dienstag vorzuziehen. Das Schweizer Fernsehen kann so beide Halbfinals nächste Woche live zeigen.

Fussi an Karfreitag, eine Premiere? Der SFV-Spielplangestalter Edmund Isoz widerspricht dem Runden Leder: “Das gab es in Sion auch schon früher.”

Die Begeisterung bei Kirchenvertretern dürfte sich in Grenzen halten. Schon die Vollrunde an Auffahrt 2010 stiess bei Geistlichen auf Kritik. Offen zeigte sich damals Pfarrer Josef Hochstrasser, ein bekennender Fussballfan und Freund von Ottmar Hitzfeld. Er selber könne sich gut vorstellen, am Morgen in die Kirche zu gehen und am Abend ein Fussballspiel zu besuchen. Auch Spiele an Weihnachten oder Ostern seien für ihn denkbar.

“Anders ist es nur an Karfreitag. Da hätte ich Mühe angesichts dessen, dass es an diesem Tag vor 2000 Jahren jemandem verdammt dreckig ging.”

Heliane, de Schiri hät öisem Käptn diini Haarfarb zäigt!

Rrr am Montag den 23. März 2015

canepa

Herr Auti Liebi wusste, was Canepa wem sms-te.

Herzliche Gratulation, Herr A.L.! Den Preis wird Ihnen unser schönster Mitarbeiter in den nächsten Tagen zukommen lassen. Wir danken allen NSA-Praktikanten für die sachdienlichen Hinweise und wünschen Ihnen nach wie vor alles Gute.

«Ich will den Cup gewinnen!»

Herr Pelocorto am Dienstag den 10. Februar 2015

Das waren Vero Salatics letzte Worte, bevor er Richtung Sion davonritt.

Kommentar aus Zürich

Liebe Leserin, lieber Leser

Wie ist dieser Transfer sportlich einzuordnen? Der allseits beliebte Mittelfeldmotor war ein Antreiber auf und neben dem Spielfeld. Wir bedauern den Verlust dieser Mannschaftsstütze ausserordentlich, Vero Salatic hinterlässt eine grosse Lücke. Seine professionelle Einstellung war vielen jungen Spielern ein leuchtendes Vorbild, sein Einsatz – immer im Dienst der Sache – ebenso.
Der FC Sion erhält einen Spieler in der Blüte seiner Karriere und einen Menschen, der sich im Zeitalter der sozialen Medien nicht scheut, auch unangenehme Dinge direkt im persönlichen Kontakt anzusprechen. Sein zurückhaltender Umgang mit den Medien ist heute leider eine Seltenheit, auch hier wünschen wir uns, dass sich mehr Exponenten des Schweizer Fussballs an Vero Salatic orientieren würden.
Kurz und gut dürfen wir festhalten, dass Christian Constantin auf das richtige Pferd gesetzt hat.

Und die Grasshoppers? Mit der Ablösesumme von 19 Mio. Franken hat der GC sicher das Maximum in den Verhandlungen erreicht. Das und das wegfallende Jahressalär schaffen mehr als genug Spielraum, um sich gezielt weiter zu verstärken. Die Grasshoppers dürfen wieder offen mit dem Cupsieg und dem 2. Platz in der RSL rechnen.

Gut gemacht, GC!
Ihr Pelocorto

25 GRÜNDE WARUM DER FCZ GERADE DEN X-TEN FRÜHLING ERLEBT

Rrr am Dienstag den 10. Februar 2015

Innovativ, investigativ, informativ! Heute: Der FC Zürich.

“Paukenschlag zum Rückrundenstart! Der FCZ zerschmetterte St. Gallen auswärts mit 4:1, untermauerte seine Meisterambitionen.

Ich habe das Team in letzter Zeit nicht mehr live erlebt, aber als Experte kann ich versichern: Diese Mannschaft hat Power! Karl Grob im Tor, seit eh und je ein sicherer Wert. Dann Pius Fischbach und Max Heer, wahrscheinlich das beste Innenverteidiger-Duo der Liga. Pierre-Albert Chapuisat und Hilmar Zigerlig lassen aussen nichts anbrennen. Und dann erst die kreative Schaltzentrale um René Botteron und Köbi Kuhn! Ganz vorne haut Ilja Katic die Bälle rein. Oder natürlich Daniel Jeandupeux, je nach Spielsystem.

Diese Mannschaft hat schon viel Klasse. Der Trainerwechsel von Timo Konietzka zu Urs Meier ging übrigens reibungslos über die Bühne. Und gerade auch deshalb ist diese Mannschaft auch diesen Frühling ein heisser Kandidat für den Titel.

WER GING? Patrick Rossini (Lugano). WER KAM? Christian Schneuwly (Thun).

BRUNOS PROGNOSE: Platz 2, Cup-Halbfinal (Aus gegen St. Gallen).

Venezolanische Freude

Rrr am Dienstag den 10. Februar 2015

Alexander Gonzalez findet das Glück.

Sportlich läuft es dem YB-Venezolaner nicht rund. Nach einem Gastspiel in Aarau wurde er nach Thun weitergereicht. Privat aber befindet sich der 22-Jährige im siebten Himmel.

Vor dem Spiel gegen Aarau in der Stockhorn Arena machte Gonzalez seiner Freundin Maria einem Heiratsantrag. Den 4628 Zuschauern stockte der Atem. Maria sagte Ja!

Die Szene rührte auch die Besitzer des Solbads in Sigriswil. Sie offerierten dem Paar spontan die schönsten Suite, die es in der Wohngemeinde des SVP-Nationalrats Adrian Amstutz gibt.

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Gonzalez sass übrigens 70 Minuten auf der Bank. Nach dem Führungstreffer von Thun wurde er eingewechselt und konnte hautnah miterleben, wie seinem YB-Klubkollegen Moreno Costanzo der Ausgleich für Aarau gelang.