Archiv für die Kategorie ‘Süper League’

Torjägerlose Tabelle

Briger am Montag den 10. Februar 2020

Wie sieht die Nationalliga-A-Tabelle eigentlich aus, wenn die Tore der Toptorschützen jedes Teams abgezogen werden?

Nun, nicht viel anders als jetzt, denn jedes Team verliert Punkte, mit Ausnahme des FC Luzern, die fünf Tore von Ibrahima Ndiaye haben keinen Einfluss auf den Punktestand des FC Luzern. Drei Spiele verlor Luzern nämlich auch mit einem Tor von Ndiaye, das Spiel gegen Sion wäre auch ohne Ndiayes Tor gewonnen worden und beim 2:2 gegen YB traf mit Jean-Pierre Nsame auch der YB-Topscorer. Würden die gegnerischen Torschützen ausser Acht gelassen, würde YB ohne Nsame-Tore 15 Punkte weniger aufweisen, beachtet man aber auch die Tore der gegnerischen Toptorschützen gegen YB würden den Bernern “nur” sieben Punkte fehlen ohne Nsame Tore.

Und so sieht die Nationalliga-A-Tabelle ohne Tore der Toptorjäger aus.

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Starke Starts

Rrr am Mittwoch den 29. Januar 2020

Niemand erwacht besser aus dem Winterschlaf als YB.

Das zeigt ein Blick auf die letzten zehn Jahre. Die Young Boys haben acht von zehn Rückrunden-Startspielen gewonnen. Dazu kommen zwei Unentschieden (2015 und 2016). Die letzte Niederlage zum Auftakt in ein neues Jahr gab es Anfang 2010 in Basel.

(Foto: Thomas Hodel)

Den Ehrenplatz in der Rückrundenstartlangzeittabelle belegen Basel und Thun mit je sechs Siegen. Bemerkenswert ist die Serie des FC Thun, der seit 2016 stets das erste Spiel im neuen Jahr gewonnen hat. Diese Serie hat er am Sonntag verlängert.

Nur schwer in die Gänge kommt traditionell der FC Zürich. Seit Februar 2015 wartet der FCZ auf einen siegreichen Start in die zweite Saisonhälfte.

Ausgewertet wurden die 49 Startspiele nach der Winterpause in den letzten zehn Jahren (das 50. fiel wegen Xamax-Konkurs aus). Young Boys (8 Siege), Basel und Thun (je 6), Sion und GC (je 3), Luzern, St. Gallen und FCZ (je 2), Lausanne, Aarau, Xamax, Vaduz, Lugano und Servette (je 1). Dazu kommen 11 Unentschieden.

Hochspannung in der Nati A

Briger am Montag den 4. November 2019

Der FC St. Gallen mischt im Titelrennen der Nationalliga A mit.

Nach den Patzern von YB in Genf und Basel gegen Xamax schleicht sich der FC St. Gallen vor dem Duell in Bern an das Spitzenduo heran:

Die Nati A ist also spannend wie schon lange nicht mehr. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt nämlich, dass es letztmals 2006/07 nach 13 Runden so eng war, dass die ersten drei Mannschaften nur zwei Punkte auseinander lagen. GC führte damals mit 27 Punkten die Tabelle vor St. Gallen (26) und dem FCZ (25) an. Das viertplatzierte Sion lag mit 25 Punkten ebenfalls nur zwei Zähler hinter den Zürcher Grasshoppers. Am Saisonende lag übrigens der FCZ mit einem Punkt vor Basel, 15 vor Sion, 16 vor YB, 20 vor St. Gallen und 25 vor GC. Dass eine Mannschaft nach 13 Runden nur einen Punkt vor dem Zweitplatzierten lag, kam hingegen schon des öfteren vor. 2010/11, 2013/14 und 2014/15 lagen Basel, resp. Zürich jeweils einen Punkt vor Luzern, GC und dem FCB. Aber vertiefen Sie sich selbst in die Statistik.

(Ein Klick auf das Foto vergrössert das Lesevergnügen. Lesehilfe: Links: Punktzahl nach 13 Runden, Mitte Vorsprung auf Zweitplatzierten, rechts Vorsprung auf Drittplatzierten).

Der FCSG stand in seiner Super-League-Geschichte nur einmal besser da nach 13 Runden. 2012/13 hatten die Ostschweizer 28 Punkte auf dem Konto. Nach 36 Runden standen die Grünweissen mit 59 Zählern 13 Punkte hinter Basel auf Platz 3.

Wir wünschen einen schönen Tag.

Halbe Wahrheiten

Dr. Rüdisühli am Samstag den 12. Oktober 2019

Rundes Leder Faktencheck! Heute: Rolf Fringers Abstiegstheorie.

