Archiv für die Kategorie ‘Süper League’

Toller Tipper-Trip

Rrr am Dienstag den 17. Juli 2018

Neue Saison, neues Glück!

Nur noch viermal schlafen, dann ist endlich wieder Super League. Los geht es am kommenden Samstag mit Basel-St. Gallen und Luzern-Xamax. Tags darauf bestreitet Meister YB sein erstes Spiel gegen GC.

Das Runde Leder versüsst Ihnen auch diese Saison mit einem attraktiven Tippspiel. Messen Sie sich mit den Besten der Besten über 36 Runden und lassen Sie sich am Schluss als König aller Prognostiker feiern!

Titelverteidiger ist übrigens Herr Stiefel, ein Leser aus Basel. Ihm und auch allen anderen Teilnehmern wünschen wir für unser Tippspiel alles Gute. Die Regeln sind dieselben wie in den letzten Jahren. Toi toi toi!

Künstlicher Heimvorteil

Harvest am Dienstag den 5. Juni 2018

Ist Kunstrasen für Heimsteams ein unfairer Wettbewerbsvorteil?

Dieser Frage gingen die Macher von Swiss Football Data nach. Sie untersuchten alle Spiele der beiden höchsten Schweizer Ligen der letzten Saison dafür und nutzten den Welch-Test (ein Zweistichproben-t-Test für zwei unabhängige Stichproben mit ungleichen Standardabweichungen), um die Frage ein für allemal zu klären.

Höchst signifikant ist der Heimvorteil ganz allgemein, im Durchschnitt holten Teams 0.306 Punkte pro Spiel mehr im eigenen Stadion als auswärts, doch das nur am Rande. In Super und Challenge League tummeln sich insgesamt fünf Teams mit Kunstrasen: YB, Thun, Xamax, Schaffhausen und Wil. Im folgenden Balkendiagramm sehen Sie die Differenzen zwischen den durchschnittlichen Punktgewinnen im eigenen Stadion und auswärts.

Sie sehen zum Beispiel, dass der FC Thun (auf Kunstrasen notabene) zu Hause schlechter punktet als in der Fremde. Nun, genau diese Differenzen unterzog Swiss Football Data nun einem Welch-Test und *Trommelwirbel* die Nullhypothese kann nicht verworfen werden. Das heisst, statisch lässt sich ein Vorteil der Kunstrasen-Teams nicht nachweisen.

Vielleicht schiessen die Plastikfussballer wenigstens mehr Tore wegen des Kunstrasens? Wieder sehen wir die Differenz zwischen der durchschnittlichen Anzahl Tore in Heimspielen und Auswärtsspielen.

Hier kann nicht nur kein Kunstrasenvorteil nachgewiesen werden, es zeigt sich sogar das Gegenteil. Mannschaften mit Naturrasen treffen zu Hause verhältnismässig besser als diejenigen mit Kunstrasen. Also alles dummes Geschwätz von wegen Vorteil auf Kunstrasen und somit wohl auch der Grund für die Niederlage von YB im Cupfinal.

Mehr Hunger

Rrr am Samstag den 5. Mai 2018

Rundes Leder Rückpass.

Die interessantesten Zitate von Super-League-Experten aus den letzten zwei Jahren. Heute: Saisonprognose 2017/18 von Kubilay Türkiylmaz im “Blick”.

Als Absteiger sagte er übrigens Lausanne voraus.

Doppelhattrick

Briger am Montag den 23. April 2018

Wir unterbrechen die Berichterstattung zu YB.

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, Am Wochenende haben Kenan Kodro und Carlinhos beim Spiel GC-Lugano je einen Hattrick erzielt. Ja, einen Hattrick, Sie brauchen mir jetzt gar nicht mit diesem deutschen Geschwafel vom lupenrein kommen. Gab es das in der Geschichte des Schweizer Fussballs schon einmal, dass zwei Spieler im selben Spiel einen Hattrick erzielt haben? U.a.w..g., S. W., B.

Lieber Stefan, vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir haben uns schlau gemacht und sind in unserem Archiv auf den 4. Juli 2001 gestossen. Ja, damals fing die Super League noch sehr früh im Sommer an. Nun an diesem besagten 4. Juli 2001 spielten im Sittener Tourbillon der FC Sion und der FC Basel gegeneinander. Im Tor der Basler stand ein gewisser Pascal Zuberbühler. Dieser Herr Zuberbühler wurde von der 55. bis 62. Minute vom Franzosen Julien Pouyes mit einem lupenreinen Hattrick drei Mal bezwungen. Er erhöhte so von 2:1 auf 5:1. Sion-Trainer Laurent Roussey hatte wohl Mitleid mit dem Gast vom Rheinknie und so wechselte er direkt nach dem dritten Tor den Kameruner Samuel Ojong ein. Dieser erzielte zwischen der 79. und 86. Minute mit einem lupenreinen Hattrick die Tore vom 6:1 bis zum 8:1.

Am Ende der Saison wurde Basel mit 10 Punkten Vorsprung erstmals nach 22 Jahren Meister, dem FC Sion wurde die Lizenz entzogen. Weiter Einträge haben wir nicht gefunden, aber es kann natürlich sein dass irgendwann im 20. Jahrhundert mal drei Tore von zwei Spielern im selben Spiel erzielt wurden. Zumindest für die Super League haben Kodro und Carlinhos aber Geschichte geschrieben. Herzlich, Ihr Dr. Rüdisühli

Liebesgrüsse aus dem Keller

Herr Shearer am Donnerstag den 15. Februar 2018

Die gute Nachricht: der Valentinstag ist vorbei! Die schlechte: in 364 Tagen ist schon der nächste.

Das deutsche Fachorgan 11 Freunde präsentierte gestern auf seiner Homepage eine Übersicht über die Tweets der Bundesligisten zum Thema des Tages. Grund genug für uns, ihnen eine gleichartige Übersicht aus Schweizer Sicht zu präsentieren. Keine Angst, sie fällt ganz kurz ein, denn eine Kurznachricht auf ihrem Twitter-Kanal war das nur den Kellerkindern der Liga wert, denen also, die offenbar ganz dringend ein bisschen Liebe und Zuwendung gebrauchen können.

Chers supporters, en ce jour dédié à l’amour, nous tenons à vous remercier pour votre chaleureux soutien et votre ferveur malgré les moments difficiles que nous passons ensemble cette saison. Nous comptons encore sur vous ce dimanche ! ❤⚪🔴 #fcsion #valentinesday pic.twitter.com/kBz8KiCPxB

— FC Sion (@FCSion) 14. Februar 2018

Tinder-Time in Sitten – It’s a Match! Und nächste Saison geht das Speed-Dating mit neun neuen Blind Dates  in die nächste Runde.

Mon cher @lausanne_sport,
En ce jour de saint-valentin, il faut se dire ce que l’on ressent vraiment. Même si beaucoup te critiquent à cause de ton nouveau look, je tiens à te dire que bah moi, je l’aime ! L’amour ne s’arrêtera jamais à cause d’une couleur.
🧡 Je t’aime mon LS 💙 pic.twitter.com/78dOyU1s2T

— Lausanne eSports (@lausanneesports) 14. Februar 2018

Für einen eigenen Tweet war man in Lausanne zu scheu, hat aber gerne den der E-Sportler verwendet. Man sieht sofort: da stimmt die Chemie!

Wobei, so ganz stimmt das nicht. Etwas eigenes hat man doch verfasst, allerdings hat man es damit so gemacht, wie man es auch gerne mit Spielern tut: von Basel etwas ausgeliehen. Ging es etwa um Vali? Wir werden es nie erfahren.

Überrasche deine Liebste/deinen Liebsten mit einem romantischen Valentinstag-Geschenk:
– Eine Rose und eine Flasche FC Thun-Wein für CHF 19.00
– 4 Spezial-Feldschlösschen-Bier und 1 FC Thun-Bierglas für CHF 19.00
Der Fanshop ist heute von 13.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.#wahriliebi pic.twitter.com/wcPOCcdBAP

— FC Thun (@fcthun_official) 14. Februar 2018

Wahre Liebe zeigt man natürlich mit einer Flasche umettiketierten Essigs oder vier Dosen Feldi aus dem Denner. Oder aus dem Fanshop des FC Thun, dann ist es halt einfach doppelt so teuer.

Einfach nur traurig der FC Basel – der Klub, der den heiligen Valentin geboren und endlich auch wieder in seinen Reihen hat, bleibt stumm in der Sache. Da kann man sich wirklich nur noch mit ein bisschen Musik trösten.

Linienrichtertausch

Briger am Montag den 5. Februar 2018

Sie haben es am Samstag wahrscheinlich gar nicht mitbekommen, aber schauen Sie selbst.

Sie sehen im Hintergrund in der ersten Halbzeit einen glatzköpfigen Linienrichter:

Screenshot Teleclub-Zoom

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Die aktuelle Umfrage

Rrr am Donnerstag den 4. Januar 2018

Würden Sie diesem Mann ein Occasionsauto abkaufen?

A) Ja! Denn dieser Mann kann übers Wasser laufen!

B) Nein! Der kann nicht übers Wasser laufen.

C) Vielleicht! Ich muss es aber zuerst mit Matthias Hüppi absprechen. Der kann auch nicht übers Wasser laufen, aber dies mit einer neuen, an den Ressourcen der einzelnen Mitarbeiter orientierten und auch in der Krise Nachhaltigkeit anstrebenden Vereinskultur.

D) Weiss nicht.

Die richtige Antwort bitte mit grünem oder blauem Kugelschreiber ankreuzen und den ausgedruckten Beitrag an den FCSG, Espenmoos, 9000 St.Gallen schicken (Kennwort Change Management).

(Foto: Keystone)

Seriös und souverän

Rrr am Dienstag den 26. September 2017

Wie immer am Dienstag: Rundes Leder Jobbörse.

Heute suchen wir ein Plätzchen für den Urs.

Dem Urs sein natürlicher Lebensraum ist die Super League, er leitete schon das Training beim FC Zürich, dem FC Thun und und dem FC Basel. Jetzt sucht er einen neuen Arbeitgeber – in einer Art Blindbewerbung gab er am Sonntag sein Comeback im Teleclub-Talk.

Als Referenz stellte sich der BLICK-Sportchef Bingesser zur Verfügung (“Der Urs Fischer ist grundsätzlich ein seriöser Schaffer! Ein Fussballfachmann! Seine Arbeit ist sehr, sehr solid!”), aber auch der weltgewandte Marcel Reif (“So seriös, so gelassen und so souverän, wie er mit der Situation am Schluss in Basel umgegangen ist, das hat mir höchsten Respekt abgenötigt”).

Fazit der Sendung: Fischer ist bald zurück in der Super League. Aber wo? Wir habens durchgecheckt.

Der FC Sion sucht gerade einen neuen Trainer (auch wenn der alte formell noch im Amt ist). Aber ist Fischer so verzweifelt, dass er sich auf CC einlassen will? Wohl kaum. Dann vielleicht Thun, wobei – dieser Klub sucht eher einen Sterbehelfer. Basel kommt aus naheliegenden Gründen nicht in Frage, YB wiederum sucht gar keinen Trainer.

GC und Lausanne auch nicht, Lugano erst im Frühling und der FCZ sogar erst in einem Jahr, wenn Canepa merkt, dass Uli Fortes Startfeuerwerk längst verraucht ist. In St. Gallen sind zurzeit alle Stellen vom Präsident bis zum Bierfuhrmann frei, nur der Trainer ist nach der jüngsten Siegesserie unbestritten.

Bleibt also: Luzern. Viel Spass, lieber Urs, und alles Gute.

Wichtige Worte

Rrr am Montag den 24. Juli 2017

Mutiger Protest im Wankdorf gegen den modernen Fussball!

Dangge für dieses wichtige und richtige Transparent, liebe FCB-Fans.

Wir können uns an dieser Stelle nur wiederholen: Kommerz hat im Profifussball einfach nichts verloren. Schulkinder mit Riesentrikots und Luftballonen auf den Platz zu Schicken IST EINFACH NUR KRANK. Dings da mit dem Pokal, wer war das???? Scheiss Eröffnungsfeier, wieso??? HALLO?????

Richtig Fussballfan geht so: Ordentlich einsaufen ab Mittag, in die Vorgärten urinieren, im Sektor pöbeln, “Scheiss Basel/YB/Sion etc” grölen (je nach Gegner), und dann Testosteron bis da oben noch schauen ob man irgendwo Ärger kriegen Kan – Fussball war immer so. IMMER!!!

Aber vorgestern halbes Stadion natürlich voll mit Modas, also praktisch ganzes Stadion, es hat ja heutzutage nur noch ein paar hundert Normale in so einem Stadion, der Rest Modefans, Kranke, Kommerzstuhl, Carlsbreg, OBI-Biber, debile Pausenspiele für Zwölf Jährige. Was haben die überhaupt in so einem Stadion zu suhcen???? HGALLLO`?????

Das mit dem Fussball als Event muss sofort aufhören, ABER SUBITO! Sonst knallts. Wo war eigentlich am Samstag der OBI-Biber? Kolleg hat gesagtm, der war am Saufen ab Mittag, urinierte in Vorgärten, pöbelte im Stadion, grölte “Scheiss Sowieso”, wurde dann von der SeCurfty abgeführt, aber eines muss man sagen: Typ ist voll OK. Fussball als EVent? Alle sind dagegen!!!!

Attraktiver Anfang

Rrr am Dienstag den 20. Juni 2017

Die neue Saison beginnt am 22. Juli mit YB-Basel.

Das geht aus dem Spielplan hervor, den die Swiss Football League heute veröffentlicht hat.

Neu sind die Anspielzeiten: Am Samstag werden künftig zwei Partien gleichzeitig um 19.00 Uhr angepfiffen. Sonntags setzt die SFL alle drei Spiele um 16.00 Uhr an.

Alle Spiele sind im Teleclub zu sehen, der nach einigen Jahren Unterbruch auch wieder eine Konferenzschaltung anbietet. Die SRG strahlt wie bisher ein Sonntagsspiel im Free-TV aus.

19 Runden stehen bis Weihnachten auf dem Programm, eine mehr als üblich. Die Saison endet am 19. Mai 2018, für YB mit einem Auswärtsspiel in GC.

Alternative Torschützenliste

Briger am Dienstag den 6. Juni 2017

Die Super League Saison ist vorbei. Seydou Doumbia wird zum dritten Mal nach 2009 und 2010 Torschützenkönig. In 25 Spielen gelangen dem Ivorer 20 Treffer. Doch wie wertvoll waren diese Treffer eigentlich, wo doch ein 1:0 genau so viele Punkte gibt wie ein 5:1? Das Runde Leder zeigt exklusiv, welche Spieler für ihre Clubs die wirklich wichtigen Tore schossen.

Man kennt den Begriff „Game Winning Goal“ vor allem aus dem kühlen Randsport (Anmerkung: Pfui Herr Briger, das gibt gelb!). Gewinnt eine Mannschaft zum Beispiel mit 7:0, dann war das 1:0 das entscheidende Tor und die restlichen sechs Treffer waren überflüssig. Bei einem 7:2 war das dirtte Tor das siegbringende, ich glaube, Sie haben es begriffen.
Erfreulich ist, in der alternativen Torschützenliste der Axpo Super League 2016/17, kann sich Guillaume Hoarau die Torschützenkrone aufsetzen, auch wenn er sie mit Marc Janko teilen muss. Die beiden Stürmer erzielten je sechs Mal den „Gamewinner“, wobei somit von Jankos 14 Toren prozentual etwas mehr matchentscheidend waren als von Gui Hoaraus 18. Auf den dritten Platz der alternativen Torschützenliste schafft es Gabriel Torres von Lausanne-Sport, welcher fünf entscheidende Tore beisteuern konnte, was bei insgesamt acht Treffern einer Quote von 62.5% aller seiner Treffer entspricht. Knapp neben das Podest kommen mit je vier Treffern Seydou Doumbia vom FC Basel, Miralem Sulejmani von den Young Boys, Ezgjan Alioski vom FC Lugano und Albian Ajeti vom FC St. Gallen.

Die entscheidenden Torschützen der Teams sehen sie hier:

Acht „Gamewinner“ fielen übrigens durch Eigentore. Besonders erfolgreich waren der FC Thun, zwei Eigentore durch Lauper und Schindelholz, und der FC Lugano, zwei Eigentore durch den Ex-Thuner Fulvio Sulmoni. Die weiteren Eigentorschützen, die dem Gegner mit ihrem Tor den Weg zum Sieg ebneten waren Steve von Bergen, Roy Gelmi, Lucas und Thomas Castella.

Mieser Modus

Val der Ama am Dienstag den 6. Juni 2017

Der Saisonrückblick im Runden Leder. Heute mit Wirrkopf Walter

“Jetzt haben die schon wieder eine Frau zum Gruppenpetting nach Thailand geschickt und täglich berichten die Gratiszeitungen, welcher Depp sich gerade auf welche Art zum Deppen gemacht hat und wer das Sabbern einstellen und nach Hause reisen muss. Ob das interessanter ist als eine Arena mit dieser lustigen Blondine, weiss ich nicht, ich schaue nur Traktorennen.

In der Super League hat sich eben der Ausländer von der Brautschau verbschiedet, um einem Zürcher Platz zu machen. Aber ob das nächstes Jahr mehr Spannung verspricht, daran zweifelt auch der letzte Romantiker im Leutschenbach. Also werden auch künftig die ewiggleichen um immer die gleiche buhlen, jedoch bereits in der zweiten Episode kollektiv den Laufpass kriegen und dann sehnsüchtig beobachten, bei wem sich die Angebetete international einen Korb holt.

Und während die Konkurrenten jammern, verzweifeln oder Pleite gehen, soll es der Fussballverband richten und gefälligst den Modus ändern. Mehr Deppen? Andere Deppen? Wöchentlich drei Runden und dann Playoffs? Eigentlich egal, denn es ist wie in der Politik. Schliesslich hat man den orangen Rüpel nicht gewählt, weil er so gut, sondern weil die Konkurrenz so schwach war. Da kann man noch lange übers Reglement hirnen.

Mir ist das alles Einerlei, ich versammle mal meine Würmer und fische ein paar Trüschen.”