Archiv für die Kategorie ‘FIFA’

Nei nei nei

Rrr am Samstag den 20. Juli 2019

Ein Lied wo es drin um Fussball geht!

“Nei nei nei” heisst es und stammt von der aufstrebenden Berner Band Dnachtaktion. Die drei Jungs sind zwischen 14 und 16 Jahre alt, haben prima Presse, und wenn Sie einmal den Refrain über diesen Anti-FIFA-Gegen-den-modernen-Fussball-Song gehört haben, kriegen Sie den nie wieder aus Ihren Gehörgängen.

Und deshalb möchten Sie jetzt in Ruhe den ganzen Song geniessen.

Dnachtaktion sind übrigens heute live zu sehen, ab 15 Uhr am Gugusgurtefestival. Ausserdem am 9./10. August am Buskers und am 17. August in der Chüngelibar.

Frauen schauen (1)

Val der Ama am Samstag den 8. Juni 2019

Richtig WM gucken mit dem Runden Leder.

Gestern war endlich Eröffnungsspiel der Fussball-Weltmeisterschaft und zwar die Partie zwischen Gastgeber Frankreich gegen Südkorea. Das Runde Leder war für Sie live vor Ort im Lehrerzimmer, weil das Lehrerzimmer zeigt alle Spiele live im Innenhof und in einem der beiden Räumlichkeiten.

Die Partie: Kluge Taktik, stupende Technik und jede Menge Laufarbeit: Frankreich dominiert nach Belieben. In der ersten Halbzeit setzten die Französinnen die Südkoreanerinnen mittels aggressivem Pressing unter Dauerdruck und lagen dank Toren von Eugénie Le Sommer sowie zweimal Wendie Renard bereits vor der Pause 3:0 in Führung. Captain Amandine Henry, die bereits das 1:0 vorbereitet hatte, traf fünf Minuten vor Schluss zum Schlussresultat. Die erste Halbzeit war ein Spektakel, in der zweiten Halbzeit schalteten die Gastgeberinnen einen Ganz runter. Aber gut.

Die Lokalität: Nicht schlecht, das Lehrerzimmer. Die Stimmung ausgelassen, das Publikum vielfältig und zahlreich. Selbst draussen im Regen sind alle Stühle vor dem Screen besetzt. Die Bedienung bedient flink und freundlich.

Das Catering: Ausgezeichnet. Serviert wird unter anderem das Ipanema von Dr. Gab’s, ein 6%-iges India Pale Ale mit einer kräftigen Bitternote. Wem das zu stark, der soll halt ein Amboss Amber bestellen. Ist zwar Züri, aber auch OK. Das Essen ist ein Fest für Freunde der Flatulenz. Gestern konnte man wählen zwischen Linsensuppe oder Chili con Carne mit extra Bohnen. Schmeckt sehr gut und tönt später gut.

Und sonst: Ab und zu gibts Livekommentar von Radio Gelb-Schwarz. Aber nur ab und zu.

Fazit: Hingehen.

 

 

Fantastisches Frauenturnier

Herr Maldini am Dienstag den 4. Juni 2019

Endlich wieder WM!

Am Freitag eröffnen Frankreich und Südkorea die achte Fussball-Weltmeisterschaft der Frauen. 24 Nationen duellieren sich in Grenoble, Le Havre, Lyon, Montpellier, Nizza, Paris, Reims, Rennes und Valenciennes. Zum Kreis der Favoritinnen zählen unter anderem die USA, Deutschland, Japan und die Gastgeberinnen aus Frankreich. Das Finale steigt am 7. Juli in Lyon – garantiert ohne die Schweiz, die sich leider nicht für das Turnier qualifizieren konnte.

Das ist selbstverständlich kein Grund, diese WM auszulassen. Im Lehrerzimmer im Progr sind Sie bei sämtlichen Spielen live dabei (inkl. Soirées Françaises, ein von Radio Gelb-Schwarz live kommentiertes Spiel, ein Podium, Konzerte und mehr), ebenso im Café Kairo (dort hat es auch die Sammelbilder). Im Wartsaal werden ausgewählte Spiele gezeigt. Wenn Sie lieber zuhause bleiben möchten, schalten Sie ARD, ZDF oder DAZN ein.

So, und nun können Sie sich Ihren Spielplan hier ausdrucken. Die Schweiz wird übrigens doch nicht ganz fehlen: Schiedsrichterin Esther Staubli und Assistentin Susanne Küng wurden von der Fifa selektioniert. Am Turnier in Frankreich wird zudem erstmals an einer Frauen-Weltmeisterschaft der Video Assistant Referee (VAR) zum Einsatz kommen.

