Archiv für die Kategorie ‘Südamerika’

In Peru, in Peru…

Briger am Donnerstag den 7. September 2017

… in den Anden, träumt eine Fussballnation von der ersten WM-Qualifikation seit 35 Jahren.

(Bild: AFP via zimbio.com)

In der südamerikanischen WM-Qualifikation geht es dieses Jahr besonders spannend zu und her. Nicht weniger als sieben von zehn Teams streiten sich zwei Spieltage vor Schluss um die letzten drei verbleibenden direkten Startplätze – Play-Offs gegen Neuseeland winken dem Gruppenfünften.

Während Brasilien mit zehn Punkten Vorsprung auf den Gruppenzweiten Uruguay bereits länger für die WM in Russland planen kann und Venezuela und Bolivien bereits vorzeitig die Segel gestrichen haben, haben Uruguay (27) und Kolumbien (26) momentan die besten Karten. Besonders eng wird es zwischen Peru (24), Argentinien (24), Chile (23), Paraguay (21) und Ecuador (20). Weil Peru vorgestern in Quito mit 2:1 gegen Ecuador gewann und gleichzeitig sowohl Argentinien, 1:1 in Buenos Aires gegen Venezuela, als auch Chile, 0:3 in Santiago gegen Bolivien, ihre Heimspiele verloren, stehen plötzlich die Rojiblanca in der Pole-Position für den vierten direkten Startplatz. Peru, die einzige Mannschaft aus dem Septett, welche im neuen Jahrtausend nie für eine WM qualifiziert war, durfte letztmals 1982 in Spanien an einer Endrunde teilnehmen. Fast dabei waren die Peruaner 1998, als sie nur aufgrund des Torverhältnisses Chile den Vortritt lassen mussten.

In den letzten vier WM-Qualifikationen war das Team aus dem Andenstaat jeweils chancenlos und nie besser platziert als auf Rang 7. Lange sah es auch zu Beginn der aktuellen Kampagne so aus, nach sieben Spieltagen lag Peru mit vier Punkten bereits acht Punkte hinter dem Playoffplatz zurück – später wurde das am 7. Spieltag gegen Bolivien 0:2 verlorene Spiel allerdings in einen 3:0 Forfait-Sieg für die Peruaner umgewandelt. Es folgten fünf Siege, zwei Unentschieden und nur noch zwei Niederlagen – in Chile und gegen Brasilien.

Im Oktober muss Peru noch nach Argentinien reisen, ehe am 11. Oktober dann noch das Heimspiel gegen Kolumbien auf dem Plan steht, wobei die Kolumbianer unter Umständen bereits für die WM qualifiziert sein werden. Die Peruaner haben es somit in den eigenen Füssen, den Traum von der ersten WM-Teilnahme seit 1982 spätestens gegen Neuseeland wahr werden zu lassen.

Rony das Pony

Rrr am Montag den 21. August 2017

BREAKING NEWS: YB muss ohne verletzten Hoarau nach Moskau reisen


Das historische Bild zum Wochenstart. 

Porto Alegre, 1993: Ronaldo de Assis Moreira Junior im Einsatz für die Junioren von Grêmio Foot-Ball Porto Alegrense.

Berühmt wurde der junge Mann später als Ronaldinho. Erste mediale Aufmerksamkeit zog er mit 13 Jahren auf sich, als er ein Spiel mit einer Schüler-Auswahl 23:0 gewann. Alle 23 Tore schoss Ronaldinho. 

Karriere machte der Mann mit dem markanten Gebiss später bei Barca, PSG und Milan. Wer meint, der 37-jährige Ronaldinho sei längst zurückgetreten, hat recht oder irrt sich – so genau weiss das niemand. Letztes Jahr liess er sich als Futsal-Spieler nach Indien locken. Neulich posierte er mit dem berüchtigten tschetschenischen Republikchef Ramsan Kadyrow, der ihn mit Geld in sein Reich lockte. 

Ronaldinho wurde 2002 Weltmeister und 2005 Fussballer des Jahres. 

Der Fussball geht vor die Hunde

Briger am Dienstag den 1. August 2017

Zumindest in Chile, genauer bei Colo-Colo.

Foto: Colo-Colo/Facebook

Am Sonntag ging die Saison in Chile los. Colo Colo traf dabei auf Antofagasta. Der Heimclub ging in der Sommerpause eine Partnerschaft mit einem lokalen Tierheim ein, der Union de Amigos de los Animales (UAA). Und wer könnte besser auf die Bedürfnisse eines Tierheims aufmerksam machen als die Bewohner selbst? Eben und so liefen die Spieler mit Hunden auf’s Feld. Jeder einzelne kann im lokalen UAA-Hospiz adoptiert werden.

Aber sehen Sie doch gleich selbst die Bewegtbilder:

Und falls es mit den Hunden nicht klappen sollte, Katzen gehen immer!

Was macht eigentlich …

Rrr am Donnerstag den 27. Juli 2017

… Marx Lenin?

Sie haben richtig gelesen, das ist ein und dieselbe Person. Marx Lenin ist 17 Jahre alt und hat soeben seinen ersten Profi-Vertrag bei Flamengo unterschrieben. Bevor Sie fragen: Nein, er spielt nicht am linken Flügel, sondern im zentralen Mittelfeld.

Marx Lenin ist nicht der einzige Brasilianer mit klingendem Namen. Cruzeiro hat sich die Dienste von John Lennon gesichert. Seine Eltern waren Botafogo-Fans, und der Musiker John Lennon hat den Klub bekanntlich 1974 auf einem Plattencover verewigt.

Beim unterklassigen Iporá steht derweil Mahatma Gandhi unter Vertrag. Seine profane Beschäftigung ist ihm wohl selber ein wenig peinlich, weshalb sich der Fussballer einfach Mahatma nennt.

(Foto: Twitter/@iFlamengoNews)

Tückisches Terrain

Rrr am Sonntag den 9. Juli 2017

Sonne, Samba, Strand. Das ist Brasilien!

Wir schalten um nach Queimados im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro. Das Heimteam trifft auf den Serra Macaense Futebol Clube.

Serra Macaense gewann 4:2. Die Gastgeber bleiben damit sieglos seit dem 12. Juni. Also am 12. Juni 2016, um genau zu sein.

Kicker mit Körperkontakten

Rrr am Mittwoch den 5. Juli 2017

Wir gehen dorthin wo’s weh tut.

Richtig, in die argentinische Primera División. Die Meisterschaft ging letzte Woche zu Ende. Das nahm ein TV-Sender zum Anlass, um die hässlichsten Fouls der Saison zusammenzuschneiden.

Meister wurden übrigens zum 32. Mal die Boca Juniors. Und das, obwohl sich ein Fan beim Stadtderby neulich gegen CA Huracán vom Referee geprellt sah. In der Nachspielzeit nutzte Huracán einen vermeintlich geschenkten Penalty zum 1:1-Endstand.

Der Boca-Fan rief darauf den Polizei-Notruf 911 an, um einen Diebstahl zu melden: Seinem Team seien zwei Punkte gestohlen worden. Auf die Frage der Telefonistin nach dem Tatort nannte der Anrufer die Adresse des Stadions. Wie viele Täter es gewesen seien? 50.000. Die Polizistin wiederholte “verständnislos” zweimal die Frage und bekam stets dieselbe Antwort zu hören. Der Mitschnitt des Telefonats war in Argentiniens sozialen Medien ein grosser Erfolg. Dem Boca-Fan droht wegen des Scherz-Anrufes nun ein juristisches Nachspiel.

Stoffsammlung

Harvest am Mittwoch den 10. Mai 2017

Wieso Sie Fussballer werden sollten? Deswegen!

Haben Sie nicht auch schon davon geträumt? Ihr Lieblingsspieler läuft nach dem Spiel direkt in Ihre Richtung und wirft sein getragenes, schweißgebadetes Trikot in die Menge und Sie fangen es auf. Was für ein Moment. Sowas erlebt man nur einmal.

Das gilt natürlich nicht für Fussballer. Die sind an der Quelle und können nach jedem Spiel mit einem gegnerischen Spieler Trikots tauschen. Wenn sie dann sogar noch eine gewisse Berühmtheit erlangt haben, können sie sich den Tauschpartner aussuchen. Das gilt sicher auch für Barcelonas Vorzeigehipster Lionel Messi, der auf Instagram mit seiner Sammlung angibt.

 

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Den Schatz bewahrt er in einem eigens dafür errichteten Raum auf. Wie es darin riecht, möchten wir lieber nicht wissen. Dafür können Sie noch einen Blick auf sein bescheidenes Anwesen werfen.

Der Pendler

Rrr am Samstag den 29. April 2017

Kennen Sie Messi?

Klar. Wir auch.

Aber wussten Sie, dass Messi in Wirklichkeit Reza heisst, 25 Jahre alt ist und auf dem Stadtplanungsamt von Teheran arbeitet? Die iranische Nachrichtenagentur Mehr hat den Fall diese Woche aufgedeckt.

Weltweit bekannt ist Messi durch seine Tätigkeit als Stürmer des FC Barcelona und der argentinischen Nationalmannschaft. Es ist offensichtlich, dass er regelmässig nach Spanien oder gar Südamerika reist, wenn er Spiele zu bestreiten hat. Unter der Woche aber spaziert Messi für gewöhnlich durch Teheran, lässt sich mit Fans fotografieren und verteilt grosszügig Autogramme.

Ein iranischer Fernsehsender hat ihm nun eine Rolle in einer Vorabendserie angeboten. Er werde das Angebot wahrscheinlich annehmen, berichten die Medien – vorausgesetzt, die beruflichen Termine lassen sich weiterhin alle unter einen Hut bringen.

Neulich im Bernabeu

Rrr am Dienstag den 25. April 2017

Rundes Leder Mittagsgalerie: Heute mit Lionel Messi. 

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Bedenkliches Gedenken

Rrr am Montag den 24. April 2017

Wir unterbrechen unser Programm kurz für eine Schweigeminute.

Copa Libertadores (das südamerikanische Gegenstück zur Champions League), Independiente Santa Fe empfängt Santos. Vor dem Anpfiff gibt es eine Schweigeminute. Der Stadionspeaker klärt auf: “Meine Damen und Herren, bitte erheben Sie sich und gedenken Sie dem früheren Santos-Spieler Ricardo Oliveira.”

Ricardo Oliveira? Genau, der spielte früher bei Valencia, Milan und Betis Sevilla. Jetzt ist er bei Santos unter Vertrag. Am Donnerstag stand er in der Startaufstellung und machte die Schweigeminute brav mit. Film ab!

Santa Fe entschuldigte sich nach dem Spiel: Der Stadionspeaker habe beim Sortieren der Zettel etwas durcheinandergebracht. Die Schweigeminute galt eigentlich Alexandre Kaneko, einer Santos-Legende, die kürzlich mit 70 Jahren starb.

Was sagt der 36-jährige Ricardo Oliveira zum Vorfall? “Ich habs gar nicht mitbekommen. Ich habe mich aufs Spiel konzentriert und nicht realisiert, dass die Schweigeminute mir galt.”

Neulich an der Theke

Rrr am Dienstag den 21. Februar 2017

In unserer Serie “Interessante Inneneinrichtungen aus aller Welt” zeigen wir Ihnen heute ein interessantes Beispiel aus Medellin.

Richtig, wir befinden uns in der Chapecoense Bar, die neulich zu Ehren des legendären brasilianischen Fussballteams eröffnet wurde. Die Mannschaft war am 28. November 2016 unterwegs zum Final der Copa Sudamericana, als das Flugzeug in Kolumbien abstürzte.

Wir spüren es ganz deutlich, Sie möchten die Bar jetzt sofort besuchen, zumal ja bereits die Apero-Stunde angebrochen ist. Bittesehr!

Perfekte Parade

Rrr am Mittwoch den 25. Januar 2017

BREAKING NEWS: Yuya Kubo wechselt per sofort von YB zu Gent

Heute lernen Sie Vovô kennen.

Vovô arbeitet als Maskottchen des brasilianischen Zweitligisten Ceará SC. Und er ist ein verdammt guter Torhüter. Film ab!

Hier noch die Version für Menschen hinter der Firewall.

Aber egal: Ceará verlor gegen Fortaleza trotzdem 0:1. Hätten sie doch nur Vovô ins Tor gestellt.