Archiv für die Kategorie ‘Süper League’

Das erste Spiel

Briger am Montag den 5. Juni 2017

Sie konnten es an dieser Stelle letzte Woche lesen. YB und GC konnten in den letzten fünf Jahren am meisten gegnerische Trainer entlassen. Nun stellt sich die Frage, welche Mannschaft konnte denn in den letzten fünf Spielzeiten am besten von einem Trainerwechsel profitieren und Spiel 1 unter dem neuen Übungsleiter gewinnen? Und vor Spielen gegen welche Teams lohnt es sich, den Trainer zu wechseln und gegen welche nicht? Teil 2 unserer exklusiven Recherche.

Berücksichtigt wurde jeweils das erste Spiel des neuen Trainers einer Mannschaft, Interimstrainer wurden übergangen.
Am meisten Trainer wechselte wie bereits letzte Woche vermeldet in den letzten fünf Saisons der FC Sion. Nämlich deren 12. Die Walliser haben dabei eine mehr oder weniger ausgeglichene Bilanz, was den Erfolg im ersten Spiel nach dem Wechsel betrifft. Fünf Siegen und zwei Unentschieden stehen fünf Niederlagen gegenüber. Von den 13 Super League Teams, die in den letzten fünf Spielzeiten ihren Trainer wechselten, konnte nur der FC St. Gallen alle ersten Spiele siegreich gestallten. Sowohl unter Joe Zinnbauer als auch unter Giorgio Contini gab es einen Sieg. Neben St. Gallen und Sion konnten nur die Young Boys, der FC Luzern und der FC Thun mindestens eins der ersten Spiele unter dem neuen gewinnen, alle anderen Teams verloren ihre Auftaktpartie unter dem neuen Chef.

Oft wird geschrieben, dass eine Mannschaft nach einem Trainerwechsel besonders motiviert sei, alle wollen sich dem neuen Coach zeigen und häufig soll vor einer Entlassung auch gegen den Trainer gespielt worden sein. Müsste es da nicht besonders schwierig sein, gegen einen neuen Trainer antreten zu müssen? Ein Blick auf die Statistik verrät, nein, denn mehr als die Hälfte der Auftaktspiele unter dem neuen Coach (51.52%) gingen für die 13 Super Leaguisten in den letzten fünf Saisons nämlich verloren. Mit Abstand am häufigsten wechselten Mannschaften ausgerechnet vor Spielen gegen den FC Basel den Übungsleiter – keine gute Idee. Die Basler gewannen nämlich sechs von sieben Partien bei denen sie gegen einen Neuen antreten mussten, verloren haben sie keine. Ungünstig sind auch Wechsel vor Spielen gegen YB (zwei Siege in zwei Partien) und gegen Sion, wobei die Walliser seit der Saison 2012/13 nur einmal gegen einen neuen Trainer anzutreten hatten. Günstiger war ein Trainerwechsel vor Spielen gegen Lausanne (zwei Niederlagen bei zwei Auftritten gegen Neue) und den FC Vaduz (ein Unentschieden und zwei Niederlagen).

Tabellen, in denen YB zuoberst steht

Briger am Dienstag den 30. Mai 2017

Heute: Welche Super League-Mannschaft sorgt für die meisten Trainer-Entlassungen beim Gegner?

In der aktuellen 11 Freunde-Ausgabe können Sie es nachlesen, der Hamburger SV ist derjenige Verein, der in der Bundesliga in den letzten fünf Jahren für die meisten Trainerwechsel beim Gegner sorgte. Wie sieht es in der Schweiz aus? Richtig, YB ist Erster, ex-aequo mit den Grasshoppers.

Seit der Saison 2012/13, also in den letzten fünf Saisons, entliessen die 13 in dieser Zeit in der Super League engagierten Vereine 31 Trainer. Nicht berücksichtigt wurden für diese exklusive Rundes-Leder-Investigativrecherche Trainer, deren Vertrag zum Saisonende auslief oder die von einem anderen Verein gekauft wurden. Auch Interimstrainer, die nur für ein oder zwei Spiel im Amt waren, wie z.B. Harry Gämperle, wurden ebenfalls nicht berücksichtigt. So viel also zu den Hintergründen. Am meisten Trainer stellte der FC Sion vor die Türe, insgesamt 12, wobei die laut Herrn Constantin jeweils freiwillig gehen.