Wird in Ihrer Bar, Ihrem Restaurant die WM ebenfalls gezeigt? Melden Sie sich in den Kommentaren.

Kroos by Kids

Rrr am Mittwoch den 10. April 2019

Treffen wie Toni Kroos? Kann jeder.

Sicher erinnern Sie sich an das schöne Last-Minute-Freistosstor von Toni Kroos an der WM 2018 gegen Schweden. Nein? Hier ist es.

Und diese Kinder haben es neulich perfekt nachgespielt. Bravo!

Tickethamster

Briger am Montag den 28. Januar 2019

Sie haben es sicher mitbekommen, in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) finden zurzeit die Asienmeisterschaften im Fussball statt.

Beim Turnier, bei dem erstmals 24 Mannschaften teilnehmen, finden heute und morgen die Halbfinals statt. Um 15 Uhr trifft der Iran, der in der Ko-Phase zuerst den Oman und dann China ausschaltete, auf Japan. Die Japaner, die ohne Yuya Kubo antraten, schalteten in der Ko-Phase bislang Saudi-Arabien und Vietnam aus. Der Sieger dieser Partie geht als Favorit in das Finale vom Freitag. Der Gegner heisst dann nämlich entweder Vereinigte Arabische Emirate – die Gastgeber schalteten Kirgistan und überraschend Titelverteidiger Australien aus – oder Katar. Der WM-Gastgeber von 2022 setzte sich gegen den Irak und Südkorea durch.

Foto via Abu Dhabi Sports Council

Das Spiel findet morgen Dienstag 15:00 Uhr (MEZ) statt. Wie das Abu Dhabi Sport Council am Freitag bekannt gab, hat der Vorsitzende des Councils, Prinz Nahyan bin Zayed (der Herr auf dem Foto), kurzerhand alle verfügbaren Tickets im Mohammed-bin-Zayed-Stadion in Abu Dhabi gekauft. Diese sollen nun an loyale Fans der Emirati verteilt werden. So soll verhindert werden, dass Katar Fanunterstützung erhält. Sämtliche Fussballfans, die nicht aus den Emiraten stammen, werden vor dem Stadion abgewiesen werden. Der Grund dafür dürfte vor allem sein, dass rund 1000-Fans aus dem Oman begonnen haben die Katarer zu unterstützen.

Katerer sind nämlich kaum welche in den Stadien anzutreffen, beim Vorrundenspiel gegen Nordkorea waren offiziell 452 Zuschauerinnen und Zuschauer anwesend. Nur das Spiel zwischen Nordkorea und Bangladesch, 1980, zog in der Geschichte der Asienmeisterschaften mit offiziell 300 Zuschauern noch weniger Publikum an. Dass kaum Katari vor Ort sind liegt aber auch am seit 2017 bestehenden Boykott der VAE gegen Katar, der es auch Funktionären und Journalisten schwierig macht, einzureisen.
Ob die FIFA etwas gegen den Regelverstoss – eine gewisse Anzahl Tickets muss dem Gastteam überlassen werden – unternimmt oder sich aus der Verantwortung stehlen kann, ist noch unklar.

Ab in die Wüste

Rrr am Sonntag den 16. Dezember 2018

Endlich wieder FIFA-Klub-WM!

Die besten Klubs der Welt kämpfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten um den Titel. Favoriten sind Champions-Leage-Seriensieger Real Madrid und River Plate, Gewinner der Copa Libertadores.

Aber zuerst stehen die Halbfinals an. River Plate trifft am Dienstag um 17.30 Uhr auf die Gastgeber vom FC Al Ain, Real (mit v.l.n.r. Marcelo, Modric, Sergio Ramos, Bale und Benzema) spielt tags darauf gegen den japanischen Rekordmeister Kashima Antlers. Das Finale gibts am Samstag ab 17.45 Uhr. Auf DAZN können Sie alle Partien live, in Farbe und in voller Länge verfolgen. In dem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit.

Feuchtfröhliche Feierlichkeiten

Herr Maldini am Mittwoch den 24. Oktober 2018

Ältere Leserinnen und Leser erinnern sich: Wir schreiben das Jahr 1954 und die Fifa feiert ihren 50. Geburtstag.

Aus diesem Anlass leistet sich der Weltfussballverband ein Gruppenfoto, das vom “Bernerknipser” Karl Jost im Schweizerhof in Bern aufgenommen wird. Doch damit nicht genug!

Am 23. Juni 1954 lädt die Fifa zum Bankett im Grand-Hotel Victoria-Jungfrau in Interlaken. Über 300 Mitglieder aus 50 Ländern gehören zu den geladenen Gästen, wie die Sportinformation schreibt. Diese gelangen per Zug und Schiff nach Interlaken, wo sie von der lokalen Musikgesellschaft bei leichter Bewölkung abgeholt werden. “Fifa-Präsident Rimet pries die Schweiz als Hort des Friedens, beglückwünschte den Schweiz. Fussball- und Athletikverband zu seinen Arrangements und stellte mit grosser Befriedigung die erfreuliche Entwicklung der Fifa fest.”

Zum Fünfgänger werden ein Aigle de la Commune 1952 und ein Medoc, Chateau la Tour Saint Bonnet 1949 serviert. Nach dem Bankett stehen ein Gratulationscour und die Geschenkübergaben an den jubilierenden Verband auf dem Programm. “Abschluss des gediegenen Programms bildete der Kaffee im Kursaal und die von In- und Ausländern stark goutierte, angenehme Rückfahrt per Schiff und BLS nach Bern.”

Deutschland und Italien nützen den Anlass auch, um ihren früheren Freundschaftspakt zu erneuern und die Schweiz, Frankreich und das Saarland zu einem neuen internationalen Wettbewerb einzuladen. Er soll ab dem 1. Januar 1955 laufen und es besteht die Möglichkeit, dass noch andere Länder eingeladen werden.

O Brother, Where Art Thou?

Val der Ama am Dienstag den 16. Oktober 2018

Ohne Kyle – ohne Leon.

Leon Bailey ist 21 Jahre alt, spielt bei Bayer 04 Leverkusen und gilt als einer der schnellsten Flügelflitzer überhaupt. Aber noch ohne Länderspiel, es ist kompliziert. Der junge Mann hat drum in der Vergangenheit gleich mit mehreren Nationalteams kokettiert. Mutterland Jamaika sollte es eigentlich nicht sein, weil mit dem Verband dort herrschte jahrelang ein schlechtes Verhältnis. In den vergangenen Wochen und Monaten war dann die Nationalmannschaft Englands im Gespräch, denn Bailey hat englische Grosseltern. Hier hat aber die FIFA neulich den Riegel geschoben, da die Alten nicht in England geboren wurden. Deshalb schlussendlich trotzdem Jamaika.

Vorgestern sollte er im Quali-Spiel der CONCACAF Nations League sein Debüt gegen Bonaire (6:0) geben. Sollte, denn er hat nicht. Bailey war drum sauer und wollte nicht auslaufen. Der Verband habe sich nicht an eine getroffene Vereinbarung gehalten, reklamierte er. Laut dieser Abmachung hätte der jamaikanische Verband Baileys Halbbruder Kyle Butler, der aktuell in der zweiten österreichischen Liga beim FC Juniors OÖ spielt, ebenfalls ins Nationalteam berufen sollen.

“Als ich hier ankam, war es ein völlig anderes Szenario. Sie haben ihr Wort nicht gehalten, daher habe ich beschlossen, diese Partie nicht zu spielen“, erklärte Bailey seine Entscheidung. Sein Halbbruder, der wurde drum letztlich nur zu einem Probetraining eingeladen.

Nun denn, vielleicht klappts ja beim nächsten Spiel. Gegenüber jamaikanischen Medien liess Bailey bereits verlauten, dass er im November doch für Jamaika auflaufen könnte, falls seine Bedingungen dann erfüllt werden.

Knusprige Knipserei

Herr Maldini am Dienstag den 9. Oktober 2018

Heute entführen wir Sie ins Jahr 1954. Die WM in Bern steht bevor, doch was viele nicht wissen: Die Fifa hat  Geburtstag!

Der Weltfussballverband wird 50 Jahre alt und will dieses Jubiläum nicht nur mit einem hübschen Bankett feiern, sondern benötigt dazu auch noch einige Fotos von seinen Mitarbeitern. Diese Fotos sollen am Sonntag, 20. Juni um 09:45 vom Berner Karl Jost im Hotel Schweizerhof aufgenommen werden.

Nach der Weltmeisterschaft wird der Fifa-Präsident Jules Rimet sein Amt an Rodolphe William Seeldrayers übergeben, der allerdings noch in seinem ersten Amtsjahr einer schweren Krankheit erliegen wird. Doch zurück zur Anfrage bezüglich des Fototermins im Schweizerhof.

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Abgefahrene Awards

Herr Maldini am Dienstag den 25. September 2018

Gestern fanden diese Fifa-Awards da statt, die das Runde Leder boykottiert, seit die Versanstaltung in London und nicht mehr in Zürich stattfindet. Wir freuten uns trotzdem für Marta und Luka Modrić.

Und resümieren:

  • Mo Salah wurde bei der Wahl zum Weltfussballer des Jahres Dritter, schaffte es aber nicht in die Weltauswahl der besten Elf.
  • Umgekehrt Lionel Messi: Er schaffte es in besagte Auswahl, aber bei der Weltfussballerwahl nur auf Platz fünf.
  • Thibaut Courtois wurde zum Torhüter des Jahres gewählt, den Kasten der Auswahl des Jahres aber hütet David de Gea.
  • In die Elf des Jahres schaffte es auch Dani Alves. Seine beeindruckende Bilanz 2018: 16 Spiele für PSG, zwei Länderspiele, keine WM-Teilnahme und in der aktuellen Saison noch kein Spiel.
  • Neben de Gea, Alves und Messi wurden in die Mannschaft des Jahres auch Varane, Ramos, Marcelo, Kanté, Hazard, Modrić, Mbappe und Ronaldo gewählt.
  • Messi übrigens stimmte beim Best Player Award für 1. Modrić, 2. Mappé und 3. Ronaldo. Ronaldo legte die Zettel in die Urnen von 1. Varane, 2. Modrić und 3. Griezmann.

Zum Abschluss möchten wir Ihnen noch ein aktuelles Bild von Franck Ribéry zeigen:

Foto: Instagram.

Würdige Wahl

Rrr am Mittwoch den 1. August 2018

Es folgt eine Grundsatzerklärung unseres Chefredaktors Herr Rrr.

„Liebe Freunde des Runden Leders, der heutige Tag bietet uns Gelegenheit, die Tagesaktualität für einmal hintan zu stellen und uns stattdessen mit einer der grossen Fragestellungen unserer Zeit zu befassen: Wer wird eigentlich Weltfussballer des Jahres 2018?

Machen wir uns nichts vor, die zwei Herren, welche den Titel seit 2008 unter sich aufteilten, kommen nicht in Frage. Cristiano Ronaldo hat zwar die Champions League gewonnen, aber er hat die WM vergeigt und fiel dort letztlich nur als Top-10-Mitglied in der Schwalbenhitparade auf. Über Lionel Messi müssen wir nicht viele Worte verlieren, er hat auch diese Saison keinen internationalen Titel gewonnen.

Die Messi-Cronaldo-Ära kommt also zu einem Ende. Wer aber folgt?

Ich habe mir wochenlang den Kopf zerbrochen, ich habe mir Tausende Namen durch den Kopf gehen lassen, und letztlich kam ich zum Schluss: Ideal wäre jemand, der dieses Jahr sowohl die Champions League als auch die WM gewonnen hat.

Nach intensiven Recherchen kann ich Ihnen den Namen des Betroffenen präsentieren: Es ist Raphaël Varane, der französische Innenverteidiger von Real Madrid, der als weltweit einziger Spieler beide Kriterien erfüllt.

Die Wahl von Varane wäre nicht nur aus empirischen Gründen folgerichtig. Mit der Auszeichnung eines Innenverteidigers gäbe die FIFA vielmehr auch einem Schlüsselposten des modernen Weltfussballs seine wohlverdiente Wertschätzung. Überdies wäre es ein Bekenntnis zum Fairplay im Sport, denn es gibt wohl kaum einen faireren Abwehrspieler als Raphaël Varane: Ohne eine einzige gelbe Karte wurde er Fussball-Weltmeister, und die vier Champions-League-Titel holte er (als Verteidiger!!) mit insgesamt 3 Verwarnungen in 46 Einsätzen.

Ich werde das Bewerbungsdossier noch heute an Dr. Infantino abschicken. Wenn die FIFA sportliche Argumente höher gewichtet als kommerzielle Interessen, ist die Sache so gut wie gegessen. Ihnen allen wünsche ich einen besinnlichen 1. August.“

Dienstfertige Darstellung

Herr Maldini am Dienstag den 17. Juli 2018

Es ist höchste Zeit, kurz auf die abgelaufene Weltmeisterschaft zurückzuschauen. Werfen Sie mit uns einen Blick auf eine etwas andere Darstellung: 210 Länder, 935 Spiele, mit Italien.

Ein Klick auf das Bild vergrössert das Erlebnis eindeutig.

Quelle: Reddit/Jed Grabman