Der Teleclub-Experte macht dem FC Thun Hoffnung: “Es ist noch selten eine Mannschaft abgestiegen, die nach den ersten Runden auf dem letzten Platz stand”, sagte Fringer in der Sendung Heimspiel – der Fussball-Talk.

Nicht dass wir an der Unfehlbarkeit von Rolf Fringer zweifeln möchten, aber als führendes Investigativmedium haben wir den Sachverhalt trotzdem überprüft.

Fazit: Herrn Fringers Aussage ist halb richtig, halb falsch. Faktencheck abgeschlossen.

Wieder Leader

Rrr am Montag den 2. September 2019

Der FC Basel ist Tabellenführer!

“Erstmals seit dem 2. Juni 2017”, hat unser Haushistoriker Herr Briger herausgefunden.

“Als der FCB letztmals Leader war, standen ABBA noch auf Platz 1 der Hitparade, Kurt Furgler träumte von der Wahl in den Bundesrat, und es gab vier autofreie Sonntage”, weiss Herr Rrr.

Spannend! Genau wie das Rennen um den Jahresmeister 2019. Basel und YB liegen im Moment gleichauf, mit je 56 Punkten.

Knipser

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 30. Juli 2019

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, vier Tore an einem Super-League-Wochenende. Das ist etwas wenig. Hat es das schon mal gegeben? Mit vorzüglicher Hochachtung, Herr S., B.

Mann des Spieltags: Riesenknipser Cédric Itten, verantwortlich für die Hälfte der Super-League-Treffer vom Wochenende.
Bild: SRF

Lieber Herr Shearer, Sie haben völlig recht, aber auch ein schlehtes Gedächtnis. Vier Tore in fünf Super League Spielen, also 0.8 pro Spiel ist in der Tat so wenig wie selten in der jüngeren Geschichte des Schweizer Fussballs. Aber es ist nichts noch nie dagewesenes. Am 13./14. April 2019, Sie erinnern sich, wurde YB am 29. Spieltag der Saison 2018/19 auf dem Sofa-Meister und auch da gab es nur vier Tore in den fünf Partien. Anders als an diesem Wochenende endeten aber nur zwei Partien mit einem 0:0 und es gab auch keinen Spieler, der sich für 50% der Treffer verantwortlich zeigte. Aber eben, dieser Cédric Itten ist einfach ein toller Stürmer, das wissen wir schon länger:

Am 4. Spieltag der Saison 2000/01 gab es mal einen Spieltag, an dem fünf Treffer in sechs Partien fielen, zudem sieben Spieltag zwischen 1991 und 2014, an denen in den fünf bis sechs Partien sechs Treffer fielen. Mfg, Dr. Rüdisühli

Famose Prognose

Rrr am Sonntag den 14. Juli 2019

Das Runde Leder sucht die Toto-Königin. (Männer sind mitgemeint)

Wer schafft es, sämtliche Spiele der Super-League-Saison 2019/20 zu tippen und dabei mehr Punkte abzuräumen als die Konkurrenz?

Machen Sie mit im traditionsreichen Tippspiel des Runden Leders. Sie brauchen dazu lediglich einen Internet-Zugang und eine Maus, mit deren Hilfe Sie den Cursor über diese blauen Buchstaben bewegen können – zack, klicken, fertig! Messen Sie sich mit den Besten der Besten über 36 Runden und lassen Sie sich am Schluss als König aller Prognostiker feiern! (Frauen sind mitgemeint)

Titelverteidiger ist übrigens Herr Maldini. Er schaffte es als erster RL-Redaktor überhaupt, die begehrte Trophäe an sich zu reissen. Ihm und auch allen anderen Teilnehmern wünschen wir für unser Tippspiel alles Gute. Die Regeln sind dieselben wie in den letzten Jahren. Toi toi toi!

Fairplay-Tabelle

Briger am Montag den 8. Juli 2019

Sie haben es bestimmt mitbekommen, der FC Thun hat einen Titel gewonnen. Doch wie kam es dazu?

