Archiv für die Kategorie ‘FIFA’

Oha lätz (LXIX)

Rrr am Dienstag den 22. Dezember 2015

In unserer Serie “Oha lätz! Wer findet die 5 Unterschiede” präsentieren wir Ihnen heute ein berühmtes Filmzitat und ein aktuelles Remake.

Im falschen Film

Herr Shearer am Dienstag den 22. Dezember 2015

Hört dieses Sepp Blatter-Bashing denn nie mehr auf?

TimRothFIFA

Jetzt hat sich auch noch Tim Roth gemeldet. Der Schauspieler sprach kürzlich in einem Chat auf dem Internetportal Reddit über “United Passions”, den FIFA-Film, in dem Roth die Rolle des Joseph S. Blatter verkörperte:

Der Film ist scheusslich. Ich hasste ihn zu machen, es war der falsche Film, aber ich hatte gute Gründe dafür: zwei Kinder auf dem College, also habe ich mich entschieden, die Rolle anzunehmen. Ich habe das Angebot wohl schlecht angeschaut, aber wenn man einmal eine Entscheidung getroffen hat, dann muss da durch. Ich habe es für meine Familie getan.

Eigentlich habe er sich ursprünglich gedacht, so Roth später im Gespräch mit Fans, dass es in dem Film um die Rolle Sepp Blatters und die verborgenen Machenschaften innerhalb der FIFA gehe. Und zu guter Letzt gestand er dann noch, keine Sekunde des fertigen Films gesehen zu haben. Damit ist er in bester Gesellschaft. Der Streifen gilt bereits jetzt als einer der grössten Flops der Filmgeschichte, erhielt durchwegs vernichtende Kritiken und dürfte nur einen ganz kleinen Bruchteil der Produktionskosten von 23.5 Millionen Euro eingespielt haben. Am ersten Kinowochenende in den USA kamen gerade mal 918 Dollar in die Kassen…

Tim Roth ist übrigens nicht der erste, der sein Mittun bei diesem gigantesken FIFA-Werbefilm im Nachhinein bedauert; auch Regisseur Frédéric Aubertin tat dies bereits und hat sich als “Opfer des Spiels” bezeichnet.

Negative Gefühle – 17. Dezember

Briger am Donnerstag den 17. Dezember 2015

Mein erstes negatives Erlebnis in Zusammenhang mit Fussball hängt auch, aber nicht nur, mit einer 17 zusammen.

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Jeder kennt die Frage,
kaum einer die Antwort (50)

Rrr am Freitag den 27. November 2015

Seit wann ist Gillette nicht mehr FIFA-Sponsor?

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Zugesteckte Wecker

Lars Sohn am Donnerstag den 26. November 2015

Frohe Kunde von der Ethikkommission der FIFA. 48 Skandaluhren der WM 2014 wurden dem Streetfootballworld übergeben.

Aus dem Verkauf und/oder deren Versteigerung will Streetfootballworld gemäss ihrem Geschäftsführer Jürgen Griesbeck einen sozialen Wert ziehen. Seine Organisation fördert weltweit Strassenfussballprojekte mit dem Ziel, einen sozialen Wandel zu erreichen.

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Allen Beschenkten wurde eine Rückgabefrist gesetzt. Offenbar haben nicht alle Verbandspräsidenten und Exekutivmitglieder eine Parmigiani erhalten, weshalb nur 48 statt 65 Stück zurückgesandt wurden.

Abstimmungssonntag

Rrr am Sonntag den 8. November 2015

Onkel SeppIssa Hayatou bittet zur Wahl.

111Die FIFA sucht das Tor des Jahres 2015, beziehungsweise der Monate November 2014 bis September 2015, und stellt dafür 10 Kandidaten zur Diskussion. Im Internet können Sie die Treffer begutachten und auch gleich Ihre Stimme abgeben. Sie haben Zeit bis zum 30. November.

Zu gewinnen gibt es nichts, die FIFA muss sparen. Trotzdem danke für Ihre Mitarbeit.

Unser Archivbild: Herr der Ama übergibt den Puskas-Award 2012 an Miroslav Stoch.

Sepp der Böögg

Rrr am Donnerstag den 5. November 2015

Am Samstag fliegt der FIFA-Präsident in die Luft.

1111Joseph S. Blatter wurde von der englischen Edenbridge Bonfire Society zum diesjährigen Sprengobjekt gekürt. Der Blatter-Böögg ist 15 Meter hoch und mit Knallkörpern gefüllt.

Abgefackelt wird er anlässlich der traditionsreichen Guy Fawkes Night. Ausgewählt wird jeweils eine Persönlichkeit, die im abgelaufenen Jahr besonders genervt hat. Dieses Jahr sei die Wahl leicht gefallen, sagte ein Sprecher der Gesellschaft gegenüber dem Mirror. Blatter setzte sich souverän gegen Mitbewerber wie David Cameron und Wladimir Putin durch.

Nicht zum ersten Mal kommt ein Mann aus der Fussballwelt zum Zuge. 2010 traf es Wayne Rooney, 2011 Mario Balotelli.

IH

Herr Pelocorto am Donnerstag den 8. Oktober 2015

Er ist 69 Jahre alt.
Er ist gesundheitlich angeschlagen.
Er ist angeblich in den ISL-Skandal verwickelt.
Er hat sich angeblich seine Stimme für Katar gut bezahlen lassen.
Er leitet seit heute ad interim die FIFA.

Er ist Issa Hayatou.


«Nie zuvor war der Fussball weltweit so beliebt, und darauf sollten alle, die mit der FIFA zu tun haben, stolz sein.»

Sepp ist weg

Rrr am Donnerstag den 8. Oktober 2015

Harter Abgang für Sepp Blatter.

Der FIFA-Chef ist nun offiziell suspendiert worden, ebenso UEFA-Präsident Michel Platini. Beide dürfen vorerst 90 Tage ihr Amt nicht mehr ausüben, keine Fussballanlässe besuchen und sich nicht öffentlich äussern.

Auf den ersten Blick sieht das wie eine Niederlage für Blatter und Platini aus. Auf den zweiten Blick ists eventuell anders – der Koreaner Chung Mong-Jon, der härteste Kritiker von Blatter und Platini, wurde weit härter bestraft – er wurde für sechs Jahre gesperrt.

Brisante Berichte

Rrr am Donnerstag den 8. Oktober 2015

Die FIFA-Ethikkommission arbeitet unermüdlich.

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Gerade erst hat sie Sepp Blatter auf Eis gelegt, und schon befasst sie sich mit der nächsten brisanten Geschichte. Darauf gestossen ist sie in der Kinderbeilage der Süddeutschen Zeitung.

An jedem Wochenende liegen der SZ vier Seiten für Kinder bei. Grosse Themen werden den jüngsten Lesern mit einfachen Worten erklärt. Neulich ging es um Bestechung im Fussball. Dabei erwähnte die Kinderzeitung, dass ein brasilianischer FIFA-Mann nach der Vergabe der WM 2002 an Japan/Südkorea plötzlich im Besitz einer Hyundai-Garage war.

Jetzt hat sich die Ethikkommission bei der Redaktion gemeldet. Das FIFA-Gremium bitte um weitere Angaben: “Wer ist der brasilianische FIFA-Mann? Wo liegt das Autohaus?”

Die “Süddeutsche” ist ein bisschen irritiert, denn der Fall ist seit Jahren bekannt. Den Autohaus-Deal von Brasiliens Verbandschef Ricardo Teixeira findet man mit einer simplen Google-Recherche.

Trotzdem, die SZ ist begeistert: “Es spricht natürlich unbedingt für dieses Gremium, dass es wirklich alle Fachpublikationen auszuwerten scheint, nicht nur Fix&Foxy und das Prinzessin Lillifee Magazin, sondern auch die SZ für Kinder. Überall könnten sich ja Hinweise verbergen!”

Listige Liste

Rrr am Mittwoch den 7. Oktober 2015

Massimo Luongo ist auf dem Weg zum Weltfussballer des Jahres.

Was, Sie kennen ihn nicht? Das ist natürlich schade.

(null)Luongo ist Australier und spielt bei den Queens Park Rangers in der zweithöchsten englischen Liga – worauf er mächtig stolz ist, denn in den Saisons zuvor kickte er für das drittklassige Swindon Town.

Der Rummel um den bescheidenen Aussie begann letzte Woche, als die FIFA ihre Shortlist für den Ballon d’Or veröffentlichte. 59 Spieler sind dabei, Messi, CRonaldo und alle üblichen Verdächtigen – und eben Massimo Luongo.

“Zuerst dachte ich, da erlaube sich jemand einen Scherz”, sagt Luongo. “Aber man hat mir versichert, dass alles seriös ist. Um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung, was ich auf dieser Liste soll, und meine Mitspieler hänseln mich deswegen – aber irgendwie ist es natürlich schon toll.”

Nominiert wurde er vermutlich, weil die FIFA den asiatischen Markt pflegen will – Luongo wurde Anfang Jahr Asienmeister mit Australien und dabei zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Vorsicht, FIFA-Falle

Rrr am Dienstag den 6. Oktober 2015

ABSTIEGSKAMPF IMMER BRUTALER: Bernt Haas zu Vaduz!

Wirrkopf Walter wühlt in den unteren Schubladen.

(null)“Sie haben es sicher gelesen: Die SVP will keinen Bundesratskandidaten mit FIFA-Vergangenheit. Die Fraktion geht deshalb auf Distanz zum Zuger Regierungsrat Heinz Tännler, denn der war 2004 bis 2007 Direktor der FIFA-Rechtsabteilung.

So einen Mann für die Bundesratswahl aufzustellen, sei “politischer Selbstmord”, sagte ein SVP-Politiker der SonntagsZeitung. Gut, das leuchtet ein. Ein FIFA-Job macht sich im Lebenslauf mittlerweile ähnlich schlecht wie eine Managertätigkeit bei VW, eine Metzgerlehre bei Carna Grischa oder ein Auslandjahr beim Islamischen Staat.

Auch SVP-Nationalrat Rino Büchel warnt in der Sonntagszeitung vor einem zweiten Fall Zuppiger. Stichwort: Leichen im Keller. Ein Mann mit FIFA-Vergangenheit, das geht gar nicht!

Herr Büchel muss es wissen, er hat nämlich selber FIFA-Vergangenheit (1999 bis 2002). Gottseidank wird das im Artikel der Sonntagszeitung nicht erwähnt, sonst würde es schampar unübersichtlich. Übrigens, haben Sie schon gewählt? Hier habe ich einen richtig fetten Köder für Sie. Bitte, gern geschehen. Ich gehe jetzt wieder fischen.”