Insgesamt fünf Trainer mussten nach Spielen gegen die Young Boys oder die Grasshoppers ihren Job an den Nagel hängen. Es waren dies nach Spielen gegen YB Pierre-André Schürmann und Gennaro Gattuso von Sion, Ciriaco Sforza von Thun, Michael Skibbe von GC und Joe Zinnbauer im April 17 vom FC St. Gallen. Nach Spielen gegen GC mussten Andrea Manzo vom FC Lugano, Murat Yakin vom FC Luzern, Laurent Roussey von Lausanne, Sven Christ von Aarau und Urs Meier vom FCZ gehen.

Monaco taucht übrigens in der Statistik auf, weil Ulrich Forte nach dem Spiel gegen Monaco bei YB gehen musste.
Keinen Trainer des Gegners entlassen konnten in den letzten fünf Jahren Aarau, Luzern und der FCZ. Was uns das sagt, keine Ahnung.

The Big Picture

Herr Shearer am Donnerstag den 20. April 2017

Jeden Donnerstag im Runden Leder: unnütze Statistiken!

Zum Runden Leder: Herr Dr. Rüdisühli, Sie haben in einer grossangelegten Studie 162 Schweizer Fussballmannschaften miteinander verglichen. Das muss eine mordsmässige Riesenarbeit gewesen sein, nicht wahr?

Dr. Rüdisühli: Absolut! Es ging uns um das „Big Picture“ im Schweizer Fussball – wer ist top, wer ist flop? Eine unglaublich aufwendige statistische Aufgabe, oft standen wir kurz vor der Aufgabe, ständig drohten uns die flüssigen Mittel auszugehen. Aber wir stehen kurz vor der Vollendung und hoffen, in einigen Wochen endgültige Aussagen und Ergebnisse präsentieren zu können.

ZRL: welche Herangehensweise haben Sie gewählt?

Dr. Rüdisühli: die 162 Klubs – von der Super League bis zur 2. Liga Interregional – melden uns nach jedem Spiel Resultat, Punktestand und weitere Zahlen. Diese füttern wir unserem Superrechner, welcher uns dank dem Programmiergeschick meiner Mitarbeiter laufend interessante Zahlen liefert.

ZRL: lässt sich schon eine Aussage machen, welcher Klub zuoberst steht?

Dr. Rüdisühli: nach aktuellem Stand – und das ist für uns Experten absolut nicht überraschend – der FC Basel. Einfach grossartig, diese Werte! 73 Punkte aus 28 Spielen, das gibt einen überragenden Schnitt von 2,607142857 Punkten pro Match. Wie gesagt: grossartig!

ZRL: Nun ja, schön. Unsere Leserinnen und Leser interessieren sich tendenziell aber mehr für YB. Wie sieht es da aus?

Dr. Rüdisühli: YB? Sagen wir es mal so: oberes Mittelfeld. Enttäuschend. 1,892 Punkte – das ist nur knapp über dem Niveau von Genolier-Begnins.

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Alternativetabelle

Briger am Montag den 16. Januar 2017

Tabellen, in denen der FC Basel nicht erster ist.

Der FC Basel 1893 ist zurzeit die mit Abstand beste Fussballmannschaft der Schweiz und dies zeigt sich nicht nur im Punktestand. Nein, auch bei der Chancenauswertung, den Punktgewinnen nach einem Rückstand oder beim Ballbesitz hat der FC Basel die Nase vorn, ja sogar wenn es darum geht, wer am meisten Legionäre einsetzt, kann niemand dem EFCEBE das Wasser reichen, um nur einige Tabellen zu nennen, welche der Ligakrösus auch anführen würde.

Trotzdem gibt es Tabellen, bei denen der FC Basel nicht an erster Stelle steht. Ein Blick auf transfermarkt.ch zeigt, welche das sind:

Das jüngste Kader:

Am jüngsten waren die Spieler in der bisherigen Saison im Waadtland. Ganze drei Jahre jünger als diejenigen des FC Basel, waren die Spieler des FC Lausanne-Sport im Schnitt, der nur auf Platz 8 landet.

Die Eigengewächse

Am meisten Eigengewächse – d.h. Spieler die spätestens in der U17 zum Verein wechselten – hat der BSC YB im Kader. Der FC Basel liegt nur auf Platz 9.

Die Treuen:

Am treusten (aber nicht blöd) sind die Spieler der FC Luzern Innerschweiz AG. Im Schnitt sind die Spieler seit 900 Tagen in der Leuchtenstadt.

Die gelben Könige

Platz 1 für die Young Boys! Sagenhafte 43 gelbe Karten konnten sich die Young Boys erfoulen, der FC Basel müsste in dieser Tabelle mit läppischen 17 gelben Karten leider den bitteren Gang in die Challange League antreten.

Die meisten eingesetzten Spieler:

Schon wieder haben die Young Boys die Nase vorn: 27 Spieler durften in der Hinrunde für gelb-schwarz auflaufen.

Die SVP-Tabelle:

Zum Abschluss eine spezielle Tabelle: Was wäre wenn der Inländervorrang der SVP im Fussball umgesetzt würde? Was wäre, wenn nur noch Tore von Eidgenossen zählen würden? Der FCB müsste mit sieben Punkten Rückstand in die Rückrunde starten, Leader wäre der FC Luzern Innerschweiz AG.

Stellenprofil für Spitzenjob

Rrr am Dienstag den 6. Dezember 2016

Herr Bohannson sucht die Tikitakapressingmeistercupchampionsleaguewollmilchsau.

heas“Entschuldigen Sie die kurze Störung. In einem äusserst diskreten, aber oft auch langweiligen Geschäft vermittle ich seit Jahren Spitzenarbeitskräfte an Spitzenunternehmen, immer zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten. Nun werde ich aber von einem Kunden mal so richtig gefordert. Es handelt sich um einen wichtigen Schweizer Fussballklub, der auch im internationalen Geschäft mitmischt. Den Namen darf ich natürlich nicht nennen.

Jedenfalls sucht mein Kunde per 11. Dezember 2016 einen neuen Trainer. Er bietet einen anständigen Lohn, zeitgemässe Abgangsentschädigungen, ein ansehnliches Budget für Spielereinkäufe bei der Konkurrenz, gepflegte Trainingsanlagen, ein treues Publikum in einem architektonisch schöngeredeten Stadion und eine unkritische Lokalpresse. Der Meistertitel ist bereits vorbestimmt, da müssen Sie sich nicht weiter drum kümmern.

Gesucht ist ein Übungsleiter mit internationalem Renomee, der die vier Spiele im Jahr gegen Vaduz als wichtige internationale Begegnungen sieht, die provinzielle Gemütlichkeit gepaart mit metropolitaner Selbstüberschätzung schätzt, seine Kleider von international angesagten Brands beim lokalen Gewerbe kauft und sich gerne im lokalen Theater und bei kleinbürgerlichen Anlässen zeigt. Sodann sollte er dem herausragenden Präsidenten nicht vor der medialen Sonne stehen, das Publikum mit attraktivem Fussball aus dem Tiefschlaf wecken, ohne dabei Risiken bezüglich des Sieges einzugehen, internationalen Fussballglamour à la Guardiola ausstrahlen und natürlich europäisch überwintern. Daran ist der Letzte leider gescheitert. Wobei, nicht nur an dem. Aber item.

Ihre Bewerbung mailen Sie bitte an unseren Dr. Rüdisühli, wir leiten das Dossier dann an den betreffenden Verein weiter, der seinen Namen nicht in diesem Blog lesen möchte, was wir natürlich respektieren. Bei Gefallen wird sich Dr. Heusler bei Ihnen melden. Besten Dank für Ihre Mitarbeit.”

Hilfe, Hooligans! (3)

Harvest am Montag den 28. November 2016

Böse Basler!

Die KKJPD führt Ereignislisten zu den Hooliganvorfällen in der Schweiz, ältere Leser erinnern sich (hier und hier). Ein letztes Mal werfen wir einen Blick auf diese Listen und fragen uns, welches ist denn nun die Mannschaft mit den schlimmsten Fans?

Das Runde Leder hat sich Tag und Nacht mit den Listen beschäftigt und alle Spiele ausgewertet. Gezählt wurden alle Spiele, in denen ein Hooliganvorfall gemeldet wurde, unabhängig von der Schwere und der Schuld.hools

Die gefährlichsten Spiele sind jene mit Basler Beteiligung (sowohl zu Hause als auch auswärts), wir empfehlen allen, die nicht mindestens eine Postur eines Dennis H. aus T. mitbringen, diesen fern zu bleiben. Eigentlich erstaunlich, gewann doch der FC Basel seit Einführung dieser Listen alle Meisterschaften und geniesst, glaubt man den kompetentesten unter den Zuschauern, bei den Schiedsrichtern einen Bonus. Daraus lässt sich eigentlich nur schliessen, dass die Basler im Allgemeinen ein etwas aggressives Völkchen sind.

Die Young Boys liegen in dieser nicht sehr vorteilhaften Tabelle an dritter Stelle. Nicht vorenthalten möchten wir Ihnen allerdings einen Vorfall, bei dem sich die Berner Fans nicht viel haben zu Schulden lassen kommen:
“Nach dem Spielschluss betraten Heimfans das Spielfeld, um Gastfans zu provozieren. Der Sicherheitsdienst und die Fanbetreuer verhinderten eine Reaktion der Gastfans, dennoch weitere Provokationen. Polizeiintervention um Konfrontation zu verhindern.”

Ereignet hat sich der Vorfall am 20.09.2014 im malerischen Buochs.

Hilfe, Hooligans!

Harvest am Mittwoch den 16. November 2016

Jeder kennt die Hooligandatenbank und wenn man gewissen Fans glauben kann, stehen wir da alle drin, schliesslich haben wir auch schon Fussballspiele besucht.

pyroEs gibt allerdings nicht nur eine Hooligandatenbank, sondern auch Ereignislisten, die die Hooliganvergehen genaustens protokollieren. Die Listen der Jahre 2012-2015 finden Sie auf der Heimseite der KKJPD. Doch Sie müssen sich nicht die Mühe machen diese zu studieren, wir haben das für Sie erledigt.

Zuerst müssen wir uns in Erinnerung rufen, was ein Hooligan ist. Der Duden nennt ihn einen „meist im Gruppenverband auftretender Jugendlicher, dessen Verhalten von Randale und gewalttätigen Übergriffen bei öffentlichen Veranstaltungen (z.B. Fussballspielen) gekennzeichnet ist“. In allen Definitionen findet sich in der einen oder anderen Form der Begriff „Gewalt“. Dass gegen Gewalt vorgegangen werden muss (ob nun mit Repression oder Prävention), darin sind wir uns sicher einig. Zudem werfen die Hooligans ein schlechtes Licht auf alle Fussballfans und den Fussball allgemein (gut, das machen FIFA und UEFA auch).

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Nachspielzeit

Harvest am Dienstag den 8. November 2016

BREAKING NEWS: Yoric Ravet fällt bis Ende Jahr aus

Lausanne verliert schon wieder in der Nachspielzeit gegen Basel, eine Geschichte, wie sie nur der Fussball schreiben kann.

fcl_ybDa fragt man sich natürlich, stimmt das Gefühl? Holt der FC Basel seine Punkte tatsächlich in der Nachspielzeit?
Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut und alle Treffer der aktuellen Saison, die offiziell nach der 90. Minute fielen, ausgewertet. Insgesamt sind das bisher 18. Am meisten geschossen hat der FC Basel, am meisten kassiert der FC Lausanne, soweit alles wie vermutet. Interessant allerdings, dass auch den Bernern gegen Ende Spiel jeweils die Puste ausgeht, mit vier erhaltenen Toren sind sie in dieser Statistik an zweiter Stelle.

punkte_nachspielzeit

Von den 18 Toren in den Nachspielzeit waren allerdings nur acht punkterelevant. Basel hat alle seine fünf in der Nachspielzeit erspielten Punkte gegen Lausanne geholt, YB je zwei verloren gegen St.Gallen und Luzern.

Nachhaltige Perspektiven 

Rrr am Samstag den 5. November 2016

Der Retter des FC Thun: Wir haben das erste Exklusiv-Interview.

Was bisher geschah: Der Rohstoffhändler Alhassan Al-Shirar will dem notleidenden FC Thun unter die Arme greifen, wir berichteten exklusiv. Was steckt dahinter? Ein zweiköpfiges Reporterteam des Runden Leders konnte den Scheich heute vormittag in der Lobby eines Fünf-Stern-Hotels in Zug treffen.

99Ihre Exzellenz …

Hassan. Sagen Sie mir einfach Hassan. In der Fussballwelt kommuniziert man ganz unkompliziert, das habe ich bereits gelernt.

Herr Hassan, mit Verlaub: Was führt Sie ausgerechnet zum FC Thun?

Nun, meine Freunde, da muss ich ein bisschen ausholen. Wie Sie vielleicht wissen, plane ich ein neuartiges Begegnungszentrum in Hünibach. Ein internationales Begegnungszentrum, das den Tourismus im Berner Oberland in eine ganz andere Sphäre befördern wird. Dazu später mehr. Auf jeden Fall kam ich in diesem Zusammenhang in Kontakt mit Almarkus. Er macht in Hünibach die juristischen Dinge für mich, er ist ja Rechtsanwalt. Und eher beiläufig erwähnte Almarkus, dass er im Fussball-Business ..

Moment. Meinen Sie Markus Lüthi, den Präsidenten des FC Thun?

Lutti, genau! Almarkus. Er hat mir erzählt, dass der Klub ausgezeichnet geführt ist und sehr erfolgreich Fussball spielt, aber im Moment fehle es vielleicht ein bisschen an flüssigen Mitteln. Ich habe es sofort gespürt, der Mann braucht eine Finanzspritze.

In welcher Grössenordnung?

Almarkus druckste zuerst herum und rückte dann eine Zahl heraus: Ihm schweben 3 bis 5 Millionen vor. Das macht natürlich keinen Sinn. Mit diesem Geld hält man einen Klub knapp am Leben, man hat aber keine Entwicklungsperspektive. Ich werde 80 bis 150 Millionen Franken investieren.

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Welches sind Ihre Ziele?

Wissen Sie, ich bin nicht einer, der kommt, Staub aufwirbelt und wieder geht. Ich habe nachhaltige Perspektiven. Wir wollen mit Thun die Champions League gewinnen. Das geht natürlich nicht sofort, dafür brauchen wir acht Jahre, vielleicht sogar zehn. Zunächst wollen wir die Nummer 1 im Kanton Bern werden (bis Sommer 2017), dann die Nummer 1 der Schweiz (ab Sommer 2018). Ab 2022 wollen wir zu den BIG FIVE in Europa gehören.

Big Five?

Barca, Real, Bayern, Thun und Paris. Der dortige Scheich ist übrigens ein Cou-Cousin mütterlicherseits.

Das sind ja glänzende Perspektiven, Herr Hassan! Eine letzte Frage: Warum wollen Sie so viel Gutes tun in Thun?

Der FCT ist eine Herzensangelegenheit. Und Almarkus ist wie ein Bruder für mich. In unseren Adern fliesst dasselbe Herzblut. Hopp Al-Thun!

Morgen im Runden Leder:
Holt der Scheich neue Spieler? Was wird aus der Stockhorn Arena? Und was sagt Thun und das Berner Oberland zum Retter aus Dubai?

Fussball für die Ohren

Herr Shearer am Donnerstag den 20. Oktober 2016

Fussball am TV? Wie retro!

radiologieDas dumme beim Fernsehglotzen ist nämlich: man kann sich schlecht auf das Spiel konzentrieren und daneben noch etwas anderes machen (z.B. Rundes Leder lesen, Fingernägel lackieren, Briefmarkensammlung sortieren). Der gewiefte Fussballfan schaltet deshalb statt dem Hausaltar das Radio an. Wobei – im 21. Jahrhundert ist ein Internet-fähiges Radio in den meisten Fällen Pflicht, wenn man Spiele empfangen will. Natürlich haben wir jeglichen Aufwand für genaue Recherche erneut gescheut wie der Teufel das Weihwasser und zählen hier einmal die uns bekannten Möglichkeiten auf, den Kick auf die Ohren zu kriegen:

  • Am einfachsten haben es die Anhänger der Bundesliga: auf Sport1.fm können alle Spiele empfangen werden, auch als Konferenz. Die Champions League-Spiele der deutschen Mannschaften gibt es noch dazu.
  • Die Premier League kann über TalkSport empfangen werden. Lange lief man aber ins Leere, wenn man sich zu den Spielzeiten einschaltete: die Übertragung ins Ausland wurde verhindert. Seit letzter Saison ist mit dieser Einschränkung zum Glück wieder Schluss; TalkSport überträgt zumeist ein Spiel direkt aus dem Stadion, zu den anderen Partien gibt es daneben laufend Updates.

Wer es mehr mit der heimischen Liga hat, wird zumindest bei den grösseren Klubs glücklich:

  • Radio Gelbschwarz müssen wir Ihnen nicht mehr vorstellen. Alle Spiele des besten Clubs der Welt, im Stadion auch auf Radiofrequenz empfangbar.
  • Auch der FC Basel sendet jeweilen live.
  • Wenn der GC-Fan mal nicht ins Stadion kann, greift auch er zur Direktübertragung.
  • Auch der FC Luzern lässt sich nicht lumpen und unterhält ein Fan-Radio.
  • Das einzige Vereinsradio in französischer Sprache bieten unsere Freunde aus dem fernen Wallis an.
  • Früher konnten auch die Spiele des FC St. Gallen akkustisch mitverfolgt werden, aber offenbar existiert dieses Angebot nicht mehr. Ja, der FCSG trifft derzeit den Ton sowieso nicht immer ganz richtig

Speziell erwähnen müssen wir hier erneut Radio Blind Power, welches speziell für Blinde und Sehbehinderte eine Audio-Deskription anbietet. Hier werden jeweilen einzelne Spiele übertragen, schlau machen können Sie sich auf der Homepage.

Haben wir noch etwas vergessen? Gut möglich. Wir zählen natürlich auf Ihre Schwarmintelligenz und darauf, dass Sie weitere Sender – ob analog oder digital – in den Kommentaren erwähnen. Wir führen diese dann an dieser Stelle gerne nach. Besten Dank!

 

 

Rundesleder Tippspiel Nr. 5

Rrr am Sonntag den 2. Oktober 2016

Hurra, die Young Boys sind wieder da.

Nach vier Auswärtsspielen in Serie tritt YB heute wieder einmal im Wankdorf an. Der Zweite empfängt den Tabellenachten St. Gallen, aber Obacht: Nur 5 Punkte trennen die beiden Mannschaften nach dem ersten Meisterschaftsviertel.

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YB hat in der Amtszeit von Adi Hütter dreimal 0:0 gespielt – das war in den letzten drei Partien in Vaduz, Sion und Astana. Es besteht Hoffnung auf Besserung: Gegen den heutigen Gegner gabs in den letzten zwölf Spielen stets Tore. Das letzte 0:0 gegen St. Gallen im Wankdorf stammt vom 18. November 2012.

Seither konnten die Ostschweizer in der Bundesstadt nicht mehr punkten. Nur die betagtesten Leser erinnern sich noch an den letzten FCSG-Sieg in Bern.

Und nun unsere Frage des Tages:

Wie endet das heutige Spiel?

Ihre Antwort erwarten wir bis 13.44 Uhr. Der Sieger erhält eine YB-Wurst, die ihm beim Heimspiel gegen GC am 23. Oktober feierlich überreicht wird. Toi toi toi!

Das unfairste Team im Land

Briger am Montag den 29. August 2016

RL-Exklusiv: Tabellen, von denen Sie nie etwas wissen wollten. Heute: Wer hat das unfairste Team im Land?

Recherchen des Runden Leders ergaben, dass in den letzten fünf Spielzeiten (inklusive der aktuellen, also im Zeitraum 2012/13-2016/17) ein Team besonders aktiv im Kartensammeln war. Es ist dies ein Team, das seit dieser Saison nicht mehr in der Super League mittun darf: Der FC Zürich, aber sehen Sie selbst.

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Gelb gibt einen Punkt, gelb-rot drei und glatt rot fünf.
Die Tabelle zeigt somit auch noch folgendes: Der Basel-Bonus lebt!