Die Berner Oberländer konnten sich in der Fairplay-Wertung der abgelaufenen Saison knapp vor dem Schweizer Meister BSC Young Boys durchsetzen. Die Fairplaytabelle sieht zum Abschluss so aus:

Screenshot: sfl.ch

Zur Erklärung. Eine gelbe Karte gibt 1 Strafpunkt, eine gelb-rote 2 und eine direkte Rote drei Strafpunkte. Die Mannschaften können dann durch gutes Verhalten, Respekt vor dem SR-Trio ebenso Punkte gutmachen für den Verein, wie die Offiziellen und die Zuschauer mit ihrem Verhalten. Bei jedem Spiel kommen so -0.25 (gutes Verhalten), 0 oder +0.25 Punkte (schlechtes Verhalten) dazu. Der Thuner Vorsprung auf YB betrug letztlich 1.25 Punkte. Heisst aber auch, ohne den Platzverweis gegen Kevin Mbabu in Basel im Dezember – Sie erinnern sich, der Torjubel, der von SR San als Provokation der Muttenzerkurve gewertet wurde. Nun, die Redaktion des Runden Leders hat sich mit 1898:0 Stimmen dafür entschieden, dem FC Thun den Titel zu gönnen. In der Sommerpause sollten allenfalls die Spieler des FC Sion und die Offiziellen und das Publikum in St. Gallen über die Bücher.

Krasser Klassenerhalt

Rrr am Sonntag den 2. Juni 2019

Dank Basel bleibt Xamax in der Super League.

Die FCB-Leihgabe Serey Die versenkte den entscheidenden Penalty im Elfmeterschiessen.

Zuvor hatte Xamax eine der grössten Wenden in der Geschichte des Schweizer Fussballs geschafft: Dem 0:4 auf der Maladière liessen die Xamaxien einen 4:0-Sieg im Brügglifeld folgen. Die Neuenburger bleiben damit erstklassig – herzliche Gratulation!

Geniessen Sie nun auf RL4 das Wunder vom Brügglifeld in 59 Sekunden.

Daten statt Worte

Rrr am Mittwoch den 27. März 2019

Der Trend geht ganz klar Richtung animierte Grafik.

Oder haben wir Ihnen das schon gesagt? Egal, die Kollegen vom Flourish Team haben die Zuschauerzahlen der NLA/Super League seit 1985 visualisiert.

Noch fehlt das Happy Ending, aber das liefern wir dann Ende Saison nach, wenn YB Basel überholt hat.

Bewegende Balken

Rrr am Dienstag den 5. März 2019

Wie immer am Dienstag: Rundes Leder Meditationsstunde.

Heutiges Thema: Das Kommen und Gehen der Super-League-Trainer.

Suchen Sie sich den Klub Ihres Herzens und verfolgen Sie während 30 bis 60 Minuten die Bewegung des Balkens. Trinken Sie danach ein Glas Wasser und wiederholen Sie anschliessend die Übung nadisna mit den neun anderen Balken.

Ein Klick aufs Bild intensiviert das Erlebnis.

(Quelle: twitter.com/swissfootdata)

Awards a gogo

Rrr am Montag den 28. Januar 2019

Und wieder ein magischer 28.! Die Young Boys rocken die SFL Awards.

Kevin Mbabu wurde zum Spieler des Jahres gekürt (er liess Teamkollege Guillaume Hoarau und den Xamaxien Raphael Nuzzolo hinter sich).

Djibril Sow sicherte sich die Auszeichnung als bester Nachwuchsspieler. Bei den Trainern ging der Preis an Gerardo Seoane. Haben wir was vergessen? Ah genau, das Tor des Jahres schoss Guillaume Hoarau. Somit wurde wie schon 2017 ein YB-Treffer gegen Basel zum Tor des Jahres gewählt.

Ins Team des Jahres schafften es erstaunlicherweise auch vier Nicht-Berner. Die Top 11 setzt sich zusammen aus Omlin (Basel), Benito (YB), von Bergen (YB), Rüegg (FCZ), Mbabu (YB), Kololli (Lausanne/FCZ), Sanogo (YB), Sow (YB), Sulejmani (YB), Hoarau (YB) und Sorgic (Thun).

Das Runde Leder gratuliert allen Preisträgern ganz herzlich und schenkt jedem eine Schachtel feine Truffes (RL-Sonderedition).

Frühere Preisträger.
Spieler des Jahres: 2013 Mohamed Salah (Basel), 2014 Shkelzen Gashi (Basel), 2015 Breel Embolo (Basel), 2016 Guillaume Hoarau (YB), 2017 Michael Lang (Basel).
Trainer: 2013 Murat Yakin (Basel), 2014 Urs Fischer (Basel), 2015 Pierluigi Tami (GC), 2016 Fabio Celestini (Lausanne), 2017 Murat Yakin (Schaffhausen).
Youngster: 2013 “Michael Frey” (YB), 2014 Breel Embolo (Basel), 2015 Shani Tarashaj (GC), 2016 Denis Zakaria (YB), 2017 Dimitri Oberlin (Basel).
Tor des Jahrers: 2013 Sven Lüscher (Aarau), 2014 Renato Steffen (YB), 2015 Munas Dabbur (GC), 2016 Carlitos (Sion), 2017 Jean-Pierre Nsame (